Schlagwort-Archiv: DDR (in 219 Beiträgen)

22. Jahrgang | Nummer 23 | 11. November 2019

Ermüdete Utopien

von Ingeborg Ruthe Wieder reden die Bilder. Noch immer, nach so vielen Jahren. Weltbildhaft und bedeutungsschwer. Voller Anspielungen, Zitate, Symbole, Metaphern aus der griechischen oder biblischen Mythologie. Die besten Maler der DDR entzogen sich trickreich, listig, elegant dem Leitsystem und … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 23 | 11. November 2019

Bemerkungen

Abschied von Heerke Hummel (†) Lieber Heerke, die Nachricht, dass Du am 30. Oktober 2019 all Deine Lieben, aber auch den Freundes- und Autorenkreis des Blättchens unwiederbringlich zurückgelassen hast, macht uns sehr betroffen. Dein erster Beitrag im Blättchen erschien in der … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 23 | 11. November 2019

Nochmals zum Mauerfall. Eine Widerrede

von Michael Wolski In der Ausgabe 22/2019 wurde eine Besprechung von Alfons Markuske zu „1989. Mauerfall Berlin. Zufall oder Planung“ von Michael Wolski publiziert. Dazu erreichten uns die nachfolgenden Einlassungen des Autors. Die Redaktion Der Rezensent schaut auf das Buch … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 22 | 28. Oktober 2019

Der Mauerfall ein Schlapphut-Coup?

Der Mauerfall wurde als geheimdienstlich geplante, verdeckte Operation vollzogen. Der Mauerfall war die Voraussetzung für die Wiedervereinigung Deutschlands, wie Schewardnadse sie seit 1986 plante. Michael Wolski von Alfons Markuske Im 30. Jahr nach dem Mauerfall wartet Michael Wolski – vor … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 22 | 28. Oktober 2019

30 Jahre alte Geschenke

von Wolfgang Hochwald Wer weiß heute noch, wie er sich vor 30 Jahren in der (Nach-)Wendezeit gefühlt hat und welche Gedanken ihn beschäftigt haben, sei es als Bürger der alten BRD oder der verschwindenden DDR? Michael Kleff, Journalist und Autor … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 22 | 28. Oktober 2019

Geschichtsschreibung und Mythen

von Ulrich Busch Einem geflügelten Wort zufolge wird die Geschichte immer von den Siegern geschrieben. Sie haben die größeren Möglichkeiten, um ihre Sicht auf das Geschehene durchzusetzen, während den Verlierern nur die Chance marginaler Korrekturen bleibt. Sie, die Sieger, kontrollieren … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 22 | 28. Oktober 2019

Film ab

von Clemens Fischer Wer immer noch daran glaubt, dass jeder seines Glückes Schmied ist, den wird „Parasite“ wohl auch nicht vom Gegenteil überzeugen. Aber alle anderen werden sich in ihrem berechtigten Skeptizismus kraftvoll bestärkt sehen. Dass der südkoreanische Regisseur und … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 20 | 30. September 2019

Die gescheiterte Alternative

von Ulrich Busch Am 7. Oktober wäre die DDR 70 Jahre alt geworden, am 3. Oktober aber ist ihr 29. Todestag. Beide Daten bieten Anlass für Feierlichkeiten: Der 7. Oktober, weil damit an eine hoffnungsvolle, aber gescheiterte Alternative erinnert wird, … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 20 | 30. September 2019

Über die Idee, eine Mauer zu bauen

von Erhard Crome Die DDR war eine eigene Antwort auf das Hitler-Reich. Antifaschismus und die proklamierte Lösung der sozialen Frage in ihrer realsozialistischen Gestalt sollten ihr Legitimität geben. Aufmerksame Beobachter von außen zweifelten jedoch schon früh an der Dauerhaftigkeit der … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 20 | 30. September 2019

Fotografische Chronik vom Abgesang der DDR

von Manfred Orlick Harald Hauswald (Jahrgang 1956) war einer der fotografischen Chronisten der DDR, dabei druckte ihn damals kaum eine Zeitung zwischen Ostsee und Erzgebirge. Anonym hatte er für westdeutsche Journale gearbeitet, so dass seine Fotos nur in Kirchenzeitungen erscheinen … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 20 | 30. September 2019

Vom Osten lernen

von Klaus Joachim Herrmann „Gelenkt wird die Expansion der Russen nach Deutschland von Marzahn aus“, weiß der Boulevard längst. Der Berliner Kurier titelt düster: „Russen-Supermarkt erobert den Osten. Der Discounter, der aus der Kälte kommt“. Selbst im lieblichen US-Familienbrüller Pets … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 20 | 30. September 2019

Friedenssicherung durch Abschreckung?

von Wilfried Schreiber Ich gehöre zu jenen Bürgern unseres Landes, die noch eine wache Erinnerung an die Schrecken des großen Krieges haben, der 1945 endete. Einen Teil meiner Kindheit verbrachte ich in den Luftschutzkellern von Dresden, die zwar mich vor … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 20 | 30. September 2019

Der Osten, wie er wirklich war … die Dreißigste … Klappe!

von Erhard Weinholz Die DDR wollte immer spitze sein, und in mindestens einer Hinsicht hat sie es auch erreicht: Sie ist umstrittener als jedes andere Phänomen deutscher Geschichte, allerdings erst seit 1990, denn um Herrschaft über den Osten geht es … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 20 | 30. September 2019

„Der Ossi wars!“

von Andreas Peglau Im Zusammenhang mit den jüngsten Landtagswahlen taucht immer wieder die These auf, die „Ossis“ seien nun mal – DDR-bedingt – AfD-anfälliger. Aber trifft das wirklich zu? Ist die AfD überhaupt der einzige erwähnenswerte Repräsentant „rechter“ Einstellungen in … Weiterlesen


22. Jahrgang | Sonderausgabe | 23. September 2019

Die Causa Häber

von Wolfgang Schwarz Wie Herbert Bertsch in seinen Anmerkungen zu Egon Krenz’ Buch „Wir und die Russen“ festgestellt hat, kommt bei Krenz einer der maßgeblichen Akteure der DDR im Verhältnis zur BRD in den 1970er und bis Mitte der 1980er … Weiterlesen


22. Jahrgang | Sonderausgabe | 23. September 2019

Manches war doch anders.
Egon Krenz: „Wir und die Russen“ – Anmerkungen zu einer Bilanz

von Herbert Bertsch Keiner kann den Kommunismus kompromittieren oder besiegen, wenn ihn die Kommunisten nicht selbst kompromittieren oder besiegen. Michael Schatrow: „Blaue Pferde auf rotem Gras“; so erinnert von Egon Krenz. Kürzlich zitierte ich im Blättchen Bundeskanzler Helmut Schmidt mit … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2019

Querbeet

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal schwere Lasten der Geschichte – Bernd Böhlichs Film über den DDR-Anfang, Nino Haratschwilos sowjetgeorgisches Familienepos im Theater … *** Endlich zurück. Drei Frauen, glühende Kommunistinnen, kamen 1938 aus Hitler-Deutschland als Emigrantinnen in die … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 18 | 2. September 2019

DDR-Historiker – Akteure und Chronisten

von Mario Keßler Die DDR-Historiker wurden nach 1990 an den Rand des Wissenschaftsbetriebes gedrängt, doch organisierten sich viele von ihnen in einer „zweiten Wissenschaftskultur“: in politischen Bildungsvereinen wie der Hellen Panke, dem Luisenstädtischen Verein oder der Windrose e.V. in Berlin. … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Zur Debatte über die Revolution von 1989

von Erhard Weinholz Drei Jahrzehnte liegt die Herbstrevolution in der DDR zurück: ein Jahrestag der bescheideneren Art, doch ein Plus an Aufmerksamkeit bringt auch er. Detlef Pollack, zu jener Zeit Mitte Dreißig, und sein zwölf Jahre jüngerer Kollege Ilko-Sascha Kowalczuk … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019

Frauen im Alltag zwischen Weimarer und Berliner Republik

von Mario Keßler Die Schriftstellerin Elfriede Brüning (1910–2014) durchlebte das 20. Jahrhundert der Umbrüche und Katastrophen zur Gänze und war auch noch am Beginn des 21. Jahrhunderts eine vernehmbare Stimme in Deutschland, ging es um Fragen der weiblichen wie der … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 15 | 22. Juli 2019

Antworten

Andrea Camillieri, als Krimi-Autor ein spät berufener – Kollegin Cornelia Geißler von der Berliner Zeitung bescheinigte Ihnen „vier Millionen ins Deutsche übersetzte und verkaufte Titel“. So viele hätte es gar nicht gebraucht, um Sie in den Kanon unserer liebsten Schriftsteller … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 15 | 22. Juli 2019

Manches war doch anders* – Das Schürer-Papier.
Oder: über Ursachen und Wirkungen

von Sarcasticus In wenigen Wochen wird sich der Tag zum 70. Male jähren, an dem im Jahre 1949 die DDR gegründet wurde. Man muss längst nicht mehr gespannt sein, wie sich Die Linke dieses Datums annehmen wird, denn nichts spricht … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 15 | 22. Juli 2019

Blick aus dem Osten

von Erhard Crome Zu den sympathischen Zügen des Wissenschaftlers Dieter Segert gehört, dass er verwinkelte historische und politische Zusammenhänge mit persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen in einem Text so geschickt zu verbinden vermag, dass der Leser sie rasch und ohne große … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 11 | 27. Mai 2019

Institutionalisierter Nachruhm

von Ulrich Busch Spinoza, Kleist, Hölderlin, Franz Schubert, Nietzsche und Kafka arbeiteten für den Nachruhm. Aber sie wussten es nicht und hatten es anders gewollt. Entweder sind sie zu früh gestorben oder sie waren ihrer Zeit zu weit voraus, so … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 8 | 15. April 2019

Studie zum sexuellen Kindesmissbrauch in der DDR – eine Anmerkung

von Frank-Rainer Schurich Vergangenheit aufarbeiten macht großen Spaß, solange es nicht die eigene ist. Eva Leipprand, Die Weltbühne 1/2/1992 Es gibt Geschehnisse, die man nicht vergessen kann und darf, und dazu gehört auch das tragische Kapitel des sexuellen Missbrauchs von … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 8 | 15. April 2019

Christoph Heins „persönlichstes Buch“

von Ulrich Kaufmann Heinrich von Kleist, der Anekdotenschreiber deutscher Zunge schlechthin, veröffentlichte 1811 die in Jena angesiedelte „Anekdote aus dem letzten Kriege“. Im Genre, Anliegen sowie im Titel knüpft Christoph Hein in seinem Band „Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Kriege“ … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 6 | 18. März 2019

Bemerkungen

Für und wider einen Aufruf „Es ist schon alles gesagt, aber noch nicht von allen.“ Völlig geschlechtsneutral formulierte Karl Valentin sein Bonmot. Weitsichtiger Valentin! Nicht einmal Eifernde wüssten seinen Satz durch Gendersterne, Binnen-I oder Unterstriche zu ver… Ja wie soll … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 6 | 18. März 2019

Warum Ostdeutsche ärmer sind

von Ulrich Busch Die deutsche Vereinigung hat bewirkt, dass es heute vielen Menschen deutlich besser geht als noch vor 30 Jahren. Mit der wirtschaftlichen Leistungskraft ist der allgemeine Wohlstand gestiegen – im Osten wie im Westen. Auf einigen Gebieten konnte … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 4 | 18. Februar 2019

Bemerkungen

Berliner Schulmeisterkarrieren In der kleinen Erzgebirgsstadt Lauenstein – sie gehört heute zu Altenberg – befindet sich ein etwas groß geratenes Schloss. In diesem ist das sehenswerte Osterzgebirgsmuseum untergebracht. Einige liebevoll eingerichtete Räume befassen sich mit dem wohl berühmtesten Lauensteiner, George … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 4 | 18. Februar 2019

Von den Mühen der Offenheit

von Wolfgang Brauer Gottfried Fischborn, Jahrgang 1936, einer der führenden Theaterwissenschaftler der DDR und Hochschullehrer in Leipzig bis 2001, seit 2004 Wahl-Wiesbadener, hat jetzt zum zweiten Male den ambitionierten Versuch vorgelegt, die Bilanz eines Jahres zwischen zwei Buchdeckel zu packen. … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 26 | 17. Dezember 2018

Heim und Welt. Ein Alltags-ABC (5)

von Erhard Weinholz Schusterpastete hieß ein Menüvorschlag, der zu DDR-Zeiten auf den Nudelkartons zu lesen war: Eier gehörten dazu, es war nämlich ein Auflauf, Gemüse, Nudeln und ein Steak. Aber das ist doch, so dachte ich, kein Schusteressen – obwohl, … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 26 | 17. Dezember 2018

Antifaschismus in Hollywood – historisch

von Mario Keßler, New York Entgegen allen Klischees war Hollywood stets mehr als nur eine Traumfabrik. Die größten Welterfolge des amerikanischen Films – The Great Dictator und Casablanca – erinnern vielmehr an das wohl wichtigste künstlerische Zentrum des Antifaschismus im … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 25 | 3. Dezember 2018

Manches war doch anders – Dr. Jenninger

von Herbert Bertsch In seine Wochenend-Ausgabe vom 10./11. November 2018 hatte Neues Deutschland in der Abteilung „Mikroskop“ einen Beitrag von Markus Mohr eingerückt: „Die ‚Jenninger-Rede‘ von 1988 im Gedenktheater der späteren Bundesrepublik“. Darin findet sich dies Zitat, eine Beschreibung des … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 25 | 3. Dezember 2018

Ostgeschichte maßgeschneidert

von Erhard Weinholz Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptsitz in Bonn hat drei Ableger, und zwar – das will schon etwas heißen – allesamt im Osten: in Berlin den Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße und das Museum … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 24 | 19. November 2018

Heim und Welt. Ein Alltags-ABC (4)

von Erhard Weinholz Orden und Ehrenzeichen gab es in der DDR zuhauf; zuletzt wurde noch der Ehrentitel Held der DDR kreiert. Marschall der DDR, Held der DDR, das kam mir damals vor wie das Gehabe eines kleinen Fürsten, der Versailles … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 19 | 10. September 2018

Antworten

Markus Söder, statt Hoffnungsträger vielleicht letzter Sargnagel der CSU – Ende August dümpelten die Umfragewerte Ihrer Partei mit Blick auf die demnächst anstehenden Landtagswahlen bei grottigen 35 Prozent. Das gibt Ihrem vollmundigen Wahlkampfslogan „Söder macht’s“ aber schon ein Geschmäckle – … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 19 | 10. September 2018

Der Einstein der DDR

von Dieter Hoffmann „Wenn sich an unserer Akademie auch kein Genie befindet, so haben wir doch ihn als dem Genie am nächsten Kommenden.“ So charakterisierte Jürgen Kuczynski, Praeceptor der DDR-Gesellschaftswissenschaften, bewundernd seinen Akademie-Kollegen, den Physiker Hans-Jürgen Treder. Dies war auch … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 18 | 27. August 2018

Der Stadt- und Landwanderer

von Detlef D. Pries „Wenn ich genug gearbeitet habe, nicht mehr schreiben, nicht einmal mehr lesen mag, dann gehe ich hinaus und durchstreife ein Stück Berlin.“ Erhard Weinholz, 1949 in Brandenburg an der Havel geboren, lebt mit kurzer Unterbrechung seit … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 18 | 27. August 2018

Vor 40 Jahren waren wir plötzlich „ooch dabei“

von Dieter B. Herrmann Kosmonauten, Astronauten, Taikonauten, Spacionauten oder wie immer man sie künftig noch nennen wird, sind eine auf der ganzen Welt beliebte Berufsgruppe. Sie sind wagemutig, hoch gebildet, hartnäckig, diszipliniert und – sehr selten. Letzteres macht sie nur … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 18 | 27. August 2018

Einer vom Bau

von Wolfgang Brauer Wenn große Jubiläen der Zeitgeschichte drohen, sollte man den Kopf einziehen und in Deckung gehen. Die Betonbrocken des Zeitgeistes, sie werden gerne „Aufarbeitung“ und „Gedenkkultur“ genannt, fliegen dann auf kaum zu berechnende Weise durch die Luft. Geschichte … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 16 | 30. Juli 2018

Noch immer voller Emotionen

von Ingeborg Ruthe Wenn Kunst aus DDR-Zeiten gezeigt wird, gibt es jedes Mal heftige Debatten. Aber auch, wenn sie nicht gezeigt wird, ist etwas los. Ausgerechnet Dresdens Kunstsammlungen sind im Ost-West-Bilderstreit spät dran und holten die Werke endlich auch aus … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 13 | 18. Juni 2018

Besuch im Märchenland

von Erhard Weinholz Ab und an unternehme ich kleine oder auch mal größere Ausflüge. Neulich habe ich zum Beispiel wieder einmal die DDR besucht, bei Älteren seit langem schon ein beliebtes Reiseziel. Es war jene DDR, von der sich nur … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 10 | 7. Mai 2018

Abwicklung der Geschichte

von Ronald Friedmann Über die DDR – ihre Geschichte, ihr Ende und ihre Abwicklung – sind inzwischen ungezählte Bücher und Artikel erschienen. Ein riesiger staatlicher Forschungsapparat, aus Steuermitteln großzügig finanziert, hat sich mit zahllosen großen und kleinen Themen befasst und … Weiterlesen


21. Jahrgang | Sonderausgabe | 30. April 2018

Marx in Frankfurt am Main

von Karsten D. Voigt Mit dem Marxismus-Leninismus wurde ich das erste Mal im Alter von 16 Jahren konfrontiert. Längere Texte von Karl Marx begann ich erst fünf Jahre später zu lesen, zu analysieren und zu diskutieren. Ende der 50er war … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 9 | 23. April 2018

„Leben mit der Bombe“

von Wolfgang Kubiczek Nach der Besprechung des Buches „Leben mit der Bombe. Atomwaffen in Deutschland“ durch Wolfgang Kubiczek in der Ausgabe 3/2018 erreichte uns folgende Zuschrift des Autors Werner Sonne: „Wenn Sie mir […] eine Anmerkung gestatten, dann würde ich … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 8 | 9. April 2018

„Die Staatsmacht, die sich selbst abschaffte“

von Manfred Orlick Kennen Sie noch Herbert Schirmer, Sybille Reider oder Peter Pollack? Wahrscheinlich nicht. Bei den Namen Rainer Eppelmann, Peter-Michael Diestel, Sabine Bergmann-Pohl oder gar Lothar de Maizière … macht es dann sicher klick. Ja, alles Mitglieder der letzten … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 7 | 26. März 2018

Altersschwächen

von Erhard Weinholz Zu DDR-Zeiten war ich hin und wieder beim Herausgeber und Übersetzer Norbert Randow zu Gast. Zwanzig Jahre älter als ich, hat er mir im Gespräch mancherlei vermittelt. Zum Beispiel habe ich erst dank seiner Hilfe begriffen, was … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 4 | 12. Febuar 2018

Ein Funktionärsleben – oder: Memoiren eines Hardliners

von Alfons Markuske Ermattende 545 Textseiten zu bewältigen hat, wer auch noch die letzte Fußnote von Hartmut Königs ungewöhnlich begegnungs- und reiseintensivem Funktionärsleben in FDJ (bis zum Zentralratssekretär erst für Internationale Beziehungen, dann für Kultur) und SED (stellvertretender Kulturminister) bis … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 3 | 29. Januar 2018

Ein abgeschlossenes Sammelgebiet: die DEFA

von Heinz W. Konrad Ein Übermaß an ganz großer Filmkunst haben die Studios der DEFA wohl nicht hervorgebracht, mag sein. Eine dümmliche Arroganz, mit der – jedenfalls einst – ein Volker Schlöndorff über sie geurteilt hat, hat die Kino-Produktion der … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 24 | 20. November 2017

Verlässliche Chronisten

von F.-B. Habel Keine Theatergattung steht so eng zwischen Kunst und Politik wie das Kabarett. Leicht kann man zerquetscht werden. Ein Blick zurück kann da manche Geschichtsstunde ersetzen, zumal wenn es sich um das Kabarett in der DDR handelt. Hier … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 24 | 20. November 2017

Berggipfel und Lebenstiefen

von Heinz Jakubowski Jahrelang haben Martin und seine Kletterfreunde, die ihn Jodl nennen, weil er mit einschlägigem Jodel-Jubel den Erfolg seine Gipfelstürme in der Sächsischen Schweiz zu feiern pflegt, von noch größeren, ihnen aber verwehrten Herausforderungen am Felsen geträumt; die … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 24 | 20. November 2017

Die Wege der Dinge

von Erhard Weinholz Letztes Jahr zu Ostern sind meine Freundin B. und ich von Berlin in die Prignitz gefahren, die Nordwestecke der Mark, und zwar nach Perleberg, wo wir uns die hochberühmte Wunderblutkirche anschauen wollten. Unterwegs fiel mir ein, dass … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2017

Reclam Leipzig – eine Verlagsgeschichte

von Leo Piotracha „An den Grenzen des Möglichen“ ist der Titel des Buches, das – herausgegeben von Ingrid Sonntag – nahezu 50 Autoren auf über 500 Seiten Auskunft über „Reclam Leipzig 1945–1991“ geben lässt. Wolfgang Thierse sieht in seinem Vorwort … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 20 | 25. September 2017

Eine späte Entdeckung

von Jens Langer „Warum sie sich nun 1954 den Stil von 1945 nicht abgewöhnen wollen?“ So fragt der Protagonist in Rolf Gerlachs Tagebuchroman „Eselsbrücke“ angesichts von DDR-Führungskadern, um sie anschließend als „Kampflieder singende Trainingsanzüge“ zu persiflieren. Das Buch ist 1984 … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 20 | 25. September 2017

Eine andere DDR

von Erhard Weinholz Wir schließen jetzt die Augen, sind ganz ruhig und entspannt und sagen leise: DDR. Ruhig weiteratmen. DDR … Was kommt uns dabei in den Sinn? Stasi natürlich. Mauer. Stacheldraht. Auch mal seufzen, wem so ist, mal richtig seufzen. … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 20 | 25. September 2017

Mein Dörfchen

von Peter Hacks Mein Dörfchen, das heißt DDR, Hier kennt jeder jeden. Wenn Sie in Rostock flüstern, Herr, Hört Leipzig, was Sie reden. Das Mädchen, das zu lieben lohnt, Kennt auch Ihr Freund genauer. Es gibt nichts Neues unterm Mond, … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 16 | 31. Juli 2017

Antworten

Angela Merkel, (wahrscheinlich auch schon wieder die nächste) Bundeskanzlerin – Es gibt ja Kritikaster, die Ihnen nachsagen, dass Ihnen bestimmte Dinge zu bestimmten Zeiten schlicht am Allerwertesten vorbeigingen. Etwa die Menschenrechte, wenn gerade wieder ein Spitzengespräch mit dem Oberchinesen anstehe. … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 16 | 31. Juli 2017

Bitterfelder Bilderrätsel

von Erhard Weinholz Chemie, man weiß es, bringt Brot, Wohlstand und Schönheit. Also wurde vor beinahe sechzig Jahren im mitteldeutschen Leuna als Perspektivplan für die DDR-Wirtschaft das Chemieprogramm verkündet. Erheblich ausbauen wollte man unter anderem das Elektrochemische Kombinat Bitterfeld (EKB), … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 16 | 31. Juli 2017

Querbeet 100

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal ein Zwergstaat, der Großkrach macht, und ein genialer Sprechsteller mit seiner Lebensweisheit „zwischen A und O“… *** Eine uraltlinke Utopie: Die schlaue Köchin macht den Staat; ab sofort wird „von unten“ regiert. … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 11 | 22. Mai 2017

Comrade, where are you today?

von Werner Krumbein Genosse, wo bist du heute? Diese Frage stellte sich nach über 20 Jahren eine noch junge finnische Frau, die inzwischen als Filmemacherin in Berlin lebt. Sie fragte sich, was aus denen geworden ist, wo und wie sie … Weiterlesen


Verunglückte Fallbeschreibungen

von Frank-Rainer Schurich Wer das Buch gelesen aus der Hand legt, fragt sich, ob das die neue Art ist, authentische Kriminalfälle aus der DDR aufzuschreiben. Es ist ein bisschen wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde, von Robert Louis Stevenson in … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

„Kein leichtes Land…“ Ein Äthiopien-Tagebuch

von Wolfgang Brauer Seit Ende 1976 entwickelte sich die Zusammenarbeit zwischen der DDR und Äthiopien intensiv. Man versuchte alles, um dessen afrikanischen Sozialismus-Versuch zum Erfolg zu verhelfen. Das Land wurde wichtig auch für den Einsatz von FDJ-Freundschaftsbrigaden. Im September 1987 … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

Verordnete Gleichberechtigung?

von Rosi Blaschke Bei einer Debatte kürzlich im Freundeskreis sagte Jaqueline, 51, sehr energisch: „Ich lass’ mir mein Selbstbewusstsein, das ich mir zu DDR-Zeiten erarbeitet habe, nicht nehmen, von niemandem.“ Sie hat selbstbestimmt einen Beruf erlernt, eine Familie gegründet, stets … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017

Nachdenken unterwegs

von Erhard Weinholz Zu Weihnachten wollte ich einmal etwas Besonderes auf dem Teller haben. Die Restaurants waren mir jedoch zu teuer, selber zu kochen hatte ich wenig Lust. Am Imbiss im Kaufpark draußen in Eiche aber gab es gebratene Enten … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017

Die Kraft des Erinnerns

von Erik Baron Der entscheidende Satz in Kathrin Schmidts neuem Roman „Kapoks Schwestern“ steht gleich auf den ersten Seiten: „Die Zeit ist eine Dampframme, der nichts widersteht.“ Da ist sie wieder, die alte Fettvettel Zeit aus „Seebachs schwarze Katzen“, nunmehr … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2017

Eisernes Band, 1982 – 1985

von Heino Bosselmann Ich verdanke den Grenztruppen der DDR zunächst die wichtige Grunderfahrung immens eingeschränkter Freiheit – weit hinaus über die sonstigen Erfahrungen damit, die ich als Hineingeborener ja eher unbewusst erlebte. Das eiserne Band der totalen Herrschaft, von dem … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2017

Vom Saulus zum Paulus

von Johnny Norden Am 26. Oktober 1953 betrat Friedrich Paulus nach zehnjähriger Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion wieder deutschen Boden. Als er den aus Moskau kommenden Zug verließ, wurde er auf dem Bahnsteig von seinem ehemaligen Adjutanten Wilhelm Adam mit den … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2017

Bemerkungen

Die Namenspatronin der Sibylle Sie gab einem der interessantesten Print-Erzeugnisse der DDR ihren Namen, der sechsmal im Jahr erschienenen Modezeitschrift Sibylle. Trotz beträchtlicher Auflagenhöhe (200.000 Exemplare wurden regelmäßig gedruckt) war die Zeitschrift ebenso wie Das Magazin „Bückware“. Die Rede ist … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2017

Rekonstruktion

von Erhard Weinholz Vor vielen Jahren, als ich noch in Berlins Schwedter Straße wohnte, kam einmal Erich Honecker in unsere Gegend. Hätte er, so dachte ich hinterher, nicht auch bei uns reinschauen können? „Erich Honecker bei den Armen und Entrechteten“, … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017

„Ausharren im Paradies“

von Thaddäus Faber Nachdem Uwe Tellkamps „Der Turm“ 2008 bei Suhrkamp erschienen war, avancierte dieser Trumm bei der Kritik und in den Medien rasch zu dem Wenderoman. Zum, wie Christoph Dieckmann zeitnah ironisierte, „künftigen National-Klassiker“ – das Buch ein „Schrein … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017

Globalisierung neu denken

von Jens Langer Ausgerechnet 1989 reichte Christoph Körner, Autor des vorzustellenden Buches, seine Dissertation bei der Universität Leipzig ein. „Not und Notwendigkeit der politischen Predigt. Erwägungen zu einem homiletischen Problem“ lautete das Thema. Diesem ist er treu geblieben und weitet … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017

Widersprüchliche Erfahrungen oder Vom Drang Zeugnis ablegen zu müssen

von Karin Schmidt-Feister „Wirklich, wir finden uns nicht wieder so, wie wir dachten und fühlten und heute denken und fühlen, da wir viel dazugelernt und das Urteil der Geschichte gründlich bedacht haben. ,in fünfzig jahren werden die archäologen nach uns … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 25 | 5. Dezember 2016

Der Cembalist als Intendant – Gedenken an Hans Pischner

von Friedrich Dieckmann Hans Pischners Leben umspannte die ganze deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts und reichte noch weit hinein in das einundzwanzigste. Er stammte aus Breslau, geboren 1914 an der Schwelle des Ersten Weltkriegs in einer Familie, in der er … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 24 | 21. November 2016

„Urteil braucht Sachkunde“

von Ingemarie Frost Ein mit mir immer noch verbundener ehemaliger Schüler schickte mir das Buch „Abitur im Sozialismus – Schülernotizen 1963 – 1967“ von Werner Müller, 2016 erschienen. Was für eine freudige Überraschung war der Inhalt. Da bemühte ein Zeitzeuge … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2016

Bemerkungen

Blutige Schuhe Der Markenname „Salamander“ ist in Deutschland ein Mythos. „Salamander“-Schuhe – obwohl schon lange nicht mehr hierzulande produziert – gelten noch immer als besonders hinsichtlich ihrer Qualität. Die Berliner Germanistin Vera Friedländer hat eine besondere Beziehung zu dieser Firma. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 21 | 10. Oktober 2016

Ardenne kein Akademik – war das gerecht?

von Dieter B. Herrmann Wer in der Sowjetunion als Wissenschaftler zur Elite zählte, war „Akademik“ – Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Und jeder wusste, das war der höchste nationale Ritterschlag für Wissenschaftler. Akademiks gehörten einem traditionsreichen Kreis von gelehrten Personen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2016

Die Wut und die Angst: Vor sechzig Jahren starb Bertolt Brecht

von Reinhard Wengierek Zum Todestag von Bertolt Brecht am 16. August 1956 – dazu ist eigentlich längst schon alles geschrieben. Aber es gibt da diesen mir unvergesslichen Film „Abschied“ von Jan Schütte und Klaus Pohl (Kamera: Edward Klosinski). Ich sah … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2016

Da sind wir wieder…

von Jörn Schütrumpf Während auf britische Städte deutsche Bomben fielen, stritten am Boden Emigranten aus dem Land der Bomber über den Charakter der Naziherrschaft. Sahen die einen im deutschen Volk das erste Opfer der Nazis und halluzinierten einen Widerstand, den … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 15 | 18. Juli 2016

Das Waisenkind der Roten Kapelle

von Hannes Herbst Persönlich kennengelernt habe ich Hans Voelkner in den 1980er Jahren am damaligen Institut für Internationale Politik und Wirtschaft der DDR (IPW) in Berlin, wenn auch nur flüchtig. Er war ein bescheiden und sehr zurückgenommen in Erscheinung tretender … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 15 | 18. Juli 2016

1983

von Heino Bosselmann Manches an jenem Jahr mutete utopisch an. Es gab die erste probeweise eingeführte Tempo-30-Zone, den ersten Personal-Computer von IBM, sogar das erste, noch 800 Gramm schwere Handy Motorola DynaTAC 8000X. Alles im Westen, klar. Die Tempolimitierung reizte … Weiterlesen


19. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. Juli 2016

Aus dem Nähkästchen

von Hans-Peter Götz Ich habe kein Problem damit, wenn jemand seine in der Familie ansonsten praktisch nicht gepflegten oder auch mehr oder weniger versteckten jüdischen Wurzeln entdeckt, sich schließlich so völlig mit diesen identifiziert, dass er seinen amtlichen Vornamen Hans … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 10 | 9. Mai 2016

Interzonentransit: Fernverkehrsstraße 5

von Heino Bosselmann Hamburg-Berlin: Die Fernverkehrsstraße 5 verband bis zum Bau der A 24 Hamburg mit Westberlin. Hier fuhr der Bundesbürger durchs künftige Beitrittsgebiet und an den Eingeborenen vorbei. Durch meine Kindheit und Jugend verlief eine Straße, die mehr als andere … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Ostdeutsche Eliten im Wandel

von Wolfgang Kubiczek Wie steht es um die ostdeutschen Eliten mehr als 25 Jahre nach der Wiedervereinigung? Zunächst: Im Selbstverständnis der DDR gab es keine Unterteilung der Gesellschaft in Kategorien wie Elite, Masse oder Unterschicht. Hier galt die Elitetheorie als … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2016

Bemerkungen

Diesem und jenem ins Stammbuch Es kann die Ehre dieser Welt, Dir keine Ehre geben; Was dich in Wahrheit hebt und hält, Muß in dir selber leben. Wennʼs deinem Innersten gebricht an echten Stolzes Stütze, Ob dann die Welt Dir … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2016

Manches war doch anders:
Spätfolgen auf dem „Weg nach Westen“

von Herbert Bertsch Klugen Leuten ziemt es, zunächst das Ende eines Unternehmens ins Auge zu fassen und es erst dann also ins Werk zu setzen. Aesop „Nächstes Jahr spricht sie arabisch, und die Untertitel sind deutsch“ weissagte Vera Lengsfeld auf … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2016

Bemerkungen

Rascher Abschied 2016 – verdammt noch mal, wieso denn das? Eben hatten wir doch noch das gute alte 2015, bekannt aus Funk und Fernsehen und beliebt bei jedermann! Ich bin durchaus kein Freund des Immergleichen, aber es wäre doch gut … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2016

Erinnern an die Schauspielerin Erika Pelikowsky

von Peter Liebers Mit ihrem leichten Wiener Sing-Sang in der Stimme brachte die österreichische Schauspielerin Erika Pelikowsky in den Anfang der 1950er Jahre auf Ost-Berliner Bühnen eher proletarisch-revolutionär geprägten Ton etwas ein, was dem Deutschen Theater (DT) so kurz nach … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 1 | 4. Januar 2016

Die dritte Dimension oder Das Geheimnis des Würfels

von Erik Baron Wieder wird ein Vater zu Grabe getragen. Otto Ulitz, Mathematikprofessor und Wirtschaftskoryphäe unter Ulbricht, in den 1980er Jahren ins Abseits gestellt und nun in Einsamkeit gestorben. Die Reihen lichten sich, allmählich stirbt sie aus, jene Vätergeneration, die … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2015

Bemerkungen

Das Schweigen der Indonesier Das hunderttausendfache Morden in Indonesien 1965/1966 (es gibt keine genauen Zahlen, zwischen 500.000 und drei Millionen liegen die Annahmen) fand in den letzten Jahrzehnten wenig Aufmerksamkeit; die vielen Opfer fanden nicht wie die Pol Pots in … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2015

Film ab

von Clemens Fischer William Genrikowitsch Fischer, seit 1919 britischer Staatsbürger, der als Funker des sowjetischen Geheimdienstes schon in den 1930er Jahren Informationen der legendären Cambridge Five um Kim Philby nach Moskau übermittelt hatte, wurde unter seinem Alias Rudolf Abel einer … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 24 | 23. November 2015

Geschichte und Geschichten vom Berliner Fernsehturm

von Renate Drommer Sechs Meter pro Sekunde die Geschwindigkeit, 40 Sekunden lang schwebt der Fahrstuhl hinauf in 203 Meter Höhe zur Aussichtsplattform mit dem grandiosen Blick über Berlin. Die Schlange der Schaulustigen reißt nicht ab, 1,2 Millionen Besucher aus 86 … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2015

Zeit, mal wieder aufzustehen?

von Ina Raki Ob hoffnungs- oder angstvoll – viele Menschen in Deutschland vermuten, dass wir vor einem gesellschaftlichen Umbruch stehen. So viel Unzufriedenheit und Unsicherheit. So viel Kontrast zwischen Meinungen. So viel Ängste, deren Gründe man nicht benennen kann. Doch … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2015

Alles mal anstellen!

von Heino Bosselmann Montags gab es Eintopf, also Kohl-, Bohnen-, Linsen-, Gemüseeintopf, oder einfach Brühreis, dafür aber Schokopudding mit Vanille-Soße oder umgekehrt, dienstags Nudeln mit Tomatensoße und Jägerschnitzel, einer panierten und gebratenen Scheibe Jagdwurst, als Nachtisch Gurkensalat. Mittwochs Fisch mit … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 20 | 28. September 2015

Manches war doch anders:
Lebenslüge „Bruderbund“

von Hannes Herbst We have no permanent allies, we have no permanent enemies, we only have permanent interests. Henry John Temple, Viscount Lord Palmerston Die häufige, nachgerade rituelle Beschwörung der unverbrüchlichen Freundschaft zur Sowjetunion und des Bruderbundes zwischen SED und … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 16 | 3. August 2015

Bemerkungen

Die Troika … … steht in der russischen Sprache und anderswo für Vieles. Sie ist ein Gespann mit drei Pferden, stand in ihrer Verkleinerungsform „trjoschka“ für ein „3-Rubel-Scheinchen“ der Sowjetzeit, benennt aber auch eine Schweizer Wodka-Marke und war in der … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2015

Film ab

von Clemens Fischer Noch während des mörderischen Korea-Krieges (1950 – 1953), in dem vier Millionen Menschen, ganz überwiegend Koreaner und Chinesen, den Tod fanden, kamen die ersten nordkoreanischen Studenten in die DDR. Weitere folgten, über 90 Prozent davon Männer. Sie … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 14 | 6. Juli 2015

Lebe wohl, Genosse Bredel!

von Annette Riemer Nicht nur Willi Bredel, eine ganze Generation linker Schriftsteller verschwindet aus dem öffentlichen Bewusstsein. Eine Spurensuche aus aktuellem Anlass. * Das Ende der Willi-Bredel-Straße in Halle (Saale) kam mit dem Hochwasser im Sommer 2013. Nachdem das Nachwuchszentrum … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 13 | 22. Juni 2015

Völkerrecht konkret

von Hubert Thielicke Am 31. August 1990 schlossen die BRD und die DDR den Vertrag über die Herstellung der Einheit Deutschlands (Einigungsvertrag); kurz darauf folgte der Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland (Zwei-plus-Vier-Vertrag). Einige Tage später war … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015

Klub der toten Dichter

von Heino Bosselmann Nach einem Jahr EOS-Internat hatte ich am Ende der neunten Klasse kein Heimweh mehr. Sommer! Das Wehrkunde-Ausbildungslager war gerade vorbei, und ich fuhr mit dem Rad zu einer Klassenféte über Land. Vorher hatte ich in der „Volksbuchhandlung“ … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015

Erinnern: Tänzeln über ein Minenfeld

von Margit van Ham So allmählich öffnen sich jetzt wieder die medialen Schleusentore der Erinnerung an die untergegangene DDR. Anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Einheit wird den Ostdeutschen nun wieder – in bevorzugt schwarz-weißen Konturen – ihr Leben erklärt. … Weiterlesen