Archiv des Autors: wolfgangbr

27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Bemerkungen

Unzeitgemäße Gedanken […] Das gute, anständige Buch, die beste Waffe der Kultur, ist fast vollständig vom Büchermarkt verschwunden. Warum es verschwunden ist, ist eine Frage für sich. Nirgends findet man mehr ein vernünftiges, objektiv belehrendes Buch. Dafür haben sich Zeitungen … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Antworten

Wladimir Putin, freudig-aufgeregter Gratulant – Mit „Freude und Aufregung“ sahen Sie nach eigener Aussage dem diesjährigen Internationalen Frauentag entgegen. Immerhin war Ihnen das ein willkommener Anlass, sich mit einer Videobotschaft an die Frauen und Mädchen Russlands zu wenden. Dank Sputnik-International … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Noch einmal Brigitte Reimann

von Mathias Iven Gerade erst wurde mit Neu- und Nachauflagen ihres 50. Todestages beziehungsweise 90. Geburtstages gedacht (siehe Blättchen 5/2023), da gilt es auf zwei bemerkenswerte Neuerscheinungen aufmerksam zu machen. In seiner jüngst vorgelegten Biographie hat Carsten Gansel den Blick vor allem … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Nochmals zur nuklearen Abschreckung*

von Wolfgang Schwarz Effektive Abschreckung ist unsere Lebensversicherung.   Boris Pistorius, Münchner Sicherheitskonferenz 2024     Die Abschreckung ist wahrscheinlich das einzige politische Konzept, das total versagt, wenn es nur zu 99,9 Prozent erfolgreich ist.   Leon Wieseltier, 1983   … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal „Hund Wolf Schakal“ – Maxim Gorki Theater / „Ellen Babic“ – Berliner Ensemble, Neues Haus * Gorki: Drei Streifen und ab ins Verbrechen Ein Spiel, das einfach nur ein Spiel blieb, gab es nicht. Immer hatte … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Auf der Höhe der Macht

von Ernst Ottwalt 1932 erschien bei Hess & Co., Wien / Leipzig, Ernst Ottwalts Buch „Deutschland erwache! Geschichte des Nationalsozialismus“. Die Studie ist eine der frühesten Analysen des Aufstiegs der NSDAP überhaupt und hinsichtlich ihrer Befunde von bestechender Hellsichtigkeit. Der … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Landschaftsbilder im „Nirgendwo“

von Klaus Hammer Bild „2023 März #3, 2023“ (Öl und Acryl auf Leinwand): Der Betrachter taucht ein in das scheinbare Nichts des gemalten Gegenübers – ein saugendes Blau der Fläche. Ein das Bild unten durchziehender Lichtstreifen – die Monochromie eher … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

„Ich wäre fehlerfrei“

von Frank Burkhard Alles eine Frage der Zeit / Es existiert ein Ende / Am Anfang aber steht die Zeit / Ich schlage sie tot“ – so heißt es am Schluss eines Gedichts von Jan Bereska, der durch eine andere … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Die „Tragik der Allmende” und der End-of-Fish-Day

von Jürgen Leibiger Als Anfang März die Verhandlungen der Welthandelsorganisation WTO über den Abbau der weltweiten Fischerei-Subventionen ergebnislos abgebrochen wurden, erreichte Deutschland gerade seinen „End-of-Fish-Day“. An diesem Tag verbraucht Deutschland für das laufende Jahr rein rechnerisch die letzten, unter deutscher … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Der Heldenplatz mit Metroanschluss

von Joachim Lange Es war natürlich kein Skandal, was Frank Castorf, Aleksandar Denić (Bühne) und Adriana Braga Peretzki (Kostüme) da mit Thomas Bernhards „Heldenplatz“ im Burgtheater angestellt haben. Aber eine Erinnerung an das Theaterereignis, das 1988 Österreich erschütterte, gab es … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Zu kurze Arme

von Erhard Crome Seit Anfang des 21. Jahrhunderts befinden wir uns in einer Phase hegemonialen Übergangs. Hegemonialmächte und Imperien als große Mächte im Zenit ihrer Macht agieren anstelle des nicht vorhandenen Weltstaates und nehmen eine internationale Ordnungsfunktion wahr. So zumindest … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Berlinale, Israel, Palästinenser

von Katharina Klages Berlinale, Israel, Palästinenser, Gaza, Juden, Muslime, Film, Kunst, Festivals, Emotionen, Leid, Wut, Feuer, Friedenssehnsucht, Gerechtigkeitsforderungen, Vergeltungszorn, Solidarität, Anständigkeit – und wir so… Mein Eimer Senf dazu nach Mitternacht: Entweder, es wird miteinander geredet, oder es wird miteinander … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

In der Bibliothek

von Renate Hoffmann THULB. Hinter der Kurzform verbirgt sich die „Thüringische Universitäts- und Landesbibliothek“ in Jena mit einem rund 4 Millionen-Bestand. In den 4 Millionen verbergen sich etwa 3400 Handschriften, in denen wiederum ungefähr 350 mittelalterliche Schriften vom 9. bis … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Zeitgeistige Hasenfüße

von Waldemar Landsberger Das Online-Magazin Telepolis, die „Zeitschrift für die gebildeten Online-Stände“(TAZ) vom Heise-Verlag, war bereits im vergangenen Jahr durch geistige Inkonsistenz aufgefallen. Damals ging es darum, ob das Magazin dem Zensur-Eifer des Verfassungsschutzpräsidenten Thomas Haldenwang lieber folgen will oder … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Goethe schweigt für den Frieden

von Detlef Jena Nur ein einziges Mal ist Goethe in Berlin gewesen. Gedemütigt und ernüchtert hat er die Stadt schnell wieder verlassen, zudem voller Sorge um den Frieden in Europa. Die Vorgeschichte ist aus heutiger Sicht bizarr: Am 30. Dezember … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Finanzen 2024 – bisherige Bilanz

Liebe Leserinnen und Leser,   unsere seit Ausgabe 1/2024 vorgetragene Bitte, zur finanziellen Unterstützung des neuen Blättchen-Jahrgangs beizutragen, ist auf ein erfreuliches Echo gestoßen und hat die Finanzierung für 2024 zum größten Teil bereits gesichert.. Dafür allen Spendern, Abo-Verlängerern und … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Erneut blickt Sigrid Damm zurück

von Ulrich Kaufmann Im Jahr 2010, aus Anlass eines runden Geburtstages, formulierte Damm, einen Ringelnatz-Vers aufnehmend: „Einmal nur Blick ich zurück.“ Nun liegt ihr bislang umfangreichster Essayband in vier Abteilungen vor, der überraschenderweise nicht chronologisch angelegt ist. Er blickt von … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Erlesenes

von Thomas Behlert Am 10. Juli 1888 kam Anne Pauline Wilhelmine Schaich in Althütte zur Welt. Sie war eins von sechs Kindern und besuchte nach dem Umzug der Familie eine Frauenarbeitsschule. Eine höhere Schulbildung war nicht vorgesehen. Später lernt sie … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Altruistische Leihmutterschaft als trojanisches Pferd

von Viola Schubert-Lehnhardt Vor einiger Zeit wurde an dieser Stelle über einen Fachtag des Arbeitskreises Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. am 3. November 2023 zum Thema „Ungewollte Kinderlosigkeit – vom Mythos der grenzenlosen Machbarkeit und den Schattenseiten der … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Wie Mao in deutsche Köpfe kam (XV)

von Wolfram Adolphi Es sei „ungefähr seit 1938“ gewesen, meint Lily Abegg in ihrem 1957 erschienenen (und im Teil XIV bereits zitierten) Buch „Im neuen China“, dass „wir alle“ – will heißen: die „ausländischen Beobachter“ – als „Kardinalfrage“ der chinesischen … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Denunziantenarbeit

von Wolfgang Brauer Verpestet ist ein ganzes Land, Wo schleicht herum der Denunziant. (Max Kegel)   Am 22. Februar 1944 übergibt der SS-Untersturmführer und Hauptmann der Wehrmacht Bruno Schultz seinem Chef bei OKW ein dreieinhalbseitiges Denunziationsschreiben, in dem er „zersetzende … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 6 | 11. März 2024

Der Fall George Edalji

von Frank-Rainer Schurich Der Schriftsteller Arthur Conan Doyle, Schöpfer des berühmten Sherlock Holmes, war auch ein Hüter der Wahrheit und Gerechtigkeit. Er klagte mehrfach und vehement das Justiz- und Polizeiunrecht im Vereinigten Königreich der damaligen Zeit an und setzte sich … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Die Lehnitzsee-Konferenz

von Günter Hayn Der Vorgang ist ungeheuerlich. Da treffen sich am 25. November 2023 im „Landhaus Adlon“ am Neufahrländer Lehnitzsee vor den Toren Berlins einige Herrschaften, um das Wochenende miteinander zu verbringen. Das ist zunächst nichts Verwerfliches, die Gegend hat … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Nekrologe 2023

von F.-B. Habel Nun schon in einer kleinen Tradition soll hier Prominenten gedacht werden, die im alten Jahr von uns gingen und die vor allem dem Publikum im Osten in guter, manchmal auch verschütteter Erinnerung sind. An einige wurde im … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Shoah und deutsche Schuld

von Stephan Wohanka In der Berliner Zeitung waren kürzlich zwei Texte zu lesen, die sich mit den jetzt viele Menschen umtreibenden Vorgängen wie Antisemitismus oder der Palästinafrage befassen. Im ersten Text wird behauptet, dass „Deutschland eine Schuld am Holocaust (hat) … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Ja, seid ihr denn wahnsinnig?!?

von Wieland Ulrichs Ihr Autor ist doppelt befangen. Zum einen leitet er seit 2005 KlezPO, das Klezmer-Projekt-Orchester in Göttingen. Wir haben für die beiden Göttinger jüdischen Gemeinden, für das Jüdische Lehrhaus Göttingen und mehrfach für Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit und … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Theaterberlin 

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Im Menschen muss alles herrlich sein“ – Maxim-Gorki-Theater / „Fantomas“ – Volksbühne * Gorki: Mütter und Töchter im Clinch   Breschnew-Sowjetunion, Perestroika-Sowjetunion, Oligarchen-Russland, Mauerfall, Deutschland als Berliner Republik… – Von solch weltenstürzenden Umbrüchen und von Menschen, … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Eizellspende und Leihmutterschaft als Weg zum Kind?

von Viola Schubert-Lehnhardt Auf einem Fachtag des Arbeitskreises Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) am 3. November 2023 unter dem Titel „Ungewollte Kinderlosigkeit – vom Mythos der grenzenlosen Machbarkeit und den Schattenseiten der Reproduktionsmedizin“ wurde das Thema „Eizellspende … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

„Refugium auf Zeit“

von Renate Hoffmann Hochgelegen über dem Saaletal, in der Nähe von Rudolstadt und 35 Kilometer entfernt von Weimar. Das Wasserschloss Kochberg. Seit vergangenen Tagen stets ein gästeoffenes Haus. In der klassischen Periode besonders oft begangen und besucht. Geadelt durch Herrn … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Paul Lendvais Geschichte der Ungarn

von Holger Politt Dem Kulturhistoriker Wolfgang Geier (1937–2023) in Erinnerung.   Wen hätte es nicht schon einmal ins Ungarnland gezogen! Die Lektüre lockt zu großer Fahrt durch mehr als tausend Jahre ungarische Geschichte. Übersicht wie Anschluss sichert der chronologisch gesetzte … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Am Rande der Staatskrise

von Jan Opal, Gniezno Stürmisch schlagen in Warschau die Wellen von Regierung und Opposition gegeneinander. Mit heftigem Scharmützel ging das alte Jahr zu Ende, jetzt droht offenes Schlachtgetümmel. Schien alles gegen Ende des alten Jahres zunächst auf die große Auseinandersetzung … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

KRIEGSTÜCHTIG *

von Eckhard Mieder das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat.   Kriegstüchtig sein, das heißt tüchtig im Morden, tüchtig im Rauben, tüchtig im Lügen, tüchtig in der Dummheit, tüchtig im Hungern, tüchtig in der Krankheit, tüchtig … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Anarcho-Kapitalist in Argentinien an der Macht

von Jürgen Leibiger Um das Jahr 1980 herum hatte sich in der Wirtschaftspolitik der hochentwickelten kapitalistischen Länder der Neoliberalismus durchgesetzt. Ronald Reagan (Reaganomics), Margret Thatcher (Thatcherismus) und Helmut Kohl (Wendepolitik) betrieben unter dem Slogan „Weniger Staat, mehr Markt“ eine Politik, … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Schreiben – wo, wie und warum?

von Uli Jeschke Ich sitze schon wieder auf meiner Bettkante und hacke in die Tasten, der Laptop vor mir auf dem kleinen runden Tischchen. Nicht wirklich bequem, aber irgendwie tue ich das seit vielen Jahren. Dabei habe ich mir das … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

„Die Welt, obgleich sie wunderlich…

von Detlef Jena   … ist gut genug für dich und mich.“ So hat es Wilhelm Busch einst gereimt. Busch hat den Vers keinesfalls auf tiefschürfende Ergebnisse fragwürdiger demoskopischer Umfragen zur allgemeinen Zufriedenheitssituation der Deutschen bezogen. Dafür haben die Menschen … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Rilke – mehr als ein Magier

von Mathias Iven Noch bevor die beiden Jubiläumsjahre 2025 (150. Geburtstag) bzw. 2026 (100. Todestag) mit etlichen Neuerscheinungen und Nachauflagen daherkommen, hat Gunnar Decker eine opulente Biographie des „fernen Magiers“ Rilke vorgelegt. Als Fortschreibung seines erstmals 2004 veröffentlichten Buches „Rilkes Frauen oder … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Nochmals – Robert Kagan

von Hannes Herbst […] wir können keinen Präsidenten überleben, der bereit ist, unsere Verfassung außer Kraft zu setzen.   Liz Cheney, ehemalige republikanische Kongressabgeordnete     Seinem sehr ausführlichen Essay in der Washington Post vom 30. November 2023 darüber, dass ihm eine … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Art Nouveau im Bröhan-Museum

von Klaus Hammer Um 1900 wurde die Kunst der Zeit geprägt von einer Bewegung mit ganz eigenem Stil. Im deutschsprachigen Raum nannte man sie „Secessionsstil“ oder „Jugendstil“, in Frankreich „Art Nouveau“, in Großbritannien „Modern Style“. Alle Lebensbereiche sollten von Kunst … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Finanzierung 2024

Liebe Leserinnen und Leser,   bereits seit dem Jahre 2011 sichern Sie mit Ihren Spenden und durch Ihre PDF- sowie später auch durch eBook-Abos die finanziellen Voraussetzungen dafür, dass wir Ihnen alle 14 Tage anspruchsvollen und interessanten Lesestoff aus den … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Deutsche Wandlungen

von Bernhard Romeike Die derzeitige Ampelregierung erklärte sich bei ihrem Antreten 2021 zu einem „Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“. Nicht lange dauerte es, da entpuppte sie sich als „schlechteste Regierung, die die Bundesrepublik je hatte“ (Sahra Wagenknecht). Ressorts sind … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Wie Mao in deutsche Köpfe kam (XII)

von Wolfram Adolphi Im Jahre 1938 stoppten die japanischen Truppen ihren Vormarsch in China. Ein weiteres Vordringen schien nicht erforderlich. Die wirtschaftlich entscheidenden Gebiete Chinas waren unterworfen; die Kapitulation der Jiang-Jieshi-Regierung schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein; … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Der Star – nicht nur rückwärts betrachtet

von Robert Trieten Begriffsarbeit ist wichtig in schwierigen Zeiten. Deshalb wollen wir uns das auf dem ersten Blick reichlich unverfängliche Wort Star zunächst „von rückwärts anschauen“, wie es Novalis einmal formuliert hat. „Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Vom Wagemut in schlimmen Zeiten

von Wolfgang Brauer Die Berliner Kunsthistorikerin Anita Beloubek-Hammer gehört zu den profiliertesten Kennerinnen der Vorkriegs-Moderne in Deutschland. Seit 1982 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Staatlichen Museen zu Berlin und arbeitete bis 1995 an der Alten Nationalgalerie. Dann wechselte sie zum … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Antworten

Christian Lindner (FDP), Unverstandener – Auf dem Stuttgarter Drei-Königs-Treffen haben Sie es dem Mecker-Volk aber gegeben! Diese Leute sollten sich doch bitteschön „der Realität stellen und etwas unternehmen“! Ja, liebe Bauern, damit meint der Bundes-Kassenverwalter natürlich nicht die Vergeudung von … Weiterlesen


27. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2024

Bemerkungen

In memoriam Wolfgang Geier   Am 24. Dezember 2023 ist Wolfgang Geier gestorben. Geboren wurde er am 15. Juli 1937. Er studierte Philosophie, Soziologie und Kulturgeschichte an der Universität Jena und an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Nach Promotion und Habilitation arbeitete … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Palästina wieder im Krieg

von Peter Petras Über die Kriegssituation im Nahen Osten war hier zuletzt im Blättchen 12/2021 zu berichten. Jetzt ist es noch schlimmer. Mit Stand vom 2. November 2023 wurden am 7. Oktober über 1400 israelische Juden – alles Zivilpersonen – … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Film ab

von Clemens Fischer Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es irgendjemand genau so machen.“ So lautet die Urfassung von Murphy’s Law, … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Die ersten Berliner

von Frank-Rainer Schurich Archäologen, Historiker und Kriminalisten (als „archäologische Polizisten“) haben im Grunde die gleiche Herangehensweise: Anhand der ermittelten materiellen Quellen und Gegenstände, Dokumente, im weitesten Sinne Spuren und Aussagen, Versionen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit darüber anzustellen, was sich in … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Wie Mao in deutsche Köpfe kam (VIII)

von Wolfram Adolphi Am 25. November 1936 verbündeten sich Deutschland und Japan im „Abkommen gegen die Kommunistische Internationale“, kurz: Antikominternpakt. Damit war die offen zum Weltkrieg treibende „Achse Berlin-Tokio“ geboren; der faschistisch-militaristische Antikommunismus zog in die internationalen Beziehungen ein. Es … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Ein Buch als Botschaft

von Herbert Bertsch Es haben sich zehn Jahre Zuchthaus Brandenburg (Honecker) und zwei Jahre Auschwitz getroffen. Joseph Wulf über sein Treffen mit dem SED-Chef (in Die Zeit 35/1974)   Mag es wirklich höhere Fügung oder doch nur simpler Zufall sein, … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Deutschland kriegstüchtig?

von Erhard Crome Boris Pistorius (SPD), derzeit Verteidigungsminister, forderte am 29. Oktober im ZDF: „Wir müssen kriegstüchtig werden.“ Interessant der Pluralis majestatis, sein „Wir“. Er betonte, „in der Truppe“ vollziehe sich das bereits, „in der Politik“ auch, nun aber müsse … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Die Feuer-Ordnungen von Bergen und Garz auf Rügen 1779

von Dieter Naumann Die Mehrzahl der heutigen Gebäude der Stadt Garz ist erst nach dem verheerenden Stadtbrand von 1765 errichtet worden. Insgesamt fünfzig Häuser brannten damals ab, darunter Kapellen und Hospitäler; die Kirche blieb verschont, die Kirchenchronik ging jedoch wahrscheinlich … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Die Wahrheit ertragen?

von Jürgen Hauschke Jeder von uns hat drei Leben, ein öffentliches, ein privates und ein geheimes.   Paolo Genovese   Wir sind im stimmungsvoll mit bunten Luftballons geschmückten Eingangsbereich des Theaters am Potsdamer Platz und freuen uns auf die Premiere: … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Hamas

von Günter Hayn Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Das ist ein althergebrachtes, oft selbstmörderisches Ritual. Irgendwo auf der Welt passiert Übles. Auf einer Seite der Konfliktparteien stehen tatsächliche oder vermeintliche Gegner, „des Westens“ beispielsweise – und schon erklingt … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Der Schrei des Habichts – wohin steuert die Wagenknecht-Partei?

von Wolfgang Hübner Sprachbilder sind mitunter Glückssache. Oder eben nicht. Klaus Ernst, dieser Tage mit der Gruppe um Sahra Wagenknecht aus der Linkspartei und der Linke-Bundestagsfraktion ausgetreten, antwortete neulich auf die Frage, wann es eine neue Partei gebe: Man solle … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Ein Festspiel für die deutsche Sprache

von Joachim Lange Das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt ist der genau passende Ort für das „Festspiel der Deutschen Sprache“. Für die Festspiel-Erfinderin und künstlerische Leiterin Edda Moser ist Bad Lauchstädt eine Insel des guten Geschmacks. Ministerpräsident Reiner Haseloff geht es … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Nietzsche in Weimar

von Mathias Iven Die Humboldtstraße liegt ein wenig abseits des Weimarer Stadtzentrums. Wer sich dorthin aufmacht, hat zumeist nur ein Ziel: das Nietzsche-Archiv in der „Villa Silberblick“. Bei einem Rundgang durch die im März 2020 eröffnete Dauerausstellung „Kampf um Nietzsche“ … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Lauter Bündnisse

von Jan Opal, Gniezno Nach seinen Sondierungen verkündet Polens Staatspräsident Andrzej Duda, dass ihm zwei namentliche Vorschläge für das Amt des Ministerpräsidenten auf dem Tisch lägen: Mateusz Morawiecki und Donald Tusk. Beide, so heißt es aus dem Präsidentenpalast, hätten versichert, … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Familiengründung mittels Eizellspende

von Viola Schubert-Lehnhardt Clemens Heyder möchte mit der Druckfassung seiner 2021 in Bielefeld vorgelegten Dissertation einen Beitrag zu einer notwendigen gesamtgesellschaftlichen Debatte über die Familie und ihre Entstehungsbedingungen sowie die ethische Dimension reproduktionsmedizinischer Unterstützung leisten. Sein erklärtes Ziel dabei ist, … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Waltraut Engelberg

von Mario Keßler Am 22. Oktober verstarb im hohen Alter von 94 Jahren die Germanistin und Publizistin Waltraut Engelberg, Sie galt zu Recht, war aber weit mehr, als die kongeniale Mitarbeiterin ihres Ehemanns, des Historikers und Bismarck-Biographen Ernst Engelberg (1909-2010), … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Tödliche Fälschung: „Die Protokolle der Weisen von Zion“

von Detlef Jena Umberto Eco persiflierte 2010 in seinem Roman „Der Friedhof in Prag“ mit skurrilem Spagat zwischen Enzyklopädie und Karl May eine der verhängnisvollsten Verschwörungstheorien der Geschichte: „Die Protokolle der Weisen von Zion“, die den Juden unisono die Schuld … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

In Böhmens Hain und Flur, Mähren nicht zu vergessen … (II)

von Wolfgang Brauer Das Schloss mit dem ganz großen Verrat ist Náchod. Gebaut als Grenzburg zwischen Böhmen und Schlesien war es zur Zeit des Böhmischen Aufstandes im Besitz von Albrecht Jan Smiřický. Der legte selbst Hand mit an, als am … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Zweite Wissenschaftskultur

von Ulrich Busch Der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik und die nachfolgende Transformation der ostdeutschen Gesellschaft, ihre Integration und Subordination in die Bundesrepublik, betraf auch die Wissenschaft. Dies hatte insbesondere für die Gesellschaftswissenschaften in der DDR einschneidende Folgen. Diese lassen … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Binders Buchbasar

von Balthasar Binder Wer eifriger Sollorz-Leser ist, kennt den Paul schon. Einen Paul. Denn die Geschichten aus´m Osten um „Paul und andere“ erschienen nach einem munteren Kolumnen-Leben schon vor über dreißig Jahren und machten dem gleichgeschlechtlich liebenden Publikum viel Vergnügen. … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Antworten

Jutta Müller, Eislaufwunder – So richtig an die Spitze haben Sie es selbst nie gebracht. Das mag auch an der „schlechten Zeit“ gelegen haben, wie viele Angehörige Ihrer Generation leicht verschämt gerne sagten. Aber dann schafften Sie es, zur erfolgreichsten … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2023

Bemerkungen

Alarmglocken   Bereits im September 2023 hatte die taz ein Interview mit dem Politologen Philipp Rhein – er arbeitet an der LMU München und an der Uni Tübingen – veröffentlicht, in dem dieser über die Ergebnisse seiner Befragungen von Wählerinnen … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Bemerkungen

Nazis in Thüringen   In Bezug auf Faschismus und Nationalsozialismus kann der Freistaat Thüringen auf eine lange Tradition zurückblicken. Oft an erster Stelle marschierten seine Einwohner gegen Juden oder Kommunisten, wenn diese ausgemerzt werden mussten. Das zieht heute wieder verstärkt … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Film ab

von Clemens Fischer Richard III. war der letzte englische Throninhaber aus dem Hause Plantagenet, dem seit dem zwölften Jahrhundert so legendäre Könige wie Richard Löwenherz – allen Fans von Ivanhoe und Robin Hood bestens vertraut – und sein Bruder Johann Ohneland … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Bonzos Auge

von Frank-Rainer Schurich Ich müsste mal etwas aus meinem Leben für die Kinder und Kindeskinder aufschreiben.“ Das hat man schon sehr oft gehört, fast immer mit dem Nachsatz: „Wenn ich einmal nicht mehr bin, ist alles verloren.“ So ist es. … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Gegen den Faschismus der Herzen

von Günter Hayn Im Zweiten Weltkrieg starben mehr als 5,5 Millionen deutsche Soldaten. Das sind 5,5 Millionen Wunden, die in die deutschen Familien gerissen wurden. Dazu kommen noch 1,2 Millionen zivile Opfer. Wie gedenkt man ihrer? Die Hilflosigkeit im Umgang … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Weser abwärts

von Alfons Markuske Etappe fünf – von Minden nach Nienburg, knapp 60 Kilometer. Sogenannte Scheunenviertel waren hierzulande über Jahrhunderte eine gebräuchliche Methode, um überlebenswichtige Güter – vor allem Lebens- und Futtermittel – einerseits zentral, vor allem aber außerhalb von brand- oder … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Wem gehört die Ukraine?

von Detlef Jena Der ukrainische Präsident Selenskyj sowie Spitzen von EU und NATO schwören darauf, dass die Ukraine aus dem Angriffskrieg Russlands als politischer und militärischer Sieger hervorgeht. Sie soll ein in sich gefestigter demokratischer Staat werden – ein glänzender … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Sarajevo – ein Kaleidoskop europäischer Geschichte

von Klaus-Dieter Felsmann Bei den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo setzte sich das Ländchen DDR erstmals an die Spitze des Medaillenspiegels eines solchen sportlichen Großereignisses. Katarina Witt, Jens Weißflog oder Karin Enke gehörten damals zu den Siegern. Gleich doppeltes Gold … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

In Böhmens Hain und Flur, Mähren nicht zu vergessen … (I)

von Wolfgang Brauer Jean Paul konnte über das Verzehren eines Wurstzipfels auf einer Wanderung in das Fichtelgebirge – wo sein Wanderer nie ankam … – schreiben, und es entstand große Literatur. Aber das war Jean Paul und ist inzwischen 227 … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Das Unmögliche in seinen Möglichkeiten – nur ein Traum?

von Peter Jarchow Wagt man heute, das Internet nach aktuellen Unmöglichkeiten zu befragen, schlagen einem Aussagen wie die folgenden entgegen: „Weniger Sonderbehandlung für Ukrainer ist schier unmöglich“ – „Wirten wie vor 30 Jahren ist heute kaum möglich“ – „Rauchen bald unmöglich“ – … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Nobelpreis für Forschungen zur Gender Gap

von Jürgen Leibiger Werden die weltweiten Fortschrittsraten bei der Schließung der Geschlechterkluft in der ökonomischen Teilhabe von Frauen der Jahre 2006 bis 2023 extrapoliert, dann wird es noch 169 Jahre dauern bis sie geschlossen ist.“ So wird in diesen Tagen … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Menschliche Tiere?

von Michael Geiger Erst der brutale Stellungskrieg in der Ukraine, nun die verheerenden Terroranschläge gegen Israel, all das schockt, empört und radikalisiert auch die Sprache. Ist die Formulierung des israelischen Verteidigungsministers angesichts der Terroranschläge gegen Israel, dass die Hamas-Milizen nichts … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Abgewählt

von Jan Opal, Gniezno Die Zeit der nationalkonservativen Alleinregierung in Polen ist vorbei. Der Wählerwille hat am 15. Oktober entschieden, am Ende war es weniger knapp als weithin erwartet. Gut zu sehen am Ergebnis für den Senat, dem Oberhaus im … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Fatale Trugschlüsse

von Sarcasticus Ende August 2023 hatten Peter Brandt, Hajo Funke, Harald Kujat und Horst Teltschik einen detaillierten Vorschlag für eine Verhandlungslösung des Ukraine-Krieges (siehe Blättchen 19/2023) unterbreitet und unter anderem damit begründet, dass sich bereits „seit einiger Zeit“ abzeichne, „dass … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Chaim Soutine – wirklich nur ein Außenseiter der Moderne?

von Klaus Hammer Der Künstler, der die Verselbständigung der Farbe am weitesten geführt hat, war kein deutscher Expressionist, sondern der französische Maler belorussisch-jüdischer Abstammung Chaim Soutine. Er wuchs in Smilovitchi, einer kleinen, 20 km von Minsk entfernten jüdischen Stadt im … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Mit List hat man mich gefangen

Anonym Wo soll ich mich hinwenden, Bei der betrübten Zeit? An allen Orten und Enden Ist nichts als Krieg und Streit. Rekruten fanget man, So viel man haben kann; Soldat muss alles werden. Es sei Knecht oder Mann.   Mit … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Argentinien vor einem Rechtsruck?

von Achim Wahl Die argentinische Ausgabe der Voz de America (Voice of America) berichtete im Mai dieses Jahres unter dem Titel „Umstrittener und exzentrischer argentinischer Ökonom gewinnt in Umfragen an Zustimmung“ über eine Veranstaltung des argentinischen Ökonomen Javier Milei. „Der … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Brandmauer

von Stephan Wohanka Nach § 30 Absatz 1 der Musterbauordnung müssen Brandmauern „als raumabschließende Bauteile feuerbeständig sein und aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen; sie müssen so beschaffen sein, dass sie bei einem Brand ihre Standsicherheit auch unter zusätzlicher mechanischer Beanspruchung … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Empfang bei Herrn Goethe

von Renate Hoffmann Auf einem vergilben, beschädigten, aber noch lesbaren Zeitungsblatt aus dem Jahr 1934 las ich folgende Notiz: Geheimrat Johann Wolfgang Goethe habe in der Zeit zwischen 25. April und 3. Mai 1798 „sieben Dejeuners“ gegeben. Anlass bot ein … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Die Linke und Israel heute

von Mario Keßler Im Spanienkrieg kämpfte 1936–1939 ein palästinensisches Bataillon zur Verteidigung der Republik gegen den Faschismus. Ihm gehörten jüdische und arabische Freiwillige an. Zur gleichen Zeit organisierte die von der britischen Kolonialmacht in die Illegalität gedrängte Kommunistische Partei Palästinas … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Antworten

Klaus Höpcke, Umstrittener – Sie wurden immer wieder mal „Bücherminister“ genannt. Das gefiel Ihnen. Sie selbst sprachen gerne vom „Leseland DDR“. Das hob nicht zuletzt auch die Bedeutung der von Ihnen von 1973 bis 1989 geleiteten Hauptabteilung Verlage und Buchhandel … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Schwurbler und Verschwörungstheoretiker

von Erhard Crome Nach Beginn des Angriffs der Hamas auf Israel titelte Der Tagesspiegel: „Iran und Russland wollen den Westen zermürben. Dieser Flächenbrand hat System.“ Seine Perspektive präsentierte er so: „Tote in der Ukraine, Tote in Israel, Tote im Mittelmeer: … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Mad Magic!“ – Varieté Wintergarten / „Planet B“ – Gorki Theater * Wintergarten: O selige Kindergartenzauberzeit   Immer und immer wieder hängt die Frage im Raum: Wie geht das? Wie kann das sein? – Die Antwort: … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Bemerkungen

Auch eine Stimme Russlands   „Der Krieg, den Russland gegen die Ukraine auslöste, ist eine Schande. Er ist unsere Schande, aber leider werden auch unsere Kinder und noch weitere Generationen von Russinnen und Russen dafür Verantwortung tragen müssen. Wir wollen … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Antworten

Jewgeni Wiktorowitsch Prigoschin, vermutliches Opfer eines Flugzeugabsturzes – Sie werden das russische Sprichwort gekannt, aber offensichtlich nicht ganz ernst genommen haben: „Wer den Teufel an den Schwanz fasst, den fasst er an die Seele“. Im Deutschen sagt man: „Wer mit … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Der Komponist Reiner Bredemeyer

von Wolfgang Brauer Für Ute Bredemeyer   Es gab Zeiten, da leisteten sich die Schauspielbühnen des Landes eigene Orchester – und fest an das Haus gebundene Komponisten. Dazu gehörte das Deutsche Theater Berlin, an dem 33 Jahre lang Reiner Bredemeyer … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Bocksgesänge. Zur Chronotopie bei Schostakowitsch

von Gerhard Müller Friedrich Engels konstatierte, als er sich mit den Romanen von Balzac beschäftigte, daß Realismus die Abbildung der Wirklichkeit in den Formen der Wirklichkeit sei. Das war der Artikel 1 im Katechismus des sozialistischen Realismus. Wer gegen ihn … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

NATO und Ukraine – Denkspiele

von Wolfgang Schwarz Die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) mit Sitz in Berlin gilt gemeinhin als Denkfabrik von Bundesregierung und Parlament. Ob und wann diese sich von SWP-Papieren, -Ratschlägen und anderen -Outputs, respektive zu welchen Fragen und Problemen tatsächlich leiten … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Zu politischem Denken und Handeln heute

von Stephan Wohanka Wenn alles bleiben soll, wie es ist, muss sich alles ändern. (Der junge Tancredi zum alten Fürsten Salina in Lampedusas „Der Leopard“)   Johannes Vogel, stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP, befragt zu den endlosen und ermüdenden Streitereien in … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

MEINST DU, DIE RUSSEN WOLLEN KRIEG?

von Frank Viehweg nach Aleksandr Ratner Meinst du, die Russen wollen Krieg? Die Stille, die doch einstmals schwieg, Sie existiert schon lang nicht mehr – Der Stummfilm endete seither. Meinst du, die Russen wollen Krieg? Für alle aus der Republik … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Über Vertrauen

von Viola Schubert-Lehnhardt Der Titel des Bandes „Vertrauen in der Medizin“ lässt zunächst vermuten, dass es ausschließlich um Fragen innerhalb des Gesundheitswesens ginge – dem ist jedoch erfreulicherweise mitnichten so. Vielfach werden tagesaktuelle Beispiele, vor allem zum Krieg in der … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Asta auf der Insel

von Renate Hoffmann Geboren am 11. September 1881 in Kopenhagen, gestorben am 25. Mai 1972 daselbst; getauft auf die Namen Asta Sophie Amalie Nielsen. Die Familie lebt in ärmlichen Verhältnissen und wechselt zeitweilig nach Schweden (Malmö). Das Theater und seine … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

50 Jahre Militärputsch in Chile

von Manfred Orlick Am 11. September 1973 stürzte der von den USA maßgeblich geförderte General Augusto Pinochet die freigewählte linke chilenische Regierung des Präsidenten Salvador Allende. Mit Allendes Freitod endete der Versuch eines demokratischen Sozialismus auf dem südamerikanischen Kontinent, der … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Mea culpa?

von Erhard Crome Im Blättchen 17/2023 (Waldemar Landsberger) wurde darauf aufmerksam gemacht, dass der deutsche Inlandsgeheimdienst unter seinem Chef Thomas Haldenwang zur obersten Zensurbehörde in Deutschland ausgebaut wird. Inhaltliche Positionen, die in der Vergangenheit als legitime Äußerungen in einer demokratischen … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Ach, diese Reußen – einst und jetzt

von Detlef Jena Ein altes geflügeltes Wort geistert nachhaltig durch Thüringens Gaue: „Ist er auch kein Feiner, so ist er doch ein Schleiz-, Greiz-, Lobensteiner.“ Ein parodistisches Aperçu auf die unendliche Zahl der Fürsten Reuß mit dem urdeutschen Vornamen Heinrich … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Wie bewerten die Völkischen das Volk?

von Oskar Stillich Man sollte meinen, dass diejenigen, die von der Volkheit ausgehen, den Geist des Volkes anbeten, ihn geradezu mystifizieren und ihm in der Theorie eine höchste Wertung zu Teil werden lassen, auch das Volk im gewöhnlichen Leben unendlich … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

David Ricardos Suche nach dem absoluten Wert

von Jürgen Leibiger Politische Ökonomie genoss Anfang des 19. Jahrhunderts in den gebildeten Kreisen Englands eine erstaunliche Popularität und David Ricardo, der am 11. September 1823 starb, war einer ihrer Stars. Sie war so angesagt, dass Jane Haldimand Marcet, in … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Im Zusammenspiel der Figuren, Formen, Farben – und Phantasie

von Klaus Hammer In ihrem Sommersalon nimmt uns die Berliner artnow Gallery mit auf eine Zeitreise in die Bilderwelt der klassischen Moderne, die sie gemeinsam mit der Salongalerie „Die Möwe“ veranstaltet. Klassische Moderne ist eigentlich die vage Bezeichnung jener Kunstwicklung … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Über die „Kunst“ des Unterrichtens

von Peter Jarchow Das Bildungswesen unserer Tage ist beklagenswert. Allerorten gibt es permanent akuten Lehrermangel, vergeblich verlangen Schulen dringende Reparaturen ihrer Gebäude und Einrichtungen. Die Schülerschar ist unterschiedlicher Herkunft, auch unterschiedlich in ihrer Lernbereitschaft. Es ergeben sich Fragen: Ist es … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Fast wie beim Parteilehrjahr

von Hannes Herbst Stellt man der Suchmaschine Microsoft Bing, die mit einer Künstlichen Intelligenz arbeitet, die Frage, wie viele zivile Opfer es bei den konventionellen US-Flächenbombardements gegen japanische Städte im Zweiten Weltkrieg gab, enthält die Antwort unter anderem diese Passage: … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Erstens kommt es anders …

von Jürgen Hauschke Wer kennt nicht die Fortsetzung, „zweitens als man denkt“. Ein anderer bekannter Spruch von Wilhelm Busch lautet: „Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders, als man glaubt.“ Das ist allgemeine Lebenserfahrung. So weit, so gut. Angela Merkel … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Wie Mao in deutsche Köpfe kam (IV)

von Wolfram Adolphi Immanuel Gottlieb Genähr, zum Zeitpunkt seiner in Teil III zitierten China-Artikel aus den Jahren 1931 und 1932 bereits 75jähriger Missionar der Rheinischen Mission in China und in dieser Funktion Nachfolger seines Vaters und Missionsgründers Ferdinand Genähr (1823-1864), … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Carl von Ossietzky in Pankow

von Harald Bröer Der Ortschronist Rudolf Dörrier hinterließ dem Freundeskreis der Chronik Pankow e. V. einen Teil seines Nachlasses. Darunter befindet sich eine gebundene Ausgabe der Zeitung Rund um die Panke aus den Jahren 1956 und 1957. In der ersten … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023

Der Weg nach oben

von Frank-Rainer Schurich „Ein großer Mathematiker hat einmal gesagt, als Gott Himmel und Erde schuf und Licht und Dunkel und Wasser und Erde und Oben und Unten trennte, da habe er sich als Mathematiker erwiesen, denn diese Taten setzten die … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Durch Spaniens Norden (VI)

von Alfons Markuske Der Parador von Alcañiz im Süden der Region Aragon – im Mittelalter neben Kastilien das zweitwichtigste christliche Reich in Spanien – thront förmlich über der Stadt. Wie der Porkpie auf dem Haupte von Gene Hackman in „French … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

E. A. Poe und der Fall Richard Parker

von Frank-Rainer Schurich Der junge Edgar Allan Poe (1809 bis 1849), mit zwei Jahren Vollwaise, konnte zunächst alle Vorzüge eines gut betuchten Großbürgerhaushalts genießen, verarmte aber, als ihm sein Wahlvater, der Kaufmann John Allan, aus unbekannten Gründen jegliche finanzielle Unterstützung … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Rahel und Charlottengrad

von Wolfgang Brauer Ich treffe Anette Daugardt in einem kleinen Straßencafé im Kiez zwischen Otto-Suhr-Allee und Bismarckstraße. In dieser Gegend ist die Berliner Schauspielerin zu Hause. Ein Stück weiter weg in der Kantstraße gründeten sie und ihre Freunde das unbehauste … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Alles wie bei den Männern?

von Michaela Klingberg Ab Mitte Juli findet die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Australien und Neuseeland statt. Seit der furiosen Europameisterschaft 2022 in England steigt der Zuschauerzuspruch sowohl in den Stadien als auch vor den Endgeräten. Beim Deutschen Fußballbund (DFB) hat … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Zwischen Skylla und Charybdis

von Günter Hayn Streubomben sind Teufelswerk. International weitgehend geächtet gelten sie als hinterhältige, unmoralische Waffe. Die sozialistischen Länder – allen voran die Sowjetunion – geißelten seinerzeit zu Recht den Einsatz der „Ananasbombe“ (BLU-3 Pineapple) durch die USA in ihren Kriegen … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Wie Mao in deutsche Köpfe kam (I)

von Wolfram Adolphi Am 9. August 1930 stießen die Leserinnen und Leser des Vorwärts – des Zentralorgans der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands – auf Seite 2 ihrer Zeitung auf einen Artikel mit der Überschrift „Tschu-Mao. Der Popanz des ‚Temps‘“. Unter dem … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Kein furchtbarer Jurist

von Ernst Reuß Der vor 120 Jahren am 16. Juli 1903 in Stuttgart in einer liberalen jüdischen Familie geborene Fritz Bauer war im Gegensatz zu vielen Mitläufern im Dritten Reich kein „furchtbarer Jurist“. Er war für die Aufklärung von Naziverbrechen … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Privileg oder Fluch?

von Klaus-Dieter Felsmann Inzwischen ist es fast fünfundzwanzig Jahre her, dass ich meinen Wohnsitz in Berlin gegen eine Bleibe in Brandenburg eingetauscht habe. Ich brauchte einfach Abstand zu all den gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Umbrüchen, die in der Hauptstadt mit … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Die Zentralbank und die Profiteure der Inflation

von Ulrich Busch Im Jahr 2022 war die Inflation laut einer Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie für 83 Prozent der Deutschen das beherrschende und alles andere überragende Thema. Gegenwärtig ist das offenbar nicht mehr so. Die Menschen haben sich … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Kurt Hiller und die Demokratie

von Hermann-Peter Eberlein Kurt Hiller und die Demokratie – das ist kein Verhältnis, das man in einem Satz auf den Punkt zu bringen vermöchte, hat sich doch Hiller sein Leben lang mit Fragen von Politik und Gesellschaft, Staat und Verfassung … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Brauchen wir einen neuen Messias?

von Jutta Grieser Der Blick wandert die graue Fassade hinauf. Einziges Farbelement – Farbtupfer zu sagen wäre eine maßlose Übertreibung – ist etwas Ocker, der auf ein halbes Dutzend Balkone und eine kahle Stirnseite verteilt ist. Achtzehn Etagen hoch ist … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Himmelssegler

von Renate Hoffmann Die Schwalben, die Schwalben, die sieht man allenthalben. Auf geheime Weise zieh‘n sie ihre Kreise. Tanzen durch die Lüfte, stürzen sich in Klüfte dunkler, stiller Gassen, jagen durch belebte Straßen.   Die kühnen Segler schweben, sie wollen … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Beethoven der Erste, der Größte?

von Peter Jarchow Wenn man die Zeit, in der wir jetzt leben, mit wachen Sinnen erlebt, erlebt man immer und überall ein unschönes, gedankenloses Entweder – Oder. Entweder ist es das Schlechteste, das bekämpft werden muss, oder es ist das … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Feuchtwanger und das Judentum

von Mathias Iven Heute erscheint es uns selbstverständlich, dass sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu allen Fragen der Politik, der Wirtschaft, der Kunst oder zu den tausend Dingen des alltäglichen Lebens äußern. Vor einhundert Jahren war das bei weitem nicht so. … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Victory Is Possible – ?*

von Sarcasticus Atomwaffen wurden bereits […] eingesetzt, es gibt also kein Tabu!   Dmitri Medwedew, Ex-Präsident Russlands   Ein Atomkrieg als Heilmittel […] ist ebenso hilfreich wie eine Guillotine gegen Kopfschmerzen.   Irina Panina, Direktorin des Moskauer Institutes für internationale … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Secessionen – Vom Fin de Siècle in die Moderne

von Klaus Hammer Franz von Stuck war einer der selbstbewussten Malerfürsten, dessen Reputation europaweit anerkannt wurde. Seine Bilder, in kostbare Rahmen gefasst, beschwören eine stilisierte Welt symbolischer Verschlüsselungen, es sind gleichsam verweltlichte Andachtsbilder. So hat er seine berühmte „Die Sünde“ … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Symbolpolitiken

von Erhard Crome Der NATO-Gipfel in Vilnius am 11. und 12. Juli 2023 war bereits im Vorfeld mit erwarteter Bedeutsamkeit aufgeladen worden. Es war der dritte seit Beginn des russischen Krieges in der Ukraine – 2022 gab es am 24. … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Der stille Krieg zwischen Künstlern und Macht

von F.-B. Habel Ein großer Internationalist, trotz seines deutsch klingenden Namens ein Bulgare, ein Philosoph unter Filmemachern und Politikern, war Angel Wagenstein, dem es vergönnt war, ein ganzes Jahrhundert zu durchleben und mitzugestalten. Ende Juni ist er im 101. Lebensjahr … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Trara – die Post war noch mal da…

von Detlef Jena Es soll ja ernste Überlegungen in den sozialen Medien geben, ob man den altbekannten Gassenhauer: „Ich bin die Christel von der Post …“ überhaupt noch singen darf. Warum? Ja, das weiß in diesem Metier niemand so recht. … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Bemerkungen

Menschenwürde und Justizvollzug   Der kürzlich erschienene Jahresbericht 2022 der Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter zeigt, dass es in deutschen Haftanstalten nach wie vor zu Verletzungen der Menschenwürde von Gefangenen kommt. „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2023

Antworten

Heide Simonis (SPD, Aufrechte – Menschen wie Sie scheitern immer an den Grenzen, die Kleingeister und ewig Gestrige im Halbdunklen ziehen. Beliebt sind dabei Stiche von hinten in den Rücken. 2005 mussten Sie das im Kieler Landtag erfahren. Dass Sie … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Durch Spaniens Norden

von Alfons Markuske, zz. Seu d’Urgell, Katalonien Unser Parador im galicischen Cambados – nur durch eine breite Uferpromenade von den Gestaden des Atlantiks getrennt – befindet sich im Pazo de Bazán, einem ehemaligen Herrschaftshaus, dessen Ursprünge im 17. Jahrhundert liegen; die … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Van der Lubbe – ein Einzeltäter?

von Gerhard Jaap Vor über 90 Jahren brannte in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933 der Berliner Reichstag. Der Plenarsaal wurde völlig zerstört, die Seitenflügel wiesen aber wie durch ein Wunder nur kleinere Schäden auf. Als Einzeltäter … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Technologietransfer als tätige Freundschaft

von Wolfram Adolphi Von „tätiger Freundschaft“ – so sagt es die Einleitung – handelt dieses Buch. Das ist – zum Glück! – viel mehr, als der dürre Titel „Technologietransfer“ erwarten lässt. Und es geht auch nicht, wie die Unterzeile verheißt, … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Forensik – Gutachter und Schlechtachter

von Frank-Rainer Schurich Man will es kaum glauben: Ausgerechnet die Publikumszeitschrift DAS MAGAZIN mit den Schwerpunkten Kultur und Lebensart, die in der DDR wegen der Aktfotos eine heißbegehrte Ware war, hat in ihrem Heft 1/2023 eine Diskussion um den Wert … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Drei Länder machen Festival

von Frank Burkhard Das nunmehr zum 20. Mal unter Selbstausbeutung freiwilliger Filmenthusiasten abgehaltene Neiße-Filmfestival (NFF) hat eine besondere Bedeutung als Flächenfestival. Es findet mit seiner Keimzelle im zwischen Zittau und Görlitz gelegenen Großhennersdorf im Dreiländereck in Deutschland (mit den meisten … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Südafrikanische Verhältnisse

von Ulrich van der Heyden Wer als Tourist im südafrikanischen Herbst, wenn bei uns in Europa der Frühling in den Sommer übergeht, ins Land am Kap reist, wird – wenn er über vorjährige Vergleichsmöglichkeiten verfügt – viele Veränderungen feststellen können. … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Ethnograf mit dem Pinsel – der Orientmaler Wilhelm Gentz

von Klaus Hammer Während sein Jugendfreund Theodor Fontane die Mark durchwanderte und deren Landschaft und Geschichte in den Schicksalen von Junkern, Pfarrern, Adel, Volk und Bürgern porträtierte, verlegte Wilhelm Gentz die Ruppiner Landschaft in den Orient, steckte die braven Neuruppiner … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Stationen eines „staatlich anerkannten Widerstandskämpfers“

von Peter Jarchow Oktober 1968. Stadtgericht Berlin. Prozess im Zusammenhang mit den Ereignissen des Prager Frühlings. Der Richter: „Angeklagter Jarchow, Sie werden wegen Staatshetze und Staatsverleumdung zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten verurteilt, ausgesetzt auf Bewährung von 1 ½ Jahren.“ … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Hase und Schlange

von Jutta Grieser Im Deutschen kennt man das Idiom von dem Kaninchen, welches beim Anblick einer Schlange vor Angst gelähmt ist. Das ist ein wenig verwunderlich, weil es zwar Hasen hierzulande gibt, aber kaum giftige Reptilien, die das Langohr erschrecken … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Auf der Suche nach Menantes

von Detlef Jena Nein, in Weimar findet man Menantes nicht, zumindest nicht so direkt. Weimar war seit Kaiser Wilhelm I. die geistig-kulturelle Waffenschmiede des Reichs. Kunststück! Des Kaisers Gattin Augusta stammte aus Weimar. Wortgewaltig und streitbar betonte sie, alles, was … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Thersites

von Eckhard Mieder 1. Stänkerer! Hetzer! Krankes Hirn! Getrieben Von der Wollust des Widersprechens, dem Kitzel Der Lästerung, Du Urahn der Rebellen, Verrückten, Revolutionäre; wenig unterscheidet die einen von Den anderen: sie müssen sein wie die Hefe im Teig, Dass … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

LÄCHELN

von Henry-Martin Klemt Als ich ein Kind war, glaubte ich, alles, was ich liebe, liebte auch mich, und ich liebte fast alles, sogar unter den Menschen die meisten. So wurde ich fröhlich, wurde ich einsam. Ich liebte mein Spielzeug, es … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Oberfläche und Untergrund der Proteste

von Dieter Segert Ende November 1989 zeigte uns der von Demonstranten gefüllte Wenzelsplatz in Prag, dass bei unseren Nachbarn die alte Ordnung ins Rutschen kam, spät aber immerhin. Neulich, am 16. April, waren wieder Zehntausende auf dem Václavské náměstí. Was … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Erikas (Rügen-) Reise

von Dieter Naumann Thekla Charlotte von Gumpert (1810-1897), verheiratete von Schober, gilt als Begründerin der trivialen Kinder- und Jugendliteratur, mit der sie vor allem die jungen Mädchen auf die Gesellschaft vorbereiten wollte; auf eine ständische Gesellschaft, geprägt durch Preußentum und … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Für den Osten, wider den Westen

von Stephan Wohanka Jeden Tag kann man auf hiesigen Straßen und Plätzen, in den Medien und namentlich im Internet, eine Auseinandersetzung der Menschen über ihre Haltung zu Russland verfolgen. Das Spektrum dieses Streites reicht von soliden, historisch oder politologisch fundierten … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Der Wunsch als Vater der Politik

von Erhard Crome Die Präsidentenwahlen in der Türkei 2023 sind inzwischen Geschichte. Recep Tayyip Erdoğan erhielt in der Stichwahl am 28. Mai 2023 52,18 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der zweite Wahlgang war erforderlich, weil er im ersten Wahlgang am 14. … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

China: Politische und strategische Perspektiven

von Walter Schilling Wer es unternimmt, das internationale System zu beschreiben, wird nicht umhin können, den phänomenalen Aufstieg Chinas zur führenden Weltmacht in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Die gelegentlichen Probleme der politischen Führung Chinas mit der Bewältigung der … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Bemerkungen

Aus: Über wirkungsvollen Pazifismus   […] Man kann nämlich auch zu Hause bleiben. Und man kann nicht nur zu Hause bleiben. Wieweit zu sabotieren ist, steht in der Entscheidung der Gruppe, des Augenblicks, der Konstellation, das erörtert man nicht theoretisch. … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Antworten

Robert Habeck (Die Grünen), Bundeswirtschaftsminister, sozial vorbildlich – Wie Sie Ihrer Fürsorgepflicht als Dienstvorgesetzter im Falle des gestrauchelten Ex-Staatssekretärs Patrick Graichen nachgekommen sind, das könnte wahrlich Schule machen, wenn – das Verfahren in Regierungskreisen nicht längst Standard für die Versorgungsabsicherung … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2023

Von wegen Lina E. …

von Günter Hayn Das Oberlandesgericht Dresden verurteilte am 31. Mai 2023 die linke Studentin Lina E. „wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung“ zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten. An dieser Stelle sollen jetzt weder Strafmaß noch die … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Die Spur der Schweine

von Frank-Rainer Schurich In der symbolischen und realen Weltordnung stehen die Tiere ganz unten. Wie diese Ordnung am besten zu interpretieren ist, hat niemand genauer zum Ausdruck gebracht als der englische Schriftsteller George Orwell. In seiner 1945 erschienenen Fabel von … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Der Fall Erich Schromm

von Gerhard Jaap Es mag Ende 1999 gewesen sein, als das Telefon klingelte. Ich meldete mich, und am anderen Ende sagte jemand außerordentlich charmant: „Grüß Gott aus Bayern! Hier ist der ‚Begonienmörder‘.“ Mir war sofort klar, dass sich am anderen … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Matthias Biskupek – Der „Wortarbeiter“

von Ulrich Kaufmann In seinem „Online-Tagebuch 2008-2021“ spricht Matthias Biskupek immer wieder vom „TLQ“, dem „Thüringer Literaturquintett“, zu dem auch er sowie der verstorbene Eichsfelder Hans-Jürgen Döring gehörten. Immer wieder ist dieses Quintett aufgetreten, auch um durch die gespendeten Honorare … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Linker Sonderparteitag nötig

von Michael Brie Der Vorstand der Partei Die Linke gibt sich die größte Mühe, den Bürgerinnen und Bürgern deutlich zu machen, dass diese Partei nicht gebraucht wird. In einem Augenblick, da 575.000 Menschen ein „Manifest für den Frieden“ unterschrieben hatten … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Dokumentiert: Dummheit des Jahres 2022

von Gleimhaus Halberstadt Zum zweiten Mal vergibt das Gleimhaus Halberstadt die Schmähauszeichnung „Dummheit des Jahres“. Im Januar war die Öffentlichkeit aufgerufen, Vorschläge einzureichen. Knapp 100 Einsendungen sind eingegangen. Nun liegt das Votum der Jurorin, Professor Heidi Kastner (Linz), Expertin für … Weiterlesen


Hamburg, Kunsthalle – fatal. Aber nicht nur …

von Hans-Peter Götz Wer die Hamburger Kunsthalle kennt weiß, dass diese neben ihrem Hauptgebäude mit dem Besucherzugang aus einem weiteren, einem Parallelbau besteht, der vornehmlich für Sonderausstellungen genutzt wird und der vom ersteren durch einen großräumig dimensionierten unterirdischen Tunnel zu … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Zeitungsschreiber

von Max Kegel Fünfmal hunderttausend Lumpen Wohnten in dem großen Reich. Aber, ach die armen Lumpen Hatten keinen Nahrungszweig. Sprach ein Staatsmann zu den Lumpen: Euer Schicksal tut mir leid, meinen Beistand sollt ihr haben, Seid ihr mir zum Dienst … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Stalins 70. Todestag

von Mario Keßler Am 7. März 1953, zwei Tage nach Stalins Tod, erschien Neues Deutschland, wie tausende kommunistische Zeitungen in der ganzen Welt, mit der Schlagzeile: „Das Herz des größten Menschen unserer Epoche hat aufgehört zu schlagen.“ An Stalins 70. … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Subventionswettlauf im Technologiekrieg

von Jürgen Leibiger Die hohen Subventionen und staatlichen Aktivitäten, mit denen der Westen den technologischen Wettlauf mit dem – je nach Standpunkt – „staatskapitalistischen“ oder „kommunistischen“ China gewinnen will, und mit denen Klimakrise und Inflation bekämpft werden sollen, sind für … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

„Zwischen Welten“ von Juli Zeh und Simon Urban

von Klaus-Dieter Felsmann Um es gleich vorweg zu sagen, ich habe die 444 Seiten des aktuellen Buchs von Juli Zeh und ihres Co-Autors an einem Wochenende mehr oder weniger in einem Zug gelesen. Der Text war für mich fesselnd, und … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Schäferstündchen

von Erhard Crome Bis vor kurzem war schwer zu verstehen, weshalb die meisten sozialistischen Parteien 1914 bei Kriegsausbruch in Konfusion gerieten, frühere Grundsatzbeschlüsse für den Frieden und gegen den imperialistischen Krieg beiseite schoben, sich auf den Standpunkt der „Vaterlandsverteidigung“ stellten … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Wer war doch gleich Maria Pawlowna?

von Detlef Jena Die 1786 geborene russische Großfürstin war eine Tochter des Zaren Paul I. (1801 im trauten Familienkreis ermordet). Die Mutter stammte aus Württemberg. 1804 verheiratete man sie mit dem Weimarer Erbprinzen Carl Friedrich. Ihre Mitgift verzückte den kompletten … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Zur Misere des Bildungssystems

von David P. Legrand Das bundesdeutsche Bildungssystem steht vor herausfordernden Zeiten. Prognosen zufolge wird ein Lehrkräftemangel für die kommenden 20 Jahre vorausgesagt. Um die Unterrichtsversorgung sicherzustellen empfiehlt die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) Beschäftigungsreserven zu erschließen. Die Unterrichtsverpflichtung der … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Estland hält Kurs

von Jan Opal, z. Zt. Tallinn Gewöhnlich rufen Parlamentswahlen im bevölkerungsarmen Estland außerhalb des Ostseeraumes kaum größeres Interesse hervor. Wer wollte schon näher verstehen, was es mit den Feinheiten im jeweiligen Machtkampf an den nördlichen Ostseestränden auf sich hat! In … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Cornelia Schleime – Inszenierungen, Verkleidungen, Metamorphosen

von Klaus Hammer Sie war das enfant terrible der DDR-Kunst. Schon während ihres Studiums der Grafik und Malerei in Dresden 1975 bis 1980 stieß sie an die Grenzen der Kunstdoktrin und an das, was damals möglich war. 1981 erhielt sie … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Frieden oder мир?

von Stephan Wohanka Was soll dieser Gegensatz? Das fragen die, die zumindest rudimentäre Kenntnisse des Russischen haben, respektive in der DDR lebten. „мы за мир“ – wir sind für den Frieden war damals eine der am weitesten verbreiteten Losungen; keine … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Am Strand der weiten Welt“ – Deutsches Theater, Kammerspiele / „Totentanz“ – Berliner Ensemble *** DT-Kammerspiele: Abhauen! Oder Ausharren? Strand und Weite und Welt – ach, da rumoren Sehnsüchte: Mal raus aus dem Trott, was Neues … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

(New) START am Ende

von Wolfgang Schwarz Am 21. Februar 2023 hielt der russische Präsident Wladimir Putin seine lange erwartete Rede an die Nation. Diese enthält zwei grundlegende sicherheitspolitische Botschaften an den Westen. Die eine wurde sofort aufgegriffen und kommentiert, die andere, zumindest soweit … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Über die Mishelligkeit zwischen der Moral und der Politik,
in Absicht auf den ewigen Frieden.

von Immanuel Kant Die Moral ist schon an sich selbst eine Praxis in objectiver Bedeutung, als Inbegriff von unbedingt gebietenden Gesetzen, nach denen wir handeln sollen, und es ist offenbare Ungereimtheit, nachdem man diesem Pflichtbegriff seine Autorität zugestanden hat, noch … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Keine Opposition von der Opposition – Russlands Kommunisten bleiben Zuhaus

von Klaus Joachim Herrmann Freudig schritten Russlands Kommunisten heuer in den März: „Für uns sind unsere Frauen der Inbegriff von Schönheit, ein Beispiel für unermüdliche Arbeit und liebevolle Herzen. Wir erinnern uns immer an ihre besondere Aufgabe auf Erden – … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Film ab

von Clemens Fischer Wer hoch aufsteigt, kann tief fallen. Und letzteres unter Umständen mit atemberaubender Rasanz. Speziell in Zeiten ubiquitärer sogenannter sozialer Medien, von MeToo und vor allem der zunehmenden Herrschaft des Kriteriums der individuellen Betroffenheit als dem allein seligmachenden … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Stunde der scharfen Augen

von Bruni Butzke Bei der Amadeu-Antonio-Stiftung wurde eine „Meldestelle Antifeminismus“ eingerichtet. Sie wird durch das von der Grünen Lisa Paus geführte Bundesfamilienministerium mit aktuell 133.000 Euro finanziert. Auf der Webseite steht: „Als bundesweite Meldestelle dokumentieren wir antifeministische Vorfälle. Mit Ihrer … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Antworten

Katina Schubert, verschmähte Braut auf dem Berliner Koalitionsmarkt – Was Sie und Ihr Parteifreund Klaus Lederer am Rande des Landesparteitages der Berliner Linken nach dem Scheitern von Koalitionsgesprächen mit Ihren bisherigen Partnern von sich gaben, klang schon ziemlich nach Thälmannscher … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Bemerkungen

Odessa II von Klaus Möckel Die Städte, die wir durchwanderten, haben uns reicher gemacht: Prag und Paris, Budapest, Rom, auch das meerschaumbenetzte Odessa, als wir dort gingen, ungerufen, doch reuig, nach dem grausamen Krieg unsrer Väter, durch die sonnigen Straßen, … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2023

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, seit rund zwölf Jahren – beginnend mit Nr. 11/2011 – haben wir jeder Blättchen-Ausgabe unter dem Rubrum „Vor 90 Jahren“ ein Reprint der Weltbühne beigefügt –„als Form des produktiven Verneigens und des Gedenkens an unsere große … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2023

Dampfer-Tests vor Jasmund

von Dieter Naumann Am 9. Oktober 1896 berichtete die Stralsundische Zeitung über zwei große weiße schwimmende Bojen, die im Frühjahr bei Lohme vor der Jasmunder Küste „eine halbe Stunde vom Ufer entfernt“ installiert wurden, um eine Seemeile zu markieren. Stettiner … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Bemerkungen

Über den großrussischen Chauvinismus   Man sagt die Einheit des Apparates sei nötig gewesen. Woher aber stammten diese Behauptungen? Doch wohl von demselben Apparat, den wir, wie ich schon in einer früheren Aufzeichnung meines Tagebuches feststellte, vom Zarismus übernommen und … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Antworten

Dmitri Peskow, russischer Präsidialamtssprecher – Über die Frage von Waffenlieferungen an die Ukraine und vor allem über deren Qualität kann man geteilter Meinung sein. Was Sie allerdings jetzt via Interfax von sich gaben, das haut jedoch dem Fass die Daube … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Und jetzt?“ – Volksbühne / „Leonce und Lena“ – Deutsches Theater *** Volksbühne: Der Spaß als Sinn im Sinnlosen Es war einmal: Das Arbeitertheater des VEB PCK, des Petrolchemischen Kombinats Schwedt. Die ambitionierte Laientruppe bastelt Mitte … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Sozialdemokratische Geschichtsvergessenheit

von Erhard Crome Boris Pistorius hat immerhin „gedient“. Im Unterschied zu den lauten Kriegsschreiern der Grünen. So hat er sich innerhalb weniger Tage den Tonfall zugelegt, der militärische Entschiedenheit ausdrücken soll. Deutschland liefert jetzt Panzer an die Ukraine. Der Kanzler … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Ausflug nach Ribbeck

von Renate Hoffmann Man reist nicht durch die Mark Brandenburg, ohne dem Wanderer Th. F. zu begegnen. Ob in Rheinsberg oder Lindow, in Cunnersdorf und Möglin, ob in den Klöstern Chorin und Lehnin, oder am Schwielowsee, in Geltow, Paretz, Trebbin … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Rede auf dem Polenmeeting in London am 22. Januar 1867

von Karl Marx Meine Damen und Herren! Vor mehr als dreißig Jahren brach in Frankreich eine Revolution aus. Das war ein von der St. Petersburger Vorsehung nicht vorausgesehenes Ereignis, hatte diese doch kurz zuvor erst einen Geheimvertrag mit Karl X. … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Die Lula-Regierung und ihre Herausforderungen

von Achim Wahl Die Präsidentenwahl am 30. Oktober 2022 in Brasilien gewann Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva mit seiner Wahlallianz „Coligacao Brasil de Esperanca“ (Koalition der Hoffnung) mit 50,9 Prozent (60,3 Mio.), der scheidende Präsident Jair Bolsonaro kam auf … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Proust und kein Ende

von Mathias Iven Ob man diese sogenannten „Fünfundsiebzig Blätter“ nun als den „Grundstein“ für Prousts Monumentalwerk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ sehen will oder nicht – ein Sensationsfund sind sie allemal. Man wusste zwar spätestens seit 1954 von … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Peinliche Wortwahl: Rabener konnte Satire

von Detlef Jena Die politische und mediale Sprache der deutschen Obrig- und Öffentlichkeit befindet sich im infantilisierenden und skandalösen Sinkflug. Der Hort Weimarer Klassik mit höchster Sprachkultur umwirbt seine Kunden mit dem Trödelmarkt-Slogan „Schloss erzählen“. Weiter: Ein Sozialdemokrat mit parlamentarischer … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Pazifismus heute

von Stephan Wohanka Jürgen Grässlin muss man nicht kennen. Und das trotz der Zuschreibung, er sei der „bekannteste Pazifist und Rüstungsgegner des Landes“. Als solcher war er Gegenstand eines Textes in einer der letzten Ausgaben eines Nachrichtenmagazins. Ein Reporter begleitete … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Über den „realen Sozialismus“ – eine Wortmeldung

von Lothar W. Pawliczak Die Frage, wie Sozialismus und Kommunismus begrifflich zu bestimmen sind, dürfte nach dem Kollaps dessen, was mit Honecker als „realer Sozialismus“ bezeichnet wird, wohl nur „gegenwärtig unter linken Gesellschaftskritikern, Umweltaktivisten und Veränderungswilligen“ interessant sein, die sich … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Es zog sie in die Kunstmetropole Paris

von Klaus Hammer Sie haben mit dazu beigetragen, dass Paris nach der Jahrhundertwende zur Weltstadt der künstlerischen Moderne wurde: die jüdischen Künstler, die von überall her – vor allem aus Osteuropa – vor Pogromen und Unterdrückungen in ihren Ländern flüchteten … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Beendet diesen Krieg

von Max Klein Was ist das für ein Krieg? Er ist seinem Wesen nach eine lokale Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine, die beide vor 100 Jahren die eigentlichen Gründungsmitglieder der Sowjetunion waren, neben Belorussland und Ordshonikidses Transkaukasien. Es ist … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Inflationsgewinne und -verluste in Deutschland

von Ulrich Busch Die wirtschaftliche Entwicklung folgt nicht immer strikt den ökonomischen Gesetzen, sie vollzieht sich aber nach bestimmten Mustern, die nur selten durchbrochen werden. Dem entspricht die Erfahrung, dass die Ungleichheit in der Gesellschaft infolge von Krisen oder Inflationen … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Versuchen wir es doch mal wieder mit Beutelsbach

von Klaus-Dieter Felsmann Beim diesjährigen Neujahrsfrühschoppen um die Mittagstunde herum klopften in meiner dörflichen Stammkneipe müde Gestalten mit Wünschen für Frieden, Wärme in der Stube und im Herzen und allseitiger Gelassenheit auf den Tisch. Das klang ähnlich, wie im öffentlichen … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Erich Kästners Erinnerungen an Dresden

von Manfred Orlick Jubiläen werfen manchmal lange Schatten voraus. So in diesem Jahr. Obwohl erst 2024 der 300. Geburtstag des Philosophen Immanuel Kant (22. April) und der 125. Geburtstag des Schriftstellers Erich Kästner (23. Februar) sind, gab das Bundesministerium der … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Die auswärtige Politik des russischen Zarentums

von Friedrich Engels Wir, die westeuropäische Arbeiterpartei, haben ein doppeltes Interesse am Sieg der russischen revolutionären Partei. Einmal, weil das russische Zarenreich die große Hauptfestung, Reservestellung und Reservearmee zugleich der europäischen Reaktion bildet, weil seine bloße passive Existenz bereits eine … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

„Auf den Kanzler kommt es an“ – (?)

von Herbert Bertsch „Geschichte sollte nicht mit Pendeln verglichen werden. Ich lehne die Vorstellung ab, daß das politische Leben jemals automatisch verläuft. Die Zukunft ist offen.“   Daniel Ziblatt, Professor für Regierungslehre, Direktor der Forschungsabteilung „Transformation der Demokratie“ am Wissenschaftszentrum … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Werben um Indien

von Edgar Benkwitz „Zu Besuch bei einem Sechstel der Welt“ – so lautete Anfang Dezember die großspurige Ankündigung eines nur zwei Tage währenden Aufenthalts der deutschen Außenministerin in Neu Delhi. Das Auswärtige Amt war in der Mitteilung sichtlich bemüht, Indien … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Bloß keine ernsthaften Debatten

von Rainer Balcerowiak Nicht erst seit dem am 16. November verkündeten endgültigen Urteil des Landesverfassungsgerichts zur Wiederholung der Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen befinden sich die Berliner Parteien im Wahlkampfmodus. Auch innerhalb der „rot-grün-roten Koalition“, deren Fortbestand nach … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Das Buch zum Tee

von Alfons Markuske „Wenn wi keen Tee hebben, muten wir starben.“   verbreitetes Bekenntnis zwischen Emden und Leer (Ostfriesland)   Ältere Zeitgenossen werden sich noch an die Ostfriesenwitze erinnern, die vor etlichen Jahrzehnten grassierten – meist reichlich chauvinistisch und häufig … Weiterlesen


26. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2023

Der Fall Rudolf Rupp

von Frank-Rainer Schurich Der Begriff „corpus delicti“ kommt aus dem Lateinischen und beschreibt Körper, Gegenstände und Werkzeuge, die an den Tatorten gesichert werden und später dem Gericht als Beweisstücke dienen. Aber was passiert, wenn es bei einer Mordanklage gar keine … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Eine ausgebliebene Debatte

von Erhard Crome Die selbsternannten Sieger des Kalten Krieges wähnten sich Anfang der 1990er Jahre am „Ende der Geschichte“ und taten alles, um die Idee des Sozialismus für alle Zukunft zu verunmöglichen. Der damalige BRD-Justizminister Klaus Kinkel forderte auf dem … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Abteilung Größenwahn

von Bernhard Romeike Die kriegspropagandistischen Mitteilungen vom Ukraine-Krieg sind zurzeit sehr widersprüchlich. Einerseits werden jeden Tag Siegesmeldungen – bisher allerdings ohne die Siegesfanfaren von Liszt Ferenc – lanciert: Putin gehen die Soldaten, die Panzer oder die Raketen aus, oder alle … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Farbige Eskimos auf Mission in Kiew

von Jürgen Hauschke Außer den beiden Präpositionen sind alle Wörter der Überschrift im Inhaltsverzeichnis des erst kürzlich erschienenen Buchs „Kaputte Wörter? Vom Umgang mit heikler Sprache“ zu finden. Der Autor Matthias Heine knüpft an sein 2019 ebenfalls im Dudenverlag verlegtes … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Herbstwald

von Renate Hoffmann Jeder willse, die Pilze. Der Herbst bringt sie her, für uns zum Verzehr. Und nicht zu verachten, auch zum Betrachten. Man wünscht sich im Stillen, den Korb ganz zu füllen mit Steinpilz, Marone, und dass es sich … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Die zentrale Randfigur

von Mathias Iven Fällt der Name Carl Seelig, denkt man sicherlich zuerst an dessen Engagement für den Schriftsteller Robert Walser. Aus dem Bedürfnis heraus, „für die Publikation seiner Werke und für ihn selbst etwas zu tun“, hatte er im Sommer … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Gribojedows Tod in Teheran

von Detlef Jena Als die Komödie des russischen Dramatikers Alexander Gribojedow „Verstand schafft Leiden“ 2004 in einer neuen deutschen Übersetzung und Bearbeitung durch Peter Urban unter dem Titel „Wehe dem Verstand“ erschien, haben die Großmeister des deutschen Feuilletons geradezu hymnisch … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Antisemitismus von rechts und pseudolinks

von Mario Keßler Donald Trump brüstet sich gern mit seiner angeheirateten jüdischen Verwandtschaft; sein Schwiegersohn Jared Kushner ist Jude. Der als Freund der Juden posierende Trump verlangt aber dafür Gefolgschaft: Am 15. Oktober erklärte er, die amerikanischen Juden sollten „sich … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Arme Reiche

von Günter Hayn Anfang Oktober listete das manager magazin wieder die 500 reichsten Deutschen auf. Das ist alljährliches Ritual, man stützt sich auf Forbes-Daten und konnte jahrelang einen geradezu wuchernden Fortschritt zumindest auf den Konten der Superreichen verkünden. Das Blatt … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Woher soll Friede kommen?

von Joachim Lange Das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt ist mittlerweile wieder so schmuck herausgeputzt, dass dessen Gründer, erster Direktor, Autor und Namenspatron seine helle Freude daran haben würde. Vermutlich auch daran, dass sich das Festspiel der Deutschen Sprache, das die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Malthus – ein einflussreicher Realist

von Ulrich Busch Es gibt große Denker und Erfinder, deren Namen jeder kennt und deren Theorien einem in wissenschaftlichen Debatten und politischen Diskursen regelmäßig begegnen, ohne dass über deren Bedeutung, den Kontext und die Entstehungsgeschichte ihrer Werke sowie den genauen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Afghanistan – Repression und multiple Krisen (I)

von Thomas Ruttig Sie habe schon immer Burka getragen, wenn sie dienstlich über Land fuhr, erzählt Chatera am Telefon. „Das war meine eigene Entscheidung. Ich kann schwer ertragen, dass mir das jetzt aufgezwungen wird“, sagt sie, und meint damit die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Klingbeils Denkfehler

von Sarcasticus […] Deutschland hat es mit zwei […] Grundfaktoren zu tun: Das unentbehrliche Amerika und das unverrückbare Russland. Sie lassen sich nicht ändern. Egon Bahr (2014) Vor einigen Wochen hatte der SPD-Ko-Vorsitzende Lars Klingbeil die hiesigen Mainstreammedien auf seiner … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Geschichte aus ungewöhnlichem Blickwinkel

von Viola Schubert-Lehnhardt Die Autorin muss den Haushalt ihres verstorbenen Vaters Kurt Schindler auflösen und stößt dabei auf jede Menge Dokumente und Fotos, die Anlass zu der nun vorliegenden umfangreichen Recherche gegeben haben. Der abgedruckte Stammbaum reicht bis 1788 zurück. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Erlesenes – Vom Leben in der DDR

von Wolfgang Brauer Für Fans der Fastfood-Satire ist die Banane das Symbol der DDR-Mangelwirtschaft („Zonen-Gabi“ lässt grüßen …), für alle anderen ist es der Dederonbeutel. Den trug jede und jeder immer bei sich, es hätte ja „was geben“ können. Unerwartetes, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Der Theatermacher“ – Berliner Ensemble / Gedenken – Benno Besson zum 100. Geburtstag. *** BE: verzweifelte Hassliebe-Erklärung an das Theater Staatsschauspieler Bruscon auf großer „Welttournee“. Mit seiner Komödie „Das Rad der Geschichte“ („Unter uns, ich bin … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Licht und Schatten einer Medienanstalt 

von Brigitta Wagner Was lässt sich über eine britische Institution mit hundertjähriger Geschichte schreiben, von der jeder Hörer und Zuschauer irgendeine Vorstellung hat? Alles begann um 1920 mit Opernübertragungen im Radio, gefördert von Radiogeräteherstellern. Diese Ausstrahlungen trafen auf begeisterte Zustimmung … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Regelwerk gegen Desinformation

von Pearl Ann Ziegfeld Nun ja, man kennt das: Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach. Ich verirrte mich auf die gegnerischen Nachdenkseiten und erfuhr dort von den behördlichen Plänen zur Bekämpfung von russischer Desinformation. Später hieß es auch … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Indien – Viel Anschluss unter dieser Nummer?

von Peter Linke, Almaty Auf der Webseite des indischen Außenministeriums wird sie nach wie vor gefeiert: die Idee der Nichtpaktgebundenheit, an deren Begründung Mitte des vorigen Jahrhunderts Indien nicht unwesentlich beteiligt war: Von Bandung (1955) über Belgrad (1961) bis Havanna … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Zeitdiagnose und gesellschaftliche Alternativen

von Rolf Reißig Diese unsere Zeit ist in Bewegung, ja in Aufruhr geraten; Verunsicherungen und Ängste in der Bevölkerung nehmen beständig zu. Aber eine öffentliche, kontroverse und aufklärende Gesellschaftsdebatte findet nicht wirklich statt. Mehr noch: Im politischen Mainstream-Diskurs zum heutigen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Bemerkungen

Bananenschalen Man kann auch auf Wörtern ausrutschen und sich üble Blessuren infolge verbalen Sturzes zufügen. Die Diagnose lautet dann zumeist: erhebliche Glaubwürdigkeitsdezifizite. Einer dieser rutschigen, extrem virulenten Begriffe lautet „Sicherheitsinteressen“, oft in Verbindung mit „legitim“ gebraucht. Gibt es eigentlich illegitime … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Antworten

Luisa Neubauer, traurige Aktivistin aus Hamburg – Nachdem aufgrund einer Straßenblockade in Berlin der Rettungsdienst nur unter extremen Schwierigkeiten einer verunfallten schwerverletzten Radfahrerin zu Hilfe kommen konnte, drückten Sie ihr „Bedauern“ aus. In der Sprache der Politik steht das für … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022

Von Bregenz nach Bregenz (III)

von Alfons Markuske Etappe fünf unserer Bodenseeumrundung per Pedelec endet am Tag darauf nach knapp 60 Kilometern in Friedrichshafen. Gleich am Beginn jedoch steht ein Besuch auf der nur wenige Kilometer von Konstanz entfernten zauberhaften Insel Mainau. Dort ist selbst … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Der Fall Carl Käselau

von Frank-Rainer Schurich Der Autor und Aufklärer Günter Schwarberg (1926–2008) war lebenslang ein unermüdlicher Kämpfer gegen das bundesdeutsche Justizunrecht. Bundesweit bekannt wurde er durch die Aufklärung des Schicksals der 20 jüdischen Kinder, die noch in den letzten Kriegstagen im Keller … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Wetterleuchten

von Günter Hayn Berlin galt immer als No-go-Area für die extreme Rechte. Von gelegentlichen kleineren Achtungserfolgen am Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre abgesehen, konnten hier weder die Republikaner noch die NPD landen. Beide verschwanden wenige Jahre nach dem Mauerfall … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Von Bregenz nach Bregenz (II)

von Alfons Markuske Etappe drei unserer Bodenseeumrundung führt zum uns zum Rheinfall bei Schaffhausen. Noch am Vorabend haben wir entschieden, diesen Tag unsportlich anzugehen und uns die 19 Prozent Steigung mit dem Rad, und sei’s auch elektrisch, zu ersparen, sondern uns … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Kommunistische Remigranten – ein Nachtrag

von Erhard Crome Im vorigen Blättchen hatte ich das Buch von Sonia Combe zu den – überwiegend jüdischen – kommunistischen Remigranten, die in die DDR kamen, besprochen. Dabei gibt es einige Punkte, die nachzureichen sind. Methodisch vergleicht Combe Georg Lukács … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Die Hoffnungen meiner chinesischen Freundin

von Gundula Henkel Vor gut 30 Jahren im Februar 1992 gesteht der chinesische Reformarchitekt Deng Xiaoping auf einer inzwischen berühmten „Reise in den Süden“ des Landes seinen Landsleuten zu, durch eigener Arbeit Fleiß zu Geld und Vermögen zu kommen. Auch … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Schwedt – der Countdown läuft

von Gabriele Muthesius Putins trojanisches Pferd. DER SPIEGEL über das PCK Schwedt Das Petrolchemische Kombinat (PCK) Schwedt mit gut 3000 Beschäftigten, zu über 50 Prozent im Eigentum des russischen Staatskonzerns Rosneft und im Gefolge des Ukraine-Krieges derzeit unter treuhänderischer Verwaltung … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Rund ums Leipziger Bildermuseum

von Jürgen Hauschke An einem sonnigen Wochenende im Oktober zieht es uns in die nach Berlin größte Stadt im Osten Deutschlands. Das Hauptziel ist das Museum der bildenden Künste. Doch Leipzig bietet viel Sehenswertes und auch Hörenswertes, also werden notgedrungen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Ins Vergessen gedrängt: Oskar Stillich

von Helmut Donat Oskar Stillich teilt das Schicksal vieler anderer Deutscher, die Ralph Giordano als Opfer der „zweiten Schuld“ bezeichnet hat. Die Erinnerung an sie und ihr Lebenswerk ist nach 1945 systematisch von jenen ausgelöscht worden, denen sie vor 1933 … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Emigration als geistige Haltung

von Mathias Iven Bereits in den 1990er-Jahren konzipierte der Literaturwissenschaftler Hans-Albert Walter eine Edition mit Texten der deutschsprachigen Exilliteratur des 20. Jahrhunderts. Mehrfach unternahm er den Versuch, diese Sammlung zu veröffentlichen – ohne Erfolg. Nach seinem Tod im Jahre 2016 fanden … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Komm und sieh

von Klaus-Dieter Felsmann Wer in der DDR aufwuchs, der wurde vordergründig mit zahlreichen Erzählungen – in der Propaganda, aber auch in der Literatur und im Film – über die ruhmreiche Sowjetarmee im Kampf gegen den Hitler-Faschismus sozialisiert. Die Rotarmisten waren … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Odessa

von Klaus Möckel Tief unten liegt der Hafen. Leichter Wind steigt auf zum Park und streicht durch die Alleen, wo hier und dort bescheiden Pappeln stehen, die Märchen, scheint’s entnommen sind. Vielleicht, dass andre die Philharmonie, das Opernhaus, die Boulevards … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Der Fall Lüdders

von Dieter Naumann Am 23. Februar 1847 meldete die Stralsundische Zeitung in einer Beilage die am 19. Februar des Jahres zu Möllen-Medow auf Rügen erfolgte Hinrichtung des Kindermörders Friedrich Lüdders „unter Aufsicht des Königl. Kreisgerichts hierselbst und unter den Augen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Stalingrad vor 80 Jahren

von Stephan Giering Im Oktober 1942 tobten die Kämpfe bereits inmitten der Stadt an der Wolga, die damals Stalins Namen trug. Stalingrad – dieser Name wurde für Millionen Sowjetbürger und Deutsche zu einem Schicksalswort. Es war der Beginn des Untergangs … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Niki de Saint Phalle

von Klaus Hammer Sie war eine sensible, verletzliche Persönlichkeit, zog sich am liebsten in ihre eigene, innere Welt zurück. Und doch wirkt ihr künstlerisches Werk – ihre „Schießbilder“, ihre Aktionskunst, ihre überlebensgroßen Skulpturen aus hartem Polyester und anderen dauerhaften Materialien, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Brief an jene, die mich anklagen

von Romain Rolland Der folgende Artikel ist auf den 17. November 1914 datiert und in Romain Rollands Sammlung „Über dem Getümmel“ (1915) erschienen. Rolland arbeitete damals in Genf in der Internationalen Kriegsgefangenenauskunftsstelle. Eine Fußnote erläuterte: „Da mir der Direktor einer … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Exil“ – Berliner Ensemble / „Drei Schwestern“ – Maxim Gorki Theater Studio / „Das Halsband“ – Renaissance Theater. *** 1. BE: Emigranten-Elend unterm Eiffelturm  Schon wieder ein Roman, der zum Theaterstück umgebaut wurde! Aus den 900 … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Geheime Hilfe für Kiew

von Erich Schmidt-Eenboom Am 23. September 2022 hat der russische Außenminister Sergej Lawrow vor der UNO-Vollversammlung wiederholt, was er am Tag zuvor bereits im Newsweek-Interview beklagt hatte: Das Pentagon mache keinen Hehl daraus, dass es nachrichtendienstliche Informationen und Zielmarkierungen für … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Antworten

Karin Gaulke, Unermüdliche Kämpferin – Sie gehörten zu den Streiterinnen für Frauenrechte, die sich nie niemals mit Scheinlösungen abspeisen ließen. Hinter so manchen „feministisch“ verpackten Gleichstellungsmaßnahmen witterten sie – und das niemals zu Unrecht – mit untrüglichem Spürsinn bloße Fassadenkosmetik, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Wahlnachlese Schweden

von Gregor Putensen Nun war es nach mehr als vier Wochen seit den Wahlen am 11. September endlich geschafft: mit den länger als erwarteten Sondierungen und Verhandlungen über die Bildung einer Regierung im Lager der bürgerlichen Parteien und der neofaschistisch … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Bemerkungen

Erklärung von Otmar Leist Für den Fall, dass dieser Staat, wo ich arbeite, einem zweiten Staate, wo andre Leute arbeiten, den Krieg erklärt, erklär ich jenen Leuten schon heut den Frieden. Der Bremer Schriftsteller Otmar Leist (1921–2012) sprach dieses Gedicht … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022

Abschiednehmen von Peter Will

Am 13. Oktober hatte sich der Dichter und Maler Peter Will noch entschuldigen lassen, dass er nicht an unserem traditionellen Autorentreffen teilnehmen könne. Am selben Tag starb er in der Berliner Charité. Uns erschüttert sein Weggehen sehr. Peter Will hat … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Der Fall Willem Albertus Polak

von Gerhard Jaap Vor über 25 Jahren entschuldigte sich Nordrhein-Westfalens Premier Johannes Rau dafür, als früherer Wissenschaftsminister den ehemaligen SS-Offizier Hans Schwerte zum Beauftragten für die Zusammenarbeit mit den niederländischen und belgischen Hochschulen ernannt zu haben. Und Bundeskanzler Helmut Kohl … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Tierische Helden

von Frank-Rainer Schurich Das Tier im Menschen“ heißt ein Roman von Emile Zola, der Anfang März 1890 beim Verleger Georges Charpentier in Paris erschien. Der Roman ist, wie Zola es selbst einmal schrieb, „ganz kurz gesagt, die Geschichte mehrerer Verbrechen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Bonjour messieurs Custine et Tjutschew

von Detlef Jena Der NATO-Generalsekretär Stoltenberg hat im Zusammenhang mit der russischen Aggression gegen die Ukraine und den westlichen außergewöhnlichen Anstrengungen zur Existenzerhaltung dieses Landes, von dem man so lange kaum Notiz genommen hatte und dessen inneres Gefüge man nur … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Brief an Soldaten. 1. September

von Eckhard Mieder Egal, wem du Soldat bist und dienst, Geh deinem General von der Fahne. Egal, wer dich mit Geld besticht – Mehr als dein Geld braucht das Liebste dich. Egal, wer einen Krieg verbricht, Du, Soldat, warst es … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Im Nebel der Mentholzigarette

von Klaus-Dieter Felsmann Ick wundere mir über gar nischt mehr“ – Komme ich mit Freund Matti vom Stammtisch aus unserem Gasthof, so könnte man momentan alle Gespräche, sowohl die unsrigen als auch die an den anderen Tischen, mit dieser Couplet-Zeile … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Das Berliner Kreuzbergdenkmal

von Andreas Gängel Kriegsdenkmäler sind in Deutschland weit verbreitet. „… kein anständiger Ort, der nicht ein Reklame-Kriegerdenkmal sein eigen nennt: ‚Immer wieder Krieg!‘“ (Kurt Tucholsky, 1927). In Gestalt von Gedenktafeln oder Stelen sind sie meist kunsthistorisch weniger wertvoll. Anders verhält … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Donatello in Berlin

von Klaus Hammer Sie stehen am Eingang der Ausstellung und begrüßen den Besucher: Donatellos Figuren „Der Heilige Georg“ und sein „David“. Der heilige Georg (Abguss, das Original aus Marmor um 1415–17), fest mit beiden Beinen auf der Plinthe stehend (das … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

In memoriam Gorbatschow

von Erhard Crome Michail Gorbatschow ist am 30. August 2022 in Moskau im Alter von 91 Jahren verstorben. Er war der letzte Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und letzter Staatschef der Sowjetunion. Die Zeit aus Hamburg betonte erwartungsgemäß: „In … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Endlich wieder Festivalvielfalt – Haldern Pop 2022

von Wolfgang Hochwald Man spürte den Besuchern des Haldern Pop Festivals die Erleichterung an, endlich wieder ein reguläres Festival besuchen zu können. Dabei ist „Haldern“ mit viel Fantasie über die Coronazeit gekommen. Im Jahr 2020 produzierte man zusammen mit dem … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Der Herbst des russischen Rockpoeten Schewtschuk

von Klaus Joachim Herrmann Mit rund einem Dutzend Lieder zu dieser Jahreszeit sei DDT die „herbstlichste Gruppe“ des Landes, schreibt das russische Webmagazin GOL. Frontmann und Superstar Juri Schewtschuk bestätigt, das passe wohl am besten zur Mentalität seines Volkes und … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Margherita von Brentano

von Mario Keßler Die bloße Verharmlosung des Dritten Reichs ist eine schreckliche Verharmlosung. Das Dritte Reich hinterließ Berge von Leichen. Die DDR hinterließ Berge von Karteikarten. Der Nationalsozialismus wurde von außen besiegt, der reale Sozialismus von innen; die Revolution der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Ein Leben für Bücher und ihre Leserschaft

von Eberhard Erdmann Wenn ein Mensch aus diesem Leben abberufen wird, steigen bei Freunden und Weggefährten Erinnerungen auf. Das war auch so, als die Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung (MPKZ) am 14. August 2022 meldete, dass Susanne Hein am 14. Juni … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Gorbatschows Verbündete

von Jan Opal, Gniezno Im Oktober 1988 trafen Michail Gorbatschow und Polens frischgebackener Ministerpräsident Mieczysław F. Rakowski in Moskau zusammen. Im Mittelpunkt des Gespräches standen einerseits die die mit der Perestroika zusammenhängenden Fragen und Probleme, vor allem aber die stürmischer … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Rettet die Freundschaft!

von Viola Schubert-Lehnhardt „Freunde und ganz besonders Freundinnen sind unsere selbstgewählte Familie, Schutz gegen all die Fremden, die mich nicht verstehen.“ (Hazel Rosenstrauch) In Zeiten von Corona sind viele Freundschaften beendet worden – durch unterschiedliche Auffassungen über die Pandemie und … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Der Einzige und sein Eigentum“ – Deutsches Theater / „Der Sturm“ – Kammerspiele des Deutschen Theaters. *** DT: Mir geht nichts über Mich Karl Marx und Friedrich Engels fühlten sich derart provoziert, dass ihre Polemik gegen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Wechselspiele

von Renate Hoffmann Die Welt ist bunt, zwar nicht ganz rund, doch wechselhaft, was Neugier schafft. Mal scheint die Sonne, mal der Mond, die Nacht wird mit dem Tag belohnt. Mal bringt sie Kälte und mal Hitze, dass der Mensch … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Antworten

Oskar Lafontaine, Mann der starken Worte – In einer „Fundamentalkritik an der Ampel“, die kürzlich die Berliner Zeitung abdruckte, geißeln Sie die Grünen „als schlimmste Kriegspartei im deutschen Bundestag“. Mag ja sein, aber auch die Opposition kriegt ihr Fett ab. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Bemerkungen

Die Queen ist tot Die 96jährige Elizabeth Windsor, Königin von Britannien, Nordirland und weiteren 15 Ländern des Commonwealth ist am Donnerstag sanft entschlafen, umgeben von ihrer oft zerstrittenen, aber in Trauer vereinten Familie. Dass die Anstrengung, zwei Tage vorher Treffen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Gezeichnete Landschaften – Dorothea Milde und Erich Heckel

von Wolfgang Brauer Der Titel des Buches führt in die Irre: „Harzwölfin“. Innerlich aufstöhnend tippte ich zuerst auf einen der üblichen Regionalkrimis. Das ist es mitnichten. Dahinter verbirgt sich eine einfühlsam und mit großer Sachkunde geschriebene Monografie über die Quedlinburger … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 19 | 12. September 2022

Vom Mut der Verzweiflung

von Ulrich Busch Mit der Beendigung des Ankaufs von Wertpapieren und der Anhebung der Leitzinsen um 0,5 Prozent im Juli hat die Europäische Zentralbank (EZB) einen wichtigen Schritt in Richtung Wiederherstellung geldpolitischer Normalität vollzogen. Sie hatte lange gezögert, bis sie … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Erlesenes – Edels Berliner Westen, Stöckels Bärensuche und „Jud Süß“

von Wolfgang Brauer Um das Jahr 1900 herum war Edmund Edel in der Berliner Kunst eine prägende Erscheinung. Jedenfalls in der Gebrauchsgrafik. Und die war seit Ernst Litfaß im Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Edel fertigte Plakate, vorzüglich Lithos in der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Spanische Impressionen – Carmona und Córdoba

von Alfons Markuske, notiert in Andalusien Der Begriff Alcázar geht auf das arabischen al-qaṣr (Festung, Burg, Schloss) zurück und ist in den ehemals maurischen Regionen Spaniens gebräuchlich. Der Alcázar von Carmona präsentiert sich als hoch gelegene Festungsruine, die bei der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Deutsche Interessen und Perspektive

von Herbert Bertsch Mephistopheles: „Der ganze Strudel strebt nach oben; du glaubst zu schieben und du wirst geschoben.“ Karine Jean-Pierre, Sprecherin von Präsident Biden, befragt zu Gerüchten und zutreffenden Plänen über eine Reise nach Saudi-Arabien, bekräftigte am 2. Juni das … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Die EZB betreibt keine Preispolitik

von Ulrich Busch Die Würfel sind gefallen: Der EZB-Rat fasste auf seiner Sitzung am 9. Juni 2022 weitreichende geldpolitische Beschlüsse, so die Einstellung des Ankaufs von Wertpapieren im Rahmen des APP (Asset Purchase Programme) zum 1. Juli 2022 und die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Chinas Null-Covid-Strategie

von Gundula Henkel Als vor gut zwei Jahren im chinesischen Wuhan bekannt wurde, dass das neue SARS-Virus sich auch von Mensch zu Mensch überträgt, schickte die chinesische Führung Millionen von Menschen kurzerhand in die Isolation. Eine riesige Maschinerie der Infektionskontrolle … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Krieg der Illusionisten

von Erhard Crome Aus Anlass dessen 350. Geburtstages hat Wladimir Putin, der Ersatz-Zar im Kreml, sein Tun mit dem des einstigen Zaren Peter d. Großen verglichen. Dabei bezog er sich insbesondere auf die Eroberung des Zugangs zur Ostsee und den … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Stippvisite in Colmar

von Corbinian Senkblei Colmar, das Städtchen im Elsass mit bewegter Geschichte, ist allemal eine Reise wert. Und schon gar im späten, schon vorsommerlich warmen Mai, wenn die Anzahl der Touristen in der kleinen historischen Altstadt erst erahnen lässt, zu welchem … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Das Schlimmste verhindern

von Hans-Peter Waldrich Das Absurde ist also, dass, wenn man das Gerät besitzt, Moralisch-sein objektiv unmöglich ist.“ Dieser Satz des Philosophen Günther Anders bezog sich auf die Atombombe. Er trifft den Kern der gegenwärtigen Situation. Russland besitzt die Bombe, im … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Der gefesselte Amor

von Renate Hoffmann Bedeutet es Glück oder Unglück, wenn der flatterhafte, verspielte Wildfang, der Götter und Menschen in erotische Nöte stürzt, in Banden liegt? Glück – wohl nur für die scheinbar keusche Diana, die neben anderen Machtbereichen auch Göttin der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Dialog oder Duell mit Russland?

von Stefan Pfüller Am 7. Juni 2022 gewährte die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel im Berliner Ensemble ihr erstes Interview nach dem Schritt in den Ruhestand. Im Gespräch mit Alexander Osang, Schriftsteller und Journalist, verteidigte sie ihren Umgang mit Russlands Präsidenten … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Merseburg – Zauber und Realismus

von Jürgen Hauschke Hand aufs Herz, hätten Sie es gewusst? Welche mehr als tausendjährige Domstadt liegt zwischen den Chemiestandorten Leuna und Buna? Ein Ausflug zu Christi Himmelfahrt oder säkular formuliert eine Herrentagspartie mit unseren Frauen führt nach Merseburg an der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Grotesk-bizarre Geschichten – erzählt mit sprühender Phantasie

von Klaus Hammer Seine sieben letzten Lebensjahre – 1815 bis 1822 – verbrachte er in einer komfortablen Wohnung am Berliner Gendarmenmarkt. Auf einer skurrilen Stadtplan-Skizze – als „Kunzischer Riss“ wurde sie später bezeichnet – hat der „Gespenster-Hoffmann“, wie er in … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Raus aus der Stadt

von Mathias Iven Wo finden wir sie, die von der Sonne verwöhnten, geheimnisumwitterten und geschichtsträchtigen Orte, an denen die unsterblichen Werke der Weltliteratur entstanden? Auf dem Land, an der See oder doch in der Stadt? Jeder hat da seine eigene … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Eskaliert der Ukraine-Krieg?

von Sarcasticus Unmittelbar vor Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine, der durch den offiziellen Moskauer Sprachgebrauch („militärische Spezialoperation“) natürlich keinen anderen Charakter angenommen hat, warnte der oberste Kriegsherr Wladimir Putin: „Jeder, der versucht, sich bei uns einzumischen, […] muss mit … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Sturm und Drang. Geschichte der deutschen Literatur I“ – Volksbühne / Gedenken: Elisabeth Hauptmann zum 125. Geburtstag. *** VB: Sturm und Drang  Wo ich bin, ist Deutschland, meinte Thomas Mann. Gleiches gestand er Goethe zu. In … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Suche nach einer ukrainischen Meistererzählung

von Detlef Jena Russlands Krieg stärkt notwendigerweise die Suche nach einer historisch fundierten nationalen Identität des 1991 proklamierten ukrainischen Staats. Diese geradezu existentielle Frage erfasst die Menschen in der Ukraine und die europäische Politik. Es ist unbestreitbar, dass das plötzliche … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Der neue Saubermännerstreit

von Alfred Askanius Michael Dietrich Düllmann, er ist Mitglied der Jüdischen Gemeinde in Bonn, will auf dem Gerichtsweg die Entfernung des mittelalterlichen „Judensau“-Reliefs – es stammt aus dem Jahre 1290 – an der Wittenberger Stadtkirche erstreiten. Er ist der Auffassung, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Film ab

von Clemens Fischer Die Corona-Pandemie ist noch nicht wieder da, doch trotzdem war das Kino leer. Außer meiner Begleitung und mir – noch eine einzige Besucherin. Gut, es war nicht bloß ein Wochentag, sondern auch noch ein Freitag. Gut, es … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Antworten

Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger, Sparte Wirtschaft – Sie kritisierten mit Blick auf die jüngste Tagung des Weltwirtschaftsforums in Davos: „Nach vier Jahrzehnten des Eintretens für die Globalisierung ist klar, dass die in Davos vertretenen Gruppen die Dinge falsch gemanagt haben.“ Für … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2022

Bemerkungen

Was ist Heimat? Juri Schewtschuk, Frontmann der russischen Rockband „DDT“ – die Gruppe sorgte schon in Sowjetzeiten für Furore – leitete im Mai 2022 ein Konzert in Ufa mit einem Statement ein, das ihm ein Strafverfahren einhandelte. Schewtschuk fand deutliche … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Zu diesem Heft

Auch diese Ausgabe widmet sich schwerpunktmäßig Putins Krieg gegen die Ukraine. Zugleich versuchen unsere Autoren den Blick auf die durch diesen offensichtlich beschleunigte Verschiebung der globalen Machtverhältnisse zu richten. Es ist ein zuvörderst politischer Blick. Die wirtschaftlichen Langzeitfolgen werden uns … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Der Postraub in der Wassergasse

von Frank-Rainer Schurich Die Wassergasse in Berlins Mitte, in der Nähe des Märkischen Museums und der Spreearme, kennen nicht viele. Sie ist eine der kürzesten Straßen der Hauptstadt. Dass sich der spektakulärste Postraub der DDR-Kriminalgeschichte am 12. Mai 1977 gerade … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

E. T. A. Hoffmann und die zwingende Logik

von Robert Trieten Wann können wir eine Zahl, die ein Quadrat ist, als Summe zweier anderer Quadrate scheiben? Diophantus, Arithmetik Wie kommt ein Wirtschaftsjurist dazu, sich mit diesem Thema zu beschäftigen? Die Antwort ist einfach. Er kennt einen Autor, der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Erlesenes – Kirschs Tagebuch, Nagels Fotos und die Kinderlandverschickung

von Wolfgang Brauer Moritz Kirsch, der Sohn der Dichterin Sarah Kirsch, hat ein bemerkenswertes Buch herausgebracht. Es besteht aus den Tagebuchtexten seiner Mutter vom 31. August 1989 bis zum 18. März 1990. Ergänzt werden diese durch ein sehr persönliches Nachwort … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Bohdan Chmelnyzkyj – ein umstrittener Nationalheld

von Detlef Jena In Kiew steht das Denkmal zur Erinnerung an Bohdan Chmelnyzkyj, den Anführer eines Kosakenaufstands in den Jahren 1648/57. Das Monument gilt als ein positives Sinnbild für die in der Gegenwart um eigene nationale Identität ringende Ukraine. Es … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Alltag unter großdeutscher Okkupation

von Herbert Bertsch Nichts geschieht von selbst, sondern alles pflegt vom Menschen her zu geschehen. Herodot Was die Erfahrung aber und die Geschichte lehren, ist dieses, daß Völker und Regierungen niemals etwas aus der Geschichte gelernt und nach Lehren, die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Diskursabstinenz

von Klaus-Dieter Felsmann An jedem zweiten Donnerstag treffe ich meinen Freund Matti im Dorfgasthof des Nachbarortes. Ja, solcherlei Versammlungsstätten gibt es noch. Wir versuchen dann unsere Fragen hinsichtlich der Alltagserlebnisse und der Weltlage zu ordnen und manchmal kann der eine … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Blicke zurück

von Bernhard Romeike Am 17. März verkündete bei Antenne Brandenburg ein leitender Arzt aus Cottbus, er habe Gelder eingesammelt und nun einen großen LKW mit Medikamenten losgeschickt, die an einem klandestinen Ort in der Westukraine den „ukrainischen Militärbehörden“ übergeben werden. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Die Protagonisten der Quantentheorie

von Manfred Orlick In den 1920er Jahren machten sich die Physiker in vielen Ländern auf den Weg zu den Atomen im Innersten der Welt. Um ihnen auf die Spur zu kommen, mussten sie mutig vorangehen und alte Vorstellungen über Bord … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Falsch Zeugnis reden

von Erhard Crome Die „ukrainische Frage“ schien mit dem 2. Weltkrieg gelöst. Es war die Frage nach ihrer Einheit, nachdem die Ukrainer jahrhundertelang in mehreren Staaten, seit dem 18. Jahrhundert in zwei – Österreich und Russland – und in der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Wie zu Kants Zeiten: Aufklärung tut not

von Hans-Peter Götz Erste Sätze von Büchern müssen nicht, können aber die generelle Marschrichtung all dessen umreißen, was zwischen den Buchdeckeln zu entdecken sein wird. Patrik Baab hat sich für ein solches Vorgehen entschieden: „Dieses Buch ist den Gedanken der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Proust auf Reisen

von Mathias Iven Denkt man an den Bädertourismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts, dann fallen einem vielleicht Namen wie Karlsbad oder Bath, Ostende oder Norderney, Heiligendamm oder Travemünde ein. Und was ist mit Evian? Schon 1789 entdeckte man die heilende Wirkung des … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Boykott. Boykott?

von Mario Keßler Fast unmittelbar nach dem russischen Überfall auf die Ukraine brach eine Reihe deutscher Forschungseinrichtungen und Universitäten sämtliche Beziehungen zu ihren russischen Partnerinstitutionen ab. In Übereinstimmung mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) kündigten sie an, sämtliche … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Delhi, Tokio und die neue Weltordnung

von Peter Linke, Almaty Verbunden durch universelle Werte wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit sind Japan und Indien ‚spezielle strategische und globale Partner‘ mit gemeinsamen strategische Interessen.“ Honigsüß warb Japans Premier Fumio Kishida am Vorabend seiner ersten Indien-Visite um die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Narendra Modis sichere Positionen

von Edgar Benkwitz Indien feiert in diesem Jahr den 75. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Am 15.August wird Premierminister Narendra Modi bereits zum neunten Mal die traditionelle Rede vom historischen Roten Fort in Neu-Delhi halten und nicht versäumen, die Erfolge seiner hindunationalistischen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Kwaśniewski über Putin

von Jan Opal, Gniezno Aleksander Kwaśniewski war von 1995 bis 2005 Polens Staatspräsident. Er hatte wesentlichen Anteil am 1999 erfolgten Beitritt des Landes zur Nato und schließlich an der EU-Mitgliedschaft, die am 1. Mai 2004 begann. Zu diesem Anlass ließ … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Rendezvous mit Waterloo

von Reiner Oschmann Auch im Ukraine-Krieg berühren viele Entscheidungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin das Thema Attraktivität eines politischen Systems, die sogenannte Soft Power. Um diese „weiche Kraft“ geht es hier. Soft Power bewertet die politische Anziehungskraft und kulturelle Ausstrahlung … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

„Russland hat nichts mehr im Angebot“

von Stephan Wohanka Putin sitzt auf einem Trümmerhaufen. Herfried Münkler Den Titel habe ich von Harry Nutt. Er hat ihn Ende Februar in der Berliner Zeitung verwandt. Ich fand ihn so treffend, dass ich gern weitertrage. Die Kernaussage in Nutts … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Überzogene Erwartungen an die EZB

von Ulrich Busch Steigende Preise und Inflation, Geldentwertung und Euro-Verfall sind gegenwärtig die Hauptthemen der ökonomischen Berichterstattung. Und der Krieg in der Ukraine trägt dazu bei, dass die Teuerung auch weiterhin ein zentrales Thema bleiben wird. Mit dieser Entwicklung sind … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Vor dem Feldzug. Aufzeichnungen aus dem Tagebuch

von Holger Politt Nachfolgende Tagebuchnotizen stammen aus der Zeit kurz vor dem Beginn des Putin-Feldzuges gegen die Ukraine. Die Leidtragenden sind in erster Linie die in jeder Hinsicht völlig unschuldigen Menschen in der Ukraine, in zweiter Linie aber auch die … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Antworten

Wladimir Putin, Kriegsherr – Im Gegensatz zu anderen Despoten bevorzugen Sie richtunggebende Ansprachen vor kleinerem Kreis. Am 17. März trimmten Sie, wie internationale Nachrichtenagenturen meldeten, die eigene Regierung auf Linie und sprachen prophetische Worte an tatsächliche und vermeintliche Abweichler: „Das … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2022

Bemerkungen

Ohne Titel von Renate Hoffmann Die Wälder schweigen. Die Winde stehen still. Das Wasser fließt nicht mehr. Das Gras verwelkt, so auch die Blumen. Der Himmel trübt sich ein. Die Wolken lasten schwer. Die Vögel sind verstummt. Kein Amselruf, kein … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Bemerkungen

Vorahnung von Renate Hoffmann Noch wehen kühle Winde vom Fluss herauf. Die Wellen ziehn gelinde in stillem Lauf. Noch frieren Baum und Büsche und dort der Schlehdornstrauch. Im Wasser Frosch und Fische, die frieren auch. Doch an den dünnen Haaren … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Antworten

Ursula von der Leyen, immer Schärfere – In der Truppe gelten Sie als eine der größten Fehlbesetzungen im Amt der Bundesverteidigungsministerin. Der erbärmliche Zustand des Equipments der Bundeswehr, meinen böse Menschen – von denen wir uns vorab schon mal nachdrücklichst … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Moses 2.0 oder Die Singularität der Shoah

von Stephan Wohanka Nach biblischer Überlieferung führte Moses das Volk Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft in das gelobte Land; er ist auch der Mann, der den Israeliten die Zehn Gebote überbrachte. Wenn es um „biblische Themen“ geht, ist auch ein … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

„Es spricht bloß von mir, aber es verrät mich nicht“.
Leseerlebnisse bei Stefan Zweig

von Klaus Hammer Am 27. Februar 1942 – schied Stefan Zweig in seinem Exilort Petropolis bei Rio de Janeiro aus dem Leben. Der Erfolgsschriftsteller, der einst als Repräsentant der Kulturnation Österreich galt, war zu einem von den Nationalsozialisten verfolgten und … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Moskaus gordischer Knoten

von Wolfgang Schwarz Wer einen Krieg beginnt, sollte niemals glauben, er könne dessen Entartung und Konsequenzen kontrollieren. Paul Kennedy Als Moskau den USA und der NATO am 15. Dezember 2021 Vertragsentwürfe mit sicherheitspolitischen Forderungen (siehe Blättchen 4/2022) unterbreitet hat, mit … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Schreiben für den Sieg

von Erhard Weinholz Frohgemut, mit einem leichten Kribbeln im Bauch laufe ich kurz vor 10 dem Rathaus Schöneberg entgegen. Tempo, Tempo, der Betrieb auf dem Platz davor ist schon in vollem Gange: Auf dem Trödelmarkt hier in den Bücherkisten herumzustöbern … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Todd Gitlins politisches Vermächtnis

von Mario Keßler Keine zeitgenössische Autorin ist mir so unter die Haut gegangen wie Sie. Ich habe Ihre drei Romane und mehrere Ihrer Erzählungen verschlungen, bewegt und erstaunt über die Sehnsüchte, Ängste und Ambivalenzen Ihrer Figuren und über das Zusammenspiel … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „König Lear“ – Renaissance Theater / „Der Diener zweier Herren“ – Berliner Ensemble. *** Renaissance: Weg vom argen Weg der Erkenntnis  Der Mensch als „armes, nacktes, zweizinkiges Tier“. Davon erzählt Shakespeare im „König Lear“ und jagt … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Keine Blumen für die Panzer

von Klaus Joachim Herrmann Wenn du in den Krieg ziehst, bereite zwei Särge vor. Für den Feind und, nur für den Fall, für dich selbst. Russisches Sprichwort Ein Berliner Grundschüler schreibt – wie in dieser Klasse auch an anderen Tagen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Die Stufenleiter

von Gottlieb Konrad Pfeffel Ein schlauer Sperling haschte sich Ein blaues Mücklein. „Weh mir Armen!“ Rief es, „ach Herr, verschone mich, Laß meiner Jugend dich erbarmen!“ „Nein“, sprach der Mörder, „du bist mein: Denn ich bin groß und du bist … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

An Kiews Seite

von Jan Opal, Gniezno Wladimir Putins feiger Krieg gegen die Ukraine stößt in Polen auf einhellige und entschiedene Ablehnung. Der Kreml-Herr ließ nun wahrwerden, was zuvor kraft haushoher militärischer Überlegenheit angedroht war. Dass er den Krieg vom Zaun brechen wird, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Medien-Mosaik

von bebe Eigentlich war die sympathische Niedersächsin Katharina Marie Schubert als Schauspielerin in Wien, München, Berlin und Hamburg und in vielen Nebenrollen von Spielfilmen und Fernseh-Reihen (oft als Mörderin im Krimi) ausgelastet. Trotzdem hat sie daneben offenbar noch dramaturgische Fachbücher … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Kriegslieder

Das Unvorstellbare, das Unfassbare ist geschehen: Seit dem Morgen des 24. Februar ist wieder Krieg in Europa. Ein Krieg, der bei weiterer Eskalation auch nuklear werden könnte. Ein Krieg, in dem ein Land zermahlen wird, dessen Politiker weiß Gott nicht … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Ostdeutschland seit 1989/90: Fotografische Zeugnisse

von Ulrich Busch Der Umbruch in Ostdeutschland, der Untergang der DDR und die deutsche Vereinigung liegen jetzt mehr als drei Jahrzehnte zurück – und sind doch nicht wirklich vergangen. Dies hat etwas damit zu tun, dass diese für Millionen Menschen … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Wer war eigentlich Nikolai Kostomarow?

von Detlef Jena Nikolai Kostomarow kam im Mai 1817 als Sohn eines russischen Gutsbesitzers im mittelrussischen Gouvernement Woronesh zur Welt. Seine Mutter war zu diesem Zeitpunkt noch eine Leibeigene. Sie wurde erst im September 1817 von ihrem Gutsherrn und Besitzer … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Grenzenlose Anmaßung

von Wolfgang Hübner Passiert das jetzt wirklich? Viele Menschen werden sich das ungläubig gefragt haben, als sie die ersten Nachrichten über den Angriff Russlands gegen die Ukraine gehört haben. Die russische Armee beschießt militärische Ziele in der Ukraine, auch im … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Rückruf in die Geschichte

von Erhard Crome Meine Großmutter mütterlicherseits stammte aus einer Mennonitenfamilie, die nach dem Gründerkrach 1873 nach Russland ausgewandert war. Sie wurde in der Ukraine in einer wohlhabenden Unternehmerfamilie geboren. Die dort lebenden Deutschen trugen dazu bei, die Modernisierung und Industrialisierung … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Bidens Bauernopfer

von Stefan Pfüller Als das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen vom 3. November 2020 mit 306 Wahlmännern und -frauen für den Demokraten Joe Biden gegenüber 232 für den damaligen republikanischen Präsidenten Donald Trump feststand, wurde das in den meisten Staaten dieser Welt … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Zurück zu „Treu und Glauben“ – besser: neu beginnen?

von Herbert Bertsch Hast Du Sicherheiten? Genügt nicht das Wort eines Ehrenmannes? Gewiß: Bring einen! Mag es der Teilduplizität des Datums geschuldet sein oder unbegründetem Zufall – wir beginnen mit dem Bericht des Handelsblatt vom 2. Februar 2014 über ein … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

DDR-Bildgeschichten und Nachwende-Comicstrips

von Thomas Behlert Neben der Comiczeitung Mosaik, die sich nur auf die Erzählung einer Geschichte beschränkte, konnte man in der DDR noch Atze lesen, wenn man sich in Comics verliebt hatte. Ab und zu gab es auch einige in der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Wieder gelesen: „Gold und Eisen. Bismarck und sein Bankier“

von Alfons Markuske Bleichröder war in der Politik des Kaiserreiches ständig überall präsent. Fritz Stern Nach ihrem Ableben fallen Menschen binnen weniger Generationen dem allgemeinen Vergessen anheim. Das ist gängiges Schicksal. Auf ein Davonausgenommenwerden hoffen dürfen nur jene, die zu … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Zu den Wurzeln der Weltkultur

von Wolfgang Brauer Dieses Buch ist ein atemberaubendes Werk, das auch Nicht-Spezialisten für die Kulturen des Orients in seinen Bann nimmt. Eigentlich ist es „nur“ der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung iranischer Kunst, die noch bis zum 20. März 2022 auf … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 5 | 28. Februar 2022

Der Fall Belle Gunness

von Frank-Rainer Schurich Eine der schwierigsten Aufgaben für den Criminalisten in psychologischer Beziehung bleibt die Beurtheilung der Frau, weil sie nicht nur somatisch und psychisch etwas ganz Anderes ist als der Mann, sondern weil sich dieser niemals voll und ganz … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Schon wieder ist ein Blättchen-Jahrgang Geschichte!

Liebe Leserinnen und Leser, dank Ihrer Spenden und durch Ihre PDF- sowie eBook-Abos sind wir auch 2021 finanziell wieder ruhig „über die Runden“ zu kommen. Denn selbst ein nichtkommerzielles Projekt wie Das Blättchen, bei dem Autoren wie Redaktion auch im … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Alfred Kerr als Chronist

von Wolfgang Brauer Vom 1. Januar 1895 bis zum 25. November 1900 veröffentlichte Alfred Kerr in der Wochenendausgabe der Breslauer Zeitung regelmäßig mit lockerer Hand geschriebene Betrachtungen über das Leben in der Reichshauptstadt. Als Günther Rühle 1997 erstmals 134 dieser … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Geffkens China

von Wolfram Adolphi Rolf Geffkens China – im Buch „Mein China“ zu entdecken – ist lebendig, spannungsreich, überraschend und widerspruchsvoll. Seit 2003 ist der Autor im Land unterwegs: als Anwalt mit dem Spezialgebiet Arbeitsrecht. Da ist es ihm nicht um … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

LEGO – nicht nur im Kinderzimmer

von Ulrich Busch Jeder kennt sie, die bunten LEGO-Steine, viele haben als Kinder mit ihnen gespielt, manche tun es heute noch, als Erwachsene. LEGO aber ist mehr als ein Spielzeug. Es ist auch Sammlerstück, Modellbau, Exportprodukt, Kunstwerk, Nostalgie und Tradition … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Die Kunst zu merkeln

von F.-B. Habel Nachdem sie mehr oder minder belächelte Ministerin unter Bundeskanzler Kohl war, gewann Angela Merkel Profil, als sie zunächst Generalsekretärin der CDU, dann Vorsitzende wurde, und als Bundeskanzlerin kam sie ihrem Ziehvater Kohl in Ausdauer nahe und hatte … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Kurz und bündig – Paul Cézanne

von Klaus Hammer Er war Wegbereiter des Kubismus, hätte aber selbst kein kubistisches Gemälde schaffen können oder wollen. Die kubistische Abstraktion hätte ihm sicher nicht gefallen. Paul Cézannes ganze Bemühungen galten der körperhaften Welt – den Formen des Mont Saint-Victoire … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Der Malergarten

von Renate Hoffmann Welche Pracht, welche Farbenfreudigkeit. Die Gartenbilder von Max Liebermann. Führender Maler der Moderne in Deutschland; gemeinsam mit Max Slevogt und Lovis Corinth als „Dreigestirn“ des deutschen Impressionismus bezeichnet; Präsident der Preußischen Akademie der Künste, Mitbegründer der Berliner … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Ein Beitrag zu einem nachhaltigen Sozialismus?

von Gerd-Rüdiger Hoffmann Wenige Wochen nach der Bundestagswahl veröffentlichte das Magazin JACOBIN online einen Artikel von Klaus Dörre, Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, unter dem Titel „Schicksalswahl: Alles muss anders werden, ändern soll sich wenig!“. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Benito Wogatzki – anders und sich dennoch treu

von Gerd-Rüdiger Hoffmann Lothar Baier (1942–2004), bis zu seinem Tod einer der bekanntesten deutschen Intellektuellen in Frankreich, ließ sich Anfang der 1980er Jahre in Südfrankreich nieder. Seine autobiographische Erzählung „Jahresfrist“ (1985) handelt von seinem Versuch, sich in Südfrankreich dauerhaft niederzulassen. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Ein Rückblick auf das Proust-Jahr 2021

von Mathias Iven Beginnen wir mit einem Zitat: „Alles, was zur Verbesserung des Menschen führt, zum Wachstum seines körperlichen und seelischen Wohlbefindens, zu seiner somatischen und geistigen Betätigung, erwächst aus dem unmittelbaren und legitimen Bereich der Hygiene.“ – Eine unbestritten … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Antifaschismus vor und nach der Befreiung

von Mario Keßler Der Historiker Gerd-Rainer Horn, Professor am Pariser Institut d’études politiques, allgemein bekannt als Sciences Po, hat seinen zahlreichen Publikationen in deutscher, englischer und französischer Sprache zur Arbeiter- und Gewerkschaftsgeschichte ein neues Werk hinzugefügt. „The Moment of Liberation … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Versuchte Nähe

von Joachim Lange Der Zauberer“ ist ein Roman von einem Fan für Fans. Schon, dass der irische Erfolgsautor Colm Tóibín den familiären Kosenamen Thomas Manns als Titel wählt, macht die Nähe und unverhohlene Zuneigung zu seinem Protagonisten zur Prämisse. Nun … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Kritik der Politischen Ökonomie und Kapitalismusanalyse

von Jürgen Leibiger Verstärkt seit der Weltwirtschaftskrise von 2007/2009, vor allem aber im Zusammenhang mit dem 150. Jahrestags des Erscheinens des „Kapitals“ von Karl Marx 2017 und seinem Geburtsjubiläum 2018 wurde landauf, landab die Frage erörtert: „Was hat uns Marx … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Daniil Granin: „Mein Leutnant“

von Alfons Markuske Interessant wäre, wie es um den Ruf einiger ruhmreicher Marschälle stehen würde, wenn man ihnen die Gefallenen angerechnet hätte. (Daniil Granin, Mein Leutnant) Der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion (1941 bis 1945) gegen Hitlerdeutschland und die von … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Eine weltumspannende Biografie

von Manfred Orlick Der hallesche Hasenverlag bringt seit 2005 die Reihe „Mitteldeutsche kulturhistorische Hefte“ heraus, in der historische Themen und Persönlichkeiten der Region näher beleuchtet werden. So erkundeten die einzelnen Hefte zum Beispiel alte Industriebrachen, die ehemaligen Lichtspielhäuser, die letzten … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Vom Patriarchat der Dinge

von Viola Schubert-Lehnhardt Nunmehr bereits in 4. Auflage beschreibt die Journalistin und Podcasterin Rebekka Endler Begebenheiten, die Frauen im Detail nur allzu gut kennen und doch in dieser Tragweite häufig nicht reflektieren. Es beginnt mit einer scheinbaren Banalität – der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Paul McCartneys Leben in 154 Songs

von Manfred Orlick Unzählige Male wurde Paul McCartney gebeten, eine Autobiografie zu schreiben, aber nie war die richtige Zeit dafür. Songschreiben war das Einzige, das immer funktionierte, egal ob zu Hause oder unterwegs. Außerdem hat er nie ein Tagebuch geführt. … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Karol Sauerlands Tagebuch

von Holger Politt In Polen kennen und schätzen ihn immer noch viele, immerhin brachte der Germanistikprofessor bereits in Zeiten der VR Polen die Rezeption von illustren Denkern wie Dilthey, Adorno oder Benjamin tüchtig voran. Auch in Deutschland ist er in … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Der Fall Collini

von Frank-Rainer Schurich Alles, was die Menschheit je getan, gedacht oder erreicht hat, und alles, was sie je gewesen ist, findet sich wundersam bewahrt auf den Seiten von Büchern“, lesen wir beim schottischen Essayisten und Historiker Thomas Carlyle (1795–1881). Wundersam? … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Die braunen Wurzeln

von Frank-Rainer Schurich Im November 2021 wurde nun endlich eine Studie mit dem Titel „Staatsschutz im Kalten Krieg. Die Bundesanwaltschaft zwischen NS-Vergangenheit, Spiegel-Affäre und RAF“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Viel zu spät, aber immerhin. Untersucht werden darin die Aktivitäten der Behörde in … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Ein Ungar besichtigt die ostthüringer Provinz

von Ulrich Kaufmann Der 1954 in Ungarn geborene László Krasznahorkai, vielfach preisgekrönter Autor, „einer der innovativsten Schriftsteller Europas“ (Klappentext) hat einen in vieler Hinsicht besonderen, verstörenden Erzähltext geschrieben. In nur einem Satz, der sich über 410 Seiten erstreckt, schildert der … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Sozialismus der Denker

von Erhard Weinholz Wer als Autor seine Arbeiten rezensiert sieht, ist gehalten, auf Gegenkritik zu verzichten. Was ich an dieser Stelle zu Gerd Irrlitz’ unlängst veröffentlichter Untersuchung „Die Idee des Sozialismus“ äußere, will ich daher weniger als Rezension verstanden wissen, … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Der Zeit die Stirn bieten

Eine neue Möglichkeit, Heinrich und Thomas Manns Engagement für Zusammenhalt aufzunehmen von Wolfgang Klein Dies war meine Art, lieber Heinrich, den letzten drei Jahren die Stirn zu bieten“, las Heinrich Mann in „Joseph der Ernährer“, als Bruder Thomas ihm im … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Vom Werden des unvergesslich Schönen: Briefwechsel Strauss – Roller – Hofmannsthal

von Reinhard Wengierek Um 1900 war es denn soweit in der abendländischen Welt des Theaterbühnenbilds: „Entrümpelung“ wurde angesagt, zumindest unter den Avantgardisten der Zunft. Zu denen gehörten beispielsweise der Engländer Edward Gordon Craig, der Schweizer Adolphe Appia sowie, mit etwas … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Miszellen

Von der Errichtung des Paradieses (Wolfgang Brauer) – Chinas Jahrhundert (Viola Schubert-Lehnhardt) – Zerreißprobe Deutschland (Henry-Martin Klemt) – Wenn aus Gezwitscher Politik wird (Reinhard Wengierek) – Zwei Frauen zwischen Basel und Moskau (Wladislaw Hedeler) – Die Schreibwelten des Günter de … Weiterlesen


25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022

Das Politbüro vor dem Parteigericht

von Erhard Crome Der am 3. Oktober 2021 gestorbene Historiker Detlef Nakath war einer der besten Kenner der deutsch-deutschen Geschichte bis 1990 und der Entwicklung von der SED zur PDS in der Endzeit der DDR. Sein wissenschaftliches Hauptverdienst nach der … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Antworten

Elke Kahr (KPÖ), steirisches Polit-Phänomen – Seit kurzem sind Sie Bürgermeisterin von Graz. Der Gemeinderat der zweitgrößten Stadt Österreichs wählte Sie zwei Monate nach Ihrem überwältigenden Sieg bei den Kommunalwahlen zur ersten kommunistischen Bürgermeisterin. Wenn wir richtig addieren, ohne die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Bemerkungen

Über Angela Merkel Im Oktober 2001 gelangte am Berliner Maxim-Gorki-Theater die Text-Collage „Merkels Brüder“ von Hajo Kurzenberger und Stephan Müller zur Uraufführung. Das Stück schockierte seinerzeit und trug wohl ebenso zur Absäbelung des damaligen Intendanten bei wie das ebenfalls von … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Wahlalter ab 16

von Stephan Wohanka „Verherrlichung der Gegenwart und der Vernachlässigung der Zukunft wohne jeder Demokratie inne.“ (Richard von Weizsäcker) Die Bundestagswahl ist vorbei mit dem bekannten Ergebnis. Daher erscheint es müßig, im Nachhinein über eine Absenkung des aktiven Wahlalters auf 16 … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Wer wen?

von Bernhard Romeike Seit Beginn der akuten Flüchtlingskrise an der Grenze zwischen Belarus und den angrenzenden EU-Staaten, vor allem Polen, lautet die Legende, die in westlichen, auch deutschen staatstragenden Medien verbreitet wird, der böswillige Diktator Lukaschenko benutze Flüchtlinge aus dem … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Vermeer in neuer Perspektive

von Klaus Hammer In Dresden ist Vermeers berühmtes Gemälde „Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster“ (um 1657–1659), eines der rätselhaftesten Bilder der Galerie Alte Meister, zu Hause. Es ist das erste von sechs Gemälden, in denen sich der holländische Maler mit … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: Slippery Slope – Maxim-Gorki-Theater / „Einsame Menschen“ – Kammerspiele des Deutschen Theaters Berlin *** O Gott, nicht schon wieder Cancel-Culture, gestrenge AufpasserInnen mit Moralkeulen oder stählerne AktivistInnen mit identitärer Politik. Bitte nicht schon wieder diesen rasenden … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Neun Kapitel Rudolstädter Theatergeschichte

von Ulrich Kaufmann Als Harald Gerlach 1992 den Schiller-Ehrenpreis erhielt, sagte er. „Immerhin: zu Schillers Zeit wird in Rudolstadt ein Theater errichtet. Wer es in unseren Tagen noch einmal in spielfähigem Zustand besehen möchte, der sollte sich beeilen!“ Der vorliegende … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Immer noch: Atomwaffen in Deutschland

von Sarcasticus Nicht nur der Klimawandel bedroht die Welt. Das neue politische Spiel mit Atomwaffen bedroht sie auch. Heribert Prantl Drei Wochen nach der Bundestagswahl vom 26. September 2021 hat die NATO Steadfast Noon, ihre jährliche nuclear strike exercise in Europe … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Feininger total

von Mathias Iven In diesem Jahr feiert die Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg nicht allein den 150. Geburtstag ihres Namenspatrons, sondern auch ihr 35-jähriges Bestehen. Aus Anlass dieses Jubiläums ist dort eine außergewöhnliche Ausstellung zu sehen. Erstmals werden mehr als 140 Werke … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Ludwig Sternaux und sein Potsdam

von Renate Hoffmann In Manchem ähneln sie sich, Sternaux’ Buch der Erinnerung und die Novembertage. Ein Hauch von Melancholie, ein wenig Traurigkeit, dünne Frühnebel und markante Strukturen. Der Berliner Journalist, Schriftsteller und Dramaturg (1885–1938) mit dem weiten Herzen für die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Jahre der Pandemie als Zeitenwende

von Jürgen Leibiger Noch nie hat es weltweit und synchron einen solch tiefen Wirtschaftseinbruch gegeben wie in der Zeit der Pandemie. Zudem war es ein Einbruch, der bewusst und planvoll in die Wege geleitet wurde, indem die Unternehmen zu Schließungen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Bei den Schatzgräbern im Erzgebirge

von Joachim Lange Heutzutage ist überall an den Theatern und Opernhäusern vom Neustart die Rede. Nach der coronabedingten Zwangspause kein Wunder. Da wo Intendanten wechseln, ist es gleich ein doppelter. So wie im Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz. Gewissermaßen als Kontrapunkt zu … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Hand in Hand?

von Uwe Krüger Mitunter – und nicht erst, aber insbesondere mit der Corona-Berichterstattung in Zeitungen und Medienportalen – hat man den Eindruck, die freie Presse sei ein Verlautbarungskanal der Bundesregierung. Ist dieses Urteil berechtigt? „Die Berichterstattung in Deutschland empfinde ich … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

WÄRST DU

von Henry-Martin Klemt Wärst du’n Bild, schwarz auf weiß, wär’s nicht schöner als wahr, aus verschlungenen Linien, doch jede glasklar. Durchs Metall treibt die Nadel eiskalt ihr Spur. Nicht zurücknehmbar zeigt sie, was dir widerfuhr. Und du kommst mit einem, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Die Hoffnung bewahren

von Mario Keßler Es lohnt, alte Bücher zu entdecken, auch Englisch geschriebene: Wir sind in West-Berlin nach 1980, der Zeit von Hausbesetzungen, ungeschliffener Punk-Musik und schriller Bands, die sich einer „Neuen Deutschen Welle“ zurechnen. Die Helden von einst, sich nun … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Außenpolitische Vordenkerei

von Erhard Crome Die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), im Selbstverständnis das deutsche „Institut für Internationale Politik und Sicherheit“, hatte pünktlich zur Bundestagswahl im September 2021 eine Studie publiziert unter dem Titel: „Deutsche Außenpolitik im Wandel. Unstete Bedingungen, neue Impulse“. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Irmgard Keuns Briefe aus dunkler Zeit

von Wolfgang Brauer Es sind Dokumente einer merkwürdigen Beziehung, die Michael Bienert jetzt bei Quintus herausgegeben hat. Unter dem Titel „Man lebt von einem Tag zum anderen“ veröffentlichte er den Briefwechsel zwischen der Erfolgsautorin Irmgard Keun und dem vollkommen unbekannten … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Berliner Museumsgänge – Gottbegnadete und eine Granitschüssel

von Alfred Askanius Das Deutsche Historische Museum im Zeughaus Unter den Linden baut gerade um, aber im Pei-Bau des Hauses ist noch bis zum 5. Dezember eine Sonderausstellung zu sehen, die merkwürdigerweise nur wenige „auf dem Schirm“ haben: „Die Liste … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Die Aggressivität der Verlierer

von Wolfram Adolphi Der letzte Satz des hier in Rede stehenden klugen Büchleins „America Second? Die USA, China und der Weltmarkt“ endet mit „nichts Neues also, nur schöner verpackt“. Wie dieses „nicht Neue“ nun aber von seinem Autor Christoph Scherrer … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Der Mord im Cöllnischen Rathaus

von Frank-Rainer Schurich Es war eine schlimme Zeit. Berlin und Cölln verschonte der Dreißigjährige Krieg (1618 bis 1648) nicht; die Truppen Wallensteins und des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf plünderten die Doppelstadt und meuchelten ihre Bewohner. Infolge der dramatischen Ereignisse breiteten … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021

Film ab

von Clemens Fischer Selten ist Weltliteratur um billiger visueller Schockeffekte und anderer cineastischer Missgriffe halber brutaler und künstlerisch respektloser verhackstückt worden als in diesem Falle Stefan Zweigs „Schachnovelle“. Haupttäter – Eldar Grigorian (Drehbuch) und Philipp Stölzl (Regie). Letzterer ist bisher … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Indien, Afghanistan und die Taliban

von Edgar Benkwitz Die vergangenen fünf Wochen waren für die indische Diplomatie eine äußerst anstrengende Zeit – alles drehte sich um die Machtergreifung der Taliban in Afghanistan. Für Indien steht viel auf dem Spiel, es geht letztendlich um Fragen der … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Für Gemeinsame Sicherheit

von Erhard Crome Bernd Greiner, Historiker und Politikwissenschaftler, vor allem zu den USA publizierend, hat ein Buch verfasst über „die Schattenseiten des amerikanischen Jahrhunderts“. Nur weil die USA „ihren Anspruch auf Ordnung in der Welt durchsetzen wollten“, mussten unzählige Menschen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Über tragbare kulturelle Bildung in Hoyerswerda

von Gerd-Rüdiger Hoffmann Grit Lemke, 1965 in Spremberg geboren, in Hoyerswerda (sorbisch Wojerecy) aufgewachsen, Dokumentarfilmerin, Autorin, Kuratorin und wichtige Stimme in der Lausitz, wenn es um die Präsentation und Förderung sorbischen Filmschaffens geht, hat am 19. September in der Kulturfabrik … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Dieser andere Blick

von F.-B. Habel Nach Monaten der Isolation haben sich viele Leute zu Menschenansammlungen zusammengefunden, wie ich bei meinen nachgeholten Festivalbesuchen in Schwerin und in der Lausitz feststellen konnte. Auf dem Weg zum Schweriner Capitol in der Wismarschen Straße musste ich … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Kein Spaß mehr, überhaupt nicht

von Günter Hayn Hängt die Grünen“ – natürlich sind keine lebenden Personen gemeint. Wer kommt denn auf so was! Das ist nur eine Aufforderung, grüne Plakate zu hängen. Jedenfalls so lange noch Laternen frei sind. Noch nicht mal klitzekleine Galgen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Film ab

von Clemens Fischer Was von Gerhard Schröders Kanzlerschaft neben der unsäglichen Hartz-Gesetzgebung noch am ehesten in Erinnerung sein dürfte, ist seine strikte Weigerung im Jahre 2003, den USA in den zweiten Irakkrieg zu folgen. (Oppositionsführerin Angela Merkel, man wird sich … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Malamuds „Mieter“ nach fünfzig Jahren

von Mario Keßler Bernard Malamuds Roman „The Tenants“ („Die Mieter“), den Annemarie Böll übersetzte, erschien vor fünfzig Jahren im September 1971, 1973 dann auf Deutsch, 1976 auch in der DDR. Malamud (1914–1986) schrieb damit nach dem fünf Jahre zuvor erschienenen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Die Geister der Vergangenheit

von Joachim Lange Bei der RuhrTriennale gehört die künstlerische Erneuerung zur Festspiel-DNA. Alle drei Jahre wechselt die künstlerische Leitung und bestimmt das Programm neu. Die Kontinuität liegt in diesem Wechsel und in den besonderen Spielstätten. Dieses Unikum in der deutschen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Laschets allerletzte Patrone

von Waldemar Landsberger Das „Rote-Socken-Modell ist die letzte Patrone, die Laschet noch im Gewehrlauf hat“, hatte Wolfgang Kubicki, seines Zeichens stellvertretender FDP-Vorsitzender, am 8. September gesagt. Wenige Tage später griff der Kommentator Thomas Schmoll (ntv,12. September 2021) das Bild auf … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Theo Müller redet Klartext

von Jürgen Leibiger Erinnern Sie sich noch an Hilmar Kopper, „Peanuts-Kopper“? Der damalige Sprecher der Deutschen Bank hatte die 50 Millionen DM, die der Immobilien-Pleitier Jürgen Schneider Anfang der neunziger Jahre vielen Handwerkern schuldig blieb, „Peanuts“, Kleinigkeiten genannt. Peanuts wurde … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Ein Schweizer in Berlin

von Wolfgang Brauer Die Berlinische Galerie beginnt die neue Saison mit einem Paukenschlag: Mit „Ferdinand Hodler und die Berliner Moderne“ präsentiert sie allein 48 Arbeiten des Schweizers, darunter etliche Hauptwerke. So umfangreich war Ferdinand Hodler (1853–1918) in der Stadt zuletzt … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Binz und der Berliner Bankenskandal

von Dieter Naumann Das 1318 erstmals in einer Steuererhebung der Putbusschen Grafschaft Streu urkundlich erwähnte Fischer- und Bauerndorf „Byntze“ sollte nach Sagard, Putbus/Lauterbach und Saßnitz/Crampas der nächste bedeutende Badeort auf Rügen werden. Zunächst dümpelte der Ort vor sich hin. Zum … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Newspeak

von Angelika Leitzke Seit dem Beginn der Corona-Pandemie, mit Stichdatum vom 11. März 2020 von der WHO offiziell dazu erklärt, lerne ich Neusprache. Rasch, am 25. März 2020, hat die Bundesregierung die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ ausgerufen, die gerade … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Die biographischen Daten des Otto Prokop

von Frank-Rainer Schurich Otto Prokop, Gerichtsmediziner mit Weltruhm. Sein Geburtstag jährt sich am 29. September zum 100. Male. Geboren 1921 im österreichischen St. Pölten, nahm er nach einer Tätigkeit als Privatdozent in Bonn 1956 den Ruf der Berliner Humboldt-Universität (HUB) … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Sonntag in Neuhardenberg

von Renate Hoffmann Da ist der weiträumige gepflegte Park mit den Baumriesen, dem Teich und dem Wasserlauf. Da sind die geschwungenen Wege, Peter Joseph Lenné, dem Gartenkünstler, verpflichtet. Darin das weiße Schloss in seiner klassischen Kühle und der milden Spätsommersonne. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Land Kultur Gut

von Thomas Heyn Zwei Jahre Corona-Berufsverbot sind vorbei und zaghaft-kühn wagen sich die ersten Veranstalter wieder an kleine Produktionen, immer bedroht von Verordnungen, Durchführungsbestimmungen und kurzfristigenVerboten, ausgesprochen von Menschen, deren Gehalt und Arbeitsplatz ungefährdet und deren Wissen um die Bedingungen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „jedermann (stirbt)“ und „Fräulein Julie“ – Kammerspiele des Deutschen Theaters. * Er gilt als einer der schnellsten und erfolgreichsten Aufsteiger im – immer wieder erstaunlich! – so konkurrenzreichen Gewerbe der Stückeschreiberei. Ferdinand Schmalz. Gerade mal dreißig, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Zum 100. Geburtstag meines „Prof. Dr. sc. med. Dr. h. c. mult. Otto Prokop“

von Hans-Ulrich Tittler Ich war ein junger Amtsleiter in Angermünde und etwas ratlos, als ich 1981 einen Brief an die „Direktion der Deutschen Reichspost“ erhielt: Im „Einfinger-Suchsystem“ schrieb mir ein Professor, schlimmer noch: der „Direktor des Instituts für gerichtliche Medizin … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Von Finderglück und Trennung ohne Schmerz

von Erhard Weinholz Wie so vieles in der Welt hat auch meine Bibliothek ganz klein angefangen – irgendwann in den frühen Siebzigern, als ich im Studentenwohnheim lebte. Man hatte dort wenig Platz für Bücher, aber das machte nichts, denn man … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Kuba vor neuen Herausforderungen

von Achim Wahl Am 11. Juli 2021 kam es in Kuba zu Protestdemonstrationen, die sich rasch über die gesamte Insel ausbreiteten. Unter der Losung „#SOSCuba“ hatten soziale Medien, auch Influencer aus dem Ausland, zu Protesten aufgerufen. Die Protestierenden reklamierten die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Antworten

Ronald Paris, aufrechter Bildgewaltiger – „Unterwegsbleiben hält jung und lebendig“, sagten Sie einmal in einem Gespräch mit der nd-Redakteurin Karlen Vesper. Hans-Dieter Schütt nannte Sie einmal „Welt-Bürger aus der einstigen politischen Provinz“. Am 17. September ging Ihre Lebensreise zu Ende. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 20 | 27. September 2021

Bemerkungen

Was ist Heimat? Lässt sich daran etwas ändern, dass Kurt Hiller nicht mehr so sehr in aller Munde ist wie Kurt Tucholsky? Schließlich habe doch auch Hiller vorm 1. Weltkrieg populäre Dinge gemacht, war mit Georg Heym und Jakob van … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Antworten

Frank-Walter Steinmeier, Hausherr auf Schloss Bellevue – Mit bedeutungsschwangerem Timbre sehr Ernstes wenigstens anzusprechen, wenn auch nicht immer im Hinblick auf möglichst realistische Lösungsansätze hin zu erläutern, ist ja geradezu Ihr Markenzeichen als Bundespräsident geworden. Und so klang es auch … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Die Rache der Mona Lisa

von Frank-Rainer Schurich Der Sachverständige ist nach offizieller Lesart eine mater dolorosa: rosenumkränzt und rein. Die Volksseele wird durch Politik, Industrie und Werbung angehaltefn, ihn ikonenhaft als einen ehrlichen und lauteren Menschen zu sehen, der sich nie irrt und auf … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Ignoranz und Scheinheiligkeit

von Wolfgang Brauer Am 20. August 2021 ging vor dem Berliner Landesarbeitsgericht eine skandalträchtige Affaire sondergleichen zu Ende: Seit Februar 2020 versucht die Berliner Bildungsverwaltung sowohl den Direktor der Staatlichen Ballettschule und Schule für Artistik, den Tanzwissenschaftler Prof. Ralf Stabel, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

US-Dilemma in Afghanistan und Indiens Interessen

von Edgar Benkwitz Die Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan hat weltweit Sorgen ausgelöst und Ängste um das Schicksal der dortigen Zivilgesellschaft entstehen lassen. Zudem hat der katastrophale Rückzug der USA aus dem südasiatischen Land Empörung hervorgerufen. Ohne … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

„… mitzudenken mit den Gebirgen und Meeren“

von Ulrich Kaufmann Zum 82. Geburtstag Volker Brauns erschien der in Schwarz gehaltene Band „Große Fuge“. Auf dem Cover sieht man eine raffinierte zweifarbige Radierung von Helge Leiberg. Vermeintlich zeigt sie einen resignierten Alten. Erst ein zweiter Blick ermöglicht es, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Hindenburg und die „Osthilfe“

von Günter Hayn Merkwürdigerweise verfügt Paul von Hindenburg bis zum heutigen Tag über eine große Anzahl energischer Verteidiger, die aber allesamt beim Versuch, seine Leistungen zu benennen, ins Stottern kommen. Dabei versuchen seine Fans schamhaft einen der wenigen politischen Schritte … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Anmerkungen zum Afghanistan-Krieg

von Erhard Crome Nach dem Einmarsch der Taliban in Kabul ist allenthalben von „Niederlage“ und „Desaster“ die Rede. Der frühere Diplomat Michael von der Schulenburg, jahrzehntelang für UNO und OSZE leitend tätig, befand bereits vor über einem Jahr: „Der Nato-Einsatz … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Mit Schoigu und ohne Schamanen

von Klaus Joachim Herrmann Mit der Schlagzeile „Die Schamanen sind vom Geist des einigen Russland beseelt“ schien die Njesawissimaja Gasjeta Mitte August die heiligen Leute in die Niederungen des russischen Wahlkampfes zu ziehen. Heißt doch „Einiges Russland“ die Partei der … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Das „neue Sehen“ der russischen Impressionisten

von Klaus Hammer Es war Ilja Repin, berühmt durch seine monumentalen Menschenbilder wie „Die Wolgatreidler“ (1872/1873), der an allen Kunstströmungen im Russland des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts teilgenommen hat. Während seines Studienaufenthalts in Paris 1875 hatte er … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Amerikas Scheitern und die Linke

von Mario Keßler Zu den wenigen ernstzunehmenden Halbsätzen, die derzeit aus der Kakophonie der Stimmen des gestürzten Giganten USA auszumachen sind, gehörte Außenminister Blinkens Beteuerung, der Fall von Kabul sei nicht mit dem Fall von Saigon 1975 vergleichbar. Er hat … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Kinderarmut und Kinderreichtum

von Jürgen Leibiger Kinderarmut wird in der Öffentlichkeit selten so richtig wahrgenommen. Und wenn sich in der Vorweihnachtszeit die Besucher in den Kaufhäusern drängeln, wird eher von einer Konsum- oder Wohlstandsgesellschaft und vom überbordenden Reichtum des Landes gesprochen. Manche Kinderzimmer … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Maria Sibylla und die Insekten

von Renate Hoffmann Die berühmte Tochter eines berühmten Vaters, des Kupferstechers und Verlegers Matthäus Merian d. Ä. Ausgestattet mit seinen Anlagen, begabt, wissbegierig, aufgeschlossen für die Techniken des Gewerkes, dem Zeichnen, Malen und der Kunst des Kupferstichs. Umfänglich ausgebildet im Atelier … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Bemerkungen

Matthias Erzberger zum Gedenken Vor 100 Jahren, am 26. August 1921, wurde Matthias Erzberger von zwei Angehörigen der rechtsextremen Terrorbande „Organisation Consul“ ermordet. Er wusste, dass er die Hassfigur der deutschen Rechten war. Ursprünglich eifriger Verfechter eines rücksichtslosen Eroberungskrieges rückte … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Blick aus Polen auf Afghanistan

von Jan Opal, Gniezno Der überraschend schnelle Fall von Kabul hat in Polen die aufgeladene innenpolitische Debatte für einige Tage verstummen lassen. Die Rückkehr der Taliban an die Machthebel Afghanistans war insofern von herausragendem Interesse, weil das Land zum ersten … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Afghanistan – zwangsläufiges Finale

von Sarcasticus Die Taliban sind nicht die nordvietnamesische Armee. Sie sind nicht im Entferntesten vergleichbar in Bezug auf ihre Fähigkeiten. Es wird keinen Umstand geben, wo man Menschen vom Dach der Botschaft der Vereinigten Staaten […] abheben sehen wird. Jo … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Eine gemeinsame Antwort von Russland und China an den Westen

von Wilfried Schreiber Am 28.06.2021 verlängerten die Präsidenten der Volksrepublik China und der russischen Föderation den im Juli 2001 abgeschlossenen Vertrag über Nachbarschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern für weitere 20 Jahre. Das Ereignis erfolgte öffentlich in den Medien … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Ein deutsches Leben“; mit Brigitte Grothum – Schlosspark Theater * Brunhilde Pomsel war drei Jahre lang Sekretärin von Joseph Goebbels und wurde 105 Jahre alt, als sie 2017 starb. Noch drei Jahre vor ihrem Tod gab … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Unsere Besten

von Bruni Butzke Der Titel ist Reinhold Andert abgeborgt. Der war in der „Singebewegung“ der Jugendorganisation FDJ eine der interessantesten Gestalten. Ein früherer Christenmensch, der zum Sozialismus konvertiert war. Zum 20. Jahrestag der DDR 1969 sang er in einem oft … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Kennet euch selbst

von Friedrich Gottlieb Klopstock Frankreich schuf sich frey. Des Jahrhunderts edelste That hub Da sich zu dem Olympus empor! Bist du so eng begränzt, dass du sie verkennest, umschwebet Diese Dämmerung dir noch den Blick, Diese Nacht: so durchwandre die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Das Telefunken-Haus auf Rügen

von Dieter Naumann In den Zickerschen Bergen auf Rügen, auf dem Bakenberg oberhalb des so genannten Denkmalhügels war ab 1943 ein äußerlich der Landschaft angepasstes, rohrgedecktes Holzhaus zu sehen, dessen Bedeutung nur den wenigsten Rüganern bekannt gewesen sein dürfte. Hier, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 18 | 30. August 2021

Deutsche Wohnen & Co. enteignen: Wie die linke Inquisition eine Bewegung zerstört

von Rainer Balcerowiak Es klingt wie eine Geschichte aus dem linken Märchenbuch. Der Legende nach entstand die Idee zu einem Volksbegehren für die Enteignung großer Wohnungskonzerne irgendwann im Winter 2017/18 an einem Kreuzberger Kneipentisch, als sich zwei altgediente Kämpen der … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Großkotzig 4.0

von Wolfram Adolphi Das größte Buch in meiner Bibliothek wiegt viereinhalb Kilo und ist 32 cm hoch, 25 cm breit und 6 cm dick. Es ist 120 Jahre alt, heißt „China“, gibt einen vielfältigen, reich bebilderten Einblick in die chinesische … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Krieg!

von Helmut Donat Schneiderhan*, Afghanistan, Marder, Mörser, Merkel, Mörder. Soldatenhand ist schnell verbrannt. Es gibt kein Sieg in diesem Krieg. Sag’, für wessen Machtint’ressen steht Franz, der Jung: Verteidigung? Krieg ist kein Spiel. Kostet zu viel. Und allemal das Arsenal … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Erinnerungskultur in Berlin-Wilhelmsruh

von Harald Bröer Mahn-, Gedenk- und Erinnerungsstätten der Arbeiterbewegung in Berlin-Pankow“ – so lautet der Titel einer 72-seitigen Broschüre aus dem Jahr 1972. Der Autor Hans Maur listet darin 47 Orte mit Straße und Hausnummer auf, an denen sich solche … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Einsamkeit als fehlgeleiteter Individualismus

von Ulrich Busch Martin Hecht, ein umtriebiger Publizist und erfahrener Politik- und Sozialwissenschaftler aus Mainz, hat mit der vorliegenden Publikation „Die Einsamkeit des modernen Menschen“ ein aktuelles, höchst interessantes und sehr lesenswertes Buch verfasst. Bloß der Titel wurde falsch gewählt. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Eine Lanze für Louis Fürnberg

von Wolfgang Brauer Diesem Dichter wurde das Leben von Feind und „Freund“ zur Hölle gemacht. Er starb mit 48 Jahren an gebrochenem Herzen. Seinem Werk erging es nicht besser. Von seinen Feinden geschmäht und schließlich totgeschwiegen, von vermeintlichen Freunden selektiert … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Krieg und Kultur

von Erhard Crome Am 22. Juni 1941 hatte Hitlerdeutschland die Sowjetunion überfallen und damit den Zweiten Weltkrieg globalisiert. Der britische Historiker Arnold J. Toynbee (1889–1975) resümierte nach dem Krieg, friedfertige Völker hätten „die Tugenden, auf die es im Kriege besonders … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Walther Rathenau – „entbehrlich“?

von Eberhard Görner Am 6. Juni 2018 hat der Kreistag von Märkisch-Oderland in Seelow mehrheitlich beschlossen, das Schlossensemble in Bad Freienwalde vorzubereiten für einen europaweiten Verkauf. Die Märkische Oderzeitung kommentierte diesen Beschluss mit einer Mahnung: „Verzichtbar, nutzlos, überflüssig. Das sind … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Karl Kunz – Ein bildgewordenes Welttheater

von Klaus Hammer Ist man mühsam die vier Treppen des einstigen Berliner Kühlhauses emporgestiegen, öffnet sich in dem großen Saal des Dachgeschosses eine bunte, flirrende und verwirrende, schillernde, turbulente, geheimnisvolle Bilderwelt. Großformatige Bilder hängen dicht gedrängt nebeneinander, überladen mit Motiven, … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Rahel Varnhagen – Die Geschichte eines Buches

von Mathias Iven Schriftstellerin, Salonière, „Selbstdenkerin“ – all diese Bezeichnungen treffen auf sie zu. Gemeint ist Rahel Varnhagen, deren 250. Geburtstag erst unlängst Anlass für zahlreiche Würdigungen und Neuerscheinungen bot. Zu denen, die sich schon früh mit ihrem Leben und Werk … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Zum Kunst-Souper das Personal-Dessert

von Joachim Lange Die Dramaturgie der Mai-Ereignisse in und um die Semperoper hatte opernhafte Züge! Da lud das Haus am 8. Mai ein halbes Dutzend Kritiker ein, um an einer Premiere ohne Saalpublikum teilzunehmen, die dann ab Pfingsten über die Homepage … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Wirtschaft und Demokratie

von Jürgen Leibiger In meinem Blättchen-Beitrag über das „Gespenst der Vermögensteuern“ vor einigen Wochen hatte ich darauf hingewiesen, dass die Einkommens- und Vermögensverteilung auch Auswirkungen auf die demokratische Verfasstheit des Landes hat, was sich in der Wahlbeteiligung verschiedener sozialer Gruppen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Carpe diem

von Angelika Leitzke Die Woche hat bekanntlich sieben Tage. Vom christlichen Kirchenjahr schon seit Jahrhunderten mit Beschlag belegt, werden sie zunehmend auch für weltliche Zwecke instrumentalisiert. Wir sollten uns also einen Überblick verschaffen. Nach dem Neujahrstag als Schlafe-Deinen-Rausch-aus-Tag und dem … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Der Hass

von Heinrich Mann Nicht zum ersten Mal verpestet der Hass Deutschland. Den folgenden Artikel schrieb Heinrich Mann Anfang Mai 1933 an der Côte d’Azur auf Französisch. Er erschien am 17. Mai 1933 in der Pariser Wochenzeitung Marianne; die schärfsten Charakterisierungen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Staatsräson?

von Peter Petras Vom 10. bis 21. Mai wurde erneut ein Nahost-Krieg geführt. Der wievielte? Nach dem vorvorigen fand in Potsdam eine öffentliche Debatte statt. Da meldete sich ein alter Professor, der zu DDR-Zeiten am Potsdamer Institut für Internationale Beziehungen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Afghanische Ortskräfte in Gefahr – Resultat westlicher Überheblichkeit

von Thomas Ruttig Dass der Krieg in Afghanistan auch ohne Erfolg (die Militärs würden von „Sieg“ sprechen) zu Ende gehen könnte, kam in den Kalkulationen der Planer zwischen Washington, Brüssel, Berlin und Canberra nicht vor. Überheblich dachte man, mit den … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Cöllner Mord-Geschichte(n)

von Frank-Rainer Schurich Aus dem alten Cölln auf der Spreeinsel und dem benachbarten Berlin entstand die deutsche Hauptstadt. Alle Fakten sind nicht nur durch die 775-Jahr-Feier bekannt: Cölln als Stadt wird 1237 erstmalig urkundlich erwähnt, Berlin 1244. Aber wie gestaltete … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Tartuffe“ – Deutsches Theater Berlin / 75 Jahre Fachmagazin Theater der Zeit / Lebensglück Theaterberuf. *** Abendliche Konferenz der Wohlstandsfamilie Orgon draußen im Freien vor dem Portal des Deutschen Theaters. Die Stimmung nicht schlecht, okay, man … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Klimakrise? Menschheitskrise!

von Stephan Wohanka Er hört das Klirren der Spaten und glaubt, die Arbeit gelte einem Graben. In Wahrheit gilt sie seinem eigenen Grab. Fausts irreversibler Irrtum Die Einsicht in die Notwendigkeit, sich des Klimas und der Natur dringendst annehmen zu … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Antworten

Josep Almudéver Mateu, Interbrigadist – Unmittelbar nach dem Putsch des Generals Franco meldeten Sie sich noch minderjährig in Valencia zur Verteidigung der Republik. Sie kämpften bei Teruel, wurden dort verwundet und traten später in die CXXXIX. Internationale Brigade ein. Im … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juni 2021

Bemerkungen

Die Parabel vom Störtekeber Der Mann soll ein großer Freund der Gleichheit gewesen sein. Bei seinen Berufskollegen, die Grenze zwischen Pirat und Kaufmann war fließend, nahm sich der Kapitän, zugleich der Schiffseigner, den Löwenanteil. Er hingegen habe immer die Beute … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Gerhard Richters „Birkenau“-Zyklus

von Wolfgang Brauer Der Markt macht nicht die Kunst, aber der Markt macht den Künstler. Manchmal auch die Künstlerin. Das ist aber seltener. Christoph Stölzl, der einmal meinte, Leistung setze sich immer durch und deshalb brauche man keine Künstlerinnenförderung, irrt … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Ein Vivat für Armin Forker

von Frank-Rainer Schurich Wir sind uns vor 53 Jahren das erste Mal begegnet. Ich studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin, und Armin Forker, damals 37 Jahre alt, eröffnete uns in Vorlesungen und Seminaren auf hochinteressante Weise die Welt der Kriminalistik. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Die indo-pazifische „Quad“ auf Anti-China-Kurs

von Edgar Benkwitz Der Sicherheitsberater von US-Präsident Biden, Jake Sullivan, kriegte sich gegenüber den Journalisten kaum ein: „Seien Sie gewiss, heute ist ein großer Tag für die amerikanische Diplomatie. Der Gipfel ist eine großartige Sache für den Präsidenten und unser … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Katalanisches

von Jürgen Brauerhoch Wer in ein Land reist, bevor er einigermaßen in dessen Sprache eingedrungen ist, sollte lieber zur Schule gehen. (Francis Bacon) Wie wichtig Sprache als Bestandteil der Identifikation ist, erfährt der Urlauber, der vor der Reise nach Spanien … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Alternativen zur Wirtschaftspolitik der Bundesregierung

von Ulrich Busch Seit Mitte der 1970er Jahre erscheint regelmäßig im April oder Mai ein „Memorandum“ der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik. Es gilt als Gegenentwurf zum Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (der sogenannten fünf Wirtschaftsweisen), das jeweils im … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Anti-Rassismus als Geschäftsmodell

von Bruni Butzke Wenn die britische Königin Elisabeth aus offiziellem Anlass in güldener Kutsche durch ihre Hauptstadt fährt, sitzen viele Menschen in Deutschland vor dem Fernsehgerät und haben feuchte Augen. Es ist ein den Engländern abgeborgter Royalismus, weil es hierzulande … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Merkels Abenddämmerung

von Erhard Crome Die deutschen Zustände kann man indirekt auch daran ablesen, welche Lehnwörter im Englischen auftauchen. Früher waren das „Kindergarten“, „Rucksack“ und „Leitmotiv“, dann „Realpolitik“, „Reich“ und „Blitzkrieg“, jüngst „German Angst“ und nun „German Impfdesaster“. Anfang März wurde im … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Ein erbitterter Idealist – Heinrich Mann

von Wolfgang Klein Von Heinrich Mann, der am 27. März vor 150 Jahren geboren wurde, wäre nicht mehr die Rede, hätte er seinem Vater gehorcht. Als ältester Sohn hätte er nach dessen Tod die „Johann Siegmund Mann Getreidehandlung. Kommissions- und … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Auswandern auf den Mars – wie realistisch ist das?

von Dieter B. Herrmann Elon Musk, der sich neuerdings offiziell „Technoking of Tesla“ nennt, wird nicht müde, als das eigentliche Ziel seiner Raumfahrtpläne die Besiedelung des Mars durch Millionen von Menschen zu verkünden. Er ist fest davon überzeugt, dass die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Mehr vom Moor

von Renate Hoffmann Unwissend wollte ich mich in Bad Schmiedeberg nicht der tiefschwarzen, feinstrukturierten, breiigen Masse anvertrauen. Man sagte mir, Anschauung sei die beste Lehre und verwies mich in den Kurpark. Weiträumig angelegt, mit altem Baumbestand, Schmuckbeeten, lehrreichen Pflanzenabteilungen, einem … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Die Journalistin Milena Jesenská

von Mathias Iven Als Willy Haas 1952 ihre Briefe an Kafka veröffentlichte, konnte wohl kaum jemand etwas mit ihrem Namen anfangen. Sie war Kafkas Briefpartnerin, seine Freundin im Geiste. Und ja, sie war auch die erste Übersetzerin eines seiner Werke … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Die Interne Scheidung – eine Köpenickiade

von Gerhard Jaap Die Geschichte des Hauptmanns von Köpenick aus dem Jahr 1906 wird sogar auf den Seychellen erzählt. Seit dieser Zeit ist eine Köpenickiade auf der ganzen Welt ein Gaunerstreich, verübt im Stile des falschen Hauptmanns. Der Köpenicker Wolfgang … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Bismarcks russische Liebe

von Detlef Jena Die reale Politik des Westens ist gegenüber Russland bei aller berechtigten Kritik wieder einmal hoffnungslos verkrampft. Dieser Zustand wiederholt sich seit dem Mittelalter in regelmäßigen Abständen. Selbst eine vage Erwähnung der Ausgleichspolitik Bismarcks, der den autokratischen inneren … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Ein Tausendsassa als Literaturhistoriker

von Ulrich Kaufmann Wer sonst hätte dieses Buch schreiben können? Matthias Biskupek nutzt seinen Heimvorteil – wohnt er doch in der Schillerstraße, einen Katzensprung vom Schiller-Haus entfernt. Er ist ein Tausendsassa. Seine umfangreiche Bibliographie zeigt, dass er sich in Essays … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Die Schicht Pachulke

von Heinrich Mann Die neue Weltbühne, die exilierte Vorgängerin des Blättchens, brachte den Artikel am 13. Februar 1936. Er war der vorletzte einer im November 1935 begonnenen Reihe von Betrachtungen über „Die Deutschen und ihr Reich“, „Die Deutschen und ihre … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Steinezangen auf Rügen

von Dieter Naumann Im Jahre 1889 hatte man am Ufer unterhalb von Crampas mit dem Bau eines Schutzhafens für die Seefischerei begonnen und schon an Erweiterung gedacht. Hintergrund war die geplante Verlegung der deutsch-schwedischen Postdampferverbindung nach Sassnitz ). Der nun … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Der imaginierte, inszenierte Orient

von Klaus Hammer Was sind eigentlich „tronies“? Im holländischen und flämischen Barock als Übungsstücke oder Demonstrationsobjekte genutzte Bildnisse von meist anonymen Personen, die einen bestimmten altersbedingten, gefühl- oder charaktervollen Typus darstellen. Das waren also keine authentischen Darstellungen, sondern Kopf- und … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Die Stasi als Vorbild für Hollywood?

von Ulrich van der Heyden Im Politthriller „Der Manchurian Kandidat“ aus dem Jahre 2004 mit Denzel Washington in der Hauptrolle wird eine zugegebenermaßen recht spannende Story um eine Gehirnwäsche von US-Soldaten im Irakkrieg erzählt. Die US-Marines töteten nach dem Einsetzen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: Gucken was los ist – Wolfgang Kohlhaase 90 / Schlachtruf: Nicht unterkriegen lassen – Theater im Palais 30 / Gift für die neuen Jakobiner – Baudelaire 200 * „Ich wollte immer meine Kindheit verstehen und das … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Autonomer Krieg

von Sarcasticus Wer einmal einen Computer bedient hat, wer sich mit Abstürzen und vergrützten Updates herumgeschlagen hat, der kann die Vorstellung nur grotesk finden, dass Maschinen über Leben und Tod entscheiden. Christoph Seidler DER SPIEGEL Die enormen technologischen Fortschritte, die … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Antworten

Adolf Glaßbrenner, weiser Ahnherr der Berliner Satire – Unserer durch die Zeitläufte immer wieder verunsicherten Seele tut es ausgesprochen gut, gelegentlich durch das Okular Ihres Berliner Guckkastens zu lugen. „Is ja allens schonmal dajewesen“, würden Sie sagen. Woher, in drei … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 7 | 29. März 2021

Bemerkungen

Vom Mut der Frauen Auch Friedrich Schiller kann man nicht alles durchgehen lassen: „Ehret die Frauen! sie flechten und weben / Himmlische Rosen ins irdische Leben, / … / Flechten der Liebe beglückendes Band, / Und in der Grazie züchtigem … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Bemerkungen

Wolfgang Wippermann in Dankbarkeit Mitte der 1990er Jahre durfte ich mich fast 20 Jahre nach dem Diplom einem Ergänzungsstudium der Geschichte widmen, um mich anschließend noch einmal dem Ritual einer ergänzenden Staatsprüfung zu unterwerfen. Das war nötig, um unter dem … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Worpsweder Phantasia

von Wolfgang Brauer Vor mir liegt ein Buch mit dem merkwürdigen Titel: „The Book of Humi“. Das erinnert an das legendäre mittelalterliche „Book of Kells“ und klingt ein wenig anmaßend. Ist es aber nicht. Bernd Küster, profunder Kenner der Kunstlandschaft … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Lagerkoller

von Bruni Butzke Die dritte Welle führt in die Psychiatrie, warnte der ideenreiche Philosoph Slawoj Žižek bereits im vorigen Jahr. Da war die zweite Corona-Welle noch nicht angerollt. Gewiss, ihr Nicht-Handeln in Zeiten der Seuche hat Populisten wie Bolsonaro in … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Der Mord auf der Jungfernbrücke

von Frank-Rainer Schurich Berlin hat viele Brücken: historische und janz neue, wie der Berliner sagt, schöne und hässliche, baufällige und denkmalgeschützte. Die Jungfernbrücke zwischen Friedrichsgracht und Unterwasserstraße ist die Inkarnation eines Denkmals, im Mittelteil 1798 erbaut. Bis heute die Touristenattraktion! … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Die Renaissance – ein göttlicher Wechselbalg

von Alfons Markuske Die Frage nach der Bedeutung der Renaissance in der Vorgeschichte einer zwiespältigen Moderne ist nicht die einzige Frage, die dieses Buch stellt, aber die wichtigste. Bernd Roeck Als Roecks Mammutmonographie über die Renaissance 2017 in erster Auflage … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

An das Baby

von Kurt Tucholsky Alle stehn um dich herum: Photograph und Mutti und ein Kasten, schwarz und stumm, Felix, Tante Putti … Sie wackeln mit dem Schlüsselbund, fröhlich quietscht ein Gummihund. „Baby, lach mal!“ ruft Mama. „Guck“, ruft Tante, „eiala!“ Aber … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Mit Wahnsinn und der lautesten Band nach Hammersmith

von Thomas Behlert Wie kommt man als gelernter DDR-Bürger auf die Idee, sich mit Rezensionen, Geschichten und Romanteilen von Wolfgang Welt zu beschäftigen? Es begann gleich nach der Wende, als man selbst erste Schreibversuche an kleine Zeitungen des Ostens schickte. … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Indien und die Biden-Administration

von Edgar Benkwitz Nur einige Tage vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten der USA schätzte der indische Außenminister, Subrahmanyam Jaishankar, die Beziehungen seines Landes zu den USA auch für die Zukunft als Erfolg versprechend ein. Der Agentur Reuters sagte er: … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Honecker beim Papst – Papst in die DDR?

von Herbert Bertsch „Botschafter Böker, Rom (Vatikan) berichtete am 29. November 1972 (an Staatssekretär Frank im Auswärtigen Amt – H.B.): ‚Wie der über Belgrad abgewickelte Notenwechsel zwischen der DDR-Regierung und dem Heiligen Stuhl zeigt, treten wir wohl in eine Phase … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Von Münchens Straßen aufgelesen

von Jonas Bokelmann Wenn die Aufwertung von Wohnraum oder die Inwertsetzung ganzer Städte Thema in den Medien ist, geht es dabei zumeist um die Schicksale von Bildungsbürgern und jungen Kreativen. So kritikwürdig es auch ist, wenn Kabarettbühnen schließen, es kaum … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Vor der dritten Welle

von Ulrich Busch Die Covid-19-Pandemie hält die Welt weiter in Atem. Vorerst gibt es keine Entwarnung. Noch ist die zweite Welle nicht abgeklungen, da warnt der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité bereits vor einer dritten Welle mit Zehntausenden … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Partei und Presse

von Wladislaw Hedeler Nach Helmut Bocks kritischen Bemerkungen zu Lenins „Aprilthesen“ (1997), Wolfgang Ruges 2010 publizierten Vorlesungen über Lenin sowie Michael Bries Relektüre von Lenins Werk (2017) meldet sich Hans Poerschke (geb. 1937) mit einer Studie über Lenins Auffassungen zum … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Launen einer Sommernacht

von Renate Hoffmann Vielleicht sehnt man sich deshalb nach den Sommernächten, weil es Winterzeit ist, Schnee fällt und das Eis auf den Pfützen knistert. –William Shakespeare „A Midsummer Night’s Dream“. Dieses großartige Verwirrspiel der Weltliteratur. Dieser Taumel zwischen Traum und … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Klaus Mann als Drehbuchautor

von Mathias Iven Weihnachten 1944. Klaus Mann schreibt an seinen „brüderlichen Freund“, den Verleger Fritz Landshoff: „Ich sitze im Dreck, wate im Schlamm, spaziere durch Schnee und Regen. […] [Ich] hause nun schon seit bald drei Monaten irgendwo hoch oben … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Bildung unter erschwerten Bedingungen

von David Legrand Unser Bildungssystem hierzulande gilt als selektiv und fördert soziale Disparitäten. Die PISA- und IGLU-Studien haben in den 2000er Jahren die Diskussionen über Chancenungleichheiten im Bildungssystem maßgeblich befördert. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder aus Akademikerfamilien einen hohen Bildungsabschluss erwerben … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Grummelgrummel

von Eckhard Mieder Es ist soweit, das Perversum schlägt zurück. Die letzten Tage sind angebrochen, die Königin wankt. Nein, die Königin wird ins Wanken gebracht, indem die ersten Untertanen (in zunehmender Zahl) es wagen, sie Königin zu nennen, lauter als … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Vom Bürgergehorsam und anderen Arresten

von Dieter Naumann In der historischen Rügenliteratur gibt es nur wenige Beiträge über rügensche Gefängnisse – wenn, dann nicht selten mit amüsant erscheinenden Beschreibungen, freilich aus heutiger Sicht und nicht der damaliger Insassen. Von Carl Friedrich Michael Droysen (1790–?), Theologe … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Rechtsdrehende Windungen

von Erhard Crome Unter der Kappe der Grünen-Stiftung wurde kürzlich eine Ergebenheitsadresse an den neuen Präsidenten in Washington gesandt, prominent unterzeichnet von Ellen Ueberschär, einer der beiden Vorständler der Heinrich-Böll-Stiftung, sowie 18 weiteren Transatlantikern, darunter ein Generalleutnant a.D. und ein … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Vom Pentagon zum Atomwaffenverbot

von Sarcasticus Einstein sagte, dass sich mit dem Aufkommen der Atombombe alles geändert hat, außer unserer Denkweise. William J. Perry Zwei Tage vor Amtseinführung des 46. US-Präsidenten publizierte das renommierte Bulletin of the Atomic Scientists einen Offenen Brief an Jo Biden … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

1+1=? – Ein Meinungsfall

von Kurt Starke Wie aus einer Mitteilung des Elfenreigens e. V. Elfenbeinküste hervorgeht, soll endlich die Zahlengerechtigkeit durchgesetzt werden. Begonnen werde mit der Zahl 1 und der numeristischen Formel 1+1=2. Zu lange hätte man nicht bemerkt, dass hier ein eklatanter … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Vom Kerker zum Paradies?

von Manfred Weißbecker Als Sechsundzwanzigjähriger traf Eberhard Koebel – bekannt auch unter seinem bündischen Namen „tusk“ – mit dem Eintritt in die KPD eine sein Leben völlig verändernde Entscheidung. Sie kann als Hintergrund eines nur wenige Zeilen umfassenden Gedichts gesehen … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: „Maria Stuart“ – Deutsches Theater online / Theater-Wien kocht – Gruß aus der Home-Küche * Wow, das hatten wir noch nie: Maria Stuart in der Kiste. Nein, nicht post mortem als Leiche, nachdem der Henker sein … Weiterlesen


24. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2021

Antworten

Sven Kohlmeier, SPD-Mann im Berliner Abgeordnetenhaus, Ossi aus Berlin-Kaulsdorf – Sie bestätigen sicher ungewollt alle, aber auch alle Vorurteile des Westens gegenüber uns armen DDR-Sozialisierten. In einem online-Gespräch mit dem Tagesspiegel ließen sie verlauten, dass das Homeoffice für Sie nicht … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Bemerkungen

Irina Antonowa Sie war die Grande Dame der Welt-Museumslandschaft. Eine Museumsfrau, die von der Pike auf ihr Handwerk gelernt hat und bis 2013 52 Jahre lang eines der bedeutendsten Kunstmuseen überhaupt, das Moskauer Puschkin-Museum, geleitet hat. In Deutschland genoss sie … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Antworten

Gabriela Susanne Kerner, genannt Nena, Pop-Röhre – In einer Zeit, in der Köche, Frisöre, Oberhemdenschneider und Fernsehmoderatoren Analysen, Stellungnahmen und Prognosen zuhauf zu den Themen der Zeit abgeben, fallen auch Sie gelegentlich durch nichtgesungene Äußerungen auf. „Wir befinden uns in … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Neo Rauchs seltsame Bilder

von Wolfgang Brauer An Neo Rauchs Bildern scheiden sich die Geister. Die einen verteufeln ihn wegen seiner figurativen Arbeitsweise, er verabscheut die bloße Ornamentik, die bedeutungsvoll daherkommenden medialen Spielereien und bekennt sich zum gemalten Tafelbild, zum sauber gestalteten Druck. Den … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Beethoven-Gedenkjahr ohne Beethoven

von Ulrich Busch Am 17. Dezember, dem Taufdatum Ludwig van Beethovens, endet mit einem Abschlusskonzert offiziell das „Beethoven-Gedenkjahr 2020“. Der Anlass dafür, dieses Jahr zum Gedenkjahr für Beethoven auszurufen, war der 250. Geburtstag des Komponisten. Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte dazu … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Der Sonderermittler

von Gerhard Jaap Der sächsische Kabarettist und Erfinder des Wortes „Ostalgie“ Uwe Steimle blickte kürzlich in die Vergangenheit zurück und meinte: „Wir haben die DDR erlebt, wir bestimmen, wie es gewesen ist. Und wie wir heute sind.“ Ein Satz, dessen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Die Großkusine

von F.-B. Habel Fang’ nie was mit Verwandtschaft an, dann bist du wirklich besser dran!“ Die heiteren Titelzeilen aus einem Chanson, das Kurt Tucholsky für eine Revue von Rudolf Nelson schrieb, nahm der Autor sehr ernst. Nur wenn es unumgänglich … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Die Landschaft eines Dichterinnenantlitzes
– Zum 125. Geburtstag von Anna Seghers

von Klaus Hammer Wer kennt es noch, dieses Gesicht der damals Achtzigjährigen, ruhig und konzentriert, unter dem schlohweißen Haar, immer widerspenstiger, je älter sie wird? Ihre Augen sind still, fast starr, sie wirken, als stünden sie schräg. Sie sieht blicklos … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Keine Liebesgrüße für Lukaschenko

von Klaus Joachim Herrmann Verehrter Alexander Grigorjewitsch, vor allem ein Gruß von Wladimir Wladimirowitsch“, lautete die anscheinend freundliche Botschaft aus Moskau an den bedrängten belarussischen Staatschef Lukaschenko. Doch dessen Freude darüber dürfte nicht ungetrübt geblieben sein. Denn bei seinem Besuch … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Lesen – betrachten – nachdenken

von Renate Hoffmann Kein Schreiben ohne Lesen, postuliert der Autor Ulrich Johannes Schneider in seiner Betrachtung „Der Finger im Buch“. Kein Lesen ohne Unterbrechung, und kein Unterbrechen ohne Kenntlichmachen. Sei es durch ein Lesezeichen, ein Lesebändchen oder eben durch den … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

John Lennon – vierzig Jahre danach

von Mario Keßler Der 9. Dezember 1980 hat sich in mein Gedächtnis eingegraben. Ich wachte im Leipziger Studentenwohnheim auf und ein Kommilitone sagte mir: John Lennon ist gestern in New York erschossen worden. Ich vermochte es zunächst so wenig zu … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Russisches Jahrhundert

von Attila Kiraly Jürgen Kuczynski, auch nach Wende und deutscher Vereinigung oft als „Nestor der DDR-Gesellschaftswissenschaften“ bezeichnet, wurde im Nebenamt 1947 Präsident der neugegründeten „Gesellschaft zum Studium der Kultur der Sowjetunion“, die dann ab 1949 „Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft“ hieß. … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Wenn sich die Zeiten neigen
– Für Jens Gerlach

von Henry-Martin Klemt Winter 1947/48 Morgens, vier uhr: vertrautes dämmern überm fischmarkt: minus zwanzig grad. Mein vater sagt: der waggon. Steht draußen: vierzig kisten holen. Die kisten müssen raus: es wird hart, junge… wir stehen vorm waggon, reißen die schwere … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Die Verschwörung. Fragment

von Eckhard Mieder „Ins Hirn jeschissen!“ – wer wem? Was mir oder dir? der unmaskierte, protestmasturbierende Pöbel mit seinen Metaphern, breien & breitbeinig, dass es flutscht aus Maul & Anus? Das Metapherngestöber: vernebelt, verlottert, disrutiv (Die neueste Vokabel der Halb- … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Zum Kniefall in Warschau

von Holger Politt, Warschau Ohne Zweifel war es die Stunde seines großen außenpolitischen Erfolgs. Władysław Gomułka hatte erreicht, was er seit geraumer Zeit mit allen Kräften angestrebt hatte: Bonns offizielle Zusicherung, die Westgrenze Polens an Oder und Neiße künftig nicht … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Afghanistan-Friedensgespräche noch in den Startlöchern

von Thomas Ruttig 19 Jahre und einen Tag nach den 9/11-Terroranschlägen in den USA, die eine US-geführte Militärintervention im Taleban-kontrollierten Afghanistan auslösten, begannen am 12. September 2020 in Katars Hauptstadt Doha Friedensverhandlungen zwischen der Regierung in Kabul und den Taleban. … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Der Doppelmord in der Pappelallee

von Frank-Rainer Schurich Berichte über wahre Kriminalfälle sind immer Seismographen der Wirklichkeit. Sie zeigen einen Ausbruch aus dem Normalen an und geben Fingerzeige zum Zustand der Welt, der Gesellschaft – und hier der DDR. Die Umstände dieses ungewöhnlichen Verbrechens erscheinen … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Einspruch, Euer Ehren!

von Sarcasticus Wenn es nach mir geht, können wir gern […] noch einen Zahn zulegen. Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK), Bundesverteidigungsministerin, im Interview mit der FAZ, 24.11.2020 Minister lassen sich ihre Reden schreiben, und das ist gut so. Denn häufig sind die … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Theaterberlin

von Reinhard Wengierek Diesmal: Zwei Geburtstage am 19. Dezember – Jutta Wachowiak in „Jurassic Park“ – Box des Deutschen Theaters. Gratulation zum Achtzigsten / Gedenken und Erinnerung an Tankred Dorst – zum Fünfundneunzigsten * „Das Vergangene ist nicht tot, es … Weiterlesen


23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020

Die Misere liberaler Gesellschaften

von Stephan Wohanka Nach dem Kollaps des sozialistischen Weltsystems rief Francis Fukuyama 1992 das Ende der Geschichte aus. Gemeint war damit keine „Terminierung“, sondern ein „Ziel“, ein „Bestimmungsort.“ Während Marx dieses Ende in der „kommunistischen Utopie“ gesehen habe, sei doch … Weiterlesen