Wie du mir, so ich dir
Der Satz ist legendär, man hat ihn noch im Ohr: „Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht.“ So sprach Angela Merkel, damals Bundeskanzlerin, im Oktober 2013, nachdem ruchbar geworden war, dass der US-amerikanische Geheimdienst NSA jahrelang das Smartphone der deutschen Regierungschefin abgehört hatte. Und Merkel konnte sich damals im Brustton der Überzeugung äußern, denn von der seinerzeitigen Realität hinter den Kulissen hatte sie keinen Schimmer.
Über diese Realität berichtete jetzt die Zeit: „BND hörte jahrelang US-Präsident Barack Obama ab“. Und: „Die Kanzlerin selbst war […] nicht eingeweiht.“
Jotwede in Pullach, in der bayerischen Pampa, wo der BND damals residierte, war man an die Frequenzen gekommen, auf denen das US-Staatsoberhaupt aus der Präsidentenmaschine Air Force One telefonierte, und der alten Schlapphutregel gefolgt: „Jeder, der sich abhören lässt, wird abgehört.“
Die Zeit weiter: „Dem BND war die Brisanz der Operation bewusst: Die USA waren nicht Teil des offiziellen Auftragsprofils, in dem die Bundesregierung festhält, welche Länder der BND aufklären soll. Die Abschriften von Obamas Kommunikation wurden deshalb in einer speziellen Mappe und nur in einfacher Ausführung festgehalten. Diese Mappe kursierte lediglich in einem kleinen, handverlesenen Kreis an der Spitze des Nachrichtendienstes, darunter der BND-Präsident, die Vizepräsidenten sowie der zuständige Abteilungsleiter. Nach der Lektüre sollten die Transkripte vernichtet werden. Anschließend flossen die Erkenntnisse in allgemeine Einschätzungen über die US-Haltung, die auch an das Kanzleramt gingen.“
So wusste Angela Merkel zwar nicht Bescheid, war aber wenigstens informiert.
Alfons Markuske
Invalider Puma
Wen die Frage interessiert, wofür das gigantisch aufgeblähte deutsche Militärbudget (150 Milliarden Euro pro Jahr sind anvisiert) samt der Scholz‘schen 100 Milliarden Euro an zusätzlichen Schulden für Bundeswehrbelange (dem offenbar als leicht für dumm zu verkaufen bewerteten Wahlvolk als „Sondervermögen“ offeriert), eigentlich verpulvert wird, der findet selbst in der euphemistisch-apologetischen Medienberichterstattung hin und wieder Beachtenswertes.
So berichtete das Magazin Focus kürzlich über den Puma, den Standardschützenpanzer der deutschen Landstreitkräfte, unter der Überschrift: „Vier Milliarden Euro für neue Problempanzer Puma?“ Mitgeteilt wurde: „Nach FOCUS-Informationen beabsichtigt das Ministerium, für insgesamt 4,2 Milliarden Euro 200 zusätzliche Schützenpanzer vom Typ Puma anzuschaffen, obwohl ein Großteil der Bestandsflotte überhaupt nicht einsatzfähig, geschweige denn kriegstauglich ist.“
Der Puma war schon vor Jahren Gegenstand kritischer Berichterstattung im Blättchen (7/2017). Zur aktuellen Sachlage vermerkt Focus: „Obwohl der Programmstart mehr als zwei Jahrzehnte zurückliegt, haben Truppe und Industrie Mühe, das hoch digitalisierte Waffensystem unter Gefechtsbedingungen zuverlässig zum Laufen zu bringen. Ende 2022 waren bei einer Gefechtsübung alle 18 eingesetzten Puma ausgefallen. Ständig muss nachgebessert werden. […] Selbst der jüngste Konstruktionsstand, über den offenbar erst nur einige Dutzend Fahrzeuge verfügen, gilt lediglich als ‚Zwischenmeilenstein auf dem Weg zum Erreichen der vollständigen Einsatzreife‘.“ Und der finale Clou: Von derzeit 350 Pumas im Bestand der Bundeswehr seien lediglich 86 einsatzfähig.
Tröstlich: An sich kann man ja auch jeden Euro nur einmal ausgeben. Doch da fürs Militär die Schuldenbremse aufgehoben wurde, fehlen für Schrott bereits vor Kriegseinsatz zum Fenster hinausgeworfenen Milliarden Euro später wenigstens nicht an anderer Stelle …
Sarcasticus
Zerrissene Zeiten
17. August 1930, Grand Hotel Brissago am Lago Maggiore. Zwei kritische Geister, bekannte Literaten und Publizisten, oft in den gleichen Zeitschriften veröffentlicht, kennen und schätzen ihre Arbeiten, sind aber einander noch nie begegnet. Hier treffen sie sich unverhofft beim Urlaubsfrühstück. Um diese überraschende Begegnung Erich Kästners mit dem von ihm verehrten Kurt Tucholsky im Schweizer Luxushotel rankt sich ein großartiges Zeitpanorama in lebendig erzählten Episoden. Wie in einem Spiegel reflektiert der fesselnde Roman von Norbert Wollschläger große Zeitgeschichte im Kleinen, vom Ersten Weltkrieg bis hin zum „Dritten Reich“, erzählt sehr persönliche Geschichten über Kästner, Tucholsky, Remarque und andere Literaten, über Liebesgeschichten und Schreibkrisen, Erfolge und Zukunftsängste. Er lässt die Licht- und Schattenseiten der Goldenen Zwanziger lebendig werden, das irrlichternde Leben der Berliner Bohème, die morbide Bürgerlichkeit, Ängste und Zerrissenheit der Menschen. Quer durch halb Europa begleitet der Autor nicht nur die Literaten, sondern wirft auch immer wieder aufschlussreiche Blicke hinter die brüchigen Fassaden dieser angeblich „neuen Zeit“ mit ihrer versagenden Demokratie. Nicht nur nebenher wird der Aufstieg des gescheiterten Künstlers Hitler und seiner Geldgeber in München beleuchtet, die anwachsenden antisemitischen Exzesse, die erstarkenden braunen Horden, die Kriegslüsternheit und das fragwürdige Verhalten der Eliten in Politik und Wirtschaft in diesem verhängnisvollen Jahrzehnt zwischen zwei Kriegen. Dieses spannend erzählte Mosaik aus Literatur- und Zeitgeschichte – bemerkenswert detailreich recherchiert – vermittelt einprägsam, wie die nur scheinbar ferne deutsche Geschichte mitten hineinragt in unsere heutige, gleichfalls von gefährlichen Spannungen geprägte Gegenwart.
Hannelore Schmidt-Hoffmann
Norbert Wollschläger: Wetterleuchten. Das Jahrzehnt der verspielten Freiheit. Salon LiteraturVerlag, München 2024, 464 Seiten, 23,50 Euro. Im Rahmen der Reihe „Literarische Wortmeldungen aus der Provinz“ liest der Autor am 30. Januar um 18 Uhr im Stadtmuseum Cottbus, Bahnhofstraße 22, aus seinem Werk. Anmeldung erbeten: kontakt@fda-brandenburg.de
Der Winter
Der Winter ist ein rechter Mann,
kernfest und auf die Dauer;
sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an
und scheut nicht süß noch sauer.
War je ein Mann gesund, ist er’s;
er krankt und kränkelt nimmer,
weiß nichts von Nachtschweiß noch Vapeurs
und schläft im kalten Zimmer.
Er zieht sein Hemd im Freien an
und läßt’s vorher nicht wärmen
und spottet über Fluß im Zahn
und Kolik in Gedärmen.
Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
haßt warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.
Doch wenn die Füchse bellen sehr,
wenn’s Holz im Ofen knittert,
und um den Ofen Knecht und Herr
die Hände reibt und zittert;
wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich‘ und Seen krachen;
das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
dann will er sich tot lachen.
Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
beim Nordpol an dem Strande;
doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.
So ist‘ er denn bald dort, bald hier,
gut Regiment zu führen.
Und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren.
Spottpreis
In Zeiten, in denen fast alles teurer wird, gibt es ein deutsches Lieblingsprodukt weiterhin zu Spottpreisen: den Mord.
Nicht im realen Leben – Auftragsmörder wollen ja auch auf den Mindestlohn kommen. Doch das öffentlich-rechtliche Fernsehen bietet tagaus, tagein billige Morde quasi am laufenden Band. In der Programmwoche vom 10. bis 16. Januar 2026 liefen allein in den Ersten Programmen von ARD und ZDF, also ohne Regionalsender und Mediatheken, mindestens 50 Krimis. Das ging kurz nach 9 Uhr los und hörte um Mitternacht noch lange nicht auf.
Setzt man pro Krimi einen Mordfall an und multipliziert das Wochenergebnis nur mit vier – obwohl der Monat reichlich vier Wochen hat – kommt man auf 200 Morde pro Monat. Und das zum Spottpreis von 18,36 Euro, dem monatlichen Rundfunkbeitrag. Jeder Mord kostet den Zuschauer also ganze 9,18 Cent.
Die Einschaltquoten zeigen anhaltenden Zuspruch zur Billigware. Ein Grund für ihre Beliebtheit dürfte die regionale Verankerung sein. Es tut gut, die stereotypen Fragen („Wo waren Sie gestern kurz vor Mitternacht?“) und ebenso stereotypen Antworten („Als ich in seinem Haus ankam, war er schon tot“) im vertrauten Dialekt zu hören. Blutige Messer und tödliche Schüsse im eigenen Umfeld stärken das Heimatgefühl.
So verwundert nicht, dass Landräte und Oberbürgermeister angeblich gefordert haben, auch ihre Zuständigkeitsbereiche mit Fernsehmorden zu überziehen. Vorschläge wie „Töten in Köthen“ und „Erschlagen in Hagen“ orientieren sich am hochpoetischen Serientitel „Morden im Norden“.
Sobald jeder Landkreis seine eigene Krimiserie hat, müssen ARD und ZDF noch weniger auf die dortigen Probleme eingehen. Wen interessiert schon „Insolvenz in Pirmasens“ oder „Bude zu in Wilhelmsruh“?
Minderjährigen wird tagtäglich gezeigt, wie man mühelos jemanden umbringt. Nur ein Schelm käme auf den Gedanken, man wolle sie mit diesem Überangebot „tötungsfähig“ machen.
Rainer Rönsch
Der Große Blonde und das Botoxgrauen
Das Feuilleton der FAZ bietet manchmal wirkliche Perlen. In den letzten Dezembertagen letzten Jahres erschien eine solche. Es ging um das „Gesicht der Macht“ in unserer Zeit, das sich offensichtlich in botoxierten Gesichtern zeigt, deren Vorbild die derzeitige First Lady der USA zu sein scheint. Die Autorin des FAZ-Artikels, Melanie Mühl, beschrieb Melanias Konterfei wie folgt: Es sei zum Wundern, „dass sie bei dieser Botoxmenge im Gesicht überhaupt noch blinzeln kann“.
Zumindest einem gefällt diese frauliche Maskerade wohl außerordentlich – Ehemann Donald Trump. Zumal seine Melania außer dieser eisigen Maske noch etwas anderes erfüllt: Trumps Vorliebe für schlanke, wohlgeformte Frauen, die ihren sexy Körper per Highheels zur Geltung bringen können.
Was soll’s, könnte man sagen: außergewöhnlicher Mann, außergewöhnlicher Geschmack.
Aber so einfach ist die Chose nicht. Wer genau hinsieht, kann feststellen, dass Melanias Aussehen durchaus etwas Symbolisches anhaftet. Es ist die Maskerade der Macht, die allenthalben kopiert wird, einerseits um dem Präsidenten zu gefallen und andererseits, um solidarisch mit ihm up to date zu sein.
Sieht man sich nämlich die Frauen um ihn herum an, bekommt man das große Botoxgrauen. Nahezu überall unleserliche botoxierte Frauengesichter mit Schmollmund und wenn möglich blond – so mag es der Große Blonde.
Außerdem ist bei diesem Erscheinungsbild für Außenstehende nicht erkennbar (soll es wohl auch nicht sein), was die jeweilige Dame wohl denkt oder fühlt, wenn sie im Namen der Macht agiert, sei es als Pressesprecherin, als Sekretärin oder Berichterstatterin. Immer hübsch undurchsichtig bleiben.
Wichtig ist allein, dass sie im MAGA-Sinn funktioniert und nebenbei (oder vielleicht hauptsächlich) etwas fürs Auge zu bieten hat. Versiegelte Macht – mit Ablenkungsfaktor!
So kann der Herr und Meister mit blondiertem Haar und botoxgefaltetem Gesicht jederzeit die Puppen tanzen lassen. Maskerade als Dauerevent im „Spiel um die Welt“!
Interessant in diesem Zusammenhang mag sein, dass auch der Autokrat im Osten Europas, Wladimir Putin, gesichtlich gesehen, ziemlich botoxaffin daherkommt.
Jürgen Scherer
Für immer im Schatten?
Kleines Experiment: Die neue CD von Jonathan Jeremiah abspielen lassen und die Augen geschlossen halten – welche Assoziationen, welcher Ort oder welche Region drängen sich dabei auf? Eine englische Küstenstadt? Ein mondäner französischer Badeort an der Atlantikküste? Das Meer, das Wasser und die Wellen haben es jedenfalls dem in London geborenen Musiker sehr angetan. Sie tauchen des Öfteren in seinem neuen Album „We come alive“ auf.
Interpreten wie Cat Stevens, Scott Walker oder Serge Gainsbourg sollen den jungen Jonathan – durch häufiges Anhören im Elternhause – geprägt haben. Sein musikalisch reifes Werk lässt deutliche Anklänge an die Pop- und Soulmusik der 60er und 70er Jahre erkennen. Hinzugemischt sind Chorpassagen (ein Kontrast zur sonoren Stimme Jeremiahs, der alle Songs selbst geschrieben hat) und üppige Streicherarrangements.
Jonathan Jeremiah kokettiert in seinen Texten nicht mit der beliebten Rolle des intellektuellen Beschreibers von Lebenskatastrophen; er suhlt sich auch nicht zynisch in den Wogen des Weltschmerzes. Seine Lebensmaxime lautet vielmehr: Mit Humor und Selbstironie kann man sich die Welt erträglicher gestalten. Und wenn die Liebste gerade weg ist, dann zählt er einfach die Tage bis zum Wiedersehen („Counting down the Days“).
Der eher karge Titelsong überzeugt mit einem Trompetensolo der Jazz-Ikone Till Brönner im Abgang. Zufall oder nicht? Im Lied „How can I shake you out of my Mind?“ tauchen ganz viele Popmusik-Titel auf – von „The Air that I breathe“ bis „Escape“.
Jeremiah garniert seine Lebenseindrücke und -erfahrungen mit barocker Popmusik. Und beim aufmerksamen Zuhören prägen sich vor allem die Fragen ein, die der Musiker in seinen Songs stellt. Die für mich zentrale Frage lautet: „You wanna stay forever hidden in the Shade?“ Ja, willst Du für immer im Schatten verborgen bleiben…? Von dieser Frage darf sich jeder Zuhörer angesprochen fühlen.
Thomas Rüger
Jonathan Jeremiah: We come alive. CD 2025, Label PIAS, circa 16 Euro
Aus anderen Quellen
„Die Gefahr ist groß“, betont Erich Vad, „dass man über die Kriegsökonomie immer mehr in den Kriegsmodus gerät und tatsächlich am Ende in einem Krieg landet, den man gar nicht wollte […].“ Im Übrigen: „Die Rechnung, dass sich Kriegsökonomie wirtschaftlich lohnt, ist für Deutschland keine zu Ende gedachte, rationale Option: Zum Beispiel fließen über 65 Prozent der erhöhten Nato-Verteidigungsausgaben letztlich […] in die US-Wirtschaft, weil wir überwiegend US-Waffensysteme kaufen. Nur für die USA ist das ein Gewinn.“
Raphael Schmeller: „Es braucht eine aktive Politik des Ausgleichs und des Dialogs“ (Interview mit Erich Vad), Berliner Zeitung, 10./11.01.2026. Zum Volltext hier klicken.
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„Angesichts des omnipräsenten Militarismus“, so Georg Rammer, „der aggressiven Aufrüstung, der Unterstützung von Kriegen und Völkermord und der konzertierten Propaganda zur Erzeugung von Angst und ‚Kriegsmentalität‘ (Nato-Generalsekretär Rutte) brauchen wir einen neuen Pazifismus ohne Illusionen. Die Kriegspropaganda denunziert ihn als naiv und unrealistisch, als gefährliche Gefühlsduselei, wenn nicht gar als Hochverrat. ‚Lumpen-Pazifist‘: Werten wir diese gehässige Nachrede, die quasi mit Schaum vor dem Mund das Eintreten für Frieden erledigen will, als Auszeichnung. Denn sie stammt von denjenigen, die den Rüstungswahn und die mediale Mobilmachung befeuern.“
Georg Rammer: Von Lumpen und Pazifisten, Ossietzky, 1/2026. Zum Volltext hier klicken.
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Im Brief einer Leserin an die Berliner Zeitung waren Zweifel an der Echtheit der einzigen überlieferten 16. Ausfertigung von ursprünglich 30 des Protokolls der sogenannten Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942 geäußert worden, bei der es um die industrielle Ermordung der europäischen Juden ging; geplante Endziffer: 11.000.000. Das Blatt ging der Sache nach. Maritta Tkalec berichtet: „Die Nachforschungen bestätigen die Einzigartigkeit der Geschichte der Protokoll-Überlieferung. Die vielfältigen Studien einer großen Zahl von Historikern rund um die Wannsee-Konferenz ergeben keinen vernünftigen Grund, eine ,Scripted Reality‘ zu vermuten.“
Maritta Tkalec: Stimmt da was nicht?, Berliner Zeitung, 13.01.2026. Zum Volltext hier klicken.
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„Das Wirtschaftswachstum ist das Sorgenkind Nummer eins“, erklärt Stephan Kaufmann und fragt: „Aber woher kommt dieser Zwang zum Immermehr? Warum wird als Stagnation und Niedergang beklagt, wenn 46 Millionen Erwerbstätige in 61 Milliarden Arbeitsstunden ein Bruttoinlandsprodukt erwirtschaften, das immerhin so groß ist wie im Vorjahr und deutlich größer als zum Beispiel im Jahr 2010, das ja als gutes Wirtschaftsjahr gilt? Auf diese Frage hat die an den Universitäten gelehrte ökonomische Theorie keine Antwort.“
Stephan Kaufmann: Wirtschaft – Das Wachstumsparadox, Deutschlandfunk, 09.01.2026. Zum Audiomitschnitt hier klicken.
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„Seit dem 15. April 2023“, so Arnaud Julien-Thomas, „tobt in Sudan ein Bürgerkrieg, dem inzwischen schätzungsweise mehr als 150 000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Bis Mitte 2025 wurde mit rund 14,3 Millionen Menschen fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung in die Flucht getrieben – innerhalb des Landes sowie in die Nachbarländer. Und von der durch die Kämpfe verursachten Hungersnot waren zeitweise mehr als 25 Millionen Menschen betroffen.“
Arnaud Julien-Thomas: Sudan – Leid und Profit, monde-diplomatique.de, 08.01.2026. Zum Volltext hier klicken.
Zusammengetragen von Wolfgang Schwarz.
Schlagwörter: abhören, Alfons Markuske, Angela Merkel, Botox, Bundeswehr, Erich Kästner, Fernsehen, Hannelore Schmidt-Hoffmann, Juden, Jürgen Scherer, Krieg, Kurt Tucholsky, Matthias Claudius, Mord, Norbert Wollschläger, Pazifist, Puma, Rainer Rönsch, Sarcasticus, Sudan, Thomas Rüger, Wachstum, Wannsee-Konferenz

