Archiv des Autors: margit

25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

25 Jahre Das Blättchen

Im Gespräch mit – Jörn Schütrumpf, Gründer und Blättchen-Verleger, 1997 bis 2009 Am 21. Dezember 1997, dem 62. Todestag von Kurt Tucholsky, erschien das Probeheft von Das Blättchen. Zweiwochenschrift für Politik Kunst Wirtschaft – im klassischen Format und Layout angelehnt an die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Wir sagen „Danke!“

Fast auf den Tag genau vor 25 Jahren erschien am 21. Dezember 1997 als erste Ausgabe nach dem Untergang der Weltbühne das „Probeheft“ unserer Zweiwochenschrift Das Blättchen. Mit der heutigen liegen genau 660 reguläre Ausgaben vor, dazu kommen 31 Themenausgaben, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Zum Jahreswechsel

Liebe Leserinnen und Leser, dieses Heft beendet den 25. Jahrgang des Blättchens. Anlass für uns, noch einmal zurückzuschauen und den vielen Autoren, die das Erscheinen des Blättchens ermöglichen, zu danken. Die Hoffnung auf ein gutes Jahr 2022 – nach all … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Anmerkungen zu Merkel

von Erhard Crome Dieses Blättchen ist das letzte des Jahrgangs 2022, insofern in gewissem Sinne auch eine Art Rückblick. Ich bekenne, ich habe bisher nicht CDU und niemals Angela Merkel gewählt. Eher ironisch hatte ich im Blättchen über sie bereits … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Weihnachtslied mit viel Rot

von Eckhard Mieder Der Weihnachtsmann trägt eine rote Nase. (Rezea, sagt die Ärztin. Na, was soll’s!) Bei Cherson schlägt ein tot geschossner Hase Mit Namen Jegor einmal noch Kabolz. Ist er ein Russe, war er Ukrainer? Ist schwer zu unterscheiden. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Der Hunter-Biden-Laptop und US-Wahlen

von Petra Erler Der Hunter-Biden-Laptop wurde in der Spätphase des US-Wahlkampfs 2020 zu „russischer Desinformation“ erklärt. Glenn Greenwald schätzte dazu auf Substack im März 2021 ein, dass es sich bei dieser Deutung um eine der erfolgreichsten Desinformationskampagnen in der amerikanischen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Absturz der Leistungsbilanz

von Jürgen Leibiger Einen solchen Absturz der deutschen Leistungsbilanz hat die Statistik schon lange nicht mehr verzeichnet. Diese Bilanz (der Saldo zwischen Exporten und Importen und ein paar weiteren Komponenten) war, nachdem sie in den 1990er Jahren im Gefolge des … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Deutscher Fußball

von Bruni Butzke Satt, träge, selbstgerecht“, so lautet die Überschrift eines Essays im Berliner Tagesspiegel (9.12.2022). Darin wird die Leistung beziehungsweise Nicht-Leistung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Katar resümiert. Bekanntlich schied sie zum zweiten Mal hintereinander – wie … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Abgesteckte Felder

von Jan Opal, Gniezno Frank-Walter Steinmeier und Andrzej Duda bekräftigen jetzt entschieden die glänzende Seite in den deutsch-polnischen Beziehungen. Zurückliegende Unstimmigkeiten zwischen den beiden Staatsoberhäuptern scheinen fortgespült, auch das eine der nicht vorhersehbaren Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

„Zeitenwende“ auf Lateinamerikanisch?

von Raina Zimmering Auf der 77. Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York trat am 22. September 2022 der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard mit einem Friedensvorschlag zur Beendigung des Ukrainekrieges auf, der von weiteren lateinamerikanischen Ländern unterstützt wurde. Es geht … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Die beste Idee der Vereinigten Staaten von Amerika

von Jürgen Hauschke Am 1. März 1872 unterzeichnete Ulysses S. Grant, der Nachfolger von Abraham Lincoln als Präsident der USA, ein bis dahin einmaliges Gesetz: den Yellowstone Park Act. Dieses Gesetz begründete den ersten Nationalpark der Welt. Der Park liegt … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Platonow“ – Deutsches Theater / „Stürmt die Höhen der Kultur!“ – Buchtipp / Gruß zum Jahreswechsel. *** DT: Wie das ist, das Altsein Damals wars, vor vierzig Jahren. Platonow, ein Schlawiner in seinen besten Jahren, mimt … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Weimar glaubt nicht an Puschkin

von Detlef Jena Alexander Puschkin, dem Goethe einst eine poetisch geweihte Schreibfeder geschickt haben soll, hat den Satz formuliert: „Ja, ich verachte meine Heimat, aber es gefällt mir überhaupt nicht, wenn es ein Fremder tut.“ Interessant: Dieser Tage diskutierte in … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Frauen um Dostojewski

von Mathias Iven Das Autorinnenduo Ursula Keller und Natalja Sharandak hat in den vergangenen Jahren bereits einige bemerkenswerte Bücher vorgelegt, man denke an die Helena Blavatsky gewidmete Biographie (Blättchen 20/2013) oder an das Doppelporträt von Iwan Turgenjew und Pauline Viardot … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Tränen beim Halberstädter Hagestolz

von Wolfgang Brauer Vor wenigen Tagen ließ Berlin den 300. Geburtstag von Anna Louisa Karsch sang- und klanglos an sich vorbeirauschen. Ich hatte in Heft 24/2022 des Blättchens immerhin auf zwei Neuerscheinungen des Verlages für Berlin-Brandenburg aufmerksam machen können, in … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Das Riesenrad

von Renate Hoffmann Es gibt Kindheitsträume, die noch das Erwachsenenalter begleiten: Auf dem Weihnachtsmarkt Riesenradfahren. Möglichst in der Dämmerstunde und in den Abend hinein gleitend. Ist der Himmel wolkenlos, kann man vielleicht die letzten Augenblicke des Sonnenuntergangs erhaschen. Düfte steigen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Ein erfinderisches Zeichenrepertoire

von Klaus Hammer Den Begriff Art Brut hat der französische Avantgardist Jean Dubuffet für eine spontane, unreflektierte, sich aus dem Unbewussten ableitende Ausdrucksform geprägt. Der in dem Spreewald-Dörfchen Brahmow lebende Maler-Philosoph Dieter Zimmermann, der für seine Malerei (selbst-)ironisch die Bezeichnung … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Kinderbücher auch für Erwachsene

von Thomas Behlert Manchmal verfolgt mich die Frage, ob man im Alter noch Kinderbücher lesen kann? Ok, ab und zu liest man den kleinen Geistern vor, damit nicht alles verkümmert und sie die heiß geliebten Handys aus der Hand nehmen. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Frau Karl Vieth, Göhren

von Dieter Naumann Einiger Besitzer von Hotels, Pensionen und Gasthäusern firmierten in den historischen Rügen-Reiseführern und Badeprospekten mit ihren Berufsbezeichnungen, wohl um eine gewisse Bodenständigkeit und Seriosität zu dokumentieren. Gern dürfte auch die mit der Annoncierung verbundene Kundenwerbung für das … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Antworten

Timon Gremmels, ein Klartext sprechender SPD-Bundestagsabgeordneter – Im Rahmen einer „Aktuellen Stunde“ des Bundestages erklärten Sie: „Es ist völlig gleichgültig, ob Nord Stream 1 und Nord Stream 2 nun Lecks haben, wie diese Lecks entstanden sind, ob das Anschläge waren, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Bemerkungen

Ein notwendiger Nachtrag In unserer Ausgabe 24/2022 veröffentlichten wir einen Aufsatz der Budapester Slawistin Prof. Dr. Zsuzsa Hetényi, die sich unter dem Titel „Das russische Krokodil“ mit der Stimmung in der russischen Bevölkerung angesichts des Ukraine-Krieges auseinandersetzt. Die Autorin machte … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022

Jenas romantische Rebellen

von Ulrich Kaufmann Die vielfach preisgekrönte deutsche Schriftstellerin Andrea Wulf, 1972 in Indien geboren, lebt seit Jahrzehnten in London. Im Jahre 2016 erlebte die Autorin mit dem Buch „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ ihren Durchbruch. Als Andrea … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Ruben und der Kommunismus

von Erhard Crome Peter Ruben war einer der originellsten, produktivsten und umstrittensten marxistischen Denker der DDR. Die Umstände in der DDR und nach der deutschen Vereinigung hatten zur Folge, dass er nicht – wie es seiner wissenschaftlichen Leistung angemessen gewesen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Bemerkungen

Leo Tolstoi zum Krieg Wo es Armee und Krieg gibt, sind dem Bösen keine Grenzen gesetzt. * Despotismus erzeugt Krieg, und der Krieg erhält den Despotismus am Leben.  * Wenn alle Menschen nur nach Maßgabe ihrer Überzeugungen Krieg führten, so … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Antworten

Maritta Adam-Tkalec, Berliner Zeitung, schaut über den deutschen Tellerrand und stellt Fragen – In Chile herrscht Abstimmungspflicht. 62 Prozent der Stimmberechtigten haben dort gerade einen von seinen Verfassern besonders fortschrittlich gestalteten Vorschlag für eine neue Verfassung krachend durchfallen lassen. Denn … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

„Die Welt nimmt Abschied“. 19. September


von Eckhard Mieder Milliarden Menschen schauen zu, raunen die Kommentatoren. (Und denken im Stillen: Und hören meine Stimme.) Acht junge Männer braucht der Sarg zum Tragen, hin und her zwischen Lafette und Abtei, zwischen Leichenwagen und Kapelle. Sie haben die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Oßmannstedt feiert Wieland 

von Ulrich Kaufmann Von den Lebensdaten (1733–1813) her ließe sich 2022 nicht von einem Wieland-Jahr sprechen. Dennoch wird der Dichter gefeiert wie lange nicht. Literarische Spaziergänge gibt es, drei Ausstellungen waren und sind zu sehen, die Printmedien stellen Wieland vor … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Ein unvergessliches Konzert

von Gerhard Müller Nie werde ich dieses Konzert vergessen. Die 15. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch verklang, Jewgeni Swetlanow senkte den Taktstock, es erhob sich ein Jubelsturm. Swetlanow wies auf die Loge, wo Schostakowitsch zusammengesunken, scheinbar teilnahmslos saß, neben ihm der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Die Werefkin und der „Abend in Murnau“

von Renate Hoffmann Es war die bayerische Voralpenlandschaft, die sie anzog. Das besondere Licht, die verhaltenen Farben, vom Braun der ausgedehnten Moore getönt. Der Blick nach Süden zu den Gipfeln des Wettersteingebirges. Und die Nähe und zugleich Ferne der kunstsinnigen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Die Bettwurst – das Musical“ – Bar jeder Vernunft / „Lehman Brothers. Aufstieg und Fall einer Dynastie“ – Die Vaganten. *** Bar jeder Vernunft: Grelle Frivolität, süße Sehnsucht  Bunter Hut tut gut, diesmal noch mit turmhoher … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Dichten unter widrigen Verhältnissen und Leben als ob

von Wolfgang Brauer Er gehört zu den frühen Schaubühne-Autoren. Siegfried Jacobsohn veröffentlichte im 2. Jahrgang 1914 des Blattes das Gedicht „Heimkehr“: „So wird es sein. Zu deinem Heimatlande / Führt dich ein herbstlich später Wandertag, / Das Herz geht dir … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Zum Wahlgeschehen in Schweden

von Gregor Putensen 11. September –Tag der Wahlen zum schwedischen Reichstag (sowie gleichzeitig zu den Regional- und kommunalen Parlamenten des Landes). Wenn man am Abend dieses Tages die vom Fernsehen übertragenen Wahlpartys der bisher im Parlament vertretenen Parteien betrachtete, so … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Trübe Aussichten: heißer Herbst und kalter Winter

von Jürgen Leibiger Völlig zu Recht trauen die Konjunkturinstitute der Europäischen Zentralbank nicht zu, die Inflation entscheidend einzudämmen. Obwohl die EZB die Zinsen auf 1,25 Prozent erhöhte, weitere Steigerungen ankündigte und ihre Geldpolitik strafft, prognostizierte das Münchner ifo-Institut eine Erhöhung … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Abschied

von Thomas Bachmann Nun geht es also langsam fort das Abendland es welkt dahin. Nur an den Rändern hier und dort und halb im Nebel ist noch Sinn. Der Herbst, der Winter sind gekommen und eisig weht es übers Land. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Zeitenwende oder You’ll never walk alone

von Stephan Wohanka So vergeht Jahr um Jahr / Und es ist mir längst klar / Daß nichts bleibt daß nichts bleibt wie es war. Hannes Wader Wer in einer begrenzten Welt an unbegrenztes exponentielles Wachstum glaubt, ist entweder ein … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Apokalyptische Gedanken

von Lars Niemann Spätestens in diesem Dürresommer mit seinen einander ablösenden Hitzewellen, den verheerenden Waldbränden, nun auch bei uns, und andererseits Starkregen und Überflutungen in anderen Weltteilen sollte jede und jeder begriffen haben, was die Stunde geschlagen hat. Es war … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Gegen Putins Annexionswahn

von Holger Politt Hartnäckig hält sich der Vorwurf, Rosa Luxemburg habe in der Nationalitätenfrage geirrt. Als schlagender Beweis für diese Behauptung wird stets die polnische Frage angeführt, die sie falsch beantwortet habe. Ohne tiefer darauf einzugehen, sei an dieser Stelle … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

Ukrainekrieg – eine nächste Stufe

von Bernhard Romeike Die deutschen Medien interpretierten die Geländegewinne der ukrainischen Armee mit ihrer Gegenoffensive bei Charkiw nahezu unisono als „Wendepunkt“ des Krieges. Sie habe Russland „eine schwere Niederlage zugefügt“, im Osten werde „es ernst“. Bereits zuvor hatten militärtheoretische Erwägungen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022

KRIEGSLIED

von Henry-Martin Klemt Schweig nicht wie die Musen und Mauern. s’ ist Krieg, aber du hast noch Brot. Das elfte Gebot: Du sollst dauern in a-moll, im Sandstein, im Rot. Was hilft dir, im Schatten zu kauern der Freiheit? Sie … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Vom Unglück eitler Träume

von Detlef Jena Trotzig motiviert Russlands Präsident den Krieg gegen die Ukraine mit einem Geschichtsgemälde, das seinen imperialen Träumen entspricht. Trotzig negieren die westlichen Freunde der Freiheit aus Feindschaft gegen Russland alle Erfahrungen der tragischen ukrainischen Geschichte. Trotzig klammert sich … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Bemerkungen

Bayreuth Die Stadt ist liebenswert und hat das eigentlich nicht verdient. Ringsherum sind wunderschöne Gladiolenfelder zum Selberpflücken und Jean Paul hat da gelebt. Wegen des Bieres, nicht wegen der Oper. Aber es ist nun einmal da, Richard Wagners hölzernes Opernhaus. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Antworten

André Mielke, Nicht nur an den Irakkrieg Erinnernder – 2003, zu Beginn des Irak-Krieges der USA, sagte Jörg Schönenborn, heute Programmdirektor des WDR, dass wir hoffen müssen, dass George W. Bushs Strategie aufgeht: Ein kurzer Krieg, wenige Tote und eine … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Ein Schneck zieht um

von Renate Hoffmann Ich fand im Sand ein Schneckenhaus, das sah so hübsch und zierlich aus. Es trug auf seiner weißen Schale eine braune Schmuckspirale. Sie wurde immer fein und feiner und allmählich klein und kleiner, bis sie dann am … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Die seltsame Universaltheorie des Joseph Henrich

von Alfons Markuske Wer sich schon einmal die Frage gestellt hat, warum die Industrielle Revolution der Neuzeit, die zum entscheidenden Motor der bis heute nachwirkenden globalen Dominanz des Westens wurde, ausgerechnet im nordwestlichen und mittleren Europa – und nicht etwa … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Die Deutschlehrerin“ – Kleines Theater am Südwestkorso / Mindestlohn – den Mimen mehr Geld. Und: Was heißt „ordentlich Theater“? *** Südwestkorso: Zimmerschlacht auf leisen Sohlen  Sechzehn Jahre waren Mathilda und Xaver ein Paar; das will was … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Immer das Gleiche und doch ganz anders

von Joachim Lange Zur Halbzeit der aktuellen Bayreuther Festspiele direkt vom Grünen Hügel Bei den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen gibt es neben dem Spielplan schon immer auch so etwas wie Schattenspiele. Inklusive des ganz großen rabenschwarzen beziehungsweise nazibraunen Schattens, an dem die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Eiszeit Berlin

von Wolfgang Brauer Der Berliner Historiker und Journalist Kai-Uwe Merz legte jetzt den vierten Band seiner Geschichte Berlins vor, in der er versucht, „die Stadt in den kulturhistorischen Blick zu nehmen, der sie methodisch als Ganzes würdigt, das sich aus … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Deutschlandpolitisches beim Nachbarn

von Jan Opal, Gniezno Die Innenpolitik holt in Polen verlorenes Terrain zurück. Die im Herbst nächsten Jahres anstehenden Parlamentswahlen werfen ihre Schatten bereits kräftig voraus. Als erster rüttelt Jarosław Kaczyński nun die Reihen wach, stimmt bei Gelegenheit einer größeren Sommerreise … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Alternative zum Marktversagen

von Ulrich Busch Planwirtschaftliche Modelle gelten gemeinhin als obsolet, da sie sich in der Praxis nicht bewährt haben. Marktwirtschaftliche Modelle dagegen stehen in hohem Ansehen, auch wenn ihre Leistungsfähigkeit mit jeder Krise fragwürdiger wird, sich die Fälle von Marktversagen häufen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Kulturelle Aneignung oder Ethnopluralismus von links

von Stephan Wohanka In Bern wurde ein Konzert der Band Lauwarm abgebrochen, da die weißen Musiker Rastalocken und afrikanische Kleidung trugen und Reggae-Musik spielten. In einem Leitartikel der Berliner Zeitung, der auf diesen Eklat rekurriert, ist zu lesen: „ […] … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Bartholomäusnacht

von Hermann-Peter Eberlein Vor 450 Jahren, in der Nacht vom 23. auf den 24. August 1572 – den Tag des Heiligen Bartholomäus – läuten die Glocken der Pariser Pfarrkirche St.-Germain-L’Auxerrois das schlimmste Pogrom an Protestanten ein, das die europäische Geschichte … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Logik der Kriegspropaganda

von Bernhard Romeike Am 4. August berichtete Amnesty International, dass Experten der Organisation zwischen April und Juli 2022 russische Angriffe in den Regionen Charkiw und Mikolajiw sowie im Donbass untersucht haben. Dabei trafen sie auch auf ukrainische Verstöße gegen das … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Freiheit der Wahrheit

von Erhard Crome Der Philosoph Udo Tietz hat ein sehr aktuelles, sehr lesenswertes Traktat über die strukturell freiheitsbeschränkende Wirkung der „politischen Korrektheit“ verfasst. Er verweist zunächst auf George Orwells „1984“, wo „die Partei“ befahl, dass den Erfahrungen der äußeren Welt … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

MÄRKISCHE ROMANZE

von Henry-Martin Klemt Alles wird trockener: Das Haar, die Haut, der Humor. In der märkischen Streusandbüchse zundern die Kiefern sommers, krachen zuweilen vergessne Granaten dazwischen, wo wir als Kinder Wodka tauschten gegen ausgebrannte Kartuschen beim Posten am Straßenrand. Dem Morgenrot … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Rohrkrepierer

von Sarcasticus Gerade hat Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller in einer Debatte, die seit Monaten öffentlich geführt wird und deren schriller Kakophonie man längst überdrüssig ist, den nächsten Teufel an die Wand gemalt: Private Haushalte seien im Fall einer Gasmangellage nicht vor … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2022

Eindeutig meschugge

von Eckhard Mieder Sind wir denn alle meschugge? Ein Land in Trance? Die Angst vor den Folgen steigender Energiepreise sei allgegenwärtig. Das Gas wird knapp und knapper. Wer jetzt kein Elektroheizgerät hat, kriegt auch keines mehr. (Und ich bin ein … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Ein Kartellrecht mit „Klauen und Zähnen“?

von Jürgen Leibiger Im jüngsten, dem XXIV. Hauptgutachten der Monopolkommission über „Wettbewerb 2022“ wird der Vorstoß von Wirtschaftsminister Robert Habeck zu einer Verschärfung des Wettbewerbsrechts „grundsätzlich positiv“, wenn auch nicht in allen Punkten zustimmend, bewertet. Der Minister hatte im Juni … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Bemerkungen

Pfarrer Körner in den Zeiten So hatte Autor Jens Langer eine Besprechung des Buches von Christoph Körner im Blättchen 18/2019 „Im Niedergang wird die Zukunft geboren. Staat-Kirche-Erfahrungen in drei politischen Systemen (1943–2019)“ genannt. Pfarrer Körner warnte darin vor glatten Antworten, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Antworten

Ilja Trojanow, Wortgewaltiger – In einer Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2022 stellen Sie fest: „Seit Kriegsausbruch sprechen wir die Sprache des Krieges. Antworten auf jede Frage mit einem entschiedenen Ja oder Nein. Oft ohne die Frage wirklich verstanden … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Jenseits von Eden

von Klaus Freyer Ein unsichtbarer Priester segnet die Hochzeit der gekrönten Maria Magdalena mit dem fast nackten Jesus. Isis, die ägyptische Göttin mit den Kuhhörnern, zieht einen weiblichen Horus auf. Eva wird von einem Dämon besprungen…Wer im Panorama Museum auf … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Die Buche, der stolze Baum

von Renate Hoffmann Die Buche ist mit dem klangvollen Namen Fagus sylvatica und in deutschen Landen als Gemeine oder Rotbuche heimisch. Sie legte sich eine erbfeste Varietät zu: die Blutbuche Fagus sylvatica f. (Form) purpurea. Diese wiederum überrascht mit dunkelroter … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Zauber des Realen – Bernardo Bellotto, genannt Canaletto

von Klaus Hammer Er war der standesbewusste Nachfahre einer venezianischen Familie, die ein Wappen tragen durfte. Bereits in frühester Jugend bildete er sich in Venedig im Atelier seines Onkels, des berühmten Vedutenmalers Antonio Canal, genannt Canaletto, von dem er auch … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Münzer und Müntzer – eine Nachlese

von Jürgen Hauschke Vermutlich hat jeder Bürger der DDR seit 1971 bis zu deren Ende eine oder mehrere Abbildungen von Thomas Müntzer besessen. Er war auf der Fünf-Mark-Banknote dargestellt. Doch von ihm gab es kein zeitgenössisches Porträt. Alle bekannten Bilder … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Der Stammgast in Salzburg: „Jedermann“

von Joachim Lange Ein wenig wirkte Salzburg am Nachmittag der ersten „Jedermann“-Vorstellung der aktuellen Festspiele wie Paris, wenn man dort mit dem Nachtzug frühmorgens ankommt. Entspannt, noch nicht auf Touren, noch vergleichsweise leer. Die Gastronomen sind noch nicht wirklich im … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

PETER GOSSE IN VENEDIG

von Henry-Martin Klemt Und wie der Mensch, wie die Menschen gehen die Städte ihm auf, wie die Leiber in ihrem Innern, unterhalb aller Häute, und ihrem Ineinander, das eine Vorahnung ist schönster Erwartung, das freilegt, was fügbar ist und sich … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Ohne DDR keine Ost-West-Entspannung

von Alfons Markuske „Die Wahrheit wird vielschichtiger sein. Interpretationen hängen vom Standpunkt des Betrachters ab. Wahrscheinlich auch davon, wofür eine Sache instrumentalisiert wird.“ Egon Krenz Ich muss Abbitte leisten. Bei Kollegin Maritta Tkalec von der Berliner Zeitung. Sie hatte in … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Strittige Deutungsgewissheiten

von Erhard Crome Pierre Bourdieu hielt Anfang der 1990er Jahre an einem 3. Oktober in Berlin einen Vortrag. Das Thema waren kulturelle Differenzen innerhalb einer Gesellschaft, seine These war: die Unterschiede zwischen den Regionen in Frankreich, die 1789 für die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Chinas Sicht: Hinreichende Sicherheit, kein Wettrüsten

von Werner Birnstiel Dem 95. Gründungsjahrestag der chinesischen Volksbefreiungsarmee (VBA) am 1. August wird in diesem Jahr besonders große Bedeutung beigemessen. Frage dabei ist: Wird sich China im Weiteren auf ein Wettrüsten mit den USA und deren Verbündeten Japan und … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Orbáns zerplatzte Autoreifen

von Jan Opal, Gniezno Seinen traditionellen Sommerauftritt im rumänischen Kurort Băile Tuşnad (ungarisch Tusnàdfürdö) nutzte Viktor Orbán, Ungarns Ministerpräsident, in diesem Jahr, um sich laut und deutlich zum russischen Krieg gegen die Ukraine zu äußern. Er hält, so wurde der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

FDP auf gefährlichem Kurs

von Bernhard Romeike Das Außenministerium von Taiwan bekundete seine helle Freude. Mit Nicola Beer, für die FDP Vizepräsidentin des EU-Parlaments, hat die bisher ranghöchste EU-Politikerin die Insel besucht. Nach einem Treffen mit dem Ministerpräsidenten, Su Tseng-chang, sagte sie: „Es reicht … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Vom Spiel mit dem Feuer

von Günter Hayn Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) erklärte dieser Tage das Wunderkind der deutschen Politik – es heißt Annalena Baerbock, kommt nach eigener Aussage „aus dem Völkerrecht“ und probiert sich derzeit als deutsche Chefdiplomatin aus – welche Wirkung eine Turbinenwartung … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2022

Die Lage

von Eckhard Mieder Wir müssen uns auf das Schlimmste einstellen. Wir werden im Winter frieren und im Sommer an Hitzeschlägen zerbrechen. Wir müssen noch nicht den Gürtel enger schnallen, probehalber aber schon, und Kinder werden bald hungern, doch, leider, diese … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Bemerkungen

Mai-Impressionen Der Kopf war gefüllt mit Kriegsnachrichten und freute sich, in eine friedliche Gartenidylle mit Frühlingsgrün samt Froschquaken entfliehen zu können. Am 7. und 8. Mai öffneten zahlreiche Brandenburger Gärten zum „Tag des offenen Ateliers“. In Groß Dölln/Uckermark stellte der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Antworten

Heribert Prantl, Rufer in der Wüste – „Die Lust am katastrophischen Denken“, die derzeit um sich greife, so äußerten Sie dieser Tage, sei gefährlich. „Warum? Weil sie die Hoffnung zerstört oder gar nicht erst aufkommen lässt. Es ist aber die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

European Song Grotesque 2022

von Stefan Pfüller Das im italienischen Turin aufgeführte Drama, das am zweiten Samstag im Mai wohl weltweit über die TV-Bildschirme flimmerte, nennt sich natürlich anders: European Song Contest (ESC), wiewohl es kein reiner und auch kein allumfassender europäischer Wettbewerb war. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Spielverbot auf Lebenszeit

von Thomas Behlert Mittlerweile gibt es jede Menge Fußballbücher, von denen man sogar einige lesen kann. Auch die DDR wurde dabei nicht ausgespart. Beinharte Fans schrieben über ihre Mannschaften, nannten gar 111 Gründe, warum jeder gerade ihren Klub lieben muss. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Upupa, der Schöne

von Renate Hoffmann Wäre er nicht der Auserwählte des Jahres 2022 geworden, so wüsste ich nicht, wer sich hinter dem seltsamen Wesen in Goethes West-Östlichem Divan verbirgt: „O selig ward mir! Im Lande wandl ich / Wo Hudhud über den … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Spanische Impressionen – Baeza und Úbeda

von Alfons Markuske, zz. Andalusien Bis heute ist Spanien reich an imposanten Burgen, von denen manche bereits aus den Jahrhunderten der maurischen Herrschaft (711 bis 1492) stammen, an machtvollen Festungen, ubiquitären Kapellen, Kirchen, Basiliken, Kathedralen sowie trutzigen Klöstern, eleganten Palästen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Heinrich Seidel – der Dichter-Ingenieur

von Frank-Rainer Schurich Von der geheimnisvollen und untergegangenen Welt Heinrich Seidels wissen wir heute kaum noch etwas. Das Leben Heinrich Seidels lohnt eine Erinnerung: Er wurde vor 180 Jahren am 25. Juni 1842 in dem kleinen Dorf Perlin, zwischen Schwerin … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Puppenspiele, Maskenblicke und Marionetten

von Klaus Hammer Lebensspiele“ (2006) heißt das großformatige Gemälde von Gudrun Brüne, das die Augen der Besucher dieser Ausstellung gleich auf sich lenkt: Puppenköpfe, -körper, -beine, Masken, Kasperlefiguren liegen zu Haufen getürmt, gleichsam „entsorgt“. Man braucht sie nicht mehr. Ein … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Ein Wanderer zwischen Ost und West

von Mathias Iven Es sollte seine erste Reise ins westliche Ausland werden. Geboren in Brody, am östlichsten Rand des österreichisch-ungarischen Kaiserreiches, hatte ihn sein Weg über Lemberg und Wien zu Beginn der Zwanzigerjahre nach Berlin geführt. Und nun also Paris. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Auf der Suche nach den verlorenen Utopien

von Joachim Lange Das Hessische Staatstheater in Wiesbaden hat für seine traditionellen Maifestspiele nicht nur diversen Opern-Aufführungen den roten Teppich ausgerollt. Diesmal präsentiert auch das Schauspiel ein besonderes Schmankerl. Drei Stücke an einem Tag, die die Zuschauer von 11.00 Uhr … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Geht es dir gut?“ – Volksbühne / „Beyond Caring“ – Schaubühne. *** Volksbühne: Singen wie die Vöglein „Geht es dir gut?“, fragt nicht ohne Sorge René Pollesch gleich im Titel seines jüngsten Stücks das Publikum – … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Stagflation als Drohszenario

von Ulrich Busch Stagflation ist ein Kunstwort, das für das Zusammentreffen zweier normalerweise nicht gleichzeitig auftretender Phänomene steht, für wirtschaftliche Stagnation und Inflation. Eine derartige Koinzidenz ist höchst ungewöhnlich, da ein Anstieg des Preisniveaus, ein Anziehen der Inflation, üblicherweise als … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Der Streit um Teslas Gigafactory

von Günter Hayn Am 12. November 2019 verkündete Elon Musk – der Mann ist die fleischgewordene Reinkarnation des amerikanischen Tellerwäschertraumes … – im Berliner Axel-Springer-Haus den Anbruch goldener Zeiten für Brandenburg, genauer gesagt für Ostbrandenburg. Von einer Milliarde Euro Investitionssumme … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Der „Ohrfeigenbrief“ von 1879

von Detlef Jena So siegreich endete der Russisch-Türkische Krieg von 1877/78 für den Zaren in Petersburg: Das Osmanische Reich musste im Frieden von San Stefano harte Bedingungen unterschreiben. Serbien, Montenegro und Rumänien wurden durch türkische Gebietsabtretungen vergrößert und unabhängig; Bulgarien, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

„Front-Stadt“ und „Front-Staat“: Appelle an die Welt

von Herbert Bertsch „Rem viderunt, causam non viderunt – Die Sache haben sie gesehen, die Ursache haben sie nicht gesehen“ (Augustinus von Hippo, 354–430) Eine der „Ursachen“ dafür ergibt sich aus seiner Zeit-Definition:  „Eigentlich kann man gar nicht sagen: Es … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Si vis pacem

von Klaus-Peter Möller Wer den Krieg als Mittel der Politik akzeptiert, nimmt in Kauf, dass massenhaft Menschen getötet werden. Es gibt im christlichen Abendland eine lange, unselige Tradition, Begründungen dafür zu liefern, dem fünften Gebot und aller christlichen Nächstenliebe zum … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Einwürfe

von Heinz Jakubowski „Krieg in erster Potenz ist Krieg, in zweiter Potenz ist es ein Krieg aus Anlass der Frage, wer den ersten Krieg begonnen habe.“ – Kierkegaard Es ist merkwürdig, wie sich im so ziemlich kompletten Meinungsspektrum alles einzig … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Verrechnet

von Jan Opal, Gniezno Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zieht sich jetzt in die Länge. Wladimir Putins wahnwitziger Plan, Kiew im Sturm zu nehmen, um eine Marionettenregierung unter ukrainischem Fahnentuch einzusetzen, mit der dann alles andere einvernehmlich gelöst werde, hat … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

Hegemonialkrieg

von Erhard Crome Der ukrainische Krieg Russlands geht in den dritten Monat, mit tausenden Toten, zerstörten Städten und Dörfern und Millionen Flüchtlingen. Ein Ende ist nicht abzusehen. Die Rede ist inzwischen von einem Ermattungskrieg, Moskau will die Kiewer Armee ermatten … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022

EUROPÄISCHER FRÜHLING

von Henry-Martin Klemt Ein Kanzler, der Beethoven spielt auf der Blechtrommel. Eine Weiche, die umgelegt wird für den Zug der Zeit, quietschend. Ein Land, das seinen Fuß dazwischen hat. Europa steht noch auf den Anzeigetafeln. Wer Bahnhof versteht, liest: Asien, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Russland löscht mit Ukraine-Krieg
einstige Erfolge der Entspannungspolitik aus.
Und nun?

von Daniela Dahn Mit 93 Jahren hielt Egon Bahr seine letzte Rede, drei Wochen vor seinem Tod. Kein Zufall: in Moskau. Der Vordenker sozialdemokratischer Entspannungspolitik zwischen Ost und West fragte darin, ob die Ostpolitik der 60er Jahre wiederholbar sei. Viele … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Bemerkungen

Wenn Träume sterben Seit dem 24. Februar 2022 stelle ich mir die Frage, wann wird dieser unsägliche Krieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin und seiner Gesinnungsgenossen gegen das Nachbarland Ukraine zu Ende gehen. Dürfen wir von einem schnellen Ende träumen, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Antworten

Karl Lauterbach, Geschlagener – Das war definitiv nicht Ihre Woche. Erst 180 Grad-Wende bei der Quarantänefrage im Falle von Corona und das im Fernsehen, ohne Information Ihrer Länderkollegen. Dann die Niederlage im Bundestag bei der Abstimmung über die Impfpflicht. Die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Washington und Roosevelt – unvollendet

von Thomas von Steinaecker Wenn Künstler, seien sie nun Maler, Baumeister, Komponisten, Schriftsteller, Bildhauer, Dramatiker, Filmemacher oder mit anderweitigem Schöpfertum begnadet, konkret ans Werk gehen, dann besteht das Ziel des Schaffensprozesses in der Regel im Abliefern eines vollendeten – hier … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Verleger und Autor im Dialog

von Mathias Iven Im Juni 1902 erreichte den Leipziger Insel Verlag eine Postkarte mit folgendem Inhalt: „Sehr geehrter Herr, ich möchte bitten, mir das in Ihrem Verlage erschienene Buch von Rudolf Kassner: ,Der Tod und die Maske‘ zur baldigen Recension … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Ein Leben für die Weltbühne

von Wolfgang Brauer Hermann Budzislawski war von 1934 bis 1939 Chefredakteur der Exil-Weltbühne, in der DDR dann nochmaliger Chef des Blattes von 1967 bis 1971. Heute ist er (fast) vergessen. Er wurde vergessen gemacht. Wolfgang Benz erklärte das langjährige Verschweigen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

„Das Lied von der Moldau“

von Renate Hoffmann Bertolt Brecht setzte es in Worte: „Am Grunde der Moldau wandern die Steine / Es liegen drei Kaiser begraben in Prag. / Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine. / Die Nacht hat zwölf … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Für eine andere Traditionspflege – Helmut Donat

von Felix von Bothmer Bücher sind seine Leidenschaft. Schon als Kind hat er geradezu verschlungen, was ihm unter die Augen kam. Bücher selbst auf den Markt zu bringen, daran hat er nicht mal im Traum gedacht. Und doch ist er … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Draußen vor der Tür“ – Berliner Ensemble / „Werther“ – Kammerspiele des Deutschen Theaters / Kleiner Zahlensalat. *** BE: Das Herz hat sich heiser geschrien Ein Bild des Schönen wie noch nie: Der Himmel voller Sterne … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Indiens Außenpolitik im Zwielicht

von Edgar Benkwitz Die Haltung der indischen Regierung, die russische Aggression gegen die Ukraine nicht zu verurteilen, hat in der Weltöffentlichkeit Verwunderung und bei nicht wenigen Missfallen hervorgerufen. Indien ist gegenwärtig nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat und trägt somit eine besondere … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Die Taleban und die Mädchenschulen

von Thomas Ruttig In Afghanistan halten Proteste gegen die Entscheidung der Taleban vom 23. März an, entgegen wiederholter Ankündigungen auch im neuen Schuljahr die höheren Mädchenschulen ab Klasse 7 nicht wieder zu öffnen. Die Proteste kommen nicht nur von mutigen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Weiter Orbán

von Erhard Crome Bei der turnusmäßigen Parlamentswahl in Ungarn am 3. April 2022 erreichte Viktor Orbán mit seiner Fidesz-Partei im Bündnis mit der Christlich-Demokratischen Volkspartei (die KNDP war 1989 eine wiedergegründete Partei von vor dem Realsozialismus) erneut eine Zweidrittelmehrheit. Orbáns … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Bilaterales zwischen Warschau und Berlin

von Jan Opal, Gniezno Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reist in der Osterwoche nach Warschau, um sich mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda zu treffen. Noch vor wenigen Wochen schien eine solche Begegnung in Warschau sogar ausgeschlossen. Zuletzt hatten sich Ende 2021 … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Ago von Maltzan – Architekt von Rapallo

von Hermann-Peter Eberlein Im Imperiale Palace Hotel in Santa Margherita Ligure – der Ortsteil, in dem es liegt, gehörte bis 1928 zu Rapallo – kann man noch heute den Salon besichtigen, in dem vor hundert Jahren, am 16. April 1922, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Wenn vieles ins Wanken kommt. Sehr vieles

von Matthias Dohmen Die Angst vor einem Atomkrieg ist nicht neu. Sie war die ganze Zeit des Kalten Krieges virulent und wurde Mitte der 1980er Jahre, getragen von Millionen Menschen, in Europa zum Motor einer alle Grenzen überschreitenden Friedensbewegung und … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Krieg

von Peter Will Ich heiße Krieg Die schwarze Erde rot Mein Kaiser unbekront Befiehlt mir Seine Feinde zu schlagen Aber ich darf Meinen Namen nicht nennen Sag einen anderen Namen Sag du heißest Taube Ich heiße Krieg Der Krieg ist … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Kurze Bahr-Nachlese

von Herbert Bertsch Was man sagt, muss stimmen; aber man muss nicht alles sagen. Egon Bahr Nun sind es fast auf den Tag elf Jahre her, dass der umtriebige Slavoj Žižek bei seiner „Hegel Lecture“ im Max-Kade-Auditorium der Freien Universität … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

John Hughes aus Wales und der Donbass

von Detlef Jena Die Vorgeschichte des Donbass ist am Krieg und Machtstreben der europäischen Großmächte orientiert. Der von 1853 bis 1856 währende Krimkrieg, der zunächst als 9. Russisch-Türkischer Krieg begann, war ein militärischer Konflikt zwischen Russland einerseits und dem Osmanischen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Rosa Luxemburg in der Ukrainefrage

von Holger Politt Hier und da wird jetzt sogar versucht, Rosa Luxemburg auf die eine oder andere Weise vor den Karren des Putin-Krieges gegen die Ukraine zu spannen. Gleich Putin soll sie nämlich die Existenz einer selbständigen Ukraine bestritten und … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Frühlingsschlussverkauf 2022

von Eckhard Mieder Raus, raus, raus, alles muss raus aus dem Kopf. All die Namen der Liebe, der Freundschaft, der Zutraulichkeit – raus, raus! All die Gewissheiten, der Glaube ans Gute – raus aus dem Kopf, rein mit der Wüste! … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Anmerkungen zum Ukraine-Krieg

von Bernhard Romeike Gerade kam per E-Mail eine Einladung zu einer Zoom-Konferenz. Darin hieß es: „Einladung an alle, die einen neuen Weltkrieg verhindern wollen. Die gegenwärtige Konfrontationsstimmung in Europa hat damit zu tun, dass in den letzten Monaten sichtbar wurde, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2022

Pyrrhussiege im Weltwirtschaftskrieg

von Jürgen Leibiger Egal wie der Krieg Russlands gegen die Ukraine ausgeht, Putin wird wohl von einem Sieg sprechen. Die Krim bleibt russisch und die beiden Separatistengebiete im Donbass – in welcher konkreten Konstellation auch immer – in seinem Einflussgebiet. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Ultima Ratio

von Christoph Marischka Im Januar 2016 wurde das Mandat zur deutschen Beteiligung an der UN-Mission MINUSMA durch den Bundestag von 150 auf 650 Kräfte erhöht. Bereits im folgenden Jahr erfolgte eine weitere Aufstockung auf 1.000 – aktuell sind es 1100. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Bemerkungen

Über einen Menschenfreund im Kiefernwald Franz Fühmann – am 15. Januar war sein 100. Geburtstag – ist ein als Persönlichkeit schwer zu fassender Autor. In den 1950ern sah er noch hoffnungsvoll auf eine sozialistische Zukunft des Landes, in das ihn … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Antworten

Jörg Meuthen, Ex-AfD-Bundessprecher – Zwar haben Sie in Sachen Durchhaltevermögen jeden Ihrer Amtsvorgänger getoppt, doch nun hatten Sie doch die Nase offenbar gestrichen voll und sind nicht nur zurück-, sondern aus der Partei auch gleich ganz ausgetreten. Wie man halt … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Briefversand

von Renate Hoffmann Sophie von La Roche, Schriftstellerin und langjährige Freundin des Dichters Christoph Martin Wieland, bittet ihn brieflich: „[…] Fahren Sie fort, mir diesen Winter noch zu schreiben. Sie werden mich dadurch sehr verbinden, denn ich bin ganz allein, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Johann Gottlieb Fichte – Erz-Germanomane oder Kosmopolit?

von Jürgen Stahl Saul Ascher, ein in der außerordentlich bewegten Zeit am Anfang des 19. Jahrhunderts wirksamer Schriftsteller jüdischen Glaubens, arbeitete sich kritisch an der aufkommenden politischen Romantik ab. Diese sah er nicht unwesentlich durch Fichte inspiriert. Sein Werk „Die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Rudolstädter Köpfe

von Wolfgang Brauer Sie sind aus rotem Ziegelton gebrannt und fallen dadurch in der winterlichen Trübnis besonders auf: zwölf überlebensgroße Porträtköpfe auf blankpolierten Sockeln entlang der Marktstraße im historischen Zentrum von Rudolstadt. Es sieht recht willkürlich aus, fast wie hingewürfelt, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Der zerbrochne Krug“ – Deutsches Theater / Theatergeschichte „Erich Wonder: (T)Raumbilder für Heiner Müller“ – Ausstellung Akademie der Künste am Pariser Platz. *** DT: Der Schurke sagt Tschüss und verduftet  Dem Zeitgeist verdanken wir jetzt sonderlich … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Dieter Mann – „Ich lebe gern unauffällig“

von Margit van Ham So ganz ist das Dieter Mann in seinen achtzig Lebensjahren zum Glück nicht gelungen. Aber er war kein Star in den Klischees der kommerzialisierten Kunstwelt. Ich bin ihm Anfang der 1960er Jahre, er muss da noch … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

MUSEUMS INSEL

von Henry-Martin Klemt Im Heizungskeller der Betrunkene, der sich anschnauzen läßt, herzerwärmend, ist vielleicht ein Dichter. Der Totengräber ein Philosoph, der sich aus Giftschränken nährt und ahnt, was Leben hätte gewesen sein können, im Schatten der Trauergemeinde. Die schwangere Gärtnerin … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Ringen um Mittelasien

von Edgar Benkwitz Jetzt ist auch Indien verstärkt in das Ringen um Einfluss in den fünf mittelasiatischen Staaten eingestiegen. Mit einer virtuellen Gipfelkonferenz am 27. Januar, an der die  Präsidenten von Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Kirgistan und Tadschikistan sowie der indische … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Giereks Wettlauf

von Jan Opal, Gniezno Ein im starken Maße politisch gefärbter Film wird derzeit in Polens Lichtspieltheatern herumgereicht. Künstlerisch kaum der Rede wert, so zieht der Filmtitel dennoch sein Publikum an – „Gierek“. Der Film zwingt außerdem, im Blätterwald – im … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Zweierlei Denkmalsturz

von Mario Keßler Am 1. Februar vermeldeten die Washington Post und andere amerikanische Blätter, in Richmond/Virginia sei nun auch der Steinsockel demontiert worden, auf dem einst das Denkmal des Marineoffiziers Matthew Fontaine Maury stand, der als Erforscher physikalischer Eigenschaften der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Freiheit die ich meine

von Stephan Wohanka Selten wurde mehr über Freiheit gesprochen und vor allem gestritten als gegenwärtig. Und zwar in einem eher flachen Zusammenhang – der Freiheit, sich nicht impfen lassen zu müssen. In Kommentaren und im Feuilleton ist viel Druckerschwärze darauf … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Von Bürgermeistern und Tuis

von Bruni Butzke Bürgermeister werden in Brandenburg seit 1993 direkt von den Bürgern gewählt und nicht vom Stadtrat oder Gemeinderat; analog seit 2010 auch die Landräte. In den selbständigen Gemeinden werden die Bürgermeister auf die Dauer von acht Jahren gewählt. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Der Jahreswirtschaftsbericht und die Sozial-ökologische Marktwirtschaft

von Jürgen Leibiger Es ist zwar der Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung, der immer im Januar veröffentlicht wird, aber federführend ist das Wirtschaftsministerium. Es liegt mit Robert Habeck seit kurzem in bündnis-grüner Hand. Obwohl die Fakten des Berichts natürlich schon von der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Inflationsphobie und Medienhysterie

von Ulrich Busch Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht in Funk und Fernsehen, in der Presse und in den sozialen Medien über die Preisentwicklung in Deutschland, im Euroraum und in der Welt informiert werden. Nicht immer jedoch … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Worte als Waffen

von Bernhard Romeike Bei Wolf Biermann weiß man schon seit Jahrzehnten nicht, ob er mit seinen oft schrägen Positionierungen provozieren will, um ein Thema hochzupeitschen, oder um die staunende Mitwelt mal wieder an seine Existenz zu erinnern. Doch das dankbare … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Kuba und die Ukrainekrise

von Klaus Joachim Herrmann Wann Russland und die USA eine neue Deklaration über die Beendigung des Kalten Krieges unterzeichnen, lässt sich nur träumen“, vertraute der Pressesekretär des russischen Präsidenten Wladimir Putin der Komsomolskaja Prawda an. Deren Korrespondent hatte an den … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022

Blättchen-Finanzen 2022: Zwischenbilanz

Liebe Leserinnen und Leser, in den ersten Ausgaben des neuen Jahrgangs haben wir, wie stets zu Beginn eines neuen Jahrgangs, wieder um Ihre Spenden gebeten. Das Blättchen bleibt zwar ein nichtkommerzielles Projekt, bei dem fast alles in ehrenamtlicher Tätigkeit erledigt … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Carl von Clausewitz – Mahnung zur Vernunft

von Andrée Türpe Vor 190 Jahren, am 16. November 1831, starb der große preußisch-deutsche Kriegsphilosoph Carl von Clausewitz (1780–1831) an der Pandemie seiner Zeit, der Cholera. Treten wir Heutigen aus Anlass seines Todestages mit ihm und seinem theoretischen Werk in … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Bemerkungen

Ein großer Aufklärer ging Der Berliner „Sternenprofessor“ Dieter B. Herrmann gehörte zu unseren ständigen Autoren. Im Frühjahr 2021 hatten wir für die letzte Novemberausgabe einen Text über Diedrich Wattenberg, den langjährigen Leiter der Berliner Archenhold-Sternwarte, vereinbart. Wattenberg war am 26. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Antworten

André Mielke, Kolumnist der Berliner Zeitung und begnadete Spottdrossel – Als aufmerksamer Verfolger von Corona mit all seinen Facetten und gesundheitlichen wie gesellschaftlichen Kollateralschäden informierten Sie jetzt über folgendes: „In einer Neuköllner Bar haben sich von 35 doppelt geimpften Geburtstagsfeiernden … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Springt John Jeffries über Bord?

von Detlef Jena Es gibt in der Geschichte realistische und fiktive Schreckensrufe, die sich tief in das ängstliche Gedächtnis selbst mutiger Menschen und Völker eingeprägt haben: Hannibal vor den Toren, ächzten die alten Römer. Die Hunnen kommen, klagten die mittelalterlichen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Flaubert in seinen Briefen

von Mathias Iven Im März 1857 fasste Gustave Flaubert mit nur wenigen Sätzen seinen bisherigen Lebensweg zusammen: „Ich bin in einem Krankenhaus geboren (dem von Rouen – dessen Chefchirurg mein Vater war; er hat in seiner Kunst einen berühmten Namen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

„Ein Mann im Schnee“

von Renate Hoffmann Die Kirche zu Neuhardenberg (65 Kilometer östlich von Berlin entfernt), nach Plänen von Carl Friedrich Schinkel erbaut. Weißes Gestühl, festlich leuchtende Lüster. Vor dem Altar ein Gitterbett, frisch bezogen, Notenständer drum herum, ein Harmonium. Darüber als Deckengemälde … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Film ab

von Clemens Fischer Einen Kostümschinken von höchst mäßiger Unterhaltsamkeit hat der französische Regisseur Martin Bourboulon da auf die Leinwand gebracht. Der Besprecher hätte das Vergessen seiner FFP2-Maske als Wink des Schicksals nehmen und statt für hastigen Ersatz zu sorgen das … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Georg Stefan Troller – ein großer Humanist

von Hermann-Peter Eberlein Seine Bücher gehörten zu meiner Jugend: das Pariser Journal vor allem, 1966 erschienen, die Pariser Gespräche von 1967 und die Pariser Geschichten von 1972. Später kamen dann die anderen Paris-Bücher dazu: Dichter und Bohemiens, Paris geheim, Pariser … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

La Bohème aus dem Malsaal

von Joachim Lange Im Staatstheater Meiningen inszeniert Markus Lüpertz gerade Puccinis „La Bohème“. Der Maler empfing Autor Joachim Lange im Malsaal des Theaters … Der neue Meininger Intendant Jens Neundorff von Enzberg hat allein schon mit dieser Einladung einen Coup gelandet: … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Eurotrash“ – Schaubühne / „Das Wunder vom Späti“ – Primetime Theater / „Starker Wind“ – Kammerspiele des Deutschen Theaters. *** Endlich, Mama hat Besuch vom Söhnchen. Sie ist kränklich, einsam, langweilt sich in einer luxuriösen Zürcher … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Von allen Vögeln verlassen

von Eckhard Mieder Mein Kontinent verliert seine Vögel. Die Spatzen meiner Berliner Kindheit sind gerupft auf eine Schar, die kleiner ist als der Schwarm meiner Träume; und die sind überschaubar geworden oder wahr. Star, Feldlerche, Bluthänfling, Schafstelze, Kiebitz – einige … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Ein neuer Berliner „Ring“

von Wolfgang Brauer Die Deutsche Oper Berlin hatte es schwer mit ihrer Neuinszenierung von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“. Nötig war sie, die legendäre Götz-Friedrich-Inszenierung stammt aus dem Jahre 1984. Eigentlich hat das für die Oper nicht unbedingt etwas … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

USA und Indien – gemeinsam im Indopazifik?

von Edgar Benkwitz Indien reckt und streckt sich. Von den zwei furchtbaren Corona-Wellen, die das riesige Land nahezu zum Stillstand brachten, ist nur noch wenig zu spüren. Die Wirtschaft nähert sich wieder größeren Zuwachsraten, die innenpolitische Lage ist weitgehend stabil, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Die NATO und der Geist der Konfrontation

von Wilfried Schreiber Wer die jährlichen „NATO-Talk“-Veranstaltungen der Deutschen Atlantischen Gesellschaft (DAG) mit der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) kennt, weiß, dass die dort proklamierten Aussagen ziemlich exakt den Grundpositionen der NATO entsprechen. „NATO-Talk 2021“ fand am 19. November als hybride … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

EUROPÄISCHES HAUS

von Henry-Martin Klemt Steine fliegen den Menschen voraus. Wasserwerfer kommen ihnen entgegen, damit nicht die Schaufenster bersten, die so viele angelockt haben. Jetzt bleiben sie eingeloggt, senden Selfies in die Ferne vom Erfrieren. Manche haben Geld. Was wollen sie kaufen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Wenn Weltpolitik sich beimischt

Jan Opal, Gniezno Zuletzt machten hierzulande die Vorgänge an der Grenze zwischen Polen und Belarus kräftig Schlagzeilen, alles andere trat ein wenig zurück. Aber weder die eine noch die andere Seite im sich hinziehenden innenpolitischen Machtkampf konnte daraus einen erkennbaren … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Kultureller Rassismus?

von Bruni Butzke Jubiläen haben Folgen. Im Jahre 2020 wurden nicht nur salbungsvolle Reden auf den Jahrestag der deutschen Einheit von 1990 gehalten, sondern es wurde auch gemeint, es sei nötig, genauer auf die Unterschiede der Lebenserfahrungen und Sichtweisen in … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Demokratiefeinde

von Günter Hayn Berlin hatte seine Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) schon als abgängig vermutet und erleichtert aufgeatmet, als sie plötzlich wieder erschien. Mit einem verbalen Donnerschlag: „Wir wollen mehr verbieten“ zitierte sie der Tagesspiegel über die künftigen Absichten der Landesregierung … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Ein totes Pferd reiten

von Ulrich Busch Zwei Jahre nach Ausbreitung der Covid-19-Infektion stellt sich für viele die Frage, ob das, was wir seit Anfang 2020 als „globale Pandemie“ erleben und wofür bis heute kein Ende abzusehen ist, tatsächlich das ist, wofür es ausgegeben … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 25 | 6. Dezember 2021

Koalitionäre Konturen

von Erhard Crome Mehr Fortschritt wagen“, wurde der Koalitionsvertrag der drei zum Regieren fest entschlossenen Parteien SPD, Grüne und FDP überschrieben. Für die Außenpolitik gilt das augenscheinlich nicht. Er bestätigt die Faustregel, dass je größer der Staat, desto geringer das … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 22 | 25. Oktober 2021

WALTER BENJAMIN

von Henry-Martin Klemt Dein Engel hat mir eine Feder geschenkt, bevor der Sturm sie ihm ausreißen konnte. Mit der schreibe ich. Die Blätter verschwinden im Berg, den ich wachsen sehe und schwinden. Keins davon bleibt obenauf. Wenn es anders wäre, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Zumindest eine Weichenstellung

Jan Opal, Gniezno Meinem treuen Leser Detlef Nakath (1949–2021) zum Abschied Am zurückliegenden Wochenende wurde in Warschau mit dem Gründungsparteitag nun die Nowa Lewica (Neue Linke) offiziell aus der Taufe gehoben. Die sich bereits kurz nach der Wendezeit strukturierende SLD … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Bemerkungen

Pandora-Papers Manche fragen sich ja immer noch, warum es den Staaten dieser Welt nicht gelingt, den kriminellen Finanzsumpf, der von Politik und Medien meist euphemistisch, um nicht zu sagen idyllisierend unter „Steueroasen“ subsummiert wird, endlich trocken zu legen. Dabei ist … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Antworten

Martin Sonneborn, Wahlverlierer mit Humor – Sie sagen nach der Bundestagswahl, dass Sie das Verlieren inzwischen gewöhnt seien. Aber Sie hatten Spaß am Wahlkampf, insbesondere in Berlin. Wie Sie der Berliner Zeitung sagten, hoffen Sie, dass Putin keine Wahlbeobachter in … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

SEHR SCHLICHTE BALLADE

eines armen kleinen Bettlers, untertänigst dem hiesigen König präsentiert, dem Meister der französischen Ballade, Herrn JEAN RICHEPIN in seiner Wohnung an der Rue La Rochefoucauld zu Paris von Germain Nouveau Nicht mittelgroß, noch weniger Gigant, Hübsch hässlich, schuld an Dummheiten, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Rarität und Kleinod. Ein Besuch in Neuenhagen

von Jürgen Hauschke Am 21. Juli dieses Jahres, dem Geburtstag des Geehrten, wurde nach langer Ankündigung und dennoch verspätet das Fallada-Haus in Neuenhagen eröffnet. Es ist der einzige in Brandenburg gelegene museale Ort für den Schriftsteller Hans Fallada. Das kleine … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Nach Mittag sollen alle Häuser stehen!

von Detlef Jena Der humanistisch gebildete Mensch weiß ganz einfach, dass unser klassischer Vater Goethe seinem vielfach studiert habenden Helden Faust eine besonders kreative Projektliebe zum Licht, zur Sonne oder zu den Farben auf den Leib geschrieben hat, die diesen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Erlesenes – Paula Modersohn-Becker, Otto Julius Bierbaum und ein Roman über das Sterben

von Wolfgang Brauer 2017 präsentierte das Hamburger Bucerius Kunst Forum „Paula Modersohn-Becker. Der Weg in die Moderne“. Kuratiert wurde die bemerkenswerte Schau von Uwe M. Schneede und Kathrin Baumstark. Schneede legte jetzt bei C. H. Beck eine Monographie mit dem scheinbar … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Oktobertag

von Renate Hoffmann Der Herbst, der muntere Geselle. Kaum gerufen, schon zur Stelle. Er schüttelt von den Bäumen zentnerweis die Pfläumen. Wirft die Äpfel hinterher, bläst die Hecken blätterleer. Knickt die bunten Dahlien und die weißen Lalien. Greift gierig nach … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Im Glashaus der Gegenwart – Neues aus dem Burgtheater

von Joachim Lange Das Wiener Burgtheater bietet allen Viel und jedem Etwas. Deutschsprachige Schauspielkunst bezieht hier ihre Maßstäbe. Das gilt immer noch. Obwohl sich der neue Burgtheaterdirektor Martin Kusej den Forderungen des Zeitgeistes und seiner Aktivisten stellt und bewusst diversifiziert. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Aufstieg und Fall eines Vorhangs und sein Leben dazwischen“ – Volksbühne; „Ödipus“ – Schaubühne *** „Alles, was nicht brummt, macht keinen Bock.“ ‑ Ansage von René Pollesch. Schon immer schmiss der vielschreibende und fix denkende Windhund … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Vom Ende der Literatur

von Mathias Iven Man hatte Angst vor der Macht des Wortes. Man hatte Angst vor denjenigen, deren Stimmen gehört wurden und die vor dem warnten, was kommen sollte. Die neue Regierung musste handeln. Sie wollte bestimmen, was man zukünftig – … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Krieg und eine Kassettensammlung

von Arndt Peltner, Oakland Kriege zerstören und gefährden Kultur. Nicht nur die historischen Gebäude und Einrichtungen, Archive und Sehenswürdigkeiten. Sondern auch all das, was eine alltägliche Kulturlandschaft ausmacht, die uns in unserem normalen Leben gar nicht bewusst ist. Genau das … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Indo-Pazifik: Quad und AUKUS

von Edgar Benkwitz AUKUS? Was käme heraus? JAUKUS? JAUIKUS?“ witzelte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, auf die Frage eines Journalisten, ob der kürzlich gegründete Militärpakt zwischen Australien, Großbritannien und den USA – AUKUS genannt – durch Japan und … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Detlef Nakath – Der Mann der Grundlagen

von Wolfram Adolphi Detlef Nakath ist tot. Kurz vor seinem 72. Geburtstag, den er am 10. November hätte feiern können, ist er am 3. Oktober gestorben. Die deutsche Geschichtswissenschaft hat einen bedeutenden Historiker und herausragenden Organisator kollektiven Forschens verloren. Wer … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

An seinen Fragen habe ich das Land erkannt

von Henry-Martin Klemt Ich stelle mir das als ein Gemälde vor, gemalt von Harald Schulze im Farbrausch mit Renaissancefiguren: Unter dem Bild von Ernesto Che Guevara auf zwei mit Schnur zusammengebundenen Feldbetten lieben sich der Dichter und die Tochter des … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Museum des schlechten Gewissens

von Günter Hayn Eine strahlende Eröffnung sieht anders aus. Seit dem 23. September sind im Humboldt-Forum die Räumlichkeiten des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst zugänglich. Jedenfalls ein Torso von einem Drittel der sich auf zwei Etagen erstreckenden … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Moskau und die grüne Gefahr

von Klaus Joachim Herrmann Aus der angeblichen Hochphase der russischen Freiheit während des Zerfalls der Sowjetunion und in den wilden Neunzigern im Russland unter Boris Jelzin stammt dieses entschuldigende Wort: „Мы учимся демократии“, wir lernen Demokratie. Für das Studium ihrer … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Peter & Parkinson

von Bernhard Romeike Wenn heute von „Parkinson“ die Rede ist, denken die meisten an eine Erkrankung des Gehirns und des Nervensystems. Sichtbare Symptome sind Muskelversteifung, Verlangsamung der Bewegungen, Zittern der Hände. Die Bezeichnung geht auf den englischen Arzt James Parkinson … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Kanzlereien

von Erhard Crome Der erste Sozialdemokrat, der in Deutschland Kanzler wurde, hieß Scheidemann, der erste in der BRD Brandt. Ansonsten hießen deutsche Kanzler so, wie viele Leute in diesem Lande: Bauer, Müller, Schmidt, Schröder. Mit Schulz hat es nicht geklappt, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021

Die SPD und die Macht

von Ulrich Busch „Sie dachten, sie seien an der Macht, dabei waren sie nur an der Regierung.“ – Dieser Satz, der Kurt Tucholsky zugeschrieben wird, bezieht sich auf die deutsche Sozialdemokratie nach einer gewonnenen Wahl. Auch wenn Tucholsky nicht der … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Peter Edel – Antifaschist, Grafiker, Schriftsteller

von F.-B. Habel Anfangs stand in der Überschrift statt „Antifaschist“ der Begriff „Widerstandskämpfer“. Aber Widerstandskämpfer in der DDR? Zu den Leuten, die im DDR-Widerstand waren, weil sie sich gegen die zweifellos oft restriktive Politik der DDR zur Wehr setzten, gehörte … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Bemerkungen

Wider den Atomkrieg Bei ihrem jüngsten Gipfeltreffen in Genf haben die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Joe Biden, in einem „Joint Statement on Strategic Stability“ (gemeinsame Erklärung über strategische Stabilität) die fundamentalste Konstante des Nuklearzeitalters erneut bekräftigt, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Antworten

Esther Bejarano, Mahnerin – Sie fragten: „Wo stehen wir 76 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz? […] Wir wissen um braune Netze nach 45, das laute Schweigen und das Versagen des Staates bei der Entnazifizierung. […] Was in Gaskammern endete, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Die „eingerissene Hoffart in der Kleidung“ 

von Dieter Naumann Die ständige Gesellschaftsverordnung des Mittelalters schrieb den Angehörigen der einzelnen Stände aufs Genaueste vor, wie sie sich zu kleiden hatten. Feine Felle aus Hermelin, Zobel oder Feh, feine Dammaststoffe oder Seide und bestickte Kleider waren die auffallend … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Kosmische Klänge

von Thomas Behlert Bis zur Rotkraut- und Weißkrauternte ist es noch eine Weile, aber bis dahin kann man sich mit fast gleich benamster Musik das Ohrinnere vom schmalzigen Frühstücksradiopop befreien: mit Krautrock. Feine Herren aus der Welt der Journale nennen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Über Pressefreiheit und Maulwürfe

von Detlef Jena Carl Bertuch (1777–1815) nimmt in der Geschichte Weimars und des deutschen Journalismus einen geachteten Platz ein. Der leider so früh verstorbene Sohn Friedrich Justin Bertuch (1747–1822) war wie der Vater gleichzeitig Verleger, Unternehmer, Mäzen und Sozialpolitiker. Er … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Der Mann auf dem Balkon

von Frank-Rainer Schurich Angststörungen gibt es bekanntlich zuhauf. Domatophobie ist eine davon – die krankhafte Furcht, in einem Haus zu sein. Auch die Angst vor dem eigenen Heim? „Zu Recht!“, heißt es in dem faszinierenden Büchlein „Dinge, vor denen es … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Im Kaffeehaus

von Renate Hoffmann Weder in Wien bei „Hawelka“, dem Intellektuellen-Café, Dorotheergasse 6, oder im „Central“, Herrengasse 14, wo der Schriftsteller Peter Altenberg im Eingangsbereich so täuschend ähnlich und einladend sitzt, als wäre er es höchst selbst (beinahe hätte ich ihn … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Gegen das Vergessen der Erwartung

von Rainer Ehrt Siegfried Lachmann, Sohn eines Arbeiters und Kommunisten, verwachsen ebenso mit der politischen Nachkriegsgeschichte wie der Kultur Brandenburgs und Potsdams; Potsdam, diese ewige Zwitterstadt aus absolutistischer Nebenresidenz und Soldatenlager, Ansammlung von Kasernen und Schlössern, Beamten und Proleten, dünkelhaftem … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Film ab

von Clemens Fischer Merab Ninidze – derzeit kann man den georgischen Schauspieler in der ZDF-Mediathek mit der Serie „Dr. Ballouz“ aufrufen, die sich vom üblichen televisionären Einerlei nicht nur durch ungewöhnliche äußerliche Parameter unterscheidet: Ninidze gibt einen in der Uckermark … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Zu doof für Baseball?

von Klaus Joachim Herrmann Bücher über Baseball sind hierzulande weder Massenerscheinung noch Bestseller. Der „Baseballero“ Georg Bull wagt es aber erneut. Eine frühere Publikation mit Ko-Autor Sven Huhnholz aus dem Jahre 2006 war immerhin schon länger nicht mehr zu bekommen. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Schwadroneurs-Staub in der Wirbelschleppe

von Reinhard Wengierek Ha, was für ein herrlicher Kurzschluss ans Kindsein: Das Wort „Bummelletzter“. Seit längerem nicht mehr in Betrieb, beinahe vergessen, fand ich’s jetzt wieder in dem von herrlich oder auch bedenklich praller Daseinslust handelndem und deshalb beinahe unhandlich … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

IMMERGLEICHES LIED

von Henry-Martin Klemt Setzlinge pflanzen, Baumstümpfe roden. Wechselnde Herren. Wechselnde Moden. Doch unter den Füßen, den schmerzenden Füßen immer der gleiche, immer der gleiche Boden. Treiben den Esel, reiten den Schimmel. Nach jedem Schießen Glockengebimmel. Doch über den Köpfen, den … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Zurückgekehrt

von Jan Opal, Gniezno Donald Tusk ist wieder Parteivorsitzender – in Polen. Künftig wird er die von ihm einst mitgegründete Bürgerplattform (PO) führen, die stärkste Oppositionspartei, die zugleich den Löwenanteil der Abgeordneten stellt in der Bürgerkoalition (KO), der stärksten Oppositionskraft … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Clubgüter

von Bernhard Romeike Bereits im Jahre 2011, also unter der Präsidentschaft des gewinnend daherkommenden Barack Obama, wurde in den USA jegliche Kooperation mit China in der Raumfahrt per Gesetz verboten. Chinesische Taikonauten dürfen deshalb als einzige Bürger einer Raumfahrtnation auch … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Fünf Millionen Dollar für den WWW-Programm-Code

von Jürgen Leibiger Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert und mehr als das Blei in der Flinte das Blei im Setzkasten“ geht ein Aphorismus Georg Christoph Lichtenbergs aus dem achtzehnten Jahrhundert. Geld und Schusswaffen haben die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Verteidigungsministerium: Hoch gepokert und Milliarden gewonnen

von Jürgen Wagner Aus den teils ruppigen Auseinandersetzungen um die Finanzierung zahlreicher Rüstungsprojekte ist das Verteidigungsministerium nun als klarer Sieger hervorgegangen. Ausgemacht war das keineswegs, denn als Ende März 2021 die Eckwerte des Bundeshaushaltes für 2022 bis 2025 vorgestellt wurden, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Stagnierende Angleichung

von Ulrich Busch Kurz vor der Sommerpause legte die Bundesregierung schnell noch ihren diesjährigen „Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit“ vor. Der Bericht und die Debatte darüber wurden von der Öffentlichkeit aber kaum wahrgenommen und von den Medien weitestgehend ignoriert. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021

Von Selbstgerechten und Gerechten

von Erhard Crome Am Schluss ihres Buches über die „Selbstgerechten“ schreibt Sahra Wagenknecht: „Das, was heute Linksliberalismus genannt wird, ist die große Erzählung der akademischen Mittelschicht. In ihr spiegeln sich ihre Werte, ihre Lebenswelt und ihre Interessen. Daher sieht der … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Friedliche Lösung bevorzugt

von Daniela Dahn Die Chancen auf einen Politikwechsel durch eine grün-rot-rote Koalition im Bund sind gering. Das Zerwürfnis über die Frage von Kriegseinsätzen scheint unüberwindbar, will man seine Grundsätze nicht aufgeben. Dem soll hier widersprochen werden. Der gemeinsame Nenner liegt … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Bemerkungen

Lebendige Demokratie … kostet! Vorbemerkung 1: In der DDR gab es zwar keine Verwaltungsgerichtsbarkeit, mit deren Hilfe der Bürger Entscheidungen des Staates und seiner nachgeordneten Organe und Instanzen hätte rechtlich anfechten können, doch es gab das Instrument der (formlosen) Eingabe, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Antworten

Julian Assange, noch immer Gefangener – Am 3. Juli haben Sie Ihren 50. Geburtstag begangen, noch immer unter miesesten Bedingungen im Hochsicherheitsgefängnis von Belmarsh. Inzwischen wurde das schwedische Verfahren gegen Sie eingestellt und einer der Hauptzeugen der US-Anklage erhält Teile … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Ferien im Norden

von Jürgen Brauerhoch Das stärkste Erlebnis ist der Himmel. Hundertmal hat man das gelesen, aber es ist ein Unterschied, ob man es liest oder selber sieht. Das Land ist nur die Plattform für die ständige Wolken-Dramaturgie. Dann der Wind. Er … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Becher oder Kanne? Versorgung unterwegs.

von Erhard Weinholz Lag es an der Pandemie? Oder am Alter? Oder hatte es ideologische Gründe? Jedenfalls habe ich, obwohl ich mich doch als Erkunder Groß-Berlins verstehe, monatelang den Westteil der Stadt gemieden; erst jetzt, vor ein paar Tagen, bin … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Polnischer Jazz – unabhängig und expressiv

von Thomas Behlert In der Zeit, in der ich noch regelmäßig die Stadtbibliothek besuchte, gab es im Nebengebäude Tonträger aller Art, also Langspielplatten und Tonbandkassetten, zum Ausleihen. Man stellte sich mit den Bibliotheksmitarbeiterinnen gut und bekam so auch mal ganz … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Ein Kloster und seine Gäste 

von Renate Hoffmann Vor den Toren der Stadt Heidelberg, neckaraufwärts, rechtsufrig und umgeben vom lieblichen Flusstal. In der Hanglage zwischen Streuobstwiesen angesiedelt, uralt – aber lebendig. Die Benediktinerabtei Stift Neuburg. Man glaubt, ein Motiv von Caspar David Friedrich vor Augen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Briefe und Reden von Albert Camus

von Mathias Iven Mit rund zwei Kilogramm ist dieses Buch wahrlich ein Schwergewicht und ebenso gewichtig ist sein Inhalt: 865 Briefe, geschrieben zwischen 1944 und 1959 – die Geschichte einer großen Liebe. Die jetzt in deutscher Übersetzung vorliegende Korrespondenz zwischen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Die Wildente“ – Deutsches Theater / Grand Show ARISE – Friedrichstadt-Palast / Gedenken an den großen Regisseur Adolf Dresen *** „Das Leben wäre nicht möglich ohne etwelche Beschönigung durch wärmenden Gemütstrug, ‑ gleich darunter aber ist … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Sommer

von Annette von Droste-Hülshoff Du gute Linde, schüttle dich! Ein wenig Luft, ein schwacher West! Wo nicht, dann schließe dein Gezweig So recht, daß Blatt an Blatt sich preßt. Kein Vogel zirpt, es bellt kein Hund; Allein die bunte Fliegenbrut … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Man lebt von einem Brief zum andern

von Wladislaw Hedeler Thomas Flierl hat mit der umfangreichen, von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand geförderten und von der Universität für angewandte Kunst Wien unterstützten Edition des Briefwechsels zwischen Margarete Schütte-Lihotzky und Wilhelm Schütte einen gewichtigen Beitrag zur Erforschung des deutschen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Klimawandel und Freiheit

von Stephan Wohanka „Wer das Klima schützt, schützt die Freiheit“ Robert Habeck, Co-Vorsitzender der BündnisGrünen Diese Kampfansage an das politische Establishment, bah – an die deutliche Mehrheit der deutschen Bevölkerung muss man sich erst einmal trauen! Habeck sagte diesen Satz … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

„Gemeinsame Sicherheit“ wagen

von Wolfgang Schwarz Das Konzept der Gemeinsamen Sicherheit war zu Beginn der 1980er Jahre, auf einem der Höhepunkte des Kalten Krieges, von der sogenannten Palme-Kommission entwickelt worden. Unter der Leitung des damaligen schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme arbeiteten damals Politiker und … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Abtrünnige hier, Rzeszów dort

von Jan Opal, Gniezno Bevor Polens große Politik nun in die Sommerpause verschwindet, gab es im Juni noch das eine oder andere Geplänkel, das festgehalten verdient. Zunächst verloren die Nationalkonservativen zur allgemeinen Überraschung plötzlich ihre absolute Sejm-Mehrheit. Erstmals seit den … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Bruchlinien in Europa

von Erhard Crome Mit scharfen Anwürfen gegen ein Gesetz in Ungarn, die Darstellung von Homosexualität und Geschlechtsumwandlung in Text, Bild, Film und Werbung gegenüber Minderjährigen zu verbieten, forderte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte, wenn Ungarn „die gemeinsamen Werte der EU“ … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Indiens „Trilemma“

von Edgar Benkwitz Die aufstrebende Großmacht Indien muss durch den heftigen Verlauf der Corona-Pandemie heftige Rückschläge einstecken. Insbesondere wirtschaftliche und soziale Probleme verschärfen sich, niemand weiß, wie die Zukunft des Landes aussehen wird. In der Öffentlichkeit ist wenig von dem … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Rückkehr der Botschafter

von Klaus Joachim Herrmann Wir alle haben gesehen, dass unser Botschafter in Washington eingetroffen ist“, freute sich Russlands Vize-Außenminister Jewgeni Iwanow Mitte der zweiten Junihälfte über die Landung von Anatoli Antonow. Wenig begeistert war man am Sitz des Außenamtes am … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Westliche Angststörungen

von Bernhard Romeike Am 29. Juni trafen sich in Süditalien die Außenminister der „G20-Gruppe“. Das sind regelmäßige Treffen der „wichtigsten Industrie- und Schwellenländer“, die über 60 Prozent der Weltbevölkerung und 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Welt vertreten. Auf der … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 14 | 5. Juli 2021

Corona und die Virus-Forschung

von Petra Erler Mehr als 3.200 dienstliche Emails von Dr. Anthony Fauci, die er in der Frühzeit der Corona-Pandemie schrieb, wurden in den USA aufgrund eines öffentlichen Informationsersuchens (FOIA) durch Buzzfeed und etwa 800 durch die Washington Post veröffentlicht. Die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Bemerkungen

„Das Gesetz ändert sich. Das Gewissen nicht.“ Sophie Scholl Über Schauspieler Komödianten? Nein, wir sind Künstler, echte Künstler. Die Komödianten seid ihr. Wenn wir lieben, dann richtig; wenn wir nicht lieben, dann zanken und prügeln wir uns; wenn wir helfen, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Antworten

Julian Assange, das westliche Abschreckungsbeispiel für Whistleblower – Sie haben sich ganz offensichtlich den falschen Gegner in Ihrem Kampf für Transparenz der Politik ausgesucht. Seit Jahren werden Sie gejagt, weil Sie Kriegsverbrechen der USA entlarvt haben. Unterstützung von den „Demokraten“ … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

LEIPZIG

von Henry-Martin Klemt Vor meinem Fenster vereinigten sich Strom Fernweh und Strom Heimweh. Dazwischen ließ ein Telefon seinen Hörer hängen, eine Angel in die Nacht. Fernsprech war unsere Sprache: Fasse dich kurz! Heute. Morgen. Ich komme. Ich gehe. Ich liebe … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Ein Kleiner gewinnt die Wahl

von Renate Hoffmann Die Pflanzenwelt explodiert. Die Vogelwelt jubiliert. Und da ist ein rundlicher, zierlicher, rötlich possierlicher, zutraulich verschmitzter Vogel. Ein Vögelchen, sollte man meinen, denn diese Handvoll Federn, von Gewicht 15 bis 18 Gramm und dem zärtlichen Gesang, ist … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Von Frau Vizepräsidentin und der Frau Puppendoktor

von Wolfgang Brauer Autobiographischem aus Politikerfeder ist grundsätzlich zu misstrauen. Historiker wissen, dass dessen Quellenwert gegen Null tendiert. Noch dazu, wenn sie sich eines Ghost Writers bedienen und in dickleibigen Wälzern die Geschichte ihrer Familie wenn nicht gleich „ab urde … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Fatale Maienblüten eines deutschen Kaisers

von Detlef Jena Durch Weimars Republik hallte in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts höchst kontroverses politisches Liedgut. Sozialdemokraten appellierten vorsichtig an gutwillige Menschen, die Reihen bitte fest zu schließen, Kommunisten rührten nicht nur im Roten Wedding die Trommeln und … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Jüdische Jugend zwischen Böhmen und Kanada

von Mario Keßler Ende Oktober 1918 ging die Tschechoslowakei aus dem zerfallenden Habsburgerreich als parlamentarische Republik hervor. Dabei blieb der Antisemitismus bis zur Okkupation durch Hitlerdeutschland 1938 im tschechischen Landesteil nur eine Randerscheinung. Eine der Ursachen war die durch Staatspräsidenten … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

„… ein bisschen feiner strukturiert der Wahnsinn“

von Gerd-Rüdiger Hoffmann In der Nummer 1/2017 des Blättchens war darüber zu berichten, dass Jurij Koch ein Buch veröffentlicht hatte, das er ausdrücklich nicht „Tagebuch“, sondern „Erinnerungen“ nannte. Der Unterschied bestünde darin, dass Erinnerungen nicht unbedingt genau mit dem übereinstimmen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Die Akte Fallada

von Mathias Iven Es ist Freitag, der 18. September 1925. Knapp eine Woche hat die Odyssee gedauert. Durch halb Deutschland ist er gereist und hat das ihm von seinem Arbeitgeber anvertraute Geld mit vollen Händen ausgegeben. Es ist nicht das erste … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Ein Faun unter Menschen“ – Dokfilm über den Tanzstar Alexander Swain / Seid Ihr alle daaa? – Unser Kasperletheater ist Kulturerbe / Das liebe Publikum – Eine Berliner Statistik. *** „Phänomenal“, „genial“, „Höhepunkt der neuen Tanzkunst“ rühmte die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Ein politischer Zauberlehrling

von Bernhard Mankwald Im Blättchen 6/2021 berichtet Klaus Joachim Herrmann aus eigener Anschauung der damaligen wie heutigen Verhältnisse darüber, dass es in absehbarer Zeit kein Denkmal für Michail Gorbatschow geben wird. Man wüsste wohl auch kaum, in welcher Pose man … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Risse hier, Risse dort

von Jan Opal, Gniezno Polens Regierung bekam Anfang Mai im Sejm die erforderliche Zustimmung für das gewaltige Vorhaben, die 58 Milliarden Euro aus dem Wiederaufbaufonds der Europäischen Union nun in verschiedene Landesprojekte unterzubekommen. Die Zustimmung bekam sie allerdings ohne die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Modis geplatzte Träume

von Edgar Benkwitz Der indische Premierminister Narendra Modi und seine hindunationalistische Indische Volkspartei (BJP) befinden sich gegenwärtig in schwerem Fahrwasser. Hauptgrund dafür ist das Versagen der staatlichen Organe bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, die das Land fest im Griff hat. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Die Macht ist mit sich

von Erhard Crome Am Freitag, den 23. April, trafen sich Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der Schweizerische Bundespräsident Guy Parmelin in Brüssel, um in der verfahrenen Situation in Sachen Vertragsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und der Schweiz doch noch … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Die Kirche schafft sich ab

von Hermann-Peter Eberlein Seit es einige große Corona-Ausbrüche im Anschluss an Gottesdienste meist kleiner freikirchlicher Gemeinden gegeben hat, haben die beiden großen Kirchen in unserem Lande Angst: Angst davor, in der öffentlichen Wahrnehmung mit solchen Ereignissen in Verbindung gebracht zu … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Rassistische Morde in der DDR? Ein Faktencheck

von Ulrich van der Heyden Von Mitte 2020 bis zum Beginn des Jahres 2021 herrschte in der deutschen Presse Aufregung um ein besonderes Kapitel DDR-Geschichte. Es ging um eine Mordstory, die aber gar keine war. Es waren vielmehr völlig aus … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Das Gespenst der Vermögensteuer

von Jürgen Leibiger Ein Gespenst geht um in Deutschland – das Gespenst der Vermögensteuer. Alle Vermögenden haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, die Arbeitgeberverbände und der BDI, der Verband der Familienunternehmen, das Kölner Institut der deutschen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Leben auf der Straße

von Laurenz Nurk Zu den unveräußerlichen Menschenrechten gehören ohne Zweifel eine sichere Unterkunft und das Wohnen in Würde, auch in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Menschen ohne Wohnung stetig angestiegen. Mittlerweile sind rund 700.000 Menschen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Erzwungene Schizophrenie

von Bernhard Romeike Schizophrenie wird übersetzt als „Spaltungsirresein, das zum Zerfall der psychischen Persönlichkeit führt“. Der Wähler des Jahres 2021 kann nur hoffen, am eigenen Wählen nicht irre zu werden. Die innenpolitischen und die außenpolitischen Anmutungen klaffen weit auseinander. Am … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021

Do swidanija Europa

von Klaus Joachim Herrmann Der russische Mai kam traditionell einher mit patriotischen Georgsbändchen. Denn „Russland ist anders“, wie ein vielleicht gar nicht so plattes Schlagwort seit langer Zeit kündet. Freiwillige verteilten die orange-schwarz gestreifte symbolische Erinnerung an den Sieg der … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Bemerkungen

Zahnloser Fortschritt Kaum war der Verdacht auf Vorteilnahme und Steuerhinterziehung („strittige“ Summe: 660.000 Euro) gegen den bisherigen CSU-Bundestagsabgeordneten und -Fraktionsvize Nüßlein im Zusammenhang mit der Vermittlung von Ankäufen von Coronaschutzmasken durch das Bundesgesundheitsministerium in der Welt, dem quasi auf dem … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Antworten

Bernard Lown, Kardiologe und Revolutionär im weißen Kittel – Dass ein Arzt Millionen von Menschenleben rettet, kommt auch in der Medizingeschichte nicht alle Tage vor. Als Miterfinder des Defibrillators gehörten Sie zu dieser seltenen Spezies. Doch Ihr Horizont endete nicht … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Frühlingsmorgenspaziergang

von Renate Hoffmann Wenn ich durch meinen Garten geh und die Märzenbecher seh, die sich weiß mit grünen Tupfen aus der feuchten Erde lupfen. Und Forsythia, diese Stolze trägt gelbe Blüten an dem Holze; die Tauben gurren wie verrückt, die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Was tun?

von Erhard Weinholz Ja … was nur, was? Tschernyschewski hat darüber einen umfänglichen Roman geschrieben, der Generationen russischer Intelligenzler beeinflusst haben soll; ich bin über die ersten Seiten nicht hinausgekommen. Lenins Antwort war die Partei neuen Typus, aber die hat … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Klassische Schönheiten

von Thomas Behlert Wer sich in der DDR mit klassischer Musik beschäftigte, kam an den Aufnahmen vom rührigen Label Eterna, für das die westdeutsche Firma Edel nach der Wende den Zuschlag erhielt und alle Wiederveröffentlichungen etwas schamhaft im Label Berlin … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Die Hanse – Entzauberung eines Mythos

von Alfons Markuske „Lübeck ein Kaufhaus, Köln ein Weinhaus, Braunschweig ein Honighaus, Danzig ein Kornhaus, Magdeburg ein Backhaus, Rostock ein Malzhaus, Lüneburg ein Salzhaus, Stettin ein Fischhaus, Halberstadt ein Frauenhaus […].“ Althansischer Spruch Die Lockdowns seit Frühjahr 2020 hatten zwar … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Bandiera rossa

von F.-B. Habel Sie ist für andere Rollen berühmt, aber Jutta Hoffmann ist durchaus auch musikalisch. Sogar in der Uraufführung eines Musicals hat sie gesungen – 1963 in der Bearbeitung von Shakespeares „Was ihr wollt“ im Berliner Theater der Freundschaft. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: Mahler, Wagner, Hühnersuppe – Barrie Kosky in Ekstase, Jugendstil trifft Platte – Friedrichstadt-Palast unter Denkmalschutz. *** Den kleinen Barrie darf man sich getrost als verspielten, verträumten, frechen Kobold vorstellen. Ein helles Kerlchen, das alle Welt bezaubert. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Zeitenwende – „Letzte Chance“?

von Herbert Bertsch „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ Friedrich Hölderlin Das Zitat könnte hier als Vor-Vorwort dem jüngsten Buch der Autoren Gerhard Schröder/Gregor Schöllgen „Letzte Chance“ sowohl vorangestellt werden als auch dessen Schlusswort sein. Dazwischen dieser Hauptbefund: … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Kein Denkmal für Gorbatschow

von Klaus Joachim Herrmann Er fühle sich in allem rehabilitiert, freute sich Michail Gorbatschow am Tag nach dem 90. Geburtstag. Seine Rolle bei der Beendigung des Kalten Krieges sei anerkannt und die Welt sicherer geworden. Er habe eine ganze Lawine … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Rosas Rosen in Zamość

Jan Opal, Gniezno Auf einer Veranstaltung in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim fragte im März 2018 ein deutscher Teilnehmer besorgt, wann denn der Spuk in Polen vorbei sein werde. In der Antwort vertröstete man ihn wohlwollend mit den kommenden Wahlen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Zeichen der Entspannung in Südasien

von Edgar Benkwitz An Indiens nördlichen Grenzen zu China und Pakistan ist in den letzten Tagen ein Prozess angelaufen, in dessen Endergebnis die militärisch gefährlichen Situationen entschärft werden sollen. Ende Februar verkündeten die indische und die pakistanische Regierung, die seit … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Hugo Grotius und die Landung auf dem Mars

von Jürgen Leibiger Vor so ziemlich genau 400 Jahren, am 22. März 1621, zwängte sich der niederländische Rechtsgelehrte Hugo Grotius (1583–1645) auf Burg Loevestein, wo er wegen seiner Unterstützung der bürgerlichen Provinzialgewalten gegen den Statthalter der Niederlande eine lebenslange Haft … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

SCHANDLIED FÜR HALLE

von Henry-Martin Klemt Ein Kosmonaut grüßt uns aus der Rakete. Kaum jemand hatte ihn zuvor gekannt. Die Nachricht jagte durch die heißen Drähte: Der erste Mann aus einem deutschen Land. Der erste Mann aus einem deutschen Land. Das war noch … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Ich brauche keine Putzkolonne…

von Stephan Wohanka … oder warum ich mich mit der Nazivergangenheit selbst auseinandersetzen will. Ich gestehe es gleich eingangs – ich bin ein alter, weißer, deutscher Mann, noch in Kriegszeiten geboren und mich noch gut der schweren Nachkriegszeit erinnernd. Ein … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

2+2=5?

von Bernhard Romeike Das laute Geschrei um „strukturellen Rassismus“ und „politische Korrektheit“, das bereits seit Jahren Geistes- und Sozialwissenschaften deformiert, hat nun auch die Mathematik erreicht. Ausgangspunkt der jüngsten Konvulsionen in den USA war ein Tweet einer Studentin der Rutgers … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Armee ohne Auftrag

von Wilfried Schreiber Die Bundeswehr steckt in einem Dilemma – zumindest seit dem Herbst 1990. Der potenzielle Gegner ging verloren. Er trat sogar in Gestalt von etwa 90.000 NVA-Soldaten der Bundeswehr bei. Der Warschauer Pakt löste sich selbst auf. Der … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Frieden als Ladenhüter?

von Wolfram Adolphi Es war im Jahre 2009, als ich im Wartezimmer einer Arztpraxis mit einem Hauptfeldwebel ins Gespräch geriet. Er war als solcher nicht erkennbar, trug keine Uniform, wir waren nur zu zweit, er suchte der Stille im Raum … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Vorwärts nimmer …

von Günter Hayn Oskar Niedermayer hat im Sommer 2020 die deutschen Parteien analysiert. Die Zahlen sind aufschlussreich. Der LINKEN wird gerne vorgeworfen, sie werde von alten Leuten des Ostens getragen. Das ist Unsinn. Die West-Ost-Relation ist inzwischen einigermaßen ausgeglichen (29.624 … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

Bedrohliche Verfeindung

von Erhard Crome Wirtschaftliche „Sanktionen“ des Westens, der USA und der EU, gibt es derzeit hauptsächlich gegen Russland, Belarus, Iran, Syrien, Kuba, Venezuela, Myanmar und teilweise gegen China und die Türkei. Die Vorstellung der Initiatoren ist, die betroffenen Länder würden … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021

In eigener Sache: Finanzen 2021

Liebe Leserinnen und Leser, unsere seit Ausgabe 1/2021 vorgetragene Bitte, zur finanziellen Absicherung des neuen Blättchen-Jahrgangs beizutragen, ist auch in diesem Jahr auf ein erfreuliches Echo gestoßen: Die Finanzierung 2021 steht weitgehend. Dafür allen Spendern, Abo-Verlängerern und Neu-Abonnenten unseren herzlichen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Dichter und „Mäcen“ – Goethe und Carl August

von Ulrich Kaufmann Er war mir August und Mäcen. Niemand braucht ich zu danken als ihm … Johann Wolfgang von Goethe Die Autorin Sigrid Damm beging am 7. Dezember ihren 80. Geburtstag, Anlass, ihr im Deutschen Nationaltheater den „Weimar-Preis“ zu … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Bemerkungen

Armenische Todesfugen „Durch unsere Städte, unser Land / ziehen Mörder mit Beute und Blut / zwischen Toten und Sterbenden umher. / Krähenschwärme stieben auf, / die Schnäbel blutig, ihr Lachen trunken.“ Die Verse stammen aus dem Gedicht „Todesvision“ des armenischen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Antworten

Julian Assange, noch immer Eingesperrter – Es gab eine kleine Hoffnung, als die Londoner Richterin Ihre Auslieferung in die USA verweigerte. Zwar nicht, weil die Anklagen im Kern einen direkten Angriff auf die Pressefreiheit darstellten, sondern weil sie Sorge vor … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Wie mag er aussehen?

von Joachim Ringelnatz Wer hat zum Steuerbogenformular den Text erfunden? Ob der in jenen Stunden, da er dies Wunderwirr gebar, wohl ganz — oder total — war? Du liest den Text. Du sinnst. Du spinnst. Du grinst – „Welch Rinds“ … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Hauptmann aus Erkner

von Manfred Orlick Gerhart Hauptmann lebte mit seiner jungen Frau Marie (Thienemann) zur Linderung seines Lungenleidens von 1885 bis 1889 in Erkner bei Berlin, wo er Anschluss an den „Friedrichshagener Dichterkreis“ fand. Das frischvermählte Paar bewohnte die untere Etage der … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Literatur und Porzellan

von Renate Hoffmann Fabulieren, o welche Lust. Es ergreift die Fantasievollen und entführt sie in andere Welten, ohne Grenzen, ohne Zeit, ohne Raum. Das Fabulieren steckt an. Trifft es auf einen Fabulierwilligen, so fängt er den Ball und treibt mit … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Kritik am „Sowjetmarxismus“

von Bernhard Mankwald Die sehr gehaltvolle Blättchen-Sonderausgabe 3/2019 zum ehemals „real existierenden Sozialismus“ hat bisher auf diesen Seiten nicht die verdiente Resonanz gefunden. Das ist einerseits sicher den infektiösen Zeitläuften geschuldet, die nicht unbedingt ein günstiges Klima für Grundsatzdiskussionen schaffen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Schatten des Imperiums

von Hubert Thielicke Die Vielzahl der Publikationen zu Russland ist kaum zu überschauen. Im Vordergrund stehen zwei Grundfragen: Was sind die Folgen des Untergangs der Sowjetunion? Was macht das heutige Russland aus, welche Ziele verfolgt es? Versuchen einige Autoren, die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Weiter auf der „Straße der Jugend“

von Werner Krumbein Es gab einmal, vor nicht so langer Zeit, ein Land, das hieß DDR. Und in dieser DDR gab es eine besondere Schule, die hieß ABF. Arbeiter-und-Bauern-Fakultät, die Idee dahinter war nach dem Weltkrieg geboren, der nicht nur … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Sechshundert Seiten Berlin, Berlin 

von Reinhard Wengierek Eigentlich hat Berlin zweimal Geburtstag: Es war 1237, als die märkischen Marktflecken im Spreesand nebst aristokratischer Befestigungsanlage urkundlich erwähnt wurden. Ein eher mickriges Ereignis, das man später zum Anlass nahm für die offizielle Stadtgründung „Berlin-Kölln“. Und es … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Der Jubilar Marcel Proust

von Mathias Iven Am 10. Juli dieses Jahres feiert die Literaturwelt den 150. Geburtstag von Marcel Proust. Und nicht nur das: Im Jahre 2022 jährt sich zudem dessen 100. Todestag. Ganz klar, dass die Verlage solch ein Doppeljubiläum mit zahlreichen Neuerscheinungen begleiten … … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Polens Kirche

von Jan Opal, Gniezno Vom großen Einfluss der katholischen Kirche Polens auf Politik und Gesellschaft zu sprechen hieße, Eulen nach Athen zu tragen. Dennoch lohnt ein kurzer Blick zur Verständigung, denn die verschreckenden Zuspitzungen der letzten Jahre wären ohne das … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Signal aus Kiew

von Wilfried Schreiber Es sind eher die sogenannten kleinen Meldungen, die nachdenklich machen, weil sie relativ unauffällig, aber symptomatisch für sich abzeichnende größere Veränderungen sind. So auch in einem Beitrag zur Militärpolitik der Ukraine im Deutschlandfunk vom 5. Januar dieses … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Deutsche Besserwisser

von Bernhard Romeike Die deutschen Medien waren sich einig, vom ZDF über den Focus, Die Zeit, den Spiegel, die FAZ bis zum neuen deutschland: in Washington war „der Mob“ in das Parlamentsgebäude gestürmt. Nun ist „der Mob“ immer eine Frage … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Alte Ostpolitik

von Klaus Joachim Herrmann Mit dem Sturm des Kapitols in Washington habe Trump das „größte seiner zahlreichen Geschenke an Putin“ gemacht, zitierte die russische Agentur RIA Novosti die US-Spitzen-Demokratin Nancy Pelosi. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses nannte den höchst widerwillig scheidenden … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Angriff auf den Rechtsfrieden

von Erhard Crome Die Berliner Polizei hat am 10. Januar 2021 den traditionellen Demonstrationszug zur Ehrung der 1919 ermordeten Sozialisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht aufgehalten. Das geschah im Berliner Bezirk Friedrichshain, die Demonstranten wollten zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Lichtenberg … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Wirtschaft 2021: Zwischen Gesundbeten und Horrorszenario

von Jürgen Leibiger Den Aktienbörsen zufolge sind die Wirtschaftsaussichten für dieses Jahr blendend. Der DAX hat den tiefen, dem Lockdown folgenden Einbruch im Frühjahr 2020 wettgemacht und ein Allzeithoch erreicht. Gleiches gilt für Dow Jones und NIKKEI. „Kaufen“ lautet die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 202

Zwergkaninchen, Kolonialismus und die Apokalypse

von Günter Hayn Vor zehn Jahren hingen an Gartenzäunen des Oderbruchs seltsame Transparente. Auf Bettlaken waren Strichmännchen nach Kinderzeichnungsart aufgebracht, dazu Inschriften wie „Oma † , Opa †, Mama + Papa †, Willy †“. Mit Willy war das Zwergkaninchen gemeint. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Die Grünen und die US-Atomwaffen auf deutschem Boden

von Sarcasticus Vorbemerkung: Zum konstituierenden Gründungskonsens und nachmaligen Markenkern der Partei Die Grünen zählte einst auch ein aktiver, konsequenter Pazifismus, wie ihn beispielsweise Petra Kelly vertrat. Der ist vom Metzgersohn und Steineschmeißer gegen das Establishment sowie Polizistenverprügeler Joseph Martin Fischer … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021

Same procedure as every year

Liebe Leserinnen und Leser, seit nunmehr genau zehn Jahren kommen die notwendigen Finanzen für Ihre wie unsere Zweiwochenschrift Das Blättchen durch PDF- sowie eBook-Abos und durch Spenden zusammen. Noch in keinem Jahr, seit sich Das Blättchen – nolens, volens – … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Nekrologe 2020

von F.-B. Habel In unserer kurzlebigen Zeit verliert man Menschen der Öffentlichkeit leicht aus den Augen, wenn sie ein paar Jahre zurückgezogener leben und sich plötzlich verabschieden. Gerade Persönlichkeiten, die in der DDR bekannt waren, werden dabei von den Medien … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Bemerkungen

Adventsgruß Ick hab mir jedacht, wenn ick schon so janz alleene wieda in meene Bude hock, denn kann ick doch aus vorweehnachtlische Karanteene die Leute doch ’ne Freude machn mit so ’ne paar Zeiln. Ick denk mir, dit dit viele … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Antworten

David John Moore Cornwell, Ex-Schlapphut und Schriftsteller – Dass Ihre Bücher, sobald DDR abgeschildert wurde, nicht das Gelbe vom Ei waren, ist in diesem Magazin nicht zu Unrecht moniert worden. Andererseits soll hier natürlich überhaupt nicht in Abrede gestellt werden, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Rügen-Rundfahrten einst

von Dieter Naumann Den ersten Omnibus der Welt mit Verbrennungsmotor entwickelte 1895 Carl Benz. Das eher einer Kutsche ähnelnde 6000 Mark teure und 20 Stundenkilometer schnelle Gefährt bot mit dem Fahrer acht Personen Platz, wobei einer der Passagiere und der … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Die größte DDR der Welt

von Joachim Lange Eines der Geschichtsrätsel in Maxim Volands Thriller mit dem harmlosen Tarnnamen „Die Republik“ bleibt ungelöst. Warum nämlich die Westalliierten in seiner kontrafaktischen Version der Nachkriegsgeschichte aus ihren Besatzungszonen abzogen und den Sowjets ganz Deutschland überließen. Die so … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Drama, Baby, Drama!

von Bettina Müller 372 Plakate und Entwürfe des Malers, Grafikers und Bühnenbildners Josef Fenneker kann man in einer Online-Ausstellung der Deutschen Kinemathek bestaunen. 372 mal Drama, Liebe, Lust, Leidenschaft, Tod und Verderben. Mit einem Reigen an Stummfilmstars wie zum Beispiel … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Nietzsche und die Folgen

von Mathias Iven Woher rührt eigentlich Nietzsches Berühmtheit? Zu seinen Lebzeiten wurden seine Bücher nur von einigen Wenigen zur Kenntnis genommen. Sie waren weder für den Autor noch für den Verleger ein Geschäft. Doch schon bald nach seinem geistigen Zusammenbruch … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Raureif in Giverny

von Renate Hoffmann Am 3. Mai 1883 bezogen Claude Monet und die Familie das rosafarbene Haus mit den grauen Fensterläden (die bald eine grüne Farbe erhielten) in Giverny. Eine kleine Ortschaft, wenige Kilometer entfernt von Vernon in der Normandie; gelegen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Bummi kommt aus Mahlsdorf

von Wolfgang Brauer Am 15. Februar 1957 erschien die wohl erfolgreichste deutsche Kinderzeitschrift zum ersten Male. Auf dem blauen Umschlag des Heftes sitzt inmitten typischer Kleinkinderspielsachen – die Zeitschrift war von Anfang an für Drei- bis Sechsjährige gedacht – ein … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: Damals in Schaubühnen-Zeiten. – Im Gedenken an Jutta Lampe. *** Anmutige Göttin, traumdurchtränkte Theaterzauberin; von wundergleicher Zartheit und porzellanener Empfindsamkeit; eine Schaum- und Kopfgeburt, entsprungen aus Vernunft und Sinnlichkeit… – Selten schwärmten Kritiker derart in ihren … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

über mein vaterland (III)

von Jens Gerlach mein vaterland wird immer in mir dauern: die landschaften die wetter und die namen die sprache auch: ein fest gefügter rahmen die stämme einend – gut getrennt durch mauern denn immer noch erinnerndes erschauern der völker rings … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Geschichtsarbeit im Großversuch

von Wolfram Adolphi Doch, es gibt sie: die richtigen China-Bücher. In denen es wirklich um China geht und nicht um westliches Konflikt- und Bedrohungsgetöse, Dämonisierungsgelüst und Besserwisserei. Daniel Leese, Sinologieprofessor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, hat so ein Buch vorgelegt. Maos … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Burg Stargard und der Mond

von Dieter B. Herrmann Es war an einem sonnigen kühlen Novembertag des Jahres 2017, als sich im mecklenburgischen Burg Stargard eine honorige Festgemeinschaft versammelt hatte. Prominentester Gast war der chinesische Raumfahrer Chen Dong, der ein Jahr zuvor dreißig Tage an … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

In düsteren Zeiten

von Jan Opal, Gniezno Gäbe es in Polen einen Preis für den Maulhelden des Jahres, so müsste der jetzt an den Justizminister gehen. Zbigniew Ziobro, zugleich Generalstaatsanwalt, hatte seit Wochen den starken Mann gemimt, überall kraft seines Amtes zum Besten … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Von Falken und Krähen

von Erhard Crome Inzwischen ist klar: Joe Biden wurde gewählt. Bei der Amtseinführung im Januar 2021 ist er mit 78 Jahren der älteste Präsident, den die USA je hatten. Trotz aller Turbulenzen war es eine Trump-Wahl. Er hat polarisiert, wie … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

„Was wir heute im Museum sehen, ist Dreck“

von Jürgen Schneider Unter dieser Überschrift veröffentlichte die Zeitschrift Kunst und Aktionen in der Ausgabe vom 8. November 2020 ein bemerkenswertes Interview mit dem Wuppertaler Professor Bazon Brock. Der aus Funk und Fernsehen bekannte Professor für Ästhetik und Kunstvermittlung hat … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Eine Moskau-Visite

von Bernhard Romeike In den Beziehungen zwischen Deutschland und Russland haben sich, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow am 8. Dezember zutreffend feststellte, „viele ernste Probleme angesammelt, die sich weiter vermehren“. Sie vermehren sich vor allem dann, wenn man nichts … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Sprache

von Stephan Wohanka Im Blättchen geht es immer mal wieder um „Sprache“; ha – das Blättchen ist Sprache! Immer in ihrer Zeit; die Autoren der Weltbühne schrieben anders als wir heutigen. Trotz dieser Andersartigkeit bildet Sprache eine historische Spur, eine … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Stirbt der Homo sapiens aus wie Homo neanderthalensis?

von Ludger Volmer Homo, Mensch, nannte man später die Lebewesen mit aufrechtem Gang und ausgeprägtem Hirn, die sich vor 2,5 Millionen Jahren aus dem Tierreich erhoben hatten. Alle Arten, die diese Gattung entwickelte, starben bis vor 50.000 Jahren aus, bis … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

SCHNEEFELD

von Henry-Martin Klemt Für Rita Den schwarzen Schnee. Den weißen. Und den roten. Ich kenne jeden, auch den aschegelben. Den Schnee der Lebenden und den der Toten. Die gleichen Flocken, aber nie dieselben. Schnee meiner Kindheit, erster Liebe Schnee, in … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020

Zum Jahreswechsel

Liebe Leserinnen und Leser, dieses Jahr hatte es in sich, und wir vermuten, dass viele froh sein werden, es zu verabschieden – in der Hoffnung auf ein neues Jahr, das uns in mehrfachem Sinne Kultur und Berührung wieder genießen lassen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Der Westen & Russland – zum Diskurs

von Wolfgang Schwarz Ein gemeinsames Haus Europa ist […] niemals gebaut worden. Sergej Lawrow, Außenminister Russlands Dass die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland nur noch eine Bewegungsrichtung kennen, nämlich vom jeweils aktuellen Tiefpunkt immer noch einen Schritt weiter nach … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Bemerkungen

Vierter November 1989 Es war ein Traum Kaum geträumt Hat das Volk Alles versäumt Peter Will Herbstliche Coronagedanken Der November verwöhnt derzeit mit Sonnenschein, bringt leuchtendes Gelb in die Straßen. Das wirkt wie ein kleines Trostpflaster angesichts der neuen Corona-Maßnahmen, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Antworten

Michael Moore, Wahrheitssucher – In Vorbereitung auf die US-Wahlen zeigte ZDFinfo Ihren Film „Fahrenheit 9/11“ von 2018. Hier konnte man noch einmal sehen, warum sich so viele Amerikaner 2016 von den Demokraten abgewendet haben. Am nachdrücklichsten vielleicht das Beispiel Ihrer … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Drachensteigen

von Renate Hoffmann Bei Wittenberg, der schönen Stadt die allerhand zu bieten hat, fließt ein Fluss. Und daneben liegen eben die sognannten Elbewiesen, was man wissen muss! Denn auf diesen findet für die Stadt das große Drachensteigen statt. Wenn im … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

„Bauen, graben, pflanzen“

von Bettina Müller Die freundliche Bedienung im Klever Stadtcafé in der Kavarinerstraße legt uns den obligatorischen Corona-Meldezettel auf den Tisch. Wir sind prinzipiell ausfüllwillig und haben auch nicht vor, mit „Minnie Mouse“ oder so zu unterschreiben, doch das Pamphlet ist … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Ein Festspiel der deutschen Sprache

von Joachim Lange Bei den gesellschaftlichen Diskursen, die jenseits aller Anti-Corona-Debatten aufflackern, lässt sich ein gemeinsamer Nenner ausmachen: die Diskurse haben vorrangig mit Sprache zu tun. Einerseits mit der Entgleisung und Verrohung von Sprache, durch die in den sogenannten sozialen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Deutsches Kabarett – so oder so lachhaft!

von F.-B. Habel Ich habe nie geglaubt, dass so viel Arbeit dahintersteckt, um zu erreichen, dass Leute abends zwei Stunden lachen, ohne dass sie und die Autoren sich hinterher zu schämen haben. Und gar, bis es soweit ist, dass man … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Zdenek Adamec“ – Kammerspiele des Deutschen Theaters / „Mourning becomes Electra“ – Volksbühne *** Im frühen Morgenlicht des 6. März 2003 klettert in Prag der achtzehn Jahre alte Zdenek Adamec aus dem böhmischen Provinznest Humpolec mit … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Gewalt sei ferne den Dingen

von Hermann-Peter Eberlein Omnia sponte fluant absit violentia rebus“ – „Alles fließe von selbst; Gewalt sei ferne den Dingen!“ Wenn jemand, der in schlimmen Zeiten gelebt hat – viel schlimmeren als wir heute haben –, sich dieses Motto wählt und … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Die Corona-Krise und Europas nukleare Selbstverteidigung

von Wilfried Schreiber Es gehört zu den besorgniserregendsten Begleiterscheinungen der Corona-Krise, dass sich die Beziehungen zwischen den Großmächten gravierend verschlechtert haben. Man kann es auch genauso gut anders herum formulieren: Die sich in den letzten Jahren ohnehin verschärfenden Beziehungen zwischen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Im Oktobersturm der Frauen

von Jan Opal, Gniezno Fällt er oder fällt er nicht? Die Frage ist längst noch nicht entschieden. Doch die Massenproteste polnischer Frauen Ende Oktober haben gezeigt, dass der noch immer mächtigste Mann des Landes politisch in der Klemme sitzt, aus … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Eiszeit zwischen Indien und China

von Edgar Benkwitz Es ist November, im äußersten Norden Indiens und im angrenzenden Westen Chinas zieht in der Hochgebirgslandschaft der Winter ein. Wie in jedem Jahr ist mit heftigen Schneefällen und eisigen Temperaturen zu rechnen, die in einer Höhe von … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Denkmäler

von Stephan Wohanka Ich weiß – das Berliner Schloss respektive Humboldt-Forum hat nicht nur Freunde. Insofern dürfte der Vorschlag, kürzlich in einem Radio-Essay gemacht, auf das erste Hören hin Genugtuung auslösen: „Sobald das Berliner Schloss fertiggestellt ist, […] schlage ich … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

mein vaterland

von Jens Gerlach die neonschminke über tiefen schrunden die därme voll doch hirn und herz entleert die hand am dolch schon wieder ungebunden: mein vaterland gefürchtet und entehrt den wölfen wolf entsetzen dem entsetzen allein dein name bleicht das sternenlicht … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Newton und Mendelejew irrten, Marx nicht?

von Ulrich Busch Der Unterschied zwischen Mainstream und Non-Mainstream, zwischen den Economics, wie sie sich üblicherweise in den Lehrbüchern und Medien finden, und Auffassungen, die davon abweichen, ist wohl in keiner Disziplin größer als in der Ökonomie. Umso mehr ist … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Banken und organisierte Kriminalität

von Christoph Körner Wie kommt man zu einer gerechten Geld-, Boden- und Steuerreform? – Wie schwer diese umsetzbar sind, wissen wir alle. Umso erfreulicher ist es, dass es in Deutschland, Europa und in der ganzen Welt immer wieder neue Bewegungen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Unerhörte Enthüllungen

von Gabriele Muthesius Immer mal wieder erscheinen Bücher, die Sprengstoff – mindestens politischen – enthalten. Des Potsdamer Militärhistorikers Sönke Neitzels 800-Seiten-Wälzer „Deutsche Krieger: Vom Kaiserreich zur Berliner Republik“ gehört gewiss dazu. Neitzel gelang es, Zugang zu einer Vielzahl von Bundeswehrangehörigen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

US-Wahlen und kein Lob für Putin

von Klaus Joachim Herrmann Es sei im US-Wahlkampf viel über Russland diskutiert und dabei wiederholt sein Name genannt worden, wendet sich der Reporter vom TV-Kanal Rossija1 an den Präsidenten. Wladimir Putin überrascht ihn todernst mit der Gegenfrage: „Hat man mich … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Amerikanisches Interieur

von Erhard Crome Der großartige Publizist Sebastian Haffner hat in seinen „Überlegungen eines Wechselwählers“ im Jahre 1980, des ideologischen Gezänks der Parteien in der BRD überdrüssig, die Parteien in den USA gelobt. Sie waren die „ersten wirklichen Parteien“. Mit der … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

In memoriam Otfried Nassauer (1956–2020)

Otfried Nassauer – sein Metier waren Militär, Rüstung, Strategien und immer wieder Waffenexporte. Er wurde dabei nicht müde, ein ums andere Mal das, was an entsprechenden staatlichen und privatwirtschaftlichen Aktivitäten offiziell als Beitrag zur Sicherheitspolitik verkauft, nicht selten aber geheim … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Bemerkungen

Wo landet der deutsche Atommüll? Das weiß seit Anfang 1977, als der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht verkündete, dass in Gorleben ein nationales Endlager für hochradioaktiven Atommüll entstehen soll – also nach immerhin 43 Jahren – immer noch niemand. Denn Gorleben … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Antworten

Alexander Gauland (AfD), Fliegenschiss-Experte – Die braune Pestzeit von 1933 bis 1945, die zu einem Weltkrieg mit schätzungsweise über 70 Millionen Toten geführt hat, sei nur ein Fliegenschiss „in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“, hatten Sie uns im Jahre … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Bertha Rother und Maler Graef

von Dieter Naumann Beim Studium historischer Rügen-Reiseführer fiel im Zusammenhang mit der Gründung des ersten Binzer Hotels (C. F. „Potenberg’s Hotel“, 1876, „mitten im Dorf, dicht am fischreichen Schmachtersee“) die zunächst wenig spektakuläre Bemerkung im Reiseführer von Schuster für 1898 … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

2. Oktober. Lied für Kinder

von Eckhard Mieder Morgen wird gefeiert. Und ich bin dabei. „Was wird denn gefeiert?“ „Das deutsche Einerlei.“ Morgen wird gegessen. Und ich bin dabei. „Was wird denn gegessen?“ „Der deutsche Einheitsbrei.“ Morgen wird gesungen. Und ich bin dabei. „Was wird … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Wandlitz anno 2020

von Walter Thomas Heyn Ich bin Musiker und sage in meinen Konzerten gerne: „Wir wohnen in Wandlitz.“ Und nach einer kurzen Pause sage ich: „Aber wir warens nicht.“ Dann lachen 80 Prozent der Zuhörer und ich sage: „Wer jetzt nicht … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Als Autor im Virusland

von Erhard Weinholz Rasch ist der Sommer vergangen. In den letzten Augusttagen war der Himmel tiefblau, kräftiger Wind aus Südwest fuhr übers Land. Wo die Schatten hinfielen, war es schon kühl.“ So heißt es in einer meiner Geschichten, und so … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Vier Wochen an der Seine

von Manfred Orlick Der Berliner Fotograf Roger Melis (1940–2009) gehörte zu den Mitbegründern des ostdeutschen Fotorealismus. Bekannt geworden war er in Ost und West vor allem durch seine zahlreichen Autoren- und Künstlerporträts. Außerdem wurde er für seine nüchternen Fotoreportagen in … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Lesenswertes zur Musik-Geschichte

von Joachim Lange Der Opernbetrieb erwacht langsam aus der verordneten Erstarrung. Der Veranstaltungskalender füllt sich – wenn auch mit einem Restrisiko. Will man zumindest gedanklich dicht an der Oper bleiben, auch ohne in eine der nur zum Teil besetzten Zuschauerreihen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Kunst.Ort.Kino.

von Frank Burkhard Dass das Neiße-Filmfestival nur um gut vier Monate verschoben wurde und nun doch stattfand, hat gute und bedauerliche Aspekte. Zu den guten zählt, dass die Jury sich Zeit lassen konnte. Im Sommer wurden die Wettbewerbsbeiträge zum Teil … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Schwarzer Block“ Gorki-Theater, „Gott“ Berliner Ensemble, „Melissa kriegt alles“ Deutsches Theater. *** Sie mögen rührend sein, wenn sie mit hellsichtiger Wut und sämtlichen Fingern auf die Wunden dieser Welt weisen. Doch sie werden zu Ungeheuern, wenn … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Neu zu entdecken: Leonhard Frank

von Mathias Iven Die Geschichte des Michael Vierkant war seine Geschichte, die autobiographische Erzählung seines Lebens. Links wo das Herz ist – diesen Titel hatte er dem Buch gegeben. Distanziert, in der dritten Person schreibend, blickte er in die Vergangenheit: … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Für M. im Herbst

von Peter Will Gelbe Lohen an den Bäumen Blätter brennen sich zu Tod Unter Deinem hohen Bauch Stößt das Ungeborene Ungeduldig mit den Fäusten


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Ein Familientag

von Renate Hoffmann In hellseherischer Voraussicht auf künftige Zeiten und Tage, in denen die Menschen auf sich  und ihre Häuslichkeit zurückgeworfen sein werden, schuf der niederländische Maler Jan Havickszoon Steen (um 1626 bis 1679) ein Gemälde zur sinnvollen Gestaltung solcher … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Hier kann man gut Kirschenessen …

von Wolfgang Brauer Darüber, was gute Kunst ausmacht, streiten sich die Menschen seit dem ersten Höhlenbild. Dabei ist die Antwort sehr einfach zu finden: Gute Kunst irritiert, stellt Gewohntes in Frage, sie regt auf und prägt sich im Unterbewusstsein ein. … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Die DDR und der Süden Afrikas

von Hubert Thielicke Vor 30 Jahren betrat Namibia als unabhängiger Staat die Weltbühne, in der Republik Südafrika begann die Endphase des Apartheid-Regimes; vier Jahre später ging der ANC als Sieger aus den Wahlen hervor. Am Ende von Kolonialismus und Apartheid … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Kaczyńskis Regierungseintritt

von Jan Opal, Gniezno Jarosław Kaczyński hat nun seine dritte Regierung seit Herbst 2015 ins Rennen geschickt. Zunächst hatte Beata Szydło ohne zeitliche Verzögerungen die sozialen Versprechen umzusetzen, mit denen die Nationalkonservativen ans Regierungsruder gekommen waren. Die einmal erreichten Mehrheitsverhältnisse … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Ignorante Verehrung für einen Admiral

von Dieter Hartwig Hoch oben im Norden unserer Republik pflegt die Marine das Andenken des Admirals Rolf Johannesson (1900–1989), in dessen Lebenserinnerungen „Offizier in kritischer Zeit“, 1989 erschienen, es heißt: „Besonders wichtig war mir die völlig objektive Darstellung kriegsgeschichtlicher Ereignisse, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Das Talkshow-Kartell

von Bernhard Romeike Das Thema der Murmel-Runde am 4. Oktober bei Anne Will in der ARD lautete: „Trump mit Corona infiziert – welche Konsequenzen hat das für die USA?“. Als Diskutanten waren wieder einmal die Dampfplauderer Peter Altmaier (CDU), seines … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Strafe muss sein

von Günter Hayn Reisende des 18. Jahrhunderts berichten von einem merkwürdigen Brauch, dem sie auf einigen pazifischen Inseln begegneten. Bislang als tabu geltende Fetisch-Figuren tauchen plötzlich in einer Gerümpelecke auf, werden von ihren ehemaligen Anbetern bespuckt, geschmäht und sonstwie erniedrigt. … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

USA versus geopolitisches China

von Erhard Crome Der Kampf der USA gegen den Aufstieg Chinas ist eine zentrale Achse der gegenwärtigen internationalen Beziehungen. Er begann nicht erst mit Donald Trump, sondern bereits unter Barack Obama und seiner Außenministerin Hillary Clinton und ihrer „Wendung nach … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Gesegnete Atomraketen

von Erhard Crome In Hamburg ist ein „Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften“ beheimatet, abgekürzt „zebis“. Es gehört zur „Katholischen Soldatenseelsorge (KS)“, die unter der Aufsicht des „Katholischen Militärbischofs für die Deutsche Bundeswehr“ steht. Die jüngste Publikation vom 15. … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Muss der Münchner NSU-Prozess neu aufgerollt werden?

von Gabriele Muthesius Das nach fünfjähriger Dauer am 11. Juli 2018 im Münchner NSU-Prozess ergangene Urteil lautete lebenslänglich für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe – überdies wurde besondere Schwere der Schuld festgestellt – sowie auf Haftstrafen von zweieinhalb bis zehn Jahren für … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Bemerkungen

Als die Welt neu geordnet wurde Vor 75 Jahren wurde in Potsdam Weltgeschichte geschrieben: Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa, vom 17. Juli bis zum 2. August 1945, verständigten sich die Regierungschefs der Sowjetunion (Stalin), der USA (Truman) und Großbritanniens … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Antworten

Noël Martin, Tapferer – Deutsche Rassisten hatten Sie am 16. Juni 1996 in Mahlow (Brandenburg) wegen Ihrer Hautfarbe angegriffen und schwer verletzt. Sie waren nunmehr querschnittsgelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. Was für ein Moment der Scham und des Entsetzens … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Der Rentner Kafka singt

von Eckhard Mieder Ich sachmaso: Wohnte ich für Nasse, Zöge mich die Steuer nich ab, Die Krankenkasse blanko – Mir würde die Rente reichen. Bier is billig. Fleisch Muss ich nich haben vom Erzeuger-Markt, Gibt’s vakuumverschweißt auch anderswo. Bücher schreibe … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Konzentrationslager auf Rügen?

von Dieter Naumann Die im Februar 1933 durch die Nationalsozialisten erlassene Verordnung zum „Schutz von Volk und Staat“, eher als „Reichstagsbrandverordung“ bekannt, bildete die „Rechtsgrundlage“ für die ungehemmte Verfolgung Andersdenkender. Tausende von politischen Gegnern, später auch diejenigen, die nicht der … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Werner Stötzer: Keine Gebärde geht ins Aus

von Klaus Hammer Er ließ dem Stein, was des Steines ist, und gab dem Menschen, was des Menschen ist. Seine Hände spürten das Geistige in der Materie auf, holten es herauf an die Oberfläche. Wenn er seinen Figuren behutsame, aber … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Wieland Förster: Bildhauer – Zeichner – Erzähler

von Ulrich Kaufmann Der über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte Bildhauer Wieland Förster wurde im Frühjahr, am Ende seines neunten Lebensjahrzehnts, im Erfurter Angermuseum mit einer Ausstellung geehrt. Zu sehen waren 60 seiner Skulpturen und 70 Zeichnungen. Die bildhauerischen Werke kamen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

„Die Mitschuldigen“ auf dem Lande 

von Renate Hoffmann  Sommertage, Krisentage. Trotz alledem – Kulturtage. Nach Großkochberg. Beschauliches Dorf im Thüringischen. Abseits vom Großstadttrubel, nahe Rudolstadt und dem etwa 28 Kilometer entfernten Klassiker-Zentrum Weimar. Goethe eilte des Öfteren in die ländlich, arkadisch anmutende Gegend. Den Weg … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Mediterrane Glücksmomente

von Mathias Iven Wohl niemand zweifelt daran, dass die Côte d’Azur zu den schönsten Küstenabschnitten des Mittelmeeres gehört. Uneinigkeit scheint allerdings bei der Frage zu herrschen, von wo bis wo sie sich – geographisch betrachtet – eigentlich erstreckt. Manche Quellen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Malerei im Norden – Otto Modersohn und Franz Radziwill

von Wolfgang Brauer Wer meint, der Maler Otto Modersohn sei nur zu trübsinnigen Moorbildern, dunkel eingetönt wie das Wasser der Wümme, fähig gewesen, wird sich in der aktuellen Sonderausstellung des Otto-Modersohn-Museums in Fischerhude bei Bremen eines Besseren belehren lassen müssen. … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Fünf Jahre Iran-Nuklearabkommen. Es ist noch nicht tot.

von Jerry Sommer Das im Juli 2015 abgeschlossene Nuklearabkommen zwischen den fünf UN-Vetomächten und Deutschland auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite galt als großer diplomatischer Erfolg. Die USA hatten im Zuge der Verhandlungen 2015 ihre langjährige … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Neue Seidenstraße und Grenzkonflikt Indien – China

von Edgar Benkwitz Der grausame, archaisch anmutende Vorfall, der sich am 15. Juni 2020 in 4250 Meter Höhe im indisch-chinesischen Grenzgebiet in der Nähe des Karakorum-Gebirgszuges abspielte, hat diese abgelegene Region Asiens in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gelenkt. Hier, wo … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Ach, mein Amerika!

von Arndt Peltner, Oakland Der gewaltsame Tod von George Floyd durch einen Polizisten in Minneapolis war nur der Auslöser. Seit Wochen nun marschieren im ganzen Land Zehntausende von Menschen und protestieren gegen Polizeigewalt und „systemischen Rassismus“ in der amerikanischen Gesellschaft. … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Weitermachen

von Jan Opal, Gniezno Staatspräsident Andrzej Duda erhält weitere fünf Jahre im Amt. Polens Wahlvolk hat so entschieden, denn auf den Amtsinhaber entfielen am 12. Juli des Jahres 10,4 Millionen Stimmen. Der liberale Herausforderer Rafał Trzaskowski erreichte glatte 10 Millionen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Was richtig ist

von Arno Widmann Wenn es keine Zweistaatenlösung geben kann, was wird dann aus Israel? Dieser Frage geht der Philosophie-Professor Omri Boehm in seinem neuen Buch nach – und findet die Anwort in Haifa. Der 1979 in Haifa geborene, an der … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Plausibilitätsverlust

von Hermann-Peter Eberlein Relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im Juni unter dem Titel „Kirche auf gutem Grund – Elf Leitsätze für eine aufgeschlossene Kirche“ eine Art Strategiepapier für ihre zukünftige Ausrichtung vorgelegt. Nach … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Disinfos

von Franz Schandl, Wien Es ist wie es zu sein hat. Da kämpft die Freiheit gegen die Unfreiheit, die Wahrheit gegen die Unwahrheit, das Licht gegen die Finsternis. So sehen es zumindest die Europäische Union und ihre medialen Dienstboten, etwa … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

„Gefühlte“ Inflation?

von Klaus Müller Der Begriff Inflation leitet sich ab vom lateinischen „inflare“ und bedeutet sich aufblasen, schwellen. In der Volkswirtschaftslehre versteht man darunter, dass sich die Geldmenge aufbläht und sich das Preisniveau – der Durchschnitt der Preise – erhöht. Sie … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Piketty: Eigentum auf Zeit und partizipativer Sozialismus

von Jürgen Leibiger Anders als in seinem Weltbestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ von 2013, mit dem sich Thomas Piketty in die Riege der internationalen Star-Ökonomen katapultierte, verzichtet der Franzose in seinem neuen Werk „Kapital und Ideologie“ auf jegliche modellgestützte … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

Nachdenken über deutschen Rassismus

von Bernhard Romeike Lieder der „Dubliners“, der berühmtesten irischen Folk Band, erzählen Geschichten vom jahrhundertelangen Kampf der Iren gegen die Engländer. Die britische Politik war eine des Rassismus, aus Gründen der Nationalität und der Religion. Er wird stets definiert von … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 11 | 25. Mai 2020

„Schlachtschiff“ auf Stelzen

von Bettina Müller Still und einsam ruht das schwarze Stahl-Skelett im Wasser. Der Steg des Piers, wie die Seebrücke in der englischen Sprache heißt, existiert nicht mehr, die Verbindung zum Festland ist somit unwiderruflich gekappt. Bis heute konnte der West … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Bemerkungen

Rede eines Fußgängers Wenn jemand den ganzen Tag gewandert ist und gegen Abend ankommt, so ist das genug. Francesco Petrarca Wandern sei des Müllers Lust, so heißt es. Dürfen andere etwa keine Lust haben? Es sind doch bedeutendere Leute gewandert … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Ratlosigkeit und Besserwisser

von Margit van Ham Die Buschwindröschen hatten noch nicht geblüht, als die Corona-Krise auch in Deutschland spürbar wurde. Zunächst hatte ich das Corona-Virus für mich als eine Grippe-Abart einsortiert, mich an die Schweinegrippe erinnert, die insgesamt ja glimpflicher verlief als … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Antworten

Alexander Gauland, Ehrenvorsitzender der AfD und Vogelschiss-Experte – Sie haben sich dagegen ausgesprochen, den 8. Mai als Tag der Kapitulation Deutschlands im Zweiten Weltkrieg zum gesetzlichen Feiertag zu erklären: „Man kann den 8. Mai nicht zum Glückstag für Deutschland machen.“ Es sei … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Eine Geschichte vom 30. April 2020

von Wolfgang Hochwald Wahrscheinlich war das von Anfang an eine dumme Idee mit dem Schlaflabor. Einen Monat lang unter Aufsicht und Versorgung schlafen, hieß es in der Anzeige, damit die Klinik in dieser Zeit meinen Körper und meine Atmung beobachten … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

„Aktion Rose“ auf Rügen

von Dieter Naumann Vom 9. Februar bis zum 11. März 1953 wurde auf der Insel unter dem Decknamen „Aktion Rose“ gegen die Besitzer von Hotels, Pensionen und anderen Privatbetrieben wegen angeblicher Wirtschaftsvergehen oder Agententätigkeit für Westdeutschland ermittelt. Herkunft und Bedeutung … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Das Geld als Beute der Philologen

von Ulrich Busch Das Geld ist eine Schlüsselkategorie der Ökonomie und die Geldtheorie mithin ein Forschungsgebiet der Wirtschaftswissenschaften. Diese aber verfolgen seit Ablösung des Merkantilismus, also spätestens seit Adam Smith, eine Doktrin, wonach alle wesentlichen Beziehungen und Abläufe in der … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Hannah Arendt in Berlin

von Mathias Iven Endlich ist es soweit. Nach coronabedingter Auszeit öffnet der Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums Berlin seine Pforten für die Ausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“. Auf zwei Etagen und gut 1.000 m² Ausstellungsfläche werden rund 300 Objekte … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Krieg als deutsche Fehlkalkulation

von Erhard Crome Manche Reiche blieben über Jahrhunderte großmächtig, wie China, das Römische Reich, das russische Zarenreich, das britische Empire. Das waren solche, die über Generationen, gleichsam Stein auf Stein errichtet wurden. Andere waren kurzzeitig militärisch den zeitgenössischen Mächten überlegen, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Der Mord an Hans Paasche vor 100 Jahren

von Helmut Donat Die Berliner Monatszeitung Die Wahrheit, die mit antisemitischen Parolen um sich warf, macht Hans Paasche nach dessen Ermordung am 21. Mai 1920 als „unheilvollen Mann“ verächtlich, der sich über den Pazifismus hinweg „in die verbrecherischen Irrungen des … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Paasche

von Theobald Tiger Wieder einer. Das ist nun im Reich Gewohnheit schon. Es gilt ihnen gleich. So geht das alle, alle Tage. Hierzuland löst die soziale Frage ein Leutnant, zehn Mann. Pazifist ist der Hund? Schießt ihm nicht erst die … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Notbremse

von Jan Opal, Gniezno Ein solches Spektakel hat das politische Polen lange nicht erlebt! Am Abend des 6. Mai gaben zwei Sejm-Abgeordnete der staunenden Öffentlichkeit kund, dass die für den 10. Mai festgesetzten Präsidentschaftswahlen nicht stattfinden würden, dass auch zu … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

„Das Teufelszeug muss weg!“

von Sarcasticus Es war zwar mit Sicherheit nicht von ihr intendiert, aber die Gegner von Atomwaffen im Lande sollten AKK, der Bundesverteidigungsministerin – nicht der CDU-Vorsitzenden auf Abruf – für ihre Steilvorlage dreifach dankbar sein. Erstens hat die Ministerin durch … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Spitze ab, Elite weg? – Eine unanständige Kampagne

von Reinhard Wengierek Gestern noch mit Lorbeer überschüttet, heute als Schmuddelkind im Orkus. – Die weltweit anerkannte, 1951 in Ostberlin gegründete Staatliche Ballettschule und Schule für Artistik, quasi über Nacht im Absturz. Der Auslöser: Ein Packen Papier; 46 Seiten Klage: … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Alles „Corona“ – oder sonst noch was?

von Herbert Bertsch „Auch die Grenadiere wollen nicht mehr; wie ein Rasender jagt der König daher und hebt den Stock und ruft unter Beben: ‚Racker, wollt Ihr denn ewig leben?‘“ Theodor Fontane In Zeiten wie diesen mit übersteigertem Lese-, Sicht- … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Das Virus und das Militär

von Hubert Thielicke Der Kapitän eines Flugzeugträgers mit einem Coronavirus-Ausbruch bittet die Marine um Hilfe – die Schlagzeile des San Francisco Chronicle am 31. März löste ein weltweites Presseecho aus. Was war geschehen? Am 27. März legte der nuklear angetriebene … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

„Corona-Leugner“

von Hannes Herbst Eines der Neuwörter in der aktuellen Kommunikationskakophonie um Corona, denen gerade Hochkonjunktur widerfährt, ist zweifelsfrei und an prominenter Stelle im Ranking – der „Corona-Leugner“. Häufig gebraucht als offenbar nicht weiter zu hinterfragendes Pauschalverdikt – so auch im … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Ein Desaster

von Wolfgang Brauer Am 23. April forderte der Verband deutscher Schriftsteller anlässlich des „Welttages des Buches und des Urheberrechts“ eine Stärkung der Urheber in ihren Rechten. Dagegen ist nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil. Die Einkommenssituation von Schriftstellern war schon bislang … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Die Pandemie und Indiens Wanderarbeiter

von Edgar Benkwitz Würden Sie einem Neugeborenen den Namen „Corona“ oder „Lockdown“ geben? Ganz bestimmt nicht, von vielen würde das als makaber oder gar pietätlos angesehen werden. Indische Medien berichten jedoch über derartige Namensgebungen in ihrem Land. Ein Ehepaar in … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Das Urteil von Karlsruhe: Büchse der Pandora oder auch Chance?

von Jürgen Leibiger Das Wichtigste zuerst: Die Frage, um die es bei den Verhandlungen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) am 5. Mai ging, war eigentlich die, ob Bundesregierung und Bundestag rechtens gehandelt haben, als sie unterließen, zu prüfen und darzulegen, ob die … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

EU in Zeiten von Corona

von Bernhard Romeike In Corona-Zeiten schien die „Große Politik“ zunächst ausgesetzt. Das gewaltige NATO-Manöver „Defender“ nahe der russischen Grenze, das eine gezielte Machtdemonstration gegen Russland im 75. Jahr des Sieges über den Hitlerfaschismus sein sollte, wurde wegen Corona vorzeitig beendet. … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Der Untergang der „Wilhelm Gustloff“

von Dieter Naumann Am 31. Januar 1945 kamen mit dem Torpedoschiff „T 36“ 564 Überlebende der in der Nacht versenkten „Wilhelm Gustloff“ im Hafen von Sassnitz an. Sassnitz war Ausweichhafen für das mit Schiffen und Flüchtlingen aus den Häfen Ostpreußens … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Bemerkungen

Asterix und Sarayaku Der große Albert Uderzo ist gestorben, der Miterfinder und geniale Zeichner der weltberühmten Asterix-Comics. Kaum einer, der sie nicht kennt, die wunderbar unbeugsamen Bewohner des kleinen gallischen Dorfes des Jahres 50 v. Chr. Auch in der wirklichen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Antworten

Ute Scheub, Redenschreiberin in spe – Sie haben in der taz schon einmal eine Rede der Kanzlerin vorweggenommen. Sie schreiben: „Vor 1985 war es gesetzlich verboten, in Kliniken Gewinne zu machen. Müssen wir nicht dahin zurückkehren? Wir brauchen Krankenhäuser, die … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Corona-Sonett. I

von Eckhard Mieder Der Opa spinnt. Die Oma ist malade. Sie freun sich trotzdem über den Besuch Des Sohns. Noch nicht gewebt das Leichentuch; Der Speiseschrank steckt voller Marmelade In Gläsern neben Gläsern voller Bohnen Und Pflaumen aus dem Sommer … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Chez Krömer (Staffel zwei)

von Bettina Müller Februar/März 2020: Kurt Krömer öffnete zum zweiten Mal die Gummizelle im Studio des RBB und ließ nacheinander sechs Freunde und/oder Feinde Platz nehmen. Eine gewisse Frau Thomalla (die Jüngere) machte den zweifelhaften Anfang. Ja, es ist wahr, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Augsburger Possenkiste

von Günter Hayn Der Name Augsburg war für mich als Kind mit hochgradig prägenden Kunsterlebnissen verbunden: Da waren der Kater Mikesch und der kleine dicke Ritter Oblong Fitz-Oblong und noch so manche Helden der Marionettenbühne mehr. Später kamen Brechts „Baal“ … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Wintergäste. Nachrichten von der Vogelwelt

von Erhard Weinholz Unser Balkon, im Sommer Quelle mancher Freuden, stimmte zu Jahresbeginn eher trübselig: In den Pflanzkästen welkte dahin, was von Grün und Blüten geblieben war, in den Ecken am Hause sammelte sich dürres Laub, und vom bunten Sonnenschirm … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Der Polizist am Bücherschrank

von Bernhard Mankwald Der ungarische Autor György Konrád, der am 13. September 2019 verstarb, ist wohl vor allem durch seine Romane bekannt. Zu Beginn seiner Laufbahn jedoch erregte er mit einer empirischen wissenschaftlichen Analyse das Interesse eines sehr speziellen ebenso … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Henny Porten, eine Frau mit Prinzipien

von Frank Burkhard Hier ist eine Gestalt, die in Deutschland volkstümlicher ist als der alte Fritz, als der olympische Goethe es je waren und sein konnten. Hier ist eine Gestalt, die bei den Angehörigen aller Parteien, bei jung und alt, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Vom Ende des Kapp-Putsches

von Jörn Schütrumpf Die Spatzen pfiffen es schon Wochen zuvor vom Dach: „Das Eisenbahnministerium sitzt voll konservativer Geheimräte, die auf die Wiederkehr des ancien régime sehnsüchtig warten und jeden Putsch begrüßen, der sie diesem Ziele näherbringt. Das muss offen ausgesprochen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Die DDR und die PLO

von Mario Keßler Während über das Verhältnis der DDR zu Israel inzwischen eine Reihe von Untersuchungen unterschiedlicher Qualität vorliegt, sind die Beziehungen des ostdeutschen Staates zur PLO in vergleichbarer Weise bisher nicht untersucht worden. Lutz Maekes überaus gründliche Darstellung schließt … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Ende der großen Illusion

von Erhard Crome Im Jahre 2017 publizierte Ivan Krastev einen klugen Essay über die Europäische Union (Das Blättchen No. 8/2018). Er ist Jahrgang 1965, stammt aus Bulgarien und arbeitet in Wien; jetzt hat er mit dem US-amerikanischen Rechtsprofessor Stephen Holmes, geboren … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Ilse-Maria Dorfstecher – eine Verneigung

von Wolfgang Brauer Ich habe sie erst spät kennenlernen dürfen, da ging sie schon auf die 70 zu. Anlass waren „Sparrunden“ zum Berliner Landeshaushalt. Schon bevor die Herren Wowereit und Sarrazin die Stadt zum Quietschen bringen wollten („Berlin muss sparen, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Lust auf Frühling

von Renate Hoffmann Ein Perlhuhn hatte nichts zu tun und keine Lust, sich auszuruh’n. Ohne lang zu warten ging es in den Garten. Was es überraschend sah: Seit gestern war der Frühling da. Forsythia strahlt in gelber Pracht, Blausterne blühten … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Neue Normalität

von Jan Opal, Gniezno Die in der zurückliegenden Woche in Polen erlassenen Regeln zur weiteren Einschränkung des öffentlichen Lebens gleichen jetzt denen in benachbarten Ländern. Den kleinen Unterschied machen die Ausnahmen, die nun durchaus typisch für Polen sind. Während ab … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Videobotschaft versus Kommunion

von Hermann-Peter Eberlein Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Corona-Epidemie haben gravierende Folgen auch für das Leben der Kirchen. Am Umgang mit ihnen offenbart sich die Schwäche des christlichen Glaubens in unserem Land. Kirchen bleiben geschlossen, Gottesdienste finden … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Das Virus und der Klimaschutz

von Stephan Wohanka Würden wir die Klimakrise halb so ernst nehmen wie die Coronakrise, wäre uns geholfen. Luisa Neubauer Die Bundeskanzlerin ist nicht wiederzuerkennen. Sie zeigt sich nach immer mal längeren Absenzen ihrem Volke, ist eloquent; ein Beobachter meinte sogar, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Über die Verwundbarkeit unserer Welt

von Petra Erler Das Covid-19-Virus ritt auf den Wogen der Globalisierung von Wuhan bis in den letzten Winkel der Erde und stürzte auch die EU, die USA und Großbritannien in die Krise. Das geschah nicht nur, weil es Handel und … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Das Corona-Virus und die Wirtschaftskrise

von Jürgen Leibiger Wie viele frühere Wirtschaftskrisen so wird auch die gegenwärtige Krise mit einer speziellen Bezeichnung in die Geschichtsschreibung eingehen; sie wird wohl als Corona-Krise bezeichnet werden. Falsch wäre das nicht, denn der von dieser Pandemie und ihrer Bekämpfung … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Senizid

von Bruni Butzke Der wieder lesenswerte Historiker Niall Ferguson, aus Großbritannien stammend und in den USA arbeitend, hat angesichts der Corona-Epidemie darauf verwiesen, dass das Wort „Senizid“ das „Wort der Stunde“ sei (Neue Zürcher Zeitung, 22.03.2020). Das Wort „Genozid“ als … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Der geplante Holocaust an den Tschechen

von Jörn Schütrumpf Die Primitivität des Weltbildes eines Reinhard Heydrich (1904–1942) erschüttert weniger als der Umstand, dass ein solch geistiges Mittelmaß ausreichte, um in der Nazi-Hierarchie in die oberste Führungsebene zu gelangen. Die Nazis wurden, und zwar reichlich, überschätzt. Darin … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Bemerkungen

100 Sekunden vor Ultimo Es gibt sie seit 1947 – die Weltuntergangsuhr (doomsday clock) im Bulletin oft the Atomic Scientists. Mit ihr wollen US-Wissenschaftler Gefahren für die Erde und den Fortbestand der Menschheit verdeutlichen. Gestartet war die Uhr 1947 mit … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Antworten

Angela Merkel, bisweilen virtuos mit dem Florett – Den amtierenden US-Präsidenten dumm, peinlich und narzisstisch zu nennen, wäre nur eine plumpe Aufzählung von Tatsachen, die sowieso jeder kennt. Trumps Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos als „Desaster“ und ihn selbst als … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Nekrologe 2019

von F.-B. Habel Nach vielen Jahresrückblicken macht man wieder die Feststellung, dass einige Menschen, die zumindest eine Zeitlang im Blickpunkt der Öffentlichkeit standen und uns im vergangenen Jahr verließen, nur sehr knapp – wenn überhaupt! – gewürdigt wurden. Oft sind … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Was Prinzipielles

von Eckhard Mieder Vielleicht müsste ich nach Antworten suchen: Hat Homer über Geld gesprochen? Über sein eigenes (falls es ihn überhaupt gab, Falls er was verdiente mit seinem Erzählen Oder mit dem Führen eines Öffentlichen Hauses) Und über den Sold … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Der schwarze Hund von Whitby

von Bettina Müller Sensiblen Naturellen kann ein Besuch in der nordenglischen Küstenstadt Whitby durchaus schon mal das Fürchten lehren. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten, wenn der Touristenstrom abgeebbt ist und es einem so vorkommt, als hätte ausschließlich die Natur … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Femme de lettres: Annette Kolb

von Mathias Iven Vor 150 Jahren, am 2. Februar 1870, wurde Anna Mathilde Kolb geboren. In ihrem Münchner Elternhaus herrschte ein ganz besonderes, ihr Leben prägendes Familienklima. Tagtäglich konnte sie in den Jahren nach dem Deutsch-Französischen Krieg den von allen politischen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Nietzsche in Basel

von Hermann-Peter Eberlein Nicht um die zehn Jahre von 1869 bis 1879 geht es, die Friedrich Nietzsche als Professor der Klassischen Philologie in Basel gelebt hat – sie sind mittlerweile biographisch und werkgeschichtlich minutiös erforscht. Nein: Die Ausstellung „Übermensch – … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Querbeet 

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Eine Türkenwurst und ein kommunistischer Paradiesvogel … *** Noch nie hatte Deutschland so viele eingetragene Vereine wie jetzt: nämlich reichlich 600.000. Einer davon ist der Tennisclub Weiß-Grün Lengenfeld – und wir, das Publikum … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Ecce homo – Wieland Förster wird 90

von Klaus Hammer An die Opfer des Nationalsozialismus, „deren Leiden ohne Vergleich ist“, denkt er mit besonderer Achtung, denn er hat als Kind und Jugendlicher erlebt, was faschistische Diktatur ist. Das diesen Opfern gewidmete „Große Martyrium“ (1977 bis 1979), das … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Leben am Abgrund …

von Joachim Lange Beide haben sich ihren Ruf als Zucht- und Exerzitienmeister der Bühne redlich erarbeitet: Andrea Breth und Ulrich Rasche. Sie, Jahrgang 1952; mittlerweile die Regiealtmeisterin in über 40 Jahren mit einem Streifzug quer durchs Repertoire. Bochum, Berliner Schaubühne, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Das Haus der Rosenthals

von Renate Hoffmann Vorangestellt sei ein Geschehnis, das sich mir tief einprägte. Ich möchte es „Rückblick ohne Sonne“ nennen. – Das Jahr 1941. Kriegszeit. Jena in den Herbsttagen. Meine Mutter ging mit mir, einer Neunjährigen, in die Stadt zum Einkauf. … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Para la guerra nada

von Henry-Martin Klemt Für die Liebenden die Sterne. Für den Suchenden den Weg. Für die Unrast eine Ferne und ein Haus, wo sie sich legt. Einen Bahnhof für die Züge, die uns tragen in die Welt. Für die Hoffnung ohne … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Anmerkungen zum Impeachment

von Erhard Crome Die deutschen Medien quollen wieder über vor euphorischen Darstellungen in Sachen Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump – es keimte die Hoffnung auf, der nicht nur ungeliebte, sondern nahezu gehasste US-Präsident werde nun endlich aus dem Amt operiert. Die … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Putin regelt die Nachfolge

von Klaus Joachim Herrmann In Moskau treffen sich zwei sehr erfahrene Politologen. Fragt einer den anderen: „Was geht geschieht im Land?“ Der antwortet: „Das werde ich Dir erklären.“ Der Fragesteller erwidert: „Nein, erklären musst Du das nicht. Was passiert?“ Mit … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Der Selbstmord Barschel

von Birger Antholz Am 10./11. Oktober 1987 verübte Ex-Ministerpräsident Uwe Barschel durch die Einnahme von acht Medikamenten Selbstmord. In der Nummer 13/2019 Das Blättchen vertritt Frank-Rainer Schurich die These, dass Barschel ermordet wurde: „So stellt sich uns der Fall Uwe … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Nichts für schwache Geister

von Wolfgang Brauer Mit zunehmendem Unmut nehme ich die Absichtserklärungen von Ausstellungsmachern zur Kenntnis. Ich weiß, man muss solch Zeug aufschreiben, sonst gibt es kein Geld. Die deutschen Museen und Galerien haben so gut wie keine eigenen Ausstellungsetats. Sie müssen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Die Atomkraft und das Qualitätsmedium

von Sarcasticus „Die Geschichte muss stimmen. Verantwortlich dafür ist die Redaktion.“ Punkt 1 der SPIEGEL-Standards Vorbemerkung: Dass der Begriff Endlager im Hinblick auf nuklearen Abfall – sobald es sich um Plutonium mit einer Halbwertzeit von circa 25.000 Jahren oder vergleichbare … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Falsche Begeisterung

von Bernhard Romeike Am 24. und 25. Januar 2020 fand in Aschersleben ein Landesparteitag der SPD Sachsen-Anhalt statt. Dort nahm auch die neue Parteivorsitzende Saskia Esken teil. Für die Fernsehnachrichten wurde sie kurz befragt. Allein Gesichtsausdruck, das matte Reden und … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Sudans Frauen im Aufbruch

von Arndt Peltner, aus Khartum Ich besuche die sudanesische Hauptstadt ein gutes halbes Jahr nach dem Sturz des Diktators Omar al-Bashir und nur wenige Wochen nach dem Ende der friedlichen Revolution, die vor allem von Frauen und jungen Leuten getragen … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Bemerkungen

Die Radikalisierung der Mitte Mark Pitcavage von der „Anti Defamation League“ beobachtet seit den frühen 1990er Jahren die Milizen- Bewegung und andere extremistische Organisationen in den USA. Er bestätigt, was sich mit der Amtseinführung von Donald Trump schon angedeutet hatte. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Antworten

Peter Altmaier, Wirtschaftsminister und Beleidiger – Mit ihrem Vergleich haben Sie es geschafft, den gewohnt rüden US-Botschafter Richard Grenell wieder einmal aus der diplomatischen Rolle fallen zu lassen. Seine in Berlin stationierte Exzellenz erklärte sich zur streitbaren Schutzmacht von „Millionen … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Kater Sheldon und die Trompeten von Jericho

von Bettina Müller [Papiergeraschel. Kater Sheldon steht hochkonzentriert vor einem Spiegel im Rheinsberger Schloss und probt für seine nächste Regierungserklärung.] Liebe Untertanen, es ist allgemein bekannt, dass ich ein edler Herrscher im Reiche Rheinsberg bin, dem von früh bis spät … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Son Traum mal eben

von Eckhard Mieder „Mal ne Frage“, träumte ich, letzte Nacht, Ich stand in einer Bahn-Haltestelle und sah Auf drei prächtige Burschen, die saßen Die drei Sitzplätze besetzend, Herab: „Hättet ihr ein Problem, stünde einer von euch Auf für die alte … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Einer „der vollkommensten Naturforscher der Welt“

von Hans-Peter Götz Der Mensch vergewaltigt die Natur. Der Mensch hat drei Arten, die Natur zu zerstören: durch Rodung, künstliche Bewässerung und durch die gasförmigen Dämpfe. Alexander von Humboldt. Notate in Mexiko, 1802 Alexander von Humboldt – am 14. September 2019 … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Lokaltermine in neuen Ländern

von Bernhard Mankwald Im Blättchen 25/2014 beschrieb ich, wie ich bei einem Aufenthalt in West-Berlin den fälligen Abstecher in die DDR auf das nächste Mal vertagte – das war im Jahr 1988 … Da kam ich also zu spät, wurde dafür … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Verdammt ungerecht – 40 Jahre feine Unterschiede

von David Legrand „Jeder hat dieselbe Möglichkeit etwas aus seinem Leben zu machen“, meint die 18-jährige Freiwilligendienstleistende Anne auf die Frage der Chancengleichheit in Bezug auf das Erwerben eines hohen Bildungsabschlusses und einer attraktiven Arbeit. Anne ist eine selbstbewusste Frau, … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Gang am Inn entlang

von Renate Hoffmann Bevor der Schnee fällt, sollte man sich gebührend vom Spätherbst verabschieden. Ich zögere. Regen, Nebel, kalte Winde … Georg Jacobi (1740–1814) spornt an: „Blätter fallen, Nebel steigen, / Und zum Winterschlafe neigen / Sich die Bäume schon … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Faszinierend: Die Perser in Bremerhaven

von Odile Popescu Das piccolo teatro Haventheater in der Nordseestadt ist eine der kleinsten Bühnen Deutschlands. Vor zehn Jahren als Boulevardtheater mit maximal 56 Plätzen gegründet und als solches erfolgreich, hat es seit kurzem einen neuen Besitzer und Leiter, Daniel … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Parkettplatz 23: Fontane als Theaterkritiker

von Reinhard Wengierek Gefiel es ihm, klatschte er ungeniert Beifall. Mit schmallippigem Oberlehrergesicht kunstrichterliche Würde zu demonstrieren, das widerspräche seiner „freien Sinnlichkeit“, seinem „heiteren Geist“, so Thomas Mann über Theodor Fontane, den verehrten, kühn konservativen preußischen Freigeist, der auf sublime … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Wenn ich heule, war es Kunst!

von F.-B. Habel An die verdienstvolle Reihe der „Lesebücher für unsere Zeit“, die Weltbühnen-Autor Walther Victor 1949 im Volksverlag Weimar begründete, und in der er illustre Autoren wie Goethe, Heine, Tucholsky, Kleist, Brecht und Weinert einer nachgewachsenen Generation nahebrachte, fühlte … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Der Drache ist tot, es lebe der Drache

von Joachim Lange Es hat Vorteile, dass man beim Neubau der Oper in Erfurt die Bühnenmaße so gewählt hat, dass sie mit denen des Deutschen Nationaltheaters in Weimar kompatibel sind. Gegen die Allergie der Bürgerschaften in beiden Städten, was landespolitische … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Gefechtsfeld Weltraum – Frankreich als EU-Vorreiter?

von Jerry Sommer Seit dem 1. September 2019 haben die französischen Streitkräfte einen neuen militärischen Organisationbereich: das „Vereinigte Weltraumkommando“. Im Unterschied zu der von US-Präsident Trump als eigenständige Teilstreitkraft geplanten US-Space Force, ist das französische Kommando allerdings Teil der Luftwaffe. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Den Offenen Himmel schließen?

von Hubert Thielicke Überraschung in Washington an einem schönen Augusttag 2017: Ein niedrig fliegender Jet drang in den seit 9/11 hoch gesicherten Luftraum über wichtigen Regierungsgebäuden ein – Weißes Haus, Capitol, Pentagon. Die Überraschung verwandelte sich in Verdacht, als Nachrichtenberichte … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Der Kapitalismus als Blasen-Ökonomie und das Minsky-Moment

von Jürgen Leibiger „Eine Company, die höchst vorteilhafte Unternehmungen ausführt, aber niemand weiß, welche das sind.“ Würden Sie in ein solches Luftschloss investieren und Anleihepapiere dieser Gesellschaft kaufen? Nein? Auf dem Höhepunkt der englischen South-Sea-Spekulation von 1720 wurde von einer … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Hurra und Heil

von Peter Will Hurra und Heil Wir haben wieder Altneue Demagogen Die vor Spiegeln stehen Und proben Und wieder wird sein Nach … Jahren Heil und Hurra Nichts gesehen Nichts gesagt Nichts gehört Nichts gewußt


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Aus der Zeit gefallen

von Jan Opal, Gniezno Verschrobenheit, so lehrt Peter Hacks, ist die Kehrseite der Anpassung ans Unerträgliche. Piotr Ikonowicz, Polens letzter Sozialrebell (siehe Blättchen Nr. 23/2013), zeigte sich nach dem 13. Oktober 2019 sehr zufrieden, denn die Nationalkonservativen konnten ihre Regierungsmacht … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Unbeholfene Sozialdemokratie

von Waldemar Landsberger Saskia Esken, geboren 1961, wuchs in dem 18.000-Seelen-Städtchen Renningen auf und machte 1981 Abitur. Ein Studium der Germanistik und Politikwissenschaft brach sie ab, beendete jedoch 1990 erfolgreich in Böblingen eine Informatik-Ausbildung. Nach Heirat und Geburt dreier Kinder … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

„Gelbe Gefahr“

von Erhard Crome Das Schlagwort von der „Gelben Gefahr“ kam in Europa Ende des 19. Jahrhunderts auf, nachdem es unter britischen Kolonialbeamten fünfzig Jahre zuvor bereits in Gebrauch war. Das hatte der Historiker Heinz Gollwitzer Anfang der 1960er Jahre in … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Herr Wong aus Hongkong

von Peter Petras Ein junger Mann namens Joshua Wong traf am 9. September 2019 mit dem Flugzeug in Berlin ein, kurz darauf ließ sich Außenminister Heiko Maas mit ihm fotografieren. Das Zusammentreffen fand bei einem Fest statt, das die Bild-Zeitung … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Fröhlich und traurig – Bruce Springsteen zum 70.

von Wolfgang Hochwald In seiner 2016 erschienenen Autobiographie „Born to Run“ beschreibt Bruce Springsteen, der am 23. September 70 Jahre alt wird, die Musik, die ihn als Heranwachsenden besonders angesprochen hat: „Anhaltendes Interesse fand ich schließlich an Platten, auf denen die … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Bemerkungen

Herbstbild Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah! Die Luft ist still, als atmete man kaum, und dennoch fallen raschelnd, fern und nah, die schönsten Früchte ab von jedem Baum. O stört sie nicht, die Feier der Natur! Dies … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Antworten

Andreas Scheuer, nur leichtsinnig und schlampig? – Eigentlich ist es erstaunlich, wie vergleichsweise harmlos der Gegenwind für Sie ausfällt. Immerhin haben Sie vermutlich für hunderte Millionen Euro Schaden gesorgt mit Verträgen, die ganz offensichtlich das Risiko ganz auf die Seite … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Hexerei auf Rügen

von Dieter Naumann Eines der wohl finstersten Kapitel des Mittelalters und der frühen Neuzeit sind Hexenprozesse, von denen auch Rügen nicht verschont wurde. Der Begriff „Hexe“ bedeutete laut Alfred Haas (Baltische Studien, 1932) ursprünglich „Zaunweib“ oder „Walddämonin“ und wurde in … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Eine Literaturgeschichte der deutschen Einheit

von Manfred Orlick Es existieren unzählige literarische Verarbeitungsversuche, die sich mit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten und ihren dramatischen Folgen auseinandersetzen. Das historische Ereignis, durch das diese Texte geprägt wurden, behält weiterhin seinen herausgehobenen Stellenwert. Seither geistern Begriffe wie … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Herbstspaziergang über den Jüdischen Friedhof Weißensee

von Bettina Müller Manchmal ist es ganz still in Berlin-Weißensee. Der Lärm der Großstadt dringt nicht bis zu dieser Oase der Ruhe vor. Stolze 43 Hektar misst die Fläche des größten jüdischen Friedhofs in Europa, der seit 1880 mit kriegsbedingten … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Des Dichters Tochter

von Mathias Iven Martha Elisabeth Fontane wurde am 21. März 1860 in Berlin geboren. Mete, wie sie im Familienkreis bald schon genannt wurde, war der Liebling des Vaters. „Da wir unseren Kindern sonst nichts hinterlassen können“, so Fontane, sollten sie sich … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Gratulation, Frau Clara

von Renate Hoffmann Als Fräulein Clara Josephine Wieck (1819–1896) Herrn Robert Schumann (1810–1856) am 31. März 1828 im Hause eines Leipziger Musikfreundes erstmals begegnete, lag nicht einmal ein Fünkchen Ahnung von dem Weg, den sie fürderhin miteinander gehen würden, über … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Vom Bilderstreit zur Leistungsschau

von Joachim Lange „Point of No Return“ – also der Punkt auf einem Weg, der, sobald er überschritten ist, eine Umkehr nicht mehr möglich macht oder als sinnvolle Handlungsoption ausschließt – als Titel einer Ausstellung in Leipzig? Über die Kunst, … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Querbeet

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal schwere Lasten der Geschichte – Bernd Böhlichs Film über den DDR-Anfang, Nino Haratschwilos sowjetgeorgisches Familienepos im Theater … *** Endlich zurück. Drei Frauen, glühende Kommunistinnen, kamen 1938 aus Hitler-Deutschland als Emigrantinnen in die … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Umgrenzte Freiheit

von Jürgen Große Vor einem Vierteljahrhundert starb Karl Popper, Antikommunist und Philosoph der „Offenen Gesellschaft“. Hat sie sich inzwischen zu Tode gesiegt? Karl Raimund Popper wurde 1902 ins Wiener Großbürgertum hineingeboren. Der Vater war vom jüdischen Glauben zum Protestantismus übergetreten. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Die Macht des Schicksals – menschengemacht

von Wolfgang Brauer Das Werk, obgleich eine der kompositorisch wuchtigsten Opern Guiseppe Verdis, gehört wohl auch zu seinen merkwürdigsten: „La forza del destino“ („Die Macht des Schicksals“), uraufgeführt 1862 in St. Petersburg und gleichsam zum zweiten Male in einer bearbeiteten … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Das gallische Dorf im Osten

von Frank Preiß Knapp zwei Flugstunden von Berlin entfernt: eine Millionenstadt, Hauptstadt, freundlich, einladend, modern. Richtig getippt? Minsk! Belarus eilt der Ruf der „letzten Diktatur Europas“ voraus, irgendwie in der Nähe von Tschernobyl, so eine Art Russland, sicher sehr kalt … … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Stippvisite in Krakau

von Hannes Herbst Das erste Mal besuchte ich Polens heimliche Hauptstadt im Rahmen einer Klassenfahrt als Oberschüler im Jahre 1970. Als wir uns an einem jener Tage nach morgendlichem Verlassen der Jugendherberge zum Rynek Główny (Hauptmarkt) mit der wuchtigen Marienkirche … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Nukleare Rüstungskontrolle auf der Kippe

von Jerry Sommer 2010 haben die USA und Russland den sogenannten New-START-Vertrag abgeschlossen. Darin haben sich beide Länder verpflichtet, ihre weitreichenden strategischen Nuklearwaffen zu begrenzen: auf jeweils maximal 1550 Sprengköpfe und 700 Abschussvorrichtungen. Im Februar 2021 läuft der Vertrag aus. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Ignoranz, Komik, Aussicht – das britische Drama

von Max Klein, Liverpool Es gibt vielleicht drei Möglichkeiten, auf die gegenwärtigen britischen Ereignisse zu reagieren. Man kann sie ignorieren. Das ist die häufigste Reaktion, die mir in Liverpool begegnet. Das ist Johnsons Chance, die Brexit-Sache zu Ende zu bringen, … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

„This is the end; this is the beginning“

von Jürgen Leibiger Mit diesen Worten überschreibt der US-Amerikaner Immanuel Wallerstein (1930–2019), einer der weltweit einflussreichsten Wirtschaftshistoriker und Soziologen, den fünfhundertsten Eintrag auf seiner Kommentarseite. Er hatte 1998 damit begonnen, neben seinen vielen Veröffentlichungen und Vorträgen in aller Welt, zweimal … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Pfeifen im Walde

von Günter Hayn Linke erklären die AfD gern zur Nazi-Partei. Abgesehen davon, dass dieselben Polit-Argumentierer vor wenigen Jahren noch konsequent gegen jeden NS-Vergleich zu Felde zogen – von wegen der „Singularität des Dritten Reiches“ und dergleichen –, ist diese Behauptung … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

BEGINNENDES LIED

von Henry-Martin Klemt … denn meine Liebe allein ist kein Beweis. Volker Braun Wo andre Häuser bauten, hab ich mich gesehnt als dunkler Vogel über ihre Stadt zu fliegen, und wo die Jäger standen, an den Baum gelehnt, wollt ich … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Bemerkungen

Zur Psychologie des Marxismus und der „radikalen“ Literaten Lieber Herr Willy Haas! Ich möchte Ihnen zunächst persönlich für den so freundlichen und interessanten Brief danken, den Sie an mich gerichtet haben. Sachlich haben Sie leider allzusehr recht. Ich hatte mir … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Zur Debatte über die Revolution von 1989

von Erhard Weinholz Drei Jahrzehnte liegt die Herbstrevolution in der DDR zurück: ein Jahrestag der bescheideneren Art, doch ein Plus an Aufmerksamkeit bringt auch er. Detlef Pollack, zu jener Zeit Mitte Dreißig, und sein zwölf Jahre jüngerer Kollege Ilko-Sascha Kowalczuk … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Antworten

Georg Mascolo, einsamer Rufer in der Wüste – Ihr kürzlicher „Es fehlt eine junge Generation, die sich für Abrüstung einsetzt“ betitelter Kommentar in der Süddeutschen Zeitung war in diesem deutschen Qualitätsmedium – von den anderen ganz zu schweigen – ziemlich … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

E-Scooter from hell

von Bettina Müller Seit dem 13. Juni 2019 darf man sich in Deutschland auf so genannten E-Scootern fortbewegen, das sind sehr neckische, aber auch tonnenschwere elektrobetriebene Kinderroller. Vorgesehen ist, dass man sich die entsprechenden Wege mit den Radfahrern teilt, was … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Aufbruch der Schmetterlinge

von Renate Hoffmann In einem alten Hause in einer Dämmerklause hing ein Kästchen an der Wand. Darinnen sah man allerhand an Schmetterlingen. Pfauenaugen, Trauermäntel, Admirale (ohne Händel!). Den Kleinen Fuchs, den Schwarzen Bär, Schwalbenschwänze und noch mähr, die ein Sammler … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Kurt Hiller – Rezeptionsgeschichte(n)

von Hermann-Peter Eberlein „Der Schriftsteller, Journalist, philosophisch fundierte Autor, Jurist, Sexualreformer, unabhängige pazifistische Sozialist, Jude ohne religiöse Bindung, Antifaschist und Verfolgter [sic!] der Nazi-Diktatur, Querdenker zwischen parlamentarischer Demokratie und marxistischer Orthodoxie Kurt Hiller (1885–1972) war ein bedeutsamer Intellektueller des 20. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Frauen im Alltag zwischen Weimarer und Berliner Republik

von Mario Keßler Die Schriftstellerin Elfriede Brüning (1910–2014) durchlebte das 20. Jahrhundert der Umbrüche und Katastrophen zur Gänze und war auch noch am Beginn des 21. Jahrhunderts eine vernehmbare Stimme in Deutschland, ging es um Fragen der weiblichen wie der … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Die geliebte Mäzenin

von Ingeborg Ruthe Rosa Schapire, die Herbschöne mit den markanten Gesichtszügen, war für den Brücke-Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff das, was die Sammlerin Gertrude Stein für Picasso gewesen ist: Vertraute, beste Freundin in jeder Lebenslage, verehrte, geliebte Mäzenin. Schmidt-Rottluff hat die emanzipierte … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Querbeet

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal ein Doris-Day-Püppchen, ein Dachpappenfilmstudio sowie aufklärende Sätze über Illusionsbildung und Subjektkonstitution. *** Immer wieder wundert man sich über Theater-Jurys; nicht nur über die des Berliner Theatertreffens. In London beispielsweise erhielt Laura Wade … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

An Stätten deutscher Verbrechen – Zamość und Treblinka

von Hannes Herbst Das zweihundertvierzig Kilometer südöstlich der polnischen Hauptstadt gelegene Städtchen Zamość ist nach seinem Begründer benannt, dem polnischen Aristokraten und Staatsmann Jan Zamoyski, einer der politischen Hauptfiguren der polnisch-litauischen Konföderation in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der hatte … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Vielleicht wäre er gehenkt worden …

von Wolfgang Brauer Mit Maschinen wäre es auch gegangen. Der wissenschaftliche Gewinn der Unternehmung sei den ganzen Aufwand nicht wert gewesen. Die ganze Übung sei doch sowieso nur eine Show-Nummer des Kalten Krieges gewesen, weil der Kennedy dem Chrustschow den … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Geschichtliche Anmerkungen

von Erhard Crome In der postmodernen Welt von heute wird immer mal wieder diskutiert, ob an der Schule überhaupt noch Geschichte gelehrt werden sollte. Bisher wurde das mit „im Prinzip, ja“ beantwortet. Aber viel hängen bleibt oft nicht. Am 11. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Leben mit der Gewalt der Waffen

von Arndt Peltner, Oakland Es passierte in einem Walmart und auf einer Kneipenmeile. Die Anschläge vom vergangenen Wochenende schockten die USA, denn erneut wurde deutlich, dass es überall zu tödlichen Schüssen durch einen Amokläufer kommen kann. Seit 23 Jahren lebe … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Kräfteverhältnis in Polen

von Jan Opal, Gniezno Am 13. Oktober 2019 sind die Wähler in Polen aufgerufen, über die neue Zusammensetzung der beiden Kammern des Parlaments zu befinden. Entscheidender ist zunächst das Rennen um die 460 Plätze im Sejm, dem Unterhaus. Die Nationalkonservativen … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Viel Gold und kein Parmesan

von Klaus Joachim Herrmann „Wir haben den Geschmack von richtigem Parmesan vergessen“, klagt das russische Internetportal gaseta.ru. Die russischen Bürger wussten auch polnische Äpfel durchaus zu schätzen, doch dann war Schluss. Im Sommer vor fünf Jahren konterte Präsident Wladimir Putin … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Kaschmir: Stich ins Wespennest

von Edgar Benkwitz Der indische Premierminister Narendra Modi hat ein heißes Eisen angepackt. Mit radikalen Maßnahmen will er den Unruheherd Kaschmir beseitigen, der in der Vergangenheit die Entwicklung Indiens beeinträchtigt hat. Ob ihm das gelingt, ist ungewiss. Auf alle Fälle … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Der INF-Vertrag ist tot – was nun?

von Hubert Thielicke Am 2. August endete der INF-Vertrag, der nicht nur zur Abrüstung landgestützter Kurz- und Mittelstreckenraketen zweier nuklearer Großmächte geführt, sondern auch in Europa zu militärpolitischer Entspannung beigetragen hatte. Eine jetzt noch nicht abzuschätzende Phase militärischer Spannungen beginnt. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Von der Kunst der Ökonomen, sich selbst zu täuschen

von Jürgen Leibiger Wesen und Erscheinung. Den Anfangssemestern der Ökonomiestudierenden erkläre ich das Problem gerne anhand der Bewegungen von Sonne und Erde. Jahrhundertelang bewiesen die Eltern ihren Kindern die Richtigkeit des Spruchs „Im Osten geht die Sonne auf, im Süden … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

AfD und Bundeswehr

von Sarcasticus Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte, drum gab er Säbel, Schwert und Spieß dem Mann in seine Rechte; drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede, daß er bestände bis … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Der dünne Firnis

von Henryk Goldberg Manche Frauen tragen ein Kopftuch. Manche Männer tragen eine Kippa. Sie tun das, um den Gott zu bekennen, an den sie glauben. In München wurde ein Rabbiner, der seine Kippa trug, in Begleitung seiner Söhne nach dem … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Gedächtnisschwund

von Waldemar Landsberger Im britischen The Evening Standard war kürzlich zu lesen: „In unserer Zeit erscheint die Mentalität einer ungeduldigen direkten Demokratie besonders attraktiv: Es ist die Ära von Deliveroo, Uber und Amazon, nicht von parlamentarischem Prozedere. Eine Zeit, in … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Europawahl. Einige Anmerkungen

von Erhard Crome Während die deutschen Grünen mit ihren einfachen Antworten auf komplizierte Fragen im Lande von dem „Greta-Effekt“ profitiert haben und das Parteiensystem erschütterten, sieht das Bild in Europa deutlich differenzierter aus. Hier wurden die Grünen viertstärkste Partei und … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Querbeet

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal ein Gedenkpreis, eine musikalische Klassiker-Paraphrase für Jungschauspieler, eine Berlin-Berlin-Familiengeschichte, eine Schmerz- und Schreckens-Performance … *** 7.500 Euro Preisgeld macht die Berliner Morgenpost alljährlich seit 1992 im Gedenken an ihren 1990 verstorbenen Großkritiker Friedrich … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Leviter confusa Austria

von Eckhard Mieder Ich nehme an, in wenigen Wochen, jedenfalls noch vor der parlamentarischen Sommerpause, werden die Herren Strache und Gudenus als Helden gefeiert werden. Ich vermute, dass diese Opfer eines böswilligen Enthüllungs-Eifers (Journalisten gar? I baba!) demnächst Wallfahrtsheilige aller … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

General Gerassimow und die Strategie des „trojanischen Pferdes“

von Wolfgang Kubiczek Gerassimow? Allein der Name lässt aufhorchen und treibt manchem Konsumenten gutbürgerlicher Medien, der mit der Erwartung sozialisiert wurde, der Russe stünde vor der Tür, den Angstschweiß auf die Stirn. Gerassimow – war das nicht der Autor der … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Weißes Dreieck ohne Grund

von Angelika Leitzke Irgendwie kam mir die Sache komisch vor. Mir, der lieber unter dem Apfelbaum sitzen und nebst Butterbroten gute Bücher verzehren wollte, statt Beiträge in Versteigerungskatalogen zu studieren. Hier musste ich etwas lesen über die Genealogie des Dreiecks … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Vor meinem Fenster

von Peter Will Ein weißer Fetzen Im kahlen Geäst Der Kastanie Will sie aufgeben oder was Will sie mir sagen Soll ich auch Einen Fetzen Von Weiß Aus meinem Fenster Hängen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Freie Fahrt

von Renate Hoffmann Auf dem großen Strome Don schwamm ein Kistchen still davon. Obenauf in trauter Runde saßen in der Morgenstunde Junge Möwen, hochbeglückt, denn sie waren ausgerückt und wollten eine Reise machen. Zum Meere und noch andren Sachen, die … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Viele unbeantwortete Fragen

von Ulrich van der Heyden Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte Ende 2017 während einer Afrikareise an, dass die französische Regierung innerhalb der nächsten fünf Jahre in Zusammenarbeit mit den betroffenen Ländern eine „zeitweilige oder dauerhafte Rückgabe des afrikanischen Erbes“ … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

„Halbstarke“ und YouTuber

von Stephan Wohanka „Halbstarke nannten wir die zu unserer Zeit. Es ist das Privileg der Jugend, sich von den Alten abzusetzen“. So ein Herr jenseits der 75 auf meine Bemerkung hin, dass die Jugend gegenwärtig zu Recht gegen die Politik … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Spatz und Engel

von Hermann-Peter Eberlein Der Spatz von Paris Edith Piaf und die Lola aus dem Blauen Engel Marlene Dietrich: Die größte Chansonnière ihrer Epoche und der erste Hollywood-Star deutscher Herkunft hatten eine Geschichte miteinander, die 1947 in New York begann. Es … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Der Durchmarsch des Narendra Modi

von Edgar Benkwitz Ohne Zweifel hat Narendra Modi indische Geschichte geschrieben. Nach den legendären Politikern Jawaharlal Nehru und Indira Gandhi ist er der dritte Premierminister in der nahezu 75-jährigen Geschichte des modernen Indien, der mit einer absoluten Mehrheit zum zweiten … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Wahlnachlese Polen

von Jan Opal, Gniezno In Polen waren die Wahlen zum Europäischen Parlament übersichtlicher – auf lediglich sechs Wahllisten bewarben sich Kandidaten um die Gunst der Wähler. Drei Gruppierungen waren gegen die geltende liberale Verfassung von 1997, drei verteidigten sie. In … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Grimms Wortschönheiten

von Manfred Orlick Im April 1838 begannen Jacob und Wilhelm Grimm mit der Arbeit an dem „Wörterbuch der deutschen Sprache seit Martin Luther“, dem umfassendsten und bedeutendsten Werk zur deutschen Sprache. In den Zeiten der deutschen Kleinstaaterei hatte das Projekt … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Thüringer Quartett – Gotha

von Alfons Markuske Auf die Idee, noch während des 30-jährigen Krieges und ohne Klarheit darüber, ob der überhaupt mal und wenn ja wann enden würde, in der tiefsten deutschen Provinz mit dem Bau des größten frühbarocken Schlosses von ganz Deutschland … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Antworten

Julian Assange, verfemter Whistleblower – Es gibt einen Moment des Durchatmens, ein schwedisches Gericht hat entschieden, dass es keinen neuen Haftbefehl gegen Sie stellen will und somit die Auslieferung nicht unmittelbar bevorsteht. Aber es gibt keine Entwarnung, in den USA … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Bemerkungen

Die fetten Jahre sind (wieder mal) vorbei? „Die fetten Jahren sind vorbei“, äußerte Bundesfinanzminister Olaf Scholz Anfang Mai und verkündete zur Untermalung: minus 124,3 Milliarden Euro an Steuereinnahmen bis 2023! So weit, so richtig. Zugleich jedoch war Scholz’ Statement ein … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Keine Rüstungskontrolle für den Weltraum in Sicht

von Jerry Sommer Etwa 2.500 aktive Satelliten kreisen im Weltall. Für den Alltag der Menschen, für das Funktionieren von Gesellschaft und Wirtschaft werden sie immer wichtiger. Auch das Militär setzt auf satellitengestützte Kommunikation. Etwa 40 Prozent aller Satelliten kommen aus … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Torschlusspanik

von Waldemar Landsberger Bei den Europawahlen 2019 haben die CDU 7,5 Prozent und die SPD 11,4 Prozent im Vergleich zu 2014 verloren, die CSU mit „Weber-Effekt“ ein Prozent hinzugewonnen. Zusammen kamen sie auf noch 44,7 Prozent, während es bei der … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 10 | 13. Mai 2019

Kapitalismus im Größenwahn

von Bernhard Romeike In dem seit 2001 in mehreren Auflagen erschienenen globalisierungskritischen Buch „Schwarzbuch Markenfirmen“ erscheint auch die Bayer AG. 1863 gegründet ist sie einer der größten deutschen Konzerne, mit 117.000 Beschäftigten weltweit und einem Konzernumsatz von etwa 40 Milliarden … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 10 | 13. Mai 2019

Familie Thunberg: Darum sollten wir das Buch „Szenen aus dem Herzen“ unbedingt lesen

von Arno Widmann Die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg wurde am 3. Januar 2003 geboren. Das amerikanische Magazin Time zählt sie zu den einhundert einflussreichsten Persönlichkeiten des Jahres 2019. Das ist ein guter Grund, diese Listen in die Tonne zu treten. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 10 | 13. Mai 2019

Bemerkungen

Julian Assange und die Heuchelei der Medien Dass Whistleblower es nicht leicht haben, ist seit langem bekannt. Der Staatsapparat tut alles, um ihm nicht genehme Nachrichten zu verhindern, die Quelle zu jagen, den Ruf des Whistleblowers zu schädigen, ihn zu … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 10 | 13. Mai 2019

Antworten

Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag – „Morgenstund’ hat Gold im Mund“ mochte meinen, wer Sie im ZDF-Morgenmagazin vom 9. Mai gehört hat. Zum aktuellen Agieren der USA gegenüber dem Iran und den eigenen Verbündeten ein erfrischend klares … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 10 | 13. Mai 2019

Das kürzeste Gedicht der Welt

von Bettina Müller Exitus. Ein preußisches Heldenepos Aus! Maus! Von Comtesse Crescentia Augusta Wilhelmine Beatrice von Bommel, Erbherrin auf Schloss Strychnin in Pommern, 13. Vorsitzende des Katzenschutzbundes Deutschland, schreibt auch unter dem Pseudonym „bibo“ oder „Rattenfänger von Hameln“. Presse- und … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 10 | 13. Mai 2019

Nietzsches Schwester

von Mathias Iven Clevere Geschäftsfrau, skrupellose Fälscherin, herrische Verwandte – Elisabeth Förster-Nietzsche vereinte all diese Eigenschaften in einer Person. Doch kann man ausgehend von diesen charakterlichen Eigenschaften eine abschließende Beurteilung des Geleisteten vornehmen? Die in den letzten Jahren erschienenen Biographien … Weiterlesen