Schlagwort-Archiv: Joachim Lange (in 34 Beiträgen)

Bayreuth diesmal anders 

von Joachim Lange Spätestens als die Bayreuther Festspiele 2020 abgesagt wurden, war klar, dass die Lage ernst ist. Einen Monat lang in einem zwar fabelhaft klingenden, aber altmodischen Festspielhaus ohne Klimaanlage, mit der wohl abstandsärmsten Sitzordnung, mit einem Orchestergraben, der … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 14 | 6. Juli 2020

Auf den zweiten Blick

von Joachim Lange Ausgerechnet sein populärstes Werk fehlt in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel. Die „Nachtschwärmer“ („Nighthawks“) aus dem Jahr 1942 haben es nicht bis in die Schweiz geschafft. Es hieß, man wollte mit der Aufmerksamkeit, die diese … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 13 | 22. Juni 2020

Eine raunende Vorahnung – das Frühwerk von Neo Rauch

von Joachim Lange Der Maler Neo Rauch (geboren 1960) ist nicht nur der Star der sogenannten Neuen Leipziger Schule, sondern auch der figurativen Malerei überhaupt. Nach vielen Auftritten in den großen Museen und Kunstsammlung der Welt,hatte er im Sommer 2018, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2020

Es lebe das Tafelbild!

von Joachim Lange Die Idee hat charmanten Ehrgeiz: aktuelle junge Malerei aus ganz Deutschland. Präsentiert zuerst in drei zeitgleichen Ausstellungen in Chemnitz, Bonn und Wiesbaden. Danach noch einmal eine große, zusammenfassende Ausstellung in den Deichtorhallen in Hamburg. Der die ganze … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 11 | 25. Mai 2020

Allein oder Nicht allein – das ist hier die Frage

von Joachim Lange Die Gretchenfrage, ob es sein oder nicht sein muss, den Hamlet von einer Frau spielen zu lassen, stellt sich im Falle von Sandra Hüller nicht. Die in Suhl geborene, in Bochum und Leipzig lebende und viel gefragte … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2020

Das Leben – ein Kunstwerk

von Joachim Lange Karl Lagerfeld ist eine Marke. Durchgestylt. Vom weißen Haarzopf über Sonnenbrille und Handschuhe bis zum Stehkragen und der schlanken Konfektionsgröße. Dazu ein lockeres Mundwerk mit hohem Unterhaltungswert. Sparsame Auftritte mit Antworten, die wie aus der Pistole geschossen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 6 | 16. März 2020

Der Mond ist wie der Mond, das ist alles

von Joachim Lange Die Sonne bringt es an den Tag, heißt es. In Frankfurt ist es jetzt der Mond. Genauer das Mondlicht. Barrie Kosky hat „Salome“ inszeniert und wieder einmal verblüfft. Auf den ersten Blick wird der Australier gerne mit … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2020

Geschichte ins rechte Licht gerückt …

von Joachim Lange Wir sind das Volk!“ Das hieß 1989 auf den Straßen der DDR: Wir, die das rufen, sind es, und nicht ihr Funktionäre, die ihr behauptet, in unserem Namen zu sprechen. Angst mussten damals die Angesprochenen bekommen. Nicht … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020

Leben am Abgrund …

von Joachim Lange Beide haben sich ihren Ruf als Zucht- und Exerzitienmeister der Bühne redlich erarbeitet: Andrea Breth und Ulrich Rasche. Sie, Jahrgang 1952; mittlerweile die Regiealtmeisterin in über 40 Jahren mit einem Streifzug quer durchs Repertoire. Bochum, Berliner Schaubühne, … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 2 | 20. Januar 2020

Schneegestöber in der Seelenwüste

von Joachim Lange Die letzten Töne der Uraufführung von Olga Neuwirths „Orlando“ in der Wiener Staatsoper im vergangenen Dezember hingen quasi noch in der Luft, da wartete Nikolaus Bachler an der Bayerischen Staatsoper in München immerhin mit einer deutschen Erstaufführung … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 26 | 23. Dezember 2019

Wiener Melange

von Joachim Lange Vorweihnachten in Wien. Mit einer erschwinglichen Wochenkarte ist man mobil – Eintrittskarten sind geordert. Bei manchen Ausstellungen braucht’s neuerdings noch eine separate für einen Timeslot. Oder besser: für ein Zeitfenster. Das Kunsthistorische Museum, links am Weg vom … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019

Der Drache ist tot, es lebe der Drache

von Joachim Lange Es hat Vorteile, dass man beim Neubau der Oper in Erfurt die Bühnenmaße so gewählt hat, dass sie mit denen des Deutschen Nationaltheaters in Weimar kompatibel sind. Gegen die Allergie der Bürgerschaften in beiden Städten, was landespolitische … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 23 | 11. November 2019

Schau ostwärts …

von Joachim Lange Es ist tatsächlich so spektakulär, wie es auf dem Papier klingt: Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera und die Philharmonie Banatul Timișoara (oder Temeswar wie die kleine, aber respektierte deutsche Minderheit dort sagt) legen ihre begrenzten Ressourcen zusammen und … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 21 | 14. Oktober 2019

Alles auf Anfang

von Joachim Lange Diese Ausstellung ist schlichtweg eine Sensation! Es steht zwar „Bauhaus Meister Moderne” und „Das Comeback“ oben drüber, aber es ist keineswegs „nur“ noch eine weitere Ausstellung zum Bauhausjubiläum oder die x-te Expressionistenschau mit den üblichen Ikonen. Da … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 20 | 30. September 2019

Erkundungen auf sicherem Terrain

von Joachim Lange „Deutschland und die DDR“ – solche rückblickenden rhetorischen Patzer passieren immer noch hin und wieder. Vor allem im Westen der Republik. In den neuen Bundesländern reagiert man darauf so empfindlich wie auf diverse bewusste Abwertungen der Malerei, … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Vom Bilderstreit zur Leistungsschau

von Joachim Lange „Point of No Return“ – also der Punkt auf einem Weg, der, sobald er überschritten ist, eine Umkehr nicht mehr möglich macht oder als sinnvolle Handlungsoption ausschließt – als Titel einer Ausstellung in Leipzig? Über die Kunst, … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 18 | 2. September 2019

Was bleibt oder Die magischen Momente

von Joachim Lange Der Festspielsommer ist vorbei. In Bayreuth und in Salzburg. Was dem Besucher bleibt, sind die starken Eindrücke, samt der Aufreger, die nicht vorgesehen waren. Im besten Falle sind es magische Momente des Augenblicks. Und das, was von … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 16 | 5. August 2019

Das Festival in Aix-en-Provence startet neu

von Joachim Lange Weder die Gelbwesten noch das streikfreudige Hilfspersonal haben dem neuen Festspielchef Pierre Audi in Aix-en-Provence bei seinem Start als Chef des südfranzösischen Traditionsfestivals die Tour vermasselt. Er war dreißig Jahre Chef der Oper in Amsterdam. „Seine“ erste … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 13 | 24. Juni 2019

Die Stimme aus dem Jenseits

von Joachim Lange Peter Konwitschny gehört schon lange zu den Großen der Branche. In Halle hat er jetzt Händels „Julius Cäsar in Ägypten“ als Hauptbeitrag der Oper zu den Händelfestspielen inszeniert. Derzeit bereitet er an der Dresdner Semperoper Meyerbeers „Hugenotten“ … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 10 | 13. Mai 2019

Drei Opernnovitäten und die Faszination des Musiktheaters

von Joachim Lange Sage keiner, mit Opernnovitäten wäre kein Staat zu machen. Mit neuen Literaturopern haben die Opernhäuser in Dortmund und Antwerpen und die Deutsche Oper Berlin im letzten Monat Furore gemacht. In Dortmund gab es die deutsche Erstaufführung von … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 9 | 29. April 2019

Osterzeit – Festspielzeit

von Joachim Lange Salzburg und Baden-Baden haben ihre Osterfestspiele – die Berliner Staatsoper Unter den Linden auch. In diesem Jahr gab es an der Salzach Wagners Meistersinger, an der Oos Verdis Otello und an der Spree Prokofjews Verlobung im Kloster. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 6 | 18. März 2019

Quo vadis Halle?

von Joachim Lange Am 22. Februar wurde es entschieden: In Halle hat eine Mehrheit des Aufsichtsrats der Theater Oper und Orchester GmbH (TOOH) in einer Kampfabstimmung beschlossen, den Vertrag mit Opernintendant Florian Lutz (40) nicht über 2021 hinaus für eine … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 4 | 18. Februar 2019

Die „Walküre“ in Abu Dhabi

von Joachim Lange Zu dem, was jeder über die Bayreuther Festspiele zu wissen glaubt, gehören die einst jahrelangen Wartezeiten auf Eintrittskarten. In Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, waren es tatsächlich die elf Jahre aus der Legende. Aber … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 2 | 21. Januar 2019

Zwischen Dammbruch und Kammerspiel

von Joachim Lange Die Wiener Opernszene ist noch für Überraschungen gut – die Wiener Staatsoper glänzt das erste Mal nach Aribert Reimanns „Medea“ wieder mit einer Uraufführung: „Die Weiden“ von Johannes Maria Staud. Das Libretto stammt von Durs Grünbein, die … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 25 | 3. Dezember 2018

Klimt, Friedlaender und Marcks an der Saale hellem Strande

von Joachim Lange Halle an der Saale bietet im Moment mit „Klimt“ und „Wir machen nach Halle“ gleich zwei hochkarätige Ausstellungen, die man nicht versäumen sollte. Im Landeskunstmuseum Moritzburg ist die einzige Ausstellung außerhalb Österreichs zum einhundertsten Todesjahr von Gustav … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 24 | 19. November 2018

Für Leben und Erinnerung tanzen und spielen

von Joachim Lange Die euro-scene gehört seit 1991 zum festen Kulturkalender in Leipzig. Das durch die Stadt und mehrere Stiftungen und Kulturinstitutionen finanzierte Festival hat sich trotz aktueller Mittelkürzungen um 30.000 Euro (durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen) behauptet und … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 23 | 5. November 2018

Des Königs neue Kleider – Karin Beier inszeniert „Lear“ in Hamburg

von Joachim Lange Fünf Monate war das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg geschlossen. Diesmal war kein außer Kontrolle geratener Eiserner Vorhang, wie beim Amtsantritt von Karin Beier, die Ursache, sondern eine geplante und vorsorgliche Sanierung der Ränge des prunkvollen Hauses. Die … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 22 | 22. Oktober 2018

Aus Zwei mach Eins … geht so das Goethe-Einmaleins?

von Joachim Lange Zu einem Spielzeitauftakt Goethes „Faust“ auf die Bühne zu bringen, ist allemal ein Statement. Für die Sprache, das Erbe, das Theater, die Bildung. Wenn der bürgerliche Bildungskanon noch etwas gilt in all dem Gezwitscher aus selbstgemachten Kurzwahrheiten, … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 20 | 24. September 2018

Erinnerungen an die Zukunft

von Joachim Lange In Halle begann die neue Spielzeit in einer Neuauflage der Raumbühne mit Verdis „Messa da Requiem“, dem Ballett „#Bizarr“ und der Schauspielversion von „Nackt über Berlin“ „Untergang genießen“ steht auf der Halbjahreszeitung der Oper Halle. Dieses Motto … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 19 | 10. September 2018

Über Form, Opulenz und tiefere Bedeutung – die Salzburger Festspiele 2018

von Joachim Lange Die Salzburger Festspiele haben eine Tradition, die zum Teil selbst das Programm diktiert – wie im Falle des „Jedermann“. Der ist immer noch das Markenzeichen und der Kern des Programms. In diesem Jahr kehrten mit Gottfried von … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 18 | 27. August 2018

Wagner in Bayreuth: Schwitzen und Genießen

von Joachim Lange Zu diesem Festspieljahrgang gehört ein kleines Jubiläum. Es wurde eher nebenbei erwähnt als wirklich begangen. Zehn Jahre ist Katharina Wagner Festspielchefin. Erst zusammen mit ihrer Halbschwester Eva und nach deren Ausscheiden allein beziehungsweise zusammen mit Christian Thielemann … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 16 | 30. Juli 2018

Hokosawa in Stuttgart: Apokalypse now

von Joachim Lange An der Oper in Stuttgart wurde Toshio Hosokawas neue Oper „Erdbeben. Träume“ in einer Inszenierung von Jossi Wieler und mit Sylvain Cambreling am Pult uraufgeführt. Postapokalyptische Inszenierungen von Opern passen in unsere Zeit. Das Genre, das einst … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 15 | 16. Juli 2018

Wagners „Parsifal“ in München:
Nichts als Helden – oder: wenn der Wald kopfsteht

von Joachim Lange Nikolaus Bachler, liebt die große Show. Ist ja auch in Ordnung für den Chef der Bayerischen Staatsoper in München. Wenn er auf einem Besetzungszettel die großen Namen der Branche haben will, dann bekommt er sie auch. So … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 16 | 5. August 2013

Querbeet (XXVIII)

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal Heinrich und Götz George im TV-Mix und kaukasischer Datschenkomplex im Diskurs-Fieber. ** Sie war zweite Wahl. Gustaf Gründgens hatte zuerst Pamela Wedekind gefragt; die alte Jugendfreundin, der Schwarm seiner Ex-Gattin Erika Mann. … Weiterlesen