Suchergebnisse für: Klaus Hart (492 Treffer)
13. Jahrgang | Nummer 1 | 18. Januar 2010
Fünf Jahre Hartz IV
von Christoph Butterwegge Die sogenannten Hartz-Gesetze, vor allem das am 1. Januar 2005 in Kraft getretene vierte als ihr unrühmlicher Höhepunkt, sind Kernbestandteil eines Projekts zur Restrukturierung der Gesellschaft, das die ganze Architektur und die innere Konstruktionslogik des bisherigen Sozialstaates … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 5. März 2007, Heft 5
Gekaufte Charts
von Klaus Hart, São Paulo Gemäß einer neuen internationalen Studie ist Brasilien das korrupteste Land Lateinamerikas. Bestechung ist gängige Praxis selbst im Musiksektor – und man spricht auch ganz offen darüber. Multinationale Musikkonzerne und Plattenfirmen zahlen an die verantwortlichen Redakteure … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2022
Wir sagen „Danke!“
Fast auf den Tag genau vor 25 Jahren erschien am 21. Dezember 1997 als erste Ausgabe nach dem Untergang der Weltbühne das „Probeheft“ unserer Zweiwochenschrift Das Blättchen. Mit der heutigen liegen genau 660 reguläre Ausgaben vor, dazu kommen 31 Themenausgaben, … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 20 | 3. Oktober 2011
Juden in Sao Paulo
von Klaus Hart, Sao Paulo Als Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff 2011 die chaotische Megacity, Lateinamerikas führenden Wirtschaftsstandort mit über 1.200 deutschen Firmen besucht, wird am Ankunftstag im Zentrum ein Obdachloser lebendig verbrannt, am Abreisetag ein weiterer. In Sao Paulo wüten … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011
Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit
von Klaus Hart, Sao Paulo Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in Qualitäts-und Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und Redakteure widersetzen sich den weltweit üblichen Medien-Eingriffen durch Parteien oder Regierungsfunktionäre und enthüllen … Weiterlesen
Antworten
Dante Alighieri, Weitsichtiger – „Italien, Sklavin, Schlund voll Schmerz und Graus, Schiff ohne Steuer auf durchstürmten Meeren, nicht Herrscherin der Welt, nein, Hurenhaus“, haben Sie im Sechsten Gesang des „Fegefeuers“ Ihrer Göttlichen Komödie gedichtet, woran eine Titelstory des Spiegel jüngst … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 13 | 27. Juni 2011
Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke
von Klaus Hart, Sao Paulo Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen Medien heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80 Prozent aus Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 12 | 13. Juni 2011
Brasiliens Kreuz mit dem Sex
von Klaus Hart, Sao Paulo Bei Morden an Homosexuellen habe das Land im Weltvergleich „eine grauenhafte Führungsrolle“, prangert der Schwulen-Führer und Anthropologe Luiz Mott an. Es handele sich um „Hass-Verbrechen, ausgeführt mit besonderer Grausamkeit“. In Brasilien würden mehr Gays getötet … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 11 | 31. Mai 2011
Wirtschaften in Brasilien
von Klaus Hart, Sao Paulo Jetzt in der Erntezeit brennen sie wieder bis zum Horizont – die riesigen Zuckerrohrplantagen des Tropenlandes. Fliegt man über das Flammenmeer, vergisst man’s nie wieder. Nossa Senhora – der ätzende Qualm steigt ja höher als … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 10 | 16. Mai 2011
Brasiliens vertrackter Rassismus
von Klaus Hart, Sao Paulo Wie wäre das in Deutschland – dürfte man selbst nach richterlichem Verbot noch offen auf der Straße und vor Konzertmikros singen, dass schwarze Frauen stinken und mit diesen Kraushaaren hässlich aussehen? In Brasilien darf man … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011
Brasilien und der Libyenkrieg
von Klaus Hart, Sao Paulo Frankreichs Rafale-Kampfflugzeuge starteten auf Befehl von Präsident Nicolas Sarkozy als erste gen Libyen, bombten, was das Zeug hielt, feuerten neueste Hightech-Raketen auch auf zivile Ziele, zeigten aller Welt, was in den Kisten steckt. Der überstürzt … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 7 | 4. April 2011
Obama in Brasilien
von Klaus Hart, Sao Paulo Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten, sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 6 | 21. März 2011
Leonardo Boffs Ungereimtheiten
von Klaus Hart, Sao Paulo In Ländern wie Deutschland betreibt eine bestimmte Gutmenschen-Szene um den einst interessanten brasilianischen Befreiungstheologen einen regelrechten Kult. Sie bewahrt ihn vor öffentlicher Kritik, die als politisch unkorrekt gälte. Im Tropenland dagegen wird Boff seit den … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 5 | 7. März 2011
Dilma Rousseffs schlechter Start
von Klaus Hart, Sao Paulo Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin, verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in sich. Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da Silva … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 2 | 24. Januar 2011
Panzer und Crack
von Klaus Hart, Sao Paulo Der Militär-und Medien-Zirkus um die „Erstürmung“ und „Eroberung“ der Rio-Slumregion „Complexo do Alemão“ wäre schon jetzt ein heißes Thema auch für Deutschlands Kommunikationswissenschaftler – aber wie es aussieht, trauen sie sich nicht. Als „Farce“ hatten … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 1 | 10. Januar 2011
Bemerkungen
Neujahrsgebet des Pfarrers von St. Lamberti zu Muenster aus dem Jahre 1883: Herr, setze dem Überfluß Grenzen und lasse die Grenzen überflüssig werden Lasse die Leute kein falsches Geld machen und auch das Geld keine falschen Leute. Nimm den Ehefrauen … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 21 | 25. Oktober 2010
Brasiliens konfuse Präsidentschaftswahlen
von Klaus Hart, Sao Paulo Mit Pomp und Getöse zogen Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva und Nachfolge-Wunschkandidatin Dilma Rousseff mitten in der City von Sao Paulo Tage vorm ersten Pflichtwahlgang kühn eine „Siegeskundgebung“ durch – der Nation wurde per … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 17 | 30. August 2010
Brasiliens Massengräber
von Klaus Hart, São Paulo „Wenn die Toten da reingeschmissen werden, sind das Szenen wie in diesen Holocaustfilmen“, beklagen sich Anwohner von Massengräber-Friedhöfen der größten lateinamerikanischen Demokratie. In der Tat wird seit der Diktaturzeit vom Staat die Praxis beibehalten, nicht … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 15 | 2. August 2010
Sexsklaven
von Klaus Hart, São Paulo Jahrzehntelang werden Brasiliens kirchliche Menschenrechtsaktivisten sogar von Europa aus belächelt, weil sie unermüdlich die Perversität von Menschenhandel und Prostitution anprangern, beim Kampf gegen die Schlepperbanden des organisierten Verbrechens ständig ihr Leben riskieren. Die Warnungen werden … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 10 | 24. Mai 2010
Moradores de Rua
von Klaus Hart, São Paulo Schon wieder rügt die FIFA, daß Brasilien beim Vorbereiten der Fußball-WM 2014 unglaublich im Rückstand sei, der Neu-und Umbau von Stadien vielerorts nicht einmal begonnen habe. Vielleicht liegt es ja daran, daß die brasilianischen Autoritäten … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 8 | 26. April 2010
Projektierte Apartheid
von Klaus Hart, São Paulo Brasilia, UNESCO-Weltkulturerbe der Menschheit, wird 50 – und im Tropenland erinnert man sich des Massakers an Bauarbeitern, des Terrors der Bauplatzpolizei damals, als Chefarchitekt Oscar Niemeyer, der sich immer Kommunist nennt, die Errichtung beaufsichtigt. Und … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 6 | 29. März 2010
Staatschef Lulas „fortschrittliche“ Regierungspolitik
von Klaus Hart, São Paulo Der brasilianische Präsident Luis Inacio Lula da Silva erhält am Ende der zweiten Amtszeit wegen seiner Politik geradezu überschwängliches Lob aus Europa, darunter Ländern wie Deutschland, sowie internationale Ehrenpreise. Spaniens Ministerpräsident und amtierender EU-Ratspräsident José … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 2 | 1. Februar 2010
Brandrodungen in Amazonien
von Klaus Hart, São Paulo Gewimmel und Getümmel, Straßenmusik und Sektenprediger, schwüle Hitze von 38 Grad in der Millionenstadt Manaus am Rio Negro, mitten in Amazonien. Doch über die exotische Szenerie wabert ätzender, Krebs erzeugender Qualm. Er stammt von Brandrodungen … Weiterlesen
Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 16. März 2009, Heft 6
Museu AfroBrasil
von Klaus Hart, São Paulo Der 68jährige Schwarze Emanoel Araújo, Direktor des »Museu AfroBrasil« in São Paulo, zählt heute zu den wichtigsten und außergewöhnlichsten bildenden Künstlern Brasiliens. 1940 als Sklavennachfahre in Bahia geboren, hat der »Afro-Minimalist« als Bildhauer, Zeichner, Maler … Weiterlesen
Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 8. Dezember 2008, Heft 25
Mann mit Courage
von Klaus Hart, São Paulo In Brasilien hat der Streit über die Bestrafung von Diktaturverbrechen zu einer Krise in der Regierung von Präsident Lula geführt. Sie wurde durch den Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert ausgelöst, der einen Prozeß gegen berüchtigte Folteroffiziere des … Weiterlesen
Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 15. September 2008, Heft 19
Die Bossa Nova wird fünfzig
von Klaus Hart, São Paulo In Brasilien wird 1958 ein neuer Musikstil geboren und macht Weltkarriere: João Gilberto, der Bossa-Nova-Papst, bringt die ersten beiden Hits heraus. Kurioserweise erreicht die Bossa Nova nie im Tropenland selbst durchschlagenden Erfolg, andere Rhythmen wie … Weiterlesen
Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 28. April 2008, Heft 9
Gefängnisse
von Klaus Hart, São Paulo Im Jahre 2003, zum Amtsantritt von Präsident Luis Inacio Lula da Silva, hatten die neue brasilianische Regierung und das gesamte Justizwesen der größten lateinamerikanischen Demokratie eine grundlegende Verbesserung der gravierenden Menschenrechtslage versprochen. Der Leiter der … Weiterlesen
Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 3. März 2008, Heft 5
Blamierte Berlinale-Kritiker
von Klaus Hart, São Paulo Bisher hatten Brasiliens Filmschaffende, Intellektuelle und Feuilletonisten Respekt und Hochachtung gegenüber deutscher, europäischer Kulturkritik. Das scheint vorbei zu sein. Auf erste ablehnende Kommentare zum Wettbewerbsstreifen Tropa de Elite, der argumentativ schwach, unintelligent und ohne Tiefgang … Weiterlesen
Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 4. Februar 2008, Heft 3
Karneval in Leipzig und Rio
von Klaus Hart, São Paulo Fastnachtsfan war ich schon als Kind. In den Karneval am Zuckerhut habe ich mich mehr als ein dutzend Mal gestürzt, bin bei den berühmtesten Sambaschulen mitdefiliert, habe das brasilianische Kulturphänomen in den Medien der deutschsprachigen … Weiterlesen
Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 7. Januar 2008, Heft 1
Brennende Journalisten
von Klaus Hart, São Paulo Brasiliens Gastfreundschaft ist sprichwörtlich, die Pressefreiheit jedoch etwas beschränkt: Engagierten Journalisten droht der Scheiterhaufen. Nur noch wenige wagen, über die skandalösen Verhältnisse in den Slums zu berichten. Unten, an den Stränden von Copacabana und Ipanema, … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 24. Dezember 2007, Heft 26
Niemeyer und das Blutbad von Brasilia
von Klaus Hart, São Paulo In bestimmten europäischen Medien, in Feuilletonredaktionen, Verlagen und PR-Agenturen herrscht seit Jahrzehnten panische Angst vor diesem Thema, jeder kleinste Hinweis wird unterdrückt. Indessen existieren die Fakten: Der vielfach preisgekrönte brasilianische Dokumentarfilmer Vladimir Carvalho hörte von … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 12. November 2007, Heft 23
Schützer oder Zerstörer?
von Klaus Hart, São Paulo In der südbrasilianischen Millionenstadt Porto Alegre, wo zweimal das Weltsozialforum stattfand, betonten jetzt auf ihrer »Kontinentalversammlung« die Guarani-Indianer Südamerikas, stets mitten in der Natur gelebt und sie immer respektiert zu haben. Andere Stämme Lateinamerikas unterstreichen … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 29. Oktober 2007, Heft 22
Heldenverehrung
von Gerd Kaiser Klaus Harts Notizen über Gespräche und Eindrücke bei seinem Heimaturlaub in Deutschlands Osten (Das Blättchen, 21/2007) haben mich bewogen, einige Ergebnisse meiner Forschungen in Thüringen dem Thema hinzufügen. Im Juni 1920 weihte der stramm deutschnationale Ortsgeistliche in … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 15. Oktober 2007, Heft 21
Am Abendbrottisch
von Klaus Hart, São Paulo Wie der österreichische Historiker Othmar Plöckinger nachwies, gab es zur Nazizeit in den evangelischen Kirchen Deutschlands sehr viel Begeisterung für Hitlers Ideologie. Zitiert wird beispielsweise die Broschüre Der Nationalismus vor der Gottesfrage des Pastors und … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 1. Oktober 2007, Heft 20
Moderne Scheiterhaufen
von Klaus Hart, São Paulo Stellen wir uns vor, in Havanna oder Moskau würden Oppositionelle, Bürgerrechtler lebendig verbrannt. Wie dann westliche Medien, Regierungen, Institutionen, Parteien reagieren würden, weiß jeder. Aber halten wir uns an die Fakten. In Lateinamerikas größter bürgerlicher … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 3. September 2007, Heft 18
Indio-Realitäten
von Klaus Hart, São Paulo Mehr als die Hälfte der rund fünfhunderttausend brasilianischen Indianer ist bereits in die Städte gezogen – doch auch die übrigen übernehmen vieles vom Lebensstil der weißen und schwarzen Brasilianer. Im größten Indianerreservat nahe der westbrasilianischen … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 10. Juli 2007, Heft 14
Saubere Stadt
von Klaus Hart, São Paulo Deutschlands Städtemachthaber lassen es zu, daß durch immer stupidere Produkt- und Firmenpropaganda die urbanen Landschaften noch häßlicher werden, als sie es ohnehin sind. In São Paulo hat die Präfektur indessen seit Jahresbeginn zugunsten städtischer Ästhetik … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 11. Juni 2007, Heft 12
Ein Volk auf der Flucht
von Klaus Hart, São Paulo Viele ziehen von Moskau, Istanbul oder nordafrikanischen Städten nach Berlin, Frankfurt, Hamburg. Die Migrante Benedita Figueiredo, 40, hatte es erheblich weiter und blieb doch im eigenen Land. Vor über zehn Jahren legte sie von der … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 2. April 2007, Heft 7
Theater von und um Castorf
von Klaus Hart, São Paulo Das Tropenland erlebt derzeit einen Theaterboom, eine Hochphase des Theaters, wie es sie zuletzt vor der Militärdiktatur gegeben hat. Am besten läßt sich dieses Phänomen in São Paulo, Lateinamerikas Kulturhauptstadt, beobachten. Stücke von erstaunlicher Qualität, … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 2. April 2007, Heft 7
Die Chrislamisten
von Paulus Bünzly Die Chrislamisten kommen. Nein, es lohnt sich nicht, ihretwegen auszuwandern. Sie holen einen doch immer wieder ein. Und wohin sollte ein Deutscher heutzutage auch auswandern, wenn er nicht gerade das schönst-langweilige Neuseeland oder Australien favorisiert; jetzt wehren … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 8. Januar 2007, Heft 1
Brasiliens gefeierte Exportrekorde
von Klaus Hart, São Paulo Nie zuvor in der Geschichte hat das Schwellenland Brasilien, die elfte Wirtschaftsnation der Erde, so viel exportiert wie in jüngster Zeit – entsprechend stolz und zuversichtlich gibt sich Staatschef Luis Inacio Lula da Silva: »In … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 25. Dezember 2006, Heft 26
Kindermord
von Klaus Hart, São Paulo Aus Amazonien wurde ein unerhörter Fall vermeldet, den auch die deutschen Medien teilweise aufgegriffen haben. Viertausend Kilometer von Rio de Janeiro und São Paulo entfernt hatte ein Indianermädchen im Alter von nur neun Jahren ein … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 11. Dezember 2006, Heft 25
Das erfundene Paradies
von Klaus Hart, São Paulo Vor 65 Jahren veröffentlichte Stefan Zweig sein Buch Brasilien – ein Land der Zukunft. Bis heute ist es ein Weltbestseller, ein Klassiker der Brasilienliteratur, der auch bei Deutschen aller Generationen nach wie vor Interesse und … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 13. November 2006 , Heft 23
Elitekandidat Lula
von Klaus Hart, São Paulo Angesichts Lulas Wiederwahl als Staatschef hat der bekannte Befreiungstheologe Frei Betto die Befürchtung geäußert, die Regierung könne in der zweiten Amtsperiode zur »Geisel konservativer Kräfte« werden und damit die Möglichkeit verlieren, Wirtschaftswachstum zu fördern und … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 16. Oktober 2006, Heft 21
Stadtkriegsfront
von Klaus Hart, São Paulo Der Irak und der Libanon sind täglich wegen der vielen unschuldigen Opfer in den Schlagzeilen – Brasilien nicht. Obwohl in dem Tropenland jährlich weit mehr Menschen umkommen als im Irakkrieg, und in Brasilien Folter alltäglich … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 2. Oktober 2006, Heft 20
Befreiungstheologie und Kuba
von Klaus Hart, Saõ Paulo Gerade ist Kuba-Experte und Bestseller-Autor Frei Betto von Havanna nach Saõ Paulo zurückgekehrt und bringt wieder einmal interessante Informationen mit. Frei Bettos Buch über seine Nachtgespräche mit Fidel Castro wurde unter dem Titel Fidel und … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 18. September 2006, Heft 19
Bizarrer Wahlkampf
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Man stelle sich folgendes in Deutschland vor: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat keine stabile Mehrheit im Bundestag, muß die Parlamentsunterstützung Tag für Tag neu aushandeln. Ihre rechte Hand im Kanzleramt sowie andere ihr nahestehende Politiker … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 7. August 2006, Heft 16
Terror-Hymnen
von Klaus Hart, São Paulo Brasiliens mächtigste Verbrecherorganisation Primeiro Comando da Capital (PCC – Erstes Kommando der Hauptstadt), die im Mai eine Welle von Attentaten und Häftlingsrevolten auslöste, hat ihre Hauskomponisten und Musiker. Sie verherrlichen zumeist in harten Raps die … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 26. Juni 2006, Heft 13
Warner aus der Betonwüste
von Klaus Hart, São Paulo Wer den brasilianischen Architekten Paulo Mendes da Rocha derzeit in seinem Büro der lateinamerikanischen Wirtschafts- und Kulturmetropole São Paulo besucht, erlebt ihn euphorisch, zum Feiern aufgelegt – die Flasche mit dem guten Whisky und die … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 12. Juni 2006, Heft 12
Militäreinsatz in den Slums
von Klaus Hart, São Paulo In der Zuckerhutstadt São Paulo preschten Panzerwagen durch die Straßen und Kampfhubschrauber starteten: Die größten der rund achthundert Slums wurden besetzt. Kurz zuvor hatte ein Banditenkommando eine Kaserne überfallen und dabei zehn Maschinengewehre und eine … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 18. April 2006, Heft 8
WM und Brasilienklischees
von Klaus Hart, São Paulo Bestsellerautor Joao Ubaldo Ribeiro aus Rio de Janeiro konstatiert bei Deutschlandreisen immer wieder, daß deutsche Medien, aber auch die Normalbürger nicht von den absurdesten Brasilienklischees lassen wollen. Da Ribeiro nebenbei auch Zeitungskolumnist ist, informiert er … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 3. April 2006, Heft 7
Maomè in Rio
von Klaus Hart, São Paulo In Brasilien leben über zwei Millionen Muslime, es gibt es eine große Zahl islamischer Kulturvereine, Schulen und Kindergärten, arabischer Laden-und Restaurantketten. Sheik Jihad Hassan Hammadeh, Vizepräsident der islamischen Gemeinde, wurde jüngst durch die Wirtschaftszeitung Diario … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 6. Februar 2006, Heft 3
Ausgeträumt
von Klaus Hart, São Paulo Der Mitgründer des Weltsozialforums, Francisco Whitaker, 74, hat die brasilianische Arbeiterpartei (PT) unter Protest verlassen. In der Partei von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva hatte Whitaker zu den letzten hochgeachteten »Aufrechten« gehört, nachdem bereits … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 23. Januar 2006, Heft 2
Oscar Niemeyer
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Nicht nur in Deutschland wird Oscar Niemeyer mit Lob überhäuft. Als Kronzeuge für die Großartigkeit seiner Werke dient er gewöhnlich selber. Er gilt als Schöpfer der brasilianischen Hauptstadt Brasilia. Sämtliche öffentlichen Gebäude, darunter der … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 1. August 2005, Heft 16
Stimmenkäufer
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Staatschef Luis Inacio Lula da Silva ist durch Korruptionsskandale stark angeschlagen. Wie oft im Tropenlande hat die Krise auch komische, operettenhafte Züge: Ein Emissär von Lulas Arbeiterpartei wird auf dem Flughafen mit einhunderttausend Dollar … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 4. Juli 2005, Heft 14
Quebra-Barraco
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Merkwürdig widersprüchliches passiert derzeit in Deutschlands Weltmusik-, Drittwelt-und Feministinnen-Szene, die sich immer so politisch korrekt gibt. Ausgerechnet dem dekadentesten, frauenfeindlichsten, sexistischsten Rap-Genre Brasiliens, dem sogenannten Rio-Funk, öffnet man derzeit ganz weit die Tore, preist … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 23. Mai 2005, Heft 11
Anwälte, Mediziner – Straßenkehrer
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Bei Rios Stadtreinigung bewerben sich über 300000 als Gari – Monatslohn 140 Euro. »So ein Straßenkehrerjob ist bei dieser Massenarbeitslosigkeit direkt ein Privileg«, sagt Rafael Lerner, Personaldirektor der Stadtreinigung Comlurb Rio de Janeiros. Den … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Hakenkreuze bei C&A
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Brasilien: Kleiderständer in Modegeschäften in Hakenkreuzform, Hakenkreuzornamente aus der Nazizeit in Gebäuden, die Familiennamen führender Nazis als amtlich anerkannte Vornamen – auch für die Lula-Regierung bislang alles kein Grund zum Eingreifen. In Deutschland erregen … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 14. Februar 2005, Heft 4
Banditen
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Wenn die Massen aus den Hügelslums eines Tages zuhauf in unsere besseren Viertel hinabsteigen, um sich zu nehmen, was ihnen am nötigsten fehlt, sind wir geliefert«, lautet eine Standardreflexion von Mittel-und Oberschichtlern der Zehn-Millionen-Stadt … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 17. Januar 2005, Heft 2
Chico Buarque
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Chico Buarque gilt als der größte, genialste Songpoet. Er wird wie ein Nationalheld verehrt, obwohl er schon längst keine Hitparaden mehr erstürmt. Im Kulturleben der größten lateinamerikanischen Nation ist er nach wie vor enorm … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 8. November 2004, Heft 23
Grito continental
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Alles begann mit dem Grito 1995, als sich die Nationale Bischofskonferenz (CNBB) mit ihrer Brüderlichkeitskampagne erstmals den sozial entwurzelten, marginalisierten Bevölkerungsteilen widmete und mit Hilfe der Pastoralen alljährlich einen landesweiten Grito dos Excluidos (Aufschrei … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 11. Oktober 2004, Heft 21
Lob und Hudel für einen Diktator
von Klaus Hart, Rio de Janeiro In Lateinamerikas größter Demokratie, Brasilien, geschieht derzeit politisch und zeitgeschichtlich Außergewöhnliches: Die Nation feiert seit Monaten das Andenken des Diktators, Hitlerverehrers und Judenhassers Getulio Vargas. Dessen Todestag jährte sich im August zum fünfzigsten Male. … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 13. September 2004, Heft 19
Bauhaus am Zuckerhut
von Klaus Hart Eine bizarre Situation: Drinnen im vierstöckigen »Nucleus« spricht Bauhaus-Direktor Omar Akbar zu hunderten Slumkids, die euphorisch kreischen und jubeln – direkt davor auf dem Platz vor der großen Glasfront stehen jugendliche Banditen, die MPi lässig umgehängt, und … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 19. Juli 2004, Heft 15
Preta
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Preta Gil, Tochter des brasilianischen Kulturministers und berühmten Musikers Gilberto Gil, macht in dem Tropenland derzeit Furore. Sie provoziert mit erfrischend politisch unkorrekten Sprüchen und mit kritischen Positionen zu Politik, Kultur, Rassismus und Sex. … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 5. Juli 2004, Heft 14
Lula in Haiti
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Staatschef Lula rühmt die Truppenentsendung nach Haiti als international anerkannten Beitrag für den Frieden auf der Welt. Doch von zahlreichen prominenten Brasilianern, vielen Kongreßabgeordneten seiner eigenen Arbeiterpartei (PT) sowie Würdenträgern der katholischen Kirche wird … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 6. Juni 2004, Heft 12
Foltern wie im Irak
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Die Folterfotos aus dem Irak zeigen uns unglücklicherweise überhaupt nichts Neues, das kennen wir alles«, sagt Isabel Peres, Leiterin der brasilianischen Sektion von ACAT – Christen für die Abschaffung der Folter – in São … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 10. Mai 2004, Heft 10
Der Trote
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Zehntausende neuimmatrikulierte Studenten des Tropenlandes sehen in diesen Tagen übel zugerichtet aus: Wie ein Häufchen Unglück, schauen sie triste, schicksalsergeben. Die älteren Semester haben sie aus Hörsälen gezerrt oder gleich auf dem Campus abgepaßt, … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 26. April 2004, Heft 9
Clima de Velorio – Begräbnisstimmung
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Im Nationalkongreß von Brasilia droht im März ein verzweifelter Arbeitsloser damit, sich von der hohen Zuschauer-Brüstung in den Senatssaal zu stürzen – die Parlamentarier unten springen aus den bequemen Ledersesseln, flehen ihn an, es … Weiterlesen
29. Jahrgang | Nummer 3 | 9. Februar 2026
Brandmale. Eine Ost-West-Kindheit
von Klaus Trende Das Unaussprechliche ist, – unaussprechlich – in dem Ausgesprochenen enthalten. Ludwig Wittgenstein Er wollte warten, bis das Ungesagte gilt. Was durch die Papiere scheint. Was Bilder und Wunden erzählen, das Blutmeer seiner Jahre in sich und … Weiterlesen
29. Jahrgang | Nummer 3 | 9. Februar 2026
Bemerkungen
Immer noch gesucht: Mitstreiter Das Blättchen-Team wirbt erneut um weitere Mitstreiter in der Redaktion. Nach wie vor gilt, dass Erfahrungen im Journalismus, in der Germanistik oder einer vergleichbaren Sphäre keine Voraussetzung für eine Mitarbeit wären, wohl aber die Beherrschung der deutschen … Weiterlesen
28. Jahrgang | Nummer 19 | 3. November 2025
Bemerkungen
Friedenspreis Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an den Osteuropahistoriker Karl Schlögel. Alexander Cammann, Die Zeit, merkte an: „Mit der Entscheidung für Schlögel waren im Vorfeld nicht alle glücklich, immerhin erhielt damit nach Serhij Zhadan 2022 und … Weiterlesen
28. Jahrgang | Nummer 17 | 6. Oktober 2025
Ein Amerikaner am „Roten Kloster“
von Victor Grossman Victor Grossman (eigentlich Stephen Wechsler), geboren 1928 in New York, desertierte 1952 aus der US Army, nachdem bekannt geworden war, dass er seine Mitgliedschaft in der KP der USA verschwiegen hatte, wofür ihm im Klima der McCarthy-Ära … Weiterlesen
28. Jahrgang | Nummer 13 | 28. Juli 2025
Vom Rausch des Augenblicks
von Jutta Grieser Täusche ich mich oder trifft es zu: In den Zeitungen stehen immer weniger Rezensionen klassischer Konzerte. Bekanntlich wird überall gespart, insbesondere bei der Kultur – warum also nicht auch hier? Auf der anderen Seite: Die Besprechung einer … Weiterlesen
28. Jahrgang | Nummer 12 | 7. Juli 2025
Der Coach kam mit der Kutsche
von Frank-Rainer Schurich Das Wort Coach hat in unserer Zeit vielfältige Wirkungen. Manche schrecken zusammen, wenn sie es außerhalb des Sports hören, andere setzen sich achtungsvoll ganz gerade hin und nicken, noch andere heben die Schultern oder machen eine wegwerfende … Weiterlesen
28. Jahrgang | Nummer 11 | 16. Juni 2025
„Felix Krull“ wiedergelesen
von Klaus Hammer Eine vierzigjährige Entstehungszeit (1911-1955) haben „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ – so lange hat sich Thomas Mann nie wieder mit einem Projekt beschäftigt. Ein erster Teil, der knapp die Hälfte des Textes umfasste, wurde 1910-13 geschrieben. … Weiterlesen
28. Jahrgang | Nummer 6 | 24. März 2025
Lancelot mit der Drahtharfe – verklärte und aktuelle Reminiszenzen
von Walter Thomas Heyn Wie in den Nachrichten zu lesen war, wurde der Dichter und Liedermacher Wolf Biermann für sein Lebenswerk von der GEMA geehrt. In der Begründung hieß es, Biermann verbinde „poetische Sprache, musikalische Tiefe und politischen Protest auf … Weiterlesen
28. Jahrgang | Nummer 5 | 10. März 2025
Bemerkungen
Semantik und Camouflage Non-governmental organization (NGO) darf unwidersprochen mit Nichtregierungsorganisation übersetzt werden; Schätzungen zufolge existieren davon mehrere Tausend in Deutschland. Gleichwohl hat die gerade abgewählte Bundesregierung einem ausgewählten Potpourri an NGOs bis zu 182 Millionen Euro jährlich an Steuergeldern – in … Weiterlesen
28. Jahrgang | Nummer 5 | 10. März 2025
Ideelle Wurzeln der AfD
von Stephan Wohanka Der Verwesungsgeruch einer absterbenden Demokratie wabert durchs Land. Björn Höcke In Nummer 4 des Blättchens war in den „Antworten“ zu lesen: „Nach den Reichstagswahlen vom 20. Mai 1928 zog Goebbels als einer von zwölf Abgeordneten der … Weiterlesen
28. Jahrgang | Nummer 2 | 27. Januar 2025
Nekrologe 2024 (II)
von F.-B. Habel Zwei Schauspieler haben uns 2024 verlassen, die wir seit über 60 Jahren aus Filmen und Serien der Bundesrepublik kannten und von denen fast vergessen war, dass ihre Laufbahnen in der DDR begannen. Der Dresdner Horst Naumann, der … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 26 | 16. Dezember 2024
Das Geheimnis der Frauen der Surrealisten
von Klaus Hammer Das Problem der Frau ist das wunderbarste und zugleich das verwirrendste Problem der Welt“, schrieb André Breton, der „Hohepriester“ der surrealistischen Bewegung. Was waren die Frauen der Surrealisten, Simone Breton, Gala Dali oder Elsa Triolet, die Lebensgefährtin … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 24 | 18. November 2024
Theosophischer und Mystiker aus Görlitz: Jakob Böhme
von Klaus Hammer Höre, du blinder Mensch … Jakob Böhme Dieser ehrbare Schuster war der bedeutendste Denker, der in Görlitz gewirkt hat. Er gehört überhaupt zu den kreativsten, aber auch rätselhaftesten Gestalten des deutschen Geisteslebens zwischen Reformation und Aufklärung. … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 22 | 21. Oktober 2024
Bemerkungen
Vor 1000 Jahren – Konrad II. Im September 1024 wurde der erste Herrscher aus der fränkischen Dynastie der (erst später so genannten) Salier zum römisch-deutschen König gewählt und wenige Tage später in Mainz feierlich gekrönt. Gewählt wurde ein Ururenkel von … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 19 | 9. September 2024
Gespenstische Debatten
von Sarcasticus Aus Schumpeters Sicht schreit Kapazität nach Auslastung: Wer sich für den Krieg rüstet, wird ihn irgendwann führen. Abdullah Sinirlioglu / Philipp Kleinmichel Berliner Zeitung, 17./18.8.2024 Die dringende Aufgabe im dritten Jahr der militärischen Konfrontation besteht darin, ein … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 19 | 9. September 2024
Warum beendet Putin nicht einfach seinen Krieg?
von Stephan Wohanka In der politischen Debatte wird der Ukraine regelmäßig mehr oder weniger unverblümt nahegelegt, den russischen Krieg gegen sie zu beenden; also zu kapitulieren. Vor geraumer Zeit meinte man beispielsweise den Ukrainer raten zu sollen, sich doch zu … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 16 | 29. Juli 2024
Dauerhafte Momentaufnahmen – Berlin der Künstler
von Klaus Hammer Warum haben seine Blätter, die ebenso impulsiv wie präzise sind, eine so zarte, spröde und unverwechselbare Ausstrahlungskraft? Der 2001 verstorbene Berliner Nestor der Zeichnung und Grafik Arno Mohr hat nicht gern von Gefühlen gesprochen, wo er doch … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 15 | 15. Juli 2024
Bemerkungen
Biden – die richtigen Fragen Nachdem US-Präsident Biden den gemeinsamen TV-Auftritt mit seinem Herausforderer Trump Ende Juni unfreiwillig zu einer Demonstration seiner unüberseh- und unüberhörbaren zerebralen Defizite gemacht hatte, legte er auf den NATO-Gipfel in Washington vergangene Woche nach. Unter … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 15 | 15. Juli 2024
Mit lauter Stimme gegen den Krieg
von Gabriele Eichner / Peter Jarchow Kriegserklärung gegen den Krieg“ von Jean Paul. Verglichen mit einer 65-bändigen Gesamtausgabe seiner Werke ist diese Schrift mit ihren knapp 20 Seiten recht bescheiden. Es ist ein Verdienst des Herausgebers Wolfgang Hecht, dass in … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 13 | 17. Juni 2024
Adieu Rainer – die Hachfeld-Bühne ist verwaist
von Harald Kretzschmar Dieser still, bescheiden und gemessen auftretende Mensch – er personifizierte jenen frechen Humor, der heute im Handumdrehen zur bitteren Satire wird. Ob als Stückeschreiber und Bühnenbildner oder als politischer Tageskarikaturist, er agierte unverwechselbar immer auf einer Bühne. … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 11 | 20. Mai 2024
Christin Lutzes imaginäre Bildräume
von Klaus Hammer Ihre Bilder – ausgestellt in der Galerie des Städtischen Museums Eisenhüttenstadt – tragen Titel wie „Blick in die Unendlichkeit“, „Tausend und eine Nacht“, „Der endlose Weg“, „Phantasia“, „Unsentimal journey“, „Im Sog der Perspektive“ oder „Utopia“, aber auch … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 10 | 6. Mai 2024
Vieldeutiger Moralsatiriker – Clemens Gröszer
von Klaus Hammer In der bildenden Kunst sind die Versuchungen des heiligen Antonius, dem der Teufel verführerische Trugbilder vorspiegelt und dessen Dämonen ihn peinigen, durch den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald und das Lissaboner Triptychon von Hieronymus Bosch aus dem … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 8 | 8. April 2024
Zeitdiagnosen
Ein Versuch, die Zeichen der Zeit zu verstehen und auf den Punkt zu bringen von Rolf Reißig Die Frage nach der Situation der jeweiligen Zeit haben sich Menschen – zumindest seit der Herausbildung der Moderne – immer wieder gestellt. Und … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 3 | 29. Januar 2024
Atomare Verteidigungsunion Europa?
von Wolfgang Schwarz Abschreckungspolitik fördert ein Bewusstsein, das durch Angst, Mißtrauen, Feindschaft und Aggression geprägt ist. Dieter Senghaas (1969) Die historische Leistung der EWG, der EG, der EU war es, die Feindschaften von gestern zu entfeinden. Heute … Weiterlesen
27. Jahrgang | Nummer 3 | 29. Januar 2024
Gänge und Gespräche – Erinnerungen an Wulf Kirsten
von Ulrich Kaufmann In der „Freundesgabe“ für den wandernden Landschafter ist auffällig oft von der Elsbeere die Rede. „Der Dichter war bei seinen Schreibklausuren in Vollradisroda“, lesen wir im Vorwort, „auf die Elsbeere aufmerksam geworden: ein langsam wachsendes, gegen Wetterunbill … Weiterlesen
26. Jahrgang | Nummer 26 | 18. Dezember 2023
Was ich als jüdisches Leben wahrnahm
von Harald Kretzschmar Das meist benutzte Wort in den politischen Auseinandersetzungen der Gegenwart ist der zum überwältigenden Schlagwort gewordene Antisemitismus geworden. Da werden die bittersten Wahrheiten mit überdimensionalen Legenden verwoben, die keiner kritischen Analyse standhalten. Die kolossalen Verfeindungen, die dort … Weiterlesen
26. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2023
Fatale Trugschlüsse
von Sarcasticus Ende August 2023 hatten Peter Brandt, Hajo Funke, Harald Kujat und Horst Teltschik einen detaillierten Vorschlag für eine Verhandlungslösung des Ukraine-Krieges (siehe Blättchen 19/2023) unterbreitet und unter anderem damit begründet, dass sich bereits „seit einiger Zeit“ abzeichne, „dass … Weiterlesen
26. Jahrgang | Nummer 21 | 9. Oktober 2023
Sie war mehr als nur eine Starfotografin – Lee Miller
von Klaus Hammer Eine Surrealistin, die ein Kristallisationspunkt ihrer Zeit war“, nannte Andy Grundberg in der New York Times die 1977 gestorbene amerikanische Fotografin Lee Miller, eine jener großen Frauen, die die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt haben. Sie … Weiterlesen
26. Jahrgang | Nummer 18 | 28. August 2023
Im Zusammenspiel der Figuren, Formen, Farben – und Phantasie
von Klaus Hammer In ihrem Sommersalon nimmt uns die Berliner artnow Gallery mit auf eine Zeitreise in die Bilderwelt der klassischen Moderne, die sie gemeinsam mit der Salongalerie „Die Möwe“ veranstaltet. Klassische Moderne ist eigentlich die vage Bezeichnung jener Kunstwicklung … Weiterlesen
26. Jahrgang | Nummer 11 | 22. Mai 2023
Bemerkungen
Nur ned hudeln! Warum es sich lohnt, die Wiener Sprachlandschaft genauer zu erkunden? Dieser Frage geht Lisa Krammer kurzweilig, nicht belehrend, aber erhellend nach. Sprachliche Besonderheiten werden von der Autorin mit kulturellen Aspekten verwoben. Natürlich gibt es nicht „das“ … Weiterlesen
26. Jahrgang | Sonderausgabe | 3. April 2023
Die USA und die Zusicherungen von 1990,
die NATO nicht nach Osten zu erweitern:
Erhellendes zu einem alten Problem?
von Marc Trachtenberg* Mehr als dreißig Jahre sind vergangen, seit US-Außenminister James Baker dem sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow im Februar 1990 versicherte, dass der Zuständigkeitsbereich der NATO „keinen Zentimeter nach Osten“ ausgedehnt würde, wenn Deutschland nach der Wiedervereinigung Teil der … Weiterlesen
26. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2023
Nekrologe 2022 (II)
von F.-B. Habel Die Kette der Todesfälle des alten Jahres riss bis zum Schluss nicht ab. Zu den einst im Osten Prominenten, deren Tod nur sporadisch gemeldet wurde, zählt auch Christiane Ufholz, die ganz am Ende des Jahres 2022 von … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 25 | 5. Dezember 2022
Antworten
Alexander Osang, geschätzter Journalist – Wir haben Ihr jüngstes Spiegel-Portrait über Angela Merkel aufmerksam gelesen. Es ist unterhaltsam und aufschlussreich, wozu wir gratulieren. Wir fragen uns jedoch, ob Sie sich absichtsvoll jedes eigenen Urteils enthalten, oder ob Sie, angesichts des … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 25 | 5. Dezember 2022
Bemerkungen
Ein Wahrheitssucher – ein Nachruf Hans Magnus Enzensberger – er starb am 24. November in München – war einer der politischsten Dichter dieser Republik, obwohl er Bekenntnis-Dichtung zutiefst verabscheute. Er bevorzuge Argumente, bescheinigte er dem Kollegen Peter Weiss, als der … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2022
Erlesenes – Vom Leben in der DDR
von Wolfgang Brauer Für Fans der Fastfood-Satire ist die Banane das Symbol der DDR-Mangelwirtschaft („Zonen-Gabi“ lässt grüßen …), für alle anderen ist es der Dederonbeutel. Den trug jede und jeder immer bei sich, es hätte ja „was geben“ können. Unerwartetes, … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022
Komm und sieh
von Klaus-Dieter Felsmann Wer in der DDR aufwuchs, der wurde vordergründig mit zahlreichen Erzählungen – in der Propaganda, aber auch in der Literatur und im Film – über die ruhmreiche Sowjetarmee im Kampf gegen den Hitler-Faschismus sozialisiert. Die Rotarmisten waren … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2022
Niki de Saint Phalle
von Klaus Hammer Sie war eine sensible, verletzliche Persönlichkeit, zog sich am liebsten in ihre eigene, innere Welt zurück. Und doch wirkt ihr künstlerisches Werk – ihre „Schießbilder“, ihre Aktionskunst, ihre überlebensgroßen Skulpturen aus hartem Polyester und anderen dauerhaften Materialien, … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2022
Bemerkungen
Leo Tolstoi zum Krieg Wo es Armee und Krieg gibt, sind dem Bösen keine Grenzen gesetzt. * Despotismus erzeugt Krieg, und der Krieg erhält den Despotismus am Leben. * Wenn alle Menschen nur nach Maßgabe ihrer Überzeugungen Krieg führten, so … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 15 | 18. Juli 2022
Bemerkungen
Die Zeitbombe tickt … „Weil die Bürgerinnen und Bürger müssen ja zurechtkommen mit ihrem Leben, und wenn plötzlich die Heizrechnung um ein paar hundert Euro steigt, dann ist das eine Summe, die viele nicht wirklich bewältigen können. Das ist sozialer … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 15 | 18. Juli 2022
Covid-19-Pandemie und Inflation: eine Zwischenbilanz
von Ulrich Busch Mehr als zwei Jahre nach Beginn der Covid-19-Pandemie, deren vorläufiger Höhepunkt der Lockdown im Frühjahr 2020 war, und der nun bereits ein Jahr andauernden Inflation wird es Zeit, verteilungspolitisch Bilanz zu ziehen. Dies kann natürlich nur eine … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 14 | 4. Juli 2022
Bemerkungen
Ein Parteitag Ein Neustart war angekündigt worden, der Beginn einer Zeitenwende. Ein wenig von der fröstelnden Einsicht geschüttelt, dass die Qualität der Crew auf der Brücke möglicherweise etwas mit der beinahe geschehenen Versenkung des eigenen Schiffes zu tun gehabt haben … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 12 | 6. Juni 2022
Antworten
Anton Hofreiter, hat als Tubicen der Grünen seine Bestimmung gefunden – „Wir müssen dringend mehr Tempo machen bei der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine“, ließen Sie erst jüngst wieder wissen und legten konkret nach: „Wieso liefern wir keine Marder-Schützenpanzer? … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 12 | 6. Juni 2022
„Ellentie“ – ein verspäteter Nachruf
von Jürgen Klammer Vor der Trauerhalle auf dem Auferstehungsfriedhof in Berlin-Weissensee hatte sich am 25. März 2022 um 14 Uhr eine Gruppe von rund dreißig Personen eingefunden. Gemessen an der früher überaus großen Fan-Gemeinde war am Tag des Abschiednehmens von … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2022
Puppenspiele, Maskenblicke und Marionetten
von Klaus Hammer Lebensspiele“ (2006) heißt das großformatige Gemälde von Gudrun Brüne, das die Augen der Besucher dieser Ausstellung gleich auf sich lenkt: Puppenköpfe, -körper, -beine, Masken, Kasperlefiguren liegen zu Haufen getürmt, gleichsam „entsorgt“. Man braucht sie nicht mehr. Ein … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 10 | 9. Mai 2022
Bemerkungen
Szczepan Twardochs Mahnungen Der polnische Romancier Szczepan Twardoch ist ein aufmerksamer Beobachter des Zeitgeschehens. Seine Romane „Drach“ und „Morphin“ gehören sicher zu den wichtigen europäischen Erzählwerken des 21. Jahrhunderts. Als unbestechlicher Analyst setzt er sich mit seinen Büchern zwangsläufig zwischen … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 10 | 9. Mai 2022
Kriegspartei oder nicht?
von Wolfgang Schwarz Auf gemeinsamen Antrag der Fraktionen von SPD, CDU/CSU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP hat der Bundestag am 28. April 2022 beschlossen: „Im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen liefert Deutschland auch Waffen zur Selbstverteidigung in die Ukraine … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 6 | 14. März 2022
Bemerkungen
In eigener Sache: Finanzen 2022 weitgehend gesichert Liebe Leserinnen und Leser, unsere seit Ausgabe 1/2022 vorgetragene Bitte, zur finanziellen Absicherung des neuen Blättchen-Jahrgangs beizutragen, ist auch in diesem Jahr auf ein hinreichendes Echo gestoßen: Die Finanzierung 2022 steht weitgehend. Dafür … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 4 | 14. Februar 2022
Kuba und die Ukrainekrise
von Klaus Joachim Herrmann Wann Russland und die USA eine neue Deklaration über die Beendigung des Kalten Krieges unterzeichnen, lässt sich nur träumen“, vertraute der Pressesekretär des russischen Präsidenten Wladimir Putin der Komsomolskaja Prawda an. Deren Korrespondent hatte an den … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 3 | 31. Januar 2022
Bemerkungen
Oberkrämer, zum Beispiel Oberkrämer ist ein Ort, den es historisch gesehen nicht gibt. Genaugenommen ist es nur der Name einer Försterei in einem Waldgebiet namens „Krämer“ im brandenburgischen Ländchen Glien bei Kremmen. Im Zuge der Gebietsreform der 1990er Jahre wurden … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 3 | 31. Januar 2022
Konträre Lagebeurteilungen
von Erhard Crome Am 14. Januar war auf zeit-online ein Brief von 73 „Experten“, die sich mit Osteuropa beschäftigen, nachzulesen, in dem diese eine „Korrektur deutscher Russlandpolitik“ forderten – im Sinne einer aggressiveren Politik, die deutlich über die bisherigen EU-Wirtschaftssanktionen … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 2 | 17. Januar 2022
Nur Ärger mit dem Personal
von Günter Hayn Im Oktober 2021 stellte der Vorsitzende des Ältestenrates der Linkspartei, der ehemalige DDR-Ministerpräsident Hans Modrow, sein Amt zur Verfügung. Modrow ist verärgert über die weitgehende Ignoranz der Parteiführung dem Rat gegenüber. Anfang Januar 2022 erklärte die Ökonomin … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 2 | 17. Januar 2022
Nekrologe 2021 (II)*
von F.-B. Habel Hier soll an Künstler und andere Menschen der Öffentlichkeit erinnert werden, die uns 2021 verlassen haben und die besonders in der DDR bekannt waren. Viele von ihnen werden allzu leicht vergessen, was mit der noch immer nicht … Weiterlesen
25. Jahrgang | Nummer 1 | 3. Januar 2022
Ein Rückblick auf das Proust-Jahr 2021
von Mathias Iven Beginnen wir mit einem Zitat: „Alles, was zur Verbesserung des Menschen führt, zum Wachstum seines körperlichen und seelischen Wohlbefindens, zu seiner somatischen und geistigen Betätigung, erwächst aus dem unmittelbaren und legitimen Bereich der Hygiene.“ – Eine unbestritten … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 24 | 22. November 2021
Hand in Hand?
von Uwe Krüger Mitunter – und nicht erst, aber insbesondere mit der Corona-Berichterstattung in Zeitungen und Medienportalen – hat man den Eindruck, die freie Presse sei ein Verlautbarungskanal der Bundesregierung. Ist dieses Urteil berechtigt? „Die Berichterstattung in Deutschland empfinde ich … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 23 | 8. November 2021
Theaterberlin
von Reinhard Wengierek Diesmal Leidenschaft, Einfühlung, Verwandlung: Ruth Walz – ein Halbjahrhundert Theaterfotografie im Museum für Fotografie; und Großer Dreier: „Amok“, „Sarah“, „Blechtrommel“ – Literaturadaptionen als szenische Monologe im Berliner Ensemble. *** Er hat das Zeug zur Hauptrolle: der Theatervorhang. … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 21 | 11. Oktober 2021
Moskau und die grüne Gefahr
von Klaus Joachim Herrmann Aus der angeblichen Hochphase der russischen Freiheit während des Zerfalls der Sowjetunion und in den wilden Neunzigern im Russland unter Boris Jelzin stammt dieses entschuldigende Wort: „Мы учимся демократии“, wir lernen Demokratie. Für das Studium ihrer … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 19 | 13. September 2021
Nathanael Liminski, das Kanzleramt und das Opus Dei
von Gabriele Muthesius Für den rechten Flügel der CDU ist Liminski ein Mann der Zukunft: smart, umgänglich, kompromissfähig, aber doch zweifelsfrei im Lebensschutz und dem christlich-konservativen Wertefundament verwurzelt. taz, 03.03.2021[1] Nathanael ist jemand, der in unserem Land noch ganz andere … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 17 | 16. August 2021
Nach Hiddensee!
von Wolfgang Brauer Seit Tagen drückt ein heftiger Südwest das Wasser aus dem Schaproder Bodden. Die Surfer stehen recht kläglich im Modder. Dort badet derzeit niemand. Man müsste in die Fahrrinne springen, das ist verboten. Selbst die Hobby-Skipper respektieren sie. … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 15 | 19. Juli 2021
Zu doof für Baseball?
von Klaus Joachim Herrmann Bücher über Baseball sind hierzulande weder Massenerscheinung noch Bestseller. Der „Baseballero“ Georg Bull wagt es aber erneut. Eine frühere Publikation mit Ko-Autor Sven Huhnholz aus dem Jahre 2006 war immerhin schon länger nicht mehr zu bekommen. … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 11 | 24. Mai 2021
Bemerkungen
Wenn zwei das Gleiche tun, … … ist es noch lange nicht dasselbe. Ende der 1950er Jahre hatten die USA damit begonnen, der Sowjetunion nukleare Mittelstreckenraketen vom Typ Jupiter (Reichweite 2500 Kilometer) quasi in den Vorgarten zu setzen, nämlich durch … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021
Do swidanija Europa
von Klaus Joachim Herrmann Der russische Mai kam traditionell einher mit patriotischen Georgsbändchen. Denn „Russland ist anders“, wie ein vielleicht gar nicht so plattes Schlagwort seit langer Zeit kündet. Freiwillige verteilten die orange-schwarz gestreifte symbolische Erinnerung an den Sieg der … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 8 | 12. April 2021
Feindbild Russland
von Klaus Joachim Herrmann Moskau und Washington überraschten in der ersten Aprilwoche ausnahmsweise einmal mit einer guten Nachricht. Russlands Premier Michail Mischustin informierte über die Verlängerung des Abkommens über die Zusammenarbeit mit den USA bei der friedlichen Erforschung und Nutzung … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 6 | 15. März 2021
Bemerkungen
Zahnloser Fortschritt Kaum war der Verdacht auf Vorteilnahme und Steuerhinterziehung („strittige“ Summe: 660.000 Euro) gegen den bisherigen CSU-Bundestagsabgeordneten und -Fraktionsvize Nüßlein im Zusammenhang mit der Vermittlung von Ankäufen von Coronaschutzmasken durch das Bundesgesundheitsministerium in der Welt, dem quasi auf dem … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 4 | 15. Februar 2021
Bemerkungen
Medien-Mosaik Wie die Architektur unserer Städte aussehen soll, ist seit vielen Jahren ein Streitthema und stets aktuell. Ein gewichtiges Stück Belletristik zum Thema hat Brigitte Reimann mit dem Romanfragment „Franziska Linkerhand“ hinterlassen. Bis kurz vor ihrem Krebstod 1973 hatte sie … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021
Hauptmann aus Erkner
von Manfred Orlick Gerhart Hauptmann lebte mit seiner jungen Frau Marie (Thienemann) zur Linderung seines Lungenleidens von 1885 bis 1889 in Erkner bei Berlin, wo er Anschluss an den „Friedrichshagener Dichterkreis“ fand. Das frischvermählte Paar bewohnte die untere Etage der … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021
Sechshundert Seiten Berlin, Berlin
von Reinhard Wengierek Eigentlich hat Berlin zweimal Geburtstag: Es war 1237, als die märkischen Marktflecken im Spreesand nebst aristokratischer Befestigungsanlage urkundlich erwähnt wurden. Ein eher mickriges Ereignis, das man später zum Anlass nahm für die offizielle Stadtgründung „Berlin-Kölln“. Und es … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2021
Alte Ostpolitik
von Klaus Joachim Herrmann Mit dem Sturm des Kapitols in Washington habe Trump das „größte seiner zahlreichen Geschenke an Putin“ gemacht, zitierte die russische Agentur RIA Novosti die US-Spitzen-Demokratin Nancy Pelosi. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses nannte den höchst widerwillig scheidenden … Weiterlesen
24. Jahrgang | Nummer 1 | 4. Januar 2021
European Leadership Network – jüngste Initiativen
von Karsten D. Voigt Die Beziehungen Russlands zu den Vereinigten Staaten sind schlecht. Das Gleiche lässt sich über die Beziehungen Russlands zu den meisten europäischen Staaten, einschließlich Deutschlands, sagen. Über die Ursachen hierfür sind beide Seiten sich in einem Punkte … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2020
Theaterberlin
von Reinhard Wengierek Diesmal: Damals in Schaubühnen-Zeiten. – Im Gedenken an Jutta Lampe. *** Anmutige Göttin, traumdurchtränkte Theaterzauberin; von wundergleicher Zartheit und porzellanener Empfindsamkeit; eine Schaum- und Kopfgeburt, entsprungen aus Vernunft und Sinnlichkeit… – Selten schwärmten Kritiker derart in ihren … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2020
Keine Liebesgrüße für Lukaschenko
von Klaus Joachim Herrmann Verehrter Alexander Grigorjewitsch, vor allem ein Gruß von Wladimir Wladimirowitsch“, lautete die anscheinend freundliche Botschaft aus Moskau an den bedrängten belarussischen Staatschef Lukaschenko. Doch dessen Freude darüber dürfte nicht ungetrübt geblieben sein. Denn bei seinem Besuch … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020
Der Westen & Russland – zum Diskurs
von Wolfgang Schwarz Ein gemeinsames Haus Europa ist […] niemals gebaut worden. Sergej Lawrow, Außenminister Russlands Dass die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland nur noch eine Bewegungsrichtung kennen, nämlich vom jeweils aktuellen Tiefpunkt immer noch einen Schritt weiter nach … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2020
Bemerkungen
Vierter November 1989 Es war ein Traum Kaum geträumt Hat das Volk Alles versäumt Peter Will Herbstliche Coronagedanken Der November verwöhnt derzeit mit Sonnenschein, bringt leuchtendes Gelb in die Straßen. Das wirkt wie ein kleines Trostpflaster angesichts der neuen Corona-Maßnahmen, … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 22 | 26. Oktober 2020
Wolfgang Harich – Flucht und Heimkehr
von Andreas Heyer Wolfgang Harich, geboren am 9. Dezember 1923 in Königsberg, gestorben am 15. März 1995 in Berlin, erlebte das Ende des Zweiten Weltkrieges im Untergrund als Teilnehmer des antifaschistischen Widerstandskampfes. In der SBZ und den ersten Jahren der DDR … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 22 | 26. Oktober 2020
Theaterberlin
von Reinhard Wengierek Diesmal: „Hitlers Ziege oder Die Hämorrhoiden des Königs“ – Kammerspiele des Deutschen Theaters: „Stageless“ – Friedrichstadt Palast: „Die Orestie“ – Volksbühne * Erst nach einer Stunde tritt Friedrich der Große auf. In Unterhosen und mit der Flöte … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 19 | 14. September 2020
Zweimal Deutschland
von Erhard Crome Ein 30. Jahrestag hat eine gewisse Besonderheit. Einerseits gibt es noch viele „Zeitzeugen“ oder einstige Akteure, die der staunenden Nachwelt ihre Sicht der Dinge hinterlassen möchten. Andererseits haben mehr oder weniger begabte oder fleißige Forscher an alten … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 18 | 31. August 2020
Bemerkungen
Die Causa Eckhart Seit einiger Zeit – beginnend mit Beiträgen der Jüdischen Allgemeinen vom 30.04.2020 („Antisemitismus aus der WDR-Mediathek“) sowie vom 04.05.2020 („Judenhass unter dem Deckmantel der Satire“) und dann querbeet von Medien und Politik zustimmend aufgegriffen; FAZ (konservativ) und … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 16 | 3. August 2020
Seine Hochschule war die Straße
von Klaus Hammer Arno Mohr zu seinem 110. Geburtstag Warum haben seine Blätter, die ebenso impulsiv wie präzise sind, eine so zarte, spröde und unverwechselbare Ausstrahlungskraft? Arno Mohr, der 2001 verstorbene Berliner Nestor der Zeichnung und der Grafik, hat nicht … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 13 | 22. Juni 2020
Bemerkungen
Schmeißt die Fachleute raus! Die Fürstin Lichnowsky war eine bemerkenswerte Schriftstellerin und zutiefst tapfere Frau, die sich mit allem anlegte, was mit aufgeblasenem Ego daherkam. Egal, ob das nun die Nazis oder der eigene Klempner waren. Frucht ihrer Auseinandersetzungen mit … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2020
Zurück zu Putins Plan
von Klaus Joachim Herrmann Sicherer als der Einkauf in einem Geschäft“ werde die Stimmabgabe beim Referendum über die Ergänzungen der russischen Verfassung am 1. Juli sein, versichert die Zentrale Wahlkommission (ZIK). Die Abstimmung verlaufe kontaktlos, in vielleicht zwei bis drei … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 11 | 25. Mai 2020
Bemerkungen
US-Atomwaffen nach Polen? Im Zusammenhang mit der Forderung des Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bundestag, Rolf Mützenich, die Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland zu beenden (siehe dazu den Beitrag von Sarcasticus in dieser Ausgabe) hat sich die US-Botschafterin in Warschau, Georgette … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2020
Bemerkungen
Rede eines Fußgängers Wenn jemand den ganzen Tag gewandert ist und gegen Abend ankommt, so ist das genug. Francesco Petrarca Wandern sei des Müllers Lust, so heißt es. Dürfen andere etwa keine Lust haben? Es sind doch bedeutendere Leute gewandert … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2020
Paul Celan – Briefe und Begegnungen
von Mathias Iven Er hatte ein unruhiges und kurzes Leben: Paul Pessach Antschel, besser bekannt unter dem Namen Paul Celan. Geboren am 23. November 1920 in Czernowitz, aus dem Leben geschieden im Frühjahr 1970 in Paris. 1938 Aufnahme eines Medizinstudiums im … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2020
Bemerkungen
Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern … … soll Konrad Adenauer im Amt als Bundeskanzler von sich gegeben haben. Gemessen daran sitzen derzeit im Bundessicherheitsrat (BSR), wo die deutschen Rüstungsexporte abgenickt werden, ausschließlich Adenauers. Neben der Kanzlerin (CDU) gehören … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 6 | 16. März 2020
Bemerkungen
50 Jahre NPT Am 5. März jährte sich das das Inkrafttreten des Atomwaffensperrvertrags (Non-Proliferation Treaty, NPT) zum 50. Male. Dieses Datum hat auch der deutsche Außenminister nicht verschlafen und teilte der Welt mit, was niemandem halbwegs Informierten ein Geheimnis ist, … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 6 | 16. März 2020
Volker Stelzmann – Die gespielte und im Spiel vertauschbare Wirklichkeit
von Klaus Hammer Er ist kein Gruppenkünstler und auch von keiner Bewegung her interpretierbar. Ebenso wenig sind seine Bilder Protestbilder. Die Einsicht in die Vergeblichkeit allen Protestes, in die Unabwendbarkeit dessen, was dem Menschen bevorsteht, hat bei dem Berliner Maler … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 4 | 17. Februar 2020
Der Einsiedler von Hiddensee
von Dieter Naumann Amüsant und tragisch zugleich ist die Geschichte Alexander Ettenburgs, der aus gesundheitlichen Gründen für zwölf Jahre zunächst Altefähr auf Rügen und später Hiddensee zu seiner Wahlheimat erkor. Am 28. Februar 1858 als Sohn des schlesischen Gutsherrn Eggers geboren, … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2020
Nekrologe 2019
von F.-B. Habel Nach vielen Jahresrückblicken macht man wieder die Feststellung, dass einige Menschen, die zumindest eine Zeitlang im Blickpunkt der Öffentlichkeit standen und uns im vergangenen Jahr verließen, nur sehr knapp – wenn überhaupt! – gewürdigt wurden. Oft sind … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 2 | 20. Januar 2020
Vom Erklären, vom Verstehen und vom Urteilen
von Klaus Weber I „Glauben Sie, dass ich hier nicht über die Gegenwart schreibe?“ Christa Wolf Fünfmal war ich – mit Studenten, mit Gewerkschafteren, zuletzt mit meiner Liebsten – in Oświęcim. Die Bilder, die bleiben, erklären nichts: Im Stammlagen die … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 1 | 6. Januar 2020
Theater mit Zettel im Schuh
von Reinhard Wengierek Was für Rollen: Sie war Michael Grübers Iphigenie, Peter Zadeks Hamlet und Robert Wilsons Lulu. Und als Katharina Blum in Volker Schlöndorffs Böll-Verfilmung wurde Angela Winkler zu einem der unvergesslichen Gesichter des Neuen Deutschen Films, was ihr … Weiterlesen
23. Jahrgang | Nummer 1 | 6. Januar 2020
Literaturstadt Berlin
von Klaus Hammer Roswitha Schieb, bekannt geworden durch ihre literarischen Reiseführer, hat jetzt eine „Berliner Literaturgeschichte“ vorgelegt. In neun Kapiteln – vom Barock und der Aufklärung bis in die Wendezeit und das wiedervereinigte Berlin – führt dieses auch mit vielen … Weiterlesen
22. Jahrgang | Nummer 26 | 23. Dezember 2019
Slawische Brüder im Gespräch
von Klaus Joachim Herrmann „Davon weiß ich nichts“, zeigte sich selbst der Sprecher des ukrainischen Präsidenten über das Gespräch seines Chefs mit dem Fernsehkanal Rossija 1 überrascht. „Ich habe mit denen keinerlei Interview organisiert“, versicherte Juli Mendel. Das führte der … Weiterlesen
22. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2019
Bemerkungen
Die Radikalisierung der Mitte Mark Pitcavage von der „Anti Defamation League“ beobachtet seit den frühen 1990er Jahren die Milizen- Bewegung und andere extremistische Organisationen in den USA. Er bestätigt, was sich mit der Amtseinführung von Donald Trump schon angedeutet hatte. … Weiterlesen
22. Jahrgang | Nummer 24 | 25. November 2019
Emy Roeder – wandelbar und stetig
von Klaus Hammer Kann man denn der Behauptung widersprechen, dass niemand sich von Hans Purrmann, Karl Schmidt-Rottluff oder Erich Heckel eine so lebendige Vorstellung machen könnte, wenn es nicht die „Malerporträts“ von Emy Roeder gäbe? Bereits das Porträt ihres Künstlerfreundes … Weiterlesen
22. Jahrgang | Nummer 23 | 11. November 2019
Das süße Wort Druschba
von Klaus Joachim Herrmann Russische Büchsen gezuckerter Kondensmilch sind bei Kubanern als Mitbringsel stets hoch willkommen. Sie wecken schwärmerische Erinnerung an jene Zeit, da in der zähflüssigen süßen Masse ein Löffelchen noch lange stehen blieb und es auf der Karibikinsel … Weiterlesen
22. Jahrgang | Sonderausgabe | 23. September 2019
Die Causa Häber
von Wolfgang Schwarz Wie Herbert Bertsch in seinen Anmerkungen zu Egon Krenz’ Buch „Wir und die Russen“ festgestellt hat, kommt bei Krenz einer der maßgeblichen Akteure der DDR im Verhältnis zur BRD in den 1970er und bis Mitte der 1980er … Weiterlesen
22. Jahrgang | Sonderausgabe | 23. September 2019
Manches war doch anders.
Egon Krenz: „Wir und die Russen“ – Anmerkungen zu einer Bilanz
von Herbert Bertsch Keiner kann den Kommunismus kompromittieren oder besiegen, wenn ihn die Kommunisten nicht selbst kompromittieren oder besiegen. Michael Schatrow: „Blaue Pferde auf rotem Gras“; so erinnert von Egon Krenz. Kürzlich zitierte ich im Blättchen Bundeskanzler Helmut Schmidt mit … Weiterlesen
22. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2019
Viel Gold und kein Parmesan
von Klaus Joachim Herrmann „Wir haben den Geschmack von richtigem Parmesan vergessen“, klagt das russische Internetportal gaseta.ru. Die russischen Bürger wussten auch polnische Äpfel durchaus zu schätzen, doch dann war Schluss. Im Sommer vor fünf Jahren konterte Präsident Wladimir Putin … Weiterlesen
22. Jahrgang | Nummer 13 | 24. Juni 2019
Querbeet
von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: diesmal ein Star, ein Spatz, ein Engel … * Geschmeidig wie eine Katze nimmt er das Treppchen von der ersten Reihe im Parkett auf die Burgtheater-Bühne. Dort steht er dann, scheu, schlank, rank … Weiterlesen
22. Jahrgang | Nummer 8 | 15. April 2019
Kein Ende des Aufschwungs oder Abschwung vor Augen?
von Jürgen Leibiger Landauf, landab werden die Konjunkturprognosen für 2019 nach unten korrigiert und die Risiken für den weiteren Aufschwung geprüft. Alle Institute und Institutionen, die damit befasst sind, haben ihre Prognosen für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2019 … Weiterlesen
22. Jahrgang | Sonderausgabe | 25. Februar 2019
Kunstvoll gestaltet, pointiert geschrieben und … voller Vorurteile
von Klaus-Dieter Felsmann Es ist immer wieder eine Freude, ein schön gestaltetes Buch in den Händen halten zu können. Der von Jörg Johnen herausgegebene Band „Zur Kunst im öffentlichen Raum in Berlin“ ist eine solche Publikation. Der Herausgeber war auf … Weiterlesen
22. Jahrgang | Nummer 4 | 18. Februar 2019
Antworten
Stephan Weil, Ministerpräsident Niedersachsens – Anfang der 1980er Jahre waren Sie als junger Student und Sozialdemokrat Angehöriger einer Generation, deren Sozialisation maßgeblich von der Angst vor einem thermonuklearen Krieg geprägt wurde. Sie engagierten sich damals in der Friedensbewegung gegen den … Weiterlesen
22. Jahrgang | Nummer 3 | 4. Februar 2019
Bemerkungen
Der mit Salz beladene Esel Ein mit Salz beladener Esel musste durch einen Fluss, fiel hin und blieb einige Augenblicke, den Moment des Ausruhens genießend, behaglich in der kühlen Flut liegen. Beim Aufstehen fühlte er sich um einen großen Teil … Weiterlesen
22. Jahrgang | Nummer 2 | 21. Januar 2019
Unendliche Verwandlungen der Form
von Klaus Hammer Henri Laurens ist unbestritten der bedeutendste französische Bildhauer des 20. Jahrhunderts, zudem der nach Picasso größte kubistische Bildhauer überhaupt, denn er hat den zunächst ausschließlich in der Malerei entwickelten Kubismus in die Plastik überführt. Aber in Deutschland ist … Weiterlesen
22. Jahrgang | Nummer 2 | 21. Januar 2019
Der Westen & Russland – zum Diskurs
von Wolfgang Schwarz Zur Begleitmusik des Kalten Krieges gehörten auf westlicher Seite über die Jahrzehnte immer wieder auch Schreckensszenarien, in denen eine bis an die Zähne gerüstete Sowjetunion an der Spitze des Warschauer Paktes durch einen Überfall auf die NATO … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 26 | 17. Dezember 2018
Bemerkungen
Chapeau für diesen Offenbach! An dieser fürwahr rätselvollen Oper wird seit Jahrzehnten immer wieder herummontiert und herumgepfuscht. Der Komponist starb vor der Uraufführung und hinterließ nur einen Klavierauszug, der dann auch noch verbrannte. Noch nicht einmal die Szenenfolge konnte er … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 26 | 17. Dezember 2018
Nekrologe 2018
von F.-B. Habel Auch in diesem Jahr haben wir viele Menschen verloren, die zumindest eine Zeitlang im Blickpunkt der Öffentlichkeit standen. Einige waren so wichtig, dass das Fernsehen sein Programm änderte. Von diesen Verehrten – wie Rolf Hoppe oder Morten … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 24 | 19. November 2018
Aus dem Nichts kommend, in das Nichts gehend
von Klaus Hammer In den End-1950er Jahren begann Karl-Heinz Adler mit collagierten Schichtungen nach dem seriellen Prinzip: Strukturen von sich wiederholenden, einfachen, geometrischen Formen – Quadrate, Dreiecke, Viertel- oder Halbkreise, später auch Dreiecke und Rechtecke – wurden aus Papier ausgeschnitten, … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 20 | 24. September 2018
Bemerkungen
Elfter September Wie hat mein Kinderherz vor Hass gebrannt als die Moneda brannte, und Allende, wir waren doch einander gut bekannt, sprach noch einmal zu mir vor seinem Ende. Da waren Orte: Vietnam, Griechenland und Chile, die ich von der … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 18 | 27. August 2018
Bemerkungen
„Aufstehen“ – Beobachtungen Der Kolumnist Jacob Augstein machte zur neuen linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“, die, noch bevor sie überhaupt an den Start gegangen ist, bereits mehr Unterstützer zählt, als DIE LINKE Mitglieder hat, unter anderem folgende Beobachtungen: a) „Wie getroffene Hunde … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 18 | 27. August 2018
Flanieren an der Seine – Das Rive droit und die große Vornehmheit
von Gertraude Clemenz-Kirsch, aus Paris Da wollten wir gestern zum Montmartre hoch bummeln – und auf dem Père Lachaise sind wir gelandet. Das passiert ausgerechnet mir in Paris! Da werden wir uns heute lieber keine großen Ziele vornehmen, sondern nur … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 18 | 27. August 2018
Vor 40 Jahren waren wir plötzlich „ooch dabei“
von Dieter B. Herrmann Kosmonauten, Astronauten, Taikonauten, Spacionauten oder wie immer man sie künftig noch nennen wird, sind eine auf der ganzen Welt beliebte Berufsgruppe. Sie sind wagemutig, hoch gebildet, hartnäckig, diszipliniert und – sehr selten. Letzteres macht sie nur … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 18 | 27. August 2018
Enge
von Heino Bosselmann Ein Symptom von Krisen- und Endzeiten ist die Enge. Kein Platz mehr, keine Luft nach oben – sowohl physisch wie psychisch wie im Gemeinschaftlichen, also Politischen. Das Boot ist voll! Alle reden von Toleranz: Weil die Toleranzen … Weiterlesen
21. Jahrgang | Sonderausgabe | 6. August 2018
NSU-Komplex: Urteil in München. Und nun?
von Gabriele Muthesius „Als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland verspreche ich Ihnen: Wir tun alles, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Daran arbeiten alle zuständigen Behörden in Bund und Ländern … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 15 | 16. Juli 2018
Antworten
Bov Bjerg, unspektakulär spektakulärer Preisträger – Viele Berliner kennen Sie noch von der Lesebühne, die Sie 1989 mit Horst Evers und Manfred Maurenbrecher gegründet haben, aber inzwischen sind Sie dank Ihres Bestsellers „Auerhaus“ auch einem breiten Publikum bekannt. Nicht zuletzt … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 10 | 7. Mai 2018
Keine Versöhnung im Moskauer Mai
von Klaus Joachim Herrmann Der Moskauer Mai hat seine Besonderheiten. Traditionell bietet er die ersten Sommertage. Nach Kälte, einer langen Zeit von kurzen Tagen, Schneerekord und manchem Trübsinn hellt sich vieles wieder auf – fast ohne Frühling als Übergang. Der … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 9 | 23. April 2018
Die Metzkes – eine Künstlerfamilie
von Klaus Hammer Die Zeitgalerie Friedrichshagen konnte zu ihrem 20jährigen Jubiläum sich und ihren Besuchern kein schöneres Geschenk machen, als die Künstlerfamilie Metzkes auszustellen: den Maler Harald Metzkes, die Textilgestalterin Elrid Metzkes, seine vor vier Jahren verstorbene Ehefrau, und ihren … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 6 | 12. März 2018
Bemerkungen
Der Mensch Empfangen und genähret vom Weibe wunderbar, kömmt er und sieht und höret und nimmt des Trugs nicht wahr; gelüstet und begehret und bringt sein Tränlein dar; verachtet und verehret; hat Freude und Gefahr; glaubt, zweifelt, wähnt und lehret, … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 5 | 26. Februar 2018
Bemerkungen
Scham An Aschermittwoch ist man einiges an Tiraden und Ausbrüchen gewohnt. Aber jetzt gehen mir die Bilder einer grölenden Männermeute (ja, es waren zumindest im Fernsehen nur Männer zu sehen) nicht aus dem Sinn. Sie jubelten AfD-Mann André Poggenburg zu, … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 5 | 26. Februar 2018
Hans Vent – er hat ein traditionelles Thema neu durchgespielt
von Klaus Hammer Seinen 84. Geburtstag am 12. Februar hat er nicht mehr erleben können. Knapp 14 Tage zuvor ist er gestorben: Hans Vent, einer der bedeutendsten Vertreter der so genannten „Berliner Schule“, die als künstlerische Gruppierung so eigentlich nie … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 5 | 26. Februar 2018
Sinneswandel?
von Klaus-Dieter Felsmann Es muss um die Weihnachtszeit gewesen sein, da wurde Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke offenbar von einer Erleuchtung gesegnet. Seine dabei gewonnenen Erkenntnisse hat er in einem Interview dem dpa-Journalisten Rochus Görgen mitgeteilt. Mit gewissem Erstaunen konnte man … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 4 | 12. Febuar 2018
Bemerkungen
Zur Dialektik von Fluch und Segen Stellen Sie sich vor, über Sie wird weltweit berichtet. Jeden Tag. Sie posten etwas auf facebook oder twitter, und über Sie bricht ein shitstorm herein – wegen eines blöden Kommafehlers. Was immer Sie sagen … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 2 | 15. Januar 2018
Bemerkungen
Geschäftsbericht „2016 war ein außergewöhnliches Jahr für unsere Firma. Unsere Kunden sind für uns der Maßstab, für alles, was wir tun. Wir haben uns auf ihre Prioritäten konzentriert und ihre Kostenbeschränkungen anerkannt. Wir haben uns bemüht zu antizipieren, wie sich … Weiterlesen
21. Jahrgang | Sonderausgabe | 8. Januar 2018
Kernwaffen, nukleare Abschreckung und die internationale Sicherheit*
(15 Thesen, kommentiert)
von Wolfgang Schwarz Die Erwartung, einen Nuklearkrieg zu gewinnen, ist eine gefährliche Verrücktheit. Leonid Brezhnev[1] Ein Nuklearkrieg kann nicht gewonnen und darf nie geführt werden. Ronald Reagan[2] Wenn wir Atomwaffen haben, warum setzen wir sie nicht ein? Donald Trump[3] […] … Weiterlesen
21. Jahrgang | Nummer 1 | 1. Januar 2018
Erich Ohser und die Gestik des Augenblicks
von Klaus Hammer Weltbekannt sind seine Bildgeschichten vom schnauzbärtigen, glatzköpfigen Vater und seinem gewitzten Sohn mit dem Haarschopf, aber wie es zu ihnen gekommen ist, wissen nur wenige. Der Pressezeichner, Karikaturist und Illustrator Erich Ohser war den Nationalsozialisten noch vor … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 25 | 4. Dezember 2017
Manet – „le peintre de la vie moderne“
von Klaus Hammer Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal hat seine anfangs gar nicht beabsichtigte Serie der Impressionisten – sie begann mit der Schule von Barbizon und führte über Renoir, Monet, Sisley, Pissarro, Bonnard, Gigoux und Rodin zu Degas – … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2017
Frauen, Augen, Vögel, Mond und Sterne
von Klaus Hammer Die Surrealisten brauchten seine Kunst – diese freie, lyrische Mischung aus Volksmärchen, Erotik, zynischem Humor, Bla-bla, und grotesker Absurdität. Aber er brauchte ihre surrealistischen Theorien nicht. Joan Miró war Katalane, und in seiner Kindheit war Barcelona, die … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 20 | 25. September 2017
Militärische Bündnisfreiheit? Schweden, Finnland und die NATO (I)
von Gregor Putensen Wenn die am politischen Weltgeschehen interessierten etwas älteren Jahrgänge unserer Zeitgenossen sich an die Spannungen und Konflikte der Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg erinnern, prägen vor allem die Beunruhigungen der gefahrvollen militärischen Konfrontation des Kalten Krieges ihr … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 20 | 25. September 2017
Bemerkungen
Lyrische Wirrköpfe ante portas Neulich war ich in der Stadt. Einige Besorgungen. Post, Bank, Apotheke, Buchladen. Nach den trüben Vortagen zeigte sich der Spätsommer endlich von seiner sonnigen Seite. Trotzdem hatten die Straßenbäume in der Innenstadt schon teilweise ihr buntes … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 14 | 3. Juli 2017
Otto Nagel – ein Berliner Maler und mehr
von Klaus Hammer Von 1952 bis zu seinem Tod 1967 lebte er im Berliner Stadtteil Biesdorf, in der heutigen Otto-Nagel-Straße. Die Ehrenbürgerschaft, die ihm der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung von Ostberlin posthum verliehen, wurde nach der Vereinigung übernommen. Vor sechs … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 13 | 19. Juni 2017
„Die Wahrheit über Donald Trump“
von Gabriele Muthesius Gewinnen zu lernen ist unheimlich wichtig. Nur wenige Menschen verstehen sich darauf zu gewinnen. Sehr wenige. Wenn Hillary Clinton ihren Ehemann nicht befriedigen kann, wie kommt sie dann auf die Idee, sie könnte Amerika zufriedenstellen? Donald Trump … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 13 | 19. Juni 2017
Otto Freundlichs „Kosmischer Kommunismus“
von Klaus Hammer Im Kölner Museum Ludwig ist sie zu Ende gegangen, im Kunstmuseum Basel wird sie nun bis 10. September gezeigt – die große Otto-Freundlich-Retrospektive „Kosmischer Kommunismus“, die erstmals eine umfassende Betrachtung dieses so innovativen Künstlers und europäischen Pioniers … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 12 | 5. Juni 2017
Berliner Memorandum:
Sicherheit neu denken – Wege des Friedens in Europa*
von Ines-Jacqueline Werkner et al.** Dieses auf den 2. Mai 2017 datierte Memorandum wurde im Auftrag der EKD von einer Arbeitsgruppe an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) erarbeitet. Die Redaktion Die Entwicklungen Europas mit seinen sicherheitspolitischen Herausforderungen und dem Scheitern … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 11 | 22. Mai 2017
Bemerkungen
Affaire Amri – Parlamentarische Ablenkungsfeuer Das Geschrei ist groß. Im Bundestag wird ein Untersuchungsausschuss gefordert. Das ist eine billige Übung: In vier Monaten sind Wahlen, der Ausschuss würde nichts, aber auch gar nichts mehr zu Wege bringen. Doch: Die jeweiligen … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 9 | 24. April 2017
Es wird immer schlimmer
von Tom Strohschneider Die Politik ist ein System kommunizierender Röhren, und nicht erst seit Martin Schulz bei den Sozialdemokraten die Rolle des Hoffnungsträgers übernommen hat, beeinflussen sich vor allem drei dieser Organisationszylinder gegenseitig. Da ist erstens die SPD, die sich … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 7 | 27. März 2017
Annäherungen an Bobrowski
von Wolfgang Brauer Die Ahornallee in Berlin-Friedrichshagen ist eine stille Vorstadtstraße. Der Lärm des inzwischen auch die Idylle Friedrichshagens zerstörenden Großstadtverkehrs ist kaum vernehmbar. Wäre die Straße nicht beidseitig zugeparkt und wären nicht einige der im seinerzeitigen „Landhausstil“ errichteten Häuser … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017
Tagträumer in einem verborgenen Land
von Jens Langer Der Verein migra in Rostock ist die Anlaufstelle für alle, die sich als Zugewanderte bemühen, heimisch zu werden in der neuen Gesellschaft, die Mehrheitssprache zu lernen, Arbeit zu finden, nach und nach ein Zuhause zu haben. Besucht … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 5 | 27. Februar 2017
Antworten
Dirk Hilbert (FDP), Oberbürgermeister von Dresden – In Dresden, erklärten sie am 13. Februar, habe die NSDAP Mehrheiten gesammelt, wie in keiner anderen deutschen Stadt. Glauben Sie uns, die Elbflorenz-Mystiker werden ihnen diesen Satz schwer verübeln. Zumal Sie eine Woche … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017
Antworten
Steve Bannon, Enfant terrible der Trump-Administration – Sie sind der Chefberater Ihres Arbeitgebers, mit Sitz im Nationalen Sicherheitsrat gar. Die rüde Antrittsrede Trumps soll ebenso Ihre Handschrift tragen wie das antimuslimische Einreiseverbot. Den hiesigen Medien gelten Sie als aggressiv, rechthaberisch, … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017
Der Westen & Russland – zum Diskurs
von Wolfgang Schwarz „ […] wir müssen den Dialog aus einer Position der Stärke führen. Russland […] wird uns nur respektieren, wenn wir stark sind […], wenn wir militärisch Muskeln zeigen.“ Ben Hogdes, Oberkommandierender der US-Streitkräfte in Europa „Eine eigene … Weiterlesen
20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017
Seine Plastiken kommen daher „wie auf Zehenspitzen“
von Klaus Hammer Rudolf Suter, schweizerischer Kunstwissenschaftler und -kritiker, hat eine umfassende, mit zahlreichen Abbildungen – biografischen wie Werkfotos – versehene monografische Darstellung des Jahrhundertkünstlers Hans Arp vorgelegt, die sowohl sein künstlerisches als auch sein literarisches Werk einer ausgewogenen Betrachtung … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2016
Horrorskop 2017
von Heinz W. Konrad Januar: Per Quickie mit Hillary Clinton in einer Besenkammer des Oval Office gelingt Donald Trump und seiner monatelangen Rivalin ein doppelter Befreiungsschlag: Während Frau Clinton sich überfälligerweise am gleichartigen Vergehen Ihres Ehemanns Bill rächt, erklärt Herr … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2016
Ein virtuelles Gremium
von Bernhard Mankwald Im Mittelpunkt der Berichterstattung über die Wahlen in den Vereinigten Staaten am 8.November steht die Frage, ob Hillary Clinton oder vielleicht doch Donald Trump die Nachfolge von Präsident Obama antreten wird. Gerade in dieser Personalfrage fällt aber … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2016
Bluff und Realität auf dem Subkontinent
von Edgar Benkwitz Bisweilen spielen sich zwischen den Nachbarstaaten Indien und Pakistan seltsame Dinge ab. Am Morgen des 30. September erfuhr die indische Öffentlichkeit von ihrer Regierung, dass die Streitkräfte mit einer Kommandoaktion jenseits der line of control (bis 1972 … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 21 | 10. Oktober 2016
In Monets Gärten von Giverny
von Klaus Hammer Als sich der französische Maler Claude Monet in den 1880er Jahren in dem Dorf Giverny bei Vernon, 80 km von Paris entfernt, niederließ und seinen Garten anzulegen begann, schien das wie ein Rückzug aus dem künstlerischen Leben. … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2016
Nur Sieger. Überall
von Günter Hayn Sie kennen das: „Der will doch nur spielen!“ Wenn man diesen Satz hört, sollte man auf deutlichen Abstand gehen. Hat man das Vieh erst einmal an der Wade, lässt es so schnell nicht wieder los. In der … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 18 | 29. August 2016
Querbeet
von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal Parsifal im Nahostkrieg, August mit grünem Daumen, Falstaff ohne Hosen sowie ein sexy Goethe-Geldklau-Krimi… *** Fünfeinhalbtausend Steine wurden ausgetauscht. Nun glänzt die Scheune auf dem Grünen Hügel wieder frisch. So wie zu … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 18 | 29. August 2016
Edouard Manet und das doppelte Sehen
von Klaus Hammer 1874 fand in Paris die erste Ausstellung der Impressionisten statt, und für die nächsten Jahrzehnte wurde der Impressionismus die beliebteste aller Kunstrichtungen. Einer der bedeutendsten Wegbereiter, obwohl er selbst nicht als Anführer oder Mitglied dieser Richtung gesehen … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2016
„Dieß schreibt Dir aus liebendem Herzen“
von Matthias Dohmen Den berühmten Lehrer und Reformpädagogen Adolph Diesterweg lernen wir in einer Sammlung von Briefen hauptsächlich seiner Frau Sabine kennen. Herausgegeben hat diese äußerst wichtigen „historischen Dokumente, die das Alltagsleben festhalten“, wie es im Vorwort heißt, der Wuppertaler … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2016
Bemerkungen
Richtigstellung & Ergänzung In dem Beitrag „Warschauer Gipfel-Highlights“ von Wolfgang Schwarz in der vorangegangenen Ausgabe war die Rede davon, dass Guido Westerwelle im Jahre 2009 darauf bestanden hatte, den Abzug der letzten etwa 20 US-Kernwaffen von deutschem Boden als Ziel … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 12 | 6. Juni 2016
Noch’n Multi-Milliarden-Grab
von Sarcasticus Dass die zahlreichen Entscheidungen zur Beschaffung von Großwaffensystemen in der Geschichte der Bundeswehr zumindest in einem eng militärisch gefassten Verständnis jeweils sinnvoll und vernünftig waren, ist von Kritikern in vielen Fällen bestritten worden. Unbestreitbar ist darüber hinaus, dass … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2016
Antworten
Brigitte Fehrle, Chefredakteurin der Berliner Zeitung – Am Tag nach den Terroranschlägen von Brüssel kommentierten Sie: „Der IS bekämpft unsere Freiheitsliebe, unsere Toleranz, unsere Rechtsstaatlichkeit und unsere Friedfertigkeit mit brutaler Gewalt. Mit welchen ‚Waffen‘ werden wir zurückschlagen?“ Die Frage kann … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 5 | 29. Februar 2016
Der Zeichner und Grafiker Arno Mohr und seine Schüler
von Klaus Hammer Warum haben seine Blätter, die ebenso impulsiv wie präzise sind, eine so zarte, spröde und unverwechselbare Ausstrahlungskraft? Der vor 15 Jahren verstorbene Nestor der Berliner Zeichnung und Grafik Arno Mohr hat nicht gern von Gefühlen gesprochen, wo … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2016
Antworten
„Wir schaffen das!“, Satz des Jahres 2015 – Wir glaubten ja gern daran. In der Flüchtlinge wie in unser aller Eigeninteresse. Allerdings, die in Deutschland 2015 am häufigsten gegoogelten Begriffe waren – Helene Fischer und Michael Schuhmacher. Bei solchen Präferenzen … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2016
Das Spätwerk Max Lingners in neuer Bewertung
von Klaus Hammer Als sein Hauptwerk in der DDR-Zeit gilt das 1950 bis 1952 entstandene Wandbild am früheren Haus der Ministerien, dem heutigen Finanzministerium der Bundesrepublik, in der Leipziger Straße. Mit fünf anderen namhaften Künstlern war Max Lingner aufgefordert worden, … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2016
Merkel-Dämmerung?
von Bernhard Romeike Derzeit wird wieder allenthalben das Ende der EU beschworen. „Scheitert der Euro, scheitert die EU“, hieß es gestern. Das war der Begleittext zur „Griechenland-Krise“. Heute tönt es: „Scheitert Schengen, scheitert die EU“. Es ist die Begleitmusik zur … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2016
Weltbühne-Autoren der Weimarer Republik und ihr geistiger Einfluss auf die Weltbühne ab 1946
von F.-B. Habel Solange die ›Weltbühne‹ die ›Weltbühne‹ bleibt, solange wird hier gegeben, was wir haben. Und was gegeben wird, soll der guten Sache dienen: dem von keiner Macht zu beeinflussenden Drang, aus Teutschland Deutschland zu machen und zu zeigen, … Weiterlesen
19. Jahrgang | Nummer 1 | 4. Januar 2016
Glück und „anhaltendes Entsagen“ – Sigrid Damm über Goethe und Frau von Stein
von Ulrich Kaufmann Durch Kurt R. Eissler, Jochen Klaus, Helmut Koopmann, Rüdiger Safranski und nicht zuletzt durch den dramatischen Monolog „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn Goethe“ von Peter Hacks glaubten wir zu recht, einiges über die … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2015
Deutsche Tornados über Nahost
von Wolfgang Schwarz Man muss kein Pazifist sein, um diesen Militäreinsatz nicht für richtig zu halten. Chistiane Hoffmann, Der Spiegel Bomben werden den IS stärken. Sarah Wagenknecht 70 Prozent der Bundestagsabgeordneten haben am 4. Dezember für eine militärische Beteiligung der Bundeswehr … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 19 | 14. September 2015
Die Logik-Debatte in der jungen DDR-Philosophie
von Andreas Heyer Im Umgang mit der DDR hat sich in den letzten Jahren die Tendenz durchgesetzt, die Geschichte gleichsam von „hinten“ zu interpretieren, das heißt als ein System, das den ideologischen Vorgaben der SED mehr als nur hilflos ausgeliefert … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 14 | 6. Juli 2015
Bemerkungen
Na endlich!!! Diesmal ist Wien der Pionier, aber Berlins Bezirk Lichtenberg ist ihm dicht auf den Fersen. Zumindest wollen die dortigen Linken und Grünen, dass – analog zur österreichischen Hauptstadt – bald Ampeln installiert werden, die auf ihren Leuchtfeldern auch … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 13 | 22. Juni 2015
Querbeet (LVII)
von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal Toiletten-Sex, Hauptmann-Wanderung, durchlöcherte Jeans … *** Die französische Dramatikerin Yasmina Reza ist ein Weltstar. Und obendrein schwer verliebt in das deutschsprachige Theater mit seinen wunderbaren Schauspielern (präzise Einfühlungs-Könner, feinfühlige Subtext-Bloßleger), mit seinen … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015
Bemerkungen
Über den Nationalstolz der Großrussen […] Wir sind erfüllt vom Gefühl nationalen Stolzes, und gerade deshalb hassen wir ganz besonders unsere sklavische Vergangenheit (in der adlige Gutsbesitzer die Bauern in den Krieg führten, um die Freiheit Ungarns, Polens, Persiens, Chinas … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015
Der Schrei der Zeit. Egon Schiele
von Klaus Hammer 1910 stellte er sich schreiend, mit übergroß, schmerzhaft aufgerissenem Mund dar, schräg in der Bildebene, in jener zerklüfteten und doch so korrekten Umrisslinie, die die Handschrift des Künstlers fast von Beginn an prägte. Seine verformten, nackten Selbstbildnisse, … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 9 | 27. April 2015
Antworten
Klaus Bednarz, frisch dahingegangener Unbequemer – Sie werden so verdammt fehlen in der deutschen Medienlandschaft. In Ihrer langen Zeit als Gesicht und Seele des ARD-Magazins Monitor haben Sie gezeigt, was kritischer, investigativer Journalismus zu sein vermag. Sie haben es für … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2015
Baumhäuser für Frischluftschneisenfans!
von Ulrike Steglich Es ist schon paradox: Berlin stöhnt – wie andere Großstädte – unter ständig steigenden Mieten, weil Wohnraum immer knapper wird. Der Wohnungsmarkt ist seit Jahren ein Vermietermarkt. Initiativen fordern bezahlbare neue Wohnungen; der einstige Soziologenbegriff „Gentrifizierung“ ist … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 3 | 2. Februar 2015
Präludium für München
von Hubert Thielicke Was 1963 als „Internationale Wehrkunde-Begegnung“ begann, hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten zur Münchner Sicherheitskonferenz (Munich Security Conference – MSC) gemausert. Ihre 51. Auflage findet nun vom 6. – 8. Februar statt. Die Veranstalter sehen ihre … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 2 | 19. Januar 2015
Märchen
von Renate Hoffmann „In den alten Zeiten, in welchen das Wünschen noch geholfen hat …“ Mit diesen Worten beginnt das Märchen vom „Froschkönig und dem eisernen Heinrich“, das erste aus der großen Grimmschen Sammlung. Und „Wer’s nicht glaubt, bezahlt einen … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 2 | 19. Januar 2015
Justitias Gleichmacherei
von Günter Hayn Dem fränkischen Würstelfabrikanten Uli Hoeneß konnte die bayerische Justiz vor wenigen Monaten hinterzogene Steuern in Höhe von 28,5 Millionen Euro nachweisen. Es ging nicht anders. Der Täter war volljährig, und so richtig runterrechnen ließ sich die Summe … Weiterlesen
18. Jahrgang | Sonderausgabe | 9. Januar 2015
Bücher von und über Tucholsky – eine Auswahl
1. Einzelausgaben 1912-1932 Kurt Tucholsky: Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte. Bilder von Kurt Szafranski, Axel Juncker Verlag, Berlin-Charlottenburg 1912. Ignaz Wrobel: Der Zeitsparer. Grotesken. Reuss und Pollack Verlag, Berlin 1914. Theobald Tiger: Fromme Gesänge. Mit einer Vorrede von Ignaz Wrobel, … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 1 | 5. Januar 2015
Camille Pissarro – Vater des Impressionismus
von Klaus Hammer Nun schon seit mehr als 100 Jahren ist der Impressionismus die beliebteste aller modernen Kunstrichtungen. Der Hunger auf impressionistische Gemälde und Zeichnungen scheint unersättlich, obwohl der Impressionismus doch eine untergegangene Welt verkörpert: eine prämoderne Welt, deren Bilder … Weiterlesen
18. Jahrgang | Nummer 1 | 5. Januar 2015
Querbeet (XLVIII)
von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal Münchner Eheschlacht, allerhand Sex und ein Papst in Leipzig, Jahrhundert-Feier am Berliner Bülow-Wessel-Liebknecht-Luxemburg-Platz… *** Edward Albees Beziehungskrisen-Schocker von anno 1962 „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ gilt als Mutter aller Eheschlachten. Vor … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 26 | 22. Dezember 2014
Antworten
Fritz Rudolf Fries, Weltensucher – Am 17. Dezember schlossen Sie Ihre Werkstatt für immer ab. Sie suchten immer Welthaltigkeit in die Enge eines kleinen Landes zu bringen, das Sie nie richtig verstehen konnte und wollte. Nach dessen Untergang waren es … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 25 | 8. Dezember 2014
Frieden muss gestiftet werden.
Exempel Kosovokrieg oder: das Völkerrecht als Gegner
von Daniela Dahn In einer Zeit, in der einerseits die Schuld am Ersten Weltkrieg den „Schlafwandlern“ aller Staaten zugeschrieben und Deutschland damit elegant entlastet wird, in der Buchtitel wie „Krieg. Wozu er gut ist“ an renommierten Universitäten erscheinen und andererseits … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 25 | 8. Dezember 2014
ESMA – die langen Schatten der Diktatur
von Wolfgang Brauer, aus Buenos Aires Die Avenida del Libertador verbindet das Zentrum von Buenos Aires mit dem Vorort San Fernando. Sie gehört zu den schönsten Straßen der argentinischen Metropole. Im Stadtteil Belgrano führt sie allerdings an einem der grauenhaftesten … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 24 | 24. November 2014
Dieter Goltzsche zum Achtzigsten
von Klaus Hammer „Brückegehen“ hat er seine Ausstellung genannt, die die Akademie der Künste in ihrer Reihe „Sehen und Denken“ 2012 veranstaltete, und dazu ein Künstler-Credo geschrieben: Im Traum geht jeder andere Brücken. Man ist nicht der, für den man … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 22 | 27. Oktober 2014
Bemerkungen
Pfeift im Sturm ein Liedchen! Im Mittelpunkt der Jahrestagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft (KTG) im Dresdner Erich Kästner-Museum standen natürlich die beiden Namensgeber. De facto bildeten aber zwei betagte Ehrenmitglieder, die persönlich erschienen waren, das emotionale Zentrum. Volker Kühn wurde Ehre … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 18 | 1. September 2014
Virtuelle oder reale Transformation?
von Rolf Reißig Mit seinem Beitrag „Große virtuelle Transformation“ (Das Blättchen 14/2014) hat Ulrich Busch vor allem aus Sicht eines Finanzwissenschaftlers einige Aspekte der aktuellen Transformationsdebatte kritisch beleuchtet. Das ist allein schon deshalb verdienstvoll, da der Transformationsdiskurs weitgehend von Soziologen, … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 18 | 1. September 2014
Die Welt des Zeichners Gerhard Altenbourg
von Klaus Hammer „Spiel auf zweierlei Ebenen“ heißt ein Aquarell des phantastischen Realisten Gerhard Altenbourg aus dem Jahre 1956. Ein Geschöpf fremder Herkunft stellt sich hier als ein Wunderbares, Ungewohntes zwischen die uns vertrauten Dinge, unter unser Licht, in unseren … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 18 | 1. September 2014
Bemerkungen
Braune Tradition Von einem Staat wie der jungen Bundesrepublik Deutschland, der nicht nur auf den Trümmern des Nazismus sondern maßgeblich auch auf den Schultern von dessen Amtswaltern errichtet worden ist, konnte man nicht erwarten, dass er sich ernsthafte Mühe gibt, … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 17 | 18. August 2014
TTIP muss verhindert werden
– und wir können das auch
von Conrad Schuhler 1. Am Anfang steht: Die Welthandelsorganisation (WTO) funktioniert nicht im Sinne der Erfinder Eine zentrale Institution in der „global governance“ , dem globalen System politisch-ökonomischer Regulation, stellt die Welthandelsorganisation (World Trade Organisation, WTO) dar. Sie wurde 1995 … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 16 | 4. August 2014
Feindbildkonstruktion als Offenbarungseid.
Was sich aus Teilen der deutschen Russland-Kritik lesen lässt
von Mirko Petersen „Vielleicht ist das der Beginn der vereinigten Staaten von Europa.“ Dieser optimistische Satz ist schon vielen PolitikerInnen zu verschiedensten Gelegenheiten über die Lippen gekommen, doch die Idee dahinter scheint in den letzten Jahren, in der nachhaltigen Krise … Weiterlesen
17. Jahrgang | Sonderausgabe | 28. Juli 2014
Die Tunisreise 1914 von Klee, Macke und Moilliet
von Klaus Hammer Das Ereignis der legendären Tunisreise der drei Künstlerfreunde Paul Klee, August Macke und Louis Moilliet jährt sich zum hundertsten Mal. Deshalb sind im „Zentrum Paul Klee“ Bern die auf dieser Reise entstandenen oder von ihr inspirierten Werke … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 12 | 9. Juni 2014
Bemerkungen
Edward Snowden im Interview mit NBC am 27. Mai: „Das Problem mit der Massenüberwachung ist, dass wir noch mehr Heu auf den Heuhaufen, den wir ohnehin nicht mehr durchblicken, jenen Heuhaufen der Lebensumstände eines jeden Bürgers in unserem Land, auftürmen. Wenn … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 11 | 26. Mai 2014
Kokoschkas Bildnisse in Wolfsburg
von Klaus Hammer Das Ausstellungsdebüt dieses expressiven „Oberwildlings“ 1908/09 in Wien hatte gehässige, verständnislose Reaktionen zur Folge. Er galt als Bürgerschreck und Provokateur. Gemeinhin erwartet man ja auch von einem gegenständlichen Bild Stellungnahme und Entscheidungen. Oskar Kokoschka aber fügte dem … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 9 | 28. April 2014
Robert Metzkes – zeitlose Menschenbilder
von Klaus Hammer Terrakotta (Tonerde) gehört zu den ältesten künstlerischen Werkstoffen des Menschen. Im antiken Griechenland und in Rom erreichte ihre Produktion hohe künstlerische Qualität. Die etruskische Kunst kannte bereits lebensgroße Standbilder, die in Terrakotta ausgeführt wurden. Erst seit Ende … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 8 | 14. April 2014
Voraussetzungen
von Erhard Crome Die anti-russische Ausrichtung in der Formierung der öffentlichen Meinung hat in Deutschland eine lange Tradition. Sie begann Ende des 19. Jahrhunderts, nachdem Bismarck gegangen worden war, „feierte“ einen Höhepunkt während des Ersten Weltkrieges und wurde nach der … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 7 | 31. März 2014
Krimkonflikt und Völkerrecht
von Gerd Seidel 1. Vorgeschichte Die seit 1783 zu Russland gehörige Halbinsel Krim blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Im Krim-Krieg (1853-1856), in dem Russland den türkischen, französischen und britischen Truppen gegenüber stand, starben circa 200.000 Menschen. Deutsche Truppen besetzten … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 6 | 17. März 2014
„Wir wollen mitmischen.“ – Sollen wir wirklich?
von Hans J. Gießmann Das Titelzitat aus dem Jahre 1993 stammt vom früheren deutschen Außenminister Klaus Kinkel. So hätte möglicherweise auch die Überschrift der drei wichtigsten deutschen Redebeiträge zur 50. Münchener Sicherheitskonferenz lauten können. Dabei dürfte wohl weder vom Bundespräsidenten … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 4 | 17. Februar 2014
Antworten
Frank-Walter Steinmeier, Außenamtschef – Sie werden von Autoren dieser Blättchen-Ausgabe wegen Ihrer Aussagen zu künftigen Auslandseinsätzen der Bundeswehr auf der Münchner Sicherheitskonferenz heftig kritisiert, und diese Kritik wird begründet. Sie selbst äußerten sich in den zurückliegenden Wochen auch zum Kriegsausbruch … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 4 | 17. Februar 2014
Dramatische Konfliktzeichen. Dem Maler Hans Vent zum Achtzigsten
von Klaus Hammer Hans Vent, einer der bedeutendsten Vertreter der so genannten „Berliner Schule“, die als künstlerische Gruppierung so eigentlich nie existiert hat, nimmt gleichsam eine Gegenposition zu Henri Matisse, dem Maler schöner Odalisken und dem Erfinder leuchtender, harmonischer Farbwelten, … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 2 | 20. Januar 2014
Kosmische Zeiten mit der Mensch-Maschine
von Thomas Behlert Als wichtige Ideengeber des so genannten Krautrocks entpuppten sich ab 1974 Kraftwerk. Bereits einige Jahre zuvor veröffentlichte das Quintett Organisation die LP „Tonefloat“. Das Album, das äußerlich noch ganz nach „Heavy“ aussah, hatte mit dem zeitgenössischen Rock … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 2 | 20. Januar 2014
Parodie und Persiflage am Pfefferberg
von F.-B. Habel Einbläuen möcht‘ ich es meinen deutschen Landsgenossen, dass, wer die Dinge heiter sagt, sie darum nicht weniger ernst sagt. (Alfred Kerr) Das Heitere wird unterschätzt. Gern wird von den Absurditäten in Sketchen oder Schwänken, die ein großes Publikum … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 1 | 6. Januar 2014
Querbeet (XXXV)
von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal Glückskekse, Kaff-Kunst, Balzac-Soap und Glockenklang. *** Er hält Leonard Bernsteins „West Side Story“ nicht nur für das beste und erfolgreichste Musical „aller Zeiten“, für Barrie Kosky ist es vielmehr schlicht „Musiktheater des … Weiterlesen
17. Jahrgang | Nummer 1 | 6. Januar 2014
Horrorskop 2014
von Heinz W. Konrad Januar: Unmittelbar nach dem Jahreswechsel bricht zwischen den Bundesländern ein erbitterter Streit darüber aus, ob das zurückliegende Weihnachten 2013 in der verbindlichen Geschichtsschreibung als ein allgemeingültig weißes bezeichnet werden darf. Während die südlichen Länder darauf bestehen, … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 26 | 23. Dezember 2013
Bemerkungen
Rebellen und Guantánamo Nun ist Mandela also zu Grabe getragen worden. Es war seltsam, die große Einigkeit bei der Wertschätzung seines Lebens aus den verschiedensten politischen Spektren zu hören, aber auch das macht wohl das Einmalige seiner Persönlichkeit aus. Dennoch … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2013
Bemerkungen
Es gab keine Zensur in der DDR! Am 27. November präsentierte die Tageszeitung junge welt dem DDR-Kulturpolitiker und Publizisten Klaus Höpcke ein Geburtstags-Präsent, das sie auch in Höpckes Interesse besser der Selbst-Zensur hätte unterziehen sollen. Unter der Überschrift „Formblatt reicht“ … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 24 | 25. November 2013
Wider das Vergessen
Im Gespräch mit – Nils Busch-Petersen
Herr Busch-Petersen, in Berlin kennt man Sie durch Ihre regelmäßige Präsenz in diversen Medien als eloquenten, pointierten Hauptgeschäftsführer des hiesigen Einzelhandelsverbandes. Da plädieren Sie für längere Ladenöffnungszeiten, mehr verkaufsoffene Sonntage und ähnlich prosaische Dinge. Privat gehört Ihre Leidenschaft aber unter … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 24 | 25. November 2013
Bemerkungen
Feind, Todfeind, Parteifreund – oder: Wann zerfällt, was nicht zusammengehört? Wie heißen die Steigerungsformen von Feind? Siehe Überschrift. Der Witz hat so einen Bart! Dachte man … Dieser Tage schnappte die Berliner Zeitung am Rande der Koalitionsverhandlungen auf: „Wie geladen … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2013
Bemerkungen
Der Whistleblower-Preis 2013 Es gibt nicht häufig Veranstaltungen, gerade Preisverleihungen, bei denen man – im besten Fall – berührt wird, sondern diese zugleich beschwingt, mit neuem Mut und Hoffnung verlässt. Die IALANA (International Association of Lawyers Against Nuclear Arms), die … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 13 | 24. Juni 2013
Euro Hawk revisited
von Wolfgang Schwarz Für die Pleitedrohne Euro Hawk wurden bereits fast 700 Millionen zum Fenster hinaus geworfen, und allein aufgrund von Vertragsbindungen für dieses Projekt sowie für den deutschen Anteil am parallelen NATO-Vorhaben Global Hawk, dessen Zukunft nun auch auf … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2013
Bemerkungen
Willi Sitte – kein Nachruf Heute ist der 9. Juni 2013. Vor wenigen Stunden starb in Halle der Maler und Grafiker Willi Sitte. Er wurde 92 Jahre alt. Und zur Stunde werden mit großer Sicherheit mehrere Dutzend Finger blutig getippt, … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 10 | 13. Mai 2013
Bemerkungen
Der andere Bayreuther Bayreuth feiert in diesem Jahre den 200. Geburtstag Richard Wagners unter widrigen Umständen. Das Wagner-Museum ist nicht fertig. Das Festspielhaus ist Baustelle und hinter einer Plane verborgen. Zu allem Überdruss inszeniert auch noch Frank Castorf den „Ring“ … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 9 | 29. April 2013
Bemerkungen
Weisheiterkeit Das Wort Wirtschaftsweiser ist irreführend. Da sich die Regierung so bezeichnete Leute hält und mit ihnen die Inanspruchnahme von Sachverstand behauptet, denkt der Arglose, das Wort habe etwas mit Weisheit zu tun. Tatsächlich hat ein Wirtschaftsweiser mit Weisheit gerade … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 8 | 15. April 2013
Koreanische Sichten
von Erhard Crome Der Spiegel, neben FAZ und BILD eines der drei sogenannten Leitmedien dieses Landes, hat jüngst die bedrohlichen Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel mit einem Titelblatt kommentiert, auf dem „Kim Jong Bumm“ als „Nordkoreas verrückter Atomkrieger“ bezeichnet wird. … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 8 | 15. April 2013
Vom Protest zum Widerstand
In Ungarn katapultiert die von der Regierung unter Viktor Orbán beschleunigte demokratiefeindliche Rechtsentwicklung ein Mitgliedsland der EU zurück in eine Epoche unseligen Angedenkens des 20. Jahrhunderts, als vielerorts in Europa der Faschismus auf dem Vormarsch war. Auch Das Blättchen hat … Weiterlesen
16. Jahrgang | Nummer 1 | 7. Januar 2013
Bemerkungen
Aufklärerin und Propagandistin „Jeden Tag verneige ich mich vor der Regiekunst der Natur. Je südlicher, um so leuchtender, wilder, berauschender ist das Spiel der Farben, aber auch um so schneller verlischt all der Glanz.“ Diese Sätze schrieb Annelie Thorndike vor … Weiterlesen
15. Jahrgang | Nummer 24 | 26. November 2012
Querbeet XVII
von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: ein großes „Nu jaja, nu neenee“, eine sächsische Duftrose, ein letztes Gesumm. *** Er sehe aus „wie ein Tollhäusler“, bemerkte Frank Wedekind. „Mit seinem grotesken, etwas blöden Profil, mit rattenkahl geschorenem Schopf und … Weiterlesen
15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012
1912 – Mission Moderne
von Hans-Peter Götz Einen Paukenschlag in der deutschen Ausstellungsgeschichte markierte im Jahre 1912 die Düsseldorfer Vereinigung Sonderbund, ein Zusammenschluss von Künstlern, Sammlern und Museumsfachleuten: In einer Zeit, die bereits von jenem nationalistischen Chauvinismus geprägt war, der zwei Jahre später den … Weiterlesen
15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012
Auf der Zielgeraden zur Einheit
von Wolfgang Ghantus Der Autor ist seit über 60 Jahren als freischaffender Dolmetscher tätig. Er hat in der DDR für höchste Partei- und Staatsrepräsentanten gearbeitet und war bei zahlreichen internationalen Konferenzen zugegen. Auch für den letzten Ministerpräsidenten der DDR hat … Weiterlesen
15. Jahrgang | Sonderausgabe | 22. Oktober 2012
Ein Kompendium der Mahler-Forschung
von Klaus Hammer Mangelnde Resonanz auf seine erste Partitur „Das klagende Lied“ ließ Gustav Mahler vom Komponieren zum Dirigieren wechseln. Zielstrebig gestaltete er von nun an eine Kapellmeisterlaufbahn, folgte 1891 einem Ruf an die Hamburger Bühnen (dort bewunderte ihn Tschaikowski … Weiterlesen
15. Jahrgang | Nummer 21 | 15. Oktober 2012
Katharina Rutschky gegen den „Spießerfeminismus“
von Kai Agthe Katharina Rutschky war eine glänzende Essayistin, die eines nicht mochte: das Schreiben. So berichtet es Ina Hartwig im Vorwort zu dem posthum erschienenen Buch „Im Gegenteil“, das „politisch unkorrekte Ansichten über Frauen“ enthält. Der Band zeigt nachdrücklich, … Weiterlesen
15. Jahrgang | Nummer 15 | 23. Juli 2012
„Ich bin nicht die Therapie, ich bin der Schmerz.“
Im Gespräch – mit Georg Schramm
Nun ist doch ein anderer Bundespräsident geworden. Ihr Lothar Dombrowski war diesbezüglich ins Gespräch gebracht worden, und Sie sahen sich zu einem raschen Dementi veranlasst, bevor die Vorstellung noch Raum greifen konnte. Was sagt es aus über den Zustand einer … Weiterlesen
15. Jahrgang | Nummer 11 | 28. Mai 2012
Die Unfähigkeit zur Versöhnung / Die große Reinigung
von Matthias Krauß Die Unfähigkeit zur Versöhnung Mit ihrem Buch „Die Unfähigkeit zu trauern“, schrieben Alexander und Margarete Mitscherlich in den 60er Jahren einen Bestseller. Bis heute hält in Deutschland die Bewunderung für eine These an, deren Unsinnigkeit mit den … Weiterlesen
15. Jahrgang | Nummer 6 | 19. März 2012
Zum Tode des Kunsthistorikers Diether Schmidt
von Hartmut Pätzke Am 7. Februar 2012 verstarb Diether Schmidt in Retie in Belgien im 82. Lebensjahr. Als er 2005 in Berlin seinen 75. Geburtstag begehen konnte, widmeten ihm Künstler, Freunde und Weggefährten eine Mappe – „Für Diether Schmidt zum … Weiterlesen
15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012
Auf dem roten Teppich
von Wolfgang Brauer Die diesjährige Berlinale ist Geschichte. Zwei der unsrigen waren vor Ort. Daher nachfolgend noch einmal – alles auf Anfang. Die Redaktion Da liegt es wieder, das breite rote Ungetüm vor dem Musical-Haus am Potsdamer Platz und alle … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 25 | 12. Dezember 2011
Antworten
Marina Weisband, Politische Geschäftsführerin der Piratenpartei – Politik sollte für Piraten bedeuten, „dass wir möglichst viele Menschen möglichst glücklich machen“, haben Sie auf dem ersten Piratenparteitag verkündet. Dagegen ist wirklich nichts zu sagen. Und auch nicht dagegen, dass Ihrer nagelneuen … Weiterlesen
14. Jahrgang | Sonderausgabe | 5. Dezember 2011
Der deutsche Nationalautor Uwe Tellkamp
von Rüdiger Bernhardt 2008 hat der Arzt Uwe Tellkamp, geboren 1968 in Dresden, den Deutschen Buchpreis bekommen. Deutschland hat endlich wieder einen Großschriftsteller, einen rechten. Nein, nein, gemeint ist nicht, wie manche sich fragen, ob es ein Rechter sei, sondern … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 23 | 14. November 2011
Wählertäuschung und soziale Spaltung
von Christoph Butterwegge Versprochen hatten CDU, CSU und FDP in dem nach ihrem Wahlsieg 2009 geschlossenen Koalitionsvertrag „sozialen Fortschritt“, den sie „durch Zusammenhalt und Solidarität“ erreichen wollten. Den bereits im Titel dieses Dokuments („Wachstum – Bildung – Zusammenhalt“) enthaltenen Anspruch, … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 21 | 17. Oktober 2011
Aquarell-Retrospektive von Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel
von Klaus Hammer Von 1911 bis zu seinem Tode 1976 hatte Karl Schmidt-Rottluff – von ausgedehnten Malaufenthalten in nordischer wie südlicher Landschaft abgesehen – seinen Wohnsitz in Berlin. Aber im Unterschied zu seinen „Brücke“-Kollegen Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 20 | 03. Oktober 2011
Linke Wahldesaster
von Günter Hayn Helmut Holter sei erstaunt, so das Neue Deutschland am 23. September 2011. Holter war Spitzenkandidat der Linken in Mecklenburg-Vorpommern. Für Holter ist solch Äußerung ein Zeichen äußerster Gefühlsaufwallung. Er ist sauer, stinksauer sogar. Die Landtagswahlen vom 4. … Weiterlesen
14. Jahrgang | Sonderausgabe | 26. September 2011
Über Stalinismus-Streit und die Partei DIE LINKE
Anmerkungen zu einer Gespenster-Debatte von Erhard Crome Im Sommer 2011 hat es DIE LINKE erneut geschafft, sich mehr mit sich selbst als mit ihrem politischen Auftrag zu befassen, nämlich die Interessen der Arbeiterinnen und Angestellten, der sozial Schwachen, der Rentner … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 19 | 19. September 2011
Bemerkungen
Einsame Menschen in der Berliner Schaubühne Das zum Theater umgebaute ehemalige Kino fasziniert auf ganz eigene Weise. Fehlende Trennung von Bühnen- und Zuschauerraum und sparsame Ausstattung ermöglichen dem Zuschauer eine völlige Konzentration auf das Agieren der Schauspieler. So auch in … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011
Bemerkungen
Opfergedenken Am 13. August, dem 50. Jahrestag des Berliner Mauerbaus, waren die Hauptstädter aufgerufen, eine Schweigeminute einzulegen, Busse und Bahnen verharrten in dieser Zeit – kurzeitige Feierlichkeit zog ein in die sonst so quirlige Stadt, um vor allem der Opfer … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 16 | 8. August 2011
Antworten
Klaus Ernst, Linken-Chef – „Es erhärtet sich der böse Verdacht, dass hier die Rüstungsriesen Parteien gekauft haben, um tödliche Deals zu schmieren“, haben Sie mit Blick auf den Panzerdeal mit Saudi-Arabien festgestellt. Laut den Rechenschaftsberichten von SPD, CDU und CSU … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 15 | 25. Juli 2011
Gerechtigkeitslücke
von Ines Fritz Ich habe Kinder und ich möchte, dass sie unversehrt erwachsen werden. Der Gedanke, dass ihnen etwas Schlimmes zustößt, versetzt mich in blanke Panik. Als Mutter bin ich bemüht, sie zu beschützen und ihnen trotzdem die Welt zu … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 14 | 11. Juli 2011
Ein Doppeltusch für Dieter Mann und Otto Sander
von Reinhard Wengierek Verbeugung, Fanfare, Blümchen! Zwei Berliner Sehenswürdigkeiten, zwei Legenden des einst ost-west-geteilten deutschen Theater- und Filmbetriebs wurden 70: Gratulation den Schauspielern Dieter Mann und Otto Sander! Gegen Weltverkleinerung: Dieter Mann Ein verführerischer Schlaks in Lederjacke. Mit unverschämt breitem Grinsen. Mit … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 11 | 31. Mai 2011
Antworten
Helle Panke, unermüdliche linke Stiftung in Berlin – 20 Jahre seid Ihr alt geworden. Das Blättchen gratuliert heftigst. Auf die nächsten 20: Bleibt nicht wie Ihr seid – werdet noch besser. Und mehr Texte Freunde, auch für uns! Martin Lindner, … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 8 | 18. April 2011
Antworten
Mathias Döpfner, Bild-Imperialist – Mit einem Einkommen von zehn Millionen im Vorjahr haben Sie sogar den bestbezahltesten Dax-Konzernchef Martin Winterkorn von VW überboten – private Aktienerlöse sind da freilich noch nicht inbegriffen. Wir gratulieren jedenfalls; ist es doch ein weiteres … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 7 | 4. April 2011
Kreativität contra Prüfungspraxis
von Thomas Kurt Grieser Mächtig ist sie angewachsen, die didaktische Ratgeberliteratur zur Bewältigung von Prüfungsstress. Den Autoren geht es meist darum, durch lernpsychologische Tricks und pädagogische Trainingsmaßnahmen die so genannte Leistungsfähigkeit der Lernenden zu steigern und etwaige Prüfungsängste und Schreibblockaden … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 7 | 4. April 2011
Überall Gewinner
von Günter Hayn Die Ouvertüre wurde in Hamburg gegeben. Dort ließ die GAL am 28. November 2010 die schwarz-grüne Koalition unter Christoph Ahlhaus (CDU) platzen. Einerseits wuchs wohl deren Konfliktpotenzial unerträglich an, andererseits erhofften sich die hanseatischen Grünen von Neuwahlen … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 6 | 21. März 2011
In memoriam Wolfgang Sabath – Vater, Freund und Kollege
Fotos: privat In memoriam Wolfgang Sabath Liebe Kinder und Kindeskinder Wolfgang Sabaths. Liebe Anverwandte. Liebe Freunde, Kollegen, Gefährten. Verehrte Trauergemeinde. Die eben verklungenen Psalmen wurden von Nonnen eines Klosters der Orthodoxen Kirche in der Nähe des Peipus-Sees gesungen. Christine und … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 4 | 21. Februar 2011
Bemerkungen
Offene Fragen Im aktuellen Skandal um die Plagiatsvorwürfe gegenüber Dr. jur. – Titel zurzeit ruhend – Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg (CSU) im Zusammenhang mit seiner Dissertation ergriff der Saarländische … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011
Bemerkungen
Gelöbnis Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Ich werde meinen Lehrern die schuldige Achtung und Dankbarkeit erweisen. Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. Die … Weiterlesen
14. Jahrgang | Nummer 2 | 24. Januar 2011
Rudo Schwarz’ – kretische Impressionen
von Klaus Hammer Kreta, die größte Insel Griechenlands, ist eines der von Deutschen favorisierten Urlaubsziele. Herrliche Badestrände, eine imponierende Gebirgslandschaft, eine fünftausendjährige Kultur, die man in geringen Entfernungen durchmessen kann, ziehen die Touristen magisch an. Eine Reise nach dem lichtdurchfluteten … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 17 | 30. August 2010
BEMERKUNGEN
Streit um einen berühmten Knack-A. Es ist ja schon die Frage, ob es allzu schlau ist von Italiens Kulturminister Sandro Bondi, sich ausgerechnet mit DEM anzulegen. Gibt es nicht andere Kunstwerke, auf die er sich stürzen kann? Ahnt er denn … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 16 | 16. August 2010
BEMERKUNGEN
Allah macht hart Das »journalistische Desaster«, wie Jörg Lau von der ZEIT es in einem Gastvortrag nannte, begann am 5. Juni und nahm in den Wochen danach seinen ungebremsten Lauf. Es ist einer jener Wahrnehmungsunfälle, die im Stimmengewirr unserer postmodernen … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 16 | 16. August 2010
Titanenwerk
von Martin Nicklaus Gerade durften wir uns Zeugen eines außergewöhnlichen Schauspiels nennen. Neben den Milliarden Litern Öl, die es braucht, um unsere hochtechnisierte Existenz in Gang zu halten, sprudelten täglich rund sechs oder zwei oder 14, jedenfalls Millionen Liter einzig … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 15 | 2. August 2010
Sparen im Lohn-Kaufkraft-Kontinuum
von Martin Nicklaus Sparen heißt seit einigen Jahren das Zauberwort allen haushaltspolitischen Wirkens im Staate schlechthin. Sonderbarerweise führte bisher alles Sparen zu ständig neuen Kreditaufnahmen und immer höheren Schulden. Selbst beim unbedarftesten Beobachter sollte sich da der Verdacht einstellen, hier … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 13 | 5. Juli 2010
Ostdeutsche Kunstauktionen
von Hartmut Pätzke Im Leben eines Menschen endet die frühe Jugend etwa mit zwanzig Jahren, das Erwachsenwerden fordert seinen Tribut. Bei einer Galerie, bei einem Kunsthändler werden zwei Dezennien durchaus nicht immer erreicht. Persönliche, politische und auch wirtschaftliche Gründe können … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 12 | 21. Juni 2010
Lexikon Künstler in der DDR – eine kritische Betrachtung
von Leo Piotracha Das Unternehmen „Lexikon Künstler in der DDR“ erscheint spät. In den achtziger Jahren bereits war es von Dietmar Keller, Staatssekretär im Ministerium für Kultur der DDR, gefördert worden. Erscheinen sollte es als Werk von Dietmar Eisold, damals … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 12 | 21. Juni 2010
Die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln
von Werner Jurga „Der Krieg“, lehrte Clausewitz, „ist eine bloße Fortsetzung der Politik unter Einbeziehung anderer Mittel”. So gesehen eigentlich eine tolle Sache, wenn man nur einmal bedenkt, wie sehr die Politikverdrossenheit um sich greift. Besonders praktisch ist so ein … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 7 | 12. April 2010
Der Kurs der Egonauten
von Martin Nicklaus „Unterm Strich zähl’ ich“, erzählen Reklamemodels, die für eine Branche werben, bei der die Umworbenen unter den Decknamen „Kunde“ lediglich in der Rolle der fetten Beute Existenzrecht genießen und, nach Verjubeln ihrer Geldanlagen als Steuerzahler erneut bluten … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 4 | 1. März 2010
BEMERKUNGEN
Simulierter Humor In einer Großküche auf dem Lande. Die Gäste sind eingetrudelt, die Uhrzeit zum Verzehr der Speisen steht fest, ich verteile gerade Tiefkühlschnitzel auf Bleche, alles muß schnell gehen. Hektik, die mit humoristischen Einlagen überspielt wird. Küchenchefin Eins zu … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 4 | 1. März 2010
Echte und falsche Uraufführungen
von F.-B. Habel Eine illustre Jury hatte sich für die 60. Berlinale unter Regisseur Werner Herzog versammelt. Doch manch älterem Berliner war die Anwesenheit von Renée Zellweger egal, weil schließlich auch Conny Froboess wieder mal aus dem Münchner Exil gekommen … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 3 | 15. Februar 2010
Einfadenfilz
von Ove Lieh Nein, es geht jetzt nicht um eine Teppichsorte, die im Stile Schweigerscher Filme („Keinohrhasen“, „Zweiohrküken“) benannt wurde, sondern um jenes „System Althaus“, in welches nach Eindruck von Iris Gleicke (SPD) Thüringen förmlich einbetoniert war. Dieses System hinwegzufegen, … Weiterlesen
13. Jahrgang | Nummer 1 | 18. Januar 2010
Vom Nichts zum Nichts
von Martin Nicklaus Am Anfang war das Nichts. Und das Nichts war in den Kassen der Banken. Über den Banken schwebte das Wort, und das Wort war beim Staat, und Staat sprach: Es werde Geld. Und es ward Geld. Und … Weiterlesen
Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 31. August 2009, Heft 18
Treffen mit Wieland
von Renate Hoffmann Nicht in Weimar oder Oßmannstedt – in Biberach an der Riß fand es statt. Ich wollte Christoph Martin Wieland (1733-1813), den Dichter, zuerst in seinem Garten aufsuchen. Ein Gärtchen, wie sich herausstellt, in der Saudengasse Nr. 10. Die … Weiterlesen
Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 22. Juni 2009, Heft 13
Wir sind ein Volk!?
von Ines Fritz Romy ist einer von ihnen und 45 Jahre alt. Er lebt seit 1980 in der Bundesrepublik. Aufgewachsen ist er in einem kleinen Dorf in Brandenburg, nahe Berlin. Kein Industriestandort, irgendwo in der DDR. 1972 floh sein Vater … Weiterlesen
Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 8. Juni 2009, Heft 12
Mitleid mit Schröder
von Max Klein, z. Z. Liverpool Hier geht es nicht um Gerhard, der schon für sich selbst sorgt. Wie sein Kollege Müntefering, Angela Merkel angreifend, kürzlich sagte, ging es dabei immer um Deutschland. Ob solcher Dreistigkeit beginnt man, »Angie« zu … Weiterlesen
Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 25. Mai 2009, Heft 11
Neokannibalismus
von Martin Nicklaus Während weltweit täglich zigtausend Kinder an Unterernährung sterben, die Zahl der Hungernden, unter anderem, durch die vorletzte Volte der Finanzmärkte auf eine Milliarde anstieg, und, drei Nummern kleiner, während in Deutschland die Zahl verarmter Kinder auf 2,5 … Weiterlesen
Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 27. April 2009, Heft 9
Emil Noldes »Garten voller Blumen«
von Klaus Hammer Aufgewachsen in der norddeutschen Küstenlandschafl zwischen Nord- und Ostsee, ist er zwar oft genug aufgebrochen in ferne Gegenden; aber immer zog es ihn zurück in seine heimatliche Landschaft, in der er zu seinem unverwechselbaren Stil finden sollte. … Weiterlesen
Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 16. März 2009, Heft 6
Bemerkungen
Offenes Geheimnis Eine renommierte Zeitschrift läßt einen renommierten Professor über das Thema »Geheimnis der Machtmenschen« fabulieren, »wieso Politiker nicht die Klügsten sind«. Da denkt man sofort an Platons Bemerkung: »Diejenigen, die zu klug sind, um in der Politik tätig zu … Weiterlesen
Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 19. Januar 2009 , Heft 2
Kleine Piratenkunde
von Helmut Höge Ein leichter Korken, tanzt ich dahin auf steiler Welle. Arthur Rimbaud: Le Bateau ivre Der Dichter und Abenteurer Rimbaud trieb sich, bevor er 37jährig starb, als Waffenhändler dort herum, wo heute die somalischen Piraten ihr Hinterland haben. … Weiterlesen
Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 5. Januar 2009, Heft 1
Marx, karikiert
von Rolf Hecker und Hans Hübner Am 22. November 2005 fragte am Rande einer Konferenz zur Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) in einer malerisch am Biwa-See gelegenen Ausbildungsstätte einer Kiotoer Universität Kollege Shunichi Kubo, ob es eine Publikation mit Marx-Karikaturen gäbe. Diese Frage … Weiterlesen
Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 7. Juli 2008, Heft 14
Egmont Schaefer 100
von Hartmut Pätzke In Überblicksdarstellungen zur Kunst in der DDR und in Künstlerlexika des 20. Jahrhunderts fehlt der Name Egmont Schaefer (1908-2004), nur im Katalog 6 der Sammlung Handzeichnungen der DDR in der Kunstgalerie Gera (1989) ist er vertreten. Als … Weiterlesen
Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 9. Juni 2008, Heft 12
Die Zeitung danach
von Paul Oswald Jüngst veranstaltete die einstige Ost-PDS mit der einstigen West-WASG in Cottbus eine Funktionärskonferenz, die sie Parteitag nannte. Nimmt man sich die Sendeminuten zum Maßstab, die der »Ereigniskanal Phönix« (nicht verwandt und nicht verschwägert mit Kishons Blaumilchkanal …) … Weiterlesen
Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 31. März 2008, Heft 7
Der Eisengehalt des Spinats
von Wolfgang Sabath Gewiefte und interessierte Fernsehkunden – wir sind inzwischen alle Kunden, ob wir im Krankenhaus liegen, vor dem Fernsehapparat sitzen oder Aldi belümmeln –, Fernsehkunden also können sich quasi nach dem Baukastenprinzip viele Sendungen selber zusammenstellen. Zum Beispiel … Weiterlesen
Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 17. März 2008, Heft 6
Fluchtpunkt Tempelhof
von Thomas Heubner Besuch war am Wochenende eingetroffen bei den Meiers am Boxhagener Platz. Ein alter Schulfreund von Mandys Mann, den es vor Jahren nach Leipzig verschlagen hatte. Der Gast sollte natürlich etwas erleben. Also schleppten Mandy und Dieter ihn … Weiterlesen
Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 3. März 2008, Heft 5
Frisch Geheucheltes
von Vitense Parber Klaus Zumwinkel kommt in Liechtenstein an den Bankschalter und sagt, er möchte ein Konto eröffnen. Wieviel er denn einzahlen möchte, fragt der Beamte, und Zumwinkel murmelt etwas von einer Million. ›Sie können ruhig lauter reden‹, sagt da … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 24. Dezember 2007, Heft 26
Butzmann bei Kollwitz
von Hartmut Pätzke Manfred Butzmann, Käthe-Kollwitz-Preisträger der Akademie der Künste des Jahres 1991, ist in einer prägnanten Werkpräsentation im Käthe-Kollwitz-Museum in Berlin-Charlottenburg zu erleben. Butzmann wird als Maler, als feinsinniger Aquarellist und vor allem mit seinen Aquatinta-Radierungen – bis in … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 26. November 2007, Heft 24
Erhard Frommhold
von Hartmut Pätzke An dem Tag der deutschen Kapitulation wurde Erhard Frommhold siebzehn Jahre alt. Kunsthistoriker und Lektor, Cheflektor des VEB Verlag der Kunst in Dresden, bis zu seinem Ende in der Obhut der DDR, war Erhard Frommhold ein Glücksfall … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 15. Oktober 2007, Heft 21
Antworten
Aufbau Verlagsgruppe GmbH – in Heft 20 druckten wir von E. E. Kisch Bei Ford in Detroit mit Ihrer freundlichen Genehmigung, für die wir uns herzlich bedanken. Joseph Martin Fischer, Außenminister a. D., Berlin – wenn man in Ihren beneidenswert … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 1. Oktober 2007, Heft 20
ReloaD.DR
von Martin Nicklaus Hans-Ulrich Wehler, Historiker und alter Mann, nennt die DDR »Mörderrepublik«. In seiner Rage übersieht er, daß im Slang der heutigen Jugend dieser Begriff »tolles Land« bedeutet. Soviel zu den emotionalen Amplituden, die jene Diktatur des Proletariats immer … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 17. September 2007, Heft 19
Staatsquotenmärchen
von Thomas Lukscheider Zu den Mythen des Neoliberalismus gehört die oft wiederholte, aber nie bewiesene Behauptung, wir hätten in Deutschland zu viel Staat und deshalb so wenig Beschäftigung. Es handelt sich dabei um eines der vielen Mantras, die von gleichgetakteten … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 17. September 2007, Heft 19
Kulturlosigkeit?
von Uwe Stelbrink Sibylle Sechtem hat im vorigen Blättchen (Haut den Lafo?) mangelnde Kultur und damit ein falsches Sozialismusverständnis bei einem ganzen Führungszirkel der LINKEN ausgemacht. Und Sibylle Sechtem glaubt, es handele sich um einen eher von Inhalten unbeschwerten Machtkampf, … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 3. September 2007, Heft 18
Fünf Finger einer Hand
von Klaus Hammer Als Ignaz Wrobel, Theobald Tiger, Peter Panter, Kaspar Hauser und manchmal auch Kurt Tucholsky schrieb er in der Weltbühne seine Meisterwerke der Stilkunst, des Humors und der Satire. Das waren seine »5 PS«, die selbständig ihr Eigenleben, … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 3. September 2007, Heft 18
Haut den Lafo?
von Sibylle Sechtem Seltsames geschieht dieser Tage in der Partei DIE LINKE: Gerade erst hat sie sich als Zusammenschluß aus Linkspartei.PDS und WASG unter diesem Namen konstituiert, da hebt ein großes Getrommel an gegen den, ohne den das alles so … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 28. Mai 2007, Heft 11
Es kommt dicke
von Angelika Leitzke Nachdem die Arbeitslosenzahlen angeblich nach unten rutschen und Josef Ackermann und Klaus Landowsky ausprozessiert haben, Rauchen weiterhin schlank macht, aber in den Kneipen passé sein muß und die Gesundheitsreform endlich über unsere Brieftaschen hereingebrochen ist, haben Politik … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 2. April 2007, Heft 7
Menschenopfer
von Martin Nicklaus Noch vor kurzem wurden wir in Sachen Bahn ob zweier in Zügen plazierter Bombenkoffer ganz verrückt gemacht. Weniger Beachtung jedoch fand die zeitliche Nähe der Fehlzündungen zur Diskussion über die Aussendung einer großdeutschen Armada an die Strände … Weiterlesen
Des Blättchens 10. Jahrgang (X), Berlin, 5. Februar 2007, Heft 3
Briefwechsel
von Klaus Lederer und Wolfgang Sabath Auf den in der Nr. 26/2006 veröffentlichten Beitrag von Wolfgang Sabath (»Wirtschaftlich agieren«) schrieb uns Klaus Lederer, Berliner Vorsitzender der Linkspartei.PDS: Sehr geehrter Herr Sabath, sehr geehrte Redaktion des »Blättchen«, die Waffe der Kritik … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 13. November 2006 , Heft 23
Rechtswerdung
von Martin Nicklaus Der Herbst hält Einzug im Schweriner Landtag. Erste Sitze werden braun, ohne je grün gewesen zu sein. Epizentrum des Welkens war der Ort Lübtheen, wo NPD-Leute in den Masken von Biedermännern allem Volk in die Ohren flüsterten: … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 16. Oktober 2006, Heft 21
Antworten
Wolfgang Lippert, Kleindarsteller, Ralswiek/Rügen – vom Berliner Kurier, der Dumpfgazette für den unverstandenen Ostberliner, wurden Sie jüngst heftig bemitleidet: Nach Ihrer Insolvenz (Sie hatten sich verspekuliert), hätten Sie von 930 Euro im Monat leben müssen – Hartz IV-Verprassern kommen die … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 2. Oktober 2006, Heft 20
Ohne Mut und arrogant
von Sibylle Sechtem Harte Worte – was denn sonst – sind angebracht, wenn eine Partei bei Wahlen die Hälfte ihrer Wählerstimmen verliert. Der Linkspartei.PDS in Berlin ist das am 17. September geschehen. Aber was heißt denn »ist das geschehen«? Das … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 4. September 2006, Heft 18
Der feine Unterschied
von Martin Nicklaus Aus Sicht seiner Gegner war das plötzliche Verschwinden des Sozialismus seine letzte und zugleich unverschämteste Unbotmäßigkeit, kam ihnen doch der Popanz für Bedrohungsszenarien, Überwachungsphantasien und die Begründung militärischer Interventionen abhanden. Inzwischen wurde das durch den Krieg gegen … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 3. April 2006, Heft 7
Parallelwelten
von Martin Nicklaus Endlich eine Schnapsidee zum Draufsetzten. Unsere Parlamentarier träumen vom Schloß und säen eine Wiese. Ihnen vernebelt die Verheißung originalgetreuer Fassaden so sehr das Hirn, daß sie zu fragen vergaßen: Original siebzehntes oder achtzehntes Jahrhundert oder wilhelminisch? Was … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 20. März 2006, Heft 6
Elegisches Refugium im Vers
von Kai Agthe Es war ein spätes Refugium. Hier entstanden seine letzten Gedichte. Buckow, siebzig Kilometer östlich von Berlin, am Schermützelsee gelegen, ist eine exemplarische Dichterklause. So reizvoll die Lage des Domizils in der Märkischen Schweiz, so stimmungsvoll die lyrischen … Weiterlesen
Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 23. Januar 2006, Heft 2
Große Freiheit
von Martin Nicklaus Die Freiheit nehme ich mir« klingt es fröhlich aus dem Werbefernsehen, und vielleicht hatte Robert Steinhäuser die Melodien dazu auf den Lippen, als er sechzehn Menschen und dann sich selbst das Leben nahm. Schon lange gärt in … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 19. Dezember 2005, Heft 26
Realitätsferne Wirklichkeiten
von Martin Nicklaus Einst, er befand sich auf dem Gipfel seiner Macht, verkündete der Staatenlenker Dr. Helmut Kohl: »Die Wirklichkeit sieht anders aus als die Realität.« War da Sauerstoffknappheit aufgrund extremer Höhe im Spiel? Aber vielleicht ging ihm gerade Paul … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 7. November 2005, Heft 23
Zeitallegorien
von Klaus Hammer Die Wut der Bilder heißt die Bernhard-Heisig-Ausstellung der Nationalgalerie im Martin-Gropius-Bau Berlin. Aus dem Jahr 1977 stammt ein Schlüsselbild Heisigs: Beharrlichkeit des Vergessens. Die deutsche Geschichte als wüstes Schlacht- und Trümmerfeld mit einem Verstümmelten als Zentralfigur, der … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 24. Oktober 2005, Heft 22
Die Gegenwart der Steinzeit
von Martin Nicklaus Daß der Turmbau zu Babel an plötzlich ausbrechender Sprachverwirrung der beteiligten Bauleute einst gescheitert sein soll, klingt unglaubhaft – insbesondere für Kenner der Berliner Baustellenszene. Vielmehr stoßen solche Mammutprojekte an Grenzen, deren Überschreiten zwangsläufig ins Verderben führt. … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 12. September 2005, Heft 19
Rheinsberger Opernwerkstatt
von Liesel Markowski Seit fünfzehn Jahren gibt es die Kammeroper Schloß Rheinsberg: Junge Sänger kommen zur Sommerzeit in die idyllische brandenburgische Kleinstadt, um zu lernen, zu proben, sich zu bewähren. Siebentausend aus aller Welt waren es inzwischen. Viele von ihnen … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 12. September 2005, Heft 19
Autoren der Weltbühne vor 1933
Siegfried Jacobsohn, Kurt Tucholsky, Carl von Ossietzky, Alfred Polgar, Morus, Rudolf Arnheim, Kurt Hiller, Hellmuth von Gerlach, Johannes Fischart, Alfons Goldschmidt, Harry Kahn, Karl Schnog, Walter Mehring, Hans-Erich Kaminski, Erich Kästner, Heinrich Ströbel, Hans Reimann, Adolf Behne, Arthur Eloesser, Lothar … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 15. August 2005, Heft 17
Kleine Treppe
von Martin Nicklaus Auf ihrem Weg von links vorne nach hinten rechts hatte die Sonne recht unsentimental den Garten ausgeleuchtet. Inzwischen ist sie hinter der kleinen Laube, auf deren Treppe ich sitze, angekommen. Die Klinkerstufen haben die Wärme gespeichert. Angenehm … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 28. März 2005, Heft 7
Deutschland den Deutschen?
von Martin Nicklaus Kaum verhält sich die NPD erwartungsgemäß, bricht Tumult aus, und diese unsägliche Partei bekommt Publicity von allen Seiten. So ungeheuerlich es auch war, den Holocaust und die Bombardierung Dresdens in einem Atemzug zu nennen, haben doch die … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 28. Februar 2005, Heft 5
Denn wovon lebt der Mensch?
von Walter Thomas Heyn Diese Frage stellt sich ja fast jedem immer wieder fast jeden Tag, und wenn er das Pech hat, Ossi, Geistesmensch, über vierzig Jahr alt, Künstler gar oder – Gott bewahre – einiges davon gleichzeitig zu sein, … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 20. Dezember 2004, Heft 26
Horrorskop
von Heinz W. Konrad Januar: Klaus Wowereit stürzt die Berliner Landesregierung durch eine in sorbischer Frauentracht gehaltene Grundsatzrede, in deren Verlauf er die PDS-Senatorin Knake-Werner mehrfach lasziv küßt, in eine schwere Krise. Aus Protest trägt FDP-Fraktionschef Martin Lindner sein Haar … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 2. August 2004, Heft 16
Osmotische Selbsterkenntnis
von Klaus Hansen In Klaus Theweleits neuem Buch (Tor zur Welt – Fußball als Realitätsmodell, Köln 2004) findet sich die Behauptung: Wer mitbekommt, was sich im Fußballspiel tut, »ist über andere Gesellschaftsbereiche osmotisch informiert«. Wir wollen die These ernstnehmen und … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 19. Juli 2004, Heft 15
Ernst Ludwig Kirchner
von Klaus Hammer Ernst Ludwig Kirchner, der sensibelste und zugleich eigenwilligste der Brücke-Künstler, hat sich primär als Zeichner verstanden: 165 Skizzenbücher haben sich allein im Kirchner-Nachlaß erhalten, und in privaten wie öffentlichen Sammlungen sollen sich etwa sechstausend Zeichnungen, Aquarelle und … Weiterlesen
Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 5. Juli 2004, Heft 14
Hier spielt man deutsch
von Klaus Hansen Deutsche Fußballer haben der portugiesischsprachigen Welt schon viel Freude bereitet. Leider ist das lange her. Franco Foda vom 1. FC Kaiserslautern bestritt 1987 eines seiner wenigen Länderspiele in Rio de Janeiro gegen Brasilien. Als der Stadionsprecher seinen … Weiterlesen
Des Blättchens 6. Jahrgang (VI), Berlin, 4. August 2003, Heft 16
Kabale in Dresden
von Jochen Mattern Das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT) in Dresden existiert das zehnte Jahr. Ein Grund zum Feiern, sollte man meinen. Aus diesem Anlaß wurde eine »Jubiläumstagung« veranstaltet, die aus einer Festveranstaltung bestand, der sich an den zwei darauffolgenden Tagen … Weiterlesen
Des Blättchens 6. Jahrgang (VI), Berlin, 21. Juli 2003, Heft 15
Probleme der Kolonialisierung
von Martin Schirdewan Die IG Metall kämpfte vier Wochen lang in den neuen Bundesländern um die Einführung der 35-Stunden-Woche. Erfolglos. Der Vorsitzende der IG Metall, Klaus Zwickel, schlug die Einstellung der Streiks vor. Sein designierter Nachfolger, Jürgen Peters, und der … Weiterlesen




