„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist,
und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
Friedrich Schiller
Spielen ist die schönste Kunst,
nur zum Spaß und ganz umsunst.
Kinder wissen das am besten,
aus nah und fern, von Ost bis Westen.
Kaum sind sie auf die Welt gekommen,
wird das Spielen aufgenommen.
Friedrich Schiller sagt es klug,
spielen kann man nie genug.
Denn ohne Spiel kann hier auf Erden
nichts Gescheites aus uns werden.
Pieter Bruegel heißt der Mann,
der es trefflich malen kann,
was Kinder unter sich so treiben,
wenn sie ohne Aufsicht bleiben:
Kopfstand üben, Murmeln schieben,
Töpfe schlagen, Hopse wagen, Stelzengang und Vogelfang,
durch die Seile springen, lautstark Lieder singen.
Das Lärmen ist sehr weit zu hören
und wahrlich njchts für zarte Öhren. –
Derlei Spiele gibt es viele,
die der Maler sich ersann,
als er mit dem Bild begann.
Drum reise, wen die Neugier treibt
nach Wien, wo jetzt das Bild verbleibt.
Und suche sich auf dem Tableau
sein Lieblingsspiel,
vergnügt und froh.
Pieter Bruegel der Ältere (um 1525-1569): „Die Kinderspiele“, 1560, Öl auf Holz, 118 x 161 cm, Kunsthistorisches Museum, Wien.