Schlagwort-Archiv: Renate Hoffmann (in 213 Beiträgen)

Auf dem Leuchtturm

von Renate Hoffmann „Ein an gefährlichen Küstenpunkten für die Schiffahrt errichtetes Gebäude als Träger eines Feuers (Lichtes), welches nachts und an trüben Tagen dem Schiffer als Wegweiser dient“, so beschreibt der Konversations-Meyer im Jahr 1897 den Leuchtturm. Meyer verlautbart allerdings … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 18 | 27. August 2018

Bemerkungen

„Aufstehen“ – Beobachtungen Der Kolumnist Jacob Augstein machte zur neuen linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“, die, noch bevor sie überhaupt an den Start gegangen ist, bereits mehr Unterstützer zählt, als DIE LINKE Mitglieder hat, unter anderem folgende Beobachtungen: a) „Wie getroffene Hunde … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 17 | 13. August 2018

Bilbao, die verwandelte Stadt

von Renate Hoffmann Ins Baskenland. Nach Bilbao, eine Stadt, die einstens in der üblen Nachrede stand, Grau-in-Grau zu sein. Schwerindustrie und Werften am Flussufer des Nervión brachten zwar Reichtum, doch auch in Verruf. Der Sturz aus den Wolken geschah in … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 15 | 16. Juli 2018

Vom Mistral

von Renate Hoffmann Er schmeichelt sich ein und kommt nicht allein, bringt Duft von den Hängen mit Vogelgesängen. Noch weht er gelinde. Doch dann ganz geschwinde vergisst er die Sitten, da hilft auch kein Bitten. Er peitscht unverhohlen die Moll-Tririolen … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 14 | 2. Juli 2018

Die Brücke

von Renate Hoffmann In Avignon an der Rhone steht sie, verfügt über zwei amtlich beglaubigte Namen, besitzt ihr eigenes Lied, das in der Wortwahl falsch gesungen wird, galt nach der Erbauung als die längste Brücke Europas und trägt nun das … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 13 | 18. Juni 2018

Bemerkungen

Der Ausweg Eine Ameise lief rechts herum im Kreise. Auf ihre Weise wollte sie wo hin. Dann ging’s ihr durch den Sinn, dass sie nicht mehr recht wusste, wohin sie denn nun musste. Sie dachte sachte nach. Und dann, mit … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 11 | 21. Mai 2018

Arles, Vincent und der Mistral

von Renate Hoffmann Die Stadt in der südfranzösischen Region Provence mit all ihren historischen und kulturellen Hinterlassenschaften und der Nachahmung dieser Hinterlassenschaften in den Souvenirläden erweckt Neugier. Man nannte sie vor Zeiten das Gallische Rom. Allein in Ansicht der großmächtigen, … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 10 | 7. Mai 2018

Das ungleiche Paar

von Renate Hoffmann Und es ist wahrhaftig wahr! Auf einem kleinen Teiche im Naturschutzreiche, zwischen Schilf und Binsen und den Wasserlinsen, Teichfroschquaken, wilden Schnaken, gelben Mummeln, Hummelsummeln – schwimmt ein Schwan, schwarz angetan. Und dahinter, ganz in Weiß, eine Schwänin, … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 9 | 23. April 2018

Frühlingsgespräche

von Renate Hoffmann Es lenzt! Über Nacht kam der Südwind. Tags darauf die erste Schwalbe. Und danach der Drang ins Grüne. Erstaunen über das Frühlingserwachen in den Vorgärten und im Stadtpark. Dass Busch und Baum grüne Blätter treiben, war in … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 8 | 9. April 2018

Nach Valldemossa

von Renate Hoffmann George Sand (Aurore Lucile Dupin) erklärte: „Was mich betrifft, so unternahm ich diese Reise, weil ich […] ein besonderes Bedürfnis nach Ruhe und Erholung verspürte. Da es in dieser Welt, welche wir uns erschaffen haben, für alles … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 7 | 26. März 2018

Über die Fische

von Renate Hoffmann Den pisces begegnet man allenthalben. In Bach, Teich und Flüssen, im Meer, dem Aquarium und an der Angel. Auf dem Fischmarkt und dem Teller. In Tönen, Wort und Bild. Auch als miraculum. Der Wal, obzwar ein Wasserwesen … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 6 | 12. März 2018

Fragen an Herrn G.

von Renate Hoffmann Ich ging im Walde So für mich hin, Und nichts zu suchen, Das war mein Sinn … So dichtete Herr J.W.G. und hatte dabei nichts im Sinn, als sinnlos durch den Wald zu geh’n. Und warum ging … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 5 | 26. Februar 2018

Tulipa, die Edle

von Renate Hoffmann An einem Sonntag im Februar, nach einer Frostnacht, entdeckte ich im Garten an geschützter Stelle drei vorwitzige Tulpen. Sie verrieten noch nichts von ihrem künftigen Blütenflor, schoben nur die grünen Blattspitzen aus der Erde, warteten auf steigende … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 4 | 12. Febuar 2018

Meyenburg und seine Schätze

von Renate Hoffmann Im Landkreis Prignitz, dem nordwestlichsten Winkel von Brandenburg, an der Autobahn A 24, zwischen Berlin und Hamburg, nördlich von Pritzwalk – dort findet man die Stadt. Und das Schloss. Im Glanz der Neorenaissance nach jahrelanger, umfänglicher Restaurierung … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 3 | 29. Januar 2018

Charlotte

von Renate Hoffmann Albertine Ernestine Charlotte von Schardt (1742–1827) heiratet im Jahr 1764 den herzoglichen Stallmeister am Hofe Sachsen-Weimar-Eisenach Gottlob Ernst Josias Friedrich von Stein. In den ersten zehn Ehejahren werden sieben Kinder geboren. Bis zu ihrer Verbindung mit Josias … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2018

Rilke im Regen

von Renate Hoffmann Es war die Sprache, die schwebende, schwingende, feingestimmte Sprache, die mich anzog. Und es waren die zehn „Duineser Elegien“ des Rainer Maria Rilke (1875–1926). Sie bewogen mich, nach Duino zu reisen. – Man sagte ihm nach, dem … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 1 | 1. Januar 2018

Neujahrsgruß

von Renate Hoffmann Im großen Park von Sanssouci stand heute Morgen in der Früh ein kleines Paar – aus Schnee gemacht. Man sah es deutlich: Er und Sie. Mit einem Herbstlaubblätterkranz und vielen Blätterkringellocken kann’s nur Roswitha sein, die Schöne. … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 26 | 18. Dezember 2017

Im Dezember

von Renate Hoffmann Der vorweihnachtlichen Stimmung sollte man sich nicht entziehen, den stimmungsbestimmenden Ort jedoch sorgfältig wählen. Prag. Früh am Morgen hinauf zur Burg. Noch liegt die Stadt im feinen Dunst der vergangenen Frostnacht. Die Türme der Teynkirche schieben sich … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 25 | 4. Dezember 2017

Wehklage um einen Baum

von Renate Hoffmann Die prächtige Krone die stolze Höhe das grazile Gezweig die flüsternden Blätter, wenn der Wind sie bewegt. Das zärtliche Grün das schimmernde Gold der Schnee auf den Ästen. Treuer Gefährte vor meinem Fenster. Nun rücken sie an … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 24 | 20. November 2017

Zu Fuß unterwegs

von Renate Hoffmann „Wer geht, sieht im Durchschnitt mehr, als wer fährt“ – Maxime des Oberwanderers Johann Gottfried Seume (1763–1810), der von Grimma-Hohnstädt aus bis nach Syrakus lief und wieder zurück. Wer geht, erlebt im Durchschnitt mehr, als wer fährt … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2017

Mörike mit Katze

von Renate Hoffmann Weil ich den Blick nach oben hielt, um in Lorch an der Rems Straßennamen und Gedenktafeln zu entziffern, hätte ich ihn beinahe vor seiner ehemaligen Wohnung Hauptstraße Nr. 24 hinterrücks umgestoßen. Den Erzähler, Lyriker, Übersetzer und evangelischen … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2017

Gefährdung

von Renate Hoffmann Die Stare treibt die Unruhzeit, sie kreisen und sie kreisen. Sie suchen, denn es ist so weit, die Route zum Verreisen. Die Alten kennen sie genau, die Jungen woll’n nach Norden. Sie sind, wie häufig, überschlau: Dort … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 21 | 9. Oktober 2017

Es lebe der Kürbis!

von Renate Hoffmann Ludwigsburg im Herbst. Weder Friedrich Schiller, der mit den Eltern in den Jahren von 1767 bis 1773 in der Stadt lebte und selbstverständlich sein Denkmal auf dem Schillerplatz als poeta laureatus besitzt, noch Carl Eugen Herzog von … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 20 | 25. September 2017

Am Neckar

von Renate Hoffmann Im lieblichen Neckartal zwischen Heilbronn und Heidelberg ist gut wandern. Wer nicht über die bewaldeten Höhen möchte, wählt die Uferwege, wen Burgen, Schlösser und Ruinen, links- und rechtsufrig, locken, den treibt es hinauf. Beides ausgewogen zu verbinden, … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 19 | 11. September 2017

Spätsommer

von Renate Hoffmann Es glüh’n die schönen Dahlien, die Sonnenblumen strahlien. Welch seltener Genuss. Die Äpfel an den Bäumen beginnen schon zu träumen, vom leck’ren Apfelmus. In den milden Lüften mühen Rosen sich um’s düften, doch bald ist’s aus. Von … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2017

Von Musen und Künsten

von Renate Hoffmann Ein Gemälde in der Münchner Neuen Pinakothek machte mich aufmerksam und ein Postulat von Christoph Martin Wieland. Das große Bild versammelt die neun Musen in einer felsigen Ideallandschaft mit Wald und Busch und Fernblick um Apollon, ihren … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2017

Bemerkungen

Kurze Notiz zu Gräfenhainichen Wenn die Protestanten, Lutheraner und Evangelikalen im Herbst nach Wittenberg pilgern, um die Reformation und ihren Glauben zu feiern, werden viele von ihnen zwangsläufig an Gräfenhainichen vorbeikommen. Die Stadt liegt direkt zwischen Wittenberg und Dessau und … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 17 | 14. August 2017

Ein Fetzchen Luther

von Renate Hoffmann Wer hätte dieses nun gedacht, dass Martins pastorale Tracht noch mal so groß Furore macht? Ein Stück von jenem Kasel-Kleide, (winzig klein in Längs und Breite) in dem er einen Bischof weihte, ward später sträflich abgetrennt und … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 16 | 31. Juli 2017

Gulbransson und der Simpl

von Renate Hoffmann Eine Zeichnung, die Spitz- und Scherznamen des Norwegers und ein Buch machten mich aufmerksam. – Da liegt ein Wesen in praller Sonne im Gras, unbekleidet, die Knie angezogen, die kräftigen Arme ausgebreitet, vom Gesicht sind nur zwei … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2017

Fundstücke

von Renate Hoffmann Es wird das zweitwichtigste Museum Griechenlands und das bedeutendste der minoischen Kultur genannt. Deshalb sollte man als Kretareisender nach der Ankunft in Iraklio (Heraklion) auf direktem Wege zum Archäologischen Museum eilen (Xanthoudidou 1). Prunkt doch die Insel … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 14 | 3. Juli 2017

Die Vogelscheuche

von Renate Hoffmann Eine schöne Scheuche wehte vergnügt in einem Erdbeerbeete, sie trug das Kleid von Tante Grete. Die war zwar kürzlich erst verblichen, doch ehe noch ihr Geist entwichen, hat sie für alle ihre Lieben in Eile einen Brief … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 13 | 19. Juni 2017

Von Rechts wegen

von Renate Hoffmann Nach Kreta. Insel der Götter, Halbgötter, Heroen und legendären Könige. Von Iraklion nach dem Süden. Über das gebirgige Land und auf kurvenreicher Strecke hinunter in die weite fruchtbare Messara-Ebene. Ein großer Garten, in dem Wein, Oliven, Gemüse … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2017

Hommage an Sigrid Damm

von Renate Hoffmann Ulrich Kaufmann, promovierter Germanist, Verfasser zahlreicher Arbeiten zur deutschen Literatur, begleitete Sigrid Damm, die Schriftstellerin, Herausgeberin, Rezensentin, Erzählerin, Essayistin – an die dreißig Jahre. Aus der Nähe, aus der Ferne. In Zwiegesprächen, als Kenner und aufmerksamer Betrachter … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 11 | 22. Mai 2017

Bemerkungen

Affaire Amri – Parlamentarische Ablenkungsfeuer Das Geschrei ist groß. Im Bundestag wird ein Untersuchungsausschuss gefordert. Das ist eine billige Übung: In vier Monaten sind Wahlen, der Ausschuss würde nichts, aber auch gar nichts mehr zu Wege bringen. Doch: Die jeweiligen … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 10 | 8. Mai 2017

Martinus zu Ehren

von Renate Hoffmann In die Stadt an der Elbe, zur „Wittenbergischen Nachtigall“, und mitten hinein in das Jahr der Reformation, dem historischen Wendepunkt. Er gleicht einem ins Wasser geworfenen Stein, der kreisförmige Wellen treibt. Sie dehnen sich aus. Weiter, immer … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 9 | 24. April 2017

Auf dem Wasser

von Renate Hoffmann Die Fahrt beginnt im Polnischen, in Kostrzyn (Küstrin), an einem ungewöhnlich schönen Frühlingstag. Das Wetter schwankt zwischen zwei Monaten. Vom April holt es sich den kalten, grauverhangenen Morgen und tagsüber vom Mai milde Luft und einen wolkenlosen … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 7 | 27. März 2017

Bemerkungen

Treff mit Marx Ein Film über den jungen Karl Marx macht derzeit die Runde und von sich reden. Informativ, Einblicke gewährend und nachdenklich stimmend. Meine Begegnung mit Karl lag auf einer anderen Ebene. In Berlin gab es vormals einen bekannten, … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

Frühlings- und andere Düfte

von Renate Hoffmann Es lenzt. Zwar sind erst wenige Anzeichen wahrzunehmen, doch wer morgens aus der Haustür tritt und tief durchatmet, der spürt den Frühling. Am Geruch! Mag sein, dass es sich um Einbildung handelt, weil man wünscht, er möge … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 5 | 27. Februar 2017

Im Kloster

von Renate Hoffmann Sie pflegten von Anbeginn die Gastfreundschaft, die Augustiner-Chorherren, und hielten die Tore offen für Reisende, Pilger, Kranke und Arme. Kunst und Wissenschaft galten ihnen viel, sie waren Programm. Beizeiten achtete man auf die Ausbildung junger Leute, einerseits … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017

Der die das Elekuhpferd

von Renate Hoffmann Christian Morgensterns „Nasobēm“ erhält ein Geschwister. Friedfertig, exotisch, vom Wesen her ein wenig phlegmatisch. Alttestamentarisch verbürgt (1. Buch Makkabäer 6,42 bis 6,46). Ansässig seit dem 15. Jahrhundert in Brixen (Bressanone), Südtirol, Domplatz, gotischer Kreuzgang, Arkade 3. Folgendes … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2017

Zum Jahresbeginn

von Renate Hoffmann Das neue Jahr wie’s immer war, beginnt am ersten Januar. Dann folgt der zweite und der dritte – und schon ist es Jahresmitte. Rasch schreiten die Geschicke fort. Dann ist man wieder eben dort, wo der kühne … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017

Von der Farbe Blau

von Renate Hoffmann Sie bezauberte von jeher Dichter, Maler, Musiker; und Vertreter der Geistes- und Naturwissenschaften registrierten sie mit Staunen. Der Blick von außen auf unseren blauen Planeten wird die Astronauten, auch der unerwarteten Bläue wegen, so tief beeindruckt haben. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2016

Zwischen Weihnachten und Silvester

von Renate Hoffmann Gans hinter mir Karpfen vor mir Punsch in mir Sternhimmel über mir Glatteis unter mir und neben mir … mutter- und vaterseelenallein ein Fetzchen Weihnachtspapier.


19. Jahrgang | Nummer 25 | 5. Dezember 2016

Villa am Bodensee 

von Renate Hoffmann Der Weg dorthin beginnt im Kunstmuseum Stuttgart. Es besitzt mit etwa 250 Werken von Otto Dix (1891–1969) die wohl bedeutendste Sammlung des Malers. Im Raum Nr. 7 stehe ich vor dem großen rotflammenden „Bildnis der Tänzerin Anita … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 24 | 21. November 2016

An den Mond am 14. November 2016

von Renate Hoffmann Lieber Mond, du gehst so stille durch die Abendwolken hin. Kannst du mich sehen ohne Brille, die ich hier ganz unten bin? Ich hätte nämlich eine Bitte, die dich sicher nicht verletzt, auch wenn du im Reich … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2016

Willi auf dem Sockel

von Renate Hoffman Koblenz ist in vielerlei Hinsicht eine interessante Stadt. Sehr alt, uralt, mehr als 2000 Jahre alt, eine der ältesten deutschen Ansiedlungen. Heutzutage Großstadt mit internationalem Gewimmel. Zwei Flüsse, von denen die weibliche, romantische Mosel im männlich-machtvollen Rhein … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2016

Das Butterbrot

von Renate Hoffmann O, Großer Mozart! Als er noch der kleine Mozart war, gelang ihm ein kindlicher Geniestreich. Fünfjährig soll er gewesen sein, als er aus den Sinneswahrnehmungen Sehen, Schmecken, Hören eine „Kleine Tonpartie für Klavier“ zauberte. Manche Musikwissenschaftler bezweifeln … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 21 | 10. Oktober 2016

Staunen

von Renate Hoffmann Wenn der volle Sommermond unerwartet, ungewohnt in den Straßenbäumen schaukelt. Hat er das nur vorgegaukelt? Und es schaukeln nur die Zweige Und er selbst geht still zur Neige? Wenn die alte Zitterpappel mit dem zitternden Gezappel goldgelb … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2016

Bemerkungen

Matrosen und Könige Es war schon eine Sternstunde, als Hilmar Thate 2008 beim Frühlingsfest des Friedrich-Wolf-Hauses in Lehnitz aus dem Text des Dichters „Kunst ist Waffe“ rezitierte. Er war links geblieben, auch wenn er 1980 in den Westen gegangen war. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 18 | 29. August 2016

Überlingen

von Renate Hoffmann Freundliche, sympathische Stadt. Am Meer gelegen. Am großen Binnenmeer – dem Bodensee. An einem seiner westlichen Zipfel mit eigenem Namen: Überlinger See. – Sie atmet Historie und die lässt sich weit zurückverfolgen. Urkundlich bis ins Jahr 770. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2016

Hinaus aufs Land

von Renate Hoffmann  Auf dem Lande leben – Traum durch die Zeiten. Ob in einer Villa rustica inmitten eines ausgedehnten Parkes oder in einem Sommerhaus mit nichts als Natur drum herum oder in einer Laube, unweit vom Stadtrand mit Hühnern, … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2016

Sommerstrauß

von Renate Hoffmann Er hat sich wieder eingestellt und steht in meinem Zimmer. Verschwender, der sich selbst gefällt und übertreibt – wie immer. Mit Phlox In Weiß und leuchtend Rosarot und Fliederlilatönen. Er nimmt das Hellblau mit ins Boot, die … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 15 | 18. Juli 2016

Bemerkungen

Wunschzettel Eine Schule hatte den lobenswerten Einfall, zum Jubelfest die Jüngsten unter den Schülern zu bitten, ihre Wünsche aufzuschreiben. Für die fernere Zukunft. Und für die Erwachsenen, um ihnen zur Kenntnis zu geben, was die Kleinen bewegt. Die Wunschzettel wurden … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 14 | 4. Juli 2016

Gedenktafeln für J.W.G.

von Renate Hoffmann Erinnern an Personen, bedeutende und weniger bedeutende, kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Zum Beispiel auf den Seiten von Geschichtsbüchern und Literatur-Lexika, in Form von Denkmälern, als Benennung von Straßen und Plätzen. Und auf Gedenktafeln. Man findet sie … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 12 | 6. Juni 2016

Bildersprache

von Renate Hoffmann Reise nach Köln, zum Wallraf-Richartz-Museum. Dort geradenwegs ins Mittelalter. Erstes Obergeschoss, Raum 11 und zu den beiden Bildnissen des Ehepaares Schellenberger; Hans (1480 bis vor 1518) und Barbara (1488 bis 1546). Zwei junge Leute aus begüterten Häusern … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2016

Sonntagnachmittagsausflug zweier Luftballons

von Renate Hoffmann Auf der Weidendammer Brücke sieht man durch die Brückenlücke unten auf dem Spreegewässer weiße Ausflugsschiffe zieh’n. Lachend, winkend, Tücher schwenkend und die Blicke auf sich lenkend, sitzt die Menschheit, gut gelaunt, gondelt durch die Stadt Berlin. Alsdann … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 10 | 9. Mai 2016

Des Frühlings blaues Band

von Renate Hoffmann Eduard Mörike lässt es flattern und versetzt damit alle Welt in seltsame Stimmungen, die, aus dem vergangenen Jahr wohlbekannt und gewiss im nächsten Jahr wiederkehrend, gegenwärtig als neuartig empfunden werden. Die Sonne steigt und die Gefühle steigen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Landpartie

von Renate Hoffmann Er ist’s. Der Frühling. Gute Zeit, um aufs Land zu reisen. – Da lebte in einem Ort, etwa zehn Kilometer südlich von der Stadt Brandenburg entfernt, Herr Friedrich Eberhard von Rochow (1734 – 1805). Er postulierte: „Studiert … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Das Tor

von Renate Hoffmann In der Landschaft steht ein Tor, nichts dahinter, nichts davor. Einsam steht es so herum. Ganz stumm. Es denkt: Hier müsste eine Tafel steh’n: „Sie können hier ein Tor beseh’n, welches seinesgleichen sucht. Und jedermann ist auch … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2016

Frau Walch, geborene Herzlieb 

von Renate Hoffmann Görlitz in feinem Regen. So recht der Tag, um auf dem Städtischen Friedhof nach einem besonderen Grab zu suchen. Die Begräbnisstätte ist groß, die Suche mühsam. Auf dem erweiterten Neuen Teil, und nach Befragen eines älteren Herrn: … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 6 | 14. März 2016

Was Einstein meint

von Renate Hoffmann „Liebe Nachwelt! Wenn Ihr nicht gerechter, friedlicher und überhaupt vernünftiger sein werdet, als wir sind bezw. gewesen sind, so soll Euch der Teufel holen.“ A.E. – Holt uns nun der Teufel oder gönnt er uns noch eine … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 4 | 15. Februar 2016

Der Außenseiter

von Renate Hoffmann Auf dem großen Bahnhof Leipzig da verreist man – oder bleibtzig. Und vom Kinde bis zum Greise eilt jeder hier von Gleis zu Gleise. Eile her und Eile hin, und ich selber mittendrin. Es ist der fünfte … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2016

Adam, wo bist du?

von Renate Hoffmann Zuerst war das große Nichts. Dann folgten – nach dem Urknall, beziehungsweise nach Mose, Erstes Buch, 1;1-31 (Genesis) – Himmel und Erde, Tag und Nacht, die Gestirne. „Gras und Kraut“; das Getier zu Wasser, zu Land und … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2016

Der Sänger von der Vogelweide

von Renate Hoffmann Wenn das Jahr noch jung ist, herrscht zumeist kalte Witterung. Manches Mal fällt auch Schnee in unserer Gegend. Auf der Suche nach literarischer Ermutigung fand ich sie bei Walther von der Vogelweide (um 1170 bis um 1230): … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2015

Dezemberfahrt

von Renate Hoffmann Durch Täler und durch kleine Dörfer. An den Fenstern bunte Sterne und Tannengrün und Lichterketten. Ich möchte wetten, man bäckt schon Zimtgebäck und brät die Weihnachtsgans. Es duftet sehr danach. Den Hofhund plagt die große Lust nach … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2015

Irrwege

von Renate Hoffmann Wer hat sie nicht schon beschritten, die Wege, die in die Irre führen, denen man sich hoffnungsvoll anvertraute, und die im Nichts endeten? Umkehr und Richtungswechsel und erneuter Anlauf. Vielleicht führt er zum ersehnten Ziel. Vielleicht auch … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 24 | 23. November 2015

Stadtbummel

von Renate Hoffmann Ein Wort zum Ort. Bad Neustadt an der fränkischen Saale. Hochbetagt, charakterstark und mit Besonderheiten bestückt. Carolus Magnus interessierte sich bereits für die Gegend, der günstigen Lage wegen und aus machtpolitischen Erwägungen. Er wandelte den bestehenden fränkischen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2015

Landschaft mit Vögeln

von Renate Hoffmann Ehe sie davonfliegen, die Gastvögel, und unsere Breiten endgültig verlassen, weil es bald ungemütlich werden will (ihr evolutionsbedingter Erhaltungstrieb ahnt die Entwicklung der Großwetterlage frühzeitig). Ehe man sie in geordnetem Flug am Himmel ziehen sieht; oder die … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 22 | 26. Oktober 2015

Hammelburger Geheimnisse

von Renate Hoffmann Es herbstelt. Der Wandertrieb treibt südwärts. Nach Unterfranken, an den Flusslauf der fränkischen Saale, die sich vom Südrand der Rhön bis zum Main durch eine bilderreiche Landschaft schlängelt. Enge mit Wäldern und Burgen, Weite mit Feldern und … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 20 | 28. September 2015

Bemerkungen

Neue US-Kernwaffen nach Büchel Laut US-amerikanischen Haushaltsplanungen, darüber berichtete das ZDF-Magazin „Frontal 21“ am 22. September, beginnen in Kürze die Vorbereitungen zur Stationierung modernisierter US-Kernwaffen auf dem Luftwaffenfliegerhorst Büchel in der Eifel, wo derzeit bis zu 20 bisher als taktisch – … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 19 | 14. September 2015

Spiele

von Renate Hoffmann Zu jeglicher Zeit wurde und wird gespielt. Die Jüngeren dürfen es freiweg, die Älteren, etwas verschämt, suchen nach Bemäntelung, um dem Spiel angemessene Ernsthaftigkeit und Gewichtigkeit zu verleihen. Da nachweislich das Spielen entspannt, erfreut, Körper und Geist … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 17 | 17. August 2015

Wunderkammer „Homunkulus“

von Renate Hoffmann Es sei „eine Insel auf der Insel, ein Raum für Ideen und bessere Gedanken“, so beschreibt Konrad Hirsch (Logbuch Nr. 3 der „Seebühne Hiddensee“) die kleinere Insel „Homunkulus Figurensammlung“ auf der größeren Insel Hiddensee, westlich vor der … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 14 | 6. Juli 2015

Das „westfälische Fräulein“

von Renate Hoffmann „Ich mag und will jetzt nicht berühmt werden, aber nach hundert Jahren möcht ich gelesen werden.“ (Annette von Droste-Hülshoff) Um die Dichterin aufzusuchen, hätte ich den Weg, historisch betrachtet, anders nehmen sollen. So aber wanderte ich von … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 14 | 6. Juli 2015

Bemerkungen

Na endlich!!! Diesmal ist Wien der Pionier, aber Berlins Bezirk Lichtenberg ist ihm dicht auf den Fersen. Zumindest wollen die dortigen Linken und Grünen, dass – analog zur österreichischen Hauptstadt – bald Ampeln installiert werden, die auf ihren Leuchtfeldern auch … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 13 | 22. Juni 2015

Bemerkungen

Sünde und Genuss Da folgen bei Spiegel-online zwei Meldungen gleich hintereinander: In seinem „Ökomanifest“ kritisiert Papst Franziskus Konsumrausch, Umweltzerstörung und die Unterwerfung der Politik unter die Interessen der Wirtschaft als für die Menschheit selbstmörderisch. Und die andere: Im Schnitt werfen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015

Träume

von Renate Hoffmann Ein Pfau sitzt auf der Mau- er der Burg von Lissabon. Ich sitze gleich darunter und fühle mich recht munter und träume schon davon, die Schwerkraft zu besie- gen, um in die Stadt zu flie- gen. Dann … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 11 | 25. Mai 2015

Vom guten Harfenton

von Renate Hoffmann Der Mai sei Musik von Mozart, sagt man, und der Harfenklang wäre die Grundstimmung des Wonnemonats. Gesellt sich die Flöte dazu, so ist des Jubilierens kein Ende. Wolfgang Amadé komponierte ein solches Jubelkonzert (weniger aus frühlingshaftem Überschwang, … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 9 | 27. April 2015

Besuch im „seltsamen Land“

von Renate Hoffmann Wer nach Worpswede reist, trägt Rainer Maria Rilkes Betrachtungen in der Tasche: „Es ist ein seltsames Land. Wenn man auf dem kleinen Sandberg von Worpswede steht, kann man es ringsum ausgebreitet sehen […] und die Wege und … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2015

April

von Renate Hoffmann Die Düfte der Lüfte in Hülle und Fülle. Sie schweifen und streifen ermunternd den Sinn. Vom Veilchen ein Teilchen, Hyazinthe gelinde, gewiss auch Narziss – dem Duft zu Gewinn. Es mischen dazwischen sich Primeln ein Gran, Mahonie … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2015

In der Hofreitschule

von Renate Hoffmann Weder zum Burgtheater noch ins Café Central in der Herrengasse oder zum „Steffl“ mit seinem volltönenden, reichen Geläute. Zur Spanischen Hofreitschule Wien, Michaeler Platz Nr. 1. Im Jahr 2010 erreichte die dort gepflegte klassische Reitkunst und Hohe … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2015

Bemerkungen

Die Guten ins Töpfchen … Die SPD möchte im Bundestag ein Einwanderungsgesetz durchsetzen. Dagegen ist im Prinzip nichts zu sagen, denn gewiss ist Einwanderung etwas, das ebenso Regeln unterworfen werden muss wie diverse andere gesellschaftliche Vorgänge mit Langzeitwirkung. Der SPD … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2015

Enttäuschung

von Renate Hoffmann Beinah wär’ es Frühling gewesen. Kürzlich hatte ich gelesen Zugvögel zögen schon nach Nord, und in einem kleinen Ort – bei Quieselbach – blühten seit einem Weilchen die ersten Veilchen. Es dufte stark danach. Mal abgeseh’n vom … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 4 | 16. Februar 2015

Nach Siena

von Renate Hoffmann Um die Stadt zu erreichen, fahre ich von Florenz südwärts durch das toscanische Hügelland. Weingärten, Gehöfte auf den Höhen; Wald und Buschwerk wetteifern um das schönste Grün, dazu das Rot der Erde. Es sind Farben und Stimmungen, … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 3 | 2. Februar 2015

Bemerkungen

Gespenstersonate Lasst, die ihr eingeht, alle Hoffnung fahren. Dante Alighieri Die Göttliche Komödie, 3. Gesang: Inferno Dantes Sentenz passte als abgründiges Motto auch trefflich zu einer Institution – bürgerliche Familie geheißen –, so sie etwa von einem dermaßen und derart … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 2 | 19. Januar 2015

Märchen

von Renate Hoffmann  „In den alten Zeiten, in welchen das Wünschen noch geholfen hat …“ Mit diesen Worten beginnt das Märchen vom „Froschkönig und dem eisernen Heinrich“, das erste aus der großen Grimmschen Sammlung. Und „Wer’s nicht glaubt, bezahlt einen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 1 | 5. Januar 2015

Der Schminkfisch

von Renate Hoffmann Ein Buntbarsch, klein und zierlich, der fand sich ganz manierlich in seinem Farbenspiel. Gelb und Weiß und Himmelblau träumt er von einer schönen Frau, die lang ihm schon gefiel. Er kam aus fernen Landen, wo Forscher in … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 26 | 22. Dezember 2014

Florentinische Weihnachtslegende

von Renate Hoffmann In den Uffizien der an- und aufregenden Stadt Florenz beginnt die Geschichte, angesiedelt im Doppelsaal 5-6. Hochgestimmt als Besitzerin einer Einlasskarte mit dem Aufdruck „Galleria degli Uffizi“ gehe ich über Treppen, durch lange Korridore, begleitet von Gemälden … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 15. Dezember 2014

Plädoyer für das Gedicht

von Renate Hoffmann Es müssen nicht gleich die vielstrophigen Balladen der Oberklassiker sein, um sich diesen feingesponnenen Gebilden wieder zu nähern, die Musikalität in sich bergen, das Wort erklingen lassen, dem Rhythmus huldigen und die die Gefühle, An- und Einsichten … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 25 | 8. Dezember 2014

Späte Wanderung

von Renate Hoffmann Als Hans Christian Andersen (1805-1875) im Sommer 1831 nach Deutschland reiste – man hatte es ihm anempfohlen, um der trüben Stimmung zu begegnen, die ihn länger schon plagte – unternahm er eine „Grand Tour“, die so nicht … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 24 | 24. November 2014

Bemerkungen

Goldesel & Teufel Kennen Sie das, gelinde gesagt, belämmerte Gefühl, wenn sich eine fundamentale Lebensentscheidung Jahrzehnte später und natürlich ohne jede Chance zur Korrektur als schicksalhafter Fehler erweist? Ich meinerseits habe nämlich nicht 1982 in einem verschnarchten rheinischen Provinzkaff rotweinselig … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 23 | 10. November 2014

Ein Buchjubiläum

von Renate Hoffmann Am 29. September 1774 erschien in der Weygandschen Buchhandlung zu Leipzig ein Briefroman: „Die Leiden des jungen Werthers“. Anonym. Geschrieben mit dem Ungestüm eines jungen Mannes, der Johann Wolfgang Goethe hieß, was beizeiten ans Licht kam. – … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 21 | 13. Oktober 2014

Bemerkungen

Zweifel Frau von der Leyen muss sich derzeit – zu Recht oder zu Unrecht – zahlreicher Beschwerden und Kritiken in Bezug auf die Mängel bei der Ausstattung der Bundeswehr beziehungsweise der Funktionsfähigkeit ihrer Rüstungsgüter erwehren. Ich muss zugeben, dass mir … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 20 | 29. September 2014

Erlebte Poesie

von Renate Hoffmann Nach Erfurt. Verlockt durch drei in Korrespondenz stehende Ausstellungen des Druckkünstlers und Künstlerdruckers Ernst August Zimmermann. Ein Meister seines Faches, dem, neben anderen, Werner Tübke höchste Anerkennung zollte. Nicht nur, weil er die Kunst des Druckens bis … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 19 | 15. September 2014

Auf der „Santa Maria“

von Renate Hoffmann  Es wäre nicht zutreffend zu behaupten, ich sei ausschließlich ihretwegen nach Madeira gereist, aber auch ihretwegen. Christoforo Colombo (um 1451-1506) hatte die dreimastige Karavelle – oder Karacke, man ist sich uneins – zu seinem Flaggschiff erwählt, als … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 18 | 1. September 2014

Fantasie

von Renate Hoffmann Der Herr Debré, ein Malersmann, setzt seine Farben heiter an und malt in Blau und Grün und Ocker und Gelb und Purpurrot ganz locker einen früchtereichen Baum. Dran hängen wie in einem Traum Apfel, Kirsche, Pflaum’ und … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 17 | 18. August 2014

Recipe!

von Renate Hoffmann „Recipe!“ (Nimm!) – Aufforderung des Arztes an den Apotheker. Als Patient versäume man jedoch nicht, beide nach den Risiken und Nebenwirkungen der Verordnung zu fragen. Im Hof des Heidelberger Schlosses brandet der Touristenstrom. Im Deutschen Apotheken-Museum, untergebracht … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. August 2014

Das Grabdenkmal

von Renate Hoffmann Es steht im Garten. Inmitten von Koniferen und alten, weißblühenden Fliederbüschen. Die Frist zu weiterem ehrenden Angedenken am Begräbnisort war endgültig abgelaufen und nach nunmehr bald neunzig Jahren nicht mehr gegeben. Doch die Erinnerung an die Geschehnisse … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 14 | 7. Juli 2014

Weidengeflüster

von Renate Hoffmann Die Weiden, die Weiden, die silbern sich kleiden. Sie wehen im Winde geschwinde, geschwinde, als wollten sie fort. Wohin denn, wohin ihr rastlosen Wesen? Sie flüstern ein Wort: Zum Nirgendwo-Ort.


17. Jahrgang | Nummer 13 | 23. Juni 2014

Sommerzeit

von Renate Hoffmann Nun ist sie da, die „königliche Zeit“, wie Hermann Hesse sie nennt. Der Frühling, ja, der sanfte, mit den lauen Lüften, ersten Düften und Farben – gewiss, er sei ersehnt, doch wäre er wohl eher die Vorfreude … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 12 | 9. Juni 2014

Abend im Göttergarten

von Renate Hoffmann Weil es schon später Tag ist, beschleunige ich den Wanderschritt, um von Heidenau, im lieben Lande Sachsen, auf die Höhe des linksufrigen Elbhanges zu gelangen. Weiter Blick in die Runde. Hinunter ins Flusstal, hinüber zu den Pillnitzer … Weiterlesen