Schlagwort-Archiv: Rosa Luxemburg (in 22 Beiträgen)

22. Jahrgang | Nummer 1 | 7. Januar 2019

Im Zeichen der roten Fahne

von Holger Politt Entschlossener geht es nicht: Ich werde Naturwissenschaftlerin! Mit diesem festen Vorsatz verließ die blutjunge Rosa Luxemburg Anfang 1889 ihre Heimatstadt Warschau, überhaupt ihre Heimat – den zum Russischen Reich gehörenden Teil Polens –, um schließlich im fernen … Weiterlesen


22. Jahrgang | Nummer 1 | 7. Januar 2019

Karl und Rosa – und Leo

von Jörn Schütrumpf „Liebknechts Standpunkt ist der gleiche wie immer: ein Sprung nach rechts, einer nach links“, beklagte sich im März 1910 Rosa Luxemburg bei dem Mann, der einst ihr Lehrer und Geliebter, unterdessen längst jedoch zu ihrem Alter ego … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 24 | 19. November 2018

Niederlagendemokratie

von Jörn Schütrumpf Niemand hatte die Absicht, eine Republik zu errichten. Im Frühsommer 1918 sah es sogar nach einem Europa aus, das von einem Sonnengott mit einer preußischen Pickelhaube auf dem Haupte beschienen würde. Der Brester Diktatfrieden mit Lenins und … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 17 | 13. August 2018

Kaczyński gegen Rosa Luxemburg

von Jan Opal, Gniezno Im März dieses Jahres wurde in Zamość die 1979 eingeweihte Gedenktafel für Rosa Luxemburg entfernt, weil sie angeblich der Gesetzeslage in Polen widerspreche. Denn Propaganda des Kommunismus sei jetzt strikt verboten, heißt es in den nationalkonservativen … Weiterlesen


21. Jahrgang | Nummer 3 | 29. Januar 2018

„Mein armer Vater ist leider kein Bankier“

von Rosa Luxemburg Gleich nach dem Abitur verließ Rosa Luxemburg ihre Heimatstadt Warschau, weil sie als Frau im Russischen Reich nicht studieren konnte. Sie verließ auf illegalem Weg das Zarenreich, was zugleich den schmerzhaften Abschied von ihrer Familie bedeutete. Zu … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2017

Leo Jogiches

von Holger Politt, Warschau In Gedenken an Volker Caysa (1957–2017) An den Fingern einer Hand sind diejenigen herzuzählen, die ihn für einen der klügsten Köpfe halten, den die Arbeiterbewegung je in ihrem Schoß groß werden ließ. Die meisten, denen der … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017

Die große Ratlosigkeit

von Franz Schandl, Wien Gibt es überhaupt noch so etwas wie eine Zukunft? Die kapitale Propaganda will sie ja nur noch als Fortschreibung der Gegenwart gelten lassen, als Wert- und Wertegemeinschaft auf ewig. Eher geht die Welt unter, als dass … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2015

Feliks Tych, eine Erinnerung

von Holger Politt, Warschau Niemals sollte Feliks Tych erfahren, was der Vater kurz vor dem Tod über die Deutschen gedacht hatte. Beim Abschied hatte der gemeint, er kenne die Deutschen, die seien anders als es in den Hitlerreden scheine. Der … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 2 | 19. Januar 2015

„So etwas wie Meinungs- und Redefreiheit“

von Holger Politt Irgendwo schrieb Rosa Luxemburg, die Kommunisten seien die Sozialisten von einst gewesen. Sie wollte ihren Lesern in Polen helfen, den Titel „Manifest der Kommunistischen Partei“ besser erfassen zu können. Jahre später, inzwischen war der Erste Weltkrieg beendet … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 9 | 28. April 2014

Als Eingesperrter am unbequemsten

von Jörn Schütrumpf Nördlich von Haifa, in Beit Lohamei, einem Ort, an dem ich es wirklich nicht erwartet hatte, stand ich dem Foto von Carl von Ossietzky gegenüber, aufgenommen 1934 im Konzentrationslager Esterwegen. Beit Lohamei, ein Kibbuz, gegründet von Widerstandskämpfern … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 9 | 28. April 2014

Antisemitismus und Banditentum

von Gerd Kaiser Eben erschienen erstmals für eine deutschsprachige Leserschaft in der bereits stattlichen Reihe Potsdamer Textbücher die zwischen September 1910 und Februar 1911 anonym veröffentlichten Artikel von Rosa Luxemburg nahezu vollständig in gesammelter Form. Darunter Artikel wie „Nach dem … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 4 | 17. Februar 2014

Bemerkungen

Annelies Laschitza 80 Ihren Namen hörte ich das erste Mal, als ich 18 war. Damals, 1974, herrschte unter meinen älteren Freunden aus dem ISKRA-Klub Berlin helle Aufregung. Denn Annelies Laschitza und der – früh verstorbene – Günter Radczun hatten soeben … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2014

Scheitern an der Lüge

von Heerke Hummel Da erhält im Juli 1948 ein achtzehnjähriger Flüchtlingsjunge aus Breslau an der Oberschule Dresden-Ost von seiner Russischlehrerin ein Buch als „Prämie für fleißiges Lernen in der Klasse 9s“. Dessen Titel: „W. G. Korolenkos Leben“, von A. Dermann, … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 2 | 20. Januar 2014

Bemerkungen

Zukunft Wenn ich dem Kommunismus des 20. Jahrhunderts vorwerfe, alles als Funktion der Zukunft zu beurteilen, dann weil Letzteres als definitiv präsentiert wird und weil dieses glückliche Ende der Geschichte dann jeden Exzess autorisiert. Wenn man die Zukunft in der … Weiterlesen


16. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. Februar 2013

Nationalitätenfrage und Autonomie

von Gerd Kaiser Sind „Nationalitätenfrage und Autonomie“ auch im Zeichen von Europäischer Union und Globalisierung noch eine Frage oder ist dieses zu Beginn des 20. Jahrhunderts diskutierte Thema eher durch der Zeiten Lauf überholt? Ursprünglich gehörte die von Rosa Luxemburg … Weiterlesen


15. Jahrgang | Sonderausgabe | 23. April 2012

Die Linke oder:
die liebevolle Pflege selbstverschuldeter Unmündigkeit

von Jörn Schütrumpf Vor über achtzig Jahren verzweifelte ein Tucholsky an der Infantilität seiner Adressaten: „Jeder hat ja so Recht.“1 Gebessert hat sich seitdem nichts. Nicht zuletzt deshalb steht kaum zu befürchten, dass unter Linken – und sei es auch … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 10 | 24. Mai 2010

Friedensutopien

von Rosa Luxemburg I Leipzig, 6. Mai Die Agitation zu den Reichstagswahlen wird von unsrer Partei allenthalben mit Frische und Eifer begonnen. Ihre allgemeine und denkbar glücklichste Einleitung war aber die glänzende Maifeier, die sich trotz aller abmahnenden Einflüsse und … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 9 | 10. Mai 2010

ANTWORTEN

Wolfgang Thierse, Bundestagsvizepräsident – Zu Ihrer volksvertreterlichen Courage am 1. Mai fällt uns nichts anderes ein als: Bravo!!! und Respekt!!! Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft – Sie haben den Rücktritt von Wolfgang Thierse vom Amt des Bundestagsvizepräsidenten gefordert, da … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 8 | 26. April 2010

Die Wut des Karl Kraus

von Jörn Schütrumpf »Der Kommunismus … – der Teufel hole seine Praxis, aber Gott erhalte ihn uns als konstante Drohung über den Häuptern jener, so da Güter besitzen … Gott erhalte ihn uns, damit dieses Gesindel, das schon nicht mehr … Weiterlesen


Von Stiftungen und Anstiftern

von Moshe Zuckermann Deutsche Parteistiftungen führen ein eigentümliches Doppelleben. Sie halten sich einerseits für autonom, wissen sich aber doch der Partei verschwistert, von der sie letztlich ins Leben gerufen worden sind, und so fristen sie ein Dasein in »Parteinähe«, was … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 2 | 1. Februar 2010

Verweigerte Selbstwahrnehmung

von Jörn Schütrumpf „Damals war es selbstverständlich, daß Künstler links waren.“ Die junge Kunsthistorikerin sagt das ganz ruhig, sie spricht vom Polen der dreißiger Jahre – sie redet über über Stern, Lewicki, Stawinski, Winnicki, Waniek, die Großen unter den Bildenden … Weiterlesen


Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 18. Februar 2008, Heft 4

Rosa Luxemburg und Frigga Haug

von Thomas Kuczynski Die Lektüre dieses neuen Buchs mit neuen Sichtweisen auf Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik ist dringend zu empfehlen. Dies sei vorausgeschickt, denn das Buch selbst beginnt leider furchtbar dröge, geradezu altfeministisch. Warum eine so kluge … Weiterlesen