Monats-Archive: April 2005
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Antworten
Uschi Glas, Schauspielerin (Ewig-Schätzchen), München – ein Berliner Boulevardblatt titelte neulich (sich auf die von Ihnen beworbene »Uschi Glas hautnah Face Creme« und ein aktuelles Gerichtsurteil dazu beziehend): »Jetzt ist es amtlich! Uschis Creme macht Pickel«. Die Creme …? Franz … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Herr G. ist im Urlaub
mit Eckhard Mieder Herr G. hat sich in den Urlaub verabschiedet. Es war nicht sicher, ob er, seine Frau und seine Schäferhündin würden fahren können. Denn Frau G. blieb auf der Zeil plötzlich stehen und konnte nicht mehr weiter laufen. … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Monteverdi und Purcel
von Liesel Markowski Die Cadenza-Barocktage der Berliner Lindenoper sind zum Magnet geworden. Das zahlreiche interessierte Publikum überfüllt die Säle. Alte Musik in gediegener Interpretation macht hier erfreulich Furore. Die Musik tat es auch diesmal wieder, die Szene weniger. Fürs musikalische … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Im Märzen
von Ursula Malinka Der März ist vorbei und der Internationale Frauentag demzufolge auch – hat ihn jemand gefeiert? Wohl kaum, es gab ja nichts zu feiern. Aus der offiziellen Politik ist er schon lange verschwunden. »… Alle Bundestagsfraktionen sehen die … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Lisa Hausen
von Mario Keßler Wie erst jetzt bekannt wurde, starb am 3. Februar die 1906 in Jena geborene Lisa Hausen in Swarthmore, Pennsylvania. Mit ihrem Mann Erich gehörte sie zu den kommunistischen Gegnern Stalins: Sie war Mitglied der KPD-Opposition. Lisa Hausen, … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Ralf Schröder
von Erhard Hexelschneider Dem Literaturwissenschaftler Ralf Schröder (1927-2001) bin ich persönlich kaum begegnet. Als ich mit dem Slawistikstudium in Greifswald begann, lehrte er schon in Leipzig, und als ich eine Assistenz am Slawischen Institut in Leipzig anfing, lief gerade der … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Hakenkreuze bei C&A
von Klaus Hart, Rio de Janeiro Brasilien: Kleiderständer in Modegeschäften in Hakenkreuzform, Hakenkreuzornamente aus der Nazizeit in Gebäuden, die Familiennamen führender Nazis als amtlich anerkannte Vornamen – auch für die Lula-Regierung bislang alles kein Grund zum Eingreifen. In Deutschland erregen … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Hautschuppe und Telefonkabel
von Frank Hanisch Innerhalb von 48 Stunden wurde jüngst der Mörder des Münchner Modemachers Mooshammer identifiziert. Aus den Spuren am Telefonkabel, das als Schlinge diente, wurde DNA isoliert. Deren Analyse wurde mit Untersuchungsbefunden von Straftätern aus der DNA-Datenbank beim Bundeskriminalamt … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Das Rätsel des Erinnerns
von Frank Ufen Im Jahre 1895 forderte das französische Forscherehepaar Victor und Cathérine Henri die Leser der damals wichtigsten psychologischen Fachzeitschriften dazu auf, ihre frühesten Erinnerungen zu schildern. An der Befragung beteiligten sich insgesamt 123 Studenten und Wissenschaftler, unter ihnen … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Gleit-Gültigkeit
von Rainer Vangermaine Wir gleiten Wohin? Nimm Gleitkrem Möchte gleiten mit Dir Auf Brettern Die Armut bedeuten Nimm Gleitkrem Wir gleiten hinüber Vom Supermarkt In die Suppenküche Nimm Gleitkrem Kommt an die Tafel des Herrn, – Ihr Spatzengehirne Mit Gleitkrem … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Das Eigenheim
von Ove Lieh Mal ehrlich, schon beim Lesen der Überschrift fühlt man sich geborgen. Es ist eben nicht nur eine schöne Sache, dieses Eigenheim, sondern auch ein schönes Wort. Allerdings zeigt ein Blick auf die Erstellungs- oder Erwerbskosten meist auch … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Wiederaufbauwut
von Wolfram Adolphi Die Kirche in Potsdam braucht keine neue Kirche. Raum zum Gottesdienst ist ausreichend – und in beachtlicher Herrlichkeit – vorhanden. Klagen, daß es anders wäre, gibt es nicht. Trotzdem soll eine neue Kirche her. Und zwar eine … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Empört Euch!
von Karin Brösicke Ja, empört Euch, Berliner! Denn etwas Empörendes geschieht in Eurer Stadt. In einer Zeit, wo überall Mangel an Toleranz und steigende Gewaltbereitschaft beklagt werden, wo sich wachsende soziale Probleme zunehmend in dumpfen Ausländerhaß kanalisieren und wo immer … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Zurück vor 1789?
von Erhard Crome Die bürgerlichen Medien schienen für kurze Zeit irritiert. Millionen Menschen nach Rom zur Trauer angereist, dreihunderttausend auf dem Petersplatz, um die Zeremonie direkt zu erleben. Das ließ sich nicht allein mit der Rolle Wojtyl⁄as beim Sturz des … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
R.I.P.
von Wolfgang Geier R.I.P. – requiescat in pace – ›er ruhe in Frieden‹ ist die Abkürzung der liturgischen Schlußformel der katholischen Totenfeier. Der Tod hat nun die bizarre Medieninszenierung eines qualvollen Leidens und Sterbens beendet, vorerst. Nach dem habemus papam … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 25. April 2005, Heft 9
Traurig ohne Trauer
von Jerzy Urban, Warschau Ich trage keine Trauer des Papstes wegen. Die totale Offensive des triumphierenden Katholizismus stört mich. Die Heuchelei, zur Schau getragen von auf Trauer geschminkten Frätzchen der Programmsprecherinnen im Fernsehen, ekelt mich an. Mich stören diese Politikdarsteller, … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Antworten
Erich Ellmerer, Bürgermeister, Kiefersfelden – Sie spielten jetzt Sezessionist, indem Sie per Ortsschild Ihre bayerischen Gemeinde dem Bezirk Kufstein – Land Tirol zuschlugen, denn in Österreich, so Ihr Argument, bestünden bessere Bedingungen für Wirtschaft, Handel und Gewerbe; wenn das Schule … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Wozu noch WM?
von Klaus Hansen Die Auslosung der Eintrittskarten für die Fußballweltmeisterschaft 2006 steht bevor. Dem freiverkäuflichen Kontingent von einigen Hunderttausend steht eine Nachfrage von zehn Millionen gegenüber. Kehren die Spieler heim zu ihrer Nationalmannschaft, so heißt das für die meisten der … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Ronda, Rilke, Romero
von Renate Hoffmann Noch säumt Mimosengebüsch die Küstenstraße an der andalusischen Costa del Sol. Noch weht vom Wasser her feuchtwarme Morgenluft aufs Land. Dann strebt der Weg, bei Marbella fast rechtwinklig abbiegend, in die Berge. Höher, höher. Schluchten tun sich … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
George F. Kennan
von Mario Keßler Als er am 16. Februar 1904 in Milwaukee, Wisconsin, geboren wurde, hieß der US-Präsident Theodore Roosevelt und der Krieg gegen Spanien, der die Weltmachtstellung der USA begründete, lag erst sechs Jahre zurück. Am 17. März 2005 starb … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Bush war hier
von Eckhard Mieder 16. Februar. Luise ist weniger enttäuscht, als ich befürchtete. Sie hatte sich darauf gefreut, mit mir nach Mainz zu fahren. Demo gegen den Bush-Besuch. Könnte happig werden. Gewalt und Polizei und Da-versteht-der-Staat-aber-keinen-Spaß. Besser, das Kind bleibt zu … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Die Kündigung
von Kurt Merkel Allenthalben sucht man in Deutschland nach einem Konsens. Konsens auch mit dem Abgelehnten, mit der Regierung, mit den Amerikanern. Eingebunden in ein Leben voller Konflikte, läßt man sich nicht so leicht die Überzeugung nehmen, am Ende fänden … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
DDR-Kubaner
von Wolfram Adolphi Es sprechen, sagt mir mein Baedeker-Allianz-Reiseführer aus dem Jahre 2001, »viele Kubaner«, darunter »besonders Reiseleiter und Hotelangestellte«, »auch gut Deutsch«, und zwar »aufgrund der früheren Beziehungen zur ehemaligen DDR«. Diese »früheren Beziehungen zur ehemaligen DDR« brachten am … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Beton über Heimat
von Martin Nicklaus Hort meiner Jugendjahre war ein großzügiger, von Bruno Taut geplanter Wohnkomplex. Von hier aus starteten erste Ausflüge in die Umgebung. Heute würden die Entdeckungstouren bereits an einer modernen Zaunanlage enden, die Tauts Idee von Weite und Offenheit … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Warten auf Kundschaft
von Erhard Weinholz Die fünfziger Jahre waren eine bewegte Zeit, nicht nur in politischer Hinsicht. Auch im Alltag änderte sich vieles, hier oft zum besseren: Die HO-Preise sanken, die Rationierungen wurden abgeschafft, das Angebot in den Läden wurde breiter. Allerdings … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Bedarfs- statt Solidargemeinschaft
von Harry Nick Am Buchende angelangt, ist die anfängliche Verwunderung darüber verflogen, wie man einen Monat vor dem Start dieses Hartz-Projekts eine Abrechnung wagen konnte. Der Buchgegenstand wird ins Prismenlicht gestellt: Die Grundfarbe wie ihr zerlegtes Spektrum werden sichtbar. Welcher … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Fremde Welten
von Ove Lieh K.-J. Wussow ist hoch verschuldet, sein Vermögen ist mehr als aufgebraucht; ja, er soll sogar über eine Million Euro Schulden haben. Was empfinden Sie bei einer solchen Nachricht? Ja sicher, ein bißchen Mitleid, und es ist ja … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Politik für alle?
von Helge Meves Der Mensch muß aus der Sprache verschwinden, um die Ungeheuerlichkeit des Tuns zu verschleiern«, konstatiert Oskar Lafontaine in seinem dritten Buch nach dem Mobbing durch den 98er Wahlsieger. Und er analysiert die Begriffskonstruktionen der neoliberalen Revolution, die … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Kein Wehner. Nirgends
von Erhard Crome Die Fegefeuer des Kommunismus hatte er hinter sich. Nach 1945 war er Sozi, in Westdeutschland. Vielleicht war er der wichtigste der »demokratischen Sozialisten« im Nachkriegsdeutschland. Vielen traditionellen Sozialdemokraten gegenüber hatte er aus seiner kommunistischen Vergangenheit heraus den … Weiterlesen
Des Blättchens 8. Jahrgang (VIII), Berlin, 11. April 2005, Heft 8
Austria Felix
von Bernhard Romeike Österreich war immer etwas anders. Deshalb nannte man es ja auch das glückliche Österreich: Felix Austria. Bis 1806 befand sich zwar die Hauptstadt des Reiches, das ein Deutsches sein sollte, in Wien. Dennoch war es anders, spätestens … Weiterlesen
