Schlagwort-Archiv: Stefan Bollinger (in 23 Beiträgen)

21. Jahrgang | Nummer 20 | 24. September 2018

Revolutionsträumereien

von Günter Hayn Stefan Bollinger beendet sein Buch über die deutsche Novemberrevolution 1918 mit einem Appell: „Wir haben die Pflicht, es noch einmal zu versuchen.“ Wir? Wen meint er? Die „linken Kräfte“, die er gelegentlich zitiert? Die sind zerstritten wie … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 15 | 16. Juli 2018

Bemerkungen

Das Horrormärchen vom Mindestlohn Manch einer wird sich noch daran erinnern, wie die Sirenen des Kapitals – vor allem Arbeitgeberverbände, Wirtschaftsinstitute und einschlägige Medien – in den Alarmmodus schalteten und immer schriller wurden, als 2015 auch hierzulande Mindestlohn in Höhe … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2017

Revolutionsgeschichte staatsmännisch

von Stefan Bollinger Nachfolger haben es schwer, sich Erbe und Traditionen ihrer Vorgänger zu stellen. Zumal dann, wenn der neue Staat den Übergang zu einem anderen Eigentums- und Wirtschaftssystem bedeutet – zum Kapitalismus. Dennoch, der sowjetische Staat, dessen Wirtschafts- und … Weiterlesen


19. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. Juli 2016

Eine unendliche Geschichte?

von Stefan Bollinger Begann es am 4. März 1999, als dem russischen Präsidenten Jelzin die Hutschnur ob der völkerrechtswidrigen Aggression der USA und ihrer Verbündeten gegen Restjugoslawien platzte? Er setzte eine Fallschirmjäger-Kompanie aus einem UN-Kontingent in Bosnien in Marsch, um … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 12 | 6. Juni 2016

Zu linkem Selbstverständnis, Stalinismus, Macht und den Anforderungen der Gegenwart

von Stefan Bollinger Probleme einer Neuorientierung Der reale Kapitalismus steckt in seiner tiefsten Krise seit 1929. Und die Linken aller Couleur pflegen ihr Krisendasein, in das sie durch eigenes Verschulden, innere Zerrissenheit und die realkapitalistische Wende hin zu einem neoliberalen, … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 20. April 2015

Wer hat die Macht?

von Stefan Bollinger Der Wiener Historiker und Publizist Hannes Hofbauer ist als scharfsichtiger Beobachter osteuropäischer Transformationen von einem vielleicht maroden, immerhin staatssozialistischen System hin zu abhängigen, ausgebeuteten kapitalistischen Gesellschaften bekannt. Nun verdichtet er seine Analysen zu einem Großen und Ganzen: … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 20. April 2015

„Das Blut des Volkes ist für sie die billigste Munition …“

von Stefan Bollinger Dimitrije Tucovic, der Begründer der serbischen Sozialdemokratie und guter Patriot seines Volkes, hatte wenige Tage vor seinem Kriegstod nur noch Verachtung für die Staats- und Militärführung und den nun für die Serben schon zwei Jahre dauernden Krieg … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. August 2014

Deutungsschlachten zur Geschichte des Ersten Weltkrieges

von Stefan Bollinger Kriege sind keine Naturereignisse Nicht überraschend hat Deutschland einen neuen Platz in der Geschichte zugewiesen bekommen. Sönke Neitzel und seine Kollegen triumphieren in der Welt (04. Januar 2014): Sie verstehen nicht, warum sich Deutschland mit der Erinnerung … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 15 | 21. Juli 2014

Planlos in stürmischen Zeiten:
Eduard Schewardnadse, letzter Außenminister der Sowjetunion

von Stefan Bollinger Eduard Schewardnadse (1928-2014) ist tot, in Deutschland und im Westen als Wegbereiter der deutschen Einheit gewürdigt. Dafür sind die Reaktionen in Russland und auch Georgien eher verhalten. Seine Politik hat vielleicht mehr mit der heutigen Weltlage und … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 15 | 22. Juli 2013

Helden auf verlorenem Posten

von Stefan Bollinger Vor 69 Jahren, am 1. August 1944, erhoben sich in Warschau polnische Patrioten – mühsam vereint über politische Gräben – unter dem Kommando der Heimatarmee zu einem Kampf gegen die deutschen Besatzer. Es war der zweite Aufstand … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 16 | 8. August 2011

Statt Krieg Wandel durch Annäherung

von Stefan Bollinger 1961 wurde die Krise der DDR militärisch gelöst. Für die Supermächte war der Status quo gewahrt. Die Welt wurde sicherer, Verbesserungen für die Beziehungen der Blöcke wie für die DDR schienen machbar – trotz des hohen Preises, … Weiterlesen


Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 10. November 2008, Heft 23

»Konterrevolution«

von Stefan Bollinger Sie sagen, es sei Liberalismus. Wir sagen, es ist Konterrevolution.« Diese kurze Replik Breschnews macht den Grundkonflikt des östlichen 1968 aus. Sein Vorhalt ist Teil einer Philippika, die dem Prager Parteichef Alexander Dubcek in Cierna nad Tisou … Weiterlesen


Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 27. Oktober 2008, Heft 22

Noch kein Indian Summer

von Stefan Bollinger Es war noch einige Tage zu früh, noch hatte der Indian Summer nur sehr sparsam das farbenfrohe Aufleben der Natur vor dem eisigen Winter angekündigt. Ein solches letztes Aufflammen wäre eine gute Begleitung einer Konferenz zur Transformation … Weiterlesen


Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 24. Dezember 2007, Heft 26

Jubiläum ‘68 – Vorabend

von Stefan Bollinger Willkommen, liebe Trauergemeinde, so könnten sich spätestens im nächsten Jahr die Hinterbliebenen der 68er Bewegung untereinander wie auch ihre einstigen und neuen Sympathisanten begrüßen, wenn es um das Thema Emanzipationsbewegungen und die Folgen geht. Jüngst konnte man … Weiterlesen


Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 15. Oktober 2007, Heft 21

Quislings Villa

von Stefan Bollinger Der Mord an den Juden hat sich in das Völkergedächtnis eingegraben. Der Schrecken bleibt, wenngleich der Umgang mit ihm mitunter modischen Schwankungen und politischer Zweckmäßigkeit unterworfen ist. Das erleben wir gerade in Deutschland mit immer neuen Hitler-Remakes … Weiterlesen


Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 2. Oktober 2006, Heft 20

Pflegeleicht angekommen

von Stefan Bollinger Große Koalitionen stärken die Ränder, so ein politologischer Lehrsatz. Der 17. September 2006 widerlegt ihn. Genauer, rechts haben sich wieder Neonazis durchgesetzt – nach Dresden jetzt in Schwerin. Aber sonst? Die stärkste Partei ist die der Nichtwähler. … Weiterlesen


Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 7. November 2005, Heft 23

M & M

von Stefan Bollinger Der neue deutsche Einheitsbrei scheint auf dem Wege zu sein: liberal – wenn auch nur neofreiheitlich für Unternehmer; konservativ – bedingt mitfühlend für »Modernisierungs«-Verlierer; sozial – obschon das vereinzelte Individuum fordernd. Gut neunzig Prozent der Wählenden entschieden … Weiterlesen


Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 20. Juni 2005, Heft 13

Vor dem Tag danach

von Stefan Bollinger Eines muß man dem Kanzler lassen: Er hat Sinn für das Dramatische. Sein Paukenschlag, Neuwahlen anzustreben, hat die dumpfe Bundesrepublik in Hektik versetzt. Das ist bemerkenswert, denn zu wählen wird es wenig geben. In Deutschland hat sich … Weiterlesen


Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 28. März 2005, Heft 7

Mildernde Umstände

von Stefan Bollinger In einem der schönsten jiddischen Witze, die mir je untergekommen sind, fordert ein Angeklagter, der Vater und Mutter erschlagen hat, vor Gericht für sich mildernde Umstände – er sei schließlich Vollwaise. So ähnlich verläuft heute der Streit … Weiterlesen


Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 16. August 2004, Heft 17

Klassenkampf im Sommerloch

von Stefan Bollinger Früher war alles besser, da war ein Sommerloch noch ein Sommerloch. Heute gibt es nur Sommertragödien: Der Sozialstaat Bundesrepublik steht unter Dauerfeuer. Die Einschläge kommen näher, werden wirksamer. Hauptziel: möglichst baldiger Exitus des Sozialstaates, Nebenziel: runter mit … Weiterlesen


Des Blättchens 6. Jahrgang (VI), Berlin, 14. April 2003, Heft 8

Danksagung

von Stefan Bollinger Danke, Mr. President. Sie haben es geschafft, einige Wahrheiten deutlicher zu zeichnen, als dies manch Linker nach dem Crash des Staatssozialismus und dem Ende des Kalten Krieges wahrhaben wollte. Sie erinnern, daß moderner Kapitalismus – genauso wie … Weiterlesen


Des Blättchens 4. Jahrgang (IV), Berlin, 30. April 2001, Heft 9

Ketzer

von Stefan Bollinger Fünfundfünfzig Jahre nach der Vereinigung von KPD und SPD ist die PDS von ihrer Geschichte und der modernen Entschuldigungsmanie eingeholt worden. Erwartungsgemäß fiel das Echo aus: Die Genossen haben Schwierigkeiten mit dem verklausulierten Schuldeingeständnis, daß »die Gründung … Weiterlesen


Das Blättchen, 2. Jahrgang (II), Berlin, 20. September 1999, Heft 19

Kotau im Armani

von Stefan Bollinger Eines muß man Gerhard Schröder lassen: Ein schlechter Chef ist er nicht, er kümmert sich um seine Leute. Wurde zuerst Hans Eichel nach seiner Abwahl vom hessischen Ministerpräsidentenamt versorgt, so kann sich nun auch Reinhard Klimmt über … Weiterlesen