Schlagwort-Archiv: Renate Hoffmann (in 268 Beiträgen)

23. Jahrgang | Nummer 24 | 23. November 2020

Theater im Schloss

von Renate Hoffmann Das Schlosstheater. Auf! nach Potsdam, an einem milden Herbstdonnerstag. Durch den weiträumigen, gepflegten Park von Sanssouci westwärts zum Neuen Palais. Etwas versteckt im südlichen Seitenflügel des Prunkbaues finde ich den Eingang. Vom Foyer aufwärts, aufwärts über bequeme … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020

Drachensteigen

von Renate Hoffmann Bei Wittenberg, der schönen Stadt die allerhand zu bieten hat, fließt ein Fluss. Und daneben liegen eben die sognannten Elbewiesen, was man wissen muss! Denn auf diesen findet für die Stadt das große Drachensteigen statt. Wenn im … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2020

Ein Familientag

von Renate Hoffmann In hellseherischer Voraussicht auf künftige Zeiten und Tage, in denen die Menschen auf sich  und ihre Häuslichkeit zurückgeworfen sein werden, schuf der niederländische Maler Jan Havickszoon Steen (um 1626 bis 1679) ein Gemälde zur sinnvollen Gestaltung solcher … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 20 | 28. September 2020

Ehre für einen Schmetterling

von Renate Hoffmann Hohe Ehre! Und eine Laudatio obendrein, ehe er in seiner Metamorphose fortschreitet, um auf die kühle Jahreszeit vorbereitet zu sein. Die Tage beginnen nämlich kürzer zu werden, und die Schwalben fliegen schon davon. Die Rede ist vom … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 19 | 14. September 2020

Spuren

von Renate Hoffmann In dem feinen Ostseesand fand ich allerhand an Spuren: von Radlern, die hier fuhren, von hübschen nackten Füßen, die ihren Abdruck hinterließen. Von Sohlen mit Profil, geeignet für das Fußballspiel, oder auch für Trippelschritte, artig und von … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 18 | 31. August 2020

„Neu-Ruppin, zu haben bei Gustav Kühn“

von Renate Hoffmann Nicht nur bei ihm, auch bei Oehmigke & Riemschneider und bei Friedrich Wilhelm Bergemann in Ruppin, der Fontanestadt, die außer ihrem märkischen Wanderer noch Anderes zu bieten hat. Die Bilderbogen. Der Journalist Theodor F. konnte nicht umhin, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 17 | 17. August 2020

Herr der „Blauen Blume“

von Renate Hoffmann Was mich für ihn einnahm, war die Verbindung zwischen exakter Wissenschaft und feingestimmter Dichtung. Er studierte Jura und Bergbau mit besten Ergebnissen – und fand die „Blaue Blume“ der Romantik, eines ihrer Symbole. Gegenseitige Befruchtung. Fortschritt in … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 16 | 3. August 2020

Irrtum

von Renate Hoffmann Was macht ein Junikäfer im August? Hat er nicht gewusst, dass es vorbei sei mit der Zeit, wo er zu summen hat? Gewiss, er fühlt sich etwas matt und statt des Zickzackflugs, den er so liebt, schiebt … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2020

„Die Mitschuldigen“ auf dem Lande 

von Renate Hoffmann  Sommertage, Krisentage. Trotz alledem – Kulturtage. Nach Großkochberg. Beschauliches Dorf im Thüringischen. Abseits vom Großstadttrubel, nahe Rudolstadt und dem etwa 28 Kilometer entfernten Klassiker-Zentrum Weimar. Goethe eilte des Öfteren in die ländlich, arkadisch anmutende Gegend. Den Weg … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 14 | 6. Juli 2020

Bildergeschichten

von Renate Hoffmann Urschalling, das kleine Dorf mit dem lustigen Namen. Als Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Prien am Chiemsee zugeordnet und auf einer Höhe von weiter Umschau angesiedelt. Nur wenige Gehöfte und Wohnhäuser, ein traditionsreiches Wirtshaus und die spätromanische Kirche … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2020

Vom Spiel mit dem Ball

von Renate Hoffmann Als Ballspiel werden Spiele mit einem Ball bezeichnet“ (das hätte man sich fast denken können). Da diese sportliche Betätigung eine Unterart des Spieltriebes darstellt, welcher hinwiederum zu den menschlichen Urtrieben gehört, so lässt sich das Ballspiel geschichtlich … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 11 | 25. Mai 2020

Der Maler Adrian Ludwig Richter erinnert sich

von Renate Hoffmann Wenn es äußere Umstände erfordern, dass man im Zimmer sitzt, wie „Hieronymus im Gehäus“, so bringt das auch Vorteile mit sich. Im Denken und Tun. Ich nahm ein Buch zur Hand, von einem Freund geschenkt mit dem … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020

Bemerkungen

Rede eines Fußgängers Wenn jemand den ganzen Tag gewandert ist und gegen Abend ankommt, so ist das genug. Francesco Petrarca Wandern sei des Müllers Lust, so heißt es. Dürfen andere etwa keine Lust haben? Es sind doch bedeutendere Leute gewandert … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 9 | 27. April 2020

Das Veilchen und die Turteltaube

von Renate Hoffmann Frühlingszeit. Endlich drängen die Kleinen, Bescheidenen ans Licht und erfreuen die Sinne. „Komm, lieber Mai, und mache / die Bäume wieder grün, / und lass mir auf dem Dache (an dem Bache!) / die kleinen Veilchen blüh’n! Wie … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2020

Bei Tschechow zum Tee

von Renate Hoffmann Taganrog, südrussische Stadt am Asowschen Meer; Tschechowstraße 69, früher Alexanderstraße, noch früher Polizeistraße. – Anton Pawlowitsch Tschechow (29. Januar 1860 – 15. Juli 1904): „Ich wurde geboren in dem Haus des Eigentümers Bolotow […] oder Gnutow […] … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2020

Lust auf Frühling

von Renate Hoffmann Ein Perlhuhn hatte nichts zu tun und keine Lust, sich auszuruh’n. Ohne lang zu warten ging es in den Garten. Was es überraschend sah: Seit gestern war der Frühling da. Forsythia strahlt in gelber Pracht, Blausterne blühten … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 6 | 16. März 2020

Bemerkungen

50 Jahre NPT Am 5. März jährte sich das das Inkrafttreten des Atomwaffensperrvertrags (Non-Proliferation Treaty, NPT) zum 50. Male. Dieses Datum hat auch der deutsche Außenminister nicht verschlafen und teilte der Welt mit, was niemandem halbwegs Informierten ein Geheimnis ist, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2020

Spielereien

von Renate Hoffmann Vermutlich war es der niederländische Kindertag im Jahre 1560, an dem Pieter Bruegel der Ältere (um 1525–1569) von erhöhtem Standort aus beobachtete, sich amüsierte und das bunte Treiben in einem Gemälde festhielt. Beim Betrachten empfindet man ähnliches … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 4 | 17. Februar 2020

Urwürmer

von Renate Hoffmann Auf den breiten Treppenstufen im Hotel zum Halben Mond fand ich Würmchen, die dort schlufen, als ich kürzlich dort gewohnt. Eingebettet im Gestein, welches einst am Meeresgrunde, Urgewürm von groß bis klein verwandelt hat in spät’re Funde. … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Das Haus der Rosenthals

von Renate Hoffmann Vorangestellt sei ein Geschehnis, das sich mir tief einprägte. Ich möchte es „Rückblick ohne Sonne“ nennen. – Das Jahr 1941. Kriegszeit. Jena in den Herbsttagen. Meine Mutter ging mit mir, einer Neunjährigen, in die Stadt zum Einkauf. … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 2 | 20. Januar 2020

Winterzeit

von Renate Hoffmann Kahle Felder, dunkle Wälder, von ferne her ein Krähenschrei. Graue Gänse ziehen, um der Kälte zu entfliehen. Das Wildschwein hat ’nen Schal dabei. Welke Blätter, Nieselwetter. Ach, wie war der Sommer schön. Regenwürmer niesen, bald werden sie … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 1 | 6. Januar 2020

„Gedichte der Stille“

von Renate Hoffmann Weil es ringsherum so laut hergeht, sehnt man sich nach Stille. Fast ein Unding im Tageswirbel. Wer kann schon in der Geschäftigkeit der Stunde alles aus der Hand legen, den umgebenden Lärm vergessen lassen und dem Vogelflug … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 26 | 23. Dezember 2019

Sternstunden

von Renate Hoffmann Herrnhut. Der kleine Ort in der Oberlausitz mit der großen Geschichte hat sein eigenes Firmament. Und das hängt voller Sterne. Die wiederum sind nicht nur Leuchtkörper, die in der Weihnachtszeit auf besondere Weise Licht in Häuser, auf … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Gang am Inn entlang

von Renate Hoffmann Bevor der Schnee fällt, sollte man sich gebührend vom Spätherbst verabschieden. Ich zögere. Regen, Nebel, kalte Winde … Georg Jacobi (1740–1814) spornt an: „Blätter fallen, Nebel steigen, / Und zum Winterschlafe neigen / Sich die Bäume schon … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 24 | 25. November 2019

Velázquez und die „Meninas“

Zum 200. Geburtstag des Prados von Renate Hoffmann Wer nach Madrid reist und das Museo Nacional Del Prado – eines der weltweit bedeutendsten Kunsthäuser – betritt, ist verloren. Verloren in der Überfülle von Meisterwerken berühmter Künstler. In den Sälen verteilt: … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 23 | 11. November 2019

Herbstspiele

von Renate Hoffmann Der Herbst, der lustige Geselle, ein Schelm und überall zur Stelle. Er streift durch Wiesen, Wald und Feld, benimmt sich wie es ihm gefällt. Er reißt die Äste von den Bäumen, stiehlt Trauben, mästet sich mit Pfläumen. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 22 | 28. Oktober 2019

Der Poet des Glases

von Renate Hoffmann „Der herausragende Schmuckkünstler und Glaskunstmeister René Lalique ist weltweit bekannt. Seine Schöpfungen können in mehr als fünfzig Museen von Japan bis in die Vereinigten Staaten Amerikas, von Portugal bis England bewundert werden …“ Da ihn die ganze … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 21 | 14. Oktober 2019

„König der Berge“

von Renate Hoffmann So nennen ihn stolz die Schweizer. Auch den „Schönsten“ ihrer Bergwelt. Obgleich sie doch eine glanzvolle Kette mächtiger, schneebedeckter Gipfel und Gletscher besitzen. – Der Zug fährt in der sympathischen Stadt Zermatt ein. Plötzlich – deus ex … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 20 | 30. September 2019

Bemerkungen

„… ein paar Fetzen Poesie“. Für Günter Kunert „Denn Bleiben ist nirgends“, sagt Rilke. Das trifft auch auf Günter Kunert zu, der am 21. September endgültig ging. Der Dichter, ein ewig Umhergetriebener, nicht immer aus eigenem Wollen, aber immer auf … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Gratulation, Frau Clara

von Renate Hoffmann Als Fräulein Clara Josephine Wieck (1819–1896) Herrn Robert Schumann (1810–1856) am 31. März 1828 im Hause eines Leipziger Musikfreundes erstmals begegnete, lag nicht einmal ein Fünkchen Ahnung von dem Weg, den sie fürderhin miteinander gehen würden, über … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 18 | 2. September 2019

Lesergruß an Mascha

von Renate Hoffmann „Man braucht nur eine Insel allein im weiten Meer. Man braucht nur einen Menschen, den aber braucht man sehr.“ Mascha Kaléko Beides habe ich. Auf der Insel, die ich besuche, kräht morgens noch der Hahn. An den … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Aufbruch der Schmetterlinge

von Renate Hoffmann In einem alten Hause in einer Dämmerklause hing ein Kästchen an der Wand. Darinnen sah man allerhand an Schmetterlingen. Pfauenaugen, Trauermäntel, Admirale (ohne Händel!). Den Kleinen Fuchs, den Schwarzen Bär, Schwalbenschwänze und noch mähr, die ein Sammler … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 16 | 5. August 2019

Th. F.s Wanderschuh

von Renate Hoffmann Endlich! Er ist gefunden. Und seine Echtheit durch ein Zertifikat beglaubigt. Das verehrungswürdige Überbleibsel des Wanderheiligen Fontane. Nunmehr Bruder gleichen Sinnes mit dem Fernläufer Johann Gottfried Seume (1763–1810), der unverdrossen bis Syrakus durchmarschierte. Wohingegen Theodor sich auf … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 15 | 22. Juli 2019

Froschkonzert

von Renate Hoffmann Zwischen hohen Binsen und den Wasserlinsen, zwischen gelben Mummeln und dem Hummelsummeln ist am Chiemsee-Ostgestade eine große Froschparade. Der Oberfrosch mit tiefem Bass sagt seinen Unterfröschen was, womit sie gar nicht einverstanden, weil sie es unmöglich fanden. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 14 | 8. Juli 2019

Eine Sommergeschichte

von Renate Hoffmann Nun ist sie angekommen, die heitere Jahreszeit. Man sollte sie im oder auf dem Wasser genießen können. Dazu eine Insel und rundherum Ufer mit schöner Gegend. Ein See. In der Voralpenlandschaft. Der Chiemsee, das „bayrische Meer“. – … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 13 | 24. Juni 2019

Auf der Wolga

von Renate Hoffmann Zwei Schriftsteller weckten den Gedanken. Nikolai Karamsin (1766–1826): „… Wag’ ich es, zu singen, o Mutter Fluss? / Wie du stets schöner wurdest im Strom. / Im Gold des sauberen Sandes, / du trägst die Erde des … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2019

Freie Fahrt

von Renate Hoffmann Auf dem großen Strome Don schwamm ein Kistchen still davon. Obenauf in trauter Runde saßen in der Morgenstunde Junge Möwen, hochbeglückt, denn sie waren ausgerückt und wollten eine Reise machen. Zum Meere und noch andren Sachen, die … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 11 | 27. Mai 2019

Bemerkungen

Beugehaft für Chelsea Manning Die Freude über die Amnestie für Chelsea Manning durch Obama währte nicht allzu lange. Erneut ist die Whistleblowerin, die zunächst als Mike Manning nachdrücklich auf Kriegsverbrechen aufmerksam machte, in den Fängen der US-Justiz. Dabei hatte sie … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 10 | 13. Mai 2019

Täuschung

von Renate Hoffmann „Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen …“ sie schimmern durch die Bäume und durch meine Träume. Um Mitternacht ist es gewest, der Mond hängt weiter im Geäst. Die Sternlein prangen unverzagt Bis es in Bälde … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 9 | 29. April 2019

Leonardo, der Forscher

von Renate Hoffmann Man wagt es kaum, ihn, den Großmeister der Renaissance, zu befragen – und wo beginnend, wo endend? Den „uomo universale“ Genannten, am 15. April 1452 in Anchiano bei Vinci Geborenen und am 2. Mai 1519 im Schloss … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 8 | 15. April 2019

Bemerkungen

Na sorry! Ihr Körper bebte, und sie schrie wie die Leibhaftige: „Wer schafft die Arbeit? Wer schafft die Arbeit? Wer schafft die Arbeit? Na sorry, wer schafft die Arbeit? Die Wirtschaft schafft die Arbeit! Bitte merkt’s euch das einmal!“ Wir … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 7 | 1. April 2019

Apriltag

von Renate Hoffmann Die Trauerweiden haben grüne Haare. Der Winter liegt schon auf der Bahre und wird entsorgt. Die Amseln flöten milde, die Frösche quaken wilde, als hätten sie sich Luren ausgeborgt. Die Sonne ist am Scheinen, der Himmel ist … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 6 | 18. März 2019

Erinnerung an Sabine H.

von Renate Hoffmann Zwei Wege führten zu ihr. Insel Hiddensee. Der Friedhof im Ort Kloster. Neben vielen alteingesessenen Inselbewohnern, die hier ihre Ruhe fanden, auch Namenlose, Fremde, Prominente. Unter ihnen der Regisseur Walter Felsenstein, die Tänzerin und Tanzpädagogin Gret Palucca, … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 5 | 4. März 2019

Besuch auf dem Brocken

von Renate Hoffmann In Wernigerode, am Fuße des Brockenberges, spürt man den Frühling. Gäste sitzen im Freien vor den Cafés, und in den Gärten recken sich die Frühblüher. – Es waren besondere Wünsche, die mich zu Norddeutschlands höchstem Berg trieben. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Sonderausgabe | 25. Februar 2019

Die Fontanes – ganz privat

von Renate Hoffmann Tagebücher und Briefe sind der beste Zugang zum Wesen eines Menschen. Wird ein Briefwechsel lebenslang – zum Beispiel durch eine Ehe – geführt, so gewinnt man tiefen Einblick in die Urgründe, die das Leben der Schreibenden bestimmten. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 4 | 18. Februar 2019

Emigration

von Renate Hoffmann Was ist nur los mit dieser Welt, auf der nichts mehr zusammenhält? Mord und Totschlag ohne Ende, Raub und Einbruch, Flächenbrände, Betrug, Verleumdung, Wasserleichen, Katastrophen ohnegleichen. Fehlt ein Mord im Frühbericht, denkt man gleich, da stimmt was … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 3 | 4. Februar 2019

Das Jugendstilhaus

von Renate Hoffmann Als ich es sah, dachte ich zuerst an das Stadtpalais eines gewesenen Direktors des Eisenmoorbades Bad Schmiedeberg. Oder gab es eine verflossene sächsisch-preußische Fürstlichkeit, die sich, begütert, das schlossähnliche Gebäude, zwecks Kuraufenthaltes errichten ließ? Strahlend weiße Fassade, … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 1 | 7. Januar 2019

Zum neuen Jahr

von Renate Hoffmann Mit wachen Sinnen das Neue beginnen. Den Blick auf die Welt, ob sie auch hält, was sie verspricht – oder auch nicht? Kluges Denken in Taten umlenken. Wenn Tage sich trüben, Gelassenheit üben. Lässt sich nichts machen, … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 26 | 17. Dezember 2018

Bemerkungen

Chapeau für diesen Offenbach! An dieser fürwahr rätselvollen Oper wird seit Jahrzehnten immer wieder herummontiert und herumgepfuscht. Der Komponist starb vor der Uraufführung und hinterließ nur einen Klavierauszug, der dann auch noch verbrannte. Noch nicht einmal die Szenenfolge konnte er … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 26 | 17. Dezember 2018

Lesen und vorlesen

von Renate Hoffmann Wintertage, Festtage, umtriebige Tage. Hin und wieder flackert der Gedanke auf, dass es in dieser Zeit auch Tage der Besinnung und Beschaulichkeit geben sollte – oder Stunden oder wenigstens Minuten. Man könnte die Stille suchen; in Düften … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 24 | 19. November 2018

Inselfahrt

von Renate Hoffmann Geständnis: Ich wusste nur, dass sie im Süden liegen. Irgendwo. Die Äolischen (Liparischen) Inseln. Vulkanischen Ursprungs. Die Neugier rührt sich. Sie weist nach Siziliens Norden. Zum Tyrrhenischen Meer. Von Milazzo aufs Schiff, und den sieben größeren und … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 23 | 5. November 2018

Herbstgruß

von Renate Hoffmann Der Mai – zärtlich umschwärmter Monat. Und der Oktober? Dionysischer Geselle, Übermütiger, heftigen Gemüts, Verschwender, von Lebensgier zu wildem Taumel wechselnd. Maßloser, der um sich wirft mit seinen Gaben. – Der zaubernd seinen Thyrsos schwingt und Wein … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 23 | 5. November 2018

Bemerkungen

Preisrätsel Nimmt man die Rhetorik von Pegida-Rednern wie Bachmann oder gar eines Höcke oder auch eines Vogelschiss-Gauland zur Kenntnis, dann wird man das Gefühl nicht los, dass sie sich an einem Meister rechtester Manipulation geschult haben: „Jede Propaganda hat volkstümlich … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 21 | 8. Oktober 2018

Bemerkungen

Spa(h)nnende Zeiten Zumindest darauf, dass die Mainstreamgazetten uns auf Seite eins in knalligen Lettern und nachfolgend in zahllosen Kommentaren und anderen Redundanzen darüber informieren, wenn die Russen sich mal wieder in irgendeinen westlichen Wahlkampf reingehackt haben, kann man sich ja … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 21 | 8. Oktober 2018

Dahlien und Alexander von H.

von Renate Hoffmann Der Sommer ist gegangen, der Herbst hat angefangen. Und mit ihm beginnt die wunderbunte Jahreszeit. Sie schüttet ihre Farben über Baum und Strauch und Blumenflor, jede Nuance des Regenbogens nutzend. Als sei in den Gärten das große … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 20 | 24. September 2018

Auf dem Leuchtturm

von Renate Hoffmann „Ein an gefährlichen Küstenpunkten für die Schiffahrt errichtetes Gebäude als Träger eines Feuers (Lichtes), welches nachts und an trüben Tagen dem Schiffer als Wegweiser dient“, so beschreibt der Konversations-Meyer im Jahr 1897 den Leuchtturm. Meyer verlautbart allerdings … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 18 | 27. August 2018

Bemerkungen

„Aufstehen“ – Beobachtungen Der Kolumnist Jacob Augstein machte zur neuen linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“, die, noch bevor sie überhaupt an den Start gegangen ist, bereits mehr Unterstützer zählt, als DIE LINKE Mitglieder hat, unter anderem folgende Beobachtungen: a) „Wie getroffene Hunde … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 17 | 13. August 2018

Bilbao, die verwandelte Stadt

von Renate Hoffmann Ins Baskenland. Nach Bilbao, eine Stadt, die einstens in der üblen Nachrede stand, Grau-in-Grau zu sein. Schwerindustrie und Werften am Flussufer des Nervión brachten zwar Reichtum, doch auch in Verruf. Der Sturz aus den Wolken geschah in … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 15 | 16. Juli 2018

Vom Mistral

von Renate Hoffmann Er schmeichelt sich ein und kommt nicht allein, bringt Duft von den Hängen mit Vogelgesängen. Noch weht er gelinde. Doch dann ganz geschwinde vergisst er die Sitten, da hilft auch kein Bitten. Er peitscht unverhohlen die Moll-Tririolen … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 14 | 2. Juli 2018

Die Brücke

von Renate Hoffmann In Avignon an der Rhone steht sie, verfügt über zwei amtlich beglaubigte Namen, besitzt ihr eigenes Lied, das in der Wortwahl falsch gesungen wird, galt nach der Erbauung als die längste Brücke Europas und trägt nun das … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 13 | 18. Juni 2018

Bemerkungen

Der Ausweg Eine Ameise lief rechts herum im Kreise. Auf ihre Weise wollte sie wo hin. Dann ging’s ihr durch den Sinn, dass sie nicht mehr recht wusste, wohin sie denn nun musste. Sie dachte sachte nach. Und dann, mit … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 11 | 21. Mai 2018

Arles, Vincent und der Mistral

von Renate Hoffmann Die Stadt in der südfranzösischen Region Provence mit all ihren historischen und kulturellen Hinterlassenschaften und der Nachahmung dieser Hinterlassenschaften in den Souvenirläden erweckt Neugier. Man nannte sie vor Zeiten das Gallische Rom. Allein in Ansicht der großmächtigen, … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 10 | 7. Mai 2018

Das ungleiche Paar

von Renate Hoffmann Und es ist wahrhaftig wahr! Auf einem kleinen Teiche im Naturschutzreiche, zwischen Schilf und Binsen und den Wasserlinsen, Teichfroschquaken, wilden Schnaken, gelben Mummeln, Hummelsummeln – schwimmt ein Schwan, schwarz angetan. Und dahinter, ganz in Weiß, eine Schwänin, … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 9 | 23. April 2018

Frühlingsgespräche

von Renate Hoffmann Es lenzt! Über Nacht kam der Südwind. Tags darauf die erste Schwalbe. Und danach der Drang ins Grüne. Erstaunen über das Frühlingserwachen in den Vorgärten und im Stadtpark. Dass Busch und Baum grüne Blätter treiben, war in … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 8 | 9. April 2018

Nach Valldemossa

von Renate Hoffmann George Sand (Aurore Lucile Dupin) erklärte: „Was mich betrifft, so unternahm ich diese Reise, weil ich […] ein besonderes Bedürfnis nach Ruhe und Erholung verspürte. Da es in dieser Welt, welche wir uns erschaffen haben, für alles … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 7 | 26. März 2018

Über die Fische

von Renate Hoffmann Den pisces begegnet man allenthalben. In Bach, Teich und Flüssen, im Meer, dem Aquarium und an der Angel. Auf dem Fischmarkt und dem Teller. In Tönen, Wort und Bild. Auch als miraculum. Der Wal, obzwar ein Wasserwesen … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 6 | 12. März 2018

Fragen an Herrn G.

von Renate Hoffmann Ich ging im Walde So für mich hin, Und nichts zu suchen, Das war mein Sinn … So dichtete Herr J.W.G. und hatte dabei nichts im Sinn, als sinnlos durch den Wald zu geh’n. Und warum ging … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 5 | 26. Februar 2018

Tulipa, die Edle

von Renate Hoffmann An einem Sonntag im Februar, nach einer Frostnacht, entdeckte ich im Garten an geschützter Stelle drei vorwitzige Tulpen. Sie verrieten noch nichts von ihrem künftigen Blütenflor, schoben nur die grünen Blattspitzen aus der Erde, warteten auf steigende … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 4 | 12. Febuar 2018

Meyenburg und seine Schätze

von Renate Hoffmann Im Landkreis Prignitz, dem nordwestlichsten Winkel von Brandenburg, an der Autobahn A 24, zwischen Berlin und Hamburg, nördlich von Pritzwalk – dort findet man die Stadt. Und das Schloss. Im Glanz der Neorenaissance nach jahrelanger, umfänglicher Restaurierung … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 3 | 29. Januar 2018

Charlotte

von Renate Hoffmann Albertine Ernestine Charlotte von Schardt (1742–1827) heiratet im Jahr 1764 den herzoglichen Stallmeister am Hofe Sachsen-Weimar-Eisenach Gottlob Ernst Josias Friedrich von Stein. In den ersten zehn Ehejahren werden sieben Kinder geboren. Bis zu ihrer Verbindung mit Josias … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2018

Rilke im Regen

von Renate Hoffmann Es war die Sprache, die schwebende, schwingende, feingestimmte Sprache, die mich anzog. Und es waren die zehn „Duineser Elegien“ des Rainer Maria Rilke (1875–1926). Sie bewogen mich, nach Duino zu reisen. – Man sagte ihm nach, dem … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 1 | 1. Januar 2018

Neujahrsgruß

von Renate Hoffmann Im großen Park von Sanssouci stand heute Morgen in der Früh ein kleines Paar – aus Schnee gemacht. Man sah es deutlich: Er und Sie. Mit einem Herbstlaubblätterkranz und vielen Blätterkringellocken kann’s nur Roswitha sein, die Schöne. … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 26 | 18. Dezember 2017

Im Dezember

von Renate Hoffmann Der vorweihnachtlichen Stimmung sollte man sich nicht entziehen, den stimmungsbestimmenden Ort jedoch sorgfältig wählen. Prag. Früh am Morgen hinauf zur Burg. Noch liegt die Stadt im feinen Dunst der vergangenen Frostnacht. Die Türme der Teynkirche schieben sich … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 25 | 4. Dezember 2017

Wehklage um einen Baum

von Renate Hoffmann Die prächtige Krone die stolze Höhe das grazile Gezweig die flüsternden Blätter, wenn der Wind sie bewegt. Das zärtliche Grün das schimmernde Gold der Schnee auf den Ästen. Treuer Gefährte vor meinem Fenster. Nun rücken sie an … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 24 | 20. November 2017

Zu Fuß unterwegs

von Renate Hoffmann „Wer geht, sieht im Durchschnitt mehr, als wer fährt“ – Maxime des Oberwanderers Johann Gottfried Seume (1763–1810), der von Grimma-Hohnstädt aus bis nach Syrakus lief und wieder zurück. Wer geht, erlebt im Durchschnitt mehr, als wer fährt … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2017

Mörike mit Katze

von Renate Hoffmann Weil ich den Blick nach oben hielt, um in Lorch an der Rems Straßennamen und Gedenktafeln zu entziffern, hätte ich ihn beinahe vor seiner ehemaligen Wohnung Hauptstraße Nr. 24 hinterrücks umgestoßen. Den Erzähler, Lyriker, Übersetzer und evangelischen … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2017

Gefährdung

von Renate Hoffmann Die Stare treibt die Unruhzeit, sie kreisen und sie kreisen. Sie suchen, denn es ist so weit, die Route zum Verreisen. Die Alten kennen sie genau, die Jungen woll’n nach Norden. Sie sind, wie häufig, überschlau: Dort … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 21 | 9. Oktober 2017

Es lebe der Kürbis!

von Renate Hoffmann Ludwigsburg im Herbst. Weder Friedrich Schiller, der mit den Eltern in den Jahren von 1767 bis 1773 in der Stadt lebte und selbstverständlich sein Denkmal auf dem Schillerplatz als poeta laureatus besitzt, noch Carl Eugen Herzog von … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 20 | 25. September 2017

Am Neckar

von Renate Hoffmann Im lieblichen Neckartal zwischen Heilbronn und Heidelberg ist gut wandern. Wer nicht über die bewaldeten Höhen möchte, wählt die Uferwege, wen Burgen, Schlösser und Ruinen, links- und rechtsufrig, locken, den treibt es hinauf. Beides ausgewogen zu verbinden, … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 19 | 11. September 2017

Spätsommer

von Renate Hoffmann Es glüh’n die schönen Dahlien, die Sonnenblumen strahlien. Welch seltener Genuss. Die Äpfel an den Bäumen beginnen schon zu träumen, vom leck’ren Apfelmus. In den milden Lüften mühen Rosen sich um’s düften, doch bald ist’s aus. Von … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2017

Von Musen und Künsten

von Renate Hoffmann Ein Gemälde in der Münchner Neuen Pinakothek machte mich aufmerksam und ein Postulat von Christoph Martin Wieland. Das große Bild versammelt die neun Musen in einer felsigen Ideallandschaft mit Wald und Busch und Fernblick um Apollon, ihren … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2017

Bemerkungen

Kurze Notiz zu Gräfenhainichen Wenn die Protestanten, Lutheraner und Evangelikalen im Herbst nach Wittenberg pilgern, um die Reformation und ihren Glauben zu feiern, werden viele von ihnen zwangsläufig an Gräfenhainichen vorbeikommen. Die Stadt liegt direkt zwischen Wittenberg und Dessau und … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 17 | 14. August 2017

Ein Fetzchen Luther

von Renate Hoffmann Wer hätte dieses nun gedacht, dass Martins pastorale Tracht noch mal so groß Furore macht? Ein Stück von jenem Kasel-Kleide, (winzig klein in Längs und Breite) in dem er einen Bischof weihte, ward später sträflich abgetrennt und … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 16 | 31. Juli 2017

Gulbransson und der Simpl

von Renate Hoffmann Eine Zeichnung, die Spitz- und Scherznamen des Norwegers und ein Buch machten mich aufmerksam. – Da liegt ein Wesen in praller Sonne im Gras, unbekleidet, die Knie angezogen, die kräftigen Arme ausgebreitet, vom Gesicht sind nur zwei … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2017

Fundstücke

von Renate Hoffmann Es wird das zweitwichtigste Museum Griechenlands und das bedeutendste der minoischen Kultur genannt. Deshalb sollte man als Kretareisender nach der Ankunft in Iraklio (Heraklion) auf direktem Wege zum Archäologischen Museum eilen (Xanthoudidou 1). Prunkt doch die Insel … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 14 | 3. Juli 2017

Die Vogelscheuche

von Renate Hoffmann Eine schöne Scheuche wehte vergnügt in einem Erdbeerbeete, sie trug das Kleid von Tante Grete. Die war zwar kürzlich erst verblichen, doch ehe noch ihr Geist entwichen, hat sie für alle ihre Lieben in Eile einen Brief … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 13 | 19. Juni 2017

Von Rechts wegen

von Renate Hoffmann Nach Kreta. Insel der Götter, Halbgötter, Heroen und legendären Könige. Von Iraklion nach dem Süden. Über das gebirgige Land und auf kurvenreicher Strecke hinunter in die weite fruchtbare Messara-Ebene. Ein großer Garten, in dem Wein, Oliven, Gemüse … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2017

Hommage an Sigrid Damm

von Renate Hoffmann Ulrich Kaufmann, promovierter Germanist, Verfasser zahlreicher Arbeiten zur deutschen Literatur, begleitete Sigrid Damm, die Schriftstellerin, Herausgeberin, Rezensentin, Erzählerin, Essayistin – an die dreißig Jahre. Aus der Nähe, aus der Ferne. In Zwiegesprächen, als Kenner und aufmerksamer Betrachter … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 11 | 22. Mai 2017

Bemerkungen

Affaire Amri – Parlamentarische Ablenkungsfeuer Das Geschrei ist groß. Im Bundestag wird ein Untersuchungsausschuss gefordert. Das ist eine billige Übung: In vier Monaten sind Wahlen, der Ausschuss würde nichts, aber auch gar nichts mehr zu Wege bringen. Doch: Die jeweiligen … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 10 | 8. Mai 2017

Martinus zu Ehren

von Renate Hoffmann In die Stadt an der Elbe, zur „Wittenbergischen Nachtigall“, und mitten hinein in das Jahr der Reformation, dem historischen Wendepunkt. Er gleicht einem ins Wasser geworfenen Stein, der kreisförmige Wellen treibt. Sie dehnen sich aus. Weiter, immer … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 9 | 24. April 2017

Auf dem Wasser

von Renate Hoffmann Die Fahrt beginnt im Polnischen, in Kostrzyn (Küstrin), an einem ungewöhnlich schönen Frühlingstag. Das Wetter schwankt zwischen zwei Monaten. Vom April holt es sich den kalten, grauverhangenen Morgen und tagsüber vom Mai milde Luft und einen wolkenlosen … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 7 | 27. März 2017

Bemerkungen

Treff mit Marx Ein Film über den jungen Karl Marx macht derzeit die Runde und von sich reden. Informativ, Einblicke gewährend und nachdenklich stimmend. Meine Begegnung mit Karl lag auf einer anderen Ebene. In Berlin gab es vormals einen bekannten, … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

Frühlings- und andere Düfte

von Renate Hoffmann Es lenzt. Zwar sind erst wenige Anzeichen wahrzunehmen, doch wer morgens aus der Haustür tritt und tief durchatmet, der spürt den Frühling. Am Geruch! Mag sein, dass es sich um Einbildung handelt, weil man wünscht, er möge … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 5 | 27. Februar 2017

Im Kloster

von Renate Hoffmann Sie pflegten von Anbeginn die Gastfreundschaft, die Augustiner-Chorherren, und hielten die Tore offen für Reisende, Pilger, Kranke und Arme. Kunst und Wissenschaft galten ihnen viel, sie waren Programm. Beizeiten achtete man auf die Ausbildung junger Leute, einerseits … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017

Der die das Elekuhpferd

von Renate Hoffmann Christian Morgensterns „Nasobēm“ erhält ein Geschwister. Friedfertig, exotisch, vom Wesen her ein wenig phlegmatisch. Alttestamentarisch verbürgt (1. Buch Makkabäer 6,42 bis 6,46). Ansässig seit dem 15. Jahrhundert in Brixen (Bressanone), Südtirol, Domplatz, gotischer Kreuzgang, Arkade 3. Folgendes … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2017

Zum Jahresbeginn

von Renate Hoffmann Das neue Jahr wie’s immer war, beginnt am ersten Januar. Dann folgt der zweite und der dritte – und schon ist es Jahresmitte. Rasch schreiten die Geschicke fort. Dann ist man wieder eben dort, wo der kühne … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017

Von der Farbe Blau

von Renate Hoffmann Sie bezauberte von jeher Dichter, Maler, Musiker; und Vertreter der Geistes- und Naturwissenschaften registrierten sie mit Staunen. Der Blick von außen auf unseren blauen Planeten wird die Astronauten, auch der unerwarteten Bläue wegen, so tief beeindruckt haben. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2016

Zwischen Weihnachten und Silvester

von Renate Hoffmann Gans hinter mir Karpfen vor mir Punsch in mir Sternhimmel über mir Glatteis unter mir und neben mir … mutter- und vaterseelenallein ein Fetzchen Weihnachtspapier.


19. Jahrgang | Nummer 25 | 5. Dezember 2016

Villa am Bodensee 

von Renate Hoffmann Der Weg dorthin beginnt im Kunstmuseum Stuttgart. Es besitzt mit etwa 250 Werken von Otto Dix (1891–1969) die wohl bedeutendste Sammlung des Malers. Im Raum Nr. 7 stehe ich vor dem großen rotflammenden „Bildnis der Tänzerin Anita … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 24 | 21. November 2016

An den Mond am 14. November 2016

von Renate Hoffmann Lieber Mond, du gehst so stille durch die Abendwolken hin. Kannst du mich sehen ohne Brille, die ich hier ganz unten bin? Ich hätte nämlich eine Bitte, die dich sicher nicht verletzt, auch wenn du im Reich … Weiterlesen