Schlagwort-Archiv: Margit van Ham (in 67 Beiträgen)

20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

Bemerkungen

Franz Kafka und Deniz Yücel Die türkische Innenpolitik drängt mit Macht auch nach Deutschland. Der Fall Deniz Yücel, Auftritte beziehungsweise verhinderte Auftritte türkischer Politiker in Deutschland zur Unterstützung der Erdogan-Pläne für eine Präsidialverfassung bringen die deutsche Politik in Verlegenheit. Nicht … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2016

Bemerkungen

Das war nur ein Moment … 1977 hatten schon viele gute Künstler die DDR verlassen, jeder Weggang war betroffen zur Kenntnis genommen worden, aber als 1977 Manfred Krug ging, war das ein Schock. Den konnte man doch nicht gehen lassen! … Weiterlesen


19. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. Juli 2016

Miszellen – Todesflüge, Wortschatzfunde, J. K. Rowling

Das Buch über die „Todesflüge“ 1994 wurde der argentinische Journalist Horacio Verbitzky in der U-Bahn von Buenos Aires von einem Mittvierziger angesprochen. Es handelte sich um den Korvettenkapitän Adolfo Scilingo, dessen Gerechtigkeitsempfinden schwer gestört war. Es stellte sich heraus, dass … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 14 | 4. Juli 2016

Bemerkungen

Alternativen … Ich hoffe, nicht zur Antieuropäerin erklärt zu werden, wenn ich zugebe, dass ich auf einen Brexit gehofft hatte. Der Gedanke an ein ewiges „Weiter so!“ war zu erschreckend, waren doch die Briten seit langer Zeit unwillig, sich für … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2016

Bemerkungen

Beschämende Ignoranz Am 22. Juni jährt sich der Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion zum 75. Male. Es ist nichts an großen Feierlichkeiten seitens der deutschen Verfassungsorgane angekündigt oder zu erwarten. Gauck oder Merkel werden wohl weder in Moskau noch in … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 12 | 6. Juni 2016

Bemerkungen

Presse, unabhängige Eine unabhängige Presse sei, so ist immer noch immer mal wieder zu hören, ein hohes Gut, ja nachgerade eine condicio sine qua non jeder wirklichen Demokratie. Dem ist auch schon widersprochen worden. Zum Beispiel: „So etwas gibt es … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 5 | 29. Februar 2016

Für B.

von Margit van Ham Ein Freund ist gegangen. Dabei seh ich ihn noch lächeln. Verschmitzt lächelt er, bestätigt das Foto. Nein. Er lächelte, das Lächeln war verschmitzt. Üben der Vergangenheitsform. Jetzt. Das Lächeln der Erinnerung begleitet von Schmerz. Februar 2016


18. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2015

Bemerkungen

Das Schweigen der Indonesier Das hunderttausendfache Morden in Indonesien 1965/1966 (es gibt keine genauen Zahlen, zwischen 500.000 und drei Millionen liegen die Annahmen) fand in den letzten Jahrzehnten wenig Aufmerksamkeit; die vielen Opfer fanden nicht wie die Pol Pots in … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2015

Rasender Stillstand und das Gelände der Zukunft

von Margit van Ham Leben, sich auf eine unbekannte Zukunft einlassen, Zukunft nicht berechnen wollen – oder einfach überleben, sich immer wieder in Kreisen um die Leere drehen? Hans-Christian Dany macht da eine scharfe Trennung. Er will weg aus einer … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 22 | 26. Oktober 2015

Der Wahrheit verpflichtet

von Margit van Ham und Alfons Markuske Vom 16. bis 18. Oktober führte die Kurt Tucholsky-Gesellschaft (KTG) ihre turnusmäßige Jahrestagung durch. Passenderweise erstmals im Auditorium der Bibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin, an der Tucholsky, als sie noch den Namen eines … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2015

Sehnsuchtsort Karalautschi

von Margit van Ham Vielleicht erinnern sich einige Leser an die Schriftstellerin Elisabeth Schulz-Semrau. Sie war in der DDR mit Romanen und Erzählungen bekannt geworden (hier sei die „Suche nach Karalautschi“ genannt). Wie viele ihrer Kollegen aus dem Osten fand … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 19 | 14. September 2015

Die andere Perspektive

von Margit van Ham In der Malerei begegnet man ab und an den Fotorealisten. Bei aller Kunstfertigkeit der Ausführung – nicht meine Welt. In einer Ausstellung begegnete ich jetzt Fotos, die neben schönen Naturimpressionen an expressive oder abstrakte Gemälde denken … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015

Erinnern: Tänzeln über ein Minenfeld

von Margit van Ham So allmählich öffnen sich jetzt wieder die medialen Schleusentore der Erinnerung an die untergegangene DDR. Anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Einheit wird den Ostdeutschen nun wieder – in bevorzugt schwarz-weißen Konturen – ihr Leben erklärt. … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2015

Bemerkungen

Nachricht aus Kathmandu Vor Jahren besuchte ich mehrfach Nepal, um dortige Antikorruptionsinitiativen zu unterstützen und von ihnen zu lernen. Ich war fasziniert von den Leuten, ihrer lebendigen Kultur und dieser Landschaft mit den im Smog der Städte oft unsichtbaren weißen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 9 | 27. April 2015

Bemerkungen

Ein afrikanischer Deutscher Seit Roland Gräfs Adaption von Günter de Bruyns Roman „Märkische Forschungen“ 1982 als Entdeckung der DDR-Filmklubbewegung in Karl-Marx-Stadt mit einem „Findling“ ausgezeichnet wurde, konnte der Preis kontinuierlich vergeben werden – gerade auch, weil der 1990 gegründete Interessenverband … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 20. April 2015

Miszellen

Die Legende vom gerechten Krieg Nur noch wenige Menschen haben den Zweiten Weltkrieg mit seinen Schrecken selbst bewusst erlebt. Die Geschehnisse sind Geschichte geworden, die die meisten Zeitgenossen nur noch aus Büchern und Fernsehberichten kennen. Blättchen-Autor Fritz E. Gericke haben … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 20. April 2015

Die Nutznießer des Mordens

von Margit van Ham Als der Historiker und vielen auch als Kolumnist der Berliner Zeitung bekannte Götz Aly Mitte Februar sein neues Buch „Volk ohne Mitte“ vorstellte, herrschte Chaos am Eingang des Berliner Verlages. Viele hundert Interessierte kamen zur Lesung, … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2015

Baiz – eine Ermutigung

von Margit van Ham Die Liste der gescheiterten Projekte, die eine eigene Welt von Kunst, Kultur, sozialer Kommunikation und Begegnungen im Rahmen der geldbestimmten Umwelt schaffen wollten, ist lang. Ebenso die der aus ihren Vierteln vertriebenen Menschen. Immer wieder gibt … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2015

Fliegt ein Engel durch den rauchigen Himmel

von Margit van Ham In Wendezeiten und danach, als man sich fragte, wer man eigentlich sei und Identitätsanker, das Zuhause suchte, gab es einen, der mit seinen Liedern genau diese Stimmung wiedergab: Gerhard Gundermann. und ich sehe auf der strasse … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 26 | 22. Dezember 2014

Die Folgen ihres Tuns: Whistleblower

von Margit van Ham Zerstört sie, nehmt ihnen Familie, Job und Besitz, schreckt jeden davon ab, es ihnen nachzutun. Das ist das Motto der amerikanischen Regierung, wenn sie von Zeugen bei verfassungswidrigem Handeln erwischt wird und die Wahrheit an die … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 25 | 8. Dezember 2014

Bemerkungen

Radio Wanderbühne Liebe Leserinnen und Leser, Sie werden es in der vorangegangenen Ausgabe bereits bemerkt haben: Einige Beiträge sind nun jeweils auch „für die Ohren“ im Angebot. Das verdanken wir unserem neuen Kooperationspartner Radio Wanderbühne, der in Rudolstadt sein Domizil … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 24 | 24. November 2014

Citizenfour: Es geht um Freiheit

von Margit van Ham Whistleblower. Ihr unbequemer Drang zur Wahrheit hat in den meisten Fällen schwere persönliche Konsequenzen. Sie werden unter Druck gesetzt, Rufmord wird betrieben, sie verlieren ihren Job und ihre persönliche Existenz. Oft ernten sie statt Schutz durch … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 21 | 13. Oktober 2014

Bemerkungen

Zweifel Frau von der Leyen muss sich derzeit – zu Recht oder zu Unrecht – zahlreicher Beschwerden und Kritiken in Bezug auf die Mängel bei der Ausstattung der Bundeswehr beziehungsweise der Funktionsfähigkeit ihrer Rüstungsgüter erwehren. Ich muss zugeben, dass mir … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 19 | 15. September 2014

Keine Antwort

von Margit van Ham Krieg tanzt wieder den Totentanz, Stampft durch unsere Hirne. Hass erobert sich den Raum. Ich sehe das Leid, sehe die Wut. Was tun? Was tun? Es schreit und Ich weiß keine Antwort. Ich glaub‘ keiner Nachricht mehr, Huste den Ekel … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 16 | 4. August 2014

Gregor Gysi traf … Volker Braun.
In Fundamenten wandeln und den Irrtum suchen

von Margit van Ham Ende Juni, noch vor den großen Urlaubsströmen, traf Gregor Gysi im Deutschen Theater Volker Braun. Große Erwartung auf reiche Gedanken. Die gab es zuhauf – aber eine kleine Enttäuschung blieb, denn Gregor Gysi, der der Politikworte … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 11 | 26. Mai 2014

Frankie B. und Van Gogh – Begegnungen in Zürich

von Margit van Ham Auf dem Weg in den Süden machte ich Mitte der 90er Jahre eine erste, zugegeben sehr kurze Bekanntschaft mit der Schweiz. Die meiner Meinung nach gezirkelten und mit der Nagelschere gestutzten Rasenstreifen am Wegesrand, die kein … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 10 | 12. Mai 2014

Bemerkungen

Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Richard von Weizsäcker, 1985 Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 9 | 28. April 2014

Bemerkungen

Medien-Mosaik  Tamara Trampe kam auf einem Feld an der Wolga bei Eiseskälte zur Welt. Es war Krieg, und ihre sehr junge Mutter war im Fronteinsatz. Einem Vorgesetzten hatte sie nicht Nein sagen können, und so entstand Tamara. Über die Kriegsjahre … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 7 | 31. März 2014

Bemerkungen

Das Kunstmuseum Wolfsburg trauert um seinen Direktor Markus Brüderlin Unfassbar: Markus Brüderlin, seit 2006 Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg, ist am 16. März in seinem Wohnort Frankfurt a.M. im Alter von 55 Jahren verstorben. Es war der Eröffnungstag der Ausstellung „Spuren … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 6 | 17. März 2014

Sonntagsruhe

von Margit van Ham Ein Sonntagnachmittag im März. Langsam ermattet die Sonne über einer friedlichen Landschaft. Die Augen halten sich an Wolken fest. Sie wehren Radiostimmen ab, die ich von Krieg reden höre. Anderswo. Zählen nach Anschlägen die Toten. Immer … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 26 | 23. Dezember 2013

Bemerkungen

Rebellen und Guantánamo Nun ist Mandela also zu Grabe getragen worden. Es war seltsam, die große Einigkeit bei der Wertschätzung seines Lebens aus den verschiedensten politischen Spektren zu hören, aber auch das macht wohl das Einmalige seiner Persönlichkeit aus. Dennoch … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 23 | 11. November 2013

Darauf können Sie Gift nehmen!

von Margit van Ham Das behauptet Frank-Rainer Schurich in einem jetzt veröffentlichten Bändchen voller skurriler Geschichten – und er meint das durchaus nicht im übertragenen Sinne. Über Gifte und andere Mordmethoden wird informiert und räsoniert, und zumindest beim Lesen kann … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 22 | 28. Oktober 2013

Tagelöhner, Tucholsky und ein Vorschlag

von Margit van Ham Es bleibt oft so ein Rest Nichtverstehen, wenn man auf das Leben von Außenseitern unserer Gesellschaft blickt. Es entspricht weder dem Klischee von Leuten in der „Hängematte“ noch dem des einfach nie eine Chance bekommenden Menschen. … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 21 | 14. Oktober 2013

Edward Snowden, Dilma Rousseff und taube Ohren…

von Margit van Ham Es ist, als sei ein Schalter umgelegt worden. Die Berichterstattung hierzulande über die NSA und ihre Helfer bei der Überwachung der Welt ist abgeebbt. Kaum noch etwas über Edward Snowden, über die inhaftierte Chelsea Manning. Dazu … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 20 | 30. September 2013

Parteien des Unbehagens

von Margit van Ham Am Wahlabend spielten die Piraten keine Rolle mehr, ihr Ergebnis wurde nicht mal mehr bei den Statistikspielchen der Wahlstudios erwähnt. Dabei hatte ihnen Edward Snowden doch eigentlich eine Steilvorlage für den Wahlkampf geliefert. Warum, so könnte … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2013

Bemerkungen

Der Whistleblower-Preis 2013 Es gibt nicht häufig Veranstaltungen, gerade Preisverleihungen, bei denen man – im besten Fall – berührt wird, sondern diese zugleich beschwingt, mit neuem Mut und Hoffnung verlässt. Die IALANA (International Association of Lawyers Against Nuclear Arms), die … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 9 | 29. April 2013

Bemerkungen

Weisheiterkeit Das Wort Wirtschaftsweiser ist irreführend. Da sich die Regierung so bezeichnete Leute hält und mit ihnen die Inanspruchnahme von Sachverstand behauptet, denkt der Arglose, das Wort habe etwas mit Weisheit zu tun. Tatsächlich hat ein Wirtschaftsweiser mit Weisheit gerade … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 8 | 15. April 2013

Ein kurzer Besuch in Belgrad

von Margit van Ham Belgrad empfing mich mit einer Enttäuschung. W. hatte noch vor wenigen Tagen geschwärmt, wie er kurzärmlig an der Donau entlang spaziert war, die Sonne genossen habe. Ich war neugierig auf Belgrad, aber ein Empfang mit kaltem … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 1 | 7. Januar 2013

Bemerkungen

Aufklärerin und Propagandistin „Jeden Tag verneige ich mich vor der Regiekunst der Natur. Je südlicher, um so leuchtender, wilder, berauschender ist das Spiel der Farben, aber auch um so schneller verlischt all der Glanz.“ Diese Sätze schrieb Annelie Thorndike vor … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 23 | 12. November 2012

Bemerkungen

In der Schuldenfalle Verblüffung allenthalben: Die Zahl der Deutschen, die ihre Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen können, ist gegenüber dem Vorjahr um rund 190.00 angestiegen und beträgt nunmehr 6,6 Millionen. Jeder zehnte Bundesbürger ist also überschuldet. Und das bei vergleichsweise guter … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Zweifel

von Margit van Ham Ich bin gefesselt an den Zweifel, er zensiert mein Wollen, lähmt mein Tun. Verflogen längst die Zeit der Illusion, getrübt die Erinnerung an Glauben und vorbehaltlose Kraft. Soll ich der Erfahrung misstrauen, die den Zweifel nährt? … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 19 | 17. September 2012

Neues von der Energiewende

von Margit van Ham Professor Kuhn war im September 2023 mit einer sensationellen Erfindung an die Öffentlichkeit gegangen. Er genoss es, mit seinen 67 Jahren so im Rampenlicht zu stehen und als neuer Einstein bewundert zu werden. Dabei beruhten seine … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 17 | 20. August 2012

Bemerkungen

Für die Einigkeit der Menschen Kurt Maetzig war früh vom Film begeistert und volontierte noch in der Stummfilmzeit im Atelier. Die Technik interessierte ihn besonders, und er saß bei den Beleuchtern auf der Brücke, ließ sich manches erklären und sah … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 11 | 28. Mai 2012

Gedanken an einem Geburtstag

von Margit van Ham „Letztes Jahr war sie noch allein gekommen“, seufzte K. Dieser Satz blieb in mir haften, und all das Unausgesprochene darin. Die Geburtstagsgäste, wie üblich in dem kleinen Dorf nach Männern und Frauen getrennt in zwei Räumen, … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 9 | 30. April 2012

Bemerkungen

Gerhard Polt wird 70 – Was sagt man zu diesem Menschen? Nichts. Am besten nichts. Es ist gescheiter zu warten, bis er was sagt. Erst dann kann man abschätzen, ob er überhaupt was sagen will. Verengen sich seine Pupillen und … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 5 | 5. März 2012

Universum Ackerstraße

von Margit van Ham „Kurioserweise sind es die Orte auf dem ehemaligen Mauerstreifen, die etwas Befreiendes haben und an denen ich mich frei fühle. Orte, die nicht fertig und verputzt, festgelegt sind und funktionieren müssen. Man hat versucht, sie zu … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Die Geisterhand

von Margit van Ham Gestern habe ich Max getroffen. Der wirkte verwirrt und ich hatte den Eindruck, dass er nicht so erfreut war, mich zu erblicken. Da er sonst keinen kleinen Flirt mit mir auszulassen pflegte, war ich erstens schwer … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 3 | 6. Februar 2012

Bemerkungen

Menschenrechte und Renditen Man traut den Hedgefonds inzwischen vieles zu, glaubt, nichts könne einen mehr überraschen oder das Negativbild in irgendeiner Weise toppen. Und doch haben sie sich wieder einmal selbst übertroffen – und uns aufs Neue überrascht! Wer kommt … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 2 | 23. Januar 2012

Bemerkungen

Nachruf auf die Gegenwart Irgendwie bleibt mir Mika Brzezinski unvergesslich. Nicht, weil die Amerikanerin für’s Weltgeschehen besonders belangvoll wäre; so politrelevant war der mit ihr zusammenhängende Vorgang nicht, der vor fünf Jahren immerhin aber doch einen gewissen Nachrichtenwert hatte. Man … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 1 | 9. Januar 2012

Bemerkungen

Auf Ehre und Gewissen Ei freilich, Herr Wulff – ob nun rechtlich belangbar oder nicht – ist ein Vorteilsnehmer. Anders sind weder der Privat- noch der amtliche Bankkredit für sein Häusle zu bewerten. Das ist die eine Seite. Die mediale … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 25 | 12. Dezember 2011

Bemerkungen

Es gibt nichts Neues unter der Sonne Opel, so ist vor einigen Tagen bekannt geworden, hat bislang jedem seiner Betriebsräte monatlich einen finanziellen Zuschlag zwischen 300 und 1.500 Euro gezahlt. Selbstverständlich ist das kein Verstoß gegen das gesetzliche Gebot, dass … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 25 | 12. Dezember 2011

Die erfundene Rebellion

von Margit van Ham Arbeiter geben ihrem Aufstand Ziele. Sie formulieren „Die Mansfelder Artikel“ von den gleichen Rechten aller. Sie fordern unter anderem, die Arbeit gerecht zu verteilen, unter allen, die Anspruch haben; nicht den Gewinn zu maximieren, sondern den … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 19 | 19. September 2011

Glückskind

von Margit van Ham Das Glück hüpft vor mir über die Wiesen. Es lässt den Käfer über einen Zweig klettern, beguckt den Lauf der Schnecke. Es pflückt Farben des Spätsommertages und Grashalme. Reicht mir einen kleinen großen Strauß Lebensfreude. September … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Unruhe

von Margit van Ham Schmaler wird der Pfad, auf dem ich gehe. Näher rücken Abgründe. Ohnmächtig sehe ich den Hunger neben mir. Hinter mir rast blinde Wut. Undurchdringlich ist der Nebel vor mir. Hoffnung nur im tristen Grau. Brüchiger scheint … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Bemerkungen

Eine Empfehlung „Schorfheider Brunchkonzerte“ bereichern seit über einem Jahr die Brandenburger Kulturszene. 2011 gab es bereits ein Klavierkonzert mit Andreas Göbel sowie die Jahreszeiten von Vivaldi unter Leitung von Johannes Petersen von der Deutschen Oper Berlin. Am 10. Juli fand … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011

Gedanken

Margit van Ham Juli 2011 Ein Vorhang aus Schweigen verhüllt Fukushima. Ich sehe nicht das verstrahlte Wasser, das in den Ozean strömt. Ich höre nichts von schmelzenden Kernen. Die Gedanken stoßen sich am Vorhang. Schweigt doch, sage ich. Es ist … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 11 | 31. Mai 2011

Glück

von Margit van Ham „Dat du min Leevsten büst, dat du woll weeßt“, sang Martas klare Stimme. Sie hielt die Hand von Gerd, der etwas leise und unsicher einstimmte. Unverwandt sah er auf Marta mit seinen fast blinden Augen. „Kumm … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 9 | 2. Mai 2011

Familiäres zum 8. Mai

von Margit van Ham Habe ich früher nicht richtig hingehört oder kommen erst jetzt die Erinnerungen an den Krieg so intensiv zum Vorschein? Der Gedanke beschäftigt mich seit dem letzten Besuch bei der Familie in dem kleinen Elbdorf. Die Geburtstagsrunde … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 7 | 4. April 2011

Bemerkungen

Warten Der Wind erinnert an die kalte Nacht, Sonnenstrahlen wärmen nur in seinem Schatten. Ein klarer blauer Himmel liegt über dem ersten frischen Grün der Felder vor dem Dorf. Eine Lerche flattert über dem Feld. Meine Augen suchen nach den … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 17 | 30. August 2010

Von der Relativität eines Malheurs

von Margit van Ham Wenn man ein Malheur erlebt, wünscht man sein ICH in der Regel weit weg vom Geschehen. Ich hatte so ein Schlüsselerlebnis und mich mindestens auf den Mond gewünscht. Meine Freundinnen trösteten mich mit Geschichten, die mir … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 15 | 2. August 2010

Minister in den Lüften

von Margit van Ham Vielleicht liegt es ja an den Temperaturen, daß meine Träume immer seltsamer werden. Ich gehe ganz friedlich in mein Bett und befinde mich urplötzlich in revolutionären Zuständen. Auf der Fanmeile der Fußballenthusiasten in Berlin stehen hunderttausende … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 13 | 5. Juli 2010

Über Risiken des Messwesens – Eine persönliche Erfahrung

von Margit van Ham Es hatte alles ganz harmlos angefangen. Eines Tages war mein Mann nicht mehr zufrieden mit meiner Reaktion auf die Frage nach dem Wetter. Ich hatte zuerst Variante A versucht: „Sieh aus dem Fenster.“ Danach Nothilfevariante B, … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 10 | 24. Mai 2010

Der Irrtum

von Margit van Ham Es war eine denkwürdige Sitzung des hohen Hauses, die später als historisch in die Geschichte eingehen sollte. Dabei war eigentlich alles wie immer, wenn das Parlament tagte, Reden gespickt mit Angriffen auf den jeweiligen politischen Gegner … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 9 | 10. Mai 2010

Vorwärts zu neuen Witzen

von Margit van Ham Wenn die Nachrichtensendungen eine Hiobsbotschaft nach der anderen verbreiten, wächst in mir jedesmal das Verlangen nach guten politischen Witzen. Ich meine solche bösen, wie die Frage nach den Miss-Wahlen in der DDR. Die Antworten waren genial … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 8 | 26. April 2010

Über die Gefahr subtiler Ironie

von Margit van Ham Ich zittere, bekomme kaum Luft, während ich versuche, mich festzukrallen. Dann kommt ein Schubs und ich falle mit gefühlter doppelter Newtonscher Geschwindigkeit ins Bodenlose. Mein Magen fällt noch etwas schneller. Ich traue mich nicht, die Augen … Weiterlesen


Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 2. April 2007, Heft 7

27. November 2030

von Margit van Ham Die Welt reibt sich auch nach zehn Jahren immer noch die Augen. Niemand hätte es für möglich gehalten, daß Deutschland so schnell zerfallen würde. Es war in der Tat ein atemberaubendes Tempo, das die Deutschen da … Weiterlesen


Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 22. Januar 2007, Heft 2

Der Ohrstöpselboom

von Margit van Ham Plötzlich waren die Ohrstöpsel knapp. Niemand wußte, wie das hatte geschehen können. In den Zeitungen häuften sich Annoncen: Suche Ohrstöpsel, biete … Auch das Internet war voll mit Suchanzeigen. Es gab jedoch nur wenige Menschen, die … Weiterlesen