Archiv der Kategorie: Blättchen

Anwälte, Mediziner – Straßenkehrer

von Klaus Hart, Rio de Janeiro Bei Rios Stadtreinigung bewerben sich über 300000 als Gari – Monatslohn 140 Euro. »So ein Straßenkehrerjob ist bei dieser Massenarbeitslosigkeit direkt ein Privileg«, sagt Rafael Lerner, Personaldirektor der Stadtreinigung Comlurb Rio de Janeiros. Den … Weiterlesen →

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In Stellung

von Jürgen Scheich Die Süddeutsche Zeitung ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Dünner ist ihr Korrespondentennetz in den vorigen Jahren geworden. Für das Blatt aus München ein Minus. Aber nicht davon soll die Rede sein, sondern von … Weiterlesen →

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Draußen vor der Tür

von Nikos Skantinos, Nikosia Auch mit der Inszenierung von Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert bleibt das zyprische Staatstheater seiner Verpflichtung treu, sich, wann immer möglich, in die aktuellen politischen, sozialen und geistigen Auseinandersetzungen der Gesellschaft einzumischen. Entstanden ist … Weiterlesen →

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100 Tage

von Kathrin Singer, Kiew Einen 100-Tage-Plan hatte Präsident Juschtschenko bei seinem Amtsantritt Ende Januar nicht aufgestellt. Ein erstes Resümee wurde dennoch jetzt gezogen. In einer erweiterten Kabinettsitzung gab der Präsident der Regierung die allerhöchste Punktzahl. Das Vertrauen der Menschen, speziell … Weiterlesen →

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Der fröhliche Anarchist

von Paul Oswald Leichtgläubige halten reportierende Journalisten immer wieder für neugierig, indes: Diese Spezies scheint vom Aussterben bedroht und wird mehr und mehr durch solche ersetzt, die eigentlich schon vorher alles wissen, Meinungen parat haben und den zu erkundenden Gegenstand … Weiterlesen →

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Von der Abkehr zur Rückkehr

von Mieczyslaw F. Rakowski, Warschau Seit einiger Zeit sprechen Spitzenpolitiker der noch regierenden SLD von der Notwendigkeit, zu linken Wurzeln und Werten zurückzukehren. Wenn von einer Rückkehr die Rede ist, so deutet das daraufhin, daß es einmal eine Abkehr gegeben … Weiterlesen →

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Werkleiter Schirmer

von Wolfram Adolphi Acht Jahre nach der Befreiung vom Faschismus, im Jahre 1953, übergab die Sowjetunion die Leuna-Werke – den im Dreieck zwischen Halle und Leipzig gelegenen riesigen, sieben Kilometer langen und fast drei Kilometer breiten Chemiebetrieb, in dem 30000 … Weiterlesen →

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Kurze Bacharacher Heimatgeschichte

von Eckhard Mieder In den Weinbergen bei Bacharach sind wir allein. Die Hänge mit den Rebstöcken sind so steil, daß es mich schaudert. Ich stehe nicht gerne weit oben und schaue tief ins Tal. Der Schieferboden ist scharfkantig, ich wollte … Weiterlesen →

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Vatertag

von Bernhard Romeike Es ist Mai. An der Bushaltestelle sind Aufkleber angebracht: »Vatertagsfeiern« seien sexistisch und frauenfeindlich, rassistisch beziehungsweise fremdenfeindlich und außerdem antisemitisch. Deshalb werde seit Jahren die Forderung gestellt, die BVG solle heterosexuelle, deutsche Männer an diesem Tage vom … Weiterlesen →

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EU-Verfassung – und ich bin nicht dabei

von Max Hagebök Alles frei macht der Mai. Welch Wortgespielin treibt mich um, wenn es um die Verfassung meines Europas geht? Ich bin ein Europäer, auch wenn ich es nie sein wollte. Deshalb wollte ich meinen demokratisch gebildeten Willen bei … Weiterlesen →

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Die Wahl der Qual

von André Hagel Wer sich in den vergangenen Wochen kreuz und quer durch Nordrhein-Westfalen bewegte – das seine Politiker immer wieder (wie weiland auch die in der DDR) so gerne auf drei Buchstaben reduzieren –, wurde selbst als stark Kurzsichtiger … Weiterlesen →

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Jugendarbeit mit Rechten

von Heiko Hilker Nach den Gewaltausbrüchen Jugendlicher gegen Asylbewerber in Hoyerswerda im Jahre 1991 legte die Bundesregierung mit ihrer damaligen Jugendministerin Angela Merkel ein Aktionsprogramm gegen Aggression und Gewalt (AgAG) auf. Doch ein Beweis dafür, daß die zwischen 1992 und … Weiterlesen →

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Gedenken an der Saale

von Wolfgang Sabath Das, was Julius Schoeps, Leiter des Moses-Mendelssohn-Zentrums an der Universität Potsdam, über das Berliner Mahnmal für die ermordeten Juden Europas sagte, könnte mühelos als Motto für die meisten Gedenkveranstaltungen zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus gelten: … Weiterlesen →

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Herrn Andersens Gefühle

von Renate Hoffmann Die erste Liebe ereilt jeden. Hans Christian überkam sie während einer Sommerreise, die ihn über Jütland und Fühnen führte. In einer kleineren Stadt auf Fühnen (Faaborg), so erzählt er, habe er ein »reiches Haus« besucht. Und dort … Weiterlesen →

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Die hundert Tage des Viktor Juschtschenko

von M. R. Richter, Kiew Zeit also für ein erstes Resümee. Die Hauptpersonen der neuen ukrainischen Führung sind zum ersten Präsident Juschtschenko, der bisher im Ausland versuchte, die Ernte der »orangenen« Revolution einzufahren, zum zweiten die Premierministerin Timoschenko an den … Weiterlesen →

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Die hundert Tage des Abu Mazen

von Uri Avnery, Tel Aviv Die Juden feierten jetzt im Gedenken an den Auszug aus Ägypten Pessach. Nach Exodus 5 (2. Mos. 5) befahl der Pharao den Kindern Israels, Ziegel mit Häcksel zu produzieren, lieferte ihnen aber kein Häcksel. »Und … Weiterlesen →

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Papst-Wahn

von Matthias Käther Das mahnt an Kreuzzug und Turnei, An Minne und frommes Dienen, An die ungedruckte Glaubenszeit, Wo noch keine Zeitung erschienen. Heine Mit der Wahl von Joseph Ratzinger zum neuen Papst erreicht das Zeitalter der Restauration, das 1990 … Weiterlesen →

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Hilflose SPD

von Max Hagebök Müntefering hat es wieder geschafft. Ich war irgendwo auf der Autobahn und hörte nicht ganz ausgeschlafen die Nachrichten. Es ist die beste Zeit, um sich auf irgendeiner Straße mit seinem Auto von dieser Welt zu verabschieden. Der … Weiterlesen →

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Grausam, traurig, humorlos

von Gerhard Wagner Der englische Regisseur Carol Reed drehte 1948 nach einem Skript von Graham Greene im noch stark zerbombten Wien den Kriminalfilm Der dritte Mann. Einer der wichtigsten Drehorte war das Nachtlokal Orient am Tiefen Graben. Wie ein weiterer … Weiterlesen →

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»In Gottes Namen …«

von Gerd Kaiser Die Losung In Gottes Namen für Eure und Unsere Freiheit wurde erstmals im Novemberaufstand der Polen 1830 benutzt. In polnischer Sprache leuchtete sie auf der einen, in russischer Sprache auf der anderen Seite des purpurroten Banners, auf … Weiterlesen →

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Bombenbesuch in Hanau

von Eckhard Mieder Im Technischen Rathaus gibt es eine Ausstellung über die Bombardements der Briten und Amerikaner auf die Stadt Hanau. An den Wänden hängen Luftaufnahmen der alliierten Aufklärung. Präzise Fotos von Einschlägen, Trichtern und qualmenden Anlagen. Es sind schöne, … Weiterlesen →

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Reims und Karlshorst

von Fritz Klein Am 8. Mai 1945 um 23.01 Uhr trat die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht in kraft. Die Niederlage des faschistischen Deutschlands war besiegelt. Deutschland war vom Faschismus befreit. Kapituliert hatte das deutsche Oberkommando zweimal, am 7. Mai am … Weiterlesen →

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Ich selbst hatte 2 Panzerfäuste reserviert …

von Peter Braune Rudolf Hänel liegt am 6. Februar 1945 als Volkssturmmann in seinem Deckungsloch vor Crossen an der Oder und hat Zeit, an den Herrn Reichsminister und Chef der Reichskanzlei, Martin Bormann, »gehorsamst mit der Bitte um gefällige Kenntnisnahme« … Weiterlesen →

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Dank Euch, Ihr Sowjetsoldaten

von Jörn Schütrumpf Vor siebzig Jahren, im Frühjahr 1935, herrschte in Deutschland eine Diktatur, die sich gegenüber vielen späteren Diktaturen in Lateinamerika und Afrika beinahe moderat ausnahm: wenige tausend politische Gefangene; ein paar Dutzend ermordete politische Gegner; alles mehr oder … Weiterlesen →

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Herr G. ist im Urlaub

mit Eckhard Mieder Herr G. hat sich in den Urlaub verabschiedet. Es war nicht sicher, ob er, seine Frau und seine Schäferhündin würden fahren können. Denn Frau G. blieb auf der Zeil plötzlich stehen und konnte nicht mehr weiter laufen. … Weiterlesen →

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Monteverdi und Purcel

von Liesel Markowski Die Cadenza-Barocktage der Berliner Lindenoper sind zum Magnet geworden. Das zahlreiche interessierte Publikum überfüllt die Säle. Alte Musik in gediegener Interpretation macht hier erfreulich Furore. Die Musik tat es auch diesmal wieder, die Szene weniger. Fürs musikalische … Weiterlesen →

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Im Märzen

von Ursula Malinka Der März ist vorbei und der Internationale Frauentag demzufolge auch – hat ihn jemand gefeiert? Wohl kaum, es gab ja nichts zu feiern. Aus der offiziellen Politik ist er schon lange verschwunden. »… Alle Bundestagsfraktionen sehen die … Weiterlesen →

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Lisa Hausen

von Mario Keßler Wie erst jetzt bekannt wurde, starb am 3. Februar die 1906 in Jena geborene Lisa Hausen in Swarthmore, Pennsylvania. Mit ihrem Mann Erich gehörte sie zu den kommunistischen Gegnern Stalins: Sie war Mitglied der KPD-Opposition. Lisa Hausen, … Weiterlesen →

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Ralf Schröder

von Erhard Hexelschneider Dem Literaturwissenschaftler Ralf Schröder (1927-2001) bin ich persönlich kaum begegnet. Als ich mit dem Slawistikstudium in Greifswald begann, lehrte er schon in Leipzig, und als ich eine Assistenz am Slawischen Institut in Leipzig anfing, lief gerade der … Weiterlesen →

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Hakenkreuze bei C&A

von Klaus Hart, Rio de Janeiro Brasilien: Kleiderständer in Modegeschäften in Hakenkreuzform, Hakenkreuzornamente aus der Nazizeit in Gebäuden, die Familiennamen führender Nazis als amtlich anerkannte Vornamen – auch für die Lula-Regierung bislang alles kein Grund zum Eingreifen. In Deutschland erregen … Weiterlesen →

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Hautschuppe und Telefonkabel

von Frank Hanisch Innerhalb von 48 Stunden wurde jüngst der Mörder des Münchner Modemachers Mooshammer identifiziert. Aus den Spuren am Telefonkabel, das als Schlinge diente, wurde DNA isoliert. Deren Analyse wurde mit Untersuchungsbefunden von Straftätern aus der DNA-Datenbank beim Bundeskriminalamt … Weiterlesen →

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Das Rätsel des Erinnerns

von Frank Ufen Im Jahre 1895 forderte das französische Forscherehepaar Victor und Cathérine Henri die Leser der damals wichtigsten psychologischen Fachzeitschriften dazu auf, ihre frühesten Erinnerungen zu schildern. An der Befragung beteiligten sich insgesamt 123 Studenten und Wissenschaftler, unter ihnen … Weiterlesen →

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Gleit-Gültigkeit

von Rainer Vangermaine Wir gleiten Wohin? Nimm Gleitkrem Möchte gleiten mit Dir Auf Brettern Die Armut bedeuten Nimm Gleitkrem Wir gleiten hinüber Vom Supermarkt In die Suppenküche Nimm Gleitkrem Kommt an die Tafel des Herrn, – Ihr Spatzengehirne Mit Gleitkrem … Weiterlesen →

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Das Eigenheim

von Ove Lieh Mal ehrlich, schon beim Lesen der Überschrift fühlt man sich geborgen. Es ist eben nicht nur eine schöne Sache, dieses Eigenheim, sondern auch ein schönes Wort. Allerdings zeigt ein Blick auf die Erstellungs- oder Erwerbskosten meist auch … Weiterlesen →

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Wiederaufbauwut

von Wolfram Adolphi Die Kirche in Potsdam braucht keine neue Kirche. Raum zum Gottesdienst ist ausreichend – und in beachtlicher Herrlichkeit – vorhanden. Klagen, daß es anders wäre, gibt es nicht. Trotzdem soll eine neue Kirche her. Und zwar eine … Weiterlesen →

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Empört Euch!

von Karin Brösicke Ja, empört Euch, Berliner! Denn etwas Empörendes geschieht in Eurer Stadt. In einer Zeit, wo überall Mangel an Toleranz und steigende Gewaltbereitschaft beklagt werden, wo sich wachsende soziale Probleme zunehmend in dumpfen Ausländerhaß kanalisieren und wo immer … Weiterlesen →

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Zurück vor 1789?

von Erhard Crome Die bürgerlichen Medien schienen für kurze Zeit irritiert. Millionen Menschen nach Rom zur Trauer angereist, dreihunderttausend auf dem Petersplatz, um die Zeremonie direkt zu erleben. Das ließ sich nicht allein mit der Rolle Wojtyl⁄as beim Sturz des … Weiterlesen →

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R.I.P.

von Wolfgang Geier R.I.P. – requiescat in pace – ›er ruhe in Frieden‹ ist die Abkürzung der liturgischen Schlußformel der katholischen Totenfeier. Der Tod hat nun die bizarre Medieninszenierung eines qualvollen Leidens und Sterbens beendet, vorerst. Nach dem habemus papam … Weiterlesen →

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Traurig ohne Trauer

von Jerzy Urban, Warschau Ich trage keine Trauer des Papstes wegen. Die totale Offensive des triumphierenden Katholizismus stört mich. Die Heuchelei, zur Schau getragen von auf Trauer geschminkten Frätzchen der Programmsprecherinnen im Fernsehen, ekelt mich an. Mich stören diese Politikdarsteller, … Weiterlesen →

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Wozu noch WM?

von Klaus Hansen Die Auslosung der Eintrittskarten für die Fußballweltmeisterschaft 2006 steht bevor. Dem freiverkäuflichen Kontingent von einigen Hunderttausend steht eine Nachfrage von zehn Millionen gegenüber. Kehren die Spieler heim zu ihrer Nationalmannschaft, so heißt das für die meisten der … Weiterlesen →

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Ronda, Rilke, Romero

von Renate Hoffmann Noch säumt Mimosengebüsch die Küstenstraße an der andalusischen Costa del Sol. Noch weht vom Wasser her feuchtwarme Morgenluft aufs Land. Dann strebt der Weg, bei Marbella fast rechtwinklig abbiegend, in die Berge. Höher, höher. Schluchten tun sich … Weiterlesen →

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George F. Kennan

von Mario Keßler Als er am 16. Februar 1904 in Milwaukee, Wisconsin, geboren wurde, hieß der US-Präsident Theodore Roosevelt und der Krieg gegen Spanien, der die Weltmachtstellung der USA begründete, lag erst sechs Jahre zurück. Am 17. März 2005 starb … Weiterlesen →

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Bush war hier

von Eckhard Mieder 16. Februar.  Luise ist weniger enttäuscht, als ich befürchtete. Sie hatte sich darauf gefreut, mit mir nach Mainz zu fahren. Demo gegen den Bush-Besuch. Könnte happig werden. Gewalt und Polizei und Da-versteht-der-Staat-aber-keinen-Spaß. Besser, das Kind bleibt zu … Weiterlesen →

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Die Kündigung

von Kurt Merkel Allenthalben sucht man in Deutschland nach einem Konsens. Konsens auch mit dem Abgelehnten, mit der Regierung, mit den Amerikanern. Eingebunden in ein Leben voller Konflikte, läßt man sich nicht so leicht die Überzeugung nehmen, am Ende fänden … Weiterlesen →

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DDR-Kubaner

von Wolfram Adolphi Es sprechen, sagt mir mein Baedeker-Allianz-Reiseführer aus dem Jahre 2001, »viele Kubaner«, darunter »besonders Reiseleiter und Hotelangestellte«, »auch gut Deutsch«, und zwar »aufgrund der früheren Beziehungen zur ehemaligen DDR«. Diese »früheren Beziehungen zur ehemaligen DDR« brachten am … Weiterlesen →

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Beton über Heimat

von Martin Nicklaus Hort meiner Jugendjahre war ein großzügiger, von Bruno Taut geplanter Wohnkomplex. Von hier aus starteten erste Ausflüge in die Umgebung. Heute würden die Entdeckungstouren bereits an einer modernen Zaunanlage enden, die Tauts Idee von Weite und Offenheit … Weiterlesen →

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Warten auf Kundschaft

von Erhard Weinholz Die fünfziger Jahre waren eine bewegte Zeit, nicht nur in politischer Hinsicht. Auch im Alltag änderte sich vieles, hier oft zum besseren: Die HO-Preise sanken, die Rationierungen wurden abgeschafft, das Angebot in den Läden wurde breiter. Allerdings … Weiterlesen →

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Bedarfs- statt Solidargemeinschaft

von Harry Nick Am Buchende angelangt, ist die anfängliche Verwunderung darüber verflogen, wie man einen Monat vor dem Start dieses Hartz-Projekts eine Abrechnung wagen konnte. Der Buchgegenstand wird ins Prismenlicht gestellt: Die Grundfarbe wie ihr zerlegtes Spektrum werden sichtbar. Welcher … Weiterlesen →

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Fremde Welten

von Ove Lieh K.-J. Wussow ist hoch verschuldet, sein Vermögen ist mehr als aufgebraucht; ja, er soll sogar über eine Million Euro Schulden haben. Was empfinden Sie bei einer solchen Nachricht? Ja sicher, ein bißchen Mitleid, und es ist ja … Weiterlesen →

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Politik für alle?

von Helge Meves Der Mensch muß aus der Sprache verschwinden, um die Ungeheuerlichkeit des Tuns zu verschleiern«, konstatiert Oskar Lafontaine in seinem dritten Buch nach dem Mobbing durch den 98er Wahlsieger. Und er analysiert die Begriffskonstruktionen der neoliberalen Revolution, die … Weiterlesen →

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Kein Wehner. Nirgends

von Erhard Crome Die Fegefeuer des Kommunismus hatte er hinter sich. Nach 1945 war er Sozi, in Westdeutschland. Vielleicht war er der wichtigste der »demokratischen Sozialisten« im Nachkriegsdeutschland. Vielen traditionellen Sozialdemokraten gegenüber hatte er aus seiner kommunistischen Vergangenheit heraus den … Weiterlesen →

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Austria Felix

von Bernhard Romeike Österreich war immer etwas anders. Deshalb nannte man es ja auch das glückliche Österreich: Felix Austria. Bis 1806 befand sich zwar die Hauptstadt des Reiches, das ein Deutsches sein sollte, in Wien. Dennoch war es anders, spätestens … Weiterlesen →

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Am Ende muß Fidelio sterben

von Kai Agthe Am Ende dieser Inszenierung stehen der Tod und der Protest, aber kein liebendes Paar. Doch beginnen wir am Anfang: 1805 erlebte mit Fidelio die einzige Oper Ludwig van Beethovens (1770-1828) ihre Uraufführung. Die Premiere mißriet trotz der … Weiterlesen →

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Lady Macbeth von Mzensk

von Liesel Markowski Es ist jene Oper, die der 24jährige Schostakowitsch in kühnem Wurf nach der gleichnamigen Erzählung von Leskow schuf, die nach großem Erfolg – auch im Ausland – unter stalinistisches Verdikt fiel und verschwand. Es ist jene Oper, … Weiterlesen →

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Hazloche u broche

von Walter Thomas Heyn Hazloche u broche« ist jiddisch und bedeutet »Glück und Segen«. Per Verballhornung eingedeutscht, kennen wir dieses alte Sprichwort als »Hals- und Beinbruch«. Beides – Glück und Segen und Hals- und Beinbruch – kommt reichlich vor in … Weiterlesen →

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Die Stadt im Vorurteil

von Mathias Iven, London Kommt man als Tourist nach London, dann fallen einem bereits nach sehr kurzer Zeit drei Dinge auf: Die Stadt ist laut, kein Mensch scheint Zeit zu haben, und einfach alles ist furchtbar teuer – stimmt und … Weiterlesen →

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Putinisazija – Putinschtschina

von Wolfgang Geier Im Russischen bezeichnet man einen Vorgang, in welchem eine politische Person ihrer Amtszeit »den Stempel aufdrückt«, mit der Endung -sazija, also -sierung. Das Ergebnis, der daraus entstehende Zustand wird mit -schtschina beschrieben, wofür es keine genaue deutsche … Weiterlesen →

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Nächste Kreuzzüge

von Uri Avnery, Tel Aviv Vor vielen Jahren las ich das Buch Der stille Amerikaner von Graham Green. Seine Hauptfigur ist ein hochgesinnter, naiver, junger amerikanischer Geheimdienstler in Vietnam. Er hat von der Komplexität dieses Landes keine Ahnung, will aber … Weiterlesen →

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Herr G. und der Hundeschiß

von Eckhard Mieder Herr G.s silberfarbener Audi verengt die Straße so, daß sich das Mercedes-Kabrio im Schrittempo zwischen ihm und dem auf der anderen Seite der Straße parkenden Golf hindurchfädeln muß. Die Frau am Steuer, braun wie meine wildledernen Hausschuhe, … Weiterlesen →

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Gebrannte Brücke

von Gerd Kaiser Kleine Dörfer haben wie auch kleine Politiker ihre Geschichte. Wanderungen durch den heimatlichen Thüringer Wald führten mich unlängst nach Hönbach. Dieses unweit vom thüringischen Sonneberg und fränkischen Coburg gelegene Dörfchen ist bislang schwerlich einem der Leser dieser … Weiterlesen →

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Nathan Steinberger

von Mario Keßler Er hat das Jahrhundert der Katastrophen zur Gänze durchmessen, und er hat die Katastrophen am eigenen Leib zu spüren bekommen. Von Hitler und von Stalin verfolgt, mußte er beinahe ein Menschenalter lang das Leben eines Ausgestoßenen führen. … Weiterlesen →

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Schreiben, was Sache ist

von Heiko Hilker Wie der Krieg nach Deutschland kam«, so lautet nicht der Antrag der NPD auf eine Aktuelle Debatte im Sächsischen Landtag, sondern so titelte jüngst der Spiegel. Wie die NPD in den Sächsischen Landtag kam, darüber wurde viel … Weiterlesen →

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Die Hundelösung

von Bernhard Romeike Kürzlich erreichte uns eine traurige Nachricht, von einem Freund übermittelt. Sein Hund war nicht mehr unter den Lebenden. Er schrieb, Waldi hätte sich nach drei Jahren Krankheit nunmehr verabschiedet. Bereits seit zwei Wochen war klar, daß der … Weiterlesen →

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Laßt mich rein

von André Herzberg Ein Sänger, dessen Karriere ins Straucheln gekommen ist, macht sich mausig. Er heißt Christian Anders und hat vor Jahren den Zug nach nirgendwo besungen. Jüngst saß er in der Burg von Pro Sieben, einer Spielshow, die er … Weiterlesen →

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Deutschland den Deutschen?

von Martin Nicklaus Kaum verhält sich die NPD erwartungsgemäß, bricht Tumult aus, und diese unsägliche Partei bekommt Publicity von allen Seiten. So ungeheuerlich es auch war, den Holocaust und die Bombardierung Dresdens in einem Atemzug zu nennen, haben doch die … Weiterlesen →

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Mildernde Umstände

von Stefan Bollinger In einem der schönsten jiddischen Witze, die mir je untergekommen sind, fordert ein Angeklagter, der Vater und Mutter erschlagen hat, vor Gericht für sich mildernde Umstände – er sei schließlich Vollwaise. So ähnlich verläuft heute der Streit … Weiterlesen →

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Verwandtschaft ohne Wahl

von Mirko Schwanitz Acht Jahre lang bin ich jeden Tag nach Berlin gefahren. Im Regionalexpreß der Linie Eins, der zwischen Frankfurt/Oder und Magdeburg pendelt. Jeden Montagmorgen und jeden Freitagabend wurde der Zug für exakt 72 Minuten zu einem besonderen Ort … Weiterlesen →

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Ein Reiseleben

von Renate Hoffmann Daß Hans Christian A. seine Autobiographie Märchen meines Lebens ohne Dichtung nennt, verwundert niemanden. Hört man den Namen, so wachsen der Phantasie Flügel: »Die Sonne war gerade untergegangen, als die kleine Seejungfrau den Kopf über das Wasser … Weiterlesen →

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Übermächtiger Wille

von Kai Agthe Als Philosoph mißtraute er allem und jedem. Selbst die scheinbar so unverdächtige Logik beäugte er skeptisch – und stellte sie indirekt unter Ideologieverdacht: »Mißverständnis der Logik: sie erklärt nichts, im Gegenteil.« So lautet ein Gedankensplitter aus Friedrich … Weiterlesen →

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Allerorten: Es schillert

von Mathias Iven Schillers 200. Todestag hin oder her: Wie ist es um die Popularität des Dichters bestellt? Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, vor allem, wenn man gerade jetzt mit allen möglichen Publikationen zu seinem Leben und Werk … Weiterlesen →

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Der Sozialstaat des FDR

von Axel Fair-Schulz Daß einer der im englischsprachigen Raum bekanntesten Medien-Tycoons eine Schrift vorlegt, die die Politik Franklin Delano Roosevelts verteidigt, versteht sich keineswegs von selbst. Conrad Black brach mit seinem 1280 Seiten dicken und buchstäblich hochgewichtigen Buch Roosevelt: Champion … Weiterlesen →

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Müde Toskaner?

von Erhard Crome Was Forscher beziehungsweise Autoren und ihre Arbeitsgegenstände miteinander zu tun haben, ist wissenschaftshistorisch sicher ein Kapitel für sich. In der Geschichtswissenschaft wie in den Sozial- und Geisteswissenschaften reichen die Motive von Feindbeobachtung bis zu erklärter Liebe. Im … Weiterlesen →

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Menschen-Vernutzung

von Frank Hanisch Jüngst erschien ein Band über die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, in dem die Entwicklung von Genetik und Humangenetik – damals war Deutschland neben den USA in diesen jungen und innovativen Wissenschaftsfeldern führend – in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus … Weiterlesen →

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Die Unversöhnliche

von Thomas Kuczynski Jenen, die erst mit der sogenannten Wende Stalinismus, Feminismus und »Judenfrage« als Themen für sich entdeckten, zugleich – je nach »Geschlecht«, »Rasse« und politischer Couleur – mehr oder minder schaudernd ihre vormalige »Unterdrückung«, wird dieses Buch ein … Weiterlesen →

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Bildungsbürger

von Jörn Schütrumpf Nach dem Davonjagen der SED-Bürokratie wärmte manch Ostlinker sein geschundenes Herz an jenen Teufeln, die einst dieser Bürokratie ein Graus gewesen waren – unter anderem und zu Recht an Leo Kofler, Ernst Bloch, Wolfgang Harich, Gerhard Zwerenz, … Weiterlesen →

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Nachbefruchter und andere

von Wolfgang Sabath Ich weiß nicht, bei wie vielen Lesern der Titel des neuen Buches von Christoph Dieckmann noch jenen Erinnerungseffekt auslösen wird, der sie als erinnerungsbereite beziehungsweise -fähige Ex-DDRler outen würde: Vorwärts immer – rückwärts nimmer. Es ist nicht … Weiterlesen →

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Die Weisheit der »Fremden«

von Wolfram Adolphi Ohne Fremdsprachen werden sie nicht auskommen, die jüngeren Generationen, wenn sie sich künftig ein Bild machen wollen von der DDR. Denn in Englisch und Französisch ist nachzulesen, was auf Deutsch – jedenfalls gegenwärtig – kaum zu haben … Weiterlesen →

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Hacks und Kipphardt

von Harald Ritter Mitte Januar war Peter Hacks auf die Bühne des Deutschen Theaters zurückgekehrt; auf dem Programm: eine Lesung aus seinem Briefwechsel mit Heinar Kipphardt. Kipphardt und Hacks, eine Dichterfreundschaft, die jahrzehntelang die Schützengräben des Kalten Krieges zu ignorieren … Weiterlesen →

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Gelebtes Denken

von Achim Engelberg Ehe der Literatur- und Theaterwissenschaftler Werner Mittenzwei sich eine größere Arbeit vornimmt – ob Biographie oder Essay, ob Abhandlung oder Theorie –, denkt er nach über die Gesetze des jeweiligen Genres. Auf der Suche nach dem Sinn … Weiterlesen →

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Luxus der Leere

von Ulrike Steglich Ein Kapitel in Wolfgang Kils Buch Luxus der Leere – Vom schwierigen Rückzug aus der Wachstumswelt beginnt mit der Feststellung, 20000 Wohnungen neuzubauen sei eine politische, planerische, unternehmerische und logistische Meisterleistung, während »20000 Wohnungen einfach verschwinden zu … Weiterlesen →

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Denn wovon lebt der Mensch?

von Walter Thomas Heyn Diese Frage stellt sich ja fast jedem immer wieder fast jeden Tag, und wenn er das Pech hat, Ossi, Geistesmensch, über vierzig Jahr alt, Künstler gar oder – Gott bewahre – einiges davon gleichzeitig zu sein, … Weiterlesen →

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Wie diskutiert man richtig?

von F.-B. Habel Auch wenn die Berlinale in diesem Jahr wieder an Umfang verloren hat, ist sie mit ihren sechs Sektionen noch immer eines der größten Filmfestivals der Welt und naturgemäß auch ein Podium für den deutschen Film. Da gab … Weiterlesen →

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Schillers Heimkehr vom letzten Theaterbesuch

von Wolfgang Beutin Das Schauspiel dauerte sehr lange. – Aus nun. Die Lichter sind gelöscht, der Saal geleert, und rasch zerstreuen sich die Menschen in der Nacht. Der kurze Weg beschwert dich nicht, und fröstelts dich … Dein Mantel ist … Weiterlesen →

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Tod eines Moralisten

von Hermann-Peter Eberlein Einen »gewerbsmäßigen Pornographen« haben ihn seine Gegner geschimpft, ein »perverses Kloakentier« oder einen »Industrieritter der Erotik«. Dabei war Hugo Bettauer Aufklärer, homo politicus, Humanist, ja geradezu Moralist von hohen Graden in dem deskriptiven Sinne, wie ihn die … Weiterlesen →

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Paul Levi

von Jörn Schütrumpf Als vor 75 Jahren Reichstagspräsident Paul Löbe die Abgeordneten bat, sich zu einer Gedenkminute für ihren tödlich verunglückten Kollegen Paul Levi zu erheben, verließen die Fraktionen von NSDAP und KPD demonstrativ den Saal. Die Nazis zogen aus, … Weiterlesen →

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Hoffnung

von Andreas Trunschke Mag mit dem Treffen der selbsternannten Eliten in Davos die Macht sein, mit dem Weltsozialforum in Porto Alegre ist die Hoffnung. Was wird bleiben vom fórum social mundial 2005, von diesen sechs Tagen in einer anderen Welt? … Weiterlesen →

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Das Kapital

von Wladimir Wolynski, Moskau Roman Arkadjewitsch Abramowitsch ist »Neuer Russe«. Er verfügt sowohl über Geld als auch über Einfluß. Einfluß hat er seines Geldes wegen, und sein Geld mehrt er durch seinen Einfluß. Neue Schätzungen besagen, daß er ein Vermögen … Weiterlesen →

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Die Ukraine und Europa

von M. R. Richter, Kiew Viktor Juschtschenko hat die Präsidentschaftswahlen nicht zuletzt durch das Versprechen gewonnen, die Ukraine baldigst in die Europäische Union hineinzuführen. An diesem Ziel, der Ankunft im Gelobten Land EU, werde die Ukrainer sowohl ihn als auch … Weiterlesen →

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Der traurige Clown

von Christian Kujat Ein großer Saal, randvoll mit auf langen Bänken an ebensolchen Tischen sitzenden Menschen. Alle sind kostümiert, auffällig viele tragen zu ihren »gewöhnlichen« Faschingskostümen Tiermasken; Schweine, Wölfe, Hunde, Esel sind zu sehen, manche haben sich gar als Würmer … Weiterlesen →

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Herr G. und der Untergang Deutschlands

von Eckhard Mieder Daß Deutschland untergeht, ist beschlossene Sache; nur wann es untergeht – das ist ungewiß. Eine Bürokratie im Übermaß. Besitzstandsverteidiger ringsum. Lethargie, durch die kein Ruckzuck geht. Keinerlei Wertorientierung außerhalb des Vaterlands aller Deutschen: Geld. So richtig drauf … Weiterlesen →

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Vaterländler

von Günter Krone Die CDU in Gestalt von Frau Merkel hat eine »Patriotismusdebatte angestoßen«, wie Presseorgane es ausdrücken. Ein solcher Anstoß muß nichts Anstößiges sein. Patriotismus ist schließlich Vaterlandsliebe, die man von jedem verlangen kann, nötigenfalls zwangsweise per Strafandrohung. Dennoch … Weiterlesen →

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Unsere lieben Nazis

von Max Hagebök Bisher gibt es in Deutschland zwar Baby-Klappen; aber es fehlt an Nazi-Klappen. Jedenfalls habe ich auf meinen Streifzügen durch die große Stadt noch kein Gebäude gefunden, an dem das Schild »Für ungewollte Nazis« angebracht wäre. Man könnte … Weiterlesen →

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Autoritäre Herausforderung

von Erhard Crome Ja, sagte jemand in der Debatte zur deutschen Außenpolitik, und dann müsse wirtschaftliche Hilfe und Zusammenarbeit von der Einhaltung der Menschenrechte abhängig gemacht werden. Da müsse dann auch gegenüber der chinesischen Führung über die Abschaffung der Todesstrafe … Weiterlesen →

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Weimar

von Paul Levi Die ausbrechende Revolution hat, mehr als der ausgebrochene Krieg, die deutschen Proletarier getrennt. War ehedem ein Kampf der Meinungen, so ward jetzt vielfach ein Kampf der Waffen. Viele von uns haben geglaubt, daß der zu Ende gegangene … Weiterlesen →

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Polens Brotkorb

von Gerd Kaiser Wie ging es und wie geht es »Pan Kowalski«? War 2004 doch das Jahr, in dem Polen in die EU eintrat, und ist das Jahr 2005 doch ein Wahljahr in Polen, wo im Juni gewählt werden wird … Weiterlesen →

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Polarkreis oder Krim

von Helmut Höge Nachdem erst der Gouverneur des sibirischen Oblasts Swerdlowsk und dann auch der Botschafter Kasachstans in Berlin die arbeitslosen Deutschen, speziell die Rußlanddeutschen, aufgefordert hatten, zwecks Behebung ihres großen »Kadermangels« in Sibirien beziehungsweise Kasachstan spät, aber nicht zu … Weiterlesen →

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Banditen

von Klaus Hart, Rio de Janeiro Wenn die Massen aus den Hügelslums eines Tages zuhauf in unsere besseren Viertel hinabsteigen, um sich zu nehmen, was ihnen am nötigsten fehlt, sind wir geliefert«, lautet eine Standardreflexion von Mittel-und Oberschichtlern der Zehn-Millionen-Stadt … Weiterlesen →

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Irakische Notizen

von André Brie 28. Januar, auf dem Flug nach Diyarbarkir, in der östlichen Türkei: Ich weiß nicht, ob es tatsächlich klappen wird, zur Wahlbeobachtung in den Irak zu gelangen. Das Europäische Parlament hat es »aus Sicherheitsgründen« ebenso wie alle nationalen … Weiterlesen →

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Johan Huizinga

von Mario Keßler Der sechzigste Jahrestag der Befreiung Europas vom Hitlerfaschismus lenkt den erinnernden Blick zurück auf jene, die diese Befreiung nicht mehr erleben durften, auf jene, die kurz vorher noch an der Verfolgung durch ihre Peiniger zugrundegingen. Zu ihnen … Weiterlesen →

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Filmdepression und ein Gegengift

von Detlef Kannapin Wer erinnert sich an einen wirklich guten Film aus den vergangenen Jahren? Ich meine einen Film, der sowohl den Ernst des Lebens reflektiert als auch vom dramaturgischen und bildlichen Standpunkt zum Verständnis unserer Tage beiträgt. Ginge es … Weiterlesen →

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Sibylle

von Ursula Malinka Wer erinnert sich noch daran, daß im Februar 1995 die letzte Ausgabe der Zeitschrift Sibylle erschien? Scheinbar ohne Vorwarnung war plötzlich Schluß. Daß die Zeitschrift letztmals erschienen war, fand kaum Beachtung. Eine kurze Auferstehung und Erinnerung erfuhr … Weiterlesen →

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Herr G. oder NAPOLA am Morgen

von Eckhard Mieder Ganz Hessen ist bewölkt, auf Frankfurt sind ein paar Regentropfen gefallen, und Herr G. erzählt mir von seiner Flucht aus Pommern. Er trifft mich vormittags bei meinem Rückweg von der Trinkhalle auf der Kaiser-Siegmund-Straße. Dort kaufe ich … Weiterlesen →

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Ach, Albert!

von Herbert Wöltge Das Marketing für das Einsteinjahr 2005 läuft mit Lichtgeschwindigkeit und in der unendlichen Breite des PR-Universums ab. Wer hätte das gedacht – an einem Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften wird die Totalität einer ungehemmten personellen Vermarktung … Weiterlesen →

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Parlamentarier in die Produktion

von Ove Lieh Zuerst gehörte ich auch zu jenen, die forderten, Abgeordnete sollten keine Nebenjobs haben. Aber nach einigem Nachdenken kam ich zu der Überlegung, daß es doch ganz nützlich sein könnte, wenn Abgeordnete neben der Wahrnehmung ihres Mandats ein … Weiterlesen →

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Bürgerhaushalt

von Dries Loppe Mitte Januar passierte in Potsdam etwas Außergewöhnliches: Das Stadtoberhaupt erklärte den Bürgern den städtischen Haushalt. Öffentlich und ganz direkt. Die Idee eines sogenannten Bürgerhaushaltes stammt aus Porto Alegre in Südbrasilien. Dort beraten schon seit Jahren die Bürger … Weiterlesen →

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Deutscher Winter

von Erhard Crome Es ist Winter, aber nicht so recht kalt. Im Kino ist gerade Charly Chaplin im Original. Der große Diktator wird neu aufgeführt. Der Film ist neu geschnitten, rekonstruiert. Er hat weniger Zuschauer als Der Untergang. Aber man … Weiterlesen →

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Heimat, deine Sterne

von Wolfgang Sabath Ich halte es nicht mehr für ausgeschlossen, und viele Indizien sprechen dafür, daß wir uns darauf einzurichten haben, daß Volkes Stimme, deutschen Volkes Stimme, versteht sich, über kurz oder lang und unisono nicht mehr nur an Stamm- … Weiterlesen →

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Ringsum nur nirgendwo

von Andreas Dietrich Haben Sie auch abgestimmt? Damals. Gegen die Rechtschreibreform? Falls Sie es taten, wie der Autor, so seien Sie versichert, es war völlig nutzlos. Für die Praxis ist es völlig bedeutungslos, ob Sie sich über das, was Sie … Weiterlesen →

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Sweeny Todd

von Liesel Markowski Er ist von der Art des schwärzesten englischen Humors, dieser »Musical Thriller« über den dämonischen Barbier aus der Londoner Fleet Street. Von grausiger Moritat wird berichtet, die Sweeny Todd in später Rache an jenen nahm, die zuvor … Weiterlesen →

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Hamsteader Blitzlicht

von Kai Agthe Gegen T. S. Eliot hegte Elias Canetti einen derartigen Groll, daß er den Leser immer wieder daran erinnern muß. Trieb ihn die Hoffnung, man würde sich seine Meinung blind zu eigen machen? Der gegenteilige Effekt tritt ein: … Weiterlesen →

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Wer beneidet Abu Mazen?

von Uri Avnery, Tel Aviv Die palästinensischen Wahlen haben die Welt beeindruckt. Keiner kann das Beinahewunder, das geschehen ist, leugnen: der glatte Übergang von der Arafat-Ära zur Ära seines Nachfolgers und die fairen Wahlen, die unter strenger internationaler Beobachtung stattfanden. … Weiterlesen →

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Die Wahl

von Gerrit Marsen, z.Z. Cotacachi/Ecuador Cotacachi, ein Ort im Schatten des gleichnamigen, fast 5000 Meter hohen Vulkans im Norden Ecuadors. Der Alcalde Auki Tituan˜a, Mitglied der Indianerpartei PACHAKUTIK, soll für eine dritte Amtszeit gewählt werden. Vor 25 Jahren war ich … Weiterlesen →

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Was werden nur die Leute dazu sagen?

von Ove Lieh So lautete früher (und vielleicht auch heute noch) die berühmte Frage, wenn im Familienkreis irgendein »peinliches« Ereignis eingetreten war. Der Sprößling hatte eine Prüfung oder den Nachbarsjungen verhauen, lief auffällig gekleidet, (un-)frisiert oder gepierct durch die Gegend … Weiterlesen →

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Ich bin der Fremde

von Kurt Merkel Bei einer Reise nach den Philippinen Anfang der achtziger Jahre fand ich auf dem üblichen Einreiseformular eine Spalte, in der ich Auskunft geben sollte über meine ethnische Zugehörigkeit. Nun stürzte mich das nicht eben in eine Seinskrise, … Weiterlesen →

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Betr.: Günter Gaus

Sehr geehrter Herr Sabath, vom Verlag habe ich heute eine Mappe mit Rezensionen des Buches meines Vaters erhalten. Da ich Ihrer Besprechung (Das Blättchen, 24/2004) entnehme, dass für Sie einige sachliche Fragen offen geblieben sind, möchte ich Ihnen diese gerne … Weiterlesen →

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Der Barde der SS

von Jens Knorr Von den expressionistischen Anfängen, gedruckt bei Kurt Wolff und Franz Pfemfert, der Teilnahme am Münchner Kreis um den Theaterprofessor Artur Kutscher, über die Mitgliedschaft in Rosenbergs Kampfbund für deutsche Kultur, die Präsidentschaft der Reichsschrifttumskammer bis hin zu … Weiterlesen →

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Heinrich Manns Kriegstagebuch

von Fritz Klein Die Hitlerdiktatur«, schrieb Heinrich Mann im Frühjahr 1933, »wird verständlich allein im Hinblick auf den Krieg schlechthin … Alle Taten der Hitlerei, jetzt, da sie an der Macht ist, bekommen ihren Sinn erst, wenn man an den … Weiterlesen →

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Militarisierung

von Hermann-Peter Eberlein Demokratische Verfassungen pflegen in den seltensten Fällen selbst demokratisch legitimiert zu sein; meist verdanken sie ihre Entstehung den gewalttätigen und eigentlich wirkmächtigen Eruptionen der Geschichte: Kriegen oder Revolutionen. Auch beim Grundgesetz stand schließlich vor der Annahme durch … Weiterlesen →

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Berlin liegt vor Sumatra

von Peter Braune Alles, was Beine hat, Flugzeuge oder Kriegsschiffe, machte sich in den vergangenen Wochen auf den Weg. Helft den Opfern der großen Flut! Auf nach Sri Lanka, Thailand, nach Sumatra! Der Landbote, eines der bedeutenden Schweizer Provinzblätter, titelte … Weiterlesen →

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Delikates Delikt

von Günter Krone Der Fall ist diplomatisch äußerst delikat« schreibt ein Magazin, der Fall nämlich, daß die amerikanische Menschenrechtsorganisation CCR in Deutschland Strafanzeige gegen US-Verteidigungsminister Rumsfeld wegen »Kriegsverbrechen, Verstößen gegen das Völkerrecht und die UNO-Folterkonvention« gestellt hat. Zugrunde liegen die … Weiterlesen →

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Barbaren in Babylon

von Erhard Crome Krieg ist eine Ausnahmesituation. Allerdings nicht für die Herrschenden. Die haben ihn wieder zu einem »normalen Mittel« der Politik gemacht. Condoleezza Rice, die Außenministerin der USA in der zweiten Bush-II-Periode, hat – unisono mit ihrem Chef – … Weiterlesen →

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Früchte des Fortschritts

von Thomas Rüger Für einen jungen Autofahrer ist es heutzutage unvorstellbar, daß es Autofahrergenerationen gab, die die Fenster noch selbst mit der Hand herunterkurbeln mußten, daß sich Autos nicht zentral verriegeln ließen und daß es keine automatische Anzeige gab, wenn … Weiterlesen →

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Alexander meets Hannibal Lecter

von Jens Knorr Großer Alexander,/A*** auseinander,/A*** wieder zu,/und raus bist Du!« Der Abzählreim war in (Ost-)Berliner Kindergärten der sechziger Jahre geläufig, sein Sinngehalt hoffentlich nicht. Es macht weniger Erstaunen, wieviel »verbotenes« Wissen über Sexualität Kindermund immer schon kundtut, sondern vielmehr, … Weiterlesen →

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Leuchtendes Mecklenburg

von Peter Jacobs Fotografen, die ihr Handwerk als Kunstwerk verstanden haben wollen, zitieren gern Dichter. »Land, das ferne leuchtet« nennt Heinz Lehmbäcker seine mecklenburgische Heimat. Er bemüht Eduard Mörike, den schwäbischen Romantiker, aber er denkt an Uwe Johnson, seinen mecklenburgischen … Weiterlesen →

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Musik und Literatur

von Mathias Iven Ihre gedichte sind schön und traurig, aber die idioten, selbst leute, die so tun, als ob sie ›verstünden‹, verstehen nicht.« Sätze wie dieser, können lebenslange Freundschaften begründen. Hans Werner Henze, der Ingeborg Bachmann 1952 bei einem Treffen … Weiterlesen →

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Die Pflicht

von Hermann-Peter Eberlein Seit einigen Jahren macht der kleine Wuppertaler Arco-Verlag mit seiner Bibliothek der böhmischen Länder auf sich aufmerksam. In ihr legt er verschollene Werke vergessener Autoren vor allem der Zwischenkriegszeit wieder vor: solcher, die zu Unrecht in der … Weiterlesen →

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Chico Buarque

von Klaus Hart, Rio de Janeiro Chico Buarque gilt als der größte, genialste Songpoet. Er wird wie ein Nationalheld verehrt, obwohl er schon längst keine Hitparaden mehr erstürmt. Im Kulturleben der größten lateinamerikanischen Nation ist er nach wie vor enorm … Weiterlesen →

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Reisetagebuch II

von André Brie Jerusalem, 2. November, 19 Uhr: Für mich ist es der letzte Termin. Ich werde frühmorgens kurz nach fünf von Tel Aviv zurückfliegen. Um zwei Uhr nachts muß ich das Hotel verlassen. Die Organisation, die wir für diesen … Weiterlesen →

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Nach der Wahl

von M. R. Richter, Kiew Nunmehr ist es amtlich – Viktor Juschtschenko heißt der zukünftige Hausherr im Kiewer Marienpalast, der Residenz des ukrainischen Präsidenten. Die Wiederholung der Präsidentenstichwahl fand das Wohlwollen der zu mehreren Tausend angereisten nordamerikanischen und europäischen Wahlbeobachter, … Weiterlesen →

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Fremder Nachbar

von Achim Engelberg Durch lange dunkle Gänge ging ich, bis ich die verstaubten Zimmer der Macht betrat; die wenigen Fenster auf dem Wege dienten der perfekten architektonischen Inszenierung, beleuchteten etwa eine wuchtige Treppe mit hohen Stufen. In Ecken stehen Marmor-Amphoren … Weiterlesen →

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Patriotismus

von Günter Krone Die CDU in Gestalt von Frau Merkel (die Formulierung »Gestalt« ist ein in solchen Zusammenhängen üblicher Ausdruck und soll nichts Bestimmtes besagen) hat eine »Patriotismusdebatte angestoßen«, wie Presseorgane es ausdrücken. Ein solcher Anstoß muß nichts Anstößiges sein. … Weiterlesen →

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Mach’s doch

von Rainer Vangermain Immer zieht’s mich zu den Dreckjobs hin: Ins Nasse, ins Kalte, ins Dunkle. Dort treff ich dann die Dreckskerle, Wir sind treffliche Brüder. Im Dunklen fühlen wir die Schwärze. Im Kalten kommt uns der Schmerz. Im Nassen … Weiterlesen →

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Amoral

von Wolfgang Geier Politik hat nichts mit Moral zu tun. Alle, die dies bisher bezweifelten oder nicht wahrhaben wollten, sind nun endgültig eines schlechteren belehrt worden. Der Regierungschef des »Exportweltmeisters« (O-Ton desselben) traf den Regierungschef des »Hinrichtungsweltmeisters« (nicht O-Ton desselben) … Weiterlesen →

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Materielle Unabhängigkeit

von August Bebel Lieber Karl [Liebknecht], während der Krakeel im Reichstag mit Bülow vorbereitet wird, sitze ich hier, um an Dich zu schreiben. Ich denke, wir werden das Frühjahr, wenn Du wieder frei bist, einmal eine Stunde haben, uns auszusprechen. … Weiterlesen →

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Gepflegte Unbildung

von Erhard Crome Ein junger Mann hat einen Artikel geschrieben. Nennen wir ihn Thomas Müller. Er ist ganz stolz und erwartet schnelle Veröffentlichung. Nur der Redakteur der Zeitschrift, bei der er seinen Text einreichte, der hat Bauchschmerzen mit dem Werk. … Weiterlesen →

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Sich armarbeiten

von Ines Fritz Das feste Land ist mit einer unübersehbaren Mauer umgeben, ein Zuchthaus für die, die drinnen sind, ein Totenschiff oder eine Fremdenlegion für die, die draußen sind. Es ist die einzige Freiheit, die ein Staat noch hat, der … Weiterlesen →

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Wie ich Gras schmuggelte

von Christian Kujat Heute möchte ich eine abenteuerliche Episode aus meiner Zeit als Drogenschmuggler zum besten geben. Zum Glück sind diese Ereignisse längst verjährt, sonst würde man mich sicherlich an eine Bushaltestelle ketten und mir rosa Zuckerwatte in die Nasenlöcher … Weiterlesen →

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Don Quijote

von Liesel Markowski Cervantes’ Don Quijote de la Mancha als Musiktheater, das hat es schon gegeben. Aber wohl noch nie so leichtfüßig und brillant wie in den Theatralischen Abenteuern, die Hans Zender nach dem berühmten Roman ins Libretto gefaßt und … Weiterlesen →

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Schultyrann, Anarchist, Clown

von Klaus Hammer Vor einhundert Jahren erschien Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen. Weltberühmt wurde der Verfasser dieses Romans, Heinrich Mann, allerdings erst 26 Jahre später: durch den Film Der Blaue Engel. Im Januar 1933 fand sich auf dem … Weiterlesen →

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Reisen im Orient

von Reinhard Stöckel Im Herbst 1898 reiste Wilhelm II. in den Orient. Die Morgenlandfahrt des deutschen Kaisers diente seinem Seelenheil und – natürlich – politischen Zwecken. Nach Gesprächen im Sultanspalast von Konstantinopel fuhr die Reisegesellschaft mit der Yacht Hohenzollern nach … Weiterlesen →

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Der Boß ist verrückt geworden

von Uri Avnery, Tel Aviv Wenn die Obstverkäufer am Tel Aviver Markt schreien: »Der Boß ist verrückt geworden!«, dann bedeutet dies, daß sie ihre Waren zu lächerlichen Preisen verkaufen. In den Hauptstädten der Welt wird jetzt ein ähnlicher Ruf laut: … Weiterlesen →

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Reisetagebuch

von André Brie Abou Dis, 30. Oktober, halb zehn. Nun ist die Mauer fertig. Was ich als Provisorium in Erinnerung und eben auf der Landkarte gesehen hatte, steht da: neun Meter hoch, grau. Terry Boullata, eine palästinensische Lehrerin, begrüßt uns: … Weiterlesen →

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Referendum gescheitert

von Uli Brockmeyer, Budapest Die national-konservative Opposition in Ungarn hat am 5. Dezember eine Kraftprobe für die Wahlen im Frühjahr 2006 verloren. Trotz einer massiven Kampagne gelang es ihr nicht, eine ausreichend hohe Zahl an Wählern für die Volksabstimmung über … Weiterlesen →

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Die Josif-Legende

von Wladimir Wolynski, Moskau Würde heute der Georgier Josif Dshugaschwili, nach derzeitiger offizieller Behördensprache »eine Person kaukasischer Nationalität« und in der Alltagssprache vieler Großrussen einfach ein »Schwarzer« (»tschorno-masy«), durch die Straßen gehen, liefe er Gefahr, angepöbelt, angehalten, festgehalten oder gar … Weiterlesen →

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Frau Merkel, Fischers Hochzeit und die Patrioten

von Max Hagebök Welch wunderbarer Dreiklang. Endlich hat Deutschland seine Werte wieder. Ich sitze unter meiner entnadelten Tanne und spiele mit dem Verpackungspapier. Meine Lippen spitzen sich zu einem Lied. O Tannenbaum. Doch plötzlich wallt eine innere Wärme auf. Verzehrendes … Weiterlesen →

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»Tag der Deutschen Einheit«

von Ronald Lötzsch Als zwangsvereinnahmtem überzeugtem Zweistaatler kann es mir eigentlich, vulgär ausgedrückt, scheißegal sein, wie und wann die bundesdeutschen »Sieger der Geschichte« ihren vermeintlichen Triumph feiern. Ich meine damit nicht nur die notorischen kalten Krieger, die in der Liquidierung … Weiterlesen →

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Dienstberatungen

von Dries Loppe Es hatte in der Zeitung gestanden: Heute wird der CDU-Parteitag eröffnet, der morgen fortgesetzt wird. Heute war Montag, morgen war Dienstag. Montag, Dienstag? Die Delegierten des CDU-Parteitages haben offenbar an einem Wochentag Zeit dafür. Das produziert Fragen: … Weiterlesen →

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Patriotischer Pausenfüller?

von Erhard Crome Die Christdemokraten haben wieder einmal die Platte »Patriotismus« aufgelegt. Frau Merkel sprach auf dem CDU-Parteitag im Dezember von »christlich-jüdischem Erbe« und »Schicksalsgemeinschaft«, rief das Thema »Leitkultur« wieder einmal auf, verurteilte – ebenfalls wieder einmal – die »sogenannte … Weiterlesen →

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Horrorskop

von Heinz W. Konrad Januar: Klaus Wowereit stürzt die Berliner Landesregierung durch eine in sorbischer Frauentracht gehaltene Grundsatzrede, in deren Verlauf er die PDS-Senatorin Knake-Werner mehrfach lasziv küßt, in eine schwere Krise. Aus Protest trägt FDP-Fraktionschef Martin Lindner sein Haar … Weiterlesen →

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Märchenhafte Bestellung

von Kai Agthe Die Märchen, die Franz Fühmann (1922-1984) im Jahre 1982 für kleine und große Leser auf Bestellung schrieb, waren für den Schriftsteller eine literarische Lockerungsübung. Es hätte ihn bestimmt gefreut, wenn er hätte erleben können, daß diese vier … Weiterlesen →

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Das konsequente Ich

von Wolfram Adolphi Es ist ein exzellent geschriebenes Buch, und es gefällt mir nur mäßig, und beides hat mir Gewinn verschafft. Die Rede ist von Jens Biskys Geboren am 13. August. Der Sozialismus und ich. Die Erinnerungen und Ansichten eines … Weiterlesen →

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Joseph Berger, Leopold Trepper

von Mario Keßler Die Wiederkehr des hundertsten Geburtstages einer geschichtlichen Persönlichkeit bietet Anlaß zur Rückschau. Fällt das Jubiläum in das Jahr 2004, steht ein vergangenes Leben, das 1904 begann, mit großer Wahrscheinlichkeit im Schatten von Leid und Gewalt, die das … Weiterlesen →

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Paul Klee

von Gerhard Wagner In der Kunst des 20. Jahrhunderts gehören die Bilder des vor 125 Jahren, am 18. Dezember 1879, im schweizerischen Münchenbuchsee bei Bern geborenen Paul Klee zu den auffallendsten. Nicht nur im Sinne einer endlosen Vielfalt an Themen … Weiterlesen →

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Schachtel-Café-Bar

von Wolfgang Haible, Peking Unser Ziel war die Schachtel-Café-Bar. Wir wollten uns Woman Space ansehen, einen Interview-Film über Studentinnen. Die Café-Bar ist ein nichtkommerzielles Kino; man muß weder Eintritt zahlen noch etwas zu sich zu nehmen. Das Café besteht aus … Weiterlesen →

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Wanderarbeiter

von Gerd Kaiser, z. Z. Guangzhou Professor Wu Yuanliang vom Institut für Philosophie der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften in Beijing benennt Chinas derzeit wichtigste Entwicklungsprobleme so: Erstens: China entwickele sich zur »Weltfabrik«, und diese rasante Entwicklung sei sowohl mit Vorteilen … Weiterlesen →

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Kurz notiert

von Klaus Hansen Lust der Empörung: Wenn er auch vieles nicht »fassen« kann, wie er gerne sagt, zum Zusammenfassen reicht es immer noch. Xaver empört sich gern und ausgiebig über die vielen Sauereien, die täglich überall auf der Welt passieren. … Weiterlesen →

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Neue Parteien

von Andreas Trunschke Neue Parteien braucht das Land – immer mal wieder. Mehr oder weniger regelmäßig kulminiert die Unzufriedenheit mit den vorhandenen Parteien soweit, daß versucht wird, eine neue Partei zu gründen. In den siebziger Jahren reichte die Friedens- und … Weiterlesen →

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Frohes neues Jahr!

von Martin Schirdewan Nein, das Auge trügt nicht. Michael Sommer schwebt nebst Gattin auf dem Bundespresseball über den Parcours des neoliberalen Kartells aus Presse, Industrie und Politik. Die außergewöhnliche Begabung der deutschen Gewerkschaftsführer, den innerhalb der Gesellschaft tobenden sozialen Krieg … Weiterlesen →

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Das alte Neue?

von Erhard Crome Am 12. Dezember 1974 beschloß die UNO-Vollversammlung mit ihrer Resolution 3281 eine Charta der ökonomischen Rechte und Pflichten der Staaten. Das ist fast auf den Tag dreißig Jahre her. Alles nur Geschichte? Von den damals 138 Mitgliedsstaaten … Weiterlesen →

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Die Eingebetteten

von Wolfgang Sabath In einem Gemeinwesen, in dem Haarbeschneider, Boxer, Fußball- und Tennisspieler, Talkshowfuzzis sowie Hundeartikeldesigner und Schlagersänger zur geistigen Elite des Landes gerechnet werden, ist alles möglich – auch die Widerspruchslosigkeit, mit der die deutsche Presse inzwischen ihrer Leserschaft … Weiterlesen →

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Crossover 2000

von Erhard Weinholz Früher, das heißt zu DDR-Zeiten, gab es hier und da Sperrmüllcontainer. Ganze Nachlässe fanden sich mitunter darin. Wer sie durchmusterte, blieb nicht lange allein. Oft kam man dabei ins Gespräch, machte sich gegenseitig auf lohnende Stücke aufmerksam. … Weiterlesen →

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Tell – allerorten

von Renate Hoffmann Rund um das Rütli, respektive den blaugrünen See, lagert die Tellslegende. Im 15. Jahrhundert wird sie erstmals vom »Hörensagen« in schriftliche Form übertragen. Das Weiße Buch von Sarnen (datiert zwischen 1470 und 1474) erzählt die Geschichte mit … Weiterlesen →

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Vom farbigen Bekennen

von Harald Kretzschmar Wieviel Künstlerisches darf man riskieren, wenn man gleichzeitig dem Populus, dem lieben Volk, gefallen will? Dem Maler Walter Womacka stellte sich die Frage so nie. Er malte und gestaltete, wie ihm zumute war. Kaum etwas empfand er … Weiterlesen →

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Russische Avantgarde

von Klaus Hammer Der Grieche George Costakis war in Moskau bis 1939 bei der Griechischen Botschaft, dann bei der Finnischen und später bei der Kanadischen Botschaft tätig. Bereits 1946 begann er, Werke der russischen Avantgarde aus den ersten Jahrzehnten des … Weiterlesen →

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Das »Dritte Reich« und die Musik

von Jan Bonin, Paris Im Musikmuseum von Paris ist eine ambitionierte und lehrreiche Ausstellung zu sehen, die es in dieser Form in Deutschland noch nicht gegeben hat. Sie spürt der Rolle der Musik im »Dritten Reich« in vielen ihrer Schichten … Weiterlesen →

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Wowa heiß’ ich …

von Wladimir Wolynski, Moskau Nicht nur böse Buben singen derzeit hier bei uns in Moskau den populären Vierzeiler, der mit den oben erwähnten Worten beginnt. Wowa ist dabei die Diminutivform des Vornamens Wladimir, wie auch der Vorname des derzeitiges Präsidenten … Weiterlesen →

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Denunziation!

von Franz Schandl, Wien Eine der übelsten Seuchen, die die radikale Linke nicht nur bisweilen, sondern regelmäßig heimsucht, ist die Denunziation. Sie gleicht einem natürlichen Drang, ist ein stets vorprogrammierter Systemfehler gesellschaftlicher Opposition, eine Schranke, an der sie einige Male … Weiterlesen →

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Kirow-Legenden

von Wladislaw Hedeler Am späten Nachmittag des 1. Dezember 1934 verstarb im Smolny Sergej Kirow an den Folgen eines Attentats. Auch nach siebzig Jahren ranken sich um die Ermordung des Leningrader Parteichefs immer noch Legenden. Da es den Mitarbeitern der … Weiterlesen →

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Carl Zuckmayers Deutschlandbericht

von Jens Knorr Das Gedicht Rückkehr, 1943 geschrieben von einem deutschen Emigranten im fernen Kalifornien, schließt voller Bängnis: »Die Vaterstadt, wie empfängt sie mich wohl?/Vor mir kommen die Bomber. Tödliche Schwärme/Melden Euch meine Rückkehr. Feuersbrünste/Gehen dem Sohn voraus.« Drei Jahre … Weiterlesen →

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Wewelsburg

von André Hagel Zuerst wollte sie Heinrich Himmler zum geistigen Zentrum einer »germanischen Welt« machen. Als das Naziregime unterging und sich mit ihm auch die vermessenen Pläne des Reichsführers-SS erledigten, wünschte Himmler, daß die gesamte Anlage der im heutigen Kreis … Weiterlesen →

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»Forschungs-Kontroverse«

von Ove Lieh Deutschland hatte keinen Faschismus.« So lautete ein Zwischenruf des CDU-Abgeordneten Siegfried Wetzel im Thüringer Landtag. Anlaß war die Benutzung des Faschismus-Begriffs durch Redner der PDS gewesen. Er wollte darauf drängen, die korrekte Bezeichnung Nationalsozialismus zu benutzen, »vor … Weiterlesen →

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Kurz notiert

von Klaus Hansen Widerstand heute. Hautmitteilungen sind Mode. Früher ein Erkennungszeichen für Seebären und Totschläger, gehören sie heute zum Outfit von Bürohengsten. Einst sah man sie nur auf Fahndungsfotos, heute findet man sie sogar auf Wahlplakaten der Konservativen. Sechs Millionen … Weiterlesen →

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Sabine weiß das nicht

von Günter Krone In der deutschen Sprache geistern Wünsche und Aufforderungen, die nicht auf die Erfüllung oder das Befolgen abzielen, sondern in gewollt anstößiger Formulierung die Mißstimmung des Absenders gegenüber dem Adressaten zum Ausdruck bringen sollen. Das bekannteste Beispiel ist … Weiterlesen →

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Postindustrieller Dekonstruktivismus

von Martin Nicklaus In Ost wie West galt ein immerwährendes Wachstum als ein Dogma, das zu gestatten schien, die vom Club of Rome 1970 veröffentlichten Thesen von den Grenzen des Wachstums zu ignorieren. Doch immer schon hieß Wachstum auch gleichzeitig … Weiterlesen →

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Bitterfelder Wege

von Günter Agde Der Bitterfelder Kulturpalast war Schauplatz der beiden Bitterfelder Konferenzen (1959 und 1964) und damit Geburtsort des sogenannten Bitterfelder Weges. Auf dem berühmtesten Foto von der Zweiten Bitterfelder Konferenz sieht man die Schriftstellerin Christa Wolf und den SED-Parteichef … Weiterlesen →

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Ausgerechnet Musharraf

von Jochen Reinert Ob der Verkäufer in einem Islamabader Shop Verwandte in Kaschmir hat, ist nicht bekannt. Wie auch immer – als Naseem Mughal von den sensationellen Gedankenspielen seines Präsidenten Pervez Musharraf zur Lösung der Kaschmirfrage hörte, war neben vorsichtiger … Weiterlesen →

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Suppe satt!

von Gerd Kaiser, z. Z. Warschau Die amtierende polnische Regierung hat im Budget des nächsten Jahres dreihundert Millionen Złoty für die Schulspeisung vorgesehen. Das ist mehr als das Doppelte im Vergleich zu diesem Jahr. Und es ist notwendig, weil zwei … Weiterlesen →

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Clan-Kampf um Machterhalt

von Kathrin Singer, Kiew Mag sein, daß ihre Namen noch weithin unbekannt sind, aber Fakt ist: Rinat Achmetow und Viktor Pintschuk, beide in der Ukraine zu Hause, gehören zu den reichsten Europäern. Das Vermögen des 38jährigen Achmetow wurde vom britischen … Weiterlesen →

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Spaß muß sajn

von Kurt Merkel Wenige Tage vor der Wahl des amerikanischen Präsidenten saß ich in der Davies Symphony Hall in einem ausverkauften Konzert des da beheimateten San Francisco Symphony unter dem Dirigat seines Music Directors Michael Tilson Thomas. Es gab das … Weiterlesen →

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Vom Unglück, recht zu behalten

von Horst Grunert Diejenigen unter den Beobachtern, die Amerika kennen, haben schon früh vor Illusionen im Hinblick auf die Chancen gewarnt, George W. Bush abzuwählen. Auch der Autor dieser Zeilen hat in verschiedenen Publikationen, darunter in der Nr. 5/2004 des … Weiterlesen →

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Zwischen allen Stühlen

von Wolfgang Sabath Ich bin mir nicht sicher, ob Günter Gaus noch selber den Buchtitel seiner Erinnerungen eines linken Konservativen zu verantworten hatte oder ob der dem Verlag beziehungsweise den, letzte Redigierungen vornehmenden, Hinterbliebenen geschuldet ist; so bleibt denn nur … Weiterlesen →

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Fakten

von Thomas Kuczynski Wer über eine nahezu lückenlose Aufzählung all der in der Planwirtschaft von SBZ und DDR über vierzig Jahre hinweg begangenen Fehler und Fehlleistungen verfügen will, wird das Buch von André Steiner mit Gewinn lesen. Gleich auf der … Weiterlesen →

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Schule des Lehrers

von Andreas Trunschke Der neoliberale Umbau der Gesellschaft ist in vollem Gange – also nicht endgültig entschieden. Wenn auch die Richtung auf Umverteilung von unten nach oben festgeschrieben erscheint, so ist doch noch Bewegung in der Gesellschaft. Gegen die Richtung … Weiterlesen →

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Majestätsbeleidigung

von Jochen Mattern Skandalumwittert waren Die Weber von Gerhart Hauptmann schon, bevor das Stück 1894 auf die Bühne kam. Eine Aufführung untersagte der damalige Polizeipräsident Berlins mit der Begründung, daß »das Drama nicht etwa nur die Hartherzigkeit einzelner Besitzer und … Weiterlesen →

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Führer, ärgere dich nicht

von Matthias Käther Spätestens seit dem sensationellen Erfolg des Führerfilms Der Untergang, der seit einiger Zeit eisern die Führung in den deutschen Kinocharts behauptet, beginnt im deutschen Volk endlich ein tiefes Umdenken in bezug auf lange tabuisierte Themen. Hitler wird … Weiterlesen →

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Aber in der Hilfsschule war er der Beste

von Ove Lieh Kennen Sie diesen Satz? Also, ich schon. Er fiel mal, als wir uns unter Kumpels über einen, nun ja, Außenseiter unterhielten, der anders war als wir. Er wirkte halt ein bißchen unintelligent, aber nicht unsympathisch. Deshalb der … Weiterlesen →

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Der Dank der Ostens [Kurzer Lehrgang]

von Heinz W. Konrad Fünfzehn Jahre nach dem Mauerfall hat es sich herumgesprochen und scheint des westdeutschen Volkes überwiegende Meinung zu sein: Der Osten ist undankbar. Jedenfalls mehren sich diese Stimmen, und die Stimmung ist entsprechend. Dem ist nicht zu … Weiterlesen →

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Gib mir dein Pfötchen

von Hans-Hermann Krönert Was wir gestern wußten, taugt heute nicht mehr. Was wir heute wissen, wissen wir morgen besser. Jeden Tag eine Neuigkeit, jeden Tag eine wissenschaftliche Offenbarung! Die Genetiker haben jetzt rausgekriegt, lese ich in meiner Zeitung, daß etwa … Weiterlesen →

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Rhetorische Nebelkerzen

von Heinz Dietel Quo vadis, Rhetorik«, muß man wohl fragen, wenn der Inhalt einer Rede die Zuhörer nur noch zu sieben Prozent beeinflußt, die restlichen 93 Prozent aber Körpersprache und Stimme zuzuordnen sind. Diese Aussage im Kulturteil einer überregionalen Tageszeitung … Weiterlesen →

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Reich an Geiz

von Frank Burkhard Geiz ist die Armut der Reichen. Werner Mitsch Warum gründen Künstler ein Privattheater? Weil sie hoffen, damit reich zu werden? Irrtum! Mit Theatern erwirbt man höchstens Schulden. Nein, diese Theaterleute können nicht anders. Es ist ein innerer … Weiterlesen →

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Klees Katze

von Renate Hoffmann Zuerst ging ich zum MoMA des MoMAs wegen (Museum of Modern Art, New York, Ausstellung in Berlin). Das nächste Mal wegen Paul Klee. Und das dritte Mal wegen Klees Katze. Sie heißt Helma (sie sieht aus, als … Weiterlesen →

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Heimatlicher Eigensinn

von Ulrike Köpp Es gibt ein Paradoxon: Die Funktionäre der SED verfolgten das Treiben der organisierten Natur- und Heimatfreunde meist mit Mißtrauen und zerbrachen sich in den fünfziger Jahren auch schon mal die Köpfe über ihre Auflösung. Nach dem Untergang … Weiterlesen →

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Kulturpalast

von Günter Agde Der Kulturpalast Bitterfeld beging kürzlich seinen 50. Geburtstag. Er wurde von einem privaten Betreiber mit einem Feuerwerk der Schlagermusik neueröffnet. Zeitgleich startete die Stadt Bitterfeld in der Keller-Galerie ihres Rathauses eine bemerkenswerte kulturhistorische Ausstellung Kultur Palast Bitterfeld … Weiterlesen →

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Grito continental

von Klaus Hart, Rio de Janeiro Alles begann mit dem Grito 1995, als sich die Nationale Bischofskonferenz (CNBB) mit ihrer Brüderlichkeitskampagne erstmals den sozial entwurzelten, marginalisierten Bevölkerungsteilen widmete und mit Hilfe der Pastoralen alljährlich einen landesweiten Grito dos Excluidos (Aufschrei … Weiterlesen →

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Auf dem Weg zum Bürgerkrieg

von Uri Avnery, Tel Aviv In Israel spricht im Augenblick jeder über den nächsten Krieg. Im populärsten Fernsehkanal läuft darüber sogar eine ganze Serie. Nicht über noch einen Krieg gegen die Araber; nicht über die nukleare Bedrohung aus dem Iran; … Weiterlesen →

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Abschied vom Verstand

von Max Hagebök Heute stand es wieder in der Zeitung, das politische Horoskop für Parteien und Politiker. In ewigwährender Regelmäßigkeit schütten die Institute politischer Meinungsmache die neuesten Umfragen zur Sonntagsfrage oder zur Beliebtheit von Politikern aus vollen Kübeln in das … Weiterlesen →

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Kritikerergänzung

von F. B. Habel Jens Knorrs Einschätzung des neuen Hitler-Bildes im Film im Blättchen 22/2004 ist wenig hinzuzufügen, wenngleich ich statt Hitler immer Bruno Ganz vor mir sah, der sich der Kunst der Maskenbildner anvertraute. Den letzten Tagen im Führerbunker … Weiterlesen →

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Kritikerkritik

von Horst Grunert Gewiß kann man manchen kritischen Einwand gegen den Film Der Untergang vorbringen. Aber warum ist es nötig, mit den gröbsten Keulen dreinzuschlagen (Jens Knorr im Blättchen 22/2004)? Soweit ich es überblicke, hat bisher niemand bestritten, daß es … Weiterlesen →

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Hartz VI

von Erhard Crome Wer das Totenschiff von Traven gelesen hat weiß, es ist nichts so schlimm, als daß es nicht noch schlimmer kommen könnte. Dieses Stück wird in Sachen Sozialabbau gerade in Deutschland gegeben. Immer, wenn die Regierung wieder einen … Weiterlesen →

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NPD als Ordnungsfaktor

von chaze Nicht zu Unrecht stellte Paul Oswald in seinem Kommentar zum Wahlerfolg der DVU in Brandenburg und der NPD in Sachsen im Blättchen 22/2004 fest, daß nicht die Rechtsextremen in den Landesparlamenten das Hauptproblem darstellen würden, sondern deren Wählerinnen … Weiterlesen →

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Herbst im Lande

von Ove Lieh Es ist Herbst geworden in der deutschen Demokratie, und die Blätter fallen – vor allem über den Wähler her, weil der wieder nichts Rechtes gewählt hat. Das heißt, er hat zwar zum Teil rechts gewählt, aber das … Weiterlesen →

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Schreib das nicht auf, Kisch!

von Mathias Käther »Er hält wohl einen ›roten Goebbels‹ für etwas ebenso Schimpfliches, wie es der braune Goebbels ist. (…) Was Wirkung und Wirksamkeit anbelangt, würden die Antifaschisten in der Tat einen Gegengoebbels brauchen.« E. E. Kisch, Über Gustav Regler, … Weiterlesen →

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Liebe zu Zeiten des Neoliberalismus

von Wolfgang Beutin In den Katalogen moderner Antiquariate wird jetzt die Weltgeschichte der Prostitution von den Anfängen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts von Paul Dufour (1806 – 1884) angeboten. Es ist ein Nachdruck von 1995 der deutschen Fassung von … Weiterlesen →

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Harlem – kriminell

von Peter Bräunlein Ich muß gestehen: Krimis lese ich gern.« Nur wenige bekennen sich so offen zu ihrer literarischen Leidenschaft wie der marxistische Wirtschaftswissenschaftler Ernest Mandel. In seiner »Sozialgeschichte des Kriminalromans« Ein schöner Mord (1984) analysiert er Himes’ Krimis als … Weiterlesen →

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Das letzte späte Jahr

von Kai Agthe Ein Abschied auf 75 Seiten, eine literarische Todesahnung in fünf kurzen Kapiteln. Späte Jahre ist das letzte Werk von Hanns Cibulka, der am 21. Juni 2004 83jährig in Gotha starb. Im Schatten von Schloß Friedenstein – von dem … Weiterlesen →

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Pastorale?

von Marcus Crome Am 12. März 1945 fand im Concordia-Saal in Leipzig ein Konzert mit dem Gewandhausorchester unter Stabführung von Hermann Abendroth statt. Gespielt wurde unter anderem die 6. Sinfonie F-Dur op. 68 von Ludwig van Beethoven, die unter dem … Weiterlesen →

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Händel in Rom

von Olaf Brühl Händel war keine 22 Jahre alt, als er in Rom eintraf. Start einer beispiellosen Karriere. Der »liebe Sachse«, wie der smarte Jüngling genannt wurde, brachte schon Erfolge in der Opernarbeit, im Umgang mit den Mächtigen und eine … Weiterlesen →

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Gorki-Park

von Wladislaw Hedeler, z. Z. Moskau Vor sechsundsiebzig Jahren, am 12. August 1928, öffnete der Park für Kultur und Erholung seine Pforten. Hier an der Moskwa, auf dem Gelände der ehemaligen Allunions-Landwirtschaftsausstellung, sollten die an der Verwirklichung des ersten Fünfjahrplans … Weiterlesen →

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Vergiftete Atmosphäre

von Kathrin Singer, Kiew In der Ukraine gibt es derzeit nur ein Thema: Werden die Präsidentschaftswahlen am 31. Oktober frei und fair sein? Immer häufiger schwingt in den Debatten ernste Sorge mit. Denn Meinungsumfragen belegen: Die Bürger glauben zwar, daß … Weiterlesen →

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Ostmichel und Westmichel

von Lotar Cibis Lebt denn der alte Ostmichel noch? Der lebte nie! Der war – wie der Westmichel auch – nur Phantasie. Das Volk wird geschätzt, wenn es abstimmt zu Wahlen, sonst braucht man es eigentlich nie – bis auf … Weiterlesen →

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Ich, der Rattenfänger

von Ove Lieh Neulich bin ich Rattenfänger gewesen. Morgens lag eine tote Ratte, die offensichtlich einem stärkeren Gegner unterlegen war, auf meiner Wiese. Mir war sofort klar, daß ihre Familie damit unverschuldet in eine Notlage geraten war und griff ein. … Weiterlesen →

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Der nackte DDR-Bürger

von Herbert Wöltge Neulich las ich die durchaus unerfreuliche Geschichte der Abwicklung der Bauakademie der DDR 1989 bis 1991. Was darin steht, überrascht nicht, es ist die übliche üble Sache vom Einfall der bundesdeutschen Evaluations-Aliens und des anschließenden Ablebens der … Weiterlesen →

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Es kommt

von Bernhard Romeike Der »Kampf gegen den Terrorismus« ist ein Joker, besonders in der US-Außenpolitik von Bush II. Doch ist es in Deutschland dagegen harmlos? Oder ist das scheinbar harmlose Gesicht Politik, hinter der sich ganz anderes verbirgt? Ursprünglich wurde … Weiterlesen →

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Vergeßt mir meine Traudl nicht

von Jens Knorr Der Abspann bringt es an den Tag: Adolf Hitler ist’s nicht, Bruno Ganz ist es gewesen! Und nicht Eva Braun und Joseph Goebbels nebst Gattin, nicht Speer, Mohnke und Weidling, Keitel und Krebs, Günsche und Fegelein und … Weiterlesen →

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Nachbar Nazi

von Paul Oswald Nun also werden sich seit den vergangenen Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg von den Feuilletonisten die Finger darüber wundgeschrieben, wie mit den neuen parlamentarischen Spähtrupps der Nationalen umzugehen sei: schneiden, angreifen, diskutieren, einladen, ausladen … Sie schreiben … Weiterlesen →

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Berliner Nahverkehr

von Erhard Weinholz Spare in der Not, denn da hast du Zeit«, empfahl der Volksmund einst den Arbeitslosen. Doch sollte man selbst in dieser unerfreulichen Lage, die das Sparen geradezu erzwingt, auf Genüsse keinesfalls verzichten. Sie müssen nur erschwinglich sein. … Weiterlesen →

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La Mettrie

von Hermann-Peter Eberlein Auf einmal ist sein Name in aller Munde: durch Martin Walsers neuesten Roman, in dem die gemeinsame Vorliebe für den französischen Aufklärer das Vehikel der Liebesbeziehung zwischen einem alternden Privatgelehrten (der einst einige Aufsätze zum Thema verfaßt … Weiterlesen →

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Theater museal

von Jan Bonin Die Berliner Bühnen setzen nach der Sommerpause erst einmal alte, bewährte Hüte auf. In der Neustadt, einer Stadt in der Volksbühne, tummeln sich Der Idiot und sein Team, nach Dostojewski von Castorf. Am Berliner Ensemble betreibt Peymann … Weiterlesen →

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Das Ende einer Ära?

von M. R. Richter, Kiew Für den 31. Oktober 2004 sind die Ukrainer zur Wahl des Staatspräsidenten aufgerufen – zum ersten Wahlgang, denn kaum einer zweifelt daran, daß eine Stichwahl erforderlich werden wird. Da die Ukraine eine Präsidialrepublik ist, in … Weiterlesen →

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Um die Wurst

von Wladimir Wolynski, z. Z. Minsk In Belorußland geht es seit einiger Zeit um die Wurst. Im direkten und im übertragenen Sinne. Inco Food, eine Firma der beiden polnischen Besitzer Krzysztof Stepien und Dariusz Szajda, hat im Laufe der vergangenen … Weiterlesen →

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Aufenthalt

von Gerd Kaiser, z. Z. Warschau Polen sei, so unisono zeitgeistige Politiker und Journalisten, in Europa angekommen. Daß es an- und in einigen Bereichen auf den Hund gekommen ist, sieht und riecht man nicht nur im und am Warschauer Hauptbahnhof … Weiterlesen →

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Eine Nation? Was für eine Nation?

von Uri Avnery, Tel Aviv Jede Person in Israel ist im Innenministerium im Einwohnerverzeichnis registriert. Das Verzeichnis schließt den Punkt »Nation« ein. Dieser Punkt erscheint auch auf der Identitätskarte, die jede Person in Israel immer bei sich tragen muß. Oder … Weiterlesen →

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Lob und Hudel für einen Diktator

von Klaus Hart, Rio de Janeiro In Lateinamerikas größter Demokratie, Brasilien, geschieht derzeit politisch und zeitgeschichtlich Außergewöhnliches: Die Nation feiert seit Monaten das Andenken des Diktators, Hitlerverehrers und Judenhassers Getulio Vargas. Dessen Todestag jährte sich im August zum fünfzigsten Male. … Weiterlesen →

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Der Untergang. Aufsatz eines Jungmädels

von Klaus Hansen Jetzt verdient Hitler wieder die bürgerliche Anrede, jetzt ist Hitler wieder ein Herr. So wie mein Vater ein Herr ist und ich eine junge Dame kurz vor dem Abitur bin. Kein »Führer« mehr oder »Scheusal« oder gar … Weiterlesen →

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Glück und Landnahme

von Jürgen Schaepe Es war damals vor allem die Zeit der großen Gefühle. Ich erlebte mich in dieser Masse demonstrierender Menschen sehr herausgehoben und doch gleichzeitig als ihr kleiner, aber nicht unwesentlicher Splitter, Bruder unter Brüdern, Mensch unter Menschen, Gleicher … Weiterlesen →

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Ent-Täuschungen

von Martin Nicklaus Kaum hatte Horst Köhler Argentinien verheizt, stieg er vom unheiligen Weltenlenkerthron IWF uns aufs Dach. Nun will er seinen Kampf für die verschärfte Ungleichheit unter den Menschen in Deutschland als Merkelpräsident fortsetzten. Nur, daß hier sein Wort, … Weiterlesen →

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Übrigens: Wir brauchen keine Regierung

von Martin Schirdewan Die westdeutschen Eliten lassen den Osten endgültig fallen. Nach fünfzehn Jahren verfehlter Einigungspolitik ist der Bundespräsident ehrlich genug zu prognostizieren, daß der Osten auf Dauer schlechter gestellt sein wird als der Westen: »Das geht von Nord nach … Weiterlesen →

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Herrschaft ohne Hegemonie

von Jörn Schütrumpf Im Osten macht sich das Gefühl breit, in der dritten Diktatur in Folge zu leben – auch wenn die äußeren Insignien für eine repräsentative Demokratie sprechen. Die erste Diktatur war noch bejubelt worden und hatte von außen … Weiterlesen →

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Genosse Zufall

von Frank Ufen Kinder lernen das Sprechen von ihren Eltern. Doch wenn ein Kind türkischer, russischer oder chinesischer Einwanderer beispielsweise in den Vereinigten Staaten heranwächst, wird es in aller Regel früher oder später akzentfrei Englisch beherrschen. Hierfür, behauptet die Psychologin … Weiterlesen →

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Briefgespräche

von Mathias Iven Im Mai 1948 erhielt Hermann Broch im amerikanischen Exil einen Brief von Veza Canetti. Das Schreiben enthielt ein »überaus interessantes Exposé über eine wissenschaftliche Erforschung des Konzentrationslagerlebens« und die Bitte, bei der Suche nach einem Verleger behilflich … Weiterlesen →

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Leichners Fettpuder

von Matthias Käther Stumpfer Teint einer fashionablen Welt. Nicht wahr, das ist doch mal ein schöner Titel! Max Gold wird erblassen vor Neid. Leider ist das nur geborgt und nicht wirklich von mir. Sondern von Carl Georg Rumpf. Und der … Weiterlesen →

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Geliebter Che

von Jürgen Meier Ein Zettel, den ihr der verschwiegene Großvater kurz vor seinem Tod reicht, verändert das Leben der jungen Frau, die allein mit ihrem Großvater in Miami lebt, wohin beide, sie war damals ein Säugling, aus Kuba geflohen waren. … Weiterlesen →

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Elitenbildung

von chaze Auf den ersten Blick erscheint das Buch Elite sein von Stephan Peters als eine jener unzähligen Dissertationen, deren Thema nur einen ausgewählten Kreis von Fachleuten interessiert. Doch studentische Korporationen, die etwas vereinfacht als Burschenschaften bekannt sind, sollten öfter … Weiterlesen →

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Wilm Hosenfeld

von Wolfgang David Der Mann, der dem jüdischen Musiker Szpilman 1944 im besetzten Warschau das Leben rettete, war NSDAP-Mitglied, SA-Scharführer und Wehrmachtsoffizier. Roman Polanski verarbeitete diese märchenhaft anmutende Begebenheit 2002 in seinem Film Der Pianist. Nun liegt ein dicker Band … Weiterlesen →

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Der Berg ruft!

von Kai Agthe Nicht erst seit Luis Trenker – in dessen Rucksack es dem Volksmund nach so aussehen soll wie bei Hempels unterm Sofa –, sondern schon seit Seneca wissen auch die Philosophen: Der Berg ruft! Zu den Denkern, die, … Weiterlesen →

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Unangepaßte Lebensläufe

von Klaus Hammer Als »vaterlandslose Gesellen« brandmarkte Kaiser Wilhelm II. einst die deutschen Sozialdemokraten, die seine nationalistische Politik nicht mittragen wollten. Etwas abgeändert unter dem Titel Linke Vaterlandsgesellen hat der Berliner Filmemacher Thomas Grimm jetzt Gespräche über und mit bedeutenden … Weiterlesen →

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Nur Handpuppen?

von Alfred Fleischhacker Ich weiß nicht, ob das Statistische Bundesamt in Wiesbaden weiß, wieviele Universitätsabsolventen westdeutscher Herkunft ihre akademische Laufbahn mit wissenschaftlichen Untersuchungen über das Jammertal DDR begannen. In eine der jüngeren habe ich mich aus persönlichen Gründen vertieft. Schließlich … Weiterlesen →

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Grenzbetrachtungen

von Martin Nicklaus* Wird über die – längst Legende gewordene DDR – gesprochen, pendelt die Meinung gern mal zwischen zwei Amplituden. Eine davon markiert das Buch Opa war kein Nazi von Harald Welzer, Sabine Moller und Karoline Tschuggnall. Ostdeutsche Interviewpartner … Weiterlesen →

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Heimatkunde

von Ulrike Köpp Im Sommer 1990, wenige Wochen vor der deutschen Vereinigung, bemerkte die Volkskundlerin Marina Moritz gelegentlich einer Tagung, daß sich die Ostdeutschen zwar nicht mehrheitlich mit ihrem Staat, wohl aber mit dem Land DDR identifiziert hatten. Und sie … Weiterlesen →

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Stimme der Vernunft

von Uli Brockmeyer Seit Jahren wird heftig über die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak gestritten. Für fast jeden Menschen, der hören, sehen und lesen kann, ist dieser Streit recht eindeutig entschieden. Wir wissen aber, daß nicht zuletzt diese Frage zum … Weiterlesen →

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Eine andere Welt

von Wolfram Adolphi Es gibt Bücher, die geeignet sind, das innerste Selbst zu erschüttern. Der Band Eine andere Welt. Das Weltsozialforum gehört zu diesen. Zwar kommt er zuweilen etwas spröde daher; zwar wiederholt sich, wenn mehr als vierzig Autorinnen und … Weiterlesen →

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Der falsche Freund

von Erhard Crome Ein deutscher Professor kann über jedes Thema reden, er braucht dafür nur exakt neunzig Minuten Zeit. Das hatte ein vor etlichen Jahren vielzitierter deutscher Professor zu Beginn eines Konferenz-Schlußwortes gesagt, und er verbrauchte exakt neunzig Minuten Zeit. … Weiterlesen →

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Manifest der komischen Weltbewegung

von Martin Schirdewan In einem von herrschaftlichem Grau dominierten Plenarsaal eines in herrlichem Grau gehaltenen Plenargebäudes tritt ein in herrisches Grau gekleideter Herr, unschwer als der erst kürzlich gewählte Präsident Worst Cola zu erkennen, hinter ein in schlichtes Grau gehaltenes … Weiterlesen →

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Antworten

von Siegfried Jacobsohn »Die Schaubühne« Siegfried Jacobsohns (1918 von ihm umbenannt in »Die Weltbühne«) wäre am 8. September 2004 in ihren 100. Jahrgang eingetreten. Bis zu ihrem 100. Geburtstag werden wir unregelmäßig aus alten Heften zitieren – als Erinnerung ebenso wie … Weiterlesen →

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Die ollen Alten

von Kai Agthe Jugend und Schönheit besitzen eine untrennbare Eigenschaft, die bei dem geilen Gieren der Boulevardmagazine nach festem Fleisch gern übersehen wird: Jugend und Schönheit sind kein Verdienst. Die Natur gibt’s, die Natur nimmt’s. Man mag Eva Padberg oder … Weiterlesen →

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Händel und Gesualdo

von Liesel Markowski Das sommerliche Kammeropern-Festival im idyllischen brandenburgischen Städtchen Rheinsberg beglückte wieder mit lustvoller jugendlicher Gesangskunst. Eine aus hunderten Bewerbern getroffene Auswahl präsentierte beeindruckende Qualität eines vielversprechenden Nachwuchses – bei schwierigen bis schwierigsten Anforderungen. Denn die Initiatoren um den … Weiterlesen →

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Bornholmer Paradies

von F.-B. Habel Die Bösebrücke, die auf der Bornholmer Straße die Berliner Bezirke Wedding und Prenzlauer Berg verbindet, wurde nach dem Antifaschisten Wilhelm Böse benannt, aber der Volksmund nennt sie die Bornholmer Brücke. Nie werde ich die Kleingärtner auf der … Weiterlesen →

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Jegliches hat seine Zeit

von Jens Knorr Es hat die sogenannte Zeitoper nicht nur bei Mozart und Verdi gegeben und auch nicht nur während ihrer großen Zeit in den zwanziger Jahren – in der DDR wurde sie besonders gefördert und entsprechend gefürchtet. Zeitopern trugen … Weiterlesen →

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Parallelwelt Bitterfeld?

von Frank Hanisch Wenige Kilometer von Bitterfeld entfernt, auf einer Landbrücke zwischen zwei gefluteten ehemaligen Tagebaurestlöchern gelegen, befindet sich um einen Anger gruppiert das Buchdorf Mühlbeck, in dem – wahrscheinlich – mehr Antiquare als Landwirte wohnen. In einem dieser Antiquariate … Weiterlesen →

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Rhetorlin forte

von Jürgen Schaepe Endlich ist es da! Die Pharmaindustrie hat lange gebraucht, um dieses Medikament auf den Markt zu bringen: Rhetorlin forte. Keiner muß fortan an Dysfunktionen seines Sprachvermögens leiden, niemand mehr muß sich künftig über höchst unvollkommene Redner in … Weiterlesen →

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Jürgen Kuczynski 100

von Mario Keßler Über einhundert Bücher hat er veröffentlicht, am 17. September wäre er einhundert geworden, der vor sieben Jahren verstorbene Jürgen Kuczynski. Fünf Gesellschaftsordnungen hat er in Deutschland erfahren, davon vier zusammenbrechen sehen, elf Jahre in den USA und … Weiterlesen →

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Bauhaus am Zuckerhut

von Klaus Hart Eine bizarre Situation: Drinnen im vierstöckigen »Nucleus« spricht Bauhaus-Direktor Omar Akbar zu hunderten Slumkids, die euphorisch kreischen und jubeln – direkt davor auf dem Platz vor der großen Glasfront stehen jugendliche Banditen, die MPi lässig umgehängt, und … Weiterlesen →

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Politische Eierkultur

von Ove Lieh In einer Vorlesung zum Thema Gesundheitserziehung erzählte uns Studenten einst ein trockener Alkoholiker seine Geschichte. Der absolute Tiefpunkt sei für ihn erreicht gewesen, als er angefangen habe, seinen Kindern Geld aus der Spardose zu stehlen, um Getränke … Weiterlesen →

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Heißer Sommer

von Thomas Falkner Vor langer Zeit, in der Mitte des letzten Jahrzehnts des vorigen Jahrhunderts, gab es in Brandenburg einen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe. Der warnte mit schöner Regelmäßigkeit seinen christdemokratischen Kanzler Helmut Kohl, teils auch seine eigenen Parteifreunde im … Weiterlesen →

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TAMARA statt TINA

von Wolfram Adolphi Keiner weiß, wie sich das weiterentwickeln wird mit den Protesten gegen Hartz IV. Vielleicht – mag man im Kanzleramt meinen – läuft es sich ja tot mit den Demos. Und vielleicht wird es ja auch tatsächlich so … Weiterlesen →

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Erklärung

Wir protestieren gegen Hartz IV. Wir sind einverstanden mit der Wiederbelebung der Montagsdemonstrationen. Es ging und geht um Gerechtigkeit, Selbstbestimmung, Mündigkeit, Menschenwürde und Freiheit. Verhältnisse, in denen der Mensch nur verstaatlichtes Objekt einer politischen Partei wie der SED oder für … Weiterlesen →

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Am Strom

von Renate Hoffmann Über den Ufern dieses göttlichen Stromes (liegt) ein Zauber, dem ich nichts mir Bekanntes an die Seite zu stellen wüßte! Mary Wollstonecraft Shelley (1797-1851) Es sind hellblaue milde Tage. Gute Zeit, um dem Zauber auf die Schliche … Weiterlesen →

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Theater am Rand

von Walter-Thomas Heyn Die Landesmusikakademie Rheinsberg ehrte den Komponisten Kurt Schwaen zu seinem 95. Geburtstag einen ganzen Tag lang. Am Beginn stand der Dokumentarfilm Eine weite Reise von Jochen Kraußer aus dem Jahre 2001, es folgte ein Liedernachmittag mit Kim … Weiterlesen →

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Der frühe Kandinsky

von Klaus Hammer Er war schon dreißig, als er 1896 nach München kam, um Malerei zu studieren. Aber binnen weniger Jahre wurde der Russe Wassily Kandinsky zum radikalen Erneuerer der Kunst unserer Epoche. Sein Glaube an eine abstrakte Farbensprache kam … Weiterlesen →

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Viel Wind um nichts?

von Ronald Lötzsch So – natürlich ohne Fragezeichen – kündigt der stern im Inhaltsverzeichnis der Nummer 34/2004 seinen Beitrag zur »Popanz-Debatte«, wie Chefredakteur Petzold im Editorial formuliert, um die Rechtschreibreform an. Über weite Strecken trifft diese Einschätzung auch zu. Diskutiert … Weiterlesen →

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Rechtschreibreform 1905

von Mathias Iven Gelobt sei die Redaktion des Blättchens, hat sie sich doch in Fragen der Rechtschreibung nie beirren lassen. Jeder der Autoren darf, wie er will – nur: »neumodisch« soll es nicht sein! Vielleicht wird deshalb auch die derzeitige … Weiterlesen →

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Wolfgang Mommsen

von Fritz Klein Mit Wolfgang Mommsen, der am 11. August beim Baden in der Ostsee tödlich verunglückte, starb einer der bedeutenden, national wie international hochangesehen deutschen Historiker. In einer Fülle von gründlich recherchierten, klugen, fakten- und gedankenreichen Arbeiten hat er … Weiterlesen →

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Wenn Amerika niest …

von Uri Avnery, Tel Aviv Zu Levi Eshkol, einem unserer verstorbenen Ministerpräsidenten, eilte einmal einer seiner Assistenten und rief: »Levi, eine Katastrophe! Eine Dürre ist ausgebrochen!« »Wo?« fragte der Ministerpräsident beunruhigt, »in Texas?« »Nein, in Israel!« antwortete der Mann. »Dann … Weiterlesen →

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Entsicherter Journalismus

von Johann Spärlich Auch aus der Sicht der Machthaber ist die Präsentation der Hartz-IV-Gesetze eine Katastrophe, wie immer mehr Politikern allmählich aufgeht. Dieser Dilettantismus und vor allem der Zynismus vieler Äußerungen (»Nach einem Monat ohne Arbeitslosengeld ist noch niemand bedürftig«, … Weiterlesen →

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Montags, 18 Uhr, Magdeburg

von Ines Fritz In Magdeburg gibt es derzeit nur ein Thema: Hartz IV und die Montagsdemos. Die Welt teilt sich sauber, jedenfalls in Magdeburg. Da sind jene, die arbeiten wollen und keine Arbeit bekommen, daneben gibt es jene, die nicht … Weiterlesen →

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Hartz und Marxens Irrtum

von Werner Abel Alle weltgeschichtlichen Tatsachen, so meinte Marx in Anlehnung an Hegel, ereignen sich zweimal: Das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce. Wilhelm Liebknecht, der Marx recht nahe stand, erklärte in seinem Volksfremdwörterbuch das Wort »Farce« … Weiterlesen →

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Montags immer

von Erhard Crome Eine »Volksfront« sah der Kanzler keimen und hat sie rasch denunziert. Er sagte es in seinem hilflosen Frust über die Montagsdemonstrationen. Es scheint ihm ähnlich zu gehen wie einstmals Erich Honecker; der wußte mit den Protesten auch … Weiterlesen →

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Nicht nur Kamele unterm Sternenhimmel

von Julia Michelis Von Stralsund bis Oberammergau setzt das Kulturmanagement der Republik mit stetig wachsender Begeisterung auf Open-Air-Festivals. Ob mit Aida (drei echte Kamele auf der Freilichtbühne des Passionsdorfes!!!) oder mit der Zauberflöte überm Sund – die Gunst der Ferienzeit … Weiterlesen →

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Entgleist und verspätet

von Tim Engartner Noch vor wenigen Jahren warb die Deutsche Bahn mit einem Plakat, auf dem ein sich küssendes Pärchen zu sehen war. Dabei stand »Eigentlich wollte er den IC um 10.27, 11.27, 12.27 usw. nehmen.« Die Aussage war klar: … Weiterlesen →

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Theresias Brüste

von Frank Hanisch Der Duft von gegrilltem Seewolf aus den Schelfgebieten Westschwedens kitzelt meine Nase, während ich Kräuter und Zitrone schneide. Der Seewolf, man sieht es dem zarten Filet gar nicht an, ernährt sich von ganzen Schalentieren und ist in … Weiterlesen →

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Heilige Geschlechtlichkeit

von Lotte Lund Nicht nur, daß der Papst das Sommerloch nutzt, um für die 200. Auflage seiner Ängste ein unverdient großes Publikum zu gewinnen; er wird sekundiert von einer sehr rüstigen Ressource: den selbsternannten Nur-Ehefrauen der Welt! Da fragt man … Weiterlesen →

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Nichtdeutsches im Bundestag

von Lisa Müller Ein Glück, daß es das Internet gibt! So kann sich auch der einfache Sterbliche problemlos darüber informieren, was unsere Volksvertreter im Bundestag so treiben. Denn einen Tag nach den Debatten stehen die Protokolle im Netz. Noch unmittelbarer … Weiterlesen →

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Von Thomas Mann zu Simon Dach

von Horst Grunert Nachdem der Bürgermeister das Ereignis gebührend gewürdigt hatte, trat der deutsche Botschafter Alexander von Rom an das Mikrofon. Ich verkniff mir ein Lächeln. Niemand kann etwas für seinen Namen. Erfreulicherweise vermied er es, das Wort zu ergreifen, … Weiterlesen →

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Bremsversuche gegen Frauenhandel

von Kathrin Singer, Kiew Weil Fernsehstar Michel Friedman darüber ins Rampenlicht geraten war, hatte der Menschenhandel ukrainischer Schlepperbanden im vergangenen Jahr plötzlich eine große Medienöffentlichkeit. Bis dahin war es eher im dunkeln geblieben: das Wirken jener »geschäftstüchtigen« Herren, die es … Weiterlesen →

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Dollargestützte Gedankenfreiheit

von Wladimir Wolynski, Moskau Sergej Kowaljow hat in etwa zur gleichen Zeit wie ich, Ende der vierziger/ Anfang der fünfziger Jahre, in Moskau studiert. Bereits damals hielt er mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. Er gehörte zu jener nicht … Weiterlesen →

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Grenzgebiet

von Wolfgang Sabath Kürzlich hielt es Holger Schmale, Innenpolitiker bei der Berliner Zeitung, für angemessen, den neuinstallierten Bundespräsidenten zu ermahnen (maßvoll, versteht sich, die Würde des Amtes …): Köhler nämlich hatte bei seinem ersten Präsidentenauslandsbesuch, der ihn nach Warschau führte, … Weiterlesen →

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Wie man Vater und Mutter (ent)ehrt

von Ines Fritz Seit 1999 streitet sich Horst Lucht mit den Behörden. Er ist nervlich und finanziell am Ende, sagt er. Aber er macht weiter. Er muß weitermachen. Rückblende: 1982 werden bei Frau Brandt, Horsts Mutter, eine endogene Psychose, Paranoia … Weiterlesen →

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Das kleinere Übel

von Horst Jacob Eines muß man jenen lassen, die den realkapitalistischen Alltag verwalten: In den Verhaltensmustern der Menschen kennen sie sich aus. Den Stockfehler ihrer dereinst sozialistischen Pendants, öffentliche Kritik am Gemeinwesen mit so ziemlich allen Mitteln zu unterbinden, begehen … Weiterlesen →

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Wo leben wir denn?

von Lotar Cibis Was soll das für ein Rechtsstaat sein? Den Ladendieb – den sperrt man ein. Das Management bei Mannesmann bedient sich selbst, so gut es kann. Die Staatsanwaltschaft mischt sich ein – auch beim Berliner Bankverein. Doch bei … Weiterlesen →

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Klassenkampf im Sommerloch

von Stefan Bollinger Früher war alles besser, da war ein Sommerloch noch ein Sommerloch. Heute gibt es nur Sommertragödien: Der Sozialstaat Bundesrepublik steht unter Dauerfeuer. Die Einschläge kommen näher, werden wirksamer. Hauptziel: möglichst baldiger Exitus des Sozialstaates, Nebenziel: runter mit … Weiterlesen →

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Lauter!

von Detlef Kannapin Ich habe es wirklich nicht mehr für möglich gehalten. Nach den Rossinis, Late Shows, Unberührbaren, Good Byes auf die eingebildete DDR und den Gegen-die-Wand-Fahrern erhebt sich aus den Flachheiten der Konvention des hiesigen Kinobetriebs ein für kaum … Weiterlesen →

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Das Lachen der Möwe

von Kai Agthe Keine Frage, Anton Tschechow wird wegen seines dramatischen Spätwerks geliebt: Die Möwe, Die drei Schwestern und Der Kirschgarten sind Bühnenklassiker. Im Falle dieses Dichters aber von einem »Spätwerk« zu sprechen, ist freilich ein Euphemismus, da Tschechow im … Weiterlesen →

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Antoine de Saint-Exupéry – der große Prinz

von Gerhard Wagner Antoine-Marie-Roger de Saint-Exupéry kam vor sechzig Jahren, am 31. Juli 1944, bei einem Flug im Auftrag seiner alliierten Fernaufklärerstaffel über dem Mittelmeer, nahe Korsika, um. Es handelte sich um seinen letzten geplanten Aufklärungseinsatz. Was Saint-Exupéry, als 1900 … Weiterlesen →

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Hiroshima, Dresden, Potsdam

von Wolfram Adolphi Es hatte Bedacht gewaltet, als der Reiseveranstalter das Hotel ausgewählt hatte für unsere deutsche Japan-Reisegruppe in Hiroshima: Schon von der Dachterrasse aus, wo das Frühstück gereicht wurde, fiel der Blick auf den heiwa ko’en, den Friedenspark: jene … Weiterlesen →

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Lacoma KW

von Reinhard Stöckel Lacoma, das klingt ein wenig nach La Paloma, nach Südseeparadies. Lacoma allerdings ist ein Dorf in der Niederlausitz und zu seinem Pech einst über einem Kohleflöz errichtet worden. Paradiesisch erscheint nicht wenigen die mit dem Namen des … Weiterlesen →

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Kein Niemandsland. Nirgends

von Kurt Merkel Anfang des Jahres las Volker Braun im Berliner Theater im Palais aus unveröffentlichten Arbeiten. Er las mit seiner ostsächsischen Lautung, den nicht ganz offenen Vokalen und den ihnen weich folgenden Konsonanten. Und er schuf mit dieser Art … Weiterlesen →

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Osmotische Selbsterkenntnis

von Klaus Hansen In Klaus Theweleits neuem Buch (Tor zur Welt – Fußball als Realitätsmodell, Köln 2004) findet sich die Behauptung: Wer mitbekommt, was sich im Fußballspiel tut, »ist über andere Gesellschaftsbereiche osmotisch informiert«. Wir wollen die These ernstnehmen und … Weiterlesen →

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Filbinger? – Gestrichen!

von Gesine Lötzsch Am 23. Mai wurde Horst Köhler zum Bundespräsidenten gewählt. Bereits im ersten Wahlgang. Am 1. Juli beklatschten Bundestag und Bundesrat den Auftritt des Neuen anläßlich seiner Vereidigung. Gesine Schwan, Kandidatin von SPD und Grünen, schien vergessen. Von … Weiterlesen →

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Wir sind überall …

von Sibylle Sechtem Der 50. Geburtstag der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel am 17. Juli mit umfänglicher Lobpreisung der Jubilarin, an deren Avancement zur Bundeskanzlerin kaum noch jemand Zweifel hat, ist vorbei. Läßt man den denkwürdigen Tag Revue passieren, fällt auf, daß … Weiterlesen →

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Kardinalfehler

von Hermann-Peter Eberlein Die Frage nach der Identität des Westens, speziell Europas, wird spätestens seit der Konfrontation mit dem Islamismus wieder heftig diskutiert. Verstärkt nehmen Vordenker und Interessenvertreter der Kirchen Anteil an dieser Debatte, scheint sich hier doch die Chance … Weiterlesen →

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Schöne neue Welt

von Walter Thomas Heyn Aber was für Ticker sind die Politiker? Sind sie wirklich so vonnöten, wie man glaubt? hat Kreisler vor Jahren gesungen und dabei die Politiker auf der Po-Silbe akzentuiert. Das damals – 1989/90 – anschlußheischende Gesäß war … Weiterlesen →

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Berliner Republik

von Jörn Schütrumpf Modell eins: Wer als Politiker seiner Partei nützt, darf mit einer freundlichen Erwähnung in einer parteiinternen Jubiläumsschrift rechnen – bestenfalls, manchmal auch nicht einmal damit. Modell zwei: Wer seinem Land Nutzen bringt, darf sich schon größere Hoffnungen … Weiterlesen →

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It Can Happen

von Erhard Crome Im Mai hatte ich im Blättchen über das Fiasko der imperialen Präsidentschaft in den USA geschrieben, Bushs Kriegsführung an der Haager Landkriegsordnung und anderen völkerrechtlichen Regelungen gemessen sowie seine Verantwortung angesichts des Statuts für den Internationalen Militärgerichtshof … Weiterlesen →

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Sprachseiltänzer

von Henryk Goldberg Nicht, daß ich mit der Jury von Herrn Professor Schlosser, die die deutschen Unwörter des Jahres kürt, konkurrieren möchte. Aber auch der unbekannte Gefreite an der Sprachfront hat so ein paar Lieblingsfeinde, denen er immer wieder begegnet. … Weiterlesen →

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Tod im Gletschereis

von Liesel Markowski Hans Werner Henzes Oper Elegie für junge Liebende von 1961 ist an Berlins Staatsoper in bemerkenswerter Aufführung zu erleben. Die Libretto-Autoren Wystan Hugh Auden und Chester Simon Kallman erzählen eine tragische Geschichte, die mit dem tödlichen Bergunglück … Weiterlesen →

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Tarzan aus dem Banat

von Peter Bräunlein In diesem Sommer 2004 wäre Johnny Weissmüller (1904-1984), fünfmaliger Olympiasieger im Schwimmen und berühmtester Film-Tarzan, hundert Jahre alt geworden. Das Ulmer Donauschwäbische Zentralmuseum zeigt bis 24. Oktober eine große Gedenkausstellung. Wie kommt ein Museum, das sich mit … Weiterlesen →

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Ernst Ludwig Kirchner

von Klaus Hammer Ernst Ludwig Kirchner, der sensibelste und zugleich eigenwilligste der Brücke-Künstler, hat sich primär als Zeichner verstanden: 165 Skizzenbücher haben sich allein im Kirchner-Nachlaß erhalten, und in privaten wie öffentlichen Sammlungen sollen sich etwa sechstausend Zeichnungen, Aquarelle und … Weiterlesen →

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Es bleibt nur das »Innerfern«

von Kai Agthe In dem irischen Kurzfilm Numero One Joe philosophiert Joe O’Sullivan über den Tod und der damit für ihn einhergehenden Gewißheit, daß die Erinnerung der Nachwelt schneller vergehen wird als seine irdische Hülle. »Man sollte sich niemals zu … Weiterlesen →

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Meine Heimat

von Ove Lieh Meine Heimat ist nicht nur die kleine Kneipe, deren Wirt es nicht mag, wenn ich lauthals eine Bockwurst au four oder einen Gemüseeisbecher mit Erbsen und Möhren bestelle. Ihm ist das peinlich, insbesondere wenn Touristen da sind. … Weiterlesen →

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Ultralinks?

von Mario Keßler Jörn Schütrumpfs nuancierte Rezension meines Buches Arthur Rosenberg. Ein Historiker im Zeitalter der Katastrophen (1889-1943) im Blättchen, Nr. 10/2004 ist schon deshalb zu begrüßen, weil damit an einen Politiker und Historiker der Weimarer Republik erinnert wird, der … Weiterlesen →

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Preta

von Klaus Hart, Rio de Janeiro Preta Gil, Tochter des brasilianischen Kulturministers und berühmten Musikers Gilberto Gil, macht in dem Tropenland derzeit Furore. Sie provoziert mit erfrischend politisch unkorrekten Sprüchen und mit kritischen Positionen zu Politik, Kultur, Rassismus und Sex. … Weiterlesen →

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Große Klasse

von Gerd Kaiser Es war einmal ein Land, Volks-Polen geheißen. Dort wußten die Untertanen der Herrscher Gomulka oder Gierek sehr wohl den Platz zu erkennen, den ein Untertan in der Gesellschaft einnahm. »Potz-Tausend-Öberste« fuhren Mercedes oder Tschaika, tranken Whisky oder … Weiterlesen →

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Ansprache eines Wachsenden

von Lutz Rathenow Ich wachse. Ich erlebe es täglich. Natürlich wachse ich. Schon immer bin ich, sind wir gewachsen. Damals schon schnell. Und dann erst draußen. Regelmäßig gemessen die ersten Monate. Immer geprüft die nächsten Jahre. In die Höhe! war … Weiterlesen →

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No future?

von Karsten Schuldt Science Fiction und politische Utopie – was läßt sich dazu sagen? Erstens, daß jede Zukunftsliteratur, egal ob sie als TV-Serie, Comic oder Roman daherkommt, ob sie in nächster oder allerentferntester Zukunft angesiedelt ist, ob sie auf verlassenen … Weiterlesen →

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Pressefrühstück mit Preußen-Siegel

von Herbert Wöltge Der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Dieter Simon, hatte zu einem Pressefrühstück geladen, in aller Montagmorgenfrühe, wenn das journalistische Hirn noch wochenendschwach dahindröselt. Was gab es dort, außer mäßig unterhaltsamer Leibeskost: nun ja, eine mäßige Geschichte, … Weiterlesen →

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Ich war kein Nazi

von Jörn Schütrumpf Was auch geschieht – nie sollt ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken. (Erich Kästner) Zu den bleibenden Kulturtaten, die während des Anschlusses an die Bundesrepublik vollbracht wurden, … Weiterlesen →

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Wer lacht denn da?

von Peter Braune Genau am 7. Juni begann die neue Penny-Woche 2004: Das Journal – Jede Woche neu. Mitnehmen! – titelte: »Alles für Ihren vierbeinigen Freund!« Natürlich posiert in Großaufnahme einer unserer Freunde, ist’s ein Setter oder gar ein Bernhardiner, … Weiterlesen →

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Fundorte

von Renate Hoffmann Ob ein Museumstag landesweit verordnet oder nicht verordnet ist, es lohnt, hin und wieder die Klinke eines kulturellen Sammlungshauses zu drücken und einzutreten. Welten öffnen sich – ferne, näherliegende, nahe. Man erkennt das Band, gesponnen aus Ähnlichkeiten, … Weiterlesen →

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Teufelszeug

von Frank Ufen Es ist heute kaum noch vorstellbar, wie es im Europa der frühen Neuzeit zuging – zu einer Zeit, als die abendländische Welt das Genußmittel noch nicht für sich entdeckt hatte, das in ihr bald darauf umwälzende Veränderungen … Weiterlesen →

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Mühsam

von Hermann-Peter Eberlein Sie wollten, daß es wie ein Selbstmord aussehe. Und entsprechend redete der Völkische Beobachter zynisch von einer »späten Selbsthinrichtung«. Dabei konnte der Mann, den Mitgefangene am Morgen des 10. Juli 1934 auf einem Abort des KZ Oranienburg … Weiterlesen →

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Jacek Kuron

von Holger Politt, Warschau Jacek Kuron ist tot. Laut Umfragen war er in den vergangenen Jahren neben Staatspräsident Kwasniewski Polens beliebtester Politiker. Obwohl er keinerlei öffentliche oder politische Position mehr bekleidete, war er im öffentlichen Leben des Landes allgegenwärtig. Die … Weiterlesen →

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Blühende Landschaften

von Wladislaw Hedeler, z.Z. Karaganda Zuerst blühen in der Steppe die Maiglöckchen, dann folgen die Tulpen und der Mohn. Anfang Juni sind Gelb und Violett die vorherrschenden Farben entlang der staubtrockenen Straßen. Es riecht bitter, ein Hauch Wermut liegt in … Weiterlesen →

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Wohin mit dem Öl?

von M. R. Richter, Kiew Zwar verfügt die Ukraine nur über verschwindend geringe eigene Erdölreserven, doch dafür wuchert sie mit dem Pfund der neuerrichteten Pipeline vom Ölterminal in Odessa bis nach Brodi an der polnischen Grenze. Diese hat Anschluß an … Weiterlesen →

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Kwaśniewski im Irak

von Miles Der polnische General Bolesław Balcerowicz hat bisher wenig von sich reden gemacht. Dabei gehört der Divisionsgeneral, in Polen der höchste Generalsdienstgrad, zu den klügsten Köpfen der Polnischen Armee. 1965 bis 1991 diente er seinem Land als Befehlshaber von … Weiterlesen →

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Lula in Haiti

von Klaus Hart, Rio de Janeiro Staatschef Lula rühmt die Truppenentsendung nach Haiti als international anerkannten Beitrag für den Frieden auf der Welt. Doch von zahlreichen prominenten Brasilianern, vielen Kongreßabgeordneten seiner eigenen Arbeiterpartei (PT) sowie Würdenträgern der katholischen Kirche wird … Weiterlesen →

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Der Alptraum wird wahr

von Uri Avnery, Tel Aviv Ich dachte, das wäre schrecklich. Ich irrte mich. Es ist viel, viel schlimmer! Diese Worte fassen zusammen, was ich in diesem Augenblick fühlte. Ich stand auf einem Hügel und überblickte den berüchtigten Kalandia-Kontrollpunkt. Unter mir … Weiterlesen →

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Kreuzberger Nächte

von Thomas Heubner Nach den Gesetzen der Aerodynamik dürfte die Hummel nicht fliegen. Zum Glück kennt die Hummel diesen Codex nicht und schwirrt fröhlich in der Sommersonne. Gleichzeitig präsentiert uns Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner – das ist die mit dem rosafarbenen … Weiterlesen →

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Hier spielt man deutsch

von Klaus Hansen Deutsche Fußballer haben der portugiesischsprachigen Welt schon viel Freude bereitet. Leider ist das lange her. Franco Foda vom 1. FC Kaiserslautern bestritt 1987 eines seiner wenigen Länderspiele in Rio de Janeiro gegen Brasilien. Als der Stadionsprecher seinen … Weiterlesen →

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Berliner Gerede

von Ove Lieh Einst gab es den Brauch, beim Abdruck von Politikerreden in Zeitungen die Reaktionen des Publikums mitzuteilen. Leider tat man das bei dem mir vorliegenden Text der letzten Berliner Rede (erleichtertes Aufatmen bei allen) des scheidenden Bundespräsidenten (bedauernde … Weiterlesen →

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Vollendung der Einheit

von Jörn Schütrumpf Wenn die Spitzenkandidatin der PDS, jener Partei, deren Führung – noch – nicht westlich dominiert ist, nur Stunden nach der Wahl erklärt, daß sie ihr Geschwätz von zuvor nicht interessiere, fühlen sich im Westen vor allem jene … Weiterlesen →

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Gras drüber, die Letzte

von Reinhard Stöckel Hier, so hatte es auf dem Schild gestanden, entsteht eine Wiese. Jetzt ist sie da, die Wiese. Im niederlausitzer Sommerwind wiegen sich leicht gebräunte Gräser und duftende Kräuter. Beifußpollen und andere allergene Blütenstäube schweben durch die Luft, … Weiterlesen →

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Anti-Ödipussi aus Norwegen

von Jens Knorr Elling ist gern zu Haus, wenn auch nicht gern allein, sondern mit Mutter. Und Mutter ist gern bei Elling. Sie haben ihren eingespielten Tagesrhythmus, ihre gemeinsamen Mahlzeiten, ihr Glas mit den Goldfischen, die Elling entschieden zu oft … Weiterlesen →

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Gundermann 1990

von Lutz Kirschner Lange war sie erwartet worden: die Gundermann-CD werkstücke II: die wilderer. Siebzehn Titel werden präsentiert, drei davon sind Gundermann solo, die anderen vierzehn Stücke Gundermann & Die Wilderer, aufgenommen im Popstudio des DDR-Rundfunks in der Nalepastraße und … Weiterlesen →

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Widerstand und Verleumdung

von André Hagel A. Paul Weber ist bis heute in der Reihe deutscher Zeichner, die ihren Strich gezielt und bewußt zur satirischen Fokussierung politischer Erscheinungen und Tendenzen einsetzen, unerreicht geblieben. Erst in den vergangenen Jahren hat etwa Peter Muzeniek ein … Weiterlesen →

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Anne Frank

von Hans Springstein Am 12. Juni wäre Anne Frank 75 Jahre geworden. Doch sie starb Anfang 1945 im KZ Bergen-Belsen als eines der etwa sechs Millionen jüdischen Opfer der deutschen Nazi-Herrschaft. Durch ihr erhalten gebliebenes und später weltweit veröffentlichtes Tagebuch … Weiterlesen →

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Marc Bloch

von Mario Keßler Begriffe wie Alltags- und Mentalitätsgeschichte, Prozesse und Strukturen, historische Sozialwissenschaft und Interdisziplinarität sind für Historiker und historisch Interessierte längst zum vertrauten Vokabular geworden. Dies war lange Zeit nicht selbstverständlich, und in der Zeit zwischen beiden Weltkriegen wurde, … Weiterlesen →

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Wohlstandpunkt

von Günter Krone Wenn ein führender Vertreter der CDU auf ein Erfolgsinstrument des Sozialismus zurückgreift, kann wirklich niemand mehr sagen, am Sozialismus sei alles schlecht gewesen. Die DDR hatte, weil das Lernen von der Sowjetunion siegen lernen hieß, von ihrem … Weiterlesen →

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Noch ein Nachruf

von Horst Grunert Seine Allgemeinbildung war recht dürftig. Seine politischen Gegner behaupteten, er kenne außer der Bibel nur ein paar Textbücher von Filmen. Während eines Wahlkampfes um das Präsidentenamt meinte ein Konkurrent, er habe mehr Bücher geschrieben als Reagan je … Weiterlesen →

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Liberty

von Tilo Gräser Im Juni vor 37 Jahren fehlten nur wenige Minuten bis zum Beginn eines Atomkrieges. Zwei A4-Jagdbomber starteten vom US-Flugzeugträger America mit Ziel Kairo, unter ihrem Rumpf Atombomben. Es sollte ein Vergeltungsschlag gegen Ägypten werden. Den Anlaß gab … Weiterlesen →

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Die deutschen Sieger

von Wolfram Adolphi Schröder: D-Day Sieg für Deutschland« titelte die Sonntagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 6. Juni 2004, dem 60. Jahrestag der Eröffnung der zweiten Front gegen das faschistische Deutschland durch die Landung US-amerikanischer, britischer und kanadischer Truppen, in … Weiterlesen →

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Rübergekommen

von Paul Oswald Kurz vor ultimo liefen die Wahlkampf-Stäbe jener Parteien und Parteichen, die gedachten, Vertreter im EU-Parlament zu plazieren oder wenigstens einigermaßen nennenswerte Wahlkampfkosten-Rückerstattungen herauszuholen, noch einmal zur Höchstform ñ oder was sie dafür hielten – auf. Nun ist … Weiterlesen →

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Neue Gegenwinde

von Erhard Crome Man ist konsterniert: Zum Thema »Regierungswechsel in Indien« war in den großen deutschen Zeitungen kaum ein Artikel zu lesen, in dem nicht von den »großen Leistungen« des Wahlverlierers Vajpayee die Rede gewesen wäre. Hatte dieser doch die … Weiterlesen →

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Gras drüber, die Dritte

von Reinhard Stöckel Hier, so hatte es auf dem Schild gestanden, entsteht eine Wiese. Jetzt ist sie da, die Wiese. Im niederlausitzer Sommerwind wiegen sich leicht gebräunte Gräser und duftende Kräuter. Beifußpollen und andere allergene Blütenstäube schweben durch die Luft, … Weiterlesen →

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Werner Tübke

Klaus Hammer Noch in den achtziger Jahren galten die allegorisch-literarischen Mehrfigurenbilder Werner Tübkes als Synonym für Kunst aus der DDR. Was Tübke eigen war – zeichnerische Exaktheit, eine mit altmeisterlicher Technik vorgetragene Formprägnanz, plastisch-räumliche Bildorganisation, frappierende Bilderfindungen, erzählerischer Detailreichtum, Verschlüsselung … Weiterlesen →

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Adlershof

von Erhard Crome Jubiläum in Adlershof. 250 Jahre. Soll man eine Hommage an den Ort seiner Kindheit schreiben, auch wenn er bei heutigem Hinsehen nichts Besonderes zu sein scheint? Der Ort der Kindheit bleibt immer ein eigener, geheimnisvoller Ort, den … Weiterlesen →

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Joachim Herz 80

von Joachim Großkreutz Der Komischen Oper ist er 28 Jahre lang eng verbunden gewesen, anfangs als Spielleiter im Ensemble, lange als Gastregisseur, von 1976 bis 1981 als Intendant und Chefregisseur. Begonnen hatte alles mit einem Aufsatz von Joachim Herz, der … Weiterlesen →

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Freiheit zum Bösen

von Frank Hanisch Im Gebäude der Psychologischen Sektion auf dem Campus der Stanford Universität in Kalifornien ereignete sich 1971 Unerhörtes: Im Rahmen einer Studie wurden 24 Studenten gesucht, die nach dem Zufallsprinzip eine Rolle als Gefängniswärter oder Sträfling zugeteilt bekamen, … Weiterlesen →

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Foltern wie im Irak

von Klaus Hart, Rio de Janeiro Die Folterfotos aus dem Irak zeigen uns unglücklicherweise überhaupt nichts Neues, das kennen wir alles«, sagt Isabel Peres, Leiterin der brasilianischen Sektion von ACAT – Christen für die Abschaffung der Folter – in São … Weiterlesen →

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Tschernobyls Schatten

von Kathrin Singer, Kiew In den Regalen des Lebensmittelladens von Jelne stehen fein säuberlich Zucker, Schokolade, Spaghetti und Bier aufgereiht. Milch wird man hier vergeblich suchen. »Die braucht keiner«, so die feste Überzeugung der Verkäuferin. Die versammelten Frauen im Laden, … Weiterlesen →

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Gleiche Brüder – gleiche Kappen

von Wladimir Wolynski, z.Z. Baku Eben hatte sich Wladimir Putin ein zweites Mal zum Präsidenten von Rußland wählen lassen, da wurde vor laufenden Kameras sein Mann in Grosny, der Mufti Achmad Kadyrow, in die Luft gesprengt. Unter den weiteren Opfern … Weiterlesen →

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Gubener Plinsen

von Max Hagebök In den wenigen Kneipen, die es noch in Guben gibt, werden sie als einheimische Spezialitäten angepriesen: Gubener Plinsen. Mit Butter und Zucker sind sie wieder Heimat geworden. Eine Heimat, die mich vor dreißig Jahren verlor. Mich trieb … Weiterlesen →

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Wahlverwandtschaften

von Arndt Hopfmann Ein paar Mal werden wir noch wach, dann ist es mal wieder soweit – die Abgeordneten des »Europa-Parlaments« wollen gewählt werden. Natürlich geht es bei dieser Wahl gar nicht wirklich um »ganz« Europa und sein Parlament, sondern … Weiterlesen →

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Alter Adam, alte Eva

von Hans-Dieter Schütt Es ist nicht ohne Paradoxie, daß Gaus in der Lage ist, just jenen Menschen das Selbstwertgefühl zu bekräftigen, die gerade ihn vor noch nicht allzu langer Zeit möglicherweise nur als einen geschichtlich Kleinmütigen betrachtet hätten. Der Begriff … Weiterlesen →

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Journalistenneugier

von Frank Schumann Wir haben sieben Bücher miteinander gemacht, fünf davon waren Zur Person. Die Verbindung zum Verleger hielt er meist übers Telefon, zuweilen schaute er jedoch auch bei der edition ost in der Friedrichstraße vorbei, wenn es denn zeitlich … Weiterlesen →

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Wiesner und Blix

von Fritz Klein Viele erinnern sich an Hans Blix, den Vorsitzenden der von der UNO eingesetzten Überwachungs-, Verifikations- und Inspektionskommission, die in den Irak entsandt wurde, um Massenvernichtungswaffen aufzuspüren, deren Existenz ein Grund für die USA war, dem Irak mit … Weiterlesen →

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Gras drüber, die Zweite

von Reinhard Stöckel Karst? Völlig ahnungslos der Mann. Der war so was von fertig. Der tat mir einfach leid. Da habe ich ihm einen kleinen Tschorsch-Dabbelljuh … Na, das ist dieses Zeug, das fast alle bei uns nehmen, wenn’s mal … Weiterlesen →

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Dichters Ort

von Kai Agthe Am Anfang war das Wort, und es ist ein Goethesches, mithin ein vielzitiertes: »Wer den Dichter will verstehen / Muß in Dichters Lande gehen.« Ein Motto, das sich der Verfasser des Buches Dichterhäuser ebenso zu eigen machte … Weiterlesen →

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Ausgerechnet Bananen

von Liesel Markowski Die gelben Südfrüchte scheinen in der Berliner Komischen Oper zu einer Art Symbol zu werden. Bereits vor zwei Jahren, als Andreas Homoki seinen Einstand als Chefregisseur gab, tauchten in der Verkauften Braut Bananen auf. Jetzt wurden bei … Weiterlesen →

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Ein aufregender Banause

von Frank Ufen Was muß man wissen, wenn man den Anspruch erheben will, gebildet zu sein? Dietrich Schwanitz hat hierauf vor einigen Jahren eine Antwort gegeben, die viel für sich zu haben scheint: Man muß in erster Linie wissen, wie … Weiterlesen →

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Rund um den Potsdamer Platz

von Walter-Thomas Heyn Nun ist Europa größer geworden und beginnt sich zur Kenntlichkeit zu verändern. 59 Jahre sind seit dem Kriegsende vergangen – auch dieses lästige Thema kreist und nagt, und das Wetter war schlecht. Wir schmähten den Kleingarten und … Weiterlesen →

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Prolog

von Helmut Baierl Jüngst ging ich spazieren zum Potsdamer Platz. Da wuchsen Skelette zu Riesen. Wo einstens Gewimmel war, fröhliche Hatz, Die Dichter haben’s gepriesen. Da ging ich, still sinnend, so vor mich hin: Was würde aus alledem werden? Der … Weiterlesen →

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Europhorie

von Ronald Lötzsch Das euphorische Gelaber um die EU-Erweiterung treibt seltsame Blüten. Die Kanzlererklärung am 30. April im Bundestag und die anschließende Debatte konnte man dank Phoenix live erleben. Angela Merkel legte dabei Wert darauf, nicht einfach von Vereinigung, sondern … Weiterlesen →

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Tage der Commune

von Wolfgang Haible, Peking Gestern habe ich zum ersten Mal die Internationale auf Chinesisch gehört und bewegte rote Fahnen – ohne jene Sterne, die ansonsten die an bewachten Masten hängende Beflaggung zieren – gesehen: Wir waren in einem Theater, das … Weiterlesen →

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Marktwirtschaft

von Wladislaw Hedeler, z.Z. Moskau In den Kassen rechts und links vom Haupteingang zum Ausstellungsgelände der WDNCh, der Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft in Moskau, werden längst keine Eintrittskarten mehr verkauft. Über einigen der Schalterfenster kleben verblichene Plakate, nur an … Weiterlesen →

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Neue Rechte, Neue Linke

von Judith Delheim, z.Z. Warschau Zu Beginn seines Wirkens hatte Hitler ein wirklich gutes Programm … Er hat Deutschland tatsächlich auf die Beine gestellt. Er hat die Arbeitslosigkeit beseitigt, eine breite Arbeitsfront geschaffen usw. Ich weiß nicht, was dann mit … Weiterlesen →

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Der Golem rebelliert

von Uri Avnery, Tel Aviv Nach einer Legende ist der Golem ein künstliches Geschöpf, das mit gewaltiger Stärke ausgestattet war. Rabbiner Judah Loew von Prag schuf ihn aus Ton und gab ihm Leben, indem er ihm ein Stück Papier mit … Weiterlesen →

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Gottlose Schwaben

von Peter Bräunlein Ulm, das ist für viele Nichtschwaben das Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt. Zwar sind die 115000 Ulmer überwiegend Kirchenmitglieder (39 Prozent katholisch, 28,3 Prozent evangelisch), die Begeisterung über den Katholikentag vom 16. bis 20. Juni … Weiterlesen →

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Deutsche Wunder

von Klaus Hansen Der 4. Juli ist der Tag der Unabhängigkeitserklärung in den USA. Er wird als Nationalfeiertag begangen. Die Erinnerung an 1776 soll wachgehalten werden. Auch die Deutschen haben ihren 4. Juli. Er ist der inoffizielle und geheime Nationalfeiertag, … Weiterlesen →

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Inkontinente Parasiten

von Jörn Schütrumpf Der Ton gegenüber der Aufbaugeneration wird rauher: Sie verbrauche, was eigentlich den jungen Leistungsträgern zustehe, und zerstöre so die lichte Zukunft des neoliberalen Heldenlebens. Während die akademische Jugend mit rettungslos überfüllten Hörsälen in Arbeitsunfähigkeit und Depressionen getrieben … Weiterlesen →

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Gras drüber, die Erste

von Reinhard Stöckel Hier, so hatte es auf dem Schild gestanden, entsteht eine Wiese. Jetzt ist sie da, die Wiese. Im niederlausitzer Sommerwind wiegen sich leicht gebräunte Gräser und duftende Kräuter. Beifußpollen und andere allergene Blütenstäube schweben durch die Luft, … Weiterlesen →

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Von einem, der auszog, die Zeit einzufangen

von Peter Braune Mein Freund Michael hat ein Problem: Er hat niemals Zeit. Seit zehn Jahren treffen wir uns, wenn ich ihn sehen möchte, auf einen Sprung in einem Steh-Café gleich unter der S-Bahn. »Für mich zwei Töppe Kaffee, ohne … Weiterlesen →

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Nur der Fernseher fehlt

von Gerhard Wagner Das Stadtmuseum Berlin lädt zu einer Dauerausstellung. Diese schlägt mit dem Bürgerlichen Wohnen im Biedermeier Motive der deutschen Kultur an, die zwischen 1815 und 1848 entstanden. So zeigt sie, daß mit schlichten, praktischen und formschönen Möbeln und … Weiterlesen →

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Der Elefantenmensch

von Detlef Kannapin Es gibt sie ja schon lange nicht mehr, die Kritiker von Format. Vom Film will ich gar nicht reden. Da wird jeder ästhetische Spagat zwischen lebensbejahend und suizidfördernd in ein und demselben Film zur filmhistorischen Tat hochgesprochen. … Weiterlesen →

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Immer lustig und vergnügt …

von Martin Nicklaus Wenn Kohlendioxid bei der Erderwärmung den Einfluß hat, den uns die Debatten darum Glauben machen sollen, dann werden wir jämmerlich eingehen. Dafür sorgen schon China, Indien, Rußland, Japan und die sich in dieser Angelegenheit außerhalb von Verantwortung … Weiterlesen →

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Der Trote

von Klaus Hart, Rio de Janeiro Zehntausende neuimmatrikulierte Studenten des Tropenlandes sehen in diesen Tagen übel zugerichtet aus: Wie ein Häufchen Unglück, schauen sie triste, schicksalsergeben. Die älteren Semester haben sie aus Hörsälen gezerrt oder gleich auf dem Campus abgepaßt, … Weiterlesen →

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Bach-Noten für die Anerkennung

von Kathrin Singer, Kiew Erstmals, so hatte die Deutsche Botschaft in Kiew im Dezember des vergangenen Jahres verlauten lassen, führe das Orchester der Nationalen Philharmonie unter der Leitung des in Deutschland lebenden ukrainischen Dirigenten Igor Blaschkow in Kiew Werke aus … Weiterlesen →

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Arthur Rosenberg

von Jörn Schütrumpf Er war einer der umstrittensten Repräsentanten des Übergangs von Rosa Luxemburg zu Ernst Thälmann: Arthur Rosenberg (1889–1943), der hochbegabte Sproß aus dem Süden der Slowakei zugewanderter minderbegüterter Berliner Juden. Den Zivilisationsbruch des Ersten Weltkrieges hatte der erfolgreiche … Weiterlesen →

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Sächsisches Heldengedenken

von Jochen Mattern Seit Anfang des Jahres ist am Schauspiel Dresden eine Aufführung des Stückes Die Ermittlung von Peter Weiss zu sehen. Das Oratorium in elf Gesängen, das 1965 seine Uraufführung erlebte, verarbeitet Materialien des ersten Ausschwitzprozesses 1963 bis 1965. … Weiterlesen →

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»Ich bin ein Mensch – holt mich hier raus!«

von André Hagel Die Warnung kam, als das Kind längst in den Brunnen gefallen war: »Erhalten Sie sich einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk!«, appellierte vor vier Jahren Robert Chesney, Medienwissenschaftler an der Universität von Illinois/USA, an die Europäer. »Kommerzielles Fernsehen ist … Weiterlesen →

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Literaturen

von Kurt Merkel Man erinnert sich an die zuweilen durchaus auch vergnüglich gewesene Fernsehsendung des bekannten Großkritikers zum Zwecke der Literaturzertrümmerung. Und man erinnert sich an den gegen empfangene Beleidigung protestierenden Auszug der Frau Löffler aus der Diskussionsrunde. Diese ist … Weiterlesen →

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Atta in Venice

von Wolfram Adolphi Mit einigem Erstaunen mußte ich kürzlich selbst im von mir geschätzten Freitag lesen, daß die Attentäter des 11. September 2001 »bekanntlich« mit Teppichmessern agiert hätten. Bekanntlich? Noch immer gibt es – trotz ganzer Regale voll Literatur über … Weiterlesen →

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Fiasko des Imperialen

von Erhard Crome Die Haager Landkriegsordnung von 1907 legte bereits in dem Kapitel über die Mittel zur Schädigung des Feindes fest, daß es untersagt ist, »unverteidigte Städte, Dörfer, Wohnstätten oder Gebäude, mit welchen Mitteln es auch sei, anzugreifen oder zu … Weiterlesen →

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Antonín Dvořák

von Horst Grunert Was hat Dvořák mit der Nationalitätenpolitik des Wiener Hofes zu tun? Eigentlich nichts. Dvořák war ein stolzer Tscheche, aber auch ein loyaler Untertan der Habsburger Monarchie. 1901, drei Jahre vor seinem Tod, wurde der weltberühmte Komponist, der … Weiterlesen →

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Es Schillert

von Renate Hoffmann Wer nach der zündenden Idee sucht, findet sie in einem Brief. Aus Stäfa am Zürichsee schreibt Goethe am 14. Oktober 1797 an Friedrich Schiller: »Ich bin fast überzeugt, daß die Fabel vom Tell sich werde episch behandeln … Weiterlesen →

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»Solches Affe!«

von Kai Agthe Die Fraktionen sind im Falle dieses Autors klar getrennt: Entweder man hat noch nie etwas von ihm gehört, oder man ist ein begeisterter Leser seiner Geschichten und bestrebt, jede Zeile von ihm ausfindig zu machen. Zwischen diesen … Weiterlesen →

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Ikonen des 20. Jahrhunderts

von Klaus Hammer Es ist das allerletzte Bild und vielleicht das kraftvollste, das er gemalt hat – Der Traum (1910) des »naiven« Zöllners Henri Rousseau. Es ist Nacht, eine schwarze Gestalt spielt beschwörend die Flöte, und ihr Klang verzaubert die … Weiterlesen →

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Eine »andere« Bibliothek der Weltliteratur

von Mathias Iven Echte Bildung ist nicht Bildung zu irgendeinem Zwecke, sondern sie hat, wie jedes Streben nach dem Vollkommenen, ihren Sinn in sich selbst.« Mit diesem Satz beginnt Hermann Hesse seine Überlegungen zu einer Bibliothek der Weltliteratur. Kann es … Weiterlesen →

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Laptop-Schnüffler

von Max Watts, Annandale Im August 2002 schrieb der australische Journalist John Macgregor einen längeren Artikel über die Sekte Elan Vital des indischen Guru Maharaji, der neben diversen anderen »Geschäften« auch in Ipswich, Queensland, das große »Ivory Rock Conference Centre« … Weiterlesen →

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Clima de Velorio – Begräbnisstimmung

von Klaus Hart, Rio de Janeiro Im Nationalkongreß von Brasilia droht im März ein verzweifelter Arbeitsloser damit, sich von der hohen Zuschauer-Brüstung in den Senatssaal zu stürzen – die Parlamentarier unten springen aus den bequemen Ledersesseln, flehen ihn an, es … Weiterlesen →

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Hölzer oder ‘nen Bonbon?

von Wladislaw Hedeler, z.Z. Karaganda Wer im Winter nach Kasachstan kommt, muß auf Schneestürme gefaßt sein, die plötzlich hereinbrechen, den Verkehr zum Erliegen bringen und das Leben zu lähmen scheinen. Dann werden die Ausfallstraßen in den Abendstunden gesperrt. Wann Entwarnung … Weiterlesen →

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Polnische Preiselbeeren

von Gerd Kaiser, z.Z. Warschau Warszawa, 27. März 2004, 12.00 Uhr mittags, high noon … Marek Borowski, Sejm-Marschall, verkündet die Gründung der Polnischen Sozialdemokratie (SDPL, Socjaldemokracja Polskiej). Fünf Senatoren, zwei der SLD und drei weitere der mit der SLD koalierenden … Weiterlesen →

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Waffenbrüder

von Wolfgang Sabath Wir erinnern uns: Als sich unlängst in der Eröffnungsrede zur Leipziger Buchmesse die damalige lettische Außenministerin Sandra Kalniete in einer Gleichsetzung von Faschismus und Kommunismus gefiel, verließ Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, aus … Weiterlesen →

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Opfer des Kapitalismus

von Jörn Schütrumpf Ein einstiger Kanzlerberater plauderte jüngst, Gerhard Schröder habe der hochwassergeförderte Wahlsieg im Jahre 2002 überhaupt nicht in die Lebensplanung gepaßt. Nach vier Jahren Bonn-Berliner Medienzirkus hatte er endlich richtig und vor allem sozial abgesichert Geld verdienen wollen … Weiterlesen →

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Antworten

Ludwig Georg Braun, Unternehmer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages – Bundeskanzler Gerhard Schröder warf Ihnen neulich mangelnden Patriotismus vor, weil Sie die deutsche Unternehmerschaft aufriefen, die EU-Osterweiterung zu nutzen und im Osten billig produzieren zu lassen; wir indes halten … Weiterlesen →

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Orfeo 1607

von Liesel Markowski Fast 400 Jahre ist sie alt und die erste bedeutende Oper überhaupt: L’orfeo vom kühnen Renaissance-Italiener Claudio Monteverdi und seinem kongenialen Librettisten Alessandro Striggio 1607 in Mantua uraufgeführt. Jetzt wurde das Frühwerk des Musiktheaters zu den Cadenza … Weiterlesen →

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Dümmer geht’s nimmer?

von Lotar Cibis Von wegen! Wer das Spiel der Fernsehsender nicht durchschaut, wird schamlos abgezockt. Pausenlos werden wir Fernsehverbraucher aufgefordert, irgendein Votum abzugeben. Da wird in einem Vorabendmagazin, das von Tratsch und Klatsch lebt, aufgefordert, nur mal eine simple Frage … Weiterlesen →

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New Yorker des Ostens

von Peter Jacobs Eine Schlagzeile wie in eigener Sache: »Erfolg, was ist das?« Die Frage zierte den Titel der Februar-Ausgabe eines journalistischen Ostprodukts und ist an sechs Glückssucher Ost gerichtet, vom Stukkateur bis zum Barkeeper. Einen siebenten Kandidaten befragte das … Weiterlesen →

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Blechspielzeug

von Erhard Weinholz Neulich, bei seinem 57. Geburtstag, empfing uns G. mit einem Abzeichen am Hemd, einem Button, wie man das heute nennt. »It’s a party« stand darauf, und zwei abwechselnd aufleuchtende winzige rote Lämpchen signalisierten – ja, was? Vermutlich … Weiterlesen →

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Blickwechsel

von Elke Sadzinski Es gibt Stimmungslagen, da scheint ein Spaziergang geeignet, Licht ins Dunkel zu bringen. Dann treibt es mich an Ecken dieser Stadt, mit denen ich eine offene Rechnung habe. Nach der Wende war das eine beträchtliche. Sie betraf … Weiterlesen →

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Passionsgeschichte

von Hermann-Peter Eberlein Es ist schon ein Kreuz mit dem Verhältnis zwischen Christen und Juden – angefangen von den Zeiten, da der Jude Jesus von Nazareth an einem solchen starb und seine Anhänger(innen) nichts anderes waren als eine kleine jüdische … Weiterlesen →

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Reisen in die Hölle

von Achim Engelberg Seit dreißig Jahren reist der Reporter Charlie Johnson von Krisenherd zu Krisenherd. Manche glauben sogar, er brauche Reisen in die Hölle, um sich lebendig zu fühlen. In Bosnien, es ist sein erster Krieg in Europa, kommt es … Weiterlesen →

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Chinesisch

von Wolfgang Haible, Peking Nach einem halben Jahr Deutschland bin ich wieder in Beijing; SARS ist praktisch vergessen, von der Vogelpest ist im Alltag wenig zu spüren. In manchen Lokalen gibt es kein Hühnerfleisch; aber auf dem Markt werden Eier … Weiterlesen →

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Rußland den Russen?

von Wladimir Wolynski, Moskau Zu Zeiten der Sowjetmacht war in Rußland ein Wortspiel mit den Titeln der Partei- und der Regierungszeitung im Schwange: In der Prawda gebe es nichts Neues und in der Izvestija nichts Wahres. Dieser Witz ist – … Weiterlesen →

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Premiere

von Mathias Käther Beim erstenmal da tuts noch weh, da glaubt man noch, daß man es nie verwinden kann, doch mit der Zeit, so peu a peu, gewöhnt man sich daran … Alter Schlager Lange habe ich nur von ihm … Weiterlesen →

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Heimatlose Linke

von Max Hagebök Ich bin ein Steinläufer. Täglich bewege ich meinen überwinterten Körper durch die Stadt. An den bunten Massen vorbei, die sich kaffeeschlürfend in die Sonne stürzen, suche ich stolpernd nach den letzten Linken. Es muß sie geben. Las … Weiterlesen →

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Komiker

von Ove Lieh Wir müssen uns ehrlich machen!«, sagt Franz Müntefering. Richtig, sage ich, Schluß mit der Schwindelei. Und er sagt: »Wir arbeiten doch alle längst in einer globalen Fabrik!« Schön wär’s ja, seufzen ein paar Millionen Arbeitslose allein in … Weiterlesen →

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Ein Traum von einem Projekt

von Alfred Wilhelm Sie gehören bald zu den meistgehaßten Leuten der Branche!« Herr Müller sah mich aus seinem mageren Gesicht an. »Glauben Sie nicht? Sie werden sehen …« Ich weiß nicht, was er mir in diesem Moment sagen wollte. Recht … Weiterlesen →

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Proteste gegen wen?

von Wolfram Adolphi Das Wetter hätte nicht schöner sein können in Berlin an diesem 3. April, dem Europäischen Protesttag gegen den Sozialabbau: Sonne und frühlingssanfte 18 Grad sind eine kaum zurückweisbare Einladung, auf die Straße zu gehen, und in der … Weiterlesen →

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Augen des Gesetzes

von Renate Hoffmann Rechtsufrig am Rhein. Auf den Höhen mit der seelenweitenden Fernschau. Weiter, weiter flußabwärts. Bis zum Plateau der Erpeler Ley. Wo 1909 die erste Fahrt eines lenkbaren Luftschiffes über den Rhein vonstatten ging. Wo man auf die Goldene … Weiterlesen →

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Komikaze

von Christian Funke Einige Jahre nach der Zeit, als der erste Herzschrittmacher und die künstliche Niere erfunden waren, kam auch ein Apparat in Umlauf, der ebenfalls der Belebung des menschlichen Organismus dienen sollte. Eine leichte Prothese für Menschen mit Humorschwäche: … Weiterlesen →

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Profile

von Wolfgang Sabath Ich fürchte, daß Nachgeborene nach der Lektüre dieses Buches – so sie sich denn darauf einließen, einer Geschichte aus alter Zeit Respekt und Sentiment zu widmen – einigermaßen hilflos und auch voll Unverstand auf das Buch reagieren … Weiterlesen →

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Das Zauberwort

von Klaus Hansen Das Zauberwort heißt Kommunikation. Es ist ein Wort ohne Widerspruch. Wo sich ein Manko zeigt, sei es im Jahresumsatz des Einzelhandels, im Verhältnis zwischen Mann und Frau oder in der Glaubwürdigkeit der Regierung: Jedesmal wird als Ursache … Weiterlesen →

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Augen zu und durch?

von Hans Walter, Budapest Auf meinem täglichen Weg ins Büro werde ich regelmäßig von Leuten in unansehnlicher Kleidung angesprochen, die mir eine ebenso unansehnliche Zeitung verkaufen wollen. Es sind immer dieselben Leute, und es ist immer dieselbe Zeitung. Eigentlich handelt … Weiterlesen →

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Ein Banker kommt selten allein

von Gerd Kaiser Eben wurde der Chef der Nationalbank Polens, Leszek Balcerowicz, als Banker 2004 erwählt. Auf den Schild erhob ihn die britische Zeitschrift The Banker. Nun gab und gibt es in Polen eindeutig klügere und erfahrenere Wirtschaftswissenschaftler als Balcerowicz … Weiterlesen →

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Lernfähige Generäle

von Wladimir Wolynski, Moskau Russische Zeitungen sind besser als ihr Ruf. Natürlich gibt es auch hier Blätter für Hirnamputierte vom Typ der deutschen BILD; aber es existieren erfreulicherweise auch Zeitungen mit Niveau. Gegenwärtig diskutieren einige dieser Zeitungen die Wechselbeziehungen zwischen … Weiterlesen →

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Dritter Putsch in Venezuela?

von Otto Pfeiffer Im April 2002 hatte »Carmona der Kurze«, der von militärischen und zivilen Verschwörern als »Übergangspräsident« eingesetzte Chef des Industriellenverbandes, keine drei Tage regiert, als ihn anderthalb Millionen Bewohner der Armenviertel von Caracas und verfassungstreue Militärs davonjagten und … Weiterlesen →

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Zehn Jahre danach – vor den Wahlen

von Heinz Lambarth, Pretoria Die Kommunistische Partei Südafrikas (SACP) – eine rund 20000 Mitglieder zählende Avantgarde-Partei spätstalinistischen Typs – hat es scheinbar gut. Im Gegensatz zu den zum Teil mehrfach gewendeten und modernisierten Schwesterparteien in Ost und West kann sich … Weiterlesen →

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Oh, I see!

von Kurt Merkel Es war im Jahre 1986, als die Amerikaner zu der Überzeugung kamen, ihr alter Freund, der philippinische Präsident Ferdinand Marcos, habe ausgedient, weil er nicht mehr in der Lage war, die Sicherheit im Lande zu gewährleisten, und … Weiterlesen →

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Demokratisches und Linkes

von Erhard Crome Das Volk kommt nicht vor. Im Gleichschritt mit Berlusconis Gazetten vermelden die mehr oder weniger zentralen Organe des deutschen Kapitals, die Ankündigung des Truppenabzugs aus dem Irak durch die neue spanische Regierung sei Kapitulation vor dem Feind, … Weiterlesen →

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Protestantisch unverdaulich

von Martin Schirdewan Schon lange suche ich nach einer Erklärung für den sozialdemokratischen Eifer, die gesellschaftlichen Grundlagen des homo politicus et socialis gründlich und endgültig in die Degeneration zu treiben. Bekannt sind mir natürlich die ökonomischen Erklärungsmuster, die die Handelnden … Weiterlesen →

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Ein Buch als Anlaß

von Lutz Rathenow Eigentlich geht es nur um ein Buch. Das heißt Für heute reicht’s und beginnt verhalten. Eine eher stille, intensiv beschreibende Literatur. In einer Berliner Schauspielschule erfährt eine Elsa, kurz zuvor noch Schülerin, daß etwas an ihrem alten … Weiterlesen →

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Schreiben als Rettung

von Klaus Hammer Als er 1990 nach vierzehnjähriger Abwesenheit in seine Heimatstadt Sangerhausen zurückkehrte, hat er die nächtlich menschenleeren Straßen und abweisenden Häuserfassaden im gespenstischen Hell-Dunkel fotografiert – wie verlassene Bühnenkulissen muten diese Bilder der Tristesse und des Verfalls an. … Weiterlesen →

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Der »Affe Goethes«?

von Kai Agthe Das Gros dessen, was Literaturwissenschaftler über Jakob Lenz in den ersten einhundert Jahren nach seinem Tod schrieben, würde, wenn schon nicht im juristischen, so doch im moralischen Sinne den Tatbestand der üblen Nachrede erfüllen. Das Verdienst, das … Weiterlesen →

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Parallelaktionen

von Mathias Iven, Brüssel Nach jahrzehntelanger Recherchearbeit – seit fast vierzig Jahren ist Karl Corino dem Werk von Robert Musil geradezu verfallen – liegt jetzt etwas vor, daß »nach Inkubationszeit und Länge« in die verdächtige Nähe zu Musils Hauptwerk, dem … Weiterlesen →

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Der lange Weg zur Donau

von Ulrich Brockmeyer, Budapest Leo Kleinschmidt fährt mit dem Zug und mit großem Gepäck nach Ungarn. Sein Ziel ist Budapest. Das ist jedoch nur ein Reiseziel, etwas Geographisches. Das eigentliche Ziel läßt sich nicht in einem Ortsnamen, einem Wort, einem … Weiterlesen →

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Rakowski

von Holger Politt, Warschau Mittlerweile ist das ungewöhnliche Projekt in die Jahre gekommen. Als 1998 der erste Band, die Jahre 1958 bis 1962 betreffend, in den Buchhandel kam, schlugen die Wellen beim Thema Volksrepublik Polen noch sehr hoch. Doch die … Weiterlesen →

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Ukrainischer Büchermarkt

von M. R. Richter, Kiew Viele Besucher der Sowjetunion berichteten einst erstaunt über die Lesefreudigkeit der Bevölkerung, über das »Leseland« von Brest bis Wladiwostok. In der Metro, an den Haltestellen, in den Warteschlangen vor der Geschäften, überall traf man auf … Weiterlesen →

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Kropotkin

von Hermann-Peter Eberlein Selten ist unstreitig ein Revolutionär so human gewesen und – seines Widerwillens gegen das Bürgertum ungeachtet – so mild«, urteilte einst Georg Brandes über Peter Kropotkin – und diese Einschätzung gilt ebenso für dessen russische Literaturgeschichte, die … Weiterlesen →

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Sacharow

von Gisela Reller Richard Lourie ist Amerikaner, er lebt in New York. Es gibt von ihm schon Stalin, die (fiktiven) geheimen Aufzeichnungen des Jossif Wissarionowitsch Dschugaschwili. Nun liegt Sacharow vor, eine Biographie des »Vaters der sowjetischen Wasserstoffbombe«. Richard Lourie hatte … Weiterlesen →

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Endstation Butowo

von Wladislaw Hedeler Im Dezember 2003 erschien der siebente Band des Butowski poligon, begonnen worden war mit der Edition der Todeslisten im Jahre 1997. Vom 8. August 1937 bis zum 19. Oktober 1938 wurden in Butowo bei Moskau 19903 Männern … Weiterlesen →

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Sibirische Gefangenschaft

von Fritz Klein Über Sibirien als Land der Gefangenschaft und Verbannung in zaristischer und sowjetischer Zeit existiert eine Fülle wissenschaftlicher, publizistischer und belletristischer Literatur. Zu einer bisher kaum beachteten Facette des großen Themas, dem Schicksal vieler Tausend Zivilgefangener im Ersten … Weiterlesen →

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Vertreibung und Aussiedlung

von Wolfgang Sabath Schon vor längerem haben die Deutschen mehrheitlich mit sich vereinbart, die Kriegs- und die Nachkriegszeit für beendet zu erklären. Außerdem haben sie ihr Tätergewesensein endgültig satt und wollen nun auch endlich mal zu den Opfern gehören. Was … Weiterlesen →

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Macht außer Kontrolle

von Wolfram Adolphi Als ich bei CNN Clinton im Verhör beobachtete, die Staatsanwälte blieben im ›off‹, schoß mir die Frage durch den Kopf: Hat das nicht stalinistische Züge? Im Namen des Rechts wird Recht – the rule of the law … Weiterlesen →

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Sieg oder Holocaust

von Andreas Mink, New York Angriff ist die beste Verteidigung: Das ist die Essenz des neuen Buches An End to Evil, mit dem David Frum und Richard Perle Amerika zum »Sieg im Krieg gegen den Terror« verhelfen wollen. Die Autoren … Weiterlesen →

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Stamokap

Ernst Bloch pflegte bei derlei Vorgängen zu sagen, Deutschland verändere sich zur Kenntlichkeit, werde also an der Oberfläche seinem Wesen immer ähnlicher. Die politische Klasse ist so heruntergekommen, daß sie nicht einmal ein vorzeigbares Staatsoberhaupt bereitzustellen vermag. Diesem Personal, dem … Weiterlesen →

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Tolle Kollekte

von Erhard Crome Das wird ja eine tolle Kollekte, dachte sich wohl der Eichel, als er die fiktiven Mauteinnahmen schon mal verbuchte. Das Geld war zwar noch nicht da; aber es wurde behandelt, als klingelte es bereits im Kasten. Schöne … Weiterlesen →

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Negativauslese

von Jörn Schütrumpf Politik ist eine viel zu ernste Angelegenheit, als daß man sie Politikern allein überlassen könnte. Solche Aussage würde jeder Dreher – gewendet auf sein Fach – ebenso strikt von sich weisen, wie Politiker meinen, Politik sei ausschließlich … Weiterlesen →

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Politikfähigkeit

von Paul Oswald Politiker und Politikdarsteller hierzulande – und vermutlich auch in anderen Landen mitteleuropäischen Zuschnitts – haben zwei Lieblingsvokabeln, mit denen sie in der Regel Geister und Ungeister sowie Kritiker und Kritikaster trefflich ruhigstellen können; sie lauten: Verantwortung und … Weiterlesen →

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Erinnere dich, Schwester

von Klaus Hansen Meine Sympathie für die SPD hat viel mit persönlicher Dankbarkeit zu tun. Ich bin ein Produkt sozialdemokratischer Bildungspolitik. Als man Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts entdeckte, daß in der BRD nur sechs Prozent eines Altersjahrganges … Weiterlesen →

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In den Vorgaben des Neoliberalismus

von Erhard Crome Die sogenannten Kompromisse zur Steuerpolitik werden nicht weit tragen. Die Rentenkürzungen stehen schon. Die Arbeitslosenunterstützung wird zur Sozialhilfe gemacht. Der Arztbesuch kostet Eintritt. Herrlichen Zeiten werden wir entgegengeführt. Schaut man genauer hin, was die »Vordenker« des Kapitals … Weiterlesen →

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Wehret den Anfängern!

von Helmut Höge Ich hatte Depressionen, Arbeitsstörungen, Kontaktschwierigkeiten, war einfach kaputt – und dann plötzlich die Demonstrationen, die neuen Kontakte, die ganzen Aktivitäten; es war wie eine Befreiung«, so äußerte sich ein Student in einer Kursbuch-Studie über »Politisierung« 1971. Und … Weiterlesen →

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Huren des Zeitgeistes

In der DDR, aber auch unter gebildeten Westdeutschen – zumindest jenen, die ich Gelegenheit hatte kennenzulernen – galt es vor 1989 als allgemeines Bildungsgut, daß sowohl Widerstand gegen die Nazis als auch Mittun bei ihnen 1944 nicht unbedingt dasselbe gewesen … Weiterlesen →

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Antideutsche Kriegshetze

von Erhard Crome Kurz nach dem historischen Vorgang, der gemeinhin als deutsche Vereinigung bezeichnet wird, hatten wir, eine Gruppe von Leuten, die schon in der DDR mit internationaler Politik beschäftigt war, ein Seminar, an dem auch ein Herr von der … Weiterlesen →

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Bewegung ohne Partei?

von Jörn Schütrumpf Betrachtet man das historische Ausmaß der (sozial-)demokratisch betriebenen Zerstörung von Vernunft und Sozialstaat, vermag man sich einem unerhörten Gedanken kaum verschließen: über den sozialpolitisch innovativen Revolutionsbekämpfer Bismarck und jene seiner Taten, die die Linke bisher für besonders … Weiterlesen →

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Unsere Kriege

von Kurt Merkel Am 15. Oktober begann vor dem Landgericht Bonn ein denkwürdiger Prozeß: Die ausschließlich zivilen Opfer des NATO-Luftangriffs auf die Brücke von Varvarin am 30. Mai 1999 klagen gegen die mitverantwortliche deutsche Regierung auf Schadenersatz und Schmerzensgeld. In … Weiterlesen →

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Nationalismus

von Jörn Schütrumpf Das Ende des Krieges erlebten viele Deutsche als Opfer: ausgebombt, gefangen, verschleppt, entehrt, vergewaltigt, vertrieben, von den Angehörigen getrennt, von Hunger gepeinigt. Zehntausende – wahrscheinlicher sind Hunderttausende, wenn nicht gar über eine Million – fanden den Tod. … Weiterlesen →

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Ultralinks?

von Jörn Schütrumpf Jüngst beklagte sich ein Leser, das Blättchen sei auf ultralinke Positionen gerückt, und blieb uns auch den Maßstab seines Urteils nicht schuldig: Der Kritik an der PDS sei es zuviel; das Maß sei überschritten und damit voll. … Weiterlesen →

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11. September

von Jürgen Scheich Flucht in die Botschaft. Das kleine Areal von Exterritorialität soll uns Schutz bieten. Am Morgen dieses elften September 1973 glauben einige noch immer nicht an einen Staatsstreich, obwohl davon seit Wochen im geschwätzigen Santiago die Rede ist. … Weiterlesen →

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Deutschland, einig Opferland

von Wolfgang Sabath Die Urlaubskarte kam aus dem Kurort Swieradów Zdrój. Da auch die Zeitungen auf dem Gebiet der einstigen besonderen politischen Einheit DDR seit langem alles daransetzen, die – nun schon seit einem halben Jahrhundert geltenden – polnischen Ortsbezeichnungen … Weiterlesen →

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Déjà vu?

von Erhard Crome Attac-Sommerakademie 2003: Ich wollte das mal erleben. Als am Samstagabend David Harvey aus New York, Elisabeth Gauthier aus Paris und Jörg Huffschmid aus Bremen zu dem Thema diskutierten: »Wer regiert die Welt?«, war die riesige Aula der … Weiterlesen →

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Kabale in Dresden

von Jochen Mattern Das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT) in Dresden existiert das zehnte Jahr. Ein Grund zum Feiern, sollte man meinen. Aus diesem Anlaß wurde eine »Jubiläumstagung« veranstaltet, die aus einer Festveranstaltung bestand, der sich an den zwei darauffolgenden Tagen … Weiterlesen →

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Probleme der Kolonialisierung

von Martin Schirdewan Die IG Metall kämpfte vier Wochen lang in den neuen Bundesländern um die Einführung der 35-Stunden-Woche. Erfolglos. Der Vorsitzende der IG Metall, Klaus Zwickel, schlug die Einstellung der Streiks vor. Sein designierter Nachfolger, Jürgen Peters, und der … Weiterlesen →

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Freiheit auf Sachalin

von Dietmar Schumann Montag, 26. Mai 2003, Jushno-Sachalinsk: Die Boeing-767 der russischen Fluggesellschaft Transaero, die uns von Moskau auf die Insel Sachalin bringt, ist bis auf den letzten Platz besetzt. Vor allem Amerikaner, Briten und Japaner sind an Bord, Manager … Weiterlesen →

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Nieder mit den polnischen Okkupanten!

von Agnieszka Wolk Laniewska / Mateusz Zgryzota, Warschau Polen wird treffsicher der trojanische Esel Amerikas in Europa genannt. Unsere bedauernswerten Großmachtambitionen lösen bei den Nachbarn, bei Deutschland, Rußland und auch Frankreich Irritationen aus. Nur durch eine belustigte Nachsicht werden sie … Weiterlesen →

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Roll back

von Jörn Schütrumpf Es ist wie in einer Schmiere: Weil in Partei und Gewerkschaft einige nicht vergessen können, daß beide ursprünglich einmal Klassenkampforganisationen gewesen sind, gerät der Kanzler in Bedrängnis. Der entscheidet sich daraufhin für einen ganz ungewöhnlichen Kniff: Er … Weiterlesen →

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Subordinateure

von Wolfram Adolphi Sie sind eine Bank, die Ossis in der SPD. Nicht für den Osten – natürlich. Denn man will doch nicht spalten, nicht wahr. Aber für den Kanzler – und das ist es schließlich, worauf es ankommt. Komme, … Weiterlesen →

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Fliegender Holländer

von Erhard Crome Die Weißen Tauben sind müde«, teilt ein angejahrtes Lied im Radio mit. Sind sie es? Kein Krieg in der bekannten Geschichte traf auf so starken Widerstand, bevor er tatsächlich ausgebrochen worden war. Die vielen Schüler, die so … Weiterlesen →

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Danksagung

von Stefan Bollinger Danke, Mr. President. Sie haben es geschafft, einige Wahrheiten deutlicher zu zeichnen, als dies manch Linker nach dem Crash des Staatssozialismus und dem Ende des Kalten Krieges wahrhaben wollte. Sie erinnern, daß moderner Kapitalismus – genauso wie … Weiterlesen →

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Asozialität, gesellschaftsfähig

von Jörn Schütrumpf Nach dem 11. September erbat sich Gerhard Schröder der Deutschen Zustimmung zu einem Feldzug gegen Osama Bin Laden mit dem Hinweis, nur so eine menschenfreundliche Sozialpolitik fortführen zu können; heute wirbt er für einen Feldzug gegen den … Weiterlesen →

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Welche Ordnung hat die Welt?

von Kurt Merkel Wie oft schon wurde über Gerhard Schröder gesagt, das Glück habe ihn verlassen. Mit seiner Gegnerschaft zum Irak-Krieg der Amerikaner war es ihm nicht nur nicht gelungen, den Verfall des Ansehens seiner Partei aufzuhalten, nein, befanden seine … Weiterlesen →

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Friktionen als Hindernis

von Erhard Crome »Friktion« hat Clausewitz das genannt, was »den wirklichen Krieg von dem auf dem Papier unterscheidet«. Er meinte die Reibungsverluste und Störungen, die beim Zusammenwirken militärischer Einheiten wegen ihres unterschiedlichen Zustandes, wegen des Wetters, des Geländes oder auch … Weiterlesen →

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Umweg in den Krieg

von Wolfgang Geier Der Irak, 1932 als souveräner Staat anerkannt und in den Völkerbund aufgenommen, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen der globalen Strategie des containment und roll back zu einem wesentlichen Kalkül der Nahostpolitik der USA. Außerdem sind … Weiterlesen →

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Wohin treibt die Bundesrepublik?

von Jörn Schütrumpf Nach dem Fall von Paris stand Churchill plötzlich ganz allein in Europa da. Hitler war mit Chamberlains Appeasement nicht zu befrieden gewesen, und so hatte Churchill für seine Pensionärstätigkeit nur Tränen, Schweiß und Blut ererbt. Die Deutschen … Weiterlesen →

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Die große Lüge über den UN-Sicherheitsrat

von Kurt Merkel Selbst konservative Verteidiger der USA räumen längst ein, daß es keine Verbindung zwischen den Kriegszielen der Amerikaner im Irak und dem Auftrag der UN-Inspekteure gibt. Die Absicht der USA, über eine Entfernung Saddam Husseins und eine militärische … Weiterlesen →

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Hier spricht der Deutsche Soldatensender

von Michael Herms Wir senden täglich um 6.15 Uhr, 12.30 Uhr, 18 Uhr, 20.15 Uhr und 22.30 auf Mittelwelle 935 KHz. Viele Ostdeutsche der mittleren Generation werden sich noch gut an diese Anmoderation des in Burg bei Magdeburg stationierten und … Weiterlesen →

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Leben nach der Zukunft I

von André Brie Gute Frage. Kein Zweifel, Zukunft gibt es nicht mehr. Die Geschichte hat seit 1989/90 keine (meinte Fukuyama). Der Sozialismus war Zukunft, aber so wenig Gegenwart, daß er nun Vergangenheit ist. Die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme wird gerade … Weiterlesen →

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Angekommen

von Kurt Merkel Immer wieder geht irgendwer oder irgendetwas irgendwo fort und kommt irgendwann irgendwo an. Und daraus ergeben sich so Fragen. Tucholsky fragte bekanntlich, nachdem er in der Weimarer Verfassung gelesen hatte, die Macht gehe vom Volke aus: Aber … Weiterlesen →

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Luxemburg-Gedenken

Im vorigen Blättchen berichteten wir an dieser Stelle von den Ereignissen am Morgen des Luxemburg-Liebknecht-Gedenkens 2002. Unterdessen wurde uns vom Berliner Landesvorstand der PDS ein Brief zugeleitet, den das Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, am 11. Juli 2002 an … Weiterlesen →

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Das Narrenschiff

von Wolfgang Sabath Wahrlich, liebenswert bis zum Gehtnichtmehr dieses  Narrenschiff Deutschland. Man traut sich kaum, die Morgenzeitung aufzuschlagen – wer weiß denn, welche Überraschung heute wieder dekretiert, diskutiert oder angekündigt wird: Steuern, Mieten, Tarife, Preise, Renten, Krankenkassen, Billiggebisse – und … Weiterlesen →

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PDS-Monopol an Rosa Luxemburg?
Aufruf zur Bildung eines Anmelderkomitees für das Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 12. Januar 2003

Die Bundestagswahlen hat die PDS nicht erst am 22. September verloren. Am Sonntag, dem 13. Januar 2002, kamen wir um 7 Uhr morgens auf den Platz vor der Gedenkstätte Friedrichsfelde, um den alljährlichen Stand aufzubauen. Doch anders als sonst waren … Weiterlesen →

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Aufruf zur Bildung eines Anmelderkomitees für das Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 12. Januar 2003

Ankunft dank Auschwitz

von Jörn Schütrumpf Aus der Postmappe: »Da entblödet sich doch ein gewisser André Herzberg auf Seite 29 Ihrer jüngsten Nummer 22 nicht, in einer sogenannten ›Würdigung‹ des diesjährigen Literatur-Nobelpreisträgers sein Verständnis mitzuteilen, daß Kertész über seine Deportation als Kind nach … Weiterlesen →

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Kriegsbetreiber

von Erhard Crome Wir befinden uns in einem neuen Zeitalter des Krieges. Später werden sich die Historiker damit zu befassen haben, ob es trotz oder wegen all der Illusionen des Herbstes 1989/90 so wurde. Der nächste Feldzug also gegen den … Weiterlesen →

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Ohne Illusionen

von Kurt Merkel Nun soll die neue Regierung, die weitgehend die alte ist, da weitermachen, wo die alte, die vor vier Jahren ja mal die neue war, steckengeblieben ist. Der Kanzler, der damals als Kanzler eines Parteivorsitzenden und Superministers, der … Weiterlesen →

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Demokratischer Sozialismus

von Jörn Schütrumpf Im zerfallenen Ostblock konvertierten die gestürzten »Bruderparteien« – nach Auflösung und Neugründung oder Spaltung – entweder zur Sozialdemokratie oder beharrten, in zum Teil beträchtlichen Restbeständen, auf den Positionen ihrer Herrschaftszeit. Beides war der entmachteten Partei in der … Weiterlesen →

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Neue Herren im Kaukasus

von Dietmar Schumann, z.Z. Tbilissi Wer zahlt, der bestimmt die Musik. Das georgische Militärorchester intoniert Glenn Miller. Swinging Music aus den USA schallt über die Felder von Krtsanisi. Zwanzig Autominuten entfernt von Tbilissi wird das erste US-Militärcamp im Kaukasus eröffnet. … Weiterlesen →

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Morgen kommt Mehl

von Erhard Crome In den Buckower Elegien – Bertolt Brechts Versuch, den 17. Juni 1953 zu verarbeiten – findet sich auch das Gedicht Die Wahrheit einigt. Dort heißt es : »Freunde, ich wünschte, ihr wüßtet die Wahrheit / und sagtet … Weiterlesen →

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Unsere Führer

von Erhard Crome Zu den Eigentümlichkeiten des diesjährigen Bundestagswahlkampfes gehört, daß ein beträchtlicher Teil der Medien seit Monaten vermeldet, die C-Parteien würden vorn liegen. Und das, obwohl der Stoiber doch kaum gewollt wird, zumindest nicht unter dem Wahlvolk (außerhalb Bayerns). … Weiterlesen →

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Vaterverrat

von Gerhard Zwerenz Krieg sei kein legitimes Mittel der Politik, sagte die PDS-Abgeordnete Heidi Lippmann am 5. Juli 2002 im Bundestag, und Winfried Nachtwei von Bündnis 90/Die Grünen gefiel sich während ihrer Rede in 13 sauren Zwischenrufen. Vor vier Jahren … Weiterlesen →

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Reichtum heute

von Ulrich Busch Als der preußische König Friedrich Wilhelm I. zur Finanzierung öffentlicher Bauten und zum Ausgleich des Haushalts 1734 zusätzliche Einnahmen benötigte, zögerte er nicht lange, die fünfzig reichsten Familien Berlins und Potsdams zur Kasse zu bitten. Er begründete … Weiterlesen →

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Die Organisation verstößt ihre Gegner

von Wolfgang Sabath Das muß doch auffallen: So wenig PDS war lange nicht. Und es scheint, daß ihr sogar die verläßlichen Gegner peu à peu abhanden kommen. Nein, natürlich soll hier nicht die Weise von »Viel Feind, viel Ehr …« … Weiterlesen →

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Verlassen die Ratten den sinkenden Walser?

von Gerhard Zwerenz Der in eigenen konservativen Kreisen wegen des Verdachts unorthodoxer Gedanken nicht unumstrittene knabenhaft gestylte FAZ-Meisterfeuilletonist Frank Schirrmacher formulierte am 8. August 1997 in seinem Blatt ein paar erstaunliche Sätze als Programm »für die ungeschriebene Mentalitäts- und Geistesgeschichte … Weiterlesen →

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Meine Nostalgien

von Gerhard Zwerenz Da sitzen wir nun mit unserem großen Wissen in Europa herum. Der Sack voller Erkenntnisse ist im Keller abgestellt. Die Welt hält sich nicht an die Fahrpläne. Manchmal, hols der Teufel, vermisse ich die DDR gerade, weil … Weiterlesen →

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Chance für bunte Vögel?

von Wolfgang Sabath Nachdem das engere Führungspersonal der PDS das Wahlergebnis von Sachsen-Anhalt zunächst durch eine gutlaunige Vorwärtsverteidigung schönzureden getrachtet hatte, kamen wenig später soziologische Erhebungen auf den Tisch, die alle diesbezüglichen PR-Bemühungen zunichte machten. Der Selbstbetrug, man habe bei … Weiterlesen →

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Neoliberalismus mit menschlichem Antlitz

von Jörn Schütrumpf Gerhard Schröder droht die große Einsamkeit. Vier Jahre lang gab er den Clinton – stets in der Zuversicht, den Wählern wäre es letztlich egal, ob Deutschland als Präsidialdiktatur oder als Parteiendemokratie organisiert sei. Schröder pflegte den Wahn, … Weiterlesen →

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Regulierter Hedonismus

von Thomas Falkner Nun verschwinden sie von der politischen Bildfläche – die großen Deuter und Fürsprecher des wundersamen, sich selbst und dem Westen so fremden Ostens: Kurt Biedenkopf zurechtgestutzt zum unfreiwilligen Pensionär, Manfred Stolpe verstummt unter der Last der Amtsjahre … Weiterlesen →

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Vermachtete Diskurse

von Erhard Crome Warum funktionieren eigentlich intellektuelle Debatten zwischen Ossis und Wessis, zumal unter Linken, offensichtlich auf so eigenartige Weise schlecht? Werner Mittenzwei macht in seinem Buch über die ostdeutschen Intellektuellen darauf aufmerksam, daß es Absicht der Kohlschen Politik war, … Weiterlesen →

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Avantgarde aus Dunkeldeutschland

von Wolfgang Engler und Wolfgang Kil »Das Konzept einer Angleichung mittels nachholender Modernisierung, die Vorstellung eines Ab-, Um- und Wiederaufbauszenarios, das seinen Optimismus aus dem Vorbild des westdeutschen ›Wirtschaftswunders‹ der fünfziger Jahre speiste, ist praktisch gescheitert.« »Bis heute wollen die … Weiterlesen →

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Auswanderungsland

von Ulrike Steglich Es gibt Momente, etwa beim morgendlichen Zeitungslesen oder auch bei Christiansen, da denkt man schon mal ernsthaft übers Auswandern nach. Ob Schröder tatsächlich schon begriffen hat, welchen Job er da eigentlich übernommen hat, weiß man nicht recht. … Weiterlesen →

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Kampf um Berlin

von Leokadia Lawin Nach fünfzig Jahren kehren die deutschen Eliten zurück in ihre Hauptstadt. Dem Freien Berlin droht die Kapitulation. Nichts hat es genützt, daß die Halb-Weltstadt über vierzig Jahre lang der roten Flut trotzte und am Ende sie sogar … Weiterlesen →

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Ein unmöglicher Wahlkampf

von Thomas Falkner Eine Kanzlerkandidatur ist eine Prüfung ohne Gnade. Auch für Edmund Stoiber wird der Schritt aus der Landes- in die Bundes- und Weltpolitik immens schwer. Dazu kommt: Eine bayerische Staatspartei zu erneuern und zu führen, das ist das … Weiterlesen →

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CDU-Kommunismus

von Ulrike Steglich „Abartig“, nennt Berlins neuer Finanzsenator Thilo Sarrazin die Zahlen, die er jüngst zum Berliner Haushalt 2002/2003 vorlegte. Dem ist wenig hinzuzufügen: Das Defizit zwischen Einnahmen und Ausgaben beträgt derzeit zwei Milliarden Euro pro Jahr. Die diesjährige Neuverschuldung … Weiterlesen →

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Bayerisches

von Erhard Crome Am Ende hatte der Schriftsteller Jacques Tüverlin Erfolg; er ist eine der zentralen Figuren des gleichnamigen Feuchtwanger-Romans, der im München der beginnenden zwanziger Jahre handelt und mit dem kläglichen Scheitern des Hitler-Ludendorff-Putsches vom 9. November 1923 endet. … Weiterlesen →

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Hinter den Kulissen der „Tango-Krise“

von Arndt Hopfmann Das „ewige Schwellenland“ Argentinien – das lange Zeit als eines der reichsten Länder der Welt galt und dessen Bevölkerung noch vor einhundert Jahren einen durchschnittlichen Lebensstandard hatte, der weit über dem im damaligen Japan lag – wurde … Weiterlesen →

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Fahrenheit 451

von Erhard Crome Fahrenheit 451, das sind 232 Grad Celsius, der Hitzegrad, bei dem Bücherpapier Feuer fängt und verbrennt. Und es ist der Titel eines Buches des amerikanischen Altmeisters der Science Fiction, Ray Bradbury, aus dem Jahre 1953. Die Welt, … Weiterlesen →

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Alles wird anders, nichts wird gut

von Max Hagebök Es ist die Hochzeit der Jahresrückblenden gekommen. In den Medien tummeln sich die Analysten und bekennen sich zum wissenden Nachgang. Wie bei einer Weinlese wird der Jahrgang der Ereignisse abgefüllt, etikettiert und verstöpselt. Schon am 1. Januar … Weiterlesen →

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Zur Tagesordnung

von Erhard Crome Don Kohleone hat zu nachhaltig seine Partei patroniert. Die Verbliebenen haben den Laden nach wie vor nicht im Griff. »Das Mädchen« aus dem Osten wird wohl nicht die Unterstützung der Granden im Westen finden für einen zielstrebigen … Weiterlesen →

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Der letzte Nagel

von Wolfgang Sabath Operation gelungen – Patient tot: Denn der 16. November 2001 hat alle Chancen, als der Tag in der deutschen Parteien- und Parlamentsgeschichte einzugehen, der nicht nur den Anfang vom Ende der Koalition zwischen Sozialdemokraten und Bündnisgrünen markiert, … Weiterlesen →

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Der Ossi muß regiert werden

von Max Hagebök Der Vorhang der politischen Bühne Berlins hat sich geöffnet. Unter dem Beifall einer zutiefst erleichterten Bundesregierung und den Buhrufen der enttäuschten Opposition von CDU und PDS verneigt sich der Sieger der Berliner Wahlen. Der Kanzler hat gewonnen. … Weiterlesen →

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Und nach dem Sieg?

von Dietmar Schumann, Hodscha Bahauddin Auf einem staubigen Acker bei Hodscha Bahauddin sind viertausend Soldaten aufmarschiert. Tadshiken und Usbeken vor allem, Freiwillige der Nordallianz. Mit martialischen Rufen im sicheren Gelände unweit des Flusses Pjandsch, an dessen anderem Ufer Tadshikistan beginnt, … Weiterlesen →

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Countdown

von Henry-Martin Klemt Die Wahl von Afghanistan als Hauptfeind kommt nicht von ungefähr. Politische Verbündete haben die Taleban praktisch nicht. Ihr Regime ist mit allem überworfen, womit es sich überwerfen läßt. Die Zerstörung von Weltkulturerbe, die Verletzung der Menschenrechte, insbesondere … Weiterlesen →

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Opportunist Gysi?

von Jörn Schütrumpf »Herr Ober, noch zwei ›Manhattan‹!«, dazu zwei hochgespreizte Finger. Nur selten blitzt der Zynismus der humanistischen Humanisten so unverhohlen auf; meist bleibt es bei klammheimlicher Genugtuung. Die Ausbeutung der Dritten Welt; das Verhungern von tausenden Kindern Tag … Weiterlesen →

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Die Huntington-Doktrin

von Kurt Merkel Die Identität des einen bestimmt man bekanntlich am einfachsten dadurch, daß man sie von der eines anderen abhebt. Die Differenz ist nicht gut oder schlecht, schön oder häßlich, man muß mit ihr umgehen. Unterschiede zwischen Nachbarn, die … Weiterlesen →

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Amerikanisches Dilemma

von Erhard Crome Im Jahre 1839 notierte Heinrich Heine: »Wer mit Rom Krieg führen will, muß alle möglichen Gifte vertragen können.« Rom, das war Reich und Kirche in einem, Herrschaft mit Legionen oder mit Dogmen, mit Geld, Giften, Diplomaten und … Weiterlesen →

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Im Mauerschatten

von Thomas Falkner Noch einmal ist das Gespenst des Kalten Krieges in diesen Tagen durch Berlin und die deutschen Lande gezogen, begleitet vom ätzenden Pulvergeruch des heißen ideologischen Krieges. Flaggen auf Halbmast, Schuldzuweisungen und Entschuldigungsverweigerungen, betroffene und nachdenkliche Menschen vor … Weiterlesen →

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Mauerbau statt »Freie Stadt«

von Jörn Schütrumpf »Wo sind die Soldaten? Die Drahtverhaue? Die Handgranaten? Im Vorübergleiten siehst du einen einzigen Mann vor dem Wachthaus stehen: dunkel, lang. Unendlich lang in dem bis an die Absätze reichenden Soldatenmantel. Den dreifachen Drahtverhauen der Polen gegenüber … Weiterlesen →

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Regieren und Revolution

von Arndt Hopfmann Auch ohne die längst zu einer Art links-masochistischer Sucht verkommene, ungebrochene Entschuldigungswelle, die vom Eulenspiegel kürzlich in der griffigen Forderung »Proletarier aller Länder, entschuldigt euch!« auf den Punkt gebracht wurde, erlebt seit einigen Jahren auch die PDS … Weiterlesen →

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Die Mauer und der Frieden

von Fritz Klein Unverdrossen melden sich Leserbriefschreiber mit der Mär von der Rettung des Friedens am 13. August 1961 zu Wort. Das seinerzeit tausendfach verbreitete Foto der martialisch aufgebauten Kampfgruppler am Brandenburger Tor scheint immer noch zu wirken. Dabei war … Weiterlesen →

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Macht vor Einheit

von Erhard Crome Sie behaupten, das Land wiedervereint zu haben, und wollen jetzt, den Blick fest auf die avisierten Neuwahlen gerichtet, die Profiteure der Spaltung Berlins sein. Und wo diese nicht mehr hinreichend wirkt, soll sie herbeigeredet werden. Wieso sind … Weiterlesen →

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Schaut auf diese Stadt

von Wolfgang Sabath Not mache, so behauptet es jedenfalls der sogenannte Volksmund, erfinderisch. Die Not, in die Berlins Kommunalisten die Hauptstadt gebracht haben, ist groß. Da kam Tagesspiegel-Redakteur Harald Martenstein auf die wahrhaft pfiffige Idee, Berlin wieder »in die Obhut … Weiterlesen →

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Renten und Renditen

von Arndt Hopfmann Wenn da nicht der vom mecklenburg-vorpommerschen Landesvater Ringstorff provozierte Eklat gewesen wäre, die Zustimmung des Bundesrates zur rot-grünen Rentenreform wäre völlig unspektakulär über die Bühne gegangen. Der Ausstieg aus dem paritätisch finanzierten Rentenmodell, bei dem Arbeitgeber und … Weiterlesen →

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