Archiv des Autors: Webmaster

22. Jahrgang | Nummer 4 | 18. Februar 2019

Zum Start des neuen Jahrgangs – das Unvermeidliche

Liebe Leserinnen und Leser, unsere thematisch breit aufgestellten Autorinnen und Autoren werden auch im jüngst gestarteten 22. Jahrgang des Blättchens für interessante, anregende, auch unterhaltsame Lese- und Denkangebote auf sehr anspruchsvollem Niveau sorgen – so, wie Sie es zu Recht von … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 3 | 4. Februar 2019

Zum Start des neuen Jahrgangs – das Unvermeidliche

Liebe Leserinnen und Leser, unsere thematisch breit aufgestellten Autorinnen und Autoren werden auch im jüngst gestarteten 22. Jahrgang des Blättchens für interessante, anregende, auch unterhaltsame Lese- und Denkangebote auf sehr anspruchsvollem Niveau sorgen – so, wie Sie es zu Recht von … Weiterlesen


Korrektur

Liebe Abonnentinnen und Abonnenten unseres Newsletters, bitte ignorieren und löschen Sie die letzte heute bei Ihnen eingegangene Nachricht mit dem Betreff „Das Blättchen: Newsletter“. Ein technischer Fehler, für den wir uns entschuldigen. Mit freundlichen Grüßen Das Blättchen – Webmaster 23. … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 10 | 8. Mai 2017

8 мая

В ГДР 8 мая праздновался как День Освобождения и, сверх того, являлся государственным праздником. И притом без всяких но и если. Так было, например, и во Франции после 1945 года, пока День Памяти не был отменен президентом Де Голем из-за западных немцев – см. статью … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 9 | 27. April 2015

Flüchtiges Lied

von Henry-Martin Klemt Die Straßen der Welt sind so lang, besonders die fremden. Wir wechselten öfter das Land als unsere Hemden. chorus: Ruh aus, Cyprien,  und nimm meine Hand. Die Wüste, der Hunger, das Meer und Salz in der Kehle … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 10 | 12. Mai 2014

Wie sicher ist Europa?*

von Frank Elbe Der Welt droht die schwerste sicherheitspolitische Fehlentwicklung seit der Kubakrise 1962, in der ein nuklearer Schlagabtausch gerade noch verhindert werden konnte. Kuba machte erstmals einer breiten internationalen Öffentlichkeit die ungeheuren Gefahren eines möglichen Atomkrieges bewusst. Die Krise … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2013

Kurszettel der meistgehandelten deutschen Geistigenwerte

von Detlef Kannapin Vorbemerkung: In Franz Pfemferts „Aktion“ erschien am 7. November 1918 der „Kurszettel der meistgehandelten deutschen Dichterwerte“ als illustrierte Beigabe. Deutsches Reichspatent (D.R.P.) und Gebrauchsmusterschutz waren angemeldet. Hauptbemerkung: Die Aktualisierung speist sich aus der Beobachtung, dass die deutschen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 26 | 24. Dezember 2012

Limericks (XV)

von Thaddäus Faber Ein Golfer aus der Provence hatte im Golfen nie eine Chance. Doch bei der Gattin daheim, da puttet er ein. Honi soit qui mal y pense! Ein Pegeltrinker aus Wetter war abends betrunken adretter als nüchtern am … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 26 | 24. Dezember 2012

Januskopf – oder: geschönte Erinnerungen?

von Alfons Markuske und Korff Vor einigen Wochen hatte die Berichterstattung über „50 Jahre Spiegel-Affäre“ im gleichnamigen Magazin Aufschlussreiches über Planspiele zum so genannten vorbeugenden Atomschlag („preemptive strike“) unter der Verantwortung des damaligen Bundesverteidigungsministers Franz-Josef-Strauß im Jahre 1961/62 zu Tage … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 24 | 26. November 2012

„Russland ignorieren wäre die falsche Strategie.“
Im Gespräch mit – Alexander Rahr

Herr Rahr, die deutsche Presse schreibt immer kritischer über Russland. Stehen wir vor einem neuen Kalten Krieg? Alexander Rahr: Vielleicht war der Kalte Krieg nie richtig vorbei. Vielleicht haben wir in den Jahren der Perestroika und unter Jelzin nur eine … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 24 | 26. November 2012

Good Vibrations

von Gabriele Muthesius Im Hauptberuf ist Nils Busch-Petersen Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg – ein höchst fordernder Job, der auf landläufige Arbeitszeiten wenig Rücksicht nimmt. Trotzdem ist er „nebenberuflich“ auch noch Festival-Direktor, denn das Herz des privaten Nils Busch-Petersen schlägt seit … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 23 | 12. November 2012

Manches war doch anders*:
Der Streit der Ideologien – ein Nachtrag

von Wolfgang Schwarz Nach Veröffentlichung meines Beitrages „Der Streit der Ideologien – eine persönliche Erinnerung“ in der Blättchen-Ausgabe 18/2012 erreichten mich von verschiedenen Seiten Meinungsäußerungen, Zeitzeugeninformationen und nicht zuletzt Hinweise auf mir bis dato nicht oder nicht genügend bekannte Quellen. … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 5. November 2012

„… hinten, weit, in der Türkei“: Pakistan – die etwas andere Atommacht

von Wolfgang Schwarz Zwischen Indien und Pakistan, in der konfliktgeladenen Region Südwestasien, findet seit fast drei Jahrzehnten ein nukleares Wettrüsten statt1, das sich seit den späten 90er Jahren quantitativ und qualitativ sukzessive aufschaukelt, und dieser Prozess unterliegt bisher lediglich den … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Antworten

Wolfgang Menge, jüngst Verstorbener – Sie haben mehr als einmal bundesrepublikanische Fernsehgeschichte geschrieben. Ihr Ding „Das Millionenspiel“ (1970) begann mit dem Logo eines fiktiven Privatanbieters und lieferte eine Show, in der ein Kandidat vor Auftragskillern und Kamerateams flüchtete, um eine … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

50 Jahre Kuba-Krise – Weltpolitik aus Spaziergänger-Perspektive?

von Korff Der fällige Kubakrisen-Gedenkartikel im Neuen Deutschland vom 20./21. Oktober 2012, also zum 50-jährigen „Jubiläum“, schafft endlich Klarheit, wie und warum es dazu kam, und klärt auch endlich, wer dafür verantwortlich war: Nicht nur die Sowjetunion, sondern Chruschtschow ganz … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Wer war Nadschibullah?
Die sowjetische Invasion und die Irrtümer der afghanischen Kommunisten

von Christian Parenti Nicht selten sieht man in einem Teehaus oder einem kleinen Laden von Kabul ein Bild an der Wand, das einen ernst blickenden Mann mit rundem Gesicht, dunklem Haar und Schnurrbart zeigt. Es ist das Porträt von Mohammed … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

50 Jahre Kuba-Krise – Robert McNamara: „Es war Glück.“

von Herbert Bertsch Jede halbwegs gute Geschichte hat eine Vorgeschichte. Die kann ihrerseits – rein zeitlich, wie im vorliegenden Falle – auch eine Nachgeschichte sein, die selbst wiederum mit weiteren Geschichten, respektive Vorgeschichten verwoben ist. Ergo mal wieder: Alles hängt … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Pugwash: „Remember Humanity and Forget the Rest“ (I)

von Götz Neuneck Meeresstille, einlaufendes Atlantikwasser, rote Erde und ab und zu weiße Möwen am blauen Himmel: Pugwash im August 2012. Ein friedlicher Ort an der dem kanadischen Festland zugewandten Seite Neuschottlands. Auf einem Landvorsprung steht auf einer sanften grünen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Gruß aus Paris

von Renate Hoffmann Eigentlich heißt es La Carriole du Père Junier, das Bild des Malers Henri-Julien Félix Rousseau, den man den Zöllner nannte (1844 – 1910). Davor stehend und in heiterer Betrachtung versunken, erlaube ich mir, es umzutaufen in La excursion – … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

95 Jahre Oktoberrevolution: Wer oder was veränderte die Welt?

von Heerke Hummel Nach John Reed waren es vor allem zehn Tage, die vor nunmehr 95 Jahren die Welt erschütterten. Dieser Aussage des amerikanischen Journalisten und Arbeiterführers, der die Oktoberrevolution in Russland – Beginn am 7. November, nach dem Gregorianischen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Die Geschichte meines Lebens

von Jaromir Konecny Die Titelseite des handgeschriebenen Tagebuchs war gut lesbar: Die Geschichte meines Lebens, oder vom Anfange bis zur Philosophie kurzgefasste, von der Philosophie aber umständliche Beschreibung dessen, was sich mit Karl Johann Hlucha zugetragen. Was war denn das? … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Nach Marikana – Streiks, Gewalt und Tatenlosigkeit dauern an

von Armin Osmanovic, Johannesburg Der Streik der Bergarbeiter in Südafrika geht weiter. Südafrikas größte Bergarbeitergewerkschaft, die National Union of Mineworkers (NUM), kämpft um ihre Rolle, denn immer mehr Bergleute wenden sich enttäuscht von ihr ab.  Die Bergleute der Platinmine von … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Belphegor

von Gabriele Muthesius Die inzwischen 85-jährige Chansonette Juliette Greco – eine zierliche Person mit unverändert atemberaubender Präsenz und Ausstrahlung, mit Pariser Charme und Esprit – hat Anfang des Jahres Ihre jüngste CD veröffentlicht: „Ca Se Traverse Et C’est Beau …“. … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

1912 – Mission Moderne

von Hans-Peter Götz Einen Paukenschlag in der deutschen Ausstellungsgeschichte markierte im Jahre 1912 die Düsseldorfer Vereinigung Sonderbund, ein Zusammenschluss von Künstlern, Sammlern und Museumsfachleuten: In einer Zeit, die bereits von jenem nationalistischen Chauvinismus geprägt war, der zwei Jahre später den … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Herbsttag

von Rainer Maria Rilke Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los. Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein; gib ihnen noch zwei südlichere Tage, … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Bemerkungen

Zwei aktuelle Gründe fürs Bode-Museum Dass das vor einigen Jahren neu eröffnete Bode-Museum zu Berlins musealen Spitzenadressen zählt und die dortigen ständigen Präsentationen einen dauerhaften Grund hergeben, dem Haus hin und wieder einen Besuch abzustatten, wird hier nur deswegen erwähnt, … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Wider den neomilitaristischen Heldenkult

von Jürgen Rose Diese Rede hielt der dem Darmstädter Signal angehörende ehemalige Bundeswehr-Oberstleutnant Jürgen Rose am 26. Juni 2012 auf dem Odeonsplatz in München – anlässlich eines Beförderungsappells von studierenden Offizieren der Universität der Bundeswehr München im Münchner Hofgarten. Die … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Limericks (XIV)

von Thaddäus Faber Um eine Lampe in Klotten schwirrten abends zahlreiche Motten zu dicht um das Licht. Das vertrugen sie nicht und färbten sich wie Hottentotten. Eine Frau aus Épinal rief: „Oh, mon dieu!“ vorm ersten Mal, weil ihr Gatte … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Horst Bienek: Dichter im Jahrhundert der Extreme

von Kai Agthe 2010 wäre der Schriftsteller Horst Bienek, der 1968 mit dem Roman „Die Zelle“ einer breiten lesenden Öffentlichkeit bekannt wurde, 80 Jahre alt geworden. Der aus dem oberschlesischen Gleiwitz, dem heutigen Gliwice, stammende Autor starb 1990 an Aids … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

„Fisch vom Fußboden“

von Hans-Peter Götz Das Begriffspaar Alltag in der DDR und Exotik war in der Realität des kleineren deutschen Teilstaates nicht zusammenzudenken – es sei denn, als antagonistischer Gegensatz. Doch wie überall, wo Regeln obwalten, gab es Ausnahmen. Eine davon war … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Ungarns „Wende“ und die Krise Europas

von Margit van Ham Viktor Orbán regiert Ungarn seit 2010. Sein rechtskonservativer Ungarischer Bürgerbund Fidesz gewann damals 68 Prozent der Parlamentssitze. Die quasi-faschistische Oppositionspartei Jobbik erhielt zwölf Prozent der Mandate. Linksliberale Kräfte sind an den Rand gedrängt und marginalisiert. Die … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Olympische Machtspiele

von Wolfgang Brauer Es war einmal ein großes Fest, zu dem die Völker aus aus allen Ecken Griechenlands herbeiströmten, fröhlich ihre Waffen niederlegten und sie nicht, nirgendwo, wieder aufnahmen, ehe dieses große Fest vorüber war. Und das fand alle vier … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Eine Unterkunft in Nakano: Meine erste Woche in Japan

von Sem Pflaumenfeld, z. Z. Tôkyô Wenn ich auf meinem Schreibtischstuhl sitze, kann ich ein wenig vom Tag sehen. Aus Kostengründen ist das Möbelstück eher einem Barhocker ähnlich als einem Stuhl, der sich für ernsthafte Arbeiten an Texten eignen würde. Ich … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Der Frauenversteher

von F.-B. Habel „Nein – solche Dinge haben keine Fortsetzung. Oder glaubten Sie, wir wollten nun Reihenbändchen herausgeben: ,Rheinsberg – III./IV. Teil’ oder ,Die Claire als Großmama’? Lieber nicht, wie? Aber erinnern – eine Erinnerung muß wohl erlaubt sein.“ Kurt … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Ende des Krieges, „wie wir ihn kennen“.
Eine Afghanistan-Bilanz in Zeiten des NATO-Teilabzugs

von Thomas Ruttig Die letzten der 33.000 zusätzlichen US-Truppen haben im September Afghanistan verlassen, die Präsident Barack Obama Anfang 2010 dorthin geschickt hatte, um die Aufstandsbewegung der Taleban in die Defensive zu drängen. Die Maßnahme habe „ihre Ziele erreicht“, erklärte … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Aufbruch und Abbruch: Das NÖSPL

von Norbert Podewin Der 13. August 1961 war in mehrfachem Sinne eine geschichtlichen Zäsur. Walter Ulbricht, eine treibende Kraft in Sachen Schließung der DDR-Staatsgrenze, wertete das Datum als faktische Zweitgeburt seines Staates; der sollte fortan gesund aufwachsen. Ulbrichts Hauptaugenmerk galt … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Brechts geliebte Johanna. Zum Tod der Schauspielerin Käthe Reichel

von Reinhard Wengierek Es war vor drei Jahrzenten im frisch etablierten Studio des Deutschen Theaters Berlin (DT). Büchners „Lenz“-Novelle war angesagt. Als Lesung mit der am Haus seit längerem extrem unterbeschäftigten Käthe Reichel – und das war eine Sensation. Die … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Verwelkter Frühling

von Erhard Crome Ermüdet von den weltgeschichtlichen Kämpfen des 20. Jahrhunderts schauten viele europäische Linke mit leuchtenden Augen auf die arabischen Länder, als die diktatorischen Präsidenten Tunesiens und Ägyptens gestürzt wurden. Nachdem die Frankfurter Allgemeine Zeitung von „Arabellion“ schrieb, schien … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Wirtschaftswissenschaftliche Lehre und Forschung zwischen Ost und West.
Ein persönliches Statement 20 Jahre „danach“

von Norbert Peche Es ist also die Aufgabe der Geschichte, nachdem das Jenseits der Wahrheit verschwunden ist, die Wahrheit des Diesseits zu etablieren. Karl Marx Jegliche Bewertung hängt von dem Maßstab ab, mit dem gemessen wird. Ich bin kein Historiker, … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Auf der Zielgeraden zur Einheit

von Wolfgang Ghantus Der Autor ist seit über 60 Jahren als freischaffender Dolmetscher tätig. Er hat in der DDR für höchste Partei- und Staatsrepräsentanten gearbeitet und war bei zahlreichen internationalen Konferenzen zugegen. Auch für den letzten Ministerpräsidenten der DDR hat … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Kurz & bündig

Streitplatz Stalinismus Erhard Crome ist (nicht nur) Blättchen-Lesern als jemand ein Begriff, der das Wohl und Wehe linker Kräfte unseres Gemeinwesens und auch darüber hinaus sowohl aktiv als auch als Analyst begleitet. Allein in dieser Zeitschrift zeugen davon zahlreiche, nicht … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

„Gehst Du zur Eibe, vergiss den Nietzsche nicht“

von Kai Agthe Schopenhauer würde das Buch „Parerga und Paralipomenona“ genannt haben. Bei Heiner Feldhoff heißt es „Paul Deussen und ich – Nachträge aus Oberdreis“. So betitelt, weil nicht nur der Autor in dem kleinen Ort im Westerwald lebt, sondern … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Die bewegte Geschichte eines Industriestandortes

von Lars Berthold Zeitz war vom Beginn der Industrialisierung bis ins späte 20. Jahrhundert ein wichtiger mitteldeutscher Industriestandort. Dies änderte sich am Anfang neunziger Jahre drastisch. Die Gründe dafür sind bekannt. Die Stadt an der Weißen Elster hat – wie … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Wieland Wagner, eine Werk-Biografie

von Herbert Feil Was war Wieland Wagner – Konservator, Erneuerer oder Hitler-Günstling? Darüber ist in der Vergangenheit viel gestritten worden. Aufgewachsen auf dem Grünen Hügel, hatte der Wagner-Enkel miterlebt, wie das Festspielhaus zum Mausoleum geworden war. Nach dem Zusammenbruch von … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Jutta Hoffmann. Das Mädchen aus Nietleben

von Reinhard Wengierek „Sie hat ein ovales Mädchengesicht, unbedingte Augen, ist 1,64 groß, nicht eben prächtig einherwandelnd im Fleische“, schrieb Egon Günther 1971 über Jutta Hoffmann. Da war sie, „das kleine Mädchen aus Halle-Nietleben“, gerade dreißig. Und längst berühmt durch … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Oskar Kokoschka und Alma Mahler

von Bert Kammer Er werde ein Bild von ihr malen, das sie berühmt machen werde wie die Mona Lisa, versprach der junge Oskar Kokoschka der beeindruckenden Alma Mahler, der Gerade-erst-Witwe des Komponisten Gustav Mahler und späteren Frau von Walter Gropius … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

„Der musealen Ungenauigkeit begegnen“

von F.-B. Habel Was machte Goethe am 20. Mai 1778? War er in Frankfurt? Italien? Weimar? Nein, an diesem Tage fuhr er die Schönhauser Allee entlang, die damals noch „Chaussee nach Pankow“ hieß und ein Lehmpfad war. Froh, nach fünftägigem … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Ein Kompendium der Mahler-Forschung

von Klaus Hammer Mangelnde Resonanz auf seine erste Partitur „Das klagende Lied“ ließ Gustav Mahler vom Komponieren zum Dirigieren wechseln. Zielstrebig gestaltete er von nun an eine Kapellmeisterlaufbahn, folgte 1891 einem Ruf an die Hamburger Bühnen (dort bewunderte ihn Tschaikowski … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Die Macht der Gewohnheit

von Frank Ufen In der ersten Hälfte der 1940er Jahre wurde in den Vereinigten Staaten Fleisch  immer mehr zur Mangelware – denn immer größere Fleischmengen wurden für die Versorgung der Truppen auf den europäischen und pazifischen Kriegsschauplätzen benötigt. Schließlich beauftragte … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Der RIAS hatte auch sein Gutes

von Hans-Peter Götz Norbert Podewin ist Blättchen-Lesern als Autor seit längerem vertraut. Nun hat er, Jahrgang 1935, – nein, keine Memoiren, aber höchst vielseitige „Lebenssplitter“ vorgelegt. Die reichen von seinem Geburtsort, dem „Stadtbezirk Horst Wessel“ in Berlin (vormals und nachmals: … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Eine jüdische Familie in Berlin-Brandenburg

von Wolfgang Brauer 1573 wurden – zum wiederholten Male – alle Juden aus dem Kurfürstentum Brandenburg vertrieben. Erst im Mai 1671 durften die ersten Familien wieder einwandern. Fortan bedurfte es besonderer Genehmigungen respektive kurfürstlich-königlicher „Privilegien“ zur Ansiedlung, ja zum Aufenthaltsrecht … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Feier des Augenblicks

von Heinz Jakubowski Der Verfasser dieser Zeilen, sich in seiner zweiten Lebenshälfte bewegend, hatte vor ein paar Jahren die Eingebung, sich aller möglichen Dinge zu erinnern, die mit seinem Lebensweg verbunden gewesen sind, jedenfalls so, dass er sie – wenn … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Im Mahlwerk seiner Genossen

von Hajo Jasper Dieses Buch ist wichtig, wie – jedenfalls – viele jener Bücher wichtig sind, die sich mit dem auseinandersetzen, was gemeinhin unter Stalinismus verstanden wird: Repression und Rückgratbrechung von Millionen, und Vernichtung von abermals Millionen – im Wesentlichen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Polen zwischen Hitler und Stalin

von Gerd Kaiser Das im Impressum erwähnte Museum fördert seit einigen Jahren Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen zur Vorgeschichte, zum Verlauf und den Folgen des II. Weltkrieges. Unter ihnen 2010 eine chronologisch und thematisch begrenzte Geschichte von Thomas Chincinski zur Diversion Deutschlands … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Die verworrene Grenze

von Hans-Dieter Schütt Wenn der kleine Junge den Vater küsst, wird ihm das Foto eines Uniformierten hingehalten. Ein Gefangener der Deutschen. Es ist Krieg. Die Bomben. Die Schreie. Die Rückkehr des Vaters. „Später, sehr viel später wird der Wunsch aufkommen, … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Zwischenspiel – Tucholsky in Rheinsberg

von Werner Liersch Tucholsky kam nicht wegen Frédéric nach Rheinsberg, aber ohne Frédéric wäre er nicht gekommen. Hätte das heitere Schloss am See gefehlt, hätte er sich etwas anderes gesucht. Ein tiefer Verehrer Preußens war er ja nicht gerade. Gefahren … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Groß’ Feind, wenig Ehr’

von Erhard Crome Unter den vielen Büchern über den Islam und die westliche Perspektive darauf, ist dies sicher eines der kundigsten. Werner Ruf, der als Nahost-Wissenschaftler aus seinem linken Herzen nie eine Mördergrube machte, hat hier ein sehr lesbares Buch … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Im Narzissmus-Spiegel

von Hajo Jasper Manche Einband-Ideen von Editoren folgen dem simplen Muster, auf irgendeine optische – welche auch immer – Weise Aufmerksamkeit zu erzielen, manchmal auch um den Preis jedweden Geschmacksverzichts. Das nun war die Intentionen jener Gestalter nicht, die den … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Die Finanzkrise und die Moral

von Heerke Hummel Aus einem sehr ungewöhnlichen Blickwinkel betrachtet David Graeber die Finanzkrise in seinem Buch „Schulden. Die ersten 5000 Jahre“. Der Anthropologe blickt weit in die Geschichte zurück, um zu ergründen, was es mit der Schuld, dem und den … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012

Editorial

Es ist wieder soweit. Die dem Blättchen vorliegenden Buchempfehlungen sind so zahlreich, dass neuerlich eine Sonderausgabe her muss, um all die Tipps unter seine Leser zu bringen. Wie immer beschränken wir uns kapazitätshalber auf Sachbücher, auf ausschließlich nagelneue Bücher indes … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

„Es konnte nur eine traurige Geschichte werden“

Eugen Ruge und Rainer Land im Gespräch* Rainer Land (R.L.): Mein Interesse an Eugen Ruges Roman1 betrifft die Beziehungen zwi­schen den verschiedenen Generationen, die sich auf jeweils unterschiedliche Art mit den Gegebenheiten der DDR, ihrer Vorgeschichte, ihrem Gründungsmythos und ihrer … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Über Linke und DIE LINKE

Nachfolgend dokumentieren wir je einen Beitrag von Oskar Lafontaine und von Hans-Dieter Schütt, wobei zweiterer den ersteren zum Anlass nimmt – wenn auch nicht, um sich inhaltlich mit ihm auseinanderzusetzen. Beide Beiträge weisen die Autoren nach Meinung der Redaktion als … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Bemerkungen

WeltTrends aktuell Auf ihrer aktuellen Homepage fragt und antwortet die Redaktion der Zeitschrift WeltTrends: „Wer ordnet die Welt im 21. Jahrhundert? Ist das Zeitalter der Hegemonie beendet? Welche Spieler werden das Great Game der nahen Zukunft bestimmen? Dies sind die … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Antworten

Angela Merkel, Optimistin – Vor wenigen Tagen erklärten Sie auf Ihrer Jahrespressekonferenz, dass Sie nach der nächsten Bundestagswahl gern mit der FDP fortregieren wollten. Sie gehen also davon aus, dass die dann immer noch da sind – und 63 Jahre … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Limericks (XIII)

von Thaddäus Faber Ein Tourist in Ayamonte, der sich zu leichtfertig sonnte, verbrannte dabei – nachmittags um drei, weil die Sonne dort unten das konnte. Eine alte Frau aus Röbel stand gewaltig auf Frank Schöbel. Sang der ein Lied, sang … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Ein Geheimagent wird fünfzig

von Manfred Orlick „Mein Name ist Bond. James Bond“ – diese zwei kurzen, ja abgehackten Sätze sind seit fünfzig Jahren Kult. Am 5. Oktober 1962 wurde der Action- und Agentenfilm „James Bond jagt Dr. No“ von Regisseur Terence Young in … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Kommissar Zufall

von Frank-Rainer Schurich Das einzig Beständige im Leben ist der Zufall. Fritz Reuter hat das in seinem Roman „Seine Majestät Dörchläuchting“ etwas derb so umschrieben: „Jeder hat nun einmal einen Klotz am Bein, und der heißt ‚Zufall‘.“ Über Zufälle könnte … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Zwischen Arendsee und Zeitz – ohne Frühaufsteherzwang

von Kai Agthe Mit dem Slogan „Wir stehen früher auf“ hat sich Sachsen-Anhalt keinen Gefallen getan. Auch jene, die in dem Bundesland leben, krampfen die Hände ums Lenkrad, wenn der Spruch in Gestalt des Satzes „Willkommen im Land der Frühaufsteher“ … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Wie mich eine österreichische Plattenfirma am Ostrock verzweifeln ließ

von Thomas Behlert Irgendwie kann man weit nach der verdammten Wiedervereinigung nicht vom Ostrock lassen. Die deutschen Kamellen werden dabei ignoriert, sondern lieber die Bands aus den ehemaligen RGW-Ländern mit der Musikkiste wiedervereinigt. Es ist doch herrlich, wenn polnische Rockbands, … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Wer aber stiftet, was bleibt?

von Anne Dresden Seit vielen Jahren erscheint eine Buchreihe, die junge Menschen verführen möchte, sich mit Weltliteratur zu beschäftigen: Im Bertuch-Verlag Weimar hat Wolfgang Brekle bis dato zwölf Bände von zwölf Autoren über zehn deutsche Schriftsteller sowie Dostojewski und Leo … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Antifritz

von Lutz Unterseher Friedrich II. gilt als eine der bedeutendsten Figuren der preußischen Geschichte – bewundert von vielen, kritisiert von wenigen und des Mitgefühls aller gewiss. Bewundert wird er als Multitalent – Philosoph, Feldherr, aufgeklärter Herrscher, Musikant und Hundezüchter. Sowie … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

„Denkt selber!“ – Zum 100. Geburtstag von Sonja Sonnenfeld (I)

von Helmut Donat Als Sonja Sonnenfeld ihren 96. Geburtstag feierte, sagte sie: „Das ist doch kein Alter.“ Dabei sein, „sich einmischen“ wollte sie mindestens bis zum 100. Lebensjahr. Es war ihr zuzutrauen, aber ihr Körper machte nicht mit. Im Sommer … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Zweifel

von Margit van Ham Ich bin gefesselt an den Zweifel, er zensiert mein Wollen, lähmt mein Tun. Verflogen längst die Zeit der Illusion, getrübt die Erinnerung an Glauben und vorbehaltlose Kraft. Soll ich der Erfahrung misstrauen, die den Zweifel nährt? … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Das Kettenkarussell

von Marc-Uwe Kling „Hallo! Bin wieder da“, sage ich und winke kurz in die Küche hinein, bevor ich Gitarre und Rucksack in meinem Schlafzimmer ablege. „Warst du weg“, fragt das Känguru. „Fast zwei Wochen!“, sage ich empört. Ich setze mich … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Spruchschicksale – Schicksalssprüche?

von Herbert Bertsch Die Oktober/November kommen nicht nur „mit den üblichen Winden“, sondern aus gegebenem Anlass Jahr für Jahr auch mit einer Hausse von Spruchweisheiten. In deren Rangfolge steht immer noch obenan: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“. … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Regionale Unterschiede

von Erhard Crome „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.“ Den Satz von Rosa Luxemburg kennen wir. Gilt der nur für politische Gesinnungen? Ganz gewiss nicht. Das gilt für unterschiedliche politische Positionen, für Weltanschauungen und Religionen, Minderheitenrechte unterschiedlicher Art. Rechte … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Betriebsunfall? Oder doch mehr Regel im System?

von Literat Dass der Christian irgendwie das Format zum ersten Manne im Staate nicht hatte, mussten wir angesichts gehäufter Peinlichkeiten aus dem Wulffschen Privatleben ja praktisch direkt seit seinem Amtsantritt zur Kenntnis nehmen. Dass er aber nicht nur der falsche … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Nachdenken mit Buch. Oder: Adelung mit „Strauß-Format“

von Korff Im Falle ihres Nicht-Unterganges feierte die DDR am 7. Oktober den 63. Jahrestag ihrer Gründung. Das ist aus Sicht der Redaktion zwar kein Anlass für rückwärts gewandte Rührung – aber allemal einer, über manche der „Vorkommnissee“ von 1989/90 … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Der dritte Weg – Vitasoziale Marktwirtschaft*

von Gerhard Burow Die Verteilungsverhältnisse im Kapitalismus – und auch im untergegangenen Sozialismus war dies der Fall – regeln sich über die Verwandlung von Geld in Kapital und die Aneignung des Gewinnes aus Marktprozessen. So entstehen Einkommen für Konsumzwecke und … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Politik in den Fesseln der Zeit

von Heerke Hummel Hätte die Geschichte auch anders verlaufen können? Diese Frage stellen vor allem wir Deutschen – und zum Tag der Deutschen Einheit besonders gern. Einen bemerkenswerten Beitrag dazu schrieb Evelyn Finger fast vor Jahresfrist in der Zeit. Sie … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Die Zivilgesellschaft, Norwegen und der Breivik-Prozess

von Roland Benedikter, Santa Barbara, Kalifornien / Karim P. Fathi, Berlin Dreizehn Monate hat die öffentliche Aufarbeitung des Breivik-Massenmords vom Juli 2011 durch Norwegen gedauert. Sie wurde von der regierenden sozialdemokratischen Arbeiterpartei mittels einer beispiellosen medialen und politischen Präsenz, täglicher … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 18 | 3. September 2012

Manches war doch anders*:
Der Streit der Ideologien – eine persönliche Erinnerung

von Wolfgang Schwarz In der vorangegangenen Ausgabe des Blättchens wurde das gemeinsame SED-SPD-Papier „Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit“ aus Anlass des 25. Jahrestages seiner Veröffentlichung am 27. August 1987 gewürdigt. Verfasser des Beitrages war Rolf Reißig, der seinerzeit … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

„Die Reichen kaufen sich das System.“
Im Gespräch – mit Heiner Flassbeck

Heiner Flassbeck war nach Studium und Promotion (zum Thema „Preise, Zins und Wechselkurs. Zur Theorie der offenen Volkswirtschaft bei flexiblen Wechselkursen“) von 1980 bis 1986 im Bundeswirtschaftsministerium tätig und wechselte dann zum Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Dort … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Bemerkungen

Kiesinger versus Goebbels? Als Beate Klarsfeld während eines CDU-Parteitags in der Berliner Kongresshalle am 7. November 1968 auf das Podium stieg und den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger ohrfeigte, tat sie dies wegen dessen Nazi-Vergangenheit und weil ihre vorangegangenen „gewaltlosen“ … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Antworten

Philip Rösler, Liberalissimus – „Ich vertrete die Auffassung, du kannst alles sagen, was du denkst, wenn du denkst.“, haben Sie mutig dem Deutschlandfunk geantwortet. Uns fällt da – aus welchen Gründen auch immer – ein alter, aber doch ziemlicher philosophischer … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Limericks (XII)

von Thaddäus Faber Ein Chirurg aus Helsinki operierte nüchtern nie. Doch nach Wodka, Whisky, Gin mit zwei, drei Oliven drin war der ein Skalpell-Genie! Es aß der Prinz von Dänemark allmorgens einen Frühstücksquark und stand als Mann stramm wie ein’ … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Kleine Drachen

von Thomas Heubner Sie waren die falschen Leute zur falschen Zeit am falschen Ort. Doch zu dieser Erkenntnis kamen Mandy und Busenfreundin Gabi erst, als sie mit ihren Göttergatten schon zwei Bier intus hatten. Vorher waren sie noch kollektiv begeistert … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Vinyl vom Müll

von Thomas Behlert Menschen, die sich immer noch mit Schallplatten beschäftigen, werden mittlerweile als Exoten, als Unverbesserliche, die mit der neuen Technik nichts anfangen können, bezeichnet. Na gut, ich stehe dazu. Es soll halt immer noch aus den Lautsprechern knistern … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Waffenhändler-Tango

von Konstatin Wecker Erst baun wir Waffen, dann verkaufen wir sie weiter, dann wird ein Krieg geführt, natürlich ein gescheiter, dann stelln wir uns auf irgendeine Seite, die andre geht dann selbstverständlich pleite. Dann finden wir das Ganze ganz gemein … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Im Garten des Pianisten

von Renate Hoffmann Wer beschreibt es, dieses Land der Sinnenfreude – und der Wehmut, wenn man es verlassen muss? Italien. Boccaccio erzählt im Decamerone: „Ganz in der Nähe von Salerno erhebt sich eine Küste über dem Meer, die von den … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Querbeet (XIII)

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal Anna Netrebko mit Maiskolben, Tristan-Akkord im Kino, ein trällerndes Edelbordell und zwei Familien-Blues. *** Für zarte Gemüter ist sie Furcht erregend, diese langbeinige Göttin schamlosen Krawalls, der trotz feinen Gelispels furiengleich ihrem … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Künstler, Verwerter und Piraten

von Walter Thomas Heyn Gruselige Horrorfiguren gehen um in Deutschland, es sind die Klabautermänner der Piratenpartei. Sie kommen nerdmäßig aus ihren vergammelten Kajüten und wollen hohnlachend mit blutigen Entermessern den bejammernswerten deutschen Künstlern den letzten Bissen Brot aus dem Maule … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Er nannte sein Leben ein „Bilderbuch“

von Klaus Hammer Vor 50 Jahren starb Hermann Hesse, der auch ein sensitiver Maler war. 3 000 Aquarelle fanden sich in seinem Nachlass, dazu tausende kleinformatige Bilder, mit denen er seine Briefe und Gedichthandschriften versah. Zu malen begonnen hat er … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Jorge Amado zum 100. Geburtstag

von Manfred Orlick In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebte die lateinamerikanische Literatur einen ungeahnten Aufschwung. Dafür standen Namen wie Pablo Neruda, Jorge Luis Borges oder Gabriel Garcia Márquez. Besonders in den 50er- und 60er-Jahren fanden ihre Werke Eingang … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Manches war doch anders:* Der Redneraustausch SED-SPD findet … nicht statt

von Norbert Podewin Bereits 1946 errichtete die SPD in den westlichen Besatzungszonen Deutschlands eine – sinnbildliche – „Antikontakt-Mauer“ in Richtung Osten und verband diese mit permanenter Ignoranz beziehungsweise Ablehnung gegenüber jeglichen Vorschläge der SED in Sachen deutscher Einheit. Diese „Mauer“ … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Politik im Sommerloch

von Edgar Benkwitz In Indien gibt es wie auch in Deutschland im Sommer Parlamentsferien. Kabinett und Abgeordnete tagen nicht, die Politiker sind im Urlaub oder auf Auslandsreise. Jeder möchte der glühenden Hitze in der Hauptstadt entrinnen. In dieser angeblich politisch … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Romneys (mormonische) Geschichts-Fiktionen

von Axel Fair-Schulz, Potsdam, N.Y. Bücher von Politikern, besonders zu Wahlkampf-Zeiten, zeichnen sich selten durch Ausgewogenheit und analytischen Scharfsinn aus. Mitt Romneys No Apology – The Case For American Greatness macht da keine Ausnahme. Allerdings ist schon der Titel ein … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Die „Systemfrage“ heute

von Gerhard Burow Eine Gesellschaft wird weitgehend durch ihr Wirtschaftssystem bestimmt. Die global arbeitsteilig verbundenen Volkswirtschaften dieser Erde funktionieren uniform nach kapita­listischen Distributions- und Zirkulationsbedingungen. Kapitalistische Markt­wirtschaft ist das tragende Wirtschaftskonzept. Wichtig hierbei ist die Aufspaltung des System­gedan­kens in die … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Neue EU-Missionen in Afrika

von Christoph Marischka Das Politische und Sicherheitspolitische Komitee (PSC) der EU war fleißig am 10. Juli 2012 und in den Wochen davor. Seine wesentliche Funktion besteht darin, die von den militärischen Stäben der EU ausgearbeiteten Einsatzkonzepte zwischen den teilnehmenden Staaten … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Friedrich Gerstäckers Werke heute

von Thomas Ostwald In seiner Ausgabe 6/2012 hatte Das Blättchen den Beitrag „Der vergewaltigte Klassiker“ von Matthias Käther publiziert, der unter anderem eine Kritik an der Arbeit der Braunschweiger Gerstäcker-Gesellschaft enthielt. Den nachfolgenden Beitrag erhielt die Redaktion jetzt vom Vorsitzenden … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Rüstungsexportoffensive

von Jürgen Wagner Gerade sind die Bemühungen im Rahmen der UNO, ein internationales Abkommen zur Kontrolle des globalen Waffenhandels zustande zu bringen, nach vier Wochen Verhandlungen in New York gescheitert. Es waren, wie der Tagesspiegel vermerkte, die USA, „die, regiert … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Gebet

von Theresa von Ávila (1515 – 1582) O Herr, du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde. Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Griechische Läufte

von Erhard Crome Der neue deutsche Nationalismus hat ein Lieblingsobjekt der Geringachtung: Griechenland. Der deutsche Wirtschaftsminister in seiner grenzenlosen Inkompetenz hat bereits zweimal just in dem Augenblick, da sich der Furor der finanzkapitalistischen Attacken zu legen schien, öffentlich über das … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 15 | 23. Juli 2012

„Ich bin nicht die Therapie, ich bin der Schmerz.“
Im Gespräch – mit Georg Schramm

Nun ist doch ein anderer Bundespräsident geworden. Ihr Lothar Dombrowski war diesbezüglich ins Gespräch gebracht worden, und Sie sahen sich zu einem raschen Dementi veranlasst, bevor die Vorstellung noch Raum greifen konnte. Was sagt es aus über den Zustand einer … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Im Gespräch – mit Egon Bahr

Herr Bahr, seit der Jahrtausendwende sind die USA dazu übergegangen, ihre militärische Überlegenheit gegenüber dem Rest der Welt auf bis dato beispiellose Weise auszubauen. Das US-Rüstungsbudget ist mit inzwischen über 700 Milliarden Dollar höher als das der zehn im Ranking … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Kurzsichtige SPD

von Erhard Crome Die SPD ist die älteste, seit dem 19. Jahrhundert durchgehend existierende politische Partei in Deutschland – historisch bezieht sie sich auf den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein, der durch Ferdinand Lassalle 1863 gegründet wurde, und die von August Bebel … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Vorläufiges Ausbleiben eines Endes

von Günter Hayn Daraus werden Königsdramen gemacht: Zwei Herrscher vereinen ihre Reiche, um gemeinsam einem übermächtigen Dritten den Garaus zu machen. Sie haben aber nicht mit dem ausgeprägten Ego ihrer Heerführer gerechnet, die selbst nach der Krone gieren und deswegen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Daumier: Virtuoses Spiel auf der Klaviatur der Karikatur

von Anne Dresden Mit 150 Kunstwerken bietet die Ausstellung „Honoré Daumier – Michelangelo der Karikatur“ im Kunsthaus Apolda Avantgarde einen kleinen Einblick in das große Werk spöttischer Grafiken des französischen Künstlers. 1808 in Marseille geboren und 1879 in Paris gestorben, … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Antworten

Konstantin Wecker, Aufrichtiger – Am 1. Juni sind Sie 65 geworden. Das ist heutzutage eigentlich kaum noch das, was man unter Alter versteht; Sie selbst sind mit Ihrer rastlosen Energie das beste Beispiel für diesen begrifflichen Deutungswandel. Wir wollen hier … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Auf der Straße des deutschen Liedguts

von Thomas Behlert Wie eine deutsche Made im Speck lebt der deutsche Schlagersänger und Schlechtwetterphilosoph Heinz Rudolf Kunze. Da denkt man, seine Brille schrumpft, aber in Wirklichkeit wird das Gesicht nur feister und ordentlich fetter, wie es sich eben für … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Bemerkungen

Dürer ’21 Viel Zeit bleibt nicht mehr, denn diese Ausstellung endet – nach Verlängerung – am 1. Juli. Aber wer sich in den nächsten Tagen sowieso nach Nürnberg aufmachen will, um sich die grandiose Exposition „Der frühe Dürer“ im Germanischen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Raketen auf dem Subkontinent

von Edgar Benkwitz Wheeler Island, eine nur 1,6 Quadratkilometer große Insel im Golf von Bengalen, gehört zum Bhitarkanika Nationalpark, in dem sich jeweils im Januar Hunderttausende streng geschützter Meeresschildkröten der Spezies Lepidochelys olivacea zur Eiablage einfinden. Allerdings wird die friedliche … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Romneys Wirtschafts-Agenda

von Axel Fair-Schulz, Potsdam, N.Y. Wer den Wahlkampfslogans der sich nun um Mitt Romney scharenden erzkapitalistischen Republikaner glaubt, sieht Amerikas Hauptproblem darin, dass die Konzerne und Wirtschaftsbosse in Washington noch viel zu wenig Macht und Einfluss haben. Der selbst schwerreiche … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Limericks (XI)

von Thaddäus Faber Ein Waldläufer aus Siebenkofen wollte lieber fahr’n als loofen und maulte über seinen Job, der wäre insgesamt ein Flop. Sprach’s und ging ’ne Runde poofen. Ein Fährmann aus Leibsch, Ortsteil Damm, blies La Paloma auf seinem Kamm. … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Mythen

von Gabriele Muthesius Ganze 60 Seiten schmal ist das Bändchen, aber die haben es in sich. In der ihm eigenen dialektischen Argumentationsweise und Schärfe geht Heiner Flassbeck – Blättchen-Lesern bestens bekannt – mit zehn Mythen in Gericht, die führende Politiker … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

50 Jahre „Bad Boys“

von Manfred Orlick Die Rolling Stones sind die Urgesteine des Rock’n’Roll. Zusammen sind die vier Rock-Opas 274 Jahre alt, und noch immer sind sie die aufsehenerregendste Rockband der Welt. Als am 12. Juli 1962 Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Das Ende der ISAF. Die Tücken des vermeintlichen Abzugs aus Afghanistan

von Joanna Schürkes Auf dem NATO-Gipfel in Chicago wurde die Zukunft der NATO-Mission in Afghanistan – ISAF – beschlossen. Wie schon befürchtet, wird das Ende der ISAF allerdings nicht das Ende der Präsenz von NATO-Truppen und schon gar nicht des … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Querbeet (IX)

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal Hörner in Flandern, zwei Regie-Sensationen, Krachbums im Kirschgarten und ein Flugschreiber. *** Schwarze Uniform, Goldknöpfe, weiße Handschuhe und ein Silberhorn an den Lippen: Es sind acht belgische Parade-Soldaten, die da allabendlich clock … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Hisbollah oder die Strafe Allahs

von Lutz Unterseher In Israel laufen gegenwärtig militärische Vorbereitungen für einen Luftschlag gegen die iranischen Atomanlagen. Und die Tatsache, dass Premierminister Netanjahu die größte Oppositionspartei, Kadima, mit an Bord seiner Regierungskoalition geholt hat, verheißt nichts Gutes. Sollte der Iran trotz … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Das deutsche Kapital und die Krise des Euro (II)

von Heiner Flassbeck, Genf Ich komme zurück zur Geschichte aus der vorangegangenen Ausgabe, deren Auflösung ich noch schuldig bin. Wir waren bei den Target-Salden der Europäischen Zentralbank (EZB) gelan­det und der von Prof. Sinn aufgestellten These, dass diese Salden eine … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Aus der Vogelperspektive

von Uri Avnery, Tel Aviv Am 15. Mai, dem Jahrestag der Gründung des Staates Israel, begehen die arabischen Bürger einen Tag der Trauer für die Opfer der Nakba („Katastrophe“) – den Massenauszug des halben palästinensischen Volkes aus dem Gebiet, das … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Das Gauck-Verständnis

von Uli Gellermann Liest und hört man deutsche Medien, dann ist dem ersten Pfarrer im Bundespräsidentenamt nur ein einziger bemerkenswerter Satz bei seinem Israel-Besuch gelungen: „Ich will mir nicht jedes Szenario ausdenken, welches die Bundeskanzlerin in enorme Schwierigkeiten bringen könnte … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Die Geburt eines virtuellen Raketenschildes

von Hermann Hagena Anders Fogh Rasmussen, seit 2009 Generalsekretär des „mächtigsten und erfolgreichsten Verteidigungsbündnisses der Geschichte“, verkündete auf dem NATO-Gipfel in Chicago große Freude: Ab dem 20. Mai des Jahres Zweitausendzwölf werde man das Bündnisgebiet und seine Bevölkerung gegen Angriffe … Weiterlesen


Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 23. Mai 2005, Heft 11

Böcke als Gärtner

von Ronald Lötzsch Als während der letzten »Popanz-Debatte« (so stern-Chefredakteur Petzold im Editorial zu Nummer 34/2004; siehe auch »Viel Wind um nichts« in Das Blättchen 18/2004) ruchbar wurde, wer dem zu gründenden »Rat für Rechtschreibung« vorsitzen würde, schwante mir nichts … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Brüder im Geiste?

von Hajo Jasper Von beklemmender Eindrücklichkeit ist ein weiteres Buch zum Thema totalitärer Gewaltherrschaft aus den Hause C. H. Beck. Nur dass es darin nicht allein das Massenmorden Stalins, sondern korrespondierend auch um das weitgehend zeitgleiche des Hitlerfaschismus geht – … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Marx als Texaner

von Axel Fair-Schulz, Potsdam, N.Y. Der neueste Bundespräsident Joachim Gauck gefällt sich in seiner Rolle als Amerika-freundlicher Bildungsbürger, der die zumindest relative Offenheit der USA Einwanderern gegenüber lobend zur Kenntnis nimmt. Natürlich ist dabei nicht völlig klar, ob Gauck sich … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Mensch und Weltgeist …

von Helge Jürgs Besucht man Hermann Hesses zwölfjährigen Tessiner Wohnsitz, die Casa Camuzzi in Montagnola, hoch über der wundervollen Landschaft des Luganer Sees, steht man in dem dort eingerichteten kleinen Museum auch Hesses voluminöser Schreibmaschine gegenüber. Der dort eingespannte und … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

„Wäre das die Partei gewesen, die mich ertragen hätte …“

von Frank Burkhard Gute Biografien erzählen nicht nur ein Leben nach, sondern machen die gesellschaftlichen Umstände eines Lebens deutlich. Einige neuere Erinnerungs-Bände vergegenwärtigen uns die Kultur und Kulturpolitik in den beiden deutschen Staaten, und ein bisschen auch in dem dritten, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Paradies in schwerer Zeit

von Heinz W. Konrad Theodor Adorno, Lion Feuchtwanger, Fritzi Massary, Bert Brecht, Heinrich und Thomas Mann, Arnold Schönberg, Fritz Lang, Vicki Baum, Max Horkheimer, Alfred Döblin, Ludwig Marcuse … – welch eine Perlenkette von Namen, die für deutsche Kultur, einschließlich der … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Lebensspiegelung, gedoppelt

von Bernhard Schuster Wenn Volker Dittrich noch der Würdigung seiner verlegerischen Tätigkeit bedürfte: allein damit, dass er vor wenigen Jahren dem schriftstellerischen Oeuvre Edgar Hilsenraths mit einer zehnbändigen Werkausgabe zu einer verdienten Renaissance verholfen hat, wäre dies getan. Und zwar … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Kein Gott, ein Mensch

von Horst Jakob „Klar sieht, wer von Ferne sieht, unklar der, der Anteil nimmt“, besagt eine alte Volksweisheit, die den Chinesen zugeschrieben wird. Liegt es etwa daran, dass marxistische Geschichtsschreibung sich so schwer damit getan hat, das Leben ihrer Säulenheiligen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Charmante Empörung

von Kai Agthe Er ist im besten Sinne von Nietzsches Diktum ein „guter Europäer“: Stéphane Hessel. Der 1917 in Berlin geborene Diplomat, der 1924 mit seinen Eltern nach Paris zog und 1937 die französische Staatsbürgerschaft annahm, ist in den letzten … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Stalinismus

von Hajo Jasper „Als N.I. (Nikolai Iwanowitsch Bucharin, H.J.) während der Kollektivierung durch die Ukraine fuhr, standen an den Bahnstationen viele Kinder mit vom Hunger aufgeblähten Bäuchen. Sie bettelten um Almosen. N.I. verteilte sein ganzes Geld an sie. Das war … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Willy Brandt in Erfurt

von Jan Schönfelder / Rainer Erices Mit der Bundestagswahl vom 28. September 1969 waren die Weichen für den ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler in der Geschichte der BRD, für Willy Brandt, gestellt worden. Rasch nach Regierungsübernahme wurden gegenüber der UdSSR, aber auch … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Dem sozialen Ausgleich verpflichtet

von Horst Möller Auf immerhin 6,1 Prozent kommt deutschlandweit die Gilde der Schrebergärtner, die sich auf 15 000 Vereine verteilen und sich in insgesamt eine Million Parzellen tummeln. Deren Wohl und Wehe lässt sich der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. angelegen sein, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Editorial

Bücher zu empfehlen, braucht es keinen Anlass. Wir haben deshalb die Leipziger Buchmesse durchaus verstreichen lassen und warten auf die in Frankfurt erst gar nicht; dem Lesenden schlägt keine Stunde! Auch diesmal wollen wir – von einem jeweils höchst subjektiven … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Diener zweier Herren oder: Spagat unmöglich

von Werner Richter Hallo Edgar, lieber Most, nein, wir kennen uns nicht. Wir haben auch keine Schweine zusammen gehütet. Aber die Anrede geht in Ordnung, wir sind beide Thüringer. Da sind wir gewohnt, uns mit „Du“ anzureden, zumal wir beide … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Täter und Opfer der „guten Sache“

von Rita Rehling Hier ist die Rede von einem Roman, ein Genre, das aus Gründen einer begrenzten Bewältigungskraft im Blättchen eigentlich (leider) nicht besprochen wird. Dass diese Empfehlung dennoch hier Platz findet, ist dem hohen Maß an biografischer Authentizität zu … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Barbarische Blockade

von Alfons Markuske Unter den von Deutschen im Zweiten Weltkrieg begangenen zahllosen barbarischen Verbrechen ragen gleichwohl einige besonders hervor. Dazu zählt – neben der industriellen Vernichtung der europäischen Juden, der systematischen Ermordung von Millionen sowjetischer Kriegsgefangener und anderen Gräueltaten – … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 21. Mai 2012

Kurz & bündig

Ich, und nicht die Anderen Autobiografien sind en vogue. Das ist teils erfreulich, da viele davon einem den Zugang zu Werden und Sein von Personen erleichtern, die und deren Zeit  einen interessieren. Es ist teils aber auch ärgerlich, da mittlerweile … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Antworten

Wolfgang Schäuble, Oberkassenwart – Immer für eine Überraschung gut, haben Sie soeben und also mitten in den aktuellen Tarifrunden öffentlich für ein deutliches Lohnplus in Deutschland plädiert – surprise, surprise! Leider haben Sie sich dahingehend bedeckt gehalten, was Sie darunter … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Mamatas Machtspiele

von Edgar Benkwitz Die kürzlich erschienene Liste der einhundert „einflussreichsten Persönlichkeiten 2012“ des Time Magazine enthält neben Namen wie Obama, Merkel, Lagard auch die von zwei indischen Frauen. Beide sind in Indien auf sehr unterschiedliche Weise bekannt. Anjali Gopalan widmet … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Limericks (X)

von Thaddäus Faber Ein Sozi aus Merzig-Wadern hatte blaues Blut in seinen Adern. Das sei großer Mist, denn er sei kein Monarchist, so hörte man häufig ihn hadern. Ein Prinz aus der Kleinstadt Pekrun bekam im Schlossturm sehr viel zu … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Mexiko: Exportschacher kontra Menschenrechte

von Peter Clausing Im Frühsommer 2011 verwiesen Guido Westerwelle und Christian Wulff bei ihren Besuchen in Mexiko auf ein geplantes Abkommen zur Polizeizusammenarbeit. Solche bilateralen Abkommen hat Deutschland mit zahlreichen Ländern abgeschlossen – darunter einige, in denen massive Menschenrechtsverletzungen begangen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Der schöne Schein

von Sarcasticus Kaufen Sie auch hin und wieder – oder gar regelmäßig – billig beim Trendsetter H&M? Apropos H&M: Die regelmäßig im Stadtbild auftauchenden Großplakate des schwedischen Unternehmens mögen für männliche Autofahrer ja nicht ganz ungefährlich sein, unter rein ästhetischen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

„Broader Middle East“: Wirklich ein weites Feld!
Es dreht sich nicht alles um Iran und Israel

von Joscha Schmierer Kann man über den Frieden in der Welt und seine Gefährdung durch die Konflikte in Nordafrika und im Mittleren Osten noch sprechen, ohne über Günter Grass zu reden? Man muss es versuchen. Es gab noch selten einen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Wut und Zärtlichkeit

von Konstantin Wecker Mit dem Alter und der Plage stellt sich irgendwann die Frage: Ist es besser zu erkalten, lässt man alles schön beim Alten? Soll man sich die Wunden lecken, legt sich in gemachte Betten, statt die Kissen mit … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Manches war doch anders*: Der gestörte Kanal

von Hans-Peter Götz Dieser kurze historische Rückblick auf die Anfänge einer Normalisierung der Beziehungen zwischen der BRD und der DDR ab 1969 könnte auch „Willy Brandt in Erfurt“ betitelt sein. Die erste sozial-liberale Bundesregierung unter Willy Brandt Bereits machte sofort … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Männer mit Durchblick

von Henryk Goldberg Meine erste war ein richtiges Erlebnis. Ich hatte vorher gewusst, dass ich es mögen würde, und hatte so gut wie keine Angst. Irgendwie, vielleicht ging Ihnen das ja auch so, sah ich dann die Welt tatsächlich mit … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Bemerkungen

„Heißa, wir leben nicht mehr lang!“ Man will es einfach nicht glauben, aber der fünfte Monat des Jahres, der hat es wirklich in sich. Auf der einen Seite Liebes- und Wonnemonat und dann am Ende des Monats (genauer am 30. … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Novalis: frühromantisch, frühvollendet

von Kai Agthe Von Novalis geht eine Faszination aus, die junge Menschen, die auf der Suche nach sich selbst sind, ebenso teilen wie gestandene Philologen. Es war dieser frühromantischer Dichter, der mit der blauen Blume das Symbol ewiger Sehnsucht ersann. … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Dieter Hildebrandt wird 85 – eine Verneigung

Gewiss – gemäß Etikette gratuliert man niemandem vor dessen Geburtstag. Nur ist das bei einer Vierzehntageschrift eine Crux, denn wann hat man schon das Glück, dass ein zu würdigendes Jubiläum exakt auf den Erscheinungstag fällt. Andererseits – eine nachgereichte Gratulation … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Wandertrieb

von Renate Hoffmann Wenn im Frühjahr alles sprießt, dann sprießt auch dieser Trieb. Man weiß nicht so genau, was der eigentliche Grund für die Unruhe ist, die einen plötzlich überkommt, für die unstillbare Lust, durch Feld, Wald und Wiesen zu … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Ein bedenkwürdiges Museum

von Wilfried Schreiber Um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist kein Museum zur Verherrlichung von Krieg und Militär. Das neu gestaltete und im Oktober des vorigen Jahres wiedereröffnete Militärhistorische Museum in Dresden stellt differenziert und in einer modernen musealen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Am Pfaffenteich und an der Neiße

von F.-B. Habel „Die Kalina ist eine ganz besondere Beere, dunkler als die Heidelbeere, und sie ist ganz anders als Holunder“, bemerkte Wladimir Kaminer, der das Filmkunstfest Schwerin eröffnete, bei dem „Roter Holunder“ als Wassili Schukschins Meisterwerk aus dem Jahre … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

„O Israel! Du hast das Schwert geschliffen…“ Offener Brief an Wolfgang Schwarz

Durch die Macht der Argumente, Durch der Logik Kettenschlüsse Und Zitate von Autoren, Die man anerkennen müsse, […] Heinrich Heine. Lieber Herr Schwarz, nach einer Weile des Abwägens möchte ich es jetzt formulieren: Ihr Beitrag „Was auch gesagt werden musste“ … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Zwei Rotkehlchen in Zeiten wohltuender Anarchie. Bericht eines Kleingärtners

von Eckhard Mieder Ein Garten im Mai ist die reine Anarchie. Der Giersch macht sich unter den Brombeeren und am Zaun zum Nachbarn breit. Wie jedes Jahr, den kriegst du nicht weg, den Giersch. Der Löwenzahn leuchtet gelb überall und … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Kooperation statt Konfrontation

von Gabriele Muthesius Gäbe es ein Ranking der erfolgreichsten außen- und sicherheitspolitischen Konzeptionen des XX. Jahrhunderts, dann hätte Wandel durch Annäherung alle Aussichten auf Platz eins. Im Kern ging es darum, sich dem Osten, vor allem der Sowjetunion, auf neue … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Klassenfragen

von Bernhard Romeike Die bürgerliche Regierung hatte sich im Februar 2011 dazu verstanden, die Hartz-IV-Regelsätze für einen Erwachsenen zu erhöhen: um fünf Euro (in Zahlen: 5). Zuvor, im Februar 2010, hatte das Bundesverfassungsgericht die damaligen Hartz-IV-Leistungen für verfassungswidrig erklärt und … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Friederisiko

von Ulrike Krenzlin Das Kunstwort Friederisiko hat keinen Sprachreiz. Dennoch bringt es den Sinn der Ausstellung zu Ehren des 300. Geburtstags Friedrich des Großen auf den Punkt. Museumsleute und Forscher der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, mehrjährige Vorbereiter der … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Ausblendungen

Lieber Herr Quinkenstein, Ihre Entgegnung ist doppelt so lang wie der Stein des Anstoßes. Da mag ich jetzt nicht noch einen drauf setzen. Aber keine Replik geht auch nicht. Zur „verwickelten Historie“, auf die Sie mit Recht hinweisen, gehört – … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Tschechow-Depression, Hass-Radio, Blümchenkranz:
Neue Vielfalt beim Theatertreffen Berlin

von Reinhard Wengierek „Absolut ärgerlich“, schimpfen die einen. „Totaler Wahnsinn“, schreien andere. So geht das alle Jahre wieder im schönen Monat Mai seit 1964, als das Berliner Theatertreffen (TT) gegründet wurde – mitten im kalten Krieg, um in der Halbstadt … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 10 | 14. Mai 2012

Folgenreiches Wählen

von Erhard Crome Frankreich und Griechenland hatten die Wahl, und sie haben sie getroffen. In Frankreich gewann der Sozialist Francois Hollande die Wahl zum Präsidenten. In Griechenland wurde ein neues Parlament gewählt. Nea Dimokratia und Pasok, die überkommenen Parteien konservativen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Blick zurück nach vorn

von Korff Beim Blättern im Blättchen-Forum stieß Korff auf einen Eintrag von „Zitator“, aus dem zu ersehen, was die Junge Freiheit nicht nur vom neuen Bundespräsidenten erwartet, sondern auch, womit sie bei ihm sicher ist: „Sein Plädoyer für Vaterlandsliebe und … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Gruppenabend

von Thomas Zimmermann Böll zieht an seiner Zigarette und ich frage mich, wie ich Ingeborg später erklären soll, dass er auf ihre Plauerner Spitze ascht. Für jedes dieser kleinen, schwarz umrandeten Löcher wird sie mich gnadenlose auspeitschen – so gut … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Die Unkenntnis ist immer größer

von Martin Walser* Vergessensleistungen sind verlangt zur Fortsetzung des Lebens. Ich muß ehrlich sagen, der Gebrauch, den die Gebildeten von ihrer Bildung machen, ist oft vernichtend. Verkündigung. Tritt heute auf als Theorie. Der Auftritt im Namen von etwas, das mehr … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 12 | 11. Juni 2012

Fünfhundert Jahre Jenaer Literaturgeschichte

von Kai Agthe Im Jahr 1985 hat der Jenaer Germanist Detlef Ignasiak eine erstes Buch unter dem Titel „Das literarische Jena“ vorgelegt, das jetzt, gemessen an der Quantität, eine gewaltige Erweiterung erfahren hat. Der Geistesgeschichte der Universitätsstadt ist der aus … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 9 | 30. April 2012

Unterlassene Geiselnahme

von Herbert Bertsch Wie bekannt, kam es in der BRD am 17. August 1956 zum KPD-Verbot, worin die Verbreitung marxistischen Gedankengutes und der daraus auch abgeleiteten Staatspolitik der DDR eingesponnen waren, was unter anderem zu folgender erinnerungswürdiger „Aktion“ führte, deren … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 23. April 2012

Die Linke oder:
die liebevolle Pflege selbstverschuldeter Unmündigkeit

von Jörn Schütrumpf Vor über achtzig Jahren verzweifelte ein Tucholsky an der Infantilität seiner Adressaten: „Jeder hat ja so Recht.“1 Gebessert hat sich seitdem nichts. Nicht zuletzt deshalb steht kaum zu befürchten, dass unter Linken – und sei es auch … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Großes Gemurmel in Berlin: Der neue Regie-Star Herbert Fritsch

von Reinhard Wengierek Was wohl tun die Bücher im Bücherregal, fragt sich Herbert Fritsch, seit er lesen kann. Ganz einfach, sie murmeln vor sich hin. Und weil einst sein alter Freund, der ziemlich abwegige Schweizer Aktionskünstler Dieter Roth (1930-1998), den … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Der verzauberte See

von Klaus Wallendorf Es schimmert freundlich, hell und heiter im Sommermorgenlicht der See, ein Waldweg führt zur Lichtung weiter, im Ginster grast ein junges Reh. Ein tiefer Frieden prägt die Stille und atmet wundermilde Ruh’, so waltet stumm des Schöpfers … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Statistik und andere Lügen

von Heiner Flassbeck, Genf Deutschland geht es gut! Das ist die wichtigste Nachricht, die unsere Politiker zu Jahresbeginn zu vermelden hatten und in großen Zeitungsanzeigen unters Volk brachten. Danke Deutschland. Na dann, lehnen wir uns zurück und betrachten das wunderbare … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Narziss im Wunderland. Karl May zum 100. Todestag

von Matthias Käther Franzosen und Russen gehört das Land, Das Meer gehört den Briten, Wir aber besitzen im Luftreich des Traums Die Herrschaft unbestritten. Heinrich Heine 2007 bastelten Anja Viohl und ich an einem Karl-May-Feature für den RBB. Und Anja … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Brisante Story für fette Profite

von Michael Schulze von Glaßer Am 25. Oktober 2011 erschien in Deutschland das Videospiel Battlefield 3 – nicht irgendein Spiel. Der First-Person-Shooter* des US-Softwareunternehmens Electronic Arts ist eines der aufwändigsten und imposantesten Videospiele der letzten Jahre. Battlefield 3 wurde in … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

US-Wahlkampf – Negative Entwicklungen in der amerikanischen politischen Kultur

von Karsten D. Voigt Wir sind und bleiben den USA durch gemeinsame Interessen und Werte verbunden. Die USA sind und bleiben unser wichtigster Partner außerhalb der Europäischen Union. Und doch ändert sich etwas in unserem Verhältnis. Dabei müssen Veränderungen im … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Ein Glückwunsch für Fouqué

von Renate Hoffmann Der Anfang begann am Ende. Auf dem Alten Garnisonfriedhof in Berlin. Eine stille Insel inmitten der Stadt. In der Nachbarschaft eines Generals der Kavallerie und des Hauptmanns a. D. von Puttkamer, „Special-Director der Berlin-Potsdamer Eisenbahn“,  steht sein … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Limericks (IX)

von Thaddäus Faber Ein Stadtkaplan aus Livorno, der sah für sein Leben gern Porno, ergab sich dem Suff, ging oft in den Puff und grüßte stets höflich: „Buon giorno!“ Ein Frankophiler aus Brüssel, der hatte am Kopf einen Rüssel. Keine … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Kleidung, Macht, Leute – Anzügliches (Teil IV: Maskulines – Fortsetzung)

von Lutz Unterseher Fall 3  – Cyril Ramaphosa: Ende März 1993, an einem schönen Herbstnachmittag in Johannesburg: Empfang anlässlich der Eröffnung des Büros einer deutschen Parteistiftung. Eingeladen waren Vertreter_innen der lokalen Presse, Funktionäre des African National Congress (ANC) sowie Offiziere … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Mein Name ist Hase …

von Frank-Rainer Schurich Als in der „Wende“ ein damals noch wenig bekannter CDU-Lokalpolitiker seine Rede mit den Worten „Meine Name ist Hase…“ begann, intonierte das Berliner Kundgebungsvolk fast geschlossen und wie aus der Pistole: „… und ich weiß von nichts.“ … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, einen herzlichen Dank an alle PDF-Abonnentinnen und -Abonennten sowie Spenderinnen und Spendern, die in den vergangenen Wochen zur Finanzierung des Blättchens beigetragen haben. Der Zufluss an finanziellen Mitteln reicht nunmehr aus, um die laufenden Kosten für … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Gysi, Griechenland und „Versailles“

von Helmut Donat Deutschland ist ein hoffnungsloser Fall. Der geschichtsklitternde historische, politische und deutschnationale Umgang mit der Vergangenheit, der nach dem Zweiten Weltkrieg immer wieder fröhliche Urständ feiert, hat nun auch die Partei „Die Linke“ erreicht. Endgültig. Im Bundestag lehnte … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Das lachende Biest

von Uri Avnery, Tel Aviv Wenn ich dem Ruf meines Herzens folgte, würde ich an unsere Regierung appellieren, die israelische Armee nach Syrien zu senden, die Assad-Gang aus Damaskus zu vertreiben, das Land der syrischen Opposition oder der UN zu … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Blasen und Bedeutung. Nachrichten aus der Debattiermaschine (XII)

von Eckhard Mieder Wieder hat sich eine Blase gebildet. Nicht nur eine, diesmal sind es gleich mehrere, und es sind Preisblasen. Die hätten sich zweieinhalb Jahre nach der Lehman-Pleite aufgepustet, weil billiges Geld in den Markt gepumpt worden sei. Dieses … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Erich-Fromm-Preis für Georg Schramm

Wie gratuliert man jemandem zu einem – weiteren  – Preis, dem zumindest die politisch denkende und wachsame Minderheit hierzulande eh´ an den Lippen hängt, weil er schneidenden Scharfsinn, dialektische Argumentation bis hin zur Polemik, germanistikgerechte Beredtheit und nicht zuletzt menschlichen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Killer vom Himmel

von Sarcasticus Es soll ja in den USA Menschen geben, für die Barack Obama immer noch eine Art Hoffnungsträger ist und die ihn wiederwählen werden. Dafür kann man sogar ein gewisses Verständnis aufbringen, wenn man sich das Personal betrachtet, dass … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Organspende – kein Licht am Ende des Tunnels

von Viola Schubert-Lehnhardt Im Juni 2011 veranstaltete der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages eine Sachverständigenanhörung zum Thema „Ethische und rechtliche Aspekte von Organspenden“. Dort wurde unter anderem die Frage diskutiert, ob eine „Änderung des Rechtsrahmens“ notwendig sei, um die Anzahl der … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Mir nach, Canaillen!

von Korff Ohne im Rätsellöser nachschlagen zu müssen: Dies ist der Titel eines Mantel-und-Degen-Films der DEFA von 1964 unter Regie von Ralf Kirsten mit einem besonders prominenten Schauspieler (nicht Hans-Peter Korff, wenn auch naheliegend!). In den gebildeten Ständen zitiert man … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Manches war doch anders*: Ein „Braunbuch“ mit Spätfolgen

von Norbert Podewin Zeitgeschichtliche Spurensuche nach „braunen Keimträgern“ beim Aufbau des Bonner Staatsapparates hat derzeit Konjunktur. So erschien 2010 das fundierte Werk der Historikergruppe Conze, Frei, Hayes und Zimmermann sowie zahlreicher weiterer Autoren – „Das Amt“. Gemeint ist das Auswärtige, … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Christa Wolf in Essays, Reden und Gesprächen

von Kai Agthe Was bleibt? Von Christa Wolf (1929-2011) neben einem stattlichen Prosa-Gesamtwerk nun auch noch ein Band mit Essays, Reden und Gesprächen, der den von dem Philosophen Johann Georg Hamann geliehenen und sokratisch inspirierten Titel trägt „Rede, daß ich … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Laudatio auf Georg Schramm*

von Thomas Gebauer Sehr geehrter Herr Funk, lieber Georg, sehr geehrte Damen und Herren, was sagt man Lobendes über jemanden, den eigentlich alle, zumindest alle, die einem selbst wichtig sind, längst schätzen? Sie haben es gehört: Mit so ziemlich jedem … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Atomkraft?: Na gut, wenn es sein muss!

von Katarzyna Grajner Die Atomenergie in Deutschland wird laut und öffentlich verpönt. Die Bürger scheinen solide über sämtliche Kurz- und Langzeitrisiken der Kernkraftenergie informiert zu sein. Nicht nur die Nachteile, sondern auch die mäßige Effektivität der Atomenergie, die mit den … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Antworten

Max Uthoff, Kabarettist – Sie klärten uns kürzlich auf: „Europa war immer eine Kopfgeburt. Bedenken wir nur den mythologischen Ursprung: Europa, das war ja eine phönizische Königstochter, die von Zeus in Stiergestalt nach Kreta über-, äh, entführt und dort von … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Bemerkungen

Von Vaterlandsliebe […] J a, w i r  l i e b e n  d i e s e s  L a n d. Und nun will ich euch mal etwas sagen: Es ist ja nicht wahr, daß jene, die … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Auf dem roten Teppich

von Wolfgang Brauer Die diesjährige Berlinale ist Geschichte. Zwei der unsrigen waren vor Ort. Daher nachfolgend noch einmal – alles auf Anfang. Die Redaktion Da liegt es wieder, das breite rote Ungetüm vor dem Musical-Haus am Potsdamer Platz und alle … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Freiheit und Sicherheit – Rückblick eines Sozialdemokraten

von Karsten D. Voigt Als ich im März 1972 – damals nicht mehr als Vorsitzender, sondern als stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungsozialisten – darauf hinwies, dass der Bonner Staatsapparat mit ehemaligen Nationalsozialisten durchsetzt sei, widersprach mir der damalige Bundesaußenminister Genscher und … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Manches war doch anders* – Als die FDP noch Deutschlandpolitik machte

Die Professoren Dr. sc. Hermann von Berg und Dr. habil. Herbert Bertsch waren nacheinander von 1962 bis 1970 die Leiter des „Westbereichs“ im Presseamt beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR. Danach wurde dieses Arbeitgebiet auf das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Kiesinger, seinesgleichen und die NPD

von Korff Aktivitäten von Nazis, zunehmend korrekt „Nationalsozialisten“ genannt (ein Schelm, wer  das Prinzip einer sprachlichen Nähe zu jeglichen Sozialismen dahinter vermutet) und Spekulationen um die NPD haben wieder einmal Konjunktur, womit auch weniger Interesse, Zeit, Platz und Unmut für … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Obamas Unterlassungssünden

von Axel Fair-Schulz, Potsdam, N.Y. Jeder halbwegs informierte Mensch weiß inzwischen, dass Barack Obama ein brillanter und eloquenter Redner ist. Wohltuend unterscheidet sich der jetzige Präsident schon diesbezüglich von seinem texanischen Amtsvorgänger, dem Stil und Grammatik der englischen Sprache weitgehend … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Dubiose Blicke aus dem All

von Matthias Monroy Seit 1998 errichtet die Europäische Union ein Aufklärungssystem, das auf Satelliten basiert. Die unter dem Namen Global Monitoring of Environment and Security (GMES) firmierende Plattform entsteht parallel zum Satellitenpositionierungsdienst Galileo und soll die bereits existierende Satellitenaufklärung einiger … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

In memoriam Lisa Abendroth

von Andreas Diers Lisa und Wolfgang Abendroth haben sich 1942 kennen gelernt, und nach ihrer Heirat lebten sie ständig zusammen. In der Folgezeit hat es dann keine Handlung, keine Aktion, keine Publikation Wolfgang Abendroths mehr gegeben, die sie nicht miteinander … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Hinter den grünen Lichtern

von Frank-Rainer Schurich Die Kriminaltaktik erklärt bekanntlich, in welchen Schritten sowie mit welchen Mitteln und Methoden eine kriminalistische Untersuchung zu erfolgen hat. So gibt es bei der deutschen Polizei noch immer den ziemlich martialischen Begriff des Ersten Angriffs, obwohl es … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Erwin Kohlmann – Verspäteter Nachruf

von Hans-Peter Götz Es war ja keineswegs so, dass Autoren aus dem Westen in der DDR nicht verlegt worden wären – im Gegenteil: Böll, Hemingway, Sartre, Moravia, Remarque und viele andere hatten ihre Auflagen. Allerdings waren die, obwohl man heute … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Die Geisterhand

von Margit van Ham Gestern habe ich Max getroffen. Der wirkte verwirrt und ich hatte den Eindruck, dass er nicht so erfreut war, mich zu erblicken. Da er sonst keinen kleinen Flirt mit mir auszulassen pflegte, war ich erstens schwer … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Die deutsche Berlinale

von F.-B. Habel Die Berlinale ist nicht nur das größte internationale Filmfestival auf deutschem Boden, es ist auch das größte des deutschsprachigen Films. In fast allen Sektionen laufen deutsche Filme, und nicht wenige sind Weltpremieren. Das gilt natürlich in erster … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Begegnung am Tegernsee. Deutsche Heimatgeschichte

von Eckhard Mieder Am dritten Tag kam es heraus. Wieder war uns ein Teller mit Ananas-Scheiben zusätzlich zum Frühstück serviert worden. Wieder schabten wir Kiwis aus und tranken Obstsäfte. Als der Mann, der auch am dritten Tag mit am Tisch … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Mein Freund Theo & die Bratsche

von Klaus Wallendorf Mein vor einiger Zeit in gesegnetem Alter verstorbener Freund Theo, der Dachschindelhändler in Piding bei Freilassing war, ist schuld daran, dass ich in den Siebzigerjahren zu der Überzeugung gelangte, die Bratsche sei ein leicht spielbares Instrument, das … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Limericks (VIII)

von Thaddäus Faber Ein Beamter aus Eckernförde ging täglich in seine Behörde und schlief im Büro. Er wurde dennoch nicht froh, weil mancher Bürger ihn störte! Eine üppige Lady vom Nil, hatte vom Kopf bis zum Zeh Sex-Appeal. Darum pennte … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Demokratischer Kapitalismus?

von Heerke Hummel Über das Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus sinnierte unlängst Dirk Kurbjuweit im Spiegel. Unter dem viel sagenden Titel „Rückkehr der Ruchlosen“ waren da manche Wahrheit, viel Halbwahrheiten mit Widersprüchen und auch Irrtümer niedergeschrieben. „Rettet den Kapitalismus!“ hätte … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Kleidung, Macht, Leute – Anzügliches (Teil I: Feminines / Vergangenheit)

von Lutz Unterseher In dieser kleinen Studie geht es um die „Kleidung politischer Macht“. Politische Macht und das Merkmal „männliches Geschlecht“ korrelieren miteinander. Zwar ist im Bereich der so genannten westlichen Zivilisation diese Korrelation in den vergangenen Dekaden etwas schwächer … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Antworten

Ralph Giordano, Publizist – In einem Leserbrief zu einem kürzlich im Spiegel erschienen Beitrag, der die allgemeine Durchseuchung des Staatsapparates der Bundesrepublik mit Funktionsträgern des Dritten Reiches, darunter Kriegsverbrechern, von der Nachkriegszeit bis weit in die 60er Jahre zum Gegenstand … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Sicherheitsfragen

von Erhard Crome Die „Münchner Sicherheitskonferenz“ hat eine lange Tradition. Sie entstand 1962 als „Wehrkundetagung“, auf der wichtige Einschätzungen der internationalen Lage und für die NATO-Politik zu ziehende Schlussfolgerungen formuliert werden. Hochrangige Militärs und Politiker diskutieren, beschlossen wird nichts, aber … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Retten wir den Kinderfilm!

von Frank Burkhard Nach wie vor ist die Situation des unabhängigen deutschen Kinderfilms prekär. Ein Blick in die Liste der von deutschen Filmförderungen geförderten Stoffe und Projekte zeigt, dass der unabhängige deutsche Kinderfilm eigentlich dringend auf die Rote Liste der … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Bemerkungen

Man hatte dringend geraten … Man hatte dringend davon abgeraten, den Wald abzuholzen. Das Ministerium bestand darauf aus wirtschaftlichen Gründen. Ein halbes Jahr später begrub eine Geröll-Lawine den darunterliegenden Ort. Der Minister erschien anlässlich des Treffens der bayrischen Bahnbesitzer und … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Preußische Mythen

von Alfred Askanius 2010 stellten wir in Rest-Preußen fest, dass wir eine tolle Königin hatten, um die uns alle beneiden. Weil unsere Luise wirklich Königin war und nicht nur die Geschiedene eines möglichen Thronfolgers, eine wirkliche Königin unserer Herzen nämlich. … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Andacht bei Thomas Mann

von Heinz W. Konrad, Zürich Betritt man diesen Raum, stellt sich sofort Vertrautheit her. Wiewohl, oder grade weil man sein Interieur zu kennen meint – hier steht man ihm nun direkt gegenüber: dem neubarocken Mahagoni-Schreibtisch mit den unverzichtbaren Utensilien, dem … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Das Zucken einer Oberlippe

von Lothar Quinkenstein DAS ZUCKEN EINER OBERLIPPE das zweideutige Spiel an der Manschette Erregungen von denen Kathedralen zeugen Deponien nicht mehr zu wissen an Denkstätten wes Geistes Kind der Geist beschließ den Tag mit diesen Krümeln im Weiß eines Waschbeckens … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 3 | 6. Februar 2012

Im Gespräch mit – Dieter Hildebrandt

Das Blättchen startet mit dieser Ausgabe eine neue Rubrik, die künftig – in zwar durchaus unregelmäßigen Abständen – zum festen Inventar unseres Magazins werden soll: Im Gespräch mit … . Den Auftakt macht ein Interview, das mit Dieter Hildebrandt zu … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 2 | 23. Januar 2012

Korff und höhere Mathematik

von Korff Korff, der eigenen Schulpflicht schon länger entronnen, ist ein Befürworter derselben, wie auch von „Angelesenem“, „Angenommenem“, „Angelerntem“ und so weiter, später zusätzlich „Anempfundenem“ – aus der Erfahrung, dass es ohne all so’n Kram offenbar zwar auch geht. Aber … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 2 | 23. Januar 2012

Reinhard Heydrich und die Wannsee-Konferenz

von Gabriele Muthesius Am 20. Januar jährte sich zum 70. Male der Tag der Wannsee-Konferenz, ein Ereignis, das nach dem Zweiten Weltkrieg neben den Namen solcher Vernichtungslager wie Auschwitz, Birkenau, Majdanek oder Treblinka zu einem Synonym für die industrielle Ermordung … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Allianzen des Misstrauens

von Erich Schmidt-Eenboom Immer wieder sonntags versichern sich die Spitzen der Nachrichtendienste der NATO-Staaten, was für eine fruchtbare Partnerschaft doch die Mitglieder der klandestinen Community verbindet. Und da sind stets dieselben Lieder: Lieder von der gemeinsamen Front, an der man … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 2 | 23. Januar 2012

In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser, wir hoffen, dass Ihnen der Jahrgang 2011, der insgesamt 14. des Blättchens – neben 26 regulären immerhin auch drei Sonderausgaben – aufregende, anregende und nicht zuletzt auch vergnügliche Lesestunden beschert hat und manche Ausgabe vielleicht in … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Am deutschen Wesen

von Heiner Flassbeck, Genf Wenn jemand eine Entschei­dung trifft, sollte er auch dafür einstehen. Kompetenz und Haf­tung, hieß es in guten alten Zeiten, gehören zusammen. Das ist heute nicht mehr so, jedenfalls nicht überall und ins­besondere nicht in Europa. So … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Bombige Geschäfte

von Wolfgang Schwarz Zuerst die gute Nachricht: Der offizielle Rüstungsexportbericht der Bundesregierung für das Jahr 2010 ist noch vor dem Jahreswechsel 2011 / 2012 erschienen und damit um einiges schneller als manche Vorgängerversion. Und noch eine gute Nachricht – zumindest … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

NATO 3.0 oder: Der Nordpakt kommt

von Uli Cremer Im Dezember stritten sie sich mal wieder wie die Kesselflicker: Beim NATO-Russland-Rat hatten sich beide Seiten trotz langjähriger Diskussionen nicht über die NATO-Raketenabwehrpläne verständigen können. Moskau drohte mit der Stationierung von Kurzstreckenraketen in Kaliningrad, so dass sich … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Die koreanische Frage

von Erhard Crome Mit dem Wachwechsel von Kim zu Kim in Pjöngjang war Nordkorea wieder in den Medien, auch hierzulande, nicht aber die koreanische Frage. Gibt es überhaupt eine „koreanische Frage“? Das mag mancher hier fragen. Unter postmodernen Perspektiven mag … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Eurasischer Dialogpartner

von Peter Linke, Moskau Die Notwendigkeit einer engen Kooperation zwischen Brüssel und der in Peking ansässigen Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ)* wird nur verstehen, wer sich die geopolitische Bedeutung Zentralasiens für das heraufziehende 21. Jahrhundert bewusst macht. Neben der Arktis … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Wa(h)re Demokratie im heutigen Amerika?

von Axel Fair-Schulz, Potsdam, N.Y. Man muss schon ein recht dickes Fell haben, um die Fernsehdebatten und andere Auftritte der amerikanischen Konservativen zu ertragen. Und für sich entscheiden, ob es sich da mehr um ein äußerst peinliches politisch-ideologisches Kasperle-Theater oder … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Standesdünkel und Zeitung

von Ignaz Wrobel „Sehr geehrte Redaktion! Bestelle hiermit Ihr Blatt ab,  da ich als Telegrafenbauobersekretär Anstoß nehme, wie unsre Belange …“ Der Berufsdünkel sitzt dem Deutschen tief im Blute – und statt nur über die Junker zu wettern, sollte er … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

20. Oktober 1961 – Geburtsstunde von „Klein-Istanbul“

von Norbert Podewin Am 18. Juni 1948 erfolgte durch die westlichen Besatzungsmächte die provokatorische öffentliche Aufkündigung des Potsdamer Abkommens: Sie ordneten für ihre Zonen eine insgeheim vorbereitet Währungsreform an, die Einführung der D-Mark West. Damit war die vierseitige Vereinbarung vom … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Querbeet (V)

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal eine Super-Kugel, viele Super-Kisten, Prekariatsaufstand, Pressbanditen und 600 Schweizer Franken. *** Zwei Türme, der eine grüßt von der Burg mit asiatisch flachem Spitzhut, der andere vom Opernhaus mit neubarock gewuchteter Haube. Zwischen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Guttenbergs größte Dummheit und (s)eine neue Partei der Mitte

von Kai Agthe So steil der Aufstieg, so tief der Fall. In den kurzen zehn Jahren seiner politischen Karriere hatte es Karl-Theodor zu Guttenberg so weit gebracht wie kaum ein aufstrebender Politiker. Er war, noch keine vierzig Jahre, erst Bundeswirtschafts- … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Aufgeregtheiten und Illusionen. Aus der Debattiermaschine (XI)

von Eckhard Mieder Manchmal wüsste ich gern, was jene Millionen Menschen denken, die weder Zeitungen lesen noch die Nachrichten des Fernsehens schauen. Die gibt es schließlich, vermute ich. Die Riesenschar derjenigen, die nicht mal die Bild-Zeitung lesen und auch nicht … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Ein Brief

von Lothar Quinkenstein Parkbänke in der Morgensonne, Geruch gemähter Wiesen, Seedunst mit Trauerweiden, Anglergeduld. Kehr noch nicht um, vergrößere den Bogen, nach Mittag erst geh in die Stadt zurück, wenn die pastellfarbene Sorgfalt der Kuchenpäckchen in den Straßen knistert. Jetzt … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Theater, Theater

von Renate Hoffmann Andrea Palladio (1508-1580), der eigentlich Andrea di Pietro della Gondola hieß. „Architetto Vicentino“ – Architekt aus Vicenza. Geboren in Padua als Sohn eines Müllers. Ausgebildet zum Steinmetzen und Bildhauer. Baumeister, Theoretiker seines Faches, Begründer einer Stilrichtung, des … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Unerhörtes von Urspruch, Thuille und Wolff

von Jens Knorr Wer kennt nicht Liszt, Ferencz, – doch wer kennt seinen Schüler Anton Urspruch? Wer kennt nicht Strauss, Richard, und Pfitzner, Hans, und vielleicht auch noch von Schillings, Max, – doch wer kennt ihren wackeren Mitstreiter, den Vater … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Ein guter Europäer im besten Sinne Nietzsches

von Anne Dresden In einem Filminterview, das 2005 mit ihm in Weimar geführt wurde, sagte der damals 88-jährige Stéphane Hessel, dass er eine seinem jeweiligen Alter entsprechende Anzahl von Gedichten auswendig können möchte. Jetzt dürfte die Zahl der lyrischen Texte … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Limericks (VII)

von Thaddäus Faber Ein Chirurg aus der Klinik Herzberge ging beherzt und energisch zu Werke: „Egal, was passiert, es wird amputiert!“ Aus Recken machte der Zwerge. Eine Solistin aus der Algarve spielte gemütvoll die Harfe. Auch als Bläserin war sie … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Und das wird – 2012

von Horst Evers Januar Ende Januar wird die Berliner S-Bahn dann doch noch von einem plötzlichen, nicht vorhersehbaren Winter überrascht. Jede Menge Wetter lässt den Betrieb wieder völlig zusammenbrechen. Berlin jedoch reagiert diesmal anders. Es entwickelt sich ein neuer Megatrend … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Bemerkungen

Auf Ehre und Gewissen Ei freilich, Herr Wulff – ob nun rechtlich belangbar oder nicht – ist ein Vorteilsnehmer. Anders sind weder der Privat- noch der amtliche Bankkredit für sein Häusle zu bewerten. Das ist die eine Seite. Die mediale … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Des deutschen Rechtsstaates linke Malaisen

von Korff Als Neues Deutschland in der Wochenend-Ausgabe vom 17. / 18. Dezember 2011 in der Aufmachung einen Teil ihrer Mitarbeiter – mit Foto – als Selbststeller für „Linksextremismus“ offenbarte, gab es – zum Teil noch anhaltend – Zustimmung bei … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Unnütz? Vielleicht. Informativ? Durchaus!

von Frank Ufen Die Brille wurde Ende des 13. Jahrhunderts in der Toskana erfunden. Erstaunlicherweise dauerte es mehrere Jahrhunderte, bis auch die arabische Welt und China sich diese Errungenschaft zunutze machten. In Koydls Augen hat dieser Umstand weitreichende Folgen gehabt. … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Antworten

Max Uthoff, Kabarettist – Sie resümierten kürzlich: „Helmut Kohl hat sich im Zuge der Finanzkrise auch wieder zu Wort gemeldet. Das ist das Bizarre an der Euro-Krise, dass ihr Schrecken alleine noch nicht ausreicht, nein, sie provoziert auch ständig Wortmeldungen … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Serviervorschlag für Christian Wulff

Während die hechelnde Medienmeute nahezu im Stundentakt neue Unterstellungen gegen Christian Wulff veröffentlicht, ist im Bundespräsidialamt eine Rücktrittsrede vorbereitet worden, die dem Blättchen exklusiv vorliegt. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll der Entwurf aus der Feder des langjährigen medialen Mitstreiters und vormaligen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 5. Dezember 2011

Alle Jahre wieder

Es weihnachtet sehr. Wir dürfen dies bereits seit Wochen wahrnehmen, nicht zuletzt an der Tagwerdung der Nächte durch entsprechend heimelige Beleuchtung. Nicht jeder allerdings – und die meisten der Blättchen-Leser, die wir persönlich kennen, schon gar nicht – gibt sein … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 5. Dezember 2011

Anti-Heilgenbilder

von Thomas Behlert Oh Gott, was werden das alles wieder für Jahresrückblicke bei den einschlägigen Fernsehsendern sein. Katastrophen bekommen eine nette Aufbereitung, sportlich doofe Höhepunkte (Vettel!) gigantisches Lob, das politische Versagen der FDP und das schmierige Verhalten des alten neuen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 5. Dezember 2011

2050

von Gabriele Muthesius Ein mongolisches Sprichwort empfiehlt: „Sag deine Zukunft nicht voraus, ehe sie nicht geschehen ist.“ Trotzdem wird es immer wieder versucht, und die Sache ist ja auch nicht ohne Reiz. Um es gleich vorweg zu sagen – der … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 5. Dezember 2011

Keine Provokation

von Hermann-Peter Eberlein Eine Provokation nennt Matthias Matussek sein Plädoyer für den Katholizismus – wenn es doch eine wäre! Wider den gottlosen, den platten, formlosen, den kommerziellen Zeitgeist will er anschreiben, ein Lebensthema einkreisen, ein Bekenntnis ablegen. Herausgekommen ist ein … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 5. Dezember 2011

Zur Anatomie eines Machtstaates

von Hans-Peter Götz Wer Verschwörungstheorien, zumal um 9/11, liebt, der wird beim neuen Greiner nicht auf seine Kosten kommen. Der Autor ist kein Anhänger derselben und setzt sich in der vorliegenden Schrift auch nicht groß mit ihnen auseinander. Sein Fazit … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Der verpaßte Nazi-Stopp

von Robert M.W. Kempner* Während der Jahre von 1928 bis 1930 schwollen die Wählerstimmen für die National Sozialistische Deutsche Arbeiterpartei von 810 000 am 20. Mai 1928 auf 6 400000 am 14. September 1930 an. In dieser Zeit wurde die … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Am Abgrund

von Heiner Flassbeck, Genf Wenn man wie ich in der letzten Woche durch die Welt reist und Wirtschaftskonferenzen besucht, muss einem Angst und Bange werden. Die Unsicherheit der professionellen Ökonomen, aber auch der normalen Bürger ist mit Händen zu greifen. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Wachstumskritiker auf der falschen Seite der Barrikade? Zur Schelte Lucas Zeises

von Frank Adler Lucas Zeise, Ökonom und bekannter Kolumnist der Financial Times Deutschland, hat jüngst die Wachstumskritik scharf kritisiert (siehe: Marxistische Blätter 4 / 2011). Zweien der unzutreffenden Pauschalurteile aus seinem Beitrag „Vom Lob des Verzichts. Wo die Wachstumskritiker landen“ … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Bemerkungen

Ehrenbezeigung Es pappte ihm an wie ein Markenzeichen, und es war – à la long gesehen – vielleicht weniger Segen, obwohl es ihn über Nacht bei einem großen Publikum bekannt gemacht hatte, als Fluch, und er hätte es möglicherweise kein … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Beutezug. Wladimir Putin im Visier des BND (II)

von Erich Schmidt-Eenboom Der BND war in der zweiten Hälfte der 80er Jahre sehr gut über die Aktivitäten der Dresdner KGB-Residentur unterrichtet. Das verdankte er seiner Agentin, die dort als Dolmetscherin des KGB-Obersten und seines Adjutanten saß. Frau Sch., Deckname … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Ein großes Unternehmen

von Hartmut Pätzke Die Max Liebermann Gesamtedition der Briefe ist auf acht Bände angelegt. Der Maler und Graphiker Max Liebermann (1847-1935) ist als Publizist und Briefschreiber bekannt. Es ist ein Glücksfall, dass die Bemühungen des Dresdners Ernst  Braun um das … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Umkämpfte Meere

von Andreas Seifert Aufmerksame Zeitungsleser und Fernsehzuschauer haben es schon längst bemerkt: Die Marine ist hoch im Kurs. Das seit Jahren gepflegte Image eines Export orientierten Deutschlands und dessen „maritimer Abhängigkeit“ soll sich endlich in auch in seiner maritimen Stärke … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Tür an Tür: Polen und Deutschland

von Ulrike Krenzlin Als Studentin bin ich immer wieder nach Polen gereist. Es ging um Geheimnisse deutsch-polnischer Geschichte. Damals zogen mich jene Stätten an, in denen die 1.000-jährige Nachbarschaft deutsch-polnischer Beziehungen Kunstwerke von europäischem Rang hervorgebracht hat. Alle stehen sie … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Zwei bittere Pillen. Anmerkungen zur Polenpolitik der DDR

von Holger Politt, Warschau Weil die Sowjetunion als Siegermacht ihre Grenzen in Europa im Vergleich mit der Situation vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs weit nach Westen vorlagern konnte, galt es im Stalin-Lager zwei neue Fragen zu entscheiden. Erstens die … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Europäische Perspektiven

von Erhard Crome Am Beginn des 20. Jahrhunderts litt Europa am „deutschen Dilemma“, ähnlich dem des alten Reiches bis zum Westfälischen Frieden von 1648: Deutschland war größer und an Ressourcen reicher als jeder andere europäische Staat (abgesehen von Russland), aber … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Am Kleistgrab

von Wolfgang Brauer Ich war heute am Kleinen Wannsee. Am Kleistgrab. Ich war nicht allein. Erst standen etwa 200 Menschen auf dem kleinen Plateau zwischen Bismarckstraße und Seeufer, dann kamen etwa 100 bedeutende Persönlichkeiten unter Anführung des Bundestagspräsidenten dazu: Das … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Querbeet (III)

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal Adventskerzen, Frauenpower, Erbsentheater und Sachsen-Stars. * Alle Jahre wieder: Eibe oder Blaufichte? Wurscht; Hauptsache, vier dicke rote Kerzen für den Kranz. Neuerdings aber mit „banztsch“! Bitte, mit was? „Kerze mit banztsch“, wiederholt … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Alternativen in der Systemkrise

Georg Schramm alias Lothar Dombrowski erinnert sich* Ich erlaube mir in bester polemischer Absicht zu behaupten, dass es eine dreiste Lüge ist, Tag für Tag das Regierungshandeln als alternativlos zu verkaufen, weil keine historischen Vorbilder für die gegenwärtige Finanzkrise existieren. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Eisern Union – football is coming home

von Helfried Jordan Was den Profisport betrifft, so hat man allen Anlass, Ethik und Moral dort nur noch als Spurenelement  zu vermuten. Vielmehr ist längst, längst knallhartes Geschäft geworden, was einst als zwar individuell oder kollektiv ehrgeizige, sonst aber harmlose … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

65 Jahre Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

von Liesel Markowski Von einem „kleinen Jubiläum“ ist die Rede, wenn das nunmehr  65jährige Bestehen des einstigen Rias-Symphonie-Orcheters gefeiert wird. Man begeht diesen Geburtstag als Deutsches Symphonie-Orchester (DSO) mit mehreren Abenden in der hauptstädtischen Philharmonie. Dabei ist auch zu bedenken, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Nicht Leonardo, Botticelli war’s

von Renate Hoffmann Fraglos beherrschte sie die Ausstellung „Gesichter der Renaissance“ im Berliner  Bode-Museum. Cecilia Gallerani, die „Dame mit dem Hermelin“, von Leonardo da Vinci 1489 / 90 in Mailand gemalt. Doch Cecilia war vorzeitig auf und davon, nach England, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Arkadij Maslow

von Mario Keßler In der DDR galt er als Renegat des Kommunismus, im Westen wurde er, wenn überhaupt, nur in Verbindung mit seiner Lebensgefährtin Ruth Fischer (1895 – 1961)* genannt: Arkadij Maximowitsch Maslow, geboren als Isaak Jefimowitsch Tschemerinskij am 9. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

MANHATTAN

von Volker Braun Laufe so durch die Gegend, daß man meint, du gehörst dazu Der Baum wächst im Haus das Haus in den Himmel Die toten Indianer joggen in der Straßenschlucht Ich saß unter dem Wasserfall im Untergeschoß Inmitten der … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Limericks (VI)

von Thaddäus Faber Einen Eistänzer aus Freienhufen, den hörte verzweifelt man rufen: „Kommt doch mal einer auf’s Eis! Denn ich fiel auf den Steiß, und nun komm‘ ich nicht mehr auf die Kufen!“ Ein sehr schönes Fräulein aus Stade ruhte … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Zum Amazonas nach Leipzig

von Gabriele Muthesius Als wir uns vor einigen Jahren mit dem Gedanken trugen, eine touristische Bootsexpedition an den mittleren Amazonas zu unternehmen, lernten wir unter anderem, dass man dorthin nur während der Regenzeit reist. Die Pegelstände des dann herrschenden Hochwassers … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Verstörende Angebote

von Alfons Markuske Das aktuelle Altarbild in der Sankt Matthäus-Kirche am Berliner Kulturforum – mit dem Titel „Um Mitternacht“ – dürfte mancher als Provokation empfinden. Gemalt von einem ungetauften Heidenkind* thront da ein im Wortsinne bildschöner Christus in der Pose … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Antworten

Wolfgang Brauer, MdL-Linker im Berliner Abgeordnetenhaus und Blättchen-Redakteur – Wie es um das Selbstbewusstsein zeitgenössischer deutscher Nazis steht, lässt sich derzeit auch an Ihrem Namen festmachen. Statt dass dieses Pack angesichts der gesellschaftlichen Empörung über die Mordserie des sächsischen Nazi-Trios … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Klassenkampf light

von Hans-Peter Götz Neues Deutschland, 15. Oktober 2011: „Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf beherbergt […] das wohl größte deutsche Archiv der Presse des 20. Jahrhunderts. An das Zentrum für Kultur- und Zeitgeschichte (ZfK) in der Premnitzer Straße 12 wurde der überwiegende Teil … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Spätlese

von Wolfgang Schwarz Vor reichlich zwei Jahren schrieb ich in einer Rezension über „Die linke Versuchung. Wohin steuert die SPD?“ von Elke und Wolfgang Leonhard, „dass die Regierung Schröder […] eine der gravierendsten wirtschaftspolitischen Fehlentscheidungen in der gesamten Geschichte der … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 24 | 28. November 2011

Die Ebert-Legende. Antwort auf eine Antwort

von Ignaz Wrobel Diesem Beitrag war ein anderer Text vorausgegangen (Ignaz Wrobel, Abreißkalender), auf den ein vormaliger enger Mitarbeiter von Friedrich Ebert, Robert Breuer, der zwischen 1918 und 1927 auch regelmäßiger Autor der Weltbühne war, umfänglich repliziert hatte (Robert Breuer, … Weiterlesen


Friedrich Ebert und die Novemberrevolutiom

Abreißkalender von Ignaz Wrobel 8. Dezember Deutsch sein heißt eine Sache um ihrer selbst willen tun. Griesgrütze Falscher Hase Gedämpftes Apfelkompott Es gibt in Deutschland eine ganze Reihe gebildeter Abreißkalender – wenn nichts Besonderes dabeisteht, sind sie deutsch-national und fälschen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Mit gezinkten Karten

von Wolfgang Schwarz Manche Beobachter gewärtigten bereits das Nahen einer neuen, einer partnerschaftlichen Epoche im wechselvollen Verhältnis zwischen dem Westen und Russland, als die NATO auf ihrem Lissabonner Gipfel im November vergangenen Jahres eine neue Strategie verabschiedete. In dem betreffenden … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

„Viel Feind, viel Ehr“

von Uri Avnery Ein altes Foto aus dem 1. Weltkrieg zeigt eine Kompanie deutscher Soldaten, die in einen Zug einsteigen, der sie zur Front bringt. An die Wagenwand hatte jemand gekritzelt: „Viel Feind, viel Ehr“. In jenen Tagen, ganz am … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Zu dieser Justiz und Presse

von Ferdinand Lassalle* Was das Schicksal Deines Prozesses anlangt,. so wundert mich nur, daß Du Dich einigermaßen darüber gewundert zu haben scheinst! Vielleicht erinnerst Du Dich jetzt des Briefes, den ich Dir gleich anfänglich inbezug auf Deine Absicht zu klagen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Compagnie LEFTIE – ein tragikomisches Missverständnis

von Thomas M. Wandel Jaja, die historischen Rollen. An deren Definition, Zuweisung und Erprobung in der Praxis sind schon ganze Bewegungen und Staat gewordene Rollenbücher gescheitert. Am Ende standen Buhrufe und Ärgeres für die Regisseure, für betroffene Akteure, die sich … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Polen nach den Wahlen

von Holger Politt, Warschau Fast alles wie gehabt. Der Ministerpräsident bleibt der alte, die Regierungskoalition dieselbe. Das Kräfteverhältnis zwischen den beiden stärksten Parteien im Lande regelt sich auch weiterhin nach dem seit 2007 bekannten Abstand. Nahezu zehn Prozentpunkte trennen die … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Einiges besser, nichts gut in Afghanistan

von Thomas Ruttig Soraya Sobhrang kann man nicht vorwerfen, dass sie zur Gilde der Schwarzmaler zählt. Kein Wunder: Die Ärztin, die 2006 beinahe Afghanistans Frauenministerin geworden wäre, hätte die konservative Mehrheit im Kabuler Parlament dies nicht verhindert, kann sich nicht … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

„Büchergilde Gutenberg“ – ein Verlagsprogramm für jeden Anspruch

von Wolfgang Dahle Im Jahre 1999 wurde in Frankfurt/Main ein 75-jähriges Verlagsjubiläum begangen, das der „Büchergilde Gutenberg“ galt, die in der Buchstadt Leipzig gegründet worden war. Aus diesem Anlass brachte der Verlag für seine Leser einen Klassiker aus den Anfangsjahren, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Zu Fuß durch TF (I)

von Erhard Weinholz Das Wandern ist in Mode gekommen; auf Jakobs- und sonstigen Pilgerwegen kann man, wie ich im Internet las, zu Besinnung und innerer Einkehr finden. Das hatte ich nicht vor, als ich jetzt im Frühherbst drei Tage durch … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Unter Bettlern

von Thomas Zimmermann Jedes Jahr zum Salzfest hocken allerhand Bettler entlang des Boulevards in Halle und halten Schilder vor sich, spielen die verschiedensten Instrumente, lassen Kinder tanzen oder führen Lamas aus dem Kleinzirkus Renardo mit sich. Ihnen allen gleich ist … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Nachrichten aus der Debattiermaschine (VIII)

von Eckhard Mieder Vielleicht werde ich im Alter zu einem Mann, vor dem ich meine Kinder warnen würde, hörten sie noch auf mich. Ich werde zum Vereinfacher, zu einem Menschen, der Sehnsucht nach Übersicht und Klarheit hat. Als triebe mich … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Rondo

von Lothar Quinkenstein Für Michał Janiszewski Rechts blüht der Rummelplatz, Geisterbahn, grasende Ponys, September, es weht von der Warta schon kühler, und Angler in Stiefeln belächeln die mutigen Hühner, die sich auf den Busbahnhof wagen. Geradeaus zum Krematorium, links, hinter … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

In Hiroshima

von Max Klein, Liverpool In Hiroshima nennt man Straßenbahnen „street cars“. Sie haben einen Fahrer und einen Schaffner. Die Haltestellen werden auf Japanisch und englisch angesagt. Bezahlt wird beim Schaffner beim Aussteigen. In einem solchen Straßenauto, das durchgängig aus mehreren … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Aquarell-Retrospektive von Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel

von Klaus Hammer Von 1911 bis zu seinem Tode 1976 hatte Karl Schmidt-Rottluff – von ausgedehnten Malaufenthalten in nordischer wie südlicher Landschaft abgesehen – seinen Wohnsitz in Berlin. Aber im Unterschied zu seinen „Brücke“-Kollegen Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Imperiales

von Erhard Crome Der „Heilige Vater ist in Berlin“, jubilierte ein Plakat auf dem U-Bahnhof. Als erstes fiel mir Heinrich Heine ein: Rom wollte herrschen; „als seine Legionen gefallen, schickte es Dogmen in die Provinzen“. Nun also besuchte der Imperator … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Glück und Qual. Wie Stadttheater gar nicht geht

von Reinhard Wengierek Die weiße Werbepostkarte zum Saisonstart des Leipziger Stadttheaters zeigt eine schwarze Spirale. Wie die Rauchspur eines abstürzenden Flugzeugs; oben steht 2010, unten 2011. Wer zur Spezies deutungseifriger Theater-Enthusiasten zählt, wird rufen: O, ein köstliches Kleinkunstwerk! Welch witziges … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Antworten

Klaus Ulrich S., Leser – Der Beitrag von Hermann-Peter Eberlein über die Papst-Visite in unserer Ausgabe Nr. 20 „ent-motiviert“ Sie, sich dem gerade entdeckten Blättchen lesend nähern zu wollen, haben Sie uns mitgeteilt. Der Protestant Eberlein, regelmäßigen Blättchen-Lesern als alles … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Der Staat als Lakai

von Heerke Hummel Die Europäische Kommission hat sich nun (endlich!) dazu durchgerungen, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in der Europäischen Union vorzuschlagen. Diese soll sich – dem Vorschlag entsprechend – auf 0,1 Prozent für Aktien- und Anleihentransaktionen sowie 0,01 Prozent bei … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Mörderische Rendite

von Sarcasticus Etwa 900 Millionen Menschen auf der Welt leiden an Hunger, also jeder siebte der gegenwärtigen Erdbevölkerung. Alle 3,6 Sekunden verläuft dieses Leiden für einen Menschen tödlich; 75 Prozent dieser Toten sind Kinder. Und angesichts weltweit steigender Lebensmittelpreise – … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Bemerkungen

Ein Dichter starb… Er war einer der Stillen, der Klugen, die Angebote machen und darauf warten, dass irgendjemand sie aufnimmt: Am 4. Oktober berichtete das Neue Deutschland vom Tod Walther Petris. Da lebte er schon eine ganze Woche nicht mehr, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Wenn Worte reden könnten

von Jochen Malmsheimer Der „Satz“, die angesagteste Kneipe der gesamten Grammatik, war wieder einmal rappelvoll. Unter der Woche trafen sich die Satzglieder, Wortarten und Partikel gerne im „Dativ“ oder in der „Ausnahme“, am Wochenende jedoch war der „Satz“ die einzige … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Limericks (V)

von Thaddäus Faber Ein alter Chirurg aus Ostende, hatte stets sehr kalte Hände. Doch wusste er, Därme spenden viel Wärme. Im OP fand der immer kein Ende! Einem feisten Probst aus Merane, dem wölbte sein Ding die Soutane. Doch er … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011

Austerität als einzige Lösung?

von Heiner Flassbeck, Genf Heute muss ich einen Brief an den deutschen Finanzminister schrei­ben, der in einer Stellungnahme zur europäischen Krise provokante The­sen vertreten hat: Sehr geehrter Herr Schäuble, mit gro­ßem Interesse habe ich Ihre Stellung­nahme zur Überwindung der Eurokrise … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 26. September 2011

Über Stalinismus-Streit und die Partei DIE LINKE

Anmerkungen zu einer Gespenster-Debatte von Erhard Crome Im Sommer 2011 hat es DIE LINKE erneut geschafft, sich mehr mit sich selbst als mit ihrem politischen Auftrag zu befassen, nämlich die Interessen der Arbeiterinnen und Angestellten, der sozial Schwachen, der Rentner … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 26. September 2011

Editorial

Auch eine Wochenschrift hat ihre Traditionen und ihre moralischen Gebundenheiten, ihre Freundschaften und ihre Feindschaften. Aber erstens sind die hier der Zahl nach, absolut und relativ, kleiner als anderswo, und zweitens kann ich mich auf keinen Fall besinnen, wo wir … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Thomas Mann, der Amerikaner

von Helge Jürgs Als Thomas Mann und seine Frau Katia am 21. Februar 1938 per Schiff in New York eintrafen, um fürderhin dort zu arbeiten, zu leben und – nicht zuletzt – gegen das für die deutsche Kultur so abgrundtiefe … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Zu nahe an der Macht

von Jens Berger Die Deutsche Steuergewerkschaft schätzt, dass in Deutschland jedes Jahr 30 Milliarden Euro Steuern in betrügerischer Absicht hinterzogen werden. Einem Heer von 86.000 Steuerberatern stehen gerade einmal 2.600 Steuerfahnder entgegen. Jeder dieser Steuerfahnder erwirtschaftet im Schnitt jedes Jahr … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Holger Teschke über Rügen und Hiddensee

von Kai Agthe Holger Teschke, der als Schriftsteller und Regisseur in Berlin tätig ist sowie Schauspiel und Theaterregie am Mount Holyoke College in South Hadley, Massachusetts, unterrichtet, hat als Autor von Essays, Features und Hörspielen eine erkennbare Vorliebe für maritime … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

„…das Spiel dürfte aus sein“

von Klaus Bellin Für ein paar Wochen kehrt die Arbeitslust noch einmal zurück. Walter Hasenclever ist nach Schweden gekommen, sie haben gemeinsam Weihnachten und Silvester gefeiert, und nun, in den ersten Januartagen 1932, sitzen sie in Tucholskys fein möbliertem Haus … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Ungeprobter Schöpfungsakt

von Heinz W. Konrad Der heutige Tag ist ein Resultat des gestrigen. Was dieser gewollt hat, müssen wir erforschen, wenn wir zu wissen wünschen, was jener will. Heinrich Heine, Lutetia Geschichte und Geschichtemacher zu ergründen ist eine schier unerschöpfliche Aufgabe. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Der Warschauer Ghettokönig

von Werner Richter Es war eine seltsame Verknüpfung von Zufällen, die mich letztendlich wieder mal auf diese Seiten trieb. Noch nie bin ich persönlich so nahe an ein Buch geraten, und es wird in diesem Leben wohl auch nie wieder … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Aufstände und Brandstifter

von Erhard Crome Ist ein Brandtstifter ein Aufständischer? Was eigentlich ist ein Aufstand? Und was ist Widerstand gegen herrschende Verhältnisse, im Unterschied zu kriminellen Aktionen? Zur Vergewisserung im politischen Raum ist es nötig, sich damit wieder auseinanderzusetzen. Das nächtliche Abfackeln … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Hey, kommt unter meine Decke. Eine kuschelige Deutschland-Revue

von Reinhard Wengierek Die Berliner Ausflugs-Tipps zum Wochenende empfahlen fürs Brandenburgische: Spreewälder Gurkentag, Peitzer Fischerstechen, Badewannenregatta im Tornowsee oder „Denk ich an Deutschland… Eine wirtshäusige Theaterrevue“ im Schlosspark Neuhardenberg. Wir entschieden uns fürs kneipenlustige Erforschen nationaler Selig- oder eben Unseligkeiten … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Politikverdrossenheit

von Franz Schandl, Wien Politik? Gar Tagespolitik? Tja. Selbstverständlich ist es nie ganz egal, wer da wo, wann und warum gewählt wird, wer die Ämter besetzt und die Gelder vergibt. Sich aber deswegen einzureden, hier gehe es um essenzielle Unterschiede, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Taktische Kernwaffen – ein Nachtrag*

von Wolfgang Schwarz Bekannt ist, dass die USA umfangreiche Vorhaben zur Modernisierung ihrer strategischen Kernwaffen, der so genannten Triade, wie auch ihrer nuklear-taktischen Bewaffnung planen und zum Teil bereits realisieren – und zwar ungeachtet des New Start-Abkommens (siehe dazu Blättchen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Montag, 25. Juli 2011. Mein schrecklichstes Ferienerlebnis

von Eckhard Mieder Wir waren fünf Tage auf dem Bohusleden (Schweden) gewandert, hatten das Zelt aufgebaut, wo es uns gefiel, und zum Abend die Pfifferlinge gebraten, die wir unterwegs vom Wegrand pflückten. Blaubeeren gab es händevoll, und wer nie sein … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Der rechte Abschied von der Politik

von Constantin Seibt Mit bisher unbekannter Radikalität bewirtschaftet in den USA eine neue Rechte die Krise, die sie selbst zu verantworten hat. Das stößt auch altgediente Konservative ab, für die Reagan ein Idol war. Ein Kommentar. Charles Moore ist Konservativer … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Nun denken sie wieder

von Heinz W. Konrad Im bürgerlichen Lager haben die Intellektuellen wieder angefangen zu denken. Das heißt, nachgedacht hat man dort freilich die ganze Zeit – auch über „Subobtimalitäten“ jenes Gesellschaftssystems, das als die höchste Errungenschaft menschlichen Zusammenlebens zu rühmen man … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Maler der Sinne

von Wolfgang Brauer Wer heutzutage Gefallen an den Kunstprodukten der in Deutschland als „Gründerzeit“ bezeichneten Jahre äußert, erntet bei den etablierten Kunsterklärern und Kunstverwaltern im besten Falle ein müdes, mitleidiges Lächeln. Dabei prägen die Ergebnisse der Bauwut zwischen 1860 und … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Materie – in Bildern und Metaphern aufgelöst

von Klaus Hammer Die Malerei ist für den Berliner Maler, Zeichner, Bildhauer und Objektkünstler Walter Libuda (Jahrgang 1950) – seit 2004 lebt er in Schildow nördlich von Berlin – nicht ein Medium, das gegen ein anderes austauschbar wäre, kein Transporteur … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Bemerkungen

Opfergedenken Am 13. August, dem 50. Jahrestag des Berliner Mauerbaus, waren die Hauptstädter aufgerufen, eine Schweigeminute einzulegen, Busse und Bahnen verharrten in dieser Zeit – kurzeitige Feierlichkeit zog ein in die sonst so quirlige Stadt, um vor allem der Opfer … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Gegen den Powerpoint-Wahn

von Kai Agthe Man kann von Glück sagen, dass diese ursprünglich im Rahmen der Sendung SWR 2 AULA gesendeten Essays auch als Buch vorliegen. Denn die sieben Beiträge versuchen Antworten auf die Herausforderungen des Bildungswesens im „Kommunikationszeitalter“ und in der … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Freitod eines Selbstverteidigers

von Holger Politt, Warschau Anfang August erfuhr Polens Öffentlichkeit vom Selbstmord Andrzej Leppers, eines Politikers, der in der öffentlichen Meinung wie kaum ein anderer mit der Bauernschaft identifiziert wurde. Der Weg in die Höhen der politischen Macht begann für den … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Limericks (IV)

von Thaddäus Faber Ein zerstreuter Professor aus Minden, der hatte sein Ding leider hinten. So entfiel mancher Akt, denn war er auch nackt, er konnte es oftmals nicht finden. Eine verlebte Gräfin aus Lützen ließ sich nur noch a tergo … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Unruhe

von Margit van Ham Schmaler wird der Pfad, auf dem ich gehe. Näher rücken Abgründe. Ohnmächtig sehe ich den Hunger neben mir. Hinter mir rast blinde Wut. Undurchdringlich ist der Nebel vor mir. Hoffnung nur im tristen Grau. Brüchiger scheint … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Die frühromantische Farbkugel

von Kai Agthe Man könnte die Lebensgeschichte von Philipp Otto Runge (1777-1810) auch anhand seiner Selbstporträts erzählen. Offen und neugierig schaut der junge, wissbegierige Künstler auf einem Ölbild, das 1802 entstanden ist. Auf dem letzten, 1810 geschaffenen Selbstbildnis, das in … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Editorial

Um Bücher zu empfehlen, braucht es unter Bildungs- und Literaturhungrigen eigentlich keinen besonderen Anlass. Rezensionen haben deshalb im Erscheinungsbild des Blättchens ihren festen Platz. Das bestätigt nahezu jede der rund 350 Ausgaben, die seit Ende 1997 nunmehr erschienen sind. Andererseits … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Kultur des Teilens

von Friedrich Dolphy Von Zeit zu Zeit haben die Schimpansen in Westafrika Appetit auf fleischliche Kost, und sie versuchen, einen Stummelaffen zu erlegen. Sie veranstalten dann spontan eine regelrechte Treibjagd, die damit beginnt, dass ein Mitglied eines Schimpansentrupps einen Stummelaffen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Was soll Gerechtigkeit?

von Wolfgang Brauer Zu den rätselhaftesten Gottheiten des pharaonischen Ägypten gehört zweifellos die Tochter des Weltenschöpfers Re und Gemahlin des Schreibergottes Thot, die mit einer Feder geschmückte Ma`at. Oftmals wird sie auch nur als Feder dargestellt. Ma`at spielte die entscheidende … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Antworten

Siegfried Jacobsohn, Gründer und Herausgeber von Schau- und Weltbühne – Sie schrieben am 2. Juli 1920 aus dem (Arbeits-)Urlaub in Kampen auf Sylt an Ihren engsten Mitarbeiter, Kurt Tucholsky, der die Stellung in Berlin hielt: „Ihre Sündhaftigkeit und Faulheit ist … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit

von Klaus Hart, Sao Paulo Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in Qualitäts-und Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und Redakteure widersetzen sich den weltweit üblichen Medien-Eingriffen durch Parteien oder Regierungsfunktionäre und enthüllen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

COKE ZERO

von Lothar Quinkenstein Nur der absoluten Nullität geben wir das zweideutige Lob völliger Unschädlichkeit. (Friedrich Schlegel) (1)Nigredo, einst der erste Schritt in einem großen Werke, Materia prima, Rabenkopf – lichtwärts mit kühner Stärke. (2)Geheimnis aus dem Chaos steigt in wunderlichen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Kreuz des Ostens

von Erhard Weinholz Berlin-Ostkreuz, das war – und ist immer noch – eine Zumutung: Lange Wege, weder Rolltreppen noch Fahrstühle, keine Toiletten. Vor bald einem Vierteljahrhundert bereits hieß es, kleine Modernisierungen hätten „an der insgesamt unübersichtlichen und beengten Situation und … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 16 | 8. August 2011

Ausbeutung 2.0

von Sarcasticus Es gibt Begriffe, die führen ein Schattendasein – in den hiesigen Leit- und Nebenmedien, sobald es um die Berichterstattung über soziale Tatbestände geht und diese ihrerseits den Tatbestand des Missstandes erfüllen. Ein solcher Begriff ist Ausbeutung – hier … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Rilke, mißbraucht

von Thomas Behlert Wenn die üblichen Hoch-Zeiten des Konsumterrors im Anflug sind, veröffentlichen Musiker aller Art Tonträger gefüllt mit noch komischerer Musik aller Art. Da greifen sie auch immer gerne in die Kiste der Literatur, denn da weiß jeder etwas … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Feng-Shui-Fußgänger

von Reinhard Mohr Quietschende Reifen, Vollbremsung, laute Stimmen. „Das ist eine Straße hier!“, brüllt der Fahrer des Kleintransporters einer Mutter hinterher, die mit ihrem fünfjährigen Töchterlein auf dem Bürgersteig steht. Über diesen verzweifelten Aufschrei der gequälten Kreatur, im Kern ein … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Verwandlungsvirtuose, Einfühlungsartist, Staatsschauspieler

von Reinhard Wengierek Den „Jud Süß“ hat er nicht gespielt. Doch statt der Hauptrolle in Veit Harlans NS-Hetzfilm gleich fünf Nebenrollen. Alles Juden, und jeder als niederträchtige Type verzeichnet. Werner Krauß hat sich gedrängt danach; sein Kollege Fritz Kortner hat … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Hellas – Blick hinter die Kulissen

von Horst Möller Obwohl Griechenland nun so ins Gerede gekommen ist, darf die Faszination, die vom Land und seinen Leuten ausgeht, getrost als unkaputtbar gelten. Zu dieser Gewissheit verhilft der jeder Schwärmerei abholde Insiderblick, an dem – nach zahlreichen, seit … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Helmut Schmidts Ahnungen

von Heerke Hummel Wer sich als Deutscher mit seiner Zukunft befassen will, und mit seiner Vergangenheit, der muss über die Staatsgrenzen hinweg auf Europa und darüber hinaus auf die Welt schauen. Und dies heute mehr als noch vor einigen Jahrzehnten. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Geschmackssinn im Niedergang

von Frank Ufen Lange Zeit galt der menschliche Geschmackssinn als primitiv, grobschlächtig und zu kaum mehr imstande, als zwischen den Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter zu unterscheiden. Doch mittlerweile weiß man, dass sein Leistungsvermögen in Wahrheit erstaunlich groß ist. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Von Berlin nach Murmansk

von Anne Dresden Wie weit würden Sie gehen, um sich einen Traum zu erfüllen? Ralf-Thomas Hillebrand, der in Berlin lebt, aber auf den Weltmeeren zu Hause ist, hatte vor zwei Jahren für sich die Antwort gefunden: Er reichte, weil ihm … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Enttarnt

von Gabriele Muthesius Wer immer noch meint, dass Geheimdienste in demokratisch verfassten Staaten  eine Daseinsberechtigung, wohl gar eine Mission („Schutz der Demokratie“) zu erfüllen haben, der lese Peter-Ferdinand Kochs jüngst erschienenes Buch „Enttarnt“. Und wer sich davon nicht eines Besseren … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Merde

von Hans-Peter Götz Kann man ein ganzes Buch, eins mit akademischem Anspruch, aber zugleich unterhaltsam, über Exkremente schreiben? Florian Werner hat mit „Dunkle Materie …“ die Probe aufs Exempel gemacht, und die beginnt mit einem Flop: An den Anfang seiner … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Israels Gaza-Krieg

von Peter Petras Israel hat Norman G. Finkelstein mit einem zehnjährigen Einreiseverbot belegt. Man will damit den unliebsamen Kritiker treffen. Angeblich stelle er eine Gefahr für die „Sicherheit“ Israels dar. Die israelische Zeitung Haaretz stellte dazu fest: „Angesichts seiner ungewöhnlichen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Annotationen

Die Facetten des Friedens Bislang gab es kein friedenswissenschaftlich bzw. frie­denspolitisch fokussiertes Handbuch im deutschsprachigen Raum gibt, in dem der Frieden begrifflich-thematisch in unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlich-sozialen Kon­texten erfasst wird, und das zugleich den Stand und die Entwicklungen der Friedensfor­schung … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Die Pervertierung der Utopie

von Wolfgang Schwarz Hätte mit Trotzki anstelle von Stalin an der Spitze der Sowjetunion nach Lenins Tod die Geschichte des 20. Jahrhunderts einen anderen Verlauf und Ausgang genommen? Der jüngst erschienene voluminöse Roman des kubanischen Schriftstellers Leonardo Padura, „Der Mann, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 18 | 5. September 2011

Blinde Retter

von Mahmood Mamdani Der Sudan hat sich soeben in zwei souveräne Staaten gespalten. Kaum, dass die diesbezüglichen Feierlichkeiten vorüber sind, bahnen sich die ersten Konflikte an, die mit Erdölförderung und -transport zu tun haben. Erstere ist die Domäne des Südens, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Bemerkungen

Eine Empfehlung „Schorfheider Brunchkonzerte“ bereichern seit über einem Jahr die Brandenburger Kulturszene. 2011 gab es bereits ein Klavierkonzert mit Andreas Göbel sowie die Jahreszeiten von Vivaldi unter Leitung von Johannes Petersen von der Deutschen Oper Berlin. Am 10. Juli fand … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Alt und Jung. Neue demografische Landschaften

von Gérard-François Dumont Was alles für Phrasen im Zusammenhang mit der Demografie gedroschen werden. Ein paar Beispiele: „Die Menschheit vermehrt sich hemmungslos.“ Falsch, die Geburtenraten nehmen seit Jahrzehnten überall deutlich ab, und zwar im Zuge des sogenannten demografischen Übergangs – … Weiterlesen


Antworten

Dante Alighieri, Weitsichtiger – „Italien, Sklavin, Schlund voll Schmerz und Graus, Schiff ohne Steuer auf durchstürmten Meeren, nicht Herrscherin der Welt, nein, Hurenhaus“, haben Sie im Sechsten Gesang des „Fegefeuers“ Ihrer Göttlichen Komödie gedichtet, woran eine Titelstory des Spiegel jüngst … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Limericks (III)

von Thaddäus Faber Ein Bankassessor aus Bautzen pflegte dienstags seine Frau anzuschnauzen. Doch die – gar nicht faul – gab ihm eine auf’s Maul. Seither heißt es: „In Bautzen, da haut’sen!“ Ein katholisches Fräulein aus Queis äußerte äußerst bestimmt, wenn … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Haderer, Gerhard

von Thomas Behlert Eine ganz hervorragende Bilderreihe sollte sich jeder Staatsbürger hinter den Spiegel stecken, damit er immer daran erinnert wird, wer ihn so regiert, wer die Gesetze macht und die rechte Brut schützt. Hier der Versuch einer Erklärung: Auf … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Stippvisite in Storkow

von Manfred Möhring Umland ist ein viel strapazierter Begriff, wenn es um Ausflüge der Berliner in die schöne Brandenburger Landschaft geht. Fürs Marketing natürlich völlig ungeeignet. Und so werben denn die Reisegebiete rund um Berlin mit vielen blumigen Begriffen um … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Leben auf Island ist eine Kunst

von Kai Agthe Wer Musik mag, die abseits der Hitparaden auf Entdeckung wartet, wird über kurz oder lang auch auf Island fündig. Björk und Sigur Rós stehen ebenso für avantgardistische Klangkultur wie die auch hierzulande ebenfalls geschätzten Ólafur Arnalds und … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

The mowing devil

von Lothar Quinkenstein Für Doug und Dave, für Harald und Florian Das kommt wohl vor, dass deinen Weg heimwärts vom Tresen Sternenwesen in querfeldmanche Länge ziehn. Geheimnis schnuppt am Firmament, und an der Schläfe singt ein Wind von Ährenwogen, alter … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Der grafische Ausdruck des Zeitgeistes

von Konrad Hawlitzki Den grafischen Ausdruck des Zeitgeistes – so nannte der Buchgestalter Rainer Groothuis einmal den Schutzumschlag für das Buch. Anfangs war dieser – oft geringgeschätzte und achtlos weggeworfene – breite Papierstreifen tatsächlich nur zum Schutze des Buches bestimmt. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Fritz H. Landshoff – ein deutscher Verleger im zweifachen Exil

von Wolfgang Dahle Unter den deutschen Verlegern und Literaten, die nach dem Machtübernahme der Nazis das Land verlassen mussten und vorerst im nahen Holland eine neue Bleibe fanden, war auch der am 29.Juli 1901 in Berlin geborene Fritz H. Landshoff, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Die jüdischen Ayatollas

von Uri Avnery, Tel Aviv Der Erzbischof von New York verkündet, dass jeder Katholik, der eine Wohnung an einen Juden vermietet, eine tödliche Sünde begeht und die Exkommunikation riskiert. Ein protestantischer Pastor in Berlin erklärt, dass ein Christ, der einen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Nicht nur Panzer für die Saudis

von Jonna Schürkes „Wenn sie mit einem Land im Bereich Terrorismusbekämpfung zusammenarbeiten wollen, dann müssen sie auch investieren. Für mich ist das das Eine-Hand-wäscht–die-andere-Prinzip“, erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster auf die Frage, ob es denn angebracht sei, die saudischen Repressionsorgane … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Taktische Kernwaffen: It takes to tango (I)

von Wolfgang Schwarz Der US-Senat hat der amerikanische Regierung in seiner Resolution zur Ratifizierung von New START vom Dezember 2010 ein klares Mandat erteilt: nämlich binnen eines Jahres Verhandlungen mit Russland über taktische Kernwaffen zu initiieren. Dabei soll das auf … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Korvettenposse

von Sarcasticus Da wollte die Ministerialbürokratie im Bundesverteidigungsministerium (BMVg) offenbar den ganz großen Wurf landen und der Bundesmarine nicht nur Top-Großgerät verschaffen, sondern dem Steuerzahler auch noch richtig Geld sparen. Vor solchem Hintergrund jedenfalls könnte die Idee entstanden sein, bei … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Gerechtigkeitslücke

von Ines Fritz Ich habe Kinder und ich möchte, dass sie unversehrt erwachsen werden. Der Gedanke, dass ihnen etwas Schlimmes zustößt, versetzt mich in blanke Panik. Als Mutter bin ich bemüht, sie zu beschützen und ihnen trotzdem die Welt zu … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Finanzkrise. Ein Szenario

von Heerke Hummel Die Finanzkrise gerät außer Kontrolle, EU-Rettungsschirme vermögen die Pleite europäischer Staaten nicht mehr zu verhindern. Jetzt geht es nicht mehr um Milliarden, sondern um Billionen Euro, die kurzfristig aufzubringen sind. Gemunkelt wird von ganz außergewöhnlichen Maßnahmen. Um … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Bellizistische Meinungsbildung

von Erhard Crome Die Brookings Institution ist eine in Washington beheimatete Denkfabrik, die bereits im Jahre 1916 gegründet wurde. Heute spielen solche Einrichtungen eine größere Rolle denn je. In den USA wurde es Usus, dass sich Medien seltener an universitäre … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Gedanken

Margit van Ham Juli 2011 Ein Vorhang aus Schweigen verhüllt Fukushima. Ich sehe nicht das verstrahlte Wasser, das in den Ozean strömt. Ich höre nichts von schmelzenden Kernen. Die Gedanken stoßen sich am Vorhang. Schweigt doch, sage ich. Es ist … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Fritz Klein

von Jörn Schütrumpf Als ihm für seine Erinnerungen (Drinnen und Draußen. Ein Historiker in der DDR, erschienen 2000) der Gestalter des S. Fischer Verlages ein Foto der Mauer als Titelblatt vorschlug, war er entsetzt. Fritz Klein hatte sich – anders … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 16 | 8. August 2011

In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser, die dreiköpfige Redaktion des Blättchens möchte sich verstärken – durch eine Redakteurin / einen Redakteur (gern auch a.D.) oder durch Interessentinnen / Interessenten mit Bereitschaft zum „Anlernen“, die unsere Publikation kennen und so schätzen, dass sie … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Rechte Burschen

von Wolfgang Brauer Auf der Göpelskuppe bei Eisenach, gegenüber der Wartburg, steht das Burschenschaftsdenkmal. Traditionell findet an diesem Orte  – wegen des Wartburgfestes 1817  – der alljährlich zelebrierte Burschentag der Deutschen Burschenschaft einen seiner makabren Höhepunkte: ein Totengedenken. Seit 2011 … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Konflikte stachelten ihn an

von Ulrike Krenzlin Wenn der Maler Bernhard Heisig bei Atelierbesuchen mit Gästen redete, klang seine Stimme unprätentiös. Langsam und leise sprach er mit dem schönen Timbre einer Baritonstimme. Argumente trug er nicht nachdrücklich vor. Nur ganz knapp ohne  rhetorischen Aufwand. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Noch immer Libyenkrieg

von Erhard Crome Mitte Juni machte die Meldung die Runde, dass den Bombardierungsmächten gegen Libyen die Munition ausgeht. Nicht einmal das können sie. Der historisch informierte Beobachter erinnert sich, dass er gelesen hat, im September 1914 informierten besorgt, nahezu zeitgleich, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Wirtschaftliche Macht und Demokratie

von Harald Schumann Stellen Sie sich vor, ein Weltkonzern deutscher Herkunft trifft mit dem Bundesfinanzministerium eine geheime Verabredung. Danach soll die Bundeskasse die Schulden eines mittelständischen Unternehmens in Höhe von fast zehn Milliarden Euro übernehmen, damit dieses seine Schulden bei … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Mahler und Strawinsky

von Liesel Markowski Gustav Mahler ist in seinem 100. Todesjahr 2011 auf allen möglichen Podien zu hören: wichtige Erinnerung, schöne Neuerfahrung und auch Entdeckung zugleich. Dass die Musik des österreichischen Komponisten den Interpreten höchste Ansprüche stellt, also musizierte Qualität par … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke

von Klaus Hart, Sao Paulo Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen Medien heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80 Prozent aus Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Ein „Goldener Spatz“ für ein Lebenswerk

von Hanns-Dieter Rutsch Wir telefonieren regelmäßig. Aber es ist nicht einfach, ihn zu erwischen. Rolf Losansky ist mit seinen achtzig Jahren unterwegs, nahezu rastlos. Mit Filmbüchsen unter dem Arm und DVDs in der Tasche zieht er durch Europa, wird eingeladen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Beim Durchschreiten deutscher Gegend (III)

von Eckhard Mieder Aber gibt es auch Chinesen Auf der Welt und andre Wesen. Manchmal kochen die so Sachen, Die uns Deutschen Namnam machen. Sind so fremd und sind so traulich, Sind im Ganzen erzverdaulich, Niemand wünscht die Fremden fort … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Uwe Johnson in Sheerness-on-Sea

von Mathias Iven, London Ein Zimmer, ein Tisch. Eine Flasche Rotwein, zwei Korken. Eine Brille, Zeitschriften, Papiere, das Fernsehprogramm. Eine aus Ebenholz geschnitzte Katze. Getrocknetes Blut auf dem Fußboden, an der Wand eine Karte von Mecklenburg. Uwe Johnsons Sterbeort. Im … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Limericks (II)

von Thaddäus Faber Es war eine Frau in Italien, die goß zweimal am Tag ihre Dahlien. Nur ihren Mann, einen Wicht, den pflegte sie nicht. Jetzt blühen auf ihm die Azalien. Seinerzeit der Landgraf von Hessen, der hatte gleich fünfzehn … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Kabinettstück: Stefan Kaminskis „On Air“

von Reinhard Wengierek Das Format gibt es seit 2004. Stefan Kaminski, damals fest engagiert am Deutschen Theater Berlin, erfand es einst für sich aus Lust und Laune als „Live-Hör-Spiel“. Und präsentierte es – auch aus Jux und weil man „was … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Für Gisela Kraft, die Derwischa und Katzenfreundin

von Kai Agthe Ihren 75. Geburtstag am 28. Juni 2011 hätte sie, wie sie in ihrer letzten Lebenszeit oft betonte, gern im Kreis ihrer Freunde, Kollegen und Weggefährten gefeiert. Da Gisela Kraft jedoch Anfang Januar 2010 im Alter von 73 … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

China rüstet auf

von Andreas Seifert Als 1998 die Ukraine einen unfertigen Flugzeugträger über eine dubiose Firma in Macao an die Volksrepublik China verkaufte, schloss sich eine von Gerüchten und Vermutungen durchzogene Debatte über die Ziele dieses Kaufes an. Die Varyag, letztes Schiff … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen

von Peter S. Schönhöfer / Angela Spelsberg Die pharmazeutische Industrie ist von einer zunehmenden Innovationsschwäche gekennzeichnet, weil sie im Rahmen neoliberaler Profitorientierung ihre eigene Grundlagenforschung als zu kostspielig abgebaut hat. Damit kann sie nicht nur fast keine eigenen innovativen Produkte … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Wanted: Riester-Killer

von Sarcasticus Zugegeben – die Überschrift ist etwas überzogen, denn steckbrieflich gesucht werden aus Altersvorsorgegründen riesternde Zeitgenossen ja noch nicht. Trotzdem bin ich froh, dass ich nicht dazu gehöre. So muss ich wohl auch künftig Behelligung seitens des Internationalen Gerichtshofes … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

„Die Milchkuh Europas“

von Heinz W. Konrad, Zürich Um es gleich klarzustellen: Das in der Überschrift gebrauchte Bild hat nichts mit der berühmten Schweizer Produktion von wunderbarer Alpenmilch und den daraus erwachsenen Nachfolgeprodukten zu tun. Vielmehr bemühen es die eidgenössischen Gegner eines hierzulande … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Lügen in Zeiten des Krieges

von Axel Fair-Schulz, Potsdam., N.Y. Nun haben wir es also ganz offiziell: Die US-Präsidenten Kennedy und Johnson haben das amerikanische Volk unverschämt belogen, als sie in den 1960er Jahren den Vietnam-Krieg eskalierten. Kritische Stimmen, die die Regierungspropaganda bezweifelten oder zumindest … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Antworten

Dr. a. D. Silvana Koch-Mehrin, Ex-Glamour-Girl der FDP im Europa-Parlament – Als vor einigen Wochen der Verdacht des Plagiierens im Hinblick auf Ihre Doktorarbeit aufkam, haben Sie uns eine Schmierenkomödie à la von Guttenberg erspart und sind zeitnah von Ihren … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Bemerkungen

Es war nicht alles schlecht Der eigenartige Beschluss der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke zur Nahostproblematik, von dem man nach wie vor nicht recht weiß, ob er mehr mit der Sache selber oder eher mit innerparteilichen Grabenkämpfen zu tun hatte … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

„Entkopplung“ – der Weg zu „nachhaltigem Wachstum“?

von Frank Adler „Entkopplung“ ist ein zunächst harmlos technisch klingendes Wort. Aber der Schein trügt. Es ist Thema einer zentralen Kontroverse im neuen wachstumskritischen Diskurs. Welche Chancen diesem technischen Weg aus der Ökokrise eingeräumt werden, daran scheiden sich die Geister … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011

Deutsche Richter von 1940

von Kurt Tucholsky Wir stehen hier im Vereine in diesem Lederflaus; wie die abgestochenen Schweine sehn wir aus. Wir fechten die Kreuz und die Quere mit Schlag und Hieb und Stoß; wir schlachten uns um die Ehre –! Auf die … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 11 | 31. Mai 2011

Vor 90 Jahren

Ihr „Blättchen“ haben Weltbühnen-Begründer Siegfried Jacobsohn und sein produktivster und prägendster Autor, Kurt Tucholsky, die ziegelrote Wochenschrift liebevoll genannt, wenn sie sich mündlich oder schriftlich über sie verständigten. Das Blättchen heißt nicht zuletzt deshalb jene Publikation, die – wenn auch … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Mailied

von Renate Hoffmann Milane ziehen ihre Kreise, Regenwürmer bohren weise lange Gänge im Kompost. Hin und wieder gibt’s noch Frost. Durch die kühle Morgenluft zieht ein feiner Fliederduft. Rötlich lächeln Kaiserkronen, und der Nachbar steckt schon Bohnen. Komisch, denkt die … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Beim Durchschreiten deutscher Gegend (II)

von Eckhard Mieder Durch die Wälder springen Hasen, Aus den Mooren steigen Blasen, In den Wipfeln wiegen leicht Vögel sich, und keiner gleicht Einem anderen im Fliegen Aufwärts zu Erfolg und Siegen Und auch nicht im Federkleide – Deutschland tut … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

„ensemble amarcord“

von Liesel Markowski Sie waren alle Mitglieder des Leipziger Thomanerchors und fanden sich vor bald zehn Jahren zusammen, um in Quintett-Besetzung zu singen, Musiken von einst und jetzt. Als „ensemble amarcord“ haben sie inzwischen ein breites Repertoire erarbeitet, sind international … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Ablass zu Ausverkaufspreisen

von Thomas Kuczynski Diese Rede mit dem Untertitel „Entschädigungsansprüche für Zwangsarbeit im „Dritten Reich“ hielt der Autor auf der Festveranstaltung „10 Jahre Gedenkstätte Ahrensbök“ am 8. Mai 2011. Die Red. Verehrte Anwesende: Heute vor sechsundsechzig Jahren erklärte das Oberkommando der … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Pflichtmenschen

von Jörn Schütrumpf Zu dem, was die Bundeswehr bis heute verweigert, haben sich die deutschen Innenminister 63 Jahre nach dem Enden des Massenmordens aufgerafft: endlich mit dem Lügen Schluss zu machen. 2008 erteilten sie ihrer Polizeihochschule den Auftrag, das Wirken … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Justiz und Pharmaindustrie in den USA

von Peter Schönhöfer Auf Drängen der Pharmaindustrie wurden in den 1980er und 1990er Jahren die Arzneimittelgesetze der Industrieländer harmonisiert, damit für die Zulassung von Arzneimitteln und für die Überwachung der geltenden Gesetze einheitliche Maßstäbe gelten. Deshalb sind für Warenanbieter in … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Die Ofenbauer von Auschwitz

von Kai Agthe Verlässt man mit dem Zug den Bahnhof Erfurt in Richtung Osten oder fährt man mit dem Auto auf der Weimarischen Straße stadtauswärts, zeigt sich rechter Hand ein unscheinbares graubraunes Verwaltungsgebäude, das sich durch nichts von der Industriearchitektur … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Al-Qaida kopflos – Taliban unverändert

von Thomas Ruttig „Bin Laden hatte vorwiegend noch eine symbolische Rolle inne, und seine Beseitigung beeinflusst eine Organisation, die weitgehend dezentralisiert ist, nicht. Das Schicksal Ayman al-Zawahiris, der zweiten Mann von al-Qaeda, bleibt unbekannt, aber er wird wohl bin Laden … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Parteichef Sisyphos

von Hajo Jasper Also: Ich habe den Beitrag von Günter Hayn („Krach im Liebknecht-Haus“ im Blättchen 9/11) nicht nur mit Interesse gelesen, sondern mit jener inneren Bewegung, die man gemeinhin als – jedenfalls weitgehende – Übereinstimmung bezeichnet. Ja, die Lage … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Wer glaubt, wird selig!

von Hermann-Peter Eberlein Es geht mir nicht um die Person Johannes Pauls II., der da am 1. Mai von seinem Nachfolger in Rom seliggesprochen wurde. Sein Platz in der Geschichte ist – wie bei jeder Person der Zeitgeschichte – noch … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Kanadas mutige Wähler riskieren Polarisierung

von J. Joachim Moskau, Ottawa Am 2. Mai kam der Osterhase noch einmal zu uns. Und bescherte dem zweitgrößten Flächenstaat der Erde, Kanada also, einen Aufbruch in die Moderne. Zumindest im politischen Sinne. Erstmals nämlich in der nordamerikanischen Geschichte stellen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Brasiliens vertrackter Rassismus

von Klaus Hart, Sao Paulo Wie wäre das in Deutschland – dürfte man selbst nach richterlichem Verbot noch offen auf der Straße und vor Konzertmikros singen, dass schwarze Frauen stinken und mit diesen Kraushaaren hässlich aussehen? In Brasilien darf man … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

„Wir werden die ersten sein!“

von Gerd Kaiser Im Sommer 1946 wurde der damals weitgehend unbekannte, bald aber als Begründer der sowjetischen Raketenforschung gerühmte Sergej Koroljow in einem vertraulichen Gespräch von seinem Landsmann A. Kreisman, beide stammten aus Shitomir, gefragt, ob er daran glaube, dass … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Mythisches Ende

von Erhard Crome Osama bin Laden ist tot. Ist Osama bin Laden tot? Oder irgendwer anderes? Es wurde ein Mann erschossen, in einem einzeln stehenden, wie es hieß gut bewachten Gebäude in Pakistan in den Bergen, das dann wiederum nicht … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Crossmediales Verblödungsprogramm

von Ines Fritz Am 04.04.2011 hat sich die Interessengemeinschaft Antifeminismus Deutschland (IGAFD) gegründet. Die IGAFD ist ihrem Selbstverständnis nach „eine selbstständige Gemeinschaft, welche eng mit der IGAF in der Schweiz zusammenarbeiten und gemeinsame Aktionen durchführen will“. Schon am 21.04.2011 wurde … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Berliner Kriegssichten

von Peter Petras Die SWP ist seit geraumer Zeit in Berlin beheimatet. Es ist die „Stiftung Wissenschaft und Politik“, die als „Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit“ auch die Bundesregierung berät. Politik denkt man dort als Regierungspolitik, von Deutschland … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Glutkern mit kontrollierter Kernspaltung

von Reinhard Wengierek „Der Regisseur ist ein Penner, der von den Almosen der Schauspieler lebt.“ Das Zitat hat die Jury für den Theaterpreis Berlin, den die altehrwürdige „Stiftung Preußische Seehandlung“ nunmehr zum 24. Mal im Rahmen des Best-of-Festivals „Theatertreffen“ auf … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Bemerkungen

Der libysche Krieg des Westens „Wenn die Herrschenden den Einbruch des Krieges in das Leben unzähliger Menschen und damit den Tod vieler Unschuldiger und das neuerliche Schuldigwerden ihrer Kriegsknechte befohlen haben, stellt dies stets auf’s Neue eine Herausforderung für das … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011

Antworten

Florian Henckel von Donnersmarck, Berufener – „Ich finde Arnold Schwarzenegger als Gesamtkunstwerk inspirierend“, haben Sie jüngst in einem Interview geschwärmt. Der habe gezeigt, dass er alles erreichen könne, was er erreichen wolle, und sei „ein wirkliches Vorbild“. Müssen wir jetzt … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Der Verdächtige

von Franz Hessel Langsam durch belebte Straßen zu gehen, ist ein besonderes Vergnügen. Man wird überspült von der Eile der andern, es ist ein Bad in der Brandung. Aber meine lieben Berliner Mitbürger machen einem das nicht leicht, wenn man … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Skulpturale Diagnose hektischer Verhärtung

von Thomas Kurt Grieser Es ist ein kulturübergreifend anzutreffender, verbreiteter Persönlichkeitstypus, auf den sich der tschechische Bildhauer Michal Trpák mit seinen „Rushing People“, respektive „Humanoids“ (2007-2011), die derzeit zum Teil im Prager „Palladium“ zu sehen sind, zu beziehen scheint – … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Ausmessen der geistig-psychischen Landschaft

von Klaus Hammer Am 6. April starb der seit 1966 in Eberswalde ansässige Maler, Zeichner und Grafiker Gerhard Wienckowski im 76. Lebensjahr. Er dachte in Bildern. Die Landschaften und Porträts waren für ihn eine „zweite“ Wirklichkeit, eine erhöhte, gesteigerte, verdichtete … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Von der Aufklärung zur Gegenaufklärung …

von Helmut Hoege Die taz porträtierte kürzlich den neuen Stasibeauftragten Roland Jahn als „Revolutionär“. Wahr ist, dass niemand dem zwangsausgebürgerten DDRler seinen Antikommunismus übel nahm – als er gegen Ende der Achtzigerjahren bei der taz mitarbeitete, von wo aus er … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Summa summarum

von Egon Bahr Wenn ich einen Meisterplan für den ewigen Frieden schreiben soll, wäre das ganz einfach: Ich nehme die bekannte Schrift Immanuel Kants und über­trage sie auf die Gegenwart. Das würde Spaß machen. Ein mitleidiges Lä­cheln ob der Vermessenheit … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Ein Festival für Louis Lewandowski

von Gabriele Muthesius Im öffentlichen Bewusstsein sowie im kulturellen Gedächtnis und Selbstverständnis Berlins und schon gar Deutschlands ist Louis Lewandowski (1821-1894) – von einem sehr überschaubaren Kreis von Kennern und Liebhabern synagogaler Musik des 19. Jahrhunderts abgesehen – seit Jahrzehnten … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Alles privat? – Die Ausbildung libyscher Sondereinheiten durch deutsche Spezialisten

von Erich Schmidt-Eenboom Vorbemerkung der Redaktion: Am 13. April 2011 hat Deutschland fünf libysche Diplomaten ausgewiesen, vor allem Geheimdienstler, die Oppositionelle in der Bundesrepublik ausgespäht und drangsaliert hatten. Nur Heuchler im Kanzleramt würden behaupten, dieser Tatbestand sei neu. Neu ist … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Brasilien und der Libyenkrieg

von Klaus Hart, Sao Paulo Frankreichs Rafale-Kampfflugzeuge starteten auf Befehl von Präsident Nicolas Sarkozy als erste gen Libyen, bombten, was das Zeug hielt, feuerten neueste Hightech-Raketen auch auf zivile Ziele, zeigten aller Welt, was in den Kisten steckt. Der überstürzt … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Sie hatten eine unbefleckte Empfängnis

von Reinhard Wengierek Auf dem Marmor aus Hitlers Reichskanzlei, der beim Wiederaufbau der zerbombten Berliner Volksbühne im Foyer verlegt wurde, stehen drei Biedermeierstühlchen: eins für den Brandstifter Frank Castorf (Regisseur, Volksbühnen-Intendant), eins für seine Flamme Henry Hübchen (Schauspieler, einst Volksbühne) … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Peinliche Fehlgriffe und besondere Marken

von Thomas Behlert Als der Mensch noch regelmäßig Liebesbriefe mit der Post verschickte, sich über Briefe aus Freundesland freute und gern bunte Karten aus Urlaubsorten erhielt, war das Briefmarken sammeln weit verbreitet. Als junger Bursche oder Mädchen freute man sich … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Straßenbekanntschaften

von Erhard Weinholz „Jeder einmal in Berlin“, hieß es in den zwanziger Jahren. Und später, konkreter, noch einmal in den Sechzigern: „… in Berlin, Hauptstadt der DDR“. Doch mussten die Geladenen auch verpflegt, gar mit Quartier versorgt werden – nur … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Keine Post, nirgends

von Wolfgang Brauer Italienerfahrene Touristen wissen, dass sie Briefmarken im Lande des Stiefels im „Tabacchi“ kaufen können. Das ginge natürlich auch auf dem Postamt, aber das ist entweder geschlossen oder eine lange Schlange steht vor dem einzigen geöffneten Schalter, um … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Limericks (I)

von Thaddäus Faber Ein todkranker Siecher aus Seesen war gerade fertig genesen. Da traf ihn bei Tag doch noch der Schlag, beim Blick auf die ärztlichen Spesen. An einem Fließe bei Leipe steht eine Spreewälder Kneipe. Die Mädchen in Tracht … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Orientalismus in Europa

von Ulrike Krenzlin Duplizität der Ereignisse. Zu Jahresbeginn, als München die große Schau „Orientalismus in Europa“ eröffnete, geriet die arabische Welt in Bewegung, zuerst in Ägypten, anschließend in Libyen. Unversehens rückte mit den politischen Aufbrüchen die Kunst dieser Länder ins … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Der Iran, Libyen und die Bombe

von Wolfgang Schwarz Iran darf nicht Nuklearmacht werden. Darüber besteht im Westen Konsens, und auch Russland und China haben sich wiederholt entsprechend geäußert. In den mit dieser Frage befassten internationalen Organisationen, vor allem bei den Vereinte Nationen und seitens der … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Antworten

Mathias Döpfner, Bild-Imperialist – Mit einem Einkommen von zehn Millionen im Vorjahr haben Sie sogar den bestbezahltesten Dax-Konzernchef Martin Winterkorn von VW überboten – private Aktienerlöse sind da freilich noch nicht inbegriffen. Wir gratulieren jedenfalls; ist es doch ein weiteres … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Bemerkungen

Frühling Nun ist er endlich kommen doch In grünem Knospenschuh; „Er kam, er kam ja immer noch“, Die Bäume nicken sich’s zu. Sie konnten ihn all erwarten kaum, Nun treiben sie Schuß auf Schuß; Im Garten der alte Apfelbaum, Er … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

„…auch die Herren sollen arbeiten“

von Hans-Dieter Schütt Kommunismus ist eine Denkrichtung. Eine. Sie muss, so scheint es, in bestimmten Situationen mit Autorität befestigt werden, die ihr teilweise abhanden kam – aufgrund der Erfahrungen von Millionen Menschen mit kommunistisch grundierten Herrschaftsformen im 20. Jahrhundert. Für … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Abschalten – und zwar so schnell wie möglich!

von Ulrich Scharfenorth Am 12. April war in Japan nichts mehr unter der Decke zu halten. An diesem Tag hat die japanische Atomaufsicht dem Gau in Fukushima die höchste Gefahrenstufe Sieben zuordnen müssen, ein Etikett, das bisher nur für Tschernobyl … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011

Eigenartige Konstellationen

von Erhard Crome Die Bundesregierung wollte nicht, dass Deutschland auf die schiefe Bahn gerät. Deshalb votierte sie im UNO-Sicherheitsrat nicht für den Krieg gegen Libyen. Jeder Krieg trägt die Eskalation in sich. Man beginnt einen wunderbaren, in der Planung siegreichen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Verkümmernde Sinne

von Friedrich Dolphy Lange Zeit galt der menschliche Geschmackssinn als primitiv, grobschlächtig und zu kaum mehr imstande, als zwischen den Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter zu unterscheiden. Doch mittlerweile weiß man, dass sein Leistungsvermögen in Wahrheit erstaunlich groß ist. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Hundert Jahre Neugier

von Helge Jürgs Was für ein Leben! Was für eine Lebensleistung! Seit Claude Lanzmanns Erinnerungen erschienen sind, faszinieren sie die intellektuelle Welt. Dass der Titel – wie in Frankreich –hierzulande die Bestsellerlisten nicht gestürmt hat, mag gegen allesmögliche sprechen, nicht … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Demokratische Mitgift

von Ulrich Scharfenorth Es gibt eine Alternative zu den realsozialistischen Irrwegen und zum Kapitalismus, der uns in die Krise geführt hat. So der nüchterne und dabei zutiefst spannende Epilog des vorliegenden Buches. Christian Felber komme – so der (leider anonyme) … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Deutsch-deutsches Dichterleben

von Kai Agthe Eine Autobiografie hat Thomas Brasch (1945-2001) nicht geschrieben. Leider. Allein schon bei dem Gedanken, seine deutsch-deutsche Lebensgeschichte aufzuzeichnen, verspürte er großes Unbehagen. In seinem Tagebuch notierte er, er wolle sein gelebtes Leben nicht literarisch „verwursten oder sensationalisieren“. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Stigmatisiert

von Hella Jülich „Wenn ich sterbe“, so prophezeite Piotr Koziej vor vier Jahren, „dann komme ich in den Himmel, denn in der Hölle war ich bereits.“ Als der 1944 von den Sowjets verhaftete Offizier der polnischen „Armia Krajowa“ dies sagte, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Eine neue Klassenfrage

von Günter Hayn Der Titel macht neugierig: „Deutschland 2.0“ heißt eine neue Schrift des WELT-Redakteurs Hans Christian Malzahn, die dieser Tage bei dtv premium erscheint. Der Autor verspricht „eine vorläufige Bilanz der Einheit“. Das ist seit einiger Zeit Mode. Wer … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Ein tolles Leben

von Heinz W. Konrad Pavel Kohout geht der Ruf nach „schwierig“ zu sein, auch hochfahrend elitär und eitel sowieso. Das schlüssig zu beurteilen ist kaum möglich, wenn man einen Menschen nicht persönlich kennt. Ist dieser Mensch aber ein Literat, lässt … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Eine Liebe aus der Distanz

von Klaus Hammer Kurt Tucholsky, der in steter Auseinandersetzung mit den Zeitereignissen zwischen 1907 und 1932 fast 2.500 Kritiken, Feuilletons, satirische Skizzen, Polemiken und Pamphlete, Porträts, Gedichte und Chansons veröffentlicht hat, wurde nach1945 vor allem durch seine Sommergeschichte „Schloss Gripsholm“ … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Leinwandgeschichte

von Frank Burkhard Ein Blick in die Filmgeschichte kann heitere Erinnerung sein, aber auch das Geschichtsbild des 20. Jahrhunderts erweitern. Gern erinnert man sich beispielsweise an die unzählige Male wiederholte Filmklamotte „Sieben Jahre Pech“, in der Hans Moser und Theo … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Versöhnender Brückenschlag blieb aus

von Horst Möller Als ihr gelegentlich deutsche Tugenden (streng, zielstrebig und gründlich) nachgesagt wurden, gesteht Christa Wolf ein, darüber fast ein wenig erschrocken zu sein. Und den Beschwichtigungsversuch, dass wir Deutschen dafür Griechenland Kredite geben können, kommentiert sie – zwar … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Den Wein des Lebens kosten

von Marko Martin Was für ein Leben! Geboren 1924 im Berliner Scheunenviertel und 1938 der mörderisch gewordenen Heimat mit einem der letzten jüdischen Kindertransporte nach England entkommen. Dann nach Kriegsbeginn dort als „feindlicher Ausländer“ interniert und mit einem Gefangenenschiff nach … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Die Kunst der Katastrophe

von Anne Dresden Man kann sich bei dem Versuch, kurz und bündig zu erklären, um welche Art Buch es sich bei Hans Magnus Enzensbergers „Album“ handelt, wohl nur die Zähne ausbeißen: Denn es ist, bezogen auf die Gattung, alles und … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Cartoons zum Staunen

von Thomas Behlert Bücher lesen macht nicht immer Spaß, manchmal vergreift man sich und liest plötzlich über ostdeutsche Türme oder hält den neuesten Grass in den Händen. Womöglich wurden diese Druckerzeugnisse auch noch an der Kasse bezahlt. Damit so etwas … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

IM wie Ibrahim Manfred

von Lars Berthold In Günter Grass‘ „Ein weites Feld“ breitet der abgehalfterte Stasi-Mann Hoftaller in einem Gespräch mit Fonty Wuttke „einige Fälle“ früherer Informeller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit aus und erwähnt auch den „sozialdemokratischen Fall Ibrahim Böhme“. Der Roman … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Akademische Kampfhähne

von Frank Ufen Im April 1906 stellte er gemeinsam mit seinem älteren Bruder mit 52,5 Stunden einen neuen Rekord im Ballon-Dauerfahren auf. Er gelangte als einer der ersten zu der Erkenntnis, dass es sich bei den Kratern auf der Mondoberfläche … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Von Selbstmördern und Neurotikern

von Mathias Iven Bücher über berühmte Familien stehen in der Gunst der Leser immer wieder ganz oben. Und so verwundert es, dass bis zum heutigen Tage noch niemand eine Biographie der Familie Wittgenstein vorgelegt hat. Wenn man sich das weitverzweigte … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Empörung und Engagement

von Erhard Crome Seit dem ausgehenden Mittelalter war in England, Holland und Frankreich das Pamphlet eine wichtige Form der auch politischen Auseinandersetzung. Die Argumentation folgt der Logik der Zuspitzung und der Anklage, die ruhige, sachliche Argumentation ist seine Sache nicht. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Ein Buch vom Morden

von Wolfgang Brauer Es gibt Bücher, die kommen zur rechten Zeit. 1912 der erste Band der Insel-Bücherei zum Beispiel: „… und die  sechzehn runden Säbel, die auf ihn zuspringen, Strahl um Strahl, sind ein Fest.“ So beschreibt Rainer Maria Rilke … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Zu dieser Ausgabe

Buchbesprechungen haben im Blättchen seit jeher einen ebenso festen Platz, wie das in der einstigen und unserer Publikation als Vorbild dienenden Weltbühne der Fall war. Schon da letztere wöchentlich und damit also doppelt so oft erschien wie das Blättchen, fand … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 17. März 2011

Feigheit vor dem Freund

von Heinz Jakubowski Es ist schon merkwürdig: Am Stellenwert gemessen, den die Informationspolitik zu realsozialistischen Zeiten hatte, vor allem aber hinsichtlich des Unmutes, den sie seinerzeit anhaltend und flächendeckend auslöste, ist an publizistischer Aufarbeitung dieser höchst relevanten DDR-Facette bislang vergleichsweise … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

„Der kommende Aufstand“ – eine intuitive Wortmeldung

von Michael Geiger Meine erster Eindruck nach oberflächiger Durchsicht des „kommenden Aufstandes“ war der: wieder keine besondere Idee, keine Vision, keine Analyse … eben ein Aufschrei, ebenso verständlich, wie hilflos. Beim zweiten Lesen „stolperte“ ich im Vorwort zur deutschen Ausgabe … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Dunkle Erinnerung

von Erhard Weinholz An die dunklen Zeiten solle man sich erinnern, an die Nazi- und die DDR-Herrschaft, schrieb neulich unser Beinahe-Bundespräsident. Dunkel war es tatsächlich in dieser DDR, ich muss es wissen: Ich bin nämlich einen Tag älter als sie. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Karl Marx

von Thomas Behlert Wenn man in Deutschland über Karl Marx, Kommunismus oder dergleichen schreibt, dann ist man schnell als nicht tragbar oder – schlimmer – als Terrorist und Staatsfeind verschrien. Huh, ein Gespenst geht um in Deutschland. Was auch immer … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Ächtung bei Harich, Apologie bei Bohrer

von Kai Agthe Friedrich Nietzsche aus der Perspektive von Wolfgang Harich und Karl Heinz Bohrer zu sehen, das heißt Nietzsche zwischen Ächtung und Apologie einzureihen. Der Essay des Berliner Philosophen Jürgen Große konfrontiert zwei Persönlichkeiten und ihre konträren Positionen zu … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Der Kampf um die Ressourcen hat begonnen

von Ulrich Scharfenorth Ausgehende Rohstoffe sind für fast alle Medien ein zentrales Thema – ganz gleich ob es sich um Erdöl, Kohle, Erze oder Mineralien handelt. Viele Substanzen, vor allem extrem wichtige, werden knapp, andere gehen gänzlich aus, und das … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Beim Durchschreiten deutscher Gegend (I)

von Eckhard Mieder Beim Durchschreiten deutscher Gegend Sind die Berge sehr bewegend. Auch sind Tal und Flüsse niedlich Und die Dörfer liegen friedlich Angeschmiegt an sanfte Hänge Oder weithin ohne Enge Zwischen Feldern, Wäldern, Seen – Deutschland ist hübsch anzusehn. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

China – Herr über die seltenen Erden

von Olivier Zajec Das große geopolitische Spiel um die seltenen Erden hat begonnen. China schickt sich an, die Produktion der für viele moderne Technologien unverzichtbaren Metalle zu dominieren. Auf dieses Ziel ist auch Pekings langfristige Industriepolitik ausgerichtet. Neue Meldungen über … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Plan zur Umgestaltung der Natur

von Klaus-Dieter Felsmann Ausschließlich mit den Augen eines Betriebswirtschaftlers gesehen, ist keine Art der Energiegewinnung so günstig, wie die Verstromung der Kohle. Hier kostet die Erzeugung einer Kilowattstunde etwa 5 Cent. Wenn man dagegen beispielsweise auf die Sonnenkraft zurückgreift, so … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Aufarbeitung in der Ferne

von Cem Sey Das Bild eines leblosen Mannes hat die Menschen in der Türkei an einem kalten Januarnachmittag im Jahr 2007 an ihren Fernsehbildschirmen gefesselt. Der Mann lag auf einem Bürgersteig in Istanbul auf dem Bauch. Die gesamte Nation konnte … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Kleine Geschenke …

von Katharina Kaaden Stallers Kopf ging ruckartig zum Tisch mit den Sonderangeboten zurück. Lag dort nicht eines jener Flaschenöffnermodelle, das er unlängst bei Freunden zerstört hatte? Der Blick, mit dem ihn die Freundin bedacht hatte, als er ihr großspurig das … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Markttreiben im Märkischen Museum

von Renate Hoffmann Das Thema der Ausstellung sprach sich in Windeseile in der Stadt Berlin herum:  Das „Märkische“ zeigt Kaufmannsläden aus seiner Sammlung. Sie seien ja auch Gegenstand von Kinderträumen, hieß es in der Einladung. Wer nun annahm, im Museumshaus … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Das Einheits- und Freiheitsdenkmal – ein gescheiterter Versuch

von Michaela Klingberg Am 9. November 2007 beschloss der Deutsche Bundestag die Errichtung eines „Freiheits- und Einheitsdenkmals“: Als ein „nationales Symbol in der Mitte der deutschen Hauptstadt“, solle es an die friedliche Revolution im Herbst 1989 und an die Wiedergewinnung … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Sülzetal 21

von Ines Fritz Meine Freundin Bea Noczynski ist eine liebe, nette und großherzige Frau. Sie und ihr Mann haben zwei eigene Kinder und zwei Pflegekinder, etliche Tiere und ein Haus zu versorgen – in in Osterweddingen im Sülzetal, einer Einheitsgemeinde … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Dilma Rousseffs schlechter Start

von Klaus Hart, Sao Paulo Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin, verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in sich. Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da Silva … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Kenntlichkeit

von Erhard Crome In einem der Fernsehsender wird gerade ein inzwischen nicht mehr unbekannter Soziologe befragt. Es geht um die Zunahme von Übergriffen auf Mitarbeiter von Ämtern, speziell des Sozialamtes. „Ja, das hat seit der Einführung von Hartz IV zugenommen“, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Legitimes Theater

von Hajo Jasper „So viel Scheinheiligkeit und Verlogenheit war selten in Deutschland.“ … Nun ja, Frau Merkel. Nicht, dass markige Worte von Ihnen nach Guttenbergs Abgang überraschend sind. Nur eben reagieren Sie, offenkundig etwas waidwund im Gemüt, mit solcherlei Statements … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Heuchler

von Ludwig Thoma Im Schweinekober der Zentrumspartei Gibt es einen lieblichen Brei. Das fährt mit hundert schmutzigen Rüsseln In die mit Unrat gefüllten Schüsseln Und wirft den Kot umher in den Gassen. Man könnte die Säue gewähren lassen, Erfüllten sie nicht die Welt mit Geschrei, dass nur bei ihnen das Gute sei. In Zentrumsblättern ist also zu lesen. Der Luther sei geschlechtskrank gewesen. Das schreibt so einer, der voriges Jahr Vielleicht noch weilte im Seminar, Und heute noch strebt mit vielen Beschwerden, Hinter den Ohren trocken zu werden, Der ist erfüllt vom heiligen Triebe Der allerbarmenden Nächstenliebe. Begießt die Toten im Grab mit Jauche Nach altem römischem Pfaffenbrauche. Und alle die Guten, Braven und Frommen Heißen die Lüge von Herzen willkommen, Sie zeigen sie ihren Kindern und Frauen, Damit auch sie sich christlich erbauen, Und scheuen sich nicht, sie einzuweihen In schmutzige Zoten. Doch morgen schreien Sie wieder mit aufgesperrtem Rachen, Sie müssten die deutsche Moral bewachen.  


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Antworten

Horst Seehofer, christsozialer Racheengel – Ihre Unionskollegen Norbert Lammert und Annette Schavan seien Karl-Theodor zu Guttenberg mit ihrer öffentlichen Kritik „in den Rücken gefallen“, haben Sie verlauten lassen und mit einem „Nachspiel“ gedroht. Nun kann man freilich als Politiker nicht … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Shinjuku liegt am Ende des Regenbogens. Japanische Impressionen (II)

von Sandra Beyer Der Bezirk Shinjuku gilt bei touristisch interessierten Menschen als Inbegriff der quirligen, japanischen Großstadt. Hier drängeln sich Menschen in Massen, um im Licht der Leuchtreklamen und der ohrenbetäubenden Geräusche von Autos und Geschäften in Bars und Theatern … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, abermals einen herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern, die in den vergangenen Wochen zur Finanzierung der laufenden Kosten fürs Blättchen beigetragen haben. Der Patient hat die Intensivstation verlassen, bedarf jedoch noch einiger Stärkung, um 2011 über … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Bemerkungen

Transatlantischer Lügenbaron So haben ihn uns also die Konzernmedien präsentiert: smart, jung-dynamisch, authentisch und natürlich aristokratisch. Zur Guttenberg’schen Familientradition  gehört es, wie uns eine geschickte PR-Kampagne suggerierte, für seine Prinzipien auch schon mal sterben zu können. Ein Held also, für … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011

Breitling – oder: Die wiedergefundene Liebe zur Mechanik

von Clemens Fischer Haben Sie eigentlich noch eine Beziehung zu Ihrer Armbanduhr? Die meinige ist schon vor vielen Jahren auf der Strecke geblieben, als der Vormarsch der seelenlosen elektronischen Zeitknechte nicht mehr aufzuhalten war. Kein morgendliches Aufziehen des Chronometers mehr. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

HOCHTIEF hat es im Namen

von Judith Dellheim Wären da nicht die Ängste der Beschäftigten und ihrer Familien vor dem Verlust von Arbeitsplätzen und den sozialen Folgen, könnte trefflich gelästert werden: Erst ging es mit dem Unternehmen scheinbar nur hoch, dann eben ziemlich plötzlich ganz … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Das Augsburger Zweigespann

von Renate Hoffmann An zwei Herren kommt man in der Stadt Augsburg nicht vorbei: Jakob Fugger (1459-1525) und Bertolt Brecht (1898-1956). Mit dem Einen taten sich die Bürger leicht, mit dem Anderen – schwer. Zu Ersterem heißt es: „Er stiftete … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Eine Villa im Dschungel

von Uri Avnery Wir sind inmitten eines geologischen Geschehens. Ein Erdbeben von historischen Dimensionen verändert die Landschaft unserer Region. Berge werden zu Tälern, Inseln tauchen aus dem Meer auf, Vulkane bedecken das Land mit Lava. Die Menschen fürchten sich vor … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

EXIT ohne Strategie

von Heerke Hummel Wer das Buch „Exit“ von Meinhard Miegel zur Hand nimmt, wird den im Untertitel eingeforderten „Wohlstand ohne Wachstum“ für das angestrebte Ziel halten, das uns beim Überwinden der heutigen, vernunftlos wachstumsgetriebenen Gesellschaft erwarten sollte. Wird aber auch … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

XXL: Feindbild Islam

Der erste Irak-Krieg dauerte vom 2. August 1990 bis zum 12. April 1991 an. Die Geschichte ist bekannt, fast vergessen dagegen, dass justament zur selben Zeit der Publizist Peter Scholl-Latour – ein hervorragend vernetzter journalistischer Haudegen mit herausragenden handwerklichen Qualitäten … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Congratulation, Wolfgang Leber!

von Klaus Hammer „Blau ist die Farbe deines gelben Haares. Rot ist das Girren deines grünen Vogels. Du schlichtes Mädchen im Alltagskleid, du liebes grünes Tier, ich liebe dir!“ So dichtete der „Merz“-Künstler Kurt Schwitters. Setzt sich Wolfgang Leber in … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Linksreformismus

von Erhard Crome Das Wort steht sperrig im Raum. Das junge Bürschlein mit pickeligem Gesicht, Streichholzarmen („Um Himmels Willen keinen Sport!“), aber dem schwarzen T-Shirt mit Totenkopf und der Aufschrift: „Terror“ bekundet, „links“ zu sein. Aber darunter versteht es natürlich … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Kein Sturm im Wasserglas

von Günter Hayn Am 13. Februar fand in Berlin ein Volksentscheid zur Offenlegung der Verträge zur Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe statt. Nachdem der Senat im Spätherbst 2010 – durchaus im Bewußtsein eines sich abzeichnenden Erfolges des seinerzeit laufenden Volksbegehrens für … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Nachrichten aus der Debattiermaschine VI

von Eckhard Mieder Ich bin krank und bitte um Quarantäne. Bringt mich an einen Ort jenseits der Gesellschaft und untersagt jeglichen Kontakt mit mir. Schützt euch und mich vor mir. Ich zittere, neige zu Aus- und Anfällen. Ich bin unberechenbar … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Im Winter ist es kälter als draußen. Japanische Impressionen (1)

von Sandra Beyer Als sich der Geologe Heinrich Edmund Naumann (1854-1927) im Jahre 1886 in der „Allgemeinen Zeitung“ zur Modernisierung Japans äußerte, richtete er sich an ein deutsches Publikum und wollte diesem ein rückständiges Land in blinder Jagd auf die … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Der rote Joseph

von Wolfgang Brauer Wir glauben ihn zu kennen, den Hiob: Wie er sentimental-verhangenen Auges aus dem Caféhaus zu den Klängen des Radetzkymarsches in den Großen Krieg der weißen Männer zog, während des langem Atemholens jenes Krieges zu seinem zweiten Anlauf … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Zweckentfremdet

von F.-B. Habel Als die Familie Tetzlaff aus dem Ruhrgebiet, allesamt „ein Herz und eine Seele“, beratschlagte, wohin man in den Urlaub fahren sollte, war Else strikt gegen Afrika: „Das macht überhaupt keinen Unterschied, ob man da als Mann hinkommt … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Günter Kochans 6. Sinfonie uraufgeführt

von Liesel Markowski Es war eine Tat gegen das Vergessen im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt. Musik von Günter Kochan stand im Mittelpunkt des Programms am 11. Februar 2011: Seine 6. Sinfonie erklang als postume Uraufführung. Kochan (1930-2009) gehörte zu den … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Streit und Kampf

von Erich Mühsam Nicht nötig ist’s, nach Schritt und Takt gehorsam vorwärts zu marschieren. Doch wenn der Hahn der Flinte knackt, dann miteinander zugepackt und nicht den Nebenmann verlieren! Schlagt zwanzig Freiheitstheorien euch gegenseitig um die Ohren und singt nach … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Antworten

Wolfgang Methling, führender Linksparteiökologe – Sie äußerten dieser Tage im ND Bemerkenswertes zur brandenburgischen Wirtschaftspolitik: „Es muss Politik werden, dass die fossilen Rohstoffe zum Verbrennen zu schade sind. … Die Ressourcen sind endlich und ihre Verbrennung verstärkt den Klimawandel.“ Man … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Ägypten? Ägypten!

von Thomas M. Wandel Wer bei Al Jazeera die Live-Übertragungen aus Ägypten verfolgen konnte, hätte sich einer Art Zeitsprung-Gefühl nicht erwehren können: Das war zwar nicht der Alexanderplatz und im Detail war alles anders als 1989, aber die Hoffnungen, die … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Bemerkungen

Offene Fragen Im aktuellen Skandal um die Plagiatsvorwürfe gegenüber Dr. jur. – Titel zurzeit ruhend – Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg (CSU) im Zusammenhang mit seiner Dissertation ergriff der Saarländische … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011

Kurze Hosen

von Horst Jacob Als wenn dies nicht alle Jungs kennen würden: Spätestens in der Schule und/oder im heimischen Quartier fügen sich Zufalls- zu Zweckgemeinschaften. Das Sagen hat der jeweils Stärkste, um den man sich zu sammeln pflegt. Das ist manchmal … Weiterlesen


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, mit dieser Ausgabe möchten wir Ihnen einen neuen Service anbieten: Ab sofort können Sie sich bequem per E-Mail vom Erscheinen jeder neuen Ausgabe informieren lassen und erhalten damit jeweils zugleich das aktuelle Inhaltsverzeichnis. Wie das geht? … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Vatikan AG

von Gabriele Muthesius Ich bin in einem glaubensfernen Elternhaus aufgewachsen, habe das atheistisch geprägte Bildungs- und Erziehungssystem der DDR durchlaufen und hatte seither keine Veranlassung, meine materialistische Weltanschauung von ihren Grundlagen her in Zweifel zu ziehen. In ein kritisch-ablehnendes Verhältnis … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Afghanistans fragile Demokratie im Rückwärtsgang

von Thomas Ruttig, Kabul/Oranienburg Das könnte Langzeit-Weltrekord sein: Knapp fünf Monate nach der Parlamentswahl am 18. September 2010 und vier nach Verkündigung des „endgültigen“ Endergebnisses haben die Abgeordneten immer noch nicht ihre Arbeit beginnen können. Kurz vor dem 23. Januar, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

An einen Humanisten

von Lothar Quinkenstein Reuchlin, du hast dich tapfer geschlagen gegen Hoogstraeten und Pfefferkorn, Kind deiner Zeit, Geschriebenes aber war Pflicht. Lesen, was dasteht, und wo du nicht wusstest, erfandst du kein Urteil, empfahlst kundige Prüfung. Du hast gewiss gehört davon: … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Die Linke und die Nation – Plädoyer für eine Annäherung

von Detlef Clemens Warum eigentlich sieht man Jürgen Trittin nie mit einem Deutschlandfähnchen wedeln oder Gregor Gysi im WM-Trikot? Warum singen die SPD Delegierten zum Abschluss eines Parteitages „Wenn wir schreiten Seit an Seit“ und nicht die Nationalhymne? Eigentlich war … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Stunde Null

von Ingeborg Kolinko Wieder lebe ich zwischen den Zeiten. Bin zu Hause im Nirgendwo. Fühle mich heimisch auf Bahnhöfen, in Zügen… Dort, wo das Gedächtnis erste flüchtige Nester baute.


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Dem lauteren Gelehrten Eberhard Haufe zum 80.

von Kai Agthe „In meiner Jugend hatte ich das Glück, einen Lehrer von lauterer Gesinnung und strenger Wissenschaftlichkeit zu kennen, der mich in die Geschichte der deutschen Literatur einführte.“ So eröffnete der Philosoph Manfred Riedel 1991 sein Porträt über den … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Maxim Gorki „Kinder der Sonne“

von Frank Burkhard „Sattheit enthält, wie jede andere Kraft, immer auch ein bestimmtes Maß an Frechheit, und dies äußert sich vor allem darin, daß der Satte dem Hungrigen Lehren erteilt.“(Anton Tschechow) Der Dramatiker Tschechow hatte ein feines Gespür für die … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Das Triumfeminat

von Wolfgang Lieb In Richard Wagners „Götterdämmerung“ nehmen die „Nornen“ eine wichtige Rolle ein, sie verkünden das nahe Ende der Götter. Nornen sind in der nordischen Mythologie drei schicksalbestimmende Frauen. Sie heißen Urd (das Gewordene), Verdandi (das Werdende) und Skuld … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Die Zweite Große Transformation

von Rolf Reißig Wie gerade die jüngere Geschichte der Moderne zeigt, können zwei Gangarten gesellschaftlicher Entwicklung unterschieden werden: Sozialer Wandel innerhalb eines sozioökonomischen, soziokulturellen Entwicklungsmodells und Übergangs- beziehungsweise Umbruchphasen, in denen sich Wirtschafts- und Lebensweisen grundlegend ändern. Soziologen sprechen deshalb … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Sicherheitspolitische Schizophrenie – die NATO und die atomare Abrüstung

von Wolfgang Schwarz „Soviel Abrüstung war noch nie in der NATO“, jubelte Bundesaußenminister Guido Westerwelle zum Abschluss des Paktgipfels in Lissabon Ende November vergangenen Jahres. Dass die NATO sich jetzt ebenfalls dem Ziel eines weltweiten Abbaus der Atomwaffen verpflichten wolle, … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Gemeinwohlökonomie – Das Wirtschaftsmodell der Zukunft?

von Ulrich Scharfenorth Es gibt eine Alternative zu den realsozialistischen Irrwegen und zum Kapitalismus, der uns in die Krise geführt hat. So der nüchterne und dabei zutiefst spannende Epilog des Buches von Christian Felber „Gemeinwohlökonomie – Das Wirtschaftsmodell der Zukunft“. … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Der Zeitsparer

von Ignaz Wrobel Am 27. Februar 1926 war es so weit. Die Herren in weißen Laboratoriumsmänteln erfüllten den großen Raum, bewegten sich unruhig, lachten, gestikulierten und sprachen aufgeregt durcheinander. Denn sie hatten zwei Stunden regungslos gehorcht, abwechselnd auf den ungefügen … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Ägypten – Metamorphosen der Macht

von Peter Petras Wohin schwanken die Gestalten der Politik und der Meinungsmedien im Westen? Kaum waren die Bilder von den Massendemonstrationen auf den Straßen von Kairo, Suez und Alexandria durch die Medien, schrieben die Zeitungen in Deutschland von FAZ bis … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Transformation der Bundeswehr – Die offenen Fragen

von Erhard Crome In der S-Bahn hängt ein Werbeplakat:„Bundeswehrreform – Deine Chance!“ Da steht nicht: Es wird auch gestorben. Bei jeder Arznei muss es einen langen Zettel mit Verweis auf Risiken und Nebenwirkungen geben, hier nicht. Warum eigentlich nicht? Die … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Chorin im tiefen Winter – Ein Nachtrag

von Renate Hoffmann Nordöstlich von Berlin gelegen und halbwegs noch im Bannkreis der rührigen Hauptstadt. Das Zisterzienser Kloster Chorin. Nicht eigentlich an seinem Gründungsort erstanden – im Kloster Lehnin in Auftrag gegeben, auf einer Insel im Parsteiner See zu errichten … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Antworten

Oskar Negt, sozialphilosophischer Antworterübriger – „Der Fall der Mauer war ein unerhörter Freiheitsgewinn“, haben Sie  im Freitag angemerkt. „Und gleichzeitig begann damit der Abbau des Sozialstaates. Es begann eine neue Phase, in der der Mensch wirklich zum Anhängsel des Marktes … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Bemerkungen

Gelöbnis Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Ich werde meinen Lehrern die schuldige Achtung und Dankbarkeit erweisen. Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. Die … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 20 | 11. Oktober 2010

BEMERKUNGEN

Terrorimport, nein danke! Gerade meinen die USA mit Verweis auf geheimdienstliche Quellen (was mitunter auch als „Haben wir uns gerade ausgedacht“ gelesen werden kann) Terrorwarnungen für Europa aussprechen zu müssen. Sicher wollen sie ihre Verbündeten in Afghanistan bei der Stange … Weiterlesen