Schlagwort-Archiv: Literatur (in 28 Beiträgen)

22. Jahrgang | Nummer 22 | 28. Oktober 2019

Beetzens „Scripte-Friedhof“

von Klaus Möckel Ein Scripte-Friedhof, was soll man sich darunter vorstellen? Als ich zum ersten Mal von diesem Projekt hörte, dachte ich an eine Sammlung unveröffentlichter Geschichten, nicht zu Ende geschriebener Texte, Entwürfe, die zu gestalten nie die Zeit gereicht … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 14 | 8. Juli 2019

Fontanes Leidausstellung

von Wolfgang Brauer Die Stadt ist schön, zweifellos. Sie strahlt Ruhe aus. Die sie umgebenden Wälder sind schön. Und es ist ein beglückendes Gefühl, im Sommer in die Fluten des Ruppiner Sees zu tauchen. Nur: Schönheit kann man nicht essen, … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 17 | 13. August 2018

Das feine, feige, zerbrechliche Leben

von Eckhard Mieder Die Romanfigur Niza („Geboren wurde ich am 8. November 1973, in einer Dorfklinik, nicht weiter erwähnenswert, in der Nähe von Tbilissi, Georgien.“) schreibt für ihre Nichte Brilka auf, was sie über ihre gemeinsame Familie weiß, vermutet, spekuliert, … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2017

Argyris Sfountouris, Fürsprecher Distomos

von Horst Möller Hier ist die Erde bitter, es ist die bittere Erde von Distomo. Vorsicht, Besucher, gib Acht, wohin dein Fuß tritt – es schmerzt das Schweigen hier, schmerzt jeder Stein am Weg, es schmerzt vom Opfer und auch … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2017

Besuch bei Vater Gleim

von Wolfgang Brauer Der Domberg in Halberstadt wird von zwei imposanten Kirchen dominiert. Am westlichen Ende des Domplatzes befindet sich die romanische Liebfrauenkirche, ein absichtsvoll wehrhaft wirkender Bau, eine wahre „ecclesia militans“ aus dem 12. Jahrhundert. Die gleichsam bauliche Antwort der … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2017

Der Jüngling
An die klugen Ratgeber

von Friedrich Hölderlin Ich sollte ruhn? Ich soll die Liebe zwingen, Die feurigfroh nach hoher Schöne strebt? Ich soll mein Schwanenlied am Grabe singen, Wo ihr so gern lebendig uns begräbt? O schonet mein! Allmächtig fortgezogen, Muß immerhin des Lebens … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 24 | 21. November 2016

Ehrung Jenny Erpenbecks in Aachen

von Doris Lauer Am 6. November wurde der Schriftstellerin Jenny Erpenbeck im Aachener Ludwig-Forum für Internationale Kunst der Walter Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen überreicht. Nachfolgend dokumentieren wir die von Doris Lauer gehaltene Laudatio. Die Redaktion Liebe Frau Erpenbeck, sehr geehrte … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 24 | 21. November 2016

Schattenrisse der Erinnerung

von Klaus Hammer Ilse Aichinger, die so bezwingende große alte Dame aus Wien, ist 95-jährig gestorben. In Trauer und Erinnerung an diese beeindruckende Repräsentantin der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur habe ich aus dem Bücherregal eines ihrer letzten Werke, den Erzählband „Unglaubwürdige Reisen“ … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2016

Neue Annäherungen an Franz Fühmann

von Ulrich Kaufmann Franz Fühmann – Erzähler, Essayist, Übersetzer, bis 1958 Lyriker und Kulturfunktionär der NDPD, Kinderbuchautor, Librettist, Verfasser kleiner dramatischer Texte, Szenarist und Förderer jüngerer Künstler (um nur an einige seiner Arbeitsfelder zu erinnern) – wäre im nächsten Jahr … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2016

Sommer in Rasliw

von Erhard Weinholz Vor einigen Wochen habe ich in einer alten Nummer der Po svetu, einer Lernhilfe für den Russischunterricht, ein Bild aus dem Jahre 1951 entdeckt, das mir in ganz besonderem Maße zeittypisch zu sein scheint: Pjotr Isaakewitsch Rosin, … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 18 | 29. August 2016

Keiner Welt zugehörig – zum 75. von Wolfgang Hilbig

von Manfred Orlick Als Wolfgang Hilbig 2002 mit dem Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung geehrt wurde, waren die Feuilletons voll des Lobes. So nannte ihn Die Welt einen „großen Vertreter der literarischen Moderne“, dessen „Prosaarbeiten eine Welt … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2016

Walter Hasenclever – ein Autor verbrannter Bücher

von Jürgen Lauer Zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg findet auch in diesem Jahr so manche Gedenkveranstaltung statt, ob über den Gräbern von Verdun, in einer in Ypern beginnenden Gedenkwanderung durch Belgien oder an der Somme im Gedenken an den … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2016

Auf andere Art so große Hoffnung
Johannes R. Becher zum 125. Geburtstag

von Christian Peter Die Lebensgeschichte des Bürgersohns Johannes R. Becher (1891-1958) vereint Extreme: Kriege und Revolutionen, Terror, Exil, Trümmer und Neuaufbau, Augenblicke des Glücks, Rausch und vor allem die Hoffnung auf das Anderswerden. Becher überlebte drei Suizidversuche. Mit Neunzehn beschließt … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Der Schatten des Vaters

von Erik Baron „Erinnere dich!“, insistierte der tote Horn Mitte der achtziger Jahre in Christoph Heins Roman „Horns Ende“, ohne jedoch selbst in Erscheinung zu treten. Nur als Schatten zwischen den Kapiteln brachte er sich in die Handlung ein. Der … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 4 | 15. Februar 2016

Ein Arbeitsleben für eine Literaturzeitschrift

von Ulrich Kaufmann Im Januar 1953 erschien das erste Heft der Neuen Deutschen Literatur (NDL), einer Zeitschrift, die zunächst von den aus dem Exil zurückgekehrten Schriftstellern Willi Bredel und Franz Carl Weiskopf geleitet wurde. Weiskopf starb jedoch bereits im September … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2015

Schon wieder Bocksgesang – oder: Bohrer an die Front!

von Erhard Weinholz „Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde“, heißt es bei Jean Paul. Solche Postsachen können, wie man weiß, vielerlei enthalten: Bitten, Mahnungen, Erinnerungen, Abrechnungen, Appelle und manchmal sogar Kündigungen. Doch sollten sie, so denke ich, unabhängig von … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2015

Sehnsuchtsort Karalautschi

von Margit van Ham Vielleicht erinnern sich einige Leser an die Schriftstellerin Elisabeth Schulz-Semrau. Sie war in der DDR mit Romanen und Erzählungen bekannt geworden (hier sei die „Suche nach Karalautschi“ genannt). Wie viele ihrer Kollegen aus dem Osten fand … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2015

Bemerkungen

Völkermord – ja, Entschuldigung – Fehlanzeige Es ist erst wenige Wochen her, dass sich das offizielle Deutschland nach langen Jahren der „Zurückhaltung“ dazu durchgerungen hat, den im Jahre 1915 begonnenen Genozid der Türkei an den Armeniern als das zu bezeichnen, … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 13 | 22. Juni 2015

Bemerkungen

Sünde und Genuss Da folgen bei Spiegel-online zwei Meldungen gleich hintereinander: In seinem „Ökomanifest“ kritisiert Papst Franziskus Konsumrausch, Umweltzerstörung und die Unterwerfung der Politik unter die Interessen der Wirtschaft als für die Menschheit selbstmörderisch. Und die andere: Im Schnitt werfen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015

Hermann Hesse und kein Ende

von Mathias Iven Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum uns das Werk Hermann Hesses bis heute so fasziniert? Die seit dem vergangenen Jahr erscheinenden Hesse-Lectures versuchen darauf eine Antwort zu geben. Alleiniger Autor ist Volker Michels, der sich … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015

Klub der toten Dichter

von Heino Bosselmann Nach einem Jahr EOS-Internat hatte ich am Ende der neunten Klasse kein Heimweh mehr. Sommer! Das Wehrkunde-Ausbildungslager war gerade vorbei, und ich fuhr mit dem Rad zu einer Klassenféte über Land. Vorher hatte ich in der „Volksbuchhandlung“ … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 11 | 25. Mai 2015

Des Deutschen mächtig?

von Heino Bosselmann Jüngst meldete die Berliner Zeitung, 40 Prozent der Polizeibewerber der Stadt bestünden den erforderlichen Eignungstest nicht, davon 85 Prozent wegen mangelnder Deutschkenntnisse. – Dies ist kein Problem der Polizei allein. Und doch war es für die deutsche … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2015

Reminiszenz an Hans und Werner Reinowski

von Thomas Zimmermann Hans und Werner Reinowski – zwei Brüder, die längst dem öffentlichen Bewusstsein abhanden gekommen sind. Der eine als großartiger, ewig mahnender Journalist der Bonner, der andere als überzeugter sozialistischer Autor der Ostberliner Republik. Beide, in Bernburg geboren, … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 5 | 3. März 2014

Geburtstagsgruß an einen Dichter

von Wolfgang Brauer Ja doch, wir kannten Biermann und hingen mit glühenden Ohren am Kassettenrecorder, um den Mitschnitt seines Kölner Konzertes vom 13. November 1976 abzutippen. „Die Drahtharfe“ und anderes waren zwar im Bestand der germanistischen Fachbibliothek unserer Hochschule, aber … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 24 | 26. November 2012

Japan in fünf Minuten …

von Sem Pflaumenfeld Manchmal möchte ich gar nicht mehr erzählen, wohin ich reise oder womit ich mich beschäftige. Bei sogenannten gesellschaftlichen Anlässen bekomme ich nämlich meist zwei Reaktionen, die auch nacheinander auftreten können. Welche dabei den Gesprächsverlauf bestimmt, hängt sehr … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 16 | 6. August 2012

Jorge Amado zum 100. Geburtstag

von Manfred Orlick In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebte die lateinamerikanische Literatur einen ungeahnten Aufschwung. Dafür standen Namen wie Pablo Neruda, Jorge Luis Borges oder Gabriel Garcia Márquez. Besonders in den 50er- und 60er-Jahren fanden ihre Werke Eingang … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 8 | 16. April 2012

Der Leser schreibt

von Matthias Käther „Ich fand es sehr konfuss und langweillig.“ V. aus Hassloch über Kafkas „Prozeß“ Eine erfreuliche Nebenerscheinung des Internets, mit der zunächst niemand rechnete, ist, dass es sich nicht nur als Werbemedium, sondern auch als Werbekiller bestens eignet.Heute eine Ware … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 25 | 12. Dezember 2011

Kassandra ging

von Wolfgang Brauer Die DDR hat durchaus Seltsames hervorgebracht. So die Qualität der Beziehungen zwischen Schriftstellern und ihrem Lesepublikum, wie es die schreibenden Zeitgenossen Goethes mit ihrem Ideal einer Kunst-Welt nur erträumen konnten. Die Schriftsteller in der DDR (nicht alle) … Weiterlesen