Schlagwort-Archiv: Renate Hoffmann (in 177 Beiträgen)

20. Jahrgang | Nummer 7 | 27. März 2017

Bemerkungen

Treff mit Marx Ein Film über den jungen Karl Marx macht derzeit die Runde und von sich reden. Informativ, Einblicke gewährend und nachdenklich stimmend. Meine Begegnung mit Karl lag auf einer anderen Ebene. In Berlin gab es vormals einen bekannten, … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

Frühlings- und andere Düfte

von Renate Hoffmann Es lenzt. Zwar sind erst wenige Anzeichen wahrzunehmen, doch wer morgens aus der Haustür tritt und tief durchatmet, der spürt den Frühling. Am Geruch! Mag sein, dass es sich um Einbildung handelt, weil man wünscht, er möge … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 5 | 27. Februar 2017

Im Kloster

von Renate Hoffmann Sie pflegten von Anbeginn die Gastfreundschaft, die Augustiner-Chorherren, und hielten die Tore offen für Reisende, Pilger, Kranke und Arme. Kunst und Wissenschaft galten ihnen viel, sie waren Programm. Beizeiten achtete man auf die Ausbildung junger Leute, einerseits … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017

Der die das Elekuhpferd

von Renate Hoffmann Christian Morgensterns „Nasobēm“ erhält ein Geschwister. Friedfertig, exotisch, vom Wesen her ein wenig phlegmatisch. Alttestamentarisch verbürgt (1. Buch Makkabäer 6,42 bis 6,46). Ansässig seit dem 15. Jahrhundert in Brixen (Bressanone), Südtirol, Domplatz, gotischer Kreuzgang, Arkade 3. Folgendes … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2017

Zum Jahresbeginn

von Renate Hoffmann Das neue Jahr wie’s immer war, beginnt am ersten Januar. Dann folgt der zweite und der dritte – und schon ist es Jahresmitte. Rasch schreiten die Geschicke fort. Dann ist man wieder eben dort, wo der kühne … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017

Von der Farbe Blau

von Renate Hoffmann Sie bezauberte von jeher Dichter, Maler, Musiker; und Vertreter der Geistes- und Naturwissenschaften registrierten sie mit Staunen. Der Blick von außen auf unseren blauen Planeten wird die Astronauten, auch der unerwarteten Bläue wegen, so tief beeindruckt haben. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2016

Zwischen Weihnachten und Silvester

von Renate Hoffmann Gans hinter mir Karpfen vor mir Punsch in mir Sternhimmel über mir Glatteis unter mir und neben mir … mutter- und vaterseelenallein ein Fetzchen Weihnachtspapier.


19. Jahrgang | Nummer 25 | 5. Dezember 2016

Villa am Bodensee 

von Renate Hoffmann Der Weg dorthin beginnt im Kunstmuseum Stuttgart. Es besitzt mit etwa 250 Werken von Otto Dix (1891–1969) die wohl bedeutendste Sammlung des Malers. Im Raum Nr. 7 stehe ich vor dem großen rotflammenden „Bildnis der Tänzerin Anita … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 24 | 21. November 2016

An den Mond am 14. November 2016

von Renate Hoffmann Lieber Mond, du gehst so stille durch die Abendwolken hin. Kannst du mich sehen ohne Brille, die ich hier ganz unten bin? Ich hätte nämlich eine Bitte, die dich sicher nicht verletzt, auch wenn du im Reich … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2016

Willi auf dem Sockel

von Renate Hoffman Koblenz ist in vielerlei Hinsicht eine interessante Stadt. Sehr alt, uralt, mehr als 2000 Jahre alt, eine der ältesten deutschen Ansiedlungen. Heutzutage Großstadt mit internationalem Gewimmel. Zwei Flüsse, von denen die weibliche, romantische Mosel im männlich-machtvollen Rhein … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2016

Das Butterbrot

von Renate Hoffmann O, Großer Mozart! Als er noch der kleine Mozart war, gelang ihm ein kindlicher Geniestreich. Fünfjährig soll er gewesen sein, als er aus den Sinneswahrnehmungen Sehen, Schmecken, Hören eine „Kleine Tonpartie für Klavier“ zauberte. Manche Musikwissenschaftler bezweifeln … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 21 | 10. Oktober 2016

Staunen

von Renate Hoffmann Wenn der volle Sommermond unerwartet, ungewohnt in den Straßenbäumen schaukelt. Hat er das nur vorgegaukelt? Und es schaukeln nur die Zweige Und er selbst geht still zur Neige? Wenn die alte Zitterpappel mit dem zitternden Gezappel goldgelb … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2016

Bemerkungen

Matrosen und Könige Es war schon eine Sternstunde, als Hilmar Thate 2008 beim Frühlingsfest des Friedrich-Wolf-Hauses in Lehnitz aus dem Text des Dichters „Kunst ist Waffe“ rezitierte. Er war links geblieben, auch wenn er 1980 in den Westen gegangen war. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 18 | 29. August 2016

Überlingen

von Renate Hoffmann Freundliche, sympathische Stadt. Am Meer gelegen. Am großen Binnenmeer – dem Bodensee. An einem seiner westlichen Zipfel mit eigenem Namen: Überlinger See. – Sie atmet Historie und die lässt sich weit zurückverfolgen. Urkundlich bis ins Jahr 770. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2016

Hinaus aufs Land

von Renate Hoffmann  Auf dem Lande leben – Traum durch die Zeiten. Ob in einer Villa rustica inmitten eines ausgedehnten Parkes oder in einem Sommerhaus mit nichts als Natur drum herum oder in einer Laube, unweit vom Stadtrand mit Hühnern, … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2016

Sommerstrauß

von Renate Hoffmann Er hat sich wieder eingestellt und steht in meinem Zimmer. Verschwender, der sich selbst gefällt und übertreibt – wie immer. Mit Phlox In Weiß und leuchtend Rosarot und Fliederlilatönen. Er nimmt das Hellblau mit ins Boot, die … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 15 | 18. Juli 2016

Bemerkungen

Wunschzettel Eine Schule hatte den lobenswerten Einfall, zum Jubelfest die Jüngsten unter den Schülern zu bitten, ihre Wünsche aufzuschreiben. Für die fernere Zukunft. Und für die Erwachsenen, um ihnen zur Kenntnis zu geben, was die Kleinen bewegt. Die Wunschzettel wurden … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 14 | 4. Juli 2016

Gedenktafeln für J.W.G.

von Renate Hoffmann Erinnern an Personen, bedeutende und weniger bedeutende, kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Zum Beispiel auf den Seiten von Geschichtsbüchern und Literatur-Lexika, in Form von Denkmälern, als Benennung von Straßen und Plätzen. Und auf Gedenktafeln. Man findet sie … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 12 | 6. Juni 2016

Bildersprache

von Renate Hoffmann Reise nach Köln, zum Wallraf-Richartz-Museum. Dort geradenwegs ins Mittelalter. Erstes Obergeschoss, Raum 11 und zu den beiden Bildnissen des Ehepaares Schellenberger; Hans (1480 bis vor 1518) und Barbara (1488 bis 1546). Zwei junge Leute aus begüterten Häusern … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2016

Sonntagnachmittagsausflug zweier Luftballons

von Renate Hoffmann Auf der Weidendammer Brücke sieht man durch die Brückenlücke unten auf dem Spreegewässer weiße Ausflugsschiffe zieh’n. Lachend, winkend, Tücher schwenkend und die Blicke auf sich lenkend, sitzt die Menschheit, gut gelaunt, gondelt durch die Stadt Berlin. Alsdann … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 10 | 9. Mai 2016

Des Frühlings blaues Band

von Renate Hoffmann Eduard Mörike lässt es flattern und versetzt damit alle Welt in seltsame Stimmungen, die, aus dem vergangenen Jahr wohlbekannt und gewiss im nächsten Jahr wiederkehrend, gegenwärtig als neuartig empfunden werden. Die Sonne steigt und die Gefühle steigen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Landpartie

von Renate Hoffmann Er ist’s. Der Frühling. Gute Zeit, um aufs Land zu reisen. – Da lebte in einem Ort, etwa zehn Kilometer südlich von der Stadt Brandenburg entfernt, Herr Friedrich Eberhard von Rochow (1734 – 1805). Er postulierte: „Studiert … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Das Tor

von Renate Hoffmann In der Landschaft steht ein Tor, nichts dahinter, nichts davor. Einsam steht es so herum. Ganz stumm. Es denkt: Hier müsste eine Tafel steh’n: „Sie können hier ein Tor beseh’n, welches seinesgleichen sucht. Und jedermann ist auch … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2016

Frau Walch, geborene Herzlieb 

von Renate Hoffmann Görlitz in feinem Regen. So recht der Tag, um auf dem Städtischen Friedhof nach einem besonderen Grab zu suchen. Die Begräbnisstätte ist groß, die Suche mühsam. Auf dem erweiterten Neuen Teil, und nach Befragen eines älteren Herrn: … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 6 | 14. März 2016

Was Einstein meint

von Renate Hoffmann „Liebe Nachwelt! Wenn Ihr nicht gerechter, friedlicher und überhaupt vernünftiger sein werdet, als wir sind bezw. gewesen sind, so soll Euch der Teufel holen.“ A.E. – Holt uns nun der Teufel oder gönnt er uns noch eine … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 4 | 15. Februar 2016

Der Außenseiter

von Renate Hoffmann Auf dem großen Bahnhof Leipzig da verreist man – oder bleibtzig. Und vom Kinde bis zum Greise eilt jeder hier von Gleis zu Gleise. Eile her und Eile hin, und ich selber mittendrin. Es ist der fünfte … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2016

Adam, wo bist du?

von Renate Hoffmann Zuerst war das große Nichts. Dann folgten – nach dem Urknall, beziehungsweise nach Mose, Erstes Buch, 1;1-31 (Genesis) – Himmel und Erde, Tag und Nacht, die Gestirne. „Gras und Kraut“; das Getier zu Wasser, zu Land und … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2016

Der Sänger von der Vogelweide

von Renate Hoffmann Wenn das Jahr noch jung ist, herrscht zumeist kalte Witterung. Manches Mal fällt auch Schnee in unserer Gegend. Auf der Suche nach literarischer Ermutigung fand ich sie bei Walther von der Vogelweide (um 1170 bis um 1230): … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2015

Dezemberfahrt

von Renate Hoffmann Durch Täler und durch kleine Dörfer. An den Fenstern bunte Sterne und Tannengrün und Lichterketten. Ich möchte wetten, man bäckt schon Zimtgebäck und brät die Weihnachtsgans. Es duftet sehr danach. Den Hofhund plagt die große Lust nach … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2015

Irrwege

von Renate Hoffmann Wer hat sie nicht schon beschritten, die Wege, die in die Irre führen, denen man sich hoffnungsvoll anvertraute, und die im Nichts endeten? Umkehr und Richtungswechsel und erneuter Anlauf. Vielleicht führt er zum ersehnten Ziel. Vielleicht auch … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 24 | 23. November 2015

Stadtbummel

von Renate Hoffmann Ein Wort zum Ort. Bad Neustadt an der fränkischen Saale. Hochbetagt, charakterstark und mit Besonderheiten bestückt. Carolus Magnus interessierte sich bereits für die Gegend, der günstigen Lage wegen und aus machtpolitischen Erwägungen. Er wandelte den bestehenden fränkischen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2015

Landschaft mit Vögeln

von Renate Hoffmann Ehe sie davonfliegen, die Gastvögel, und unsere Breiten endgültig verlassen, weil es bald ungemütlich werden will (ihr evolutionsbedingter Erhaltungstrieb ahnt die Entwicklung der Großwetterlage frühzeitig). Ehe man sie in geordnetem Flug am Himmel ziehen sieht; oder die … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 22 | 26. Oktober 2015

Hammelburger Geheimnisse

von Renate Hoffmann Es herbstelt. Der Wandertrieb treibt südwärts. Nach Unterfranken, an den Flusslauf der fränkischen Saale, die sich vom Südrand der Rhön bis zum Main durch eine bilderreiche Landschaft schlängelt. Enge mit Wäldern und Burgen, Weite mit Feldern und … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 20 | 28. September 2015

Bemerkungen

Neue US-Kernwaffen nach Büchel Laut US-amerikanischen Haushaltsplanungen, darüber berichtete das ZDF-Magazin „Frontal 21“ am 22. September, beginnen in Kürze die Vorbereitungen zur Stationierung modernisierter US-Kernwaffen auf dem Luftwaffenfliegerhorst Büchel in der Eifel, wo derzeit bis zu 20 bisher als taktisch – … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 19 | 14. September 2015

Spiele

von Renate Hoffmann Zu jeglicher Zeit wurde und wird gespielt. Die Jüngeren dürfen es freiweg, die Älteren, etwas verschämt, suchen nach Bemäntelung, um dem Spiel angemessene Ernsthaftigkeit und Gewichtigkeit zu verleihen. Da nachweislich das Spielen entspannt, erfreut, Körper und Geist … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 17 | 17. August 2015

Wunderkammer „Homunkulus“

von Renate Hoffmann Es sei „eine Insel auf der Insel, ein Raum für Ideen und bessere Gedanken“, so beschreibt Konrad Hirsch (Logbuch Nr. 3 der „Seebühne Hiddensee“) die kleinere Insel „Homunkulus Figurensammlung“ auf der größeren Insel Hiddensee, westlich vor der … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 14 | 6. Juli 2015

Das „westfälische Fräulein“

von Renate Hoffmann „Ich mag und will jetzt nicht berühmt werden, aber nach hundert Jahren möcht ich gelesen werden.“ (Annette von Droste-Hülshoff) Um die Dichterin aufzusuchen, hätte ich den Weg, historisch betrachtet, anders nehmen sollen. So aber wanderte ich von … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 14 | 6. Juli 2015

Bemerkungen

Na endlich!!! Diesmal ist Wien der Pionier, aber Berlins Bezirk Lichtenberg ist ihm dicht auf den Fersen. Zumindest wollen die dortigen Linken und Grünen, dass – analog zur österreichischen Hauptstadt – bald Ampeln installiert werden, die auf ihren Leuchtfeldern auch … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 13 | 22. Juni 2015

Bemerkungen

Sünde und Genuss Da folgen bei Spiegel-online zwei Meldungen gleich hintereinander: In seinem „Ökomanifest“ kritisiert Papst Franziskus Konsumrausch, Umweltzerstörung und die Unterwerfung der Politik unter die Interessen der Wirtschaft als für die Menschheit selbstmörderisch. Und die andere: Im Schnitt werfen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015

Träume

von Renate Hoffmann Ein Pfau sitzt auf der Mau- er der Burg von Lissabon. Ich sitze gleich darunter und fühle mich recht munter und träume schon davon, die Schwerkraft zu besie- gen, um in die Stadt zu flie- gen. Dann … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 11 | 25. Mai 2015

Vom guten Harfenton

von Renate Hoffmann Der Mai sei Musik von Mozart, sagt man, und der Harfenklang wäre die Grundstimmung des Wonnemonats. Gesellt sich die Flöte dazu, so ist des Jubilierens kein Ende. Wolfgang Amadé komponierte ein solches Jubelkonzert (weniger aus frühlingshaftem Überschwang, … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 9 | 27. April 2015

Besuch im „seltsamen Land“

von Renate Hoffmann Wer nach Worpswede reist, trägt Rainer Maria Rilkes Betrachtungen in der Tasche: „Es ist ein seltsames Land. Wenn man auf dem kleinen Sandberg von Worpswede steht, kann man es ringsum ausgebreitet sehen […] und die Wege und … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2015

April

von Renate Hoffmann Die Düfte der Lüfte in Hülle und Fülle. Sie schweifen und streifen ermunternd den Sinn. Vom Veilchen ein Teilchen, Hyazinthe gelinde, gewiss auch Narziss – dem Duft zu Gewinn. Es mischen dazwischen sich Primeln ein Gran, Mahonie … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2015

In der Hofreitschule

von Renate Hoffmann Weder zum Burgtheater noch ins Café Central in der Herrengasse oder zum „Steffl“ mit seinem volltönenden, reichen Geläute. Zur Spanischen Hofreitschule Wien, Michaeler Platz Nr. 1. Im Jahr 2010 erreichte die dort gepflegte klassische Reitkunst und Hohe … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2015

Bemerkungen

Die Guten ins Töpfchen … Die SPD möchte im Bundestag ein Einwanderungsgesetz durchsetzen. Dagegen ist im Prinzip nichts zu sagen, denn gewiss ist Einwanderung etwas, das ebenso Regeln unterworfen werden muss wie diverse andere gesellschaftliche Vorgänge mit Langzeitwirkung. Der SPD … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2015

Enttäuschung

von Renate Hoffmann Beinah wär’ es Frühling gewesen. Kürzlich hatte ich gelesen Zugvögel zögen schon nach Nord, und in einem kleinen Ort – bei Quieselbach – blühten seit einem Weilchen die ersten Veilchen. Es dufte stark danach. Mal abgeseh’n vom … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 4 | 16. Februar 2015

Nach Siena

von Renate Hoffmann Um die Stadt zu erreichen, fahre ich von Florenz südwärts durch das toscanische Hügelland. Weingärten, Gehöfte auf den Höhen; Wald und Buschwerk wetteifern um das schönste Grün, dazu das Rot der Erde. Es sind Farben und Stimmungen, … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 3 | 2. Februar 2015

Bemerkungen

Gespenstersonate Lasst, die ihr eingeht, alle Hoffnung fahren. Dante Alighieri Die Göttliche Komödie, 3. Gesang: Inferno Dantes Sentenz passte als abgründiges Motto auch trefflich zu einer Institution – bürgerliche Familie geheißen –, so sie etwa von einem dermaßen und derart … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 2 | 19. Januar 2015

Märchen

von Renate Hoffmann  „In den alten Zeiten, in welchen das Wünschen noch geholfen hat …“ Mit diesen Worten beginnt das Märchen vom „Froschkönig und dem eisernen Heinrich“, das erste aus der großen Grimmschen Sammlung. Und „Wer’s nicht glaubt, bezahlt einen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 1 | 5. Januar 2015

Der Schminkfisch

von Renate Hoffmann Ein Buntbarsch, klein und zierlich, der fand sich ganz manierlich in seinem Farbenspiel. Gelb und Weiß und Himmelblau träumt er von einer schönen Frau, die lang ihm schon gefiel. Er kam aus fernen Landen, wo Forscher in … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 26 | 22. Dezember 2014

Florentinische Weihnachtslegende

von Renate Hoffmann In den Uffizien der an- und aufregenden Stadt Florenz beginnt die Geschichte, angesiedelt im Doppelsaal 5-6. Hochgestimmt als Besitzerin einer Einlasskarte mit dem Aufdruck „Galleria degli Uffizi“ gehe ich über Treppen, durch lange Korridore, begleitet von Gemälden … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 15. Dezember 2014

Plädoyer für das Gedicht

von Renate Hoffmann Es müssen nicht gleich die vielstrophigen Balladen der Oberklassiker sein, um sich diesen feingesponnenen Gebilden wieder zu nähern, die Musikalität in sich bergen, das Wort erklingen lassen, dem Rhythmus huldigen und die die Gefühle, An- und Einsichten … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 25 | 8. Dezember 2014

Späte Wanderung

von Renate Hoffmann Als Hans Christian Andersen (1805-1875) im Sommer 1831 nach Deutschland reiste – man hatte es ihm anempfohlen, um der trüben Stimmung zu begegnen, die ihn länger schon plagte – unternahm er eine „Grand Tour“, die so nicht … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 24 | 24. November 2014

Bemerkungen

Goldesel & Teufel Kennen Sie das, gelinde gesagt, belämmerte Gefühl, wenn sich eine fundamentale Lebensentscheidung Jahrzehnte später und natürlich ohne jede Chance zur Korrektur als schicksalhafter Fehler erweist? Ich meinerseits habe nämlich nicht 1982 in einem verschnarchten rheinischen Provinzkaff rotweinselig … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 23 | 10. November 2014

Ein Buchjubiläum

von Renate Hoffmann Am 29. September 1774 erschien in der Weygandschen Buchhandlung zu Leipzig ein Briefroman: „Die Leiden des jungen Werthers“. Anonym. Geschrieben mit dem Ungestüm eines jungen Mannes, der Johann Wolfgang Goethe hieß, was beizeiten ans Licht kam. – … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 21 | 13. Oktober 2014

Bemerkungen

Zweifel Frau von der Leyen muss sich derzeit – zu Recht oder zu Unrecht – zahlreicher Beschwerden und Kritiken in Bezug auf die Mängel bei der Ausstattung der Bundeswehr beziehungsweise der Funktionsfähigkeit ihrer Rüstungsgüter erwehren. Ich muss zugeben, dass mir … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 20 | 29. September 2014

Erlebte Poesie

von Renate Hoffmann Nach Erfurt. Verlockt durch drei in Korrespondenz stehende Ausstellungen des Druckkünstlers und Künstlerdruckers Ernst August Zimmermann. Ein Meister seines Faches, dem, neben anderen, Werner Tübke höchste Anerkennung zollte. Nicht nur, weil er die Kunst des Druckens bis … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 19 | 15. September 2014

Auf der „Santa Maria“

von Renate Hoffmann  Es wäre nicht zutreffend zu behaupten, ich sei ausschließlich ihretwegen nach Madeira gereist, aber auch ihretwegen. Christoforo Colombo (um 1451-1506) hatte die dreimastige Karavelle – oder Karacke, man ist sich uneins – zu seinem Flaggschiff erwählt, als … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 18 | 1. September 2014

Fantasie

von Renate Hoffmann Der Herr Debré, ein Malersmann, setzt seine Farben heiter an und malt in Blau und Grün und Ocker und Gelb und Purpurrot ganz locker einen früchtereichen Baum. Dran hängen wie in einem Traum Apfel, Kirsche, Pflaum’ und … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 17 | 18. August 2014

Recipe!

von Renate Hoffmann „Recipe!“ (Nimm!) – Aufforderung des Arztes an den Apotheker. Als Patient versäume man jedoch nicht, beide nach den Risiken und Nebenwirkungen der Verordnung zu fragen. Im Hof des Heidelberger Schlosses brandet der Touristenstrom. Im Deutschen Apotheken-Museum, untergebracht … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. August 2014

Das Grabdenkmal

von Renate Hoffmann Es steht im Garten. Inmitten von Koniferen und alten, weißblühenden Fliederbüschen. Die Frist zu weiterem ehrenden Angedenken am Begräbnisort war endgültig abgelaufen und nach nunmehr bald neunzig Jahren nicht mehr gegeben. Doch die Erinnerung an die Geschehnisse … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 14 | 7. Juli 2014

Weidengeflüster

von Renate Hoffmann Die Weiden, die Weiden, die silbern sich kleiden. Sie wehen im Winde geschwinde, geschwinde, als wollten sie fort. Wohin denn, wohin ihr rastlosen Wesen? Sie flüstern ein Wort: Zum Nirgendwo-Ort.


17. Jahrgang | Nummer 13 | 23. Juni 2014

Sommerzeit

von Renate Hoffmann Nun ist sie da, die „königliche Zeit“, wie Hermann Hesse sie nennt. Der Frühling, ja, der sanfte, mit den lauen Lüften, ersten Düften und Farben – gewiss, er sei ersehnt, doch wäre er wohl eher die Vorfreude … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 12 | 9. Juni 2014

Abend im Göttergarten

von Renate Hoffmann Weil es schon später Tag ist, beschleunige ich den Wanderschritt, um von Heidenau, im lieben Lande Sachsen, auf die Höhe des linksufrigen Elbhanges zu gelangen. Weiter Blick in die Runde. Hinunter ins Flusstal, hinüber zu den Pillnitzer … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 9 | 28. April 2014

Umschau in Passau

von Renate Hoffmann Um sich der Stadt zu nähern, besieht man sie, zu eigenem Vorteil, zuerst von oben und steigt zur Veste Oberhaus hinauf. Da liegt sie – eng aneinander geschmiegt, reich betürmt und von den Armen dreier Flüsse umfangen. … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 8 | 14. April 2014

An den Mond
Für R.W.

von Renate Hoffmann „Füllest wieder Busch und Tal still mit Nebelglanz, lösest endlich auch einmal meine Seele ganz …“ schrieb Herr Goethe eines Abends, als er ziemlich traurig war, blickte zu dem Fluss hinüber, der dort rauschte, viele Jahr’. Auch … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 6 | 17. März 2014

Justizirrtum?

von Renate Hoffmann Er hatte alles gründlich vorbereitet; war zweimal nach Tangermünde gefahren, um das Lokalkolorit aufzunehmen. Skizzierte die Lage der Handlungsorte, notierte Eindrücke und Gedanken. Zum Beispiel über den Kirchplatz der Stadt: „ … nüchtern, leer und langweilig. Die … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 5 | 3. März 2014

Köpfe, nichts als Köpfe

von Renate Hoffmann Von Donaustauf durch den regennassen Wald. Dem Ruhm entgegen. Walhalla auf dem Bräuberg. Ein klassizistischer Tempelbau, hoch über der Donau, dessen Standort inmitten treudeutscher Landschaft ein wenig seltsam anmutet. Auf der Höhe angelangt, gilt der Blick der … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 4 | 17. Februar 2014

Bemerkungen

Annelies Laschitza 80 Ihren Namen hörte ich das erste Mal, als ich 18 war. Damals, 1974, herrschte unter meinen älteren Freunden aus dem ISKRA-Klub Berlin helle Aufregung. Denn Annelies Laschitza und der – früh verstorbene – Günter Radczun hatten soeben … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 2 | 20. Januar 2014

Die Bilder von Marrakesch

von Renate Hoffmann Marokko – Land mit vielen Gesichtern, wechselnden Landschaften, einer verwickelten Geschichte; mit der Buntheit des Orients und der offenen Tür zur Moderne. Marrakesch – alte Königsstadt mit schmückenden Beinamen: „Rose unter Palmen“, „Stadt der Gärten“, „Perle des … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 1 | 6. Januar 2014

Zum Jahresbeginn

von Renate Hoffmann Das alte Jahr geht nun zu Ende, und man steht an einer Wende. Soll man oder soll man nicht auf Gewohntes doch verzichten, sich mit manchem neu einrichten? Was fällt wirklich ins Gewicht? Vielleicht muss man das … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 26 | 23. Dezember 2013

Schwebezustand

von Renate Hoffmann Pompeji in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München. Die Naturkatastrophe von 79 n.Chr. ersteht aufs Neue, mit all ihren Schrecken und mit der untergegangenen hohen Kultur. Dem Vesuv und der vulkanisch unterminierten Landschaft am Golf von Neapel wird … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2013

Sächsischer Spaziergang

von Renate Hoffmann Den berühmten Richard Wagner wollte ich in Graupa, einem Ortsteil von Pirna, besuchen und die berühmte Kamelie im Dresden-Pillnitzer Schlossgarten. – Wanderung von Heidenau elbabwärts an einem kühlen Morgen. Die Flusslandschaft liegt im feinen, bläulichen Herbstlicht. Um … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 23 | 11. November 2013

Was spielen die Blätter im Fallen?

von Renate Hoffmann Eine Fuge von Bach? Ein Lied ohne Worte? Tschaikowsky in Moll? Eine Windharfenweise? Einen Walzer aus Wien? Wie es schien, spielten sie leise. Wir können ’s nicht hören mit unseren Öhren.


16. Jahrgang | Nummer 22 | 28. Oktober 2013

Zwischenaufenthalt in Strasbourg

von Renate Hoffmann Bedenke ich es recht, so war es Herr Goethe, der mich wieder an den Rhein trieb. Im neunten Buch von Dichtung und Wahrheit bekennt er: „Ich fügte mich […] in die Absicht meines Vaters, mich nach Straßburg … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 21 | 14. Oktober 2013

Bemerkungen

Moderne Tagelöhner und die Santa Maria „An einem warmen Sonntag im Mai 2010 steigt Andreas Läufer in einem Hinterhof in Berlin auf sein Mofa und fährt davon. Er überquert keine Grenze, er bleibt in Deutschland. Aber die Bundesrepublik lässt er … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 20 | 30. September 2013

Unterwegs

von Renate Hoffmann Durch das Land streifen, und manches aufgreifen – es bewahren oder lassen. In dunklen Gassen nach den Sternen sehen, barfuß in den Wiesen gehen. Über Regenwolken spotten, sorglos durch die Wälder trotten, Augenblicke, schön wie nie – … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2013

Sonntagsausflug

von Renate Hoffmann Noch schwimmen Spätsommerwolken über den Himmel. Doch schon kühlt der Morgen empfindlich. Man sollte sich einen heiteren Tag gönnen, ehe die Nebel ziehen. Schloss Molsdorf im Thüringischen; in einem ruhespendenden, großen Garten gelegen, der einladenden Stadt Erfurt … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2013

Urlaubsbilder

von Renate Hoffmann Es gibt Gemälde, die den Betrachter in Reisestimmung versetzen. Weil sie ihn zum Durchwandern maigrüner Wälder locken oder zu einem Segeltörn auf den Weltmeeren oder zum Streifen durch schmale Gassen oder zum Aufspüren alter Gemäuer. Wenn diese … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 16 | 5. August 2013

Der Luftballon

von Renate Hoffmann Sonntagfrüh, es war halb acht, und wer hätte da gedacht, dass im Hauptbahnhof Berlin ein Luftballon die Runde macht. Auf dem Bahnsteig, ziemlich leer, kommt er plötzlich so daher. Angezeigt ist: Zug aus Wien. Ach, das kümmert … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 15 | 22. Juli 2013

Nahe an der Nahe

von Renate Hoffmann Der Morgen in Bad Sobernheim (zwischen Idar-Oberstein und Bad Kreuznach) beginnt mit Nachtigallengesang und Tau auf den Wiesen der Nahe-Flusslandschaft. Wandergefühle, ähnlich denen von Eichendorffs Taugenichts, stellen sich ein. Die kleine freundliche Kurstadt belebt, neben anderem, ihre … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 13 | 24. Juni 2013

Das rote Kästchen

von Renate Hoffmann In Amsterdam. Für einen Tag. Van Gogh? Rembrandt? Grachtenfahrt? Vincent! Er besitzt seit 1973 den eigenen großzügigen Museumsbau und seit einigen Jahren, als Erweiterung, die elegante Ellipse des Japaners Kisho Kurokawa. Allein Haus und Anbau sind der … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2013

Fahrt ins „Midi“

von Renate Hoffmann Wer würde dieser Aufforderung nicht gern Folge leisten. Le Midi de la France. Südfrankreich. Der Fünf-Sinne-Genuss. Lavendelfelder; der Mistral und seine wilden Gesänge. Duftwogen aus Thymian, Minze und Rosmarin von den Hügeln. Platanen-Alleen. Van Gogh in Arles, … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 10 | 13. Mai 2013

Er hatte Glück in Berlin

von Renate Hoffmann Es hätte ihm gefallen, dem Christian Morgenstern, wenn man nicht seinen 150. Geburtstag oder den 100. Todestag (der im nächsten Jahr ansteht) befeiert, sondern den unspektakulären 142. Jubeltag im Mai. Von Ehrungen zum Lebensbeginn hielt er ohnehin … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 9 | 29. April 2013

Nachmittag bei Van de Velde

von Renate Hoffmann Jeder kleine Teil der Zeit, jede Minute sehnt sich danach, ihre Seele einem Kunstwerk einzuhauchen, das diese Minute verewigen, ihre Seele in Ewigkeit aufbewahren soll. Henry van de Velde Zuerst, wie es dem Antrittsbesuch zum 150. Geburtstag … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 8 | 15. April 2013

Streifzüge durch Prag

von Renate Hoffmann Mit Smetanas „Moldau“ im Ohr, fuhr ich in diese Stadt. Sie zeigte sich kühl, trug noch Schneereste auf Dächern und an Straßenrändern – aber sie zeigte sich empfangsbereit. Der Fluss grüßte, die Pracht der Fassaden, Karl IV. … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 7 | 1. April 2013

Frühlingsfarbe*

von Renate Hoffmann Die Weiden wehen sanftes Grün. Die grünen Autos sind im Schwange und grüne Punkte in der neuen Mode. Sogar die Schirme spannen grüngestreift. Und für den Wandrer der im Grünen schweift gibt’s einen Wetterhut – links grünbeschleift. … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 5 | 4. März 2013

Paradiese?

von Renate Hoffmann Neugier auf Capri – eigentlich auf das Oberstädtchen Anacapri, weckte nicht die azurblaue, sonnendurchflutete Werbung eines Reisekataloges, sondern Axel Munthes (1857-1949) Erinnerungen im „Buch von San Michele“. Als es in London 1929 erschien, bescherte es dem schwedischen … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 4 | 18. Februar 2013

Frau Lore-Lei

von Renate Hoffmann Dieses vorweg – ich bin auf Heinrich Heine hereingefallen. Obgleich er im Buch der Lieder Verse schrieb, die anrührender von Liebeslust und Liebesleid singen – „Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne, / Die liebt’ ich einst alle … Weiterlesen


16. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. Februar 2013

Rund um die Erde

von Renate Hoffmann Was treibt eigentlich an auszuziehen, um fremde Fernen zu erforschen? Wissbegier? Entdecker-, Reise- oder Abenteuerlust? Der endlose Versuch, das letzte Geheimnis zu lüften, wohl wissend, dass dies wahrscheinlich nicht möglich sein wird? Der Gründe sind viele, die … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 2 | 21. Januar 2013

Leonardos Wege

von Renate Hoffmann Unter Ludovico Sforza, genannt „Il Moro“, am Hof zu Mailand, erlangt der Maler, Architekt, Ingenieur, Stadtplaner, Anatom, Philosoph, Flugbesessener etcetera, etcetera Leonardo da Vinci (1452-1519) den Rang eines „Herzoglichen Ingenieurs“. Unter Cesare Borgia in Florenz erhält er … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 1 | 7. Januar 2013

Madonnen

von Renate Hoffmann Es gibt ihrer viele. Die schönste – sie sei es, so sagt man – wäre Madonna Sixtina. Damals glaubhaft die teuerste. Für 25.000 Scudi erwarb sie der Sächsische Hof. Das entsprach etwa den Baukosten vom Jagdschloss Moritzburg. … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 26 | 24. Dezember 2012

Bemerkungen

Medien-Mosaik Im alten Jahrtausend war Andreas Prüstel im Eulenspiegel und anderswo ein genialer Collagist in der Tradition von John Heartfield. Weil man sich ja auch mal verändern soll, arbeitet Prüstel im neuen Jahrtausend mit ebenso genialen Einfällen als Karikaturist. Neben … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 25 | 10. Dezember 2012

Kennen Sie Schloss Chenonceau?

von Renate Hoffmann Man geht, nein, man durchschreitet eine lange Platanen-Allee; himmelwärts zum gotischen Bogen aufschließend. An ihrem Ende zeigt sich ein festlicher, klarer Bau: Chateau de Chenonceau (südöstlich von Amboise, Departement Indre-et-Loire, Region Centre). Über zwei Brücken geleitet der … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 24 | 26. November 2012

Kleines Welträtsel

von Renate Hoffmann Zwei Äuglein mit Wimpern, doch nicht um zu klimpern. Zwei Schirmchen mit Knauf, doch geh’n sie nicht auf, sie geh’n auch nicht zu … Nanu … Zwei Bällchen, die fliegen ziellos, verschwiegen. Sie landen im Gras – … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 23 | 12. November 2012

Place Plumereau, Dienstagmittag

von Renate Hoffmann Die französische Stadt Tours wartet mit drei Überraschungen auf (selbstredend hält sie noch weitere bereit): Mit dem römischen Offizier Martinus, der zum Christentum wechselte, Bischof von Tours und Schutzpatron der fränkischen Könige wurde; doch er lebt schon … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 22 | 29. Oktober 2012

Gruß aus Paris

von Renate Hoffmann Eigentlich heißt es La Carriole du Père Junier, das Bild des Malers Henri-Julien Félix Rousseau, den man den Zöllner nannte (1844 – 1910). Davor stehend und in heiterer Betrachtung versunken, erlaube ich mir, es umzutaufen in La excursion – … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 21 | 15. Oktober 2012

Ab, in die Berge

von Renate Hoffmann Nach Tirol. Zum Achensee, gesäumt vom Karwendelgebirge und den Bergen des Rofan. Bleibe in Pertisau. – Man möchte zu den Gipfeln hinauf, von einem unstillbaren, unerklärlichen Drang getrieben. Vielleicht will man der Erdenschwere entrinnen, vielleicht nur wissen, … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 19 | 17. September 2012

Die kleine Seejungfrau

von Renate Hoffmann Welch poetischer Klang: „Weit hinaus im Meere ist das Wasser so blau wie die Blütenblätter der prächtigsten Kornblume und so klar wie das reinste Glas, aber es ist außerordentlich tief, tiefer als irgendein Ankertau reicht; … Dort … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 18 | 3. September 2012

Saxdorfer Gartenlust*

von Renate Hoffmann Man geht im Grün, Hibisken blüh’n und Phlox und Malve, und eine Schwalve flügelt arabesk. Zentifolienduft erfüllt die Luft. Obwohl die Rosen mit den Hummeln kosen, zeigen sie doch erste Blässe. Dahlien färben wild, Lupinen nicken mild. … Weiterlesen