Monats-Archive: April 2016

19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Mietmäuler

von Wolfgang Brauer In Thüringen tanzte die LINKE-Abgeordnete Johanna Scheringer-Wright dieser Tage aus der Reihe. Als einzige Abgeordnete des Landtages stimmte sie gegen eine Gesetzesvorlage der Koalition, die durch eine Änderung des Thüringer Feiertagsgesetzes den „17. Juni 1953 in eine Reihe … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Auf Max Pechsteins Spuren

von Angelika Leitzke Nicht jeder liebt seinen Geburtsort. Händel wanderte aus der Hallenser Enge in die Welt hinaus, Mozart suchte Salzburg durch Reisen zu entkommen, und mit seiner sächsischen Heimatstadt Zwickau stand Max Pechstein auf keinem guten Fuß. 1881 hier … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Was darf die Satire?

von Kurt Tucholsky Frau Vockerat: „Aber man muß doch seine Freude haben können an der Kunst.“ Johannes: „Man kann viel mehr haben an der Kunst als seine Freude.“ Gerhart Hauptmann Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Myanmar – Die Mühen der Ebenen

von Edgar Benkwitz Kein Land in Asien steht gegenwärtig vor einer interessanteren Entwicklung als Myanmar, das frühere Burma. Erst vor wenigen Wochen, am 30.März, endete nach über fünfzig Jahren die Herrschaft der Militärs. Eine demokratisch legitimierte Regierung übernahm die Staatsgeschäfte. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Kalter Putsch?

von Peter Birle Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff steht am Abgrund. Seit 2014 befindet sich ihr Land in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Im Oktober 2014 wurde die Präsidentin mit knapper Mehrheit wiedergewählt. Seitdem hat sich nicht nur die wirtschaftliche Situation dramatisch … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Der Westen & Russland – zum Diskurs

von Wolfgang Schwarz Russland will kein Teil Europas werden. Es will weder Europas politische Kultur noch die Wertvorstellungen der EU übernehmen. Dmitri Trenin Dmitri Trenin, der Chef der Moskauer Dependance der Carnegie Stiftung, mag Recht haben, was die politische Kultur … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Querbeet

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: diesmal Erich Kästner auf der Bühne und im Buch; der unbekannte Flüchtling im Theater… * * * „Er glaubt an den gesunden Menschenverstand wie an ein Wunder, und so wäre alles gut und … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Imaginäre emotionale Momente in einer Berliner Altbauwohnung

von Pearl Ann Ziegfeld Es ist der 31. März 2016, ca. 22.40 Uhr. Mutti setzt sich zum Professor auf die Couch. Was siehst Du gerade? Ne Quatschsendung? Was soll das denn? Was macht der denn da? Muss das jetzt wirklich … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Deutsche Fehlperzeptionen

von Erhard Crome Außenpolitische Perzeptionen zu untersuchen heißt zu fragen, wer auf Grund welcher Voraussetzungen welche Entscheidungen getroffen hat und warum. Dabei spielt die Sicht auf die eigenen Interessen, aber auch auf Bedrohungsanalysen, Vorannahmen und auf die eigenen Möglichkeiten eine … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Landpartie

von Renate Hoffmann Er ist’s. Der Frühling. Gute Zeit, um aufs Land zu reisen. – Da lebte in einem Ort, etwa zehn Kilometer südlich von der Stadt Brandenburg entfernt, Herr Friedrich Eberhard von Rochow (1734 – 1805). Er postulierte: „Studiert … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Planet Nummer neun in Sicht?

von Dieter B. Herrmann Manche regt es auf, andere lässt es kalt: Haben wir nun neun Planeten in unserem Sonnensystem oder sind es nur acht? Immerhin: Wer nach 1930 in die Schule kam, hat stets (wenn überhaupt) von neun Wandelsternen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Auf rechtem Weg

von Ingolf Bossenz Ex oriente lux. Die Botschaft der Auferstehung Jesu, die einst aus dem Orient, dem Osten, in die Welt kam, hat diese Himmelsrichtung mit der Hoffnung auf das Heil aufgeladen. „Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Stichwort Atomkrieg, begrenzter

von Gabriele Muthesius Während der gesamten Zeit des Kalten Krieges bis 1989 ist es nie gelungen, die Frage schlüssig zu beantworten, wie eine Eskalation bis zum allgemeinen thermonuklearen Schlagabtausch und damit bis zur Vernichtung der menschlichen Zivilisation in ihrer heutige … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Mit dem Zug durch die deutsche Service-Wüste

von Jürgen Brauerhoch Ein Freund, der geschäftlich oft unterwegs ist, hat mir kürzlich eine ganz unglaubliche Geschichte erzählt. Er sei in aller Herrgottsfrühe in München abgefahren, um am frühen Nachmittag endlich in Berlin zu sein, was noch immer, zwanzig Jahre … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Die Maßnahme – stalinistisch oder konterrevolutionär?

von Marcus Crome Es ist schon eine seltsame Versuchsanordnung, in die uns Brecht und Eisler da hineinwerfen: Vier junge Agitatoren wurden von Moskau nach China geschickt, um Propaganda zu treiben im Interesse der kommunistischen Partei. Unterwegs, an der Grenze, nehmen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Die Todesschüsse von Uckro

von Frank-Rainer Schurich „Will man keine Spuren hinterlassen, muss man mit einem Papiertaschentuch ‚sorgfältig‘ die Mordwaffe abwischen und das Papiertaschentuch anschließend verbrennen.“ Dieser Satz, quasi als Lebenshilfe für Mörder, kam 2016 im ARD-Tatort „Die Geschichte vom bösen Friederich“ aus dem … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Wirtschaftswachstum – marxistisch interpretiert

von Ulrich Busch Das Wirtschaftswachstum gehört seit langem zu den umstrittensten Themen in der Politik. Während die einen es für unverzichtbar halten und jedes zusätzliche Prozent Wertschöpfung euphorisch feiern, sehen andere hierin die Quelle ökologischer Missstände und fordern deshalb den … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Die harte Schreibweise und der Realismus. Die Kritik an Harry Thürks Kriegsroman „Die Stunde der toten Augen“

von Kai Köhler Harry Thürk (1927-2005) erfreute sich in der DDR einer Millionenauflage und wurde nach deren Ende an den Rand des literarischen Lebens verwiesen. Im Unterschied zu anderen vor 1989 erfolgreichen Autoren – wie etwa dem Komödiendichter Rudi Strahl … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Weckruf zur Revolution in der „Sprache des Geldes“

von Heerke Hummel Ein sehr bemerkenswertes, weil ungewöhnliches Buch des Briten John Lanchester liegt in deutscher Übersetzung vor. Sein Titel: Die Sprache des Geldes. Der eigentliche Grund, als Schriftsteller dieses Buch zu schreiben, klärt J. L. auf, seien die Offenbarungen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Antworten

Cox Habbema, Bühnen- und Filmzauberin – Es ist schwer vorstellbar, dass Sie ganz still und dann auch noch für immer von uns gegangen sind. Die Nachricht von Ihrem endgültigen Abgang von den Brettern, die die Welt bedeuten, hat uns erschüttert. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Bemerkungen

Klaus, der Rote Er war Autor der Weltbühne wie in frühen Jahren sein Vater, der Völkerrechtler Peter Alfons Steiniger (1904-1980). Auch Klaus Steiniger, geboren 1932, merkte man die juristische Schule an, wenn er seine Texte wie Plädoyers nach Stichpunkten in … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Plurale Ökonomie

von Ulrich Busch Zwecks Fundierung wirtschafts- und sozialpolitischer Maßnahmen greift die politische Klasse gerne auf ökonomische Theorien zurück. Für den derzeit dominierenden Neoliberalismus erweist sich dafür als besonders geeignet die unter anderen auf William Stanley Jevons, Alfred Marshall und Léon … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

lit.Cologne. 16. Durchgang*

von Alfons Markuske Ein bewährtes Format der lit.Cologne besteht in Themenabenden: Literatur wird nach Texten zu gemeinsamen Schlüsselworten oder anderen verbindenden Klammern durchgrast, die Fundstücke werden mit intelligent-witzigen, manchmal auch ein wenig bemühten Conférencen verknüpft und Schauspieler, denen ein Moderator … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Der Bug – Militärgebiet und Idylle

von Dieter Naumann Zu meiner Sammlung historischer Dokumente von der Insel Rügen gehört ein unscheinbares Büchlein, nicht einmal A-5-Format, zwischen dessen beiden dünnen Kartondeckeln sich 26 mit nur wenigen handschriftlichen Eintragungen versehene Seiten befinden. Dennoch widerspiegelt der von der „Kaiserlichen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Der Schatten des Vaters

von Erik Baron „Erinnere dich!“, insistierte der tote Horn Mitte der achtziger Jahre in Christoph Heins Roman „Horns Ende“, ohne jedoch selbst in Erscheinung zu treten. Nur als Schatten zwischen den Kapiteln brachte er sich in die Handlung ein. Der … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Wieder en vogue – der Dritte Weltkrieg

von Gabriele Muthesius „Daß dem Krieg im Atomzeitalter die Legitimation abgesprochen wird, ist nicht ganz unbegründet. Der Grund ist die Furcht vor der Eskalation. Die Schwelle zwischen dem konventionellen und dem mit Kernwaffen geführten Krieg wird leichter überschritten als die … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Ein fast vergessener Nobelpreisträger

von Wolfgang Schlott Alfred Hermann Fried (1864-1921) war der erste deutsche Friedensnobelpreisträger. Gemeinsam mit dem niederländischen Rechtsgelehrten Tobias M.C. Asser nahm er die Auszeichnung 1911 in Oslo entgegen. Doch wer weiß das heute noch? Guido Grünewald bezieht sich in den … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Ostdeutsche Eliten im Wandel

von Wolfgang Kubiczek Wie steht es um die ostdeutschen Eliten mehr als 25 Jahre nach der Wiedervereinigung? Zunächst: Im Selbstverständnis der DDR gab es keine Unterteilung der Gesellschaft in Kategorien wie Elite, Masse oder Unterschicht. Hier galt die Elitetheorie als … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Gustav Mahler und die Dichter seiner Zeit

von Mathias Iven Fünf Jahre ist es her, da gedachte die Musikwelt des 100. Todestages von Gustav Mahler. Bei manch anderer Person geht so ein Anlass nicht über das Gedenken hinaus. Anders bei Mahler. Die Begeisterung für sein Werk ist … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Neue Marschflugkörper – neue Gefahren

von Jerry Sommer Über 2000 Mal haben die USA in den vergangenen Jahrzehnten ihre Marschflugkörper vom Typ „Tomahawk“ eingesetzt: in den Golfkriegen gegen Irak, gegen Libyen und zuletzt gegen den sogenannten Islamischen Staat. Diese „Tomahawks“ sind mit konventioneller Munition bestückt … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Weltende

von Jakob van Hoddis (1887 – 1942) Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, In allen Lüften hallt es wie Geschrei. Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut. Der … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Das Tor

von Renate Hoffmann In der Landschaft steht ein Tor, nichts dahinter, nichts davor. Einsam steht es so herum. Ganz stumm. Es denkt: Hier müsste eine Tafel steh’n: „Sie können hier ein Tor beseh’n, welches seinesgleichen sucht. Und jedermann ist auch … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Mensch oder Staat – der Bezugspunkt des Politischen

von Stephan Wohanka Das Land, das die Fremden nicht beschützt, geht bald unter. Mirza Abdul Hassan Khan, nach Goethes West-Östlichem Divan 1819 Schon die Präambel des Grundgesetzes zieht Lehren aus den „Erfahrungen“ mit dem Dritten Reich, indem es der Staatssouveränität … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Querbeet

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal eine Mozart-Prinzessin im Museum, ein Denkzeichen in Berlins Mitte und ein schwierig schönes Stück Land im Kino… *** „Don Giovanni“ im stillgelegten E-Werk, „Zauberflöte“ im U-Bahntunnel und jetzt „Die falsche Gärtnerin“ im Bode-Museum. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Erlesenes – Von der Allgegenwart des Vergangenen

von Wolfgang Brauer Der Titel mag zunächst abschrecken: „Krötenliebe“ – das assoziiert glitschige, warzenbehaftete Lurche. Man muss Kröten wirklich mögen, um sie lieben zu können. Und genaugenommen geht es in Julya Rabinowichs gleichnamigem Roman gar nicht um Kröten, es geht … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Die „europäische“ Lösung?

von Erhard Crome Beim dritten Wurf wurde etwas getroffen. Aber was? Sind die Beschlüsse des EU-Gipfels vom 17. und 18. März 2016 die lange angekündigte „europäische Lösung“ in Sachen Flüchtlingskrise oder besser: der Krise der europäischen Politik zur Bewältigung des … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Worauf man in Europa stolz ist

von Kaspar Hauser Dieser Erdteil ist stolz auf sich, und er kann auch stolz auf sich sein. Man ist stolz in Europa: Deutscher zu sein. Franzose zu sein. Engländer zu sein. Kein Deutscher zu sein. Kein Franzose zu sein. Kein … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Antworten

Matthias Platzeck, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums – Die Ankündigung der USA, demnächst in Osteuropa eine 4200 Mann starke Panzerbrigade zu stationieren, nannten Sie in der Rheinischen Post einen „falschen Schritt zur falschen Zeit“. Der Satz ist so falsch nicht, doch … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Bemerkungen

Gedächtnis & Stolz „Das habe ich getan“, sagt mein Gedächtnis. „Das kann ich nicht getan haben“, sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich – gibt das Gedächtnis nach. Friedrich Nietzsche Kirchenmäuse – for ever? Manchmal besteht die Nachricht in der … Weiterlesen