Schlagwort-Archiv: Lyrik (in 17 Beiträgen)

20. Jahrgang | Nummer 19 | 11. September 2017

Im rutschenden Jahrhundert

von Ulrich Kaufmann André Schinkel, ausgewiesen als Poet und Prosaiker, ist ebenso ein Essayist von Rang. Einen seiner essayistischen Texte hat er Gisela Kraft gewidmet, seiner 2010 verstorbenen Mentorin und mütterlichen Dichterfreundin. Dort verrät er, dass er das (hier zu … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 7 | 27. März 2017

Heldisches Lied

von Henry-Martin Klemt Gestern ist mein letzter Held gegangen, blies die Luft aus und ist abgetaucht. Weiß nicht mehr, wann hat es angefangen, dass ich ihn geliebt hab und gebraucht. Manchmal istʼs ein Klang nur, eine Zeile, die uns trifft … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2017

Der Jüngling
An die klugen Ratgeber

von Friedrich Hölderlin Ich sollte ruhn? Ich soll die Liebe zwingen, Die feurigfroh nach hoher Schöne strebt? Ich soll mein Schwanenlied am Grabe singen, Wo ihr so gern lebendig uns begräbt? O schonet mein! Allmächtig fortgezogen, Muß immerhin des Lebens … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2017

„ …so zerrann ihm sein Leben und sein Dichten“

von Ulrich Kaufmann „Frei blieb, wer keinen Herren fand.“ Harald Gerlach über Johann Christian Günther (1695–1723) Der Ruhm Johann Christian Günthers ebenso wie die Legenden, die sich um den schlesischen Poeten bildeten, hängen auch damit zusammen, dass Goethe in „Dichtung … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2016

Volker Brauns „Handbibliothek der Unbehausten“

von Ulrich Kaufmann Im zurückliegenden Jahrzehnt schrieb Volker Braun vor allem Prosa, gelegentlich auch Theatertexte. Sein jüngster, „Die Griechen“, kommt nun, am Ende der Peymann-Ära, gar auf die Bretter des Berliner Ensembles, zumindest auf die Probebühne. Gedichte aber seien „der … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 18 | 29. August 2016

Keiner Welt zugehörig – zum 75. von Wolfgang Hilbig

von Manfred Orlick Als Wolfgang Hilbig 2002 mit dem Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung geehrt wurde, waren die Feuilletons voll des Lobes. So nannte ihn Die Welt einen „großen Vertreter der literarischen Moderne“, dessen „Prosaarbeiten eine Welt … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2016

der rhein

von Lothar Quinkenstein The branch of the linden is leafy and green … John Kander / Fred Ebb, Cabaret I an dunkler waldespforte saß ich im morgentaue lauschend dem efeugeflüster lauschend dem wispern der welle und die verliebten mit reiner … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 14 | 4. Juli 2016

walter-benjamin-platz

von Lothar Quinkenstein vier dutzend quellen steigen im kreis schillernde bögen spannen sich höher schließen sich zum gewölbe die kinder johlen im wassergehäuse bespritzen die sonne weiß schäumt empor die mittelsäule schießt atem beraubenden guss du auf der stufe im … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2016

Sonntagnachmittagsausflug zweier Luftballons

von Renate Hoffmann Auf der Weidendammer Brücke sieht man durch die Brückenlücke unten auf dem Spreegewässer weiße Ausflugsschiffe zieh’n. Lachend, winkend, Tücher schwenkend und die Blicke auf sich lenkend, sitzt die Menschheit, gut gelaunt, gondelt durch die Stadt Berlin. Alsdann … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 11 | 23. Mai 2016

Brandenburg

von Henry-Martin Klemt Heimat ist blau und grün. In ihre Seen legt sich der Himmel zur Ruhe. In ihren Flüssen schwimmen die Tage zum Meer. In ihren Wäldern liegen Schätze vergraben. Kindheit rauscht in den Kronen. Weil ich nicht fliegen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 6 | 14. März 2016

Eine ganz besondere Nürnbergerin

von Arndt Peltner, Oakland Sandra Alfers lebt seit 1993 in den USA. Die in Oldenburg geborene Germanistikprofessorin lehrt an der Western Washington University. Im Zuge ihrer Forschung über die Lyrik aus dem Ghetto Theresienstadt stieß sie auf die fast völlig … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 26 | 21. Dezember 2015

Dezemberfahrt

von Renate Hoffmann Durch Täler und durch kleine Dörfer. An den Fenstern bunte Sterne und Tannengrün und Lichterketten. Ich möchte wetten, man bäckt schon Zimtgebäck und brät die Weihnachtsgans. Es duftet sehr danach. Den Hofhund plagt die große Lust nach … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 22 | 26. Oktober 2015

Pollock

von Lothar Quinkenstein wie er den bullerofen anfeuert morgens mit der arbeit beginnt wie er auf der suche nach dem ersten pinselstrich bemerkt dass farbe tropfen kann wie er am strand das krumme eisen schultert als wäre es des künstlers … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 18 | 31. August 2015

Bemerkungen

Gewissenhaftpflicht Als Abgeordneter bin ich nach Grundgesetz Artikel 38, so etwas weiß ich, einzig und alleine meinem Gewissen unterworfen und sonst keinem. Weil ich mich aber in die Nesseln setze, wenn ich die Fraktionsdisziplin verletze, frage ich den Vorsitzenden meiner … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 9 | 27. April 2015

„Wie verzaubert ich bin …“

von Manfred Orlick In meinem Bücherschrank gibt es ein gesondertes Fach für Lyrik. Unter den meist schmalen Buchrücken fällt sofort ein doppeltes Exemplar auf. Ein Versehen? Nein, keine Vergesslichkeit. Die beiden Reclam-Bändchen „Musik auf dem Wasser“ mit Gedichten von Sarah … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2015

Zivilcourage und Eigensinn. Der Dichter Stephan Hermlin

von Peter Liebers „Junge Dichter, die gelesen werden wollen, senden ihre bisher unbekannten und unveröffentlichten Arbeiten an die Deutsche Akademie der Künste zu Berlin.“ Diese für eine Akademie merkwürdig anmutende Einladung im Herbst 1962 hatte der anspruchsvollste Dichter des Landes … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 9 | 30. April 2012

Günter Ullmann: Sein Leid ist Gedicht geworden

von Kai Agthe Günter Ullmann, der 1946 in Greiz geboren wurde und dort 2009 auch starb, hat nie viel Aufhebens um sich und seine Person gemacht. Er war ein bescheidener Mensch, der es nicht mochte, mit seiner DDR-Biografie, die tragisch … Weiterlesen