Immer noch gesucht: Mitstreiter
Das Blättchen-Team wirbt um weitere Mitstreiter in der Redaktion.
Nach wie vor gilt, dass Erfahrungen im Journalismus, in der Germanistik oder einer vergleichbaren Sphäre keine Voraussetzung für eine Mitarbeit wären, wohl aber die Beherrschung der deutschen Sprache sowie praktische Fertigkeiten in digitaler Textverarbeitung.
Die Arbeitsweise der Redaktion erläutern wir gern im persönlichen Gespräch.
Angemessene Einarbeitung ist garantiert.
Weil für Letzteres sowie generell für die Zusammenarbeit räumliche Nähe hilfreich wäre, bevorzugen wir Bewerbungen aus Berlin und dem nahen Brandenburger Umland.
Trauen Sie sich und melden sich bei Interesse per E-Mail an: redaktion@das-blaettchen.de.
Dynamik, heute und gestern – oder: Krieg ohne Sinn und Verstand
Auf der Jahrestagung des Internationalen Waldei-Clubs 2026 Anfang Oktober erklärte Russlands Präsident Putin mit Blick auf den Ukraine-Krieg: „Übrigens entwickelt sich die Lage an der Frontlinie dynamisch [Hervorhebung – gm]. Allein im vergangenen Monat, im September, hat Russland 1301 Quadratkilometer unter seine Kontrolle gebracht.“
Damit wurde ein Ende des Krieges endlich absehbar: Für die bis dato noch nicht eroberten rund 488.000 ukrainischen Quadratkilometer bedürfte es lediglich weiterer 374 Monate (= etwa 31 Jahre).
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Von 1941 bis 1945 kämpfte die Sowjetarmee im Verbund mit den Westalliierten erfolgreich Nazi-Deutschland nieder. Auf die Frage „wie viele quadratkilometer eroberten die sowjetischen streitkräfte bei ihrem sieg über die deutsche wehrmacht monatlich?“ machte Claude (die KI von Anthropic) am 06.10.2026 folgende Angaben:
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„Winteroffensive 1942/43 (Nov. 1942 bis Feb. 1943): Stalin sprach in seinem Tagesbefehl vom 7. November 1943 von etwa 500.000 km² befreitem Gebiet. Das sind bei rund drei Monaten grob 160.000 km pro Monat.
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Gesamtjahr bis Nov. 1943: Stalin nannte fast 1.000.000 km² befreites Gebiet, etwa zwei Drittel des besetzten sowjetischen Bodens. Das entspricht, auf ein Jahr verteilt, rund 80.000 km² pro Monat. […]
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Winter 1943/44: Laut Stalins Tagesbefehl vom 23. Februar 1944 wurden in drei Monaten etwa 200.000 km² sowjetischen Bodens befreit, also rund 65.000 km² pro Monat unter schwierigen Winterbedingungen. […]
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Gesamtjahr 1944: Die Kyiv Post nennt für 1944 ungefähr 1,1 Mio. km² befreites und erobertes Gebiet in der Sowjetunion und Osteuropa, das wären im Schnitt gut 90.000 km² pro Monat. Die Quelle nennt 1944 selbst ‚nicht das erfolgreichste Jahr‘.“
Allerdings gestand die KI zugleich: „Claude ist eine KI und kann Fehler machen.“
ARD-Jugendschutz als Farce
„Splitterfasernackt, leicht nach vorne gebeugt und mit beiden Armen eine Säule umschlingend, lässt sich Lillifee das heiße Wachs einer brennenden Kerze auf ihr ausgestrecktes Gesäß tropfen.“ So beginnt in der Print-Ausgabe der Berliner Zeitung vom 14.10.2026 die Besprechung einer Doku der ARD über den Berliner KitKat-Club, der seit 1994 besteht und der vor allem für seine sexpositive und fetischfreundliche Ausrichtung bekannt ist. Die Doku sei eine „Mischung aus David Lynch, Stanley Kubrick und einem ziemlich durchgeknallten BDSM-Kunstfilm“, und zwar „ohne verpixelte Körperteile“. Sowie: „Im Laufe der Doku werden die Szenen zunehmend zügelloser.“
„One Night at KitKat“, so heißt das Ganze, ist in der ARD-Mediathek abrufbar. „Ab 16 Jahren und ab 22 Uhr sogar ohne Altersbeschränkung“, wie die Berliner Zeitung mitteilte. Da stutzt man das erste Mal: Wenn das Kleinkind nur lange genug wach bleibt, bestehen nach 22:00 Uhr die zeitlich vorherigen Bedenken dann nicht mehr?
Endgültig ins Grübeln allerdings kommt man, wenn man auf die kostenlose App MediathekView zurückgreift, mit der man auf die Angebote der Mediatheken vieler öffentlich-rechtlicher Sender, darunter der ARD, zugreifen kann. Durch Eingabe des Titels der Doku konnte die dort bereits Stunden vor 22:00 Uhr ohne jede Altersbeschränkung heruntergeladen werden. Der letztere Satz steht hier im Imperfekt, weil der Verfasser dies bereits vor einigen Tagen getan hat.
Wenn Jugendschutz auf so anspruchslos-simple Weise ausgetrickst werden kann, wird er zur Farce.
Neue Limericks (XVI)
In der Vulkaneifel zugeflogen
Ein viriler Greis aus Kalenborn
begann nach jedem Beischlaf sofort von vorn
mit Präliminarien
rund um die Ovarien.
Der war darauf einfach eingeschwor‘n.
Der Amtsvorsteher von Polcherholz
war auf sein Vorständerdingens besonders stolz:
Das stand wie ‘ne Eins,
sogar noch in Mainz,
und nicht bloß immer in Polcherholz.
Die Reichen aus Eichen,
die setzten ein Zeichen:
Sie gaben den Armen
bereits mit der warmen …
Und suchten so ihresgleichen.
Ein Metzgermeister aus Klotten
aß für sein Leben gern Sprotten,
und mittags kam Fisch
häufig auf seinen Tisch.
Nur Rumpsteak, das ließ er verrotten.
Ein Langstreckenschwimmer aus Mayen
geriet in ein Rudel von Haien
– im Laacher See*.
Da rief er: „Oh weh,
wie kann denn das eigentlich seien?!“
Eine Weinkönigin aus Dieblich
war, nüchtern betrachtet, recht lieblich.
Doch sah man sie gähnen,
sah man auf ihren Zähnen
– Haare. Wie unappetitlich!
Die Armen von Barmen
saßen nie in der CARMEN.
Auch bei der AIDA
waren sie nie da.
So ging‘s halt den Armen in Barmen.
* – Beim Laacher See handelt es sich um eine mit Wasser gefüllte Senke vulkanischen Ursprungs, eine sogenannte Caldera.
Längst vergessen?!
Fundstücke aus DDR-Jahrgängen der Weltbühne, die dank einer Spende aus Leserhand nunmehr im Blättchen-Archiv stehen.
Ein Alleinunterhalter mit Millionenpublikum
Er kann vieles – vor allem aber seine Zuschauer humorvoll und geistreich unterhalten. Ihm zuhören macht immer Spaß, auch wenn er nur Anekdoten erzählt. Die ergäben, insgesamt, eine witzig-doppelsinnige Geschichte des Berliner Ensembles, dem Willi Schwabe als dienstältester Schauspieler im Erstvertrag ja bis heute verbunden ist.
1950 attestierte ihm eine Wiener Zeitung für einen ungewöhnlichen Auftritt „durch die Wand“ in der Rolle des Grafen Wermuth im „Hofmeister“, die „geradezu unheimliche Karikatur eines aristokratischen Trottels“ vorgeführt zu haben. In Wirklichkeit war es der verzweifelte Durchbruch-Versuch Willi Schwabes, bei einer irrtümlich noch mit Stricken zugebundenen Tür rechtzeitig auf der Szene zu erscheinen und das Stichwort an den Partner zu bringen.
Bei einem Gastspiel des Berliner Ensembles in Paris forderte Helene Weigel den Schauspieler auf, sie nach der Rückkehr in Berlin daran zu erinnern, jedem französischen Bühnentechniker ein Paar haltbare Hosenträger zu schicken, damit diese künftig bei der Arbeit nicht ständig ihre Beinkleider mit den Händen festzuhalten brauchten. Damals wußte die Prinzipalin ja nicht, daß diese Kollegen sich ihrer Halteriemen entledigt hatten, well sich kurz vor Beginn der „Courage“ herausgestellt hatte, daß die Gürtel und Schnallen, die am Marketenderwagen der Anna Fierling hängen müssen, vergessen worden waren.
So hat Willi Schwabe in mehr als dreieinhalb Jahrzehnten allerhand erlebt. Viele Rollen hat er präzise und korrekt gespielt. Außerdem stellte sich Willi Schwabe als AlIeinunterhalter ins Rampenlicht. Mit seinen Chanson-Programmen fuhr er, von einem Pianisten begleitet, quer durch unsere Republik. Und im März gastierte er im Theater im Palast.
Bis zu seinem 70. Geburtstag am 21. März erklomm er 333mal die Stufen seiner Rumpelkammer. Die dazu gehörende Laterne nimmt er, da Familieneigentum, nach jeder Studio-Aufnahme wieder mit nach Hause. Das soll ihm erst einmal einer nachmachen!
Die Schreibweise des Originals wurde beibehalten.
Leider ist es der Redaktion nicht gelungen, den Autor oder Inhaber der Rechte an den Wb-Publikationen von Klaus-Dieter Winzer ausfindig zu machen. Es wird daher darum gebeten, sich gegebenenfalls mit der Redaktion in Verbindung zu setzen.
Mit Poesie aus der Patsche
Als „kleines kammermusikalisches Experiment“ bezeichnet Hans-Eckard Wenzel, der als Künstler schlicht unter „Wenzel“ firmiert, seine neueste CD. Und ihm ist in musikalischer Trio-Besetzung tatsächlich ein wertvolles Kleinod gelungen.
Es handelt sich um eine intime Live-Aufnahme vor dreißig (!) zuschauenden und zuhörenden Gästen im Kabumm-Record-Studio Golzow, ein auf CD gepresster Musikabend im Februar 2026.
Seine beiden Mitmusiker sind Hannes Scheffler (Gitarre, Gesang) und Thommy Krawallo (Bass. Gesang), während Wenzel selbst als Leadsänger seine markant heisere Stimme zum Einsatz bringt sowie diverse Instrumente bedient (Gitarre, Akkordeon, Rhodes und Piano).
Man muss nicht alle politischen Positionen des Liedermachers Wenzel teilen, aber man muss einfach anerkennen, dass hier ein Künstler über die Jahre hinweg eine klare Haltung zeigt, sich politisch wie poetisch äußert, gefühlvoll wie auch ironisch … und immer wortgewaltig.
Mit dem titelgebenden Stück „Laßt uns verweilen“, ein künstlerisches Plädoyer für Ruhe und Gelassenheit, wird das Konzert beendet. Den Einstieg bildet das Lied „Gras in S.“; ein Song, der erstmals auf seinem allerersten Album „Stirb mit mir ein Stück“ vor ziemlich genau vierzig Jahren veröffentlicht worden ist. Der Einstiegsvers hieraus lautet: „Sicher einmal, wenn nach tausend Jahren / Einer über diese Stelle streift / Findet er ein Stück von unseren Haaren / Das als Gras aus dieser Erde greift.“
In einer kurzen Zwischenansprache bringt er ein zentrales Anliegen als Künstler prägnant auf den Punkt: „In schweren Zeiten hilft einem oft die Poesie aus der Patsche.“
„Havanna“ ist eine musikalische Liebeserklärung an ein massiv bedrohtes lateinamerikanisches Land: „Havanna wartet / Und schaut auf das Meer / Wer wird wohl kommen / Und was bringt er her?“
Wenzel liefert eine hörenswerte Auswahl aus seinem jahrzehntelangen Schaffen. Der kreative Querkopf feiert das Leben und wendet sich gegen Kriege und Demagogie.
Und wer das Wenzelsche Trio live erleben will, hat in kommender Zeit noch öfters Gelegenheit, unter anderem am 8. November 2026 in Berlin (Distel), am 12. November in Magdeburg (Feuerwache) oder am 26. November in Arnstadt (Prinzenhofkeller).
„Laßt uns verweilen“ (Wenzel-Trio live), CD, Label: Matrosenblau, 2026, 17,99 Euro.
Aus anderen Quellen
„Politik und Mainstream-Medien in Deutschland haben sich zu einer Propagandamaschine verschweißt. Bei Drohnenflügen, Cyberangriffen, Sabotage und Anschlägen aller Art wird uns erzählt: Es war immer und überall der Russe. Alles, was nicht in die bellizistische Agenda passt, wird versteckt, verfälscht oder verschwiegen.“ So beginnt Ruppert Koppold und beleuchtet zur Drohnen-Attacke auf dem Leipziger Flughafen und anderen Zwischenfällen den jeweiligen Sachstand.
Ruppert Koppold: Schon wieder keine russischen Drohnen!, Berliner Zeitung, 10:/11.10.2026. Zum Volltext hier klicken. [1]
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Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), die „zentrale militärpolitische Denkfabrik der Bundesregierung“, so heißt es auf der Plattform german-foreign-policy.com, „fordert eine engere Einbindung der rund 11.000 deutschen Kommunen in die Vorbereitungen auf den ‚Spannungs- oder Verteidigungsfall‘, also einen möglichen Krieg. Obwohl die Kommunen bei der Bewältigung eines Großschadensfalles das ‚operative Fundament in der Fläche‘ seien, gebe es dort ‚wenig Übungsroutinen‘ […]. Im Kriegsfall hätten die Kommunen etwa für die ‚Wiederaufnahme der Versorgung‘ der Bevölkerung und die ‚Stabilisierung der sozialen Ordnung‘ zu sorgen. Die Schulen seien ‚mehr als Bildungsorte‘; sie dienten auch als ‚potenzielle Notunterkünfte und Notfalltreffpunkte‘ […].“
„Resilienzelemente“ für den Krieg, german-foreign-policy.com, 08.10.2026. Zum Volltext hier klicken. [2]
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Michael Andrick hat das am 26.10.2026 erscheinende Buch „Fünf Minuten gegen die Macht. Was über Corona ans Licht kommt – und was im Protokoll verschwinden soll“ von Tom (Sachverständiger in der Enquete-Kommission des Bundestages zur Aufarbeitung der Corona-Jahre) und Ulrike Lausen besprochen. Andrick hebt unter anderem hervor: „Der Frage- und Antwortzeitraum in der Kommission ist auf insgesamt fünf Minuten pro Fragesteller begrenzt, was echten Austausch von vornherein unmöglich macht. Grafiken dürfen – und das ist kein Witz – nach Mehrheitsbeschluss der die Corona-Politik verantwortenden Parteien nicht gezeigt werden, weil sie die selbstgemachte Katastrophe unverkennbar machen würden. Die Lausens schildern die absurden Verrenkungen, mit denen der Präsident des RKI, Lars Schaade, in der Luft Kurven nachzeichnet, weil er die Grafik nicht zeigen darf.“
Michael Andrick: Die Omissions-Kommission der Schwurbler, Berliner Zeitung, 17./18.10.2026. Zum Volltext hier klicken. [3]
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In „der sicherheitspolitischen Debatte“, so Lisa Müller-Dormann, „entsteht zunehmend der Eindruck, als seien Verteidigung und Abschreckung die einzig ernst zu nehmenden Antworten auf die neuen Bedrohungen. Rüstungskontrolle und Abrüstung erscheinen dagegen schnell als Relikte einer vergangenen Zeit – bestenfalls naiv, schlimmstenfalls verantwortungslos. Das ist ein Fehler. Sicherheitspolitische Prioritäten und Rüstungskontrolle werden derzeit gegeneinander ausgespielt, obwohl sie zusammengehören. Gerade wenn Staaten mehr Geld in ihre Verteidigung investieren, neue Waffensysteme entwickeln und private Unternehmen im Sicherheitsbereich an Einfluss gewinnen, braucht es Regeln, die militärischer Gewalt Grenzen setzen.
Lisa Müller-Dormann: Grenzen der Stärke, ipg-journal.de, 20.08.2026. Zum Volltext hier klicken. [4]
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„Lieber Staat, wir müssen über unseren Deal reden“, beginnt Gina Wendt ihr persönliches Anschreiben und fährt unter anderem fort: „Du bist wirklich zuverlässig, wenn du Geld brauchst. Wenn es ums Nehmen geht, bist du ein Schweizer Uhrwerk. Beim Auszahlen eher ein Faxgerät in einer Behörde, die nur nach Termin arbeitet. Dabei will ich keinen Gratisstaat. Ich will funktionierende Straßen, Schulen, Krankenhäuser, Pflege, Polizei und Sozialleistungen. Solidarität kostet Geld. Zivilisation auch. Ich zahle meinen Anteil. Aber dann will ich im Ernstfall auch zurückbekommen, was mir zusteht.“
Gina Wendt: Danke für nichts, Berliner Zeitung, 13.10.2026. Zum Volltext hier klicken. [5]
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Christoph Marischka hat das im Februar 2026 erschienene Buch „Künstliche Intelligenz und Krieg. Welche Risiken entstehen, wenn der Mensch die Kontrolle verliert?“ von Karl Hans Bläsius besprochen: „;Wenn die Wahrscheinlichkeit für ein Ereignis dauerhaft größer 0 ist, dann tritt dieses Ereignis mit hundertprozentiger Sicherheit ein, die Frage ist lediglich, wann.‘ Mit solch zwingenden Aussagen und mathematischer Autorität warnt der KI-Forscher Karl Hans Bläsius […] weniger vor KI an sich, als vor dem aktuellen Aufrüstungskurs und damit verbundenen Eskalationsdynamiken.“
Christoph Marischka: Wahrscheinlichkeiten dauerhaft größer Null, imi-online.de, September 2026. Zum Volltext hier klicken. [6]
Letzte Meldung
Im Mai 2025 hatte Elon Musk, reichster Mann der Welt, erklärt: „Was politische Ausgaben [Wahlkampfspenden – am] angeht, werde ich in Zukunft deutlich weniger tun.“ Das war um die Zeit seines dramatischen Zerwürfnisses mit Donald Trump, als Musk sogar ankündigte, eine eigene Partei gründen zu wollen.
Am 3. November 2026, einem Dienstag, finden in den USA die sogenannten Midterm Elections 2026 statt. Zur Wahl stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus, rund ein Drittel der 100 Senatssitze sowie in vielen Bundesstaaten auch Gouverneure, Parlamente und lokale Ämter.
US-Präsident Trumps Umfragewerte wiesen Anfang Oktober 2026 rund 61 Prozent Ablehnung aus. Entsprechend wenig rosig werden die Wahlchancen von Kandidaten aus Trumps Republikanischer Partei bewertet, die in beiden Häusern des Kongresses derzeit knappe Mehrheiten hält.
Das Zerwürfnis zwischen Musk und Trump ist längst Schnee von gestern. Sie treten wieder gemeinsam bei Veranstaltungen auf und loben sich gegenseitig, so berichtete die New York Times kürzlich.
Darüber hinaus wusste das Blatt, dass Musk „seit Anfang Juli still und leise mehr als 276 Millionen Dollar an republikanische Gruppen und seinen Super-PAC [das ist Musks eigener Spendensammelverein zur Wahlkampfunterstützung ihm genehmer Kandidaten – am] fließen lassen und damit eine riesige Wahlmobilisierungskampagne aufgebaut [hat], um der Partei zu helfen, den Gegenwind bei den Zwischenwahlen zu überwinden“.