Beiträge mit dem Schlagwort: Erhard Crome

von Erhard Crome
Woran sieht man, daß der Staat schwächer wird? In der Wissenschaft von den internationalen Beziehungen entstanden mittlerweile ganze Bibliotheken voller Bücher über gescheiterte oder scheiternde Staaten (im Fachjargon: Failing States oder Failed States). Dort gibt es dann keine Sozialsysteme mehr, keine öffentliche Daseinsvorsorge. Der Staat kümmert sich nicht mehr um Schule [...]

von Erhard Crome
Die bürgerlichen Medien titelten nach der Wahl des Wulff zum Bundespräsidenten im dritten Wahlgang fast einhellig: „Die dritte Wahl“. Ja, es war der dritte Wahlgang. Bei Gustav Heinemann und Roman Herzog war es auch so. Aber niemand kam auf die Idee, sie „dritte Wahl“ zu nennen. Sie waren dann ja auch Bundespräsidenten, die [...]

von Erhard Crome
Plötzlich und unerwartet ist der Bundesrepublik Deutschland der Präsident abhanden gekommen. Bisher war das für Politikwissenschaftsstudenten oder Zeithistoriker sehr einfach (im Unterschied zu den Amtsperioden der Kanzler): 1949 wurde Thedor Heuss als erster Bundespräsident gewählt, 1959 Heinrich Lübke, und dann immer fünf oder zehn Jahre später ein anderer; jeder hatte ein oder zwei [...]

von Erhard Crome
In den bürgerlichen Köpfen herrscht Wirrnis. Die Lohnschreiber des Spekulantentums schreien auf, daß die Bundesregierung sich dazu verstanden hat, gegen die Leerverkäufe an den Börsen vorzugehen. Diese stellen einen Teil des vielköpfigen Ungeheuers dar, das zum Ausbruch der Finanzkrise beigetragen hat. Nun sollen ein paar dieser Köpfe weg. Ob die Regierenden sich trauen, [...]

von Erhard Crome
Es war wohl zu früh, daß etliche Marktschreier der Finanzbörsen, ökonomische Schriftsteller und forsche Politiker bereits das Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise verkündet hatten. Sie hat nur Atem geholt, um neuen Anlauf zu nehmen. Die Akkumulation von Kapital führt zu einem „Überfluß“ an Kapital und einem „Überfluß“ an Bevölkerung. Darauf hatte der Alte [...]