Schlagwort-Archiv: Franz Schandl (in 36 Beiträgen)

20. Jahrgang | Nummer 15 | 17. Juli 2017

Bemerkungen

Daniil Granin zum Gedächtnis 1987 druckte die damals in einer Sechs-Millionen-Auflage erscheinende Literaturnaja Gazeta einen Text Daniil Granins ab, dem dieser den Titel „Über Barmherzigkeit“ gab. Ein halbes Jahr später veröffentlichte auch die Zeitschrift der Akademie der Künste der DDR, … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017

Die große Ratlosigkeit

von Franz Schandl, Wien Gibt es überhaupt noch so etwas wie eine Zukunft? Die kapitale Propaganda will sie ja nur noch als Fortschreibung der Gegenwart gelten lassen, als Wert- und Wertegemeinschaft auf ewig. Eher geht die Welt unter, als dass … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2016

Auf dem Markt

von Franz Schandl, Wien Bei schlichten Geistern wie Milton Friedman liest sich das Einmaleins der Marktwirtschaft allen Ernstes wie folgt: „So ist der Verbraucher vor einem Druck durch den Verkäufer dadurch gesichert, dass es andere Verkäufer gibt, bei denen er … Weiterlesen


19. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. Juli 2016

Spiel statt Sinn?

von Franz Schandl, Wien Postmodernen Denkern wie dem Hannoveraner Philosophieprofessor Hans von Fabeck ist das Leben bereits zum Spiel geworden: „Gleichwohl gibt es das gute Leben in der Postmoderne bereits.“ Das Spiel wird gegen den Sinn ausgespielt, um es sogleich … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 14 | 4. Juli 2016

Bemerkungen

Alternativen … Ich hoffe, nicht zur Antieuropäerin erklärt zu werden, wenn ich zugebe, dass ich auf einen Brexit gehofft hatte. Der Gedanke an ein ewiges „Weiter so!“ war zu erschreckend, waren doch die Briten seit langer Zeit unwillig, sich für … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 12 | 6. Juni 2016

Kann Kern können?

von Franz Schandl, Wien Schon zu Studienzeiten, wo wir uns Mitte der Achtziger peripher begegneten, war der Arbeiterbub aus Simmering, damals Mitglied des Verbands Sozialistischer Studenten (VSStÖ), konsequent und zielstrebig. Er wusste vielleicht noch nicht, was er wollte, aber dass … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 10 | 9. Mai 2016

Marx und die Demokratie

von Bernhard Mankwald Nach weit verbreiteter Meinung ist die Demokratie nicht mehr das, was sie früher einmal war. Man hört aber auch die Gegenfrage, wann und in welchem Land je ideale demokratische Zustände verwirklicht gewesen sein sollen. Es ist also … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 24 | 23. November 2015

Ausrinnen der Arbeiterklasse – Von der Deindustrialisierung zur Deklassierung

von Franz Schandl, Wien Unter Deindustrialisierung verstehen wir einen Schrumpfungs-, Zerschlagungs- und Liquidierungsprozess des industriellen Potenzials (Arbeitskräfte, Maschinen, Gebäude, Know-how). Zentral ist der Verlust von Industriearbeitsplätzen, die von der Industrie selbst nicht kompensiert werden können. Kennzeichnend ist, dass immer weniger … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 13 | 22. Juni 2015

Versicherung und Verunsicherung

von Franz Schandl, Wien Der neueste Hit ist Springers Welt zu entnehmen. „Nur die Rente mit 74 kann Deutschland noch helfen“, heißt es dort. Und das im Land der durchökonomisierten Kriegsgewinnler und Exportweltmeister. Die durchschnittliche Lebenserwartung in meinem Wiener Wohnbezirk … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 20. April 2015

Borniertheit gegen Effizienz

von Franz Schandl, Wien Darf es heute noch Denker geben, die die Borniertheit loben? Natürlich darf es sie nicht geben, aber es gibt sie trotzdem. Peter Moeschl ist so einer. Die besondere Kraft der österreichischen Borniertheit liegt in der Beschränkung … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 23. März 2015

Freie Meinung? Freier Wille?
Eintragungen zum bürgerlichen Subjekt der Selbstbeherrschung

von Franz Schandl „Beraubt sind wir des Gefühls des Beraubtseins – und dadurch scheinbar frei.“ Günther Anders Die Antiquiertheit des Menschen, Band II Menschen haben nicht aufgehört Knechte zu sein, nachdem sie ihre eigenen Herren geworden sind. Darüber täuschen freilich … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 23. März 2015

Democrazy! Verächtliche Widerreden zu einem Form- und Glaubensprinzip

von Franz Schandl „Große Hoffnungen setzte man einst auf die Demokratie, aber Demokratie bedeutet lediglich, dass das Volk durch das Volk für das Volk niedergeknüppelt wird. Man ist dahintergekommen“, schrieb Oscar Wilde 1891 in seinem brillanten Essay „Der Sozialismus und … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 23. März 2015

Demokratischer als die Demokraten

von Franz Schandl Wenn ich meine eigene Geschichte so rekapituliere, vor allem die Bewegungsjahre in der linksradikalen Szene und im grünalternativen Bereich Revue passieren lasse, dann bin ich einige Jahre geradezu ein Fanatiker der Demokratie gewesen. Das erschien mir ganz … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 23. März 2015

Dürftige Theorie in bedürftigen Zeiten.
Zur Postdemokratie des Colin Crouch

von Franz Schandl Es gibt Bücher, da ist der Titel das Beste. „Rasender Stillstand“ war so eines, „Postdemokratie“ ist auch so eines. Auch wenn sein Band sympathisch schmal ist, hat der in Warwick „Governance and Public Management“ lehrende Colin Crouch … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 15. Dezember 2014

Varianten des Totalitären?

von Franz Schandl, Wien  Paul Ginsborg versucht, sich anhand fünf ausgewählter Länder an einer umfassenden Geschichte des Privaten unter diktatorischen Verhältnissen: „Je länger ich mich mit dem Thema dieses Buches befasste, desto größer wurde im Übrigen die Skepsis, ob ein … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 17 | 18. August 2014

Was ersparen wir uns, wenn es kein Geld mehr gibt

von Franz Schandl, Wien Der Großteil der wirtschaftlichen Tätigkeit hat mit Produktion und Dienstleistung nichts zu tun, er folgt ausschließlich geschäftlichen, das heißt monetären Erfordernissen. Der Großteil der Arbeit gehorcht nicht nur der Geldreligion, er gehört selbst dem Religionsdienst an. … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 14 | 8. Juli 2013

Bemerkungen

Schein als Meditation Der bekannteste Schein, den wir kennen, ist der Geldschein. Betrachten wir ihn näher. Welche Kraft hat er? Nun, er hat die Energie, die wir ihm verleihen. Die Kraft zu kaufen, sprechen wir ihm zu, und als Verkäufer … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 13 | 24. Juni 2013

Bemerkungen

Naturkatastrophen? Geht es nach den sich häufenden Überschwemmungen, werden die Jahrhunderte immer kürzer. Doch schnell kehrt die Normalität wieder. Wenn die Japaner sich von keinem Supergau schrecken lassen, warum wir hier von einem Hochwasser? Zum Schluss erschlägt die mediale Dramaturgie … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 9 | 29. April 2013

Laufen

von Franz Schandl, Wien Wenn ich durch den Wald laufe, laufe ich durch mein Leben. Es ist tatsächlich ein Erleben, bei dem ich die Geschwindigkeit ebenso bestimme wie die Entfernung. Es geht nicht nur um den Streifzug durch die Gegend, … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 23 | 12. November 2012

Bemerkungen

In der Schuldenfalle Verblüffung allenthalben: Die Zahl der Deutschen, die ihre Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen können, ist gegenüber dem Vorjahr um rund 190.00 angestiegen und beträgt nunmehr 6,6 Millionen. Jeder zehnte Bundesbürger ist also überschuldet. Und das bei vergleichsweise guter … Weiterlesen


14. Jahrgang | Sonderausgabe | 5. Dezember 2011

Der Conferencier als Condottier

von Franz Schandl, Wien Zuallererst ist das Treiben des Slavoj Žižek ein äußerst sympathisches. Überall dort, wo die radikale Linke abgerüstet hat (und wurde), dort rüstet er kräftig auf. Der Kommunismus erscheint bei ihm alles andere als antiquiert – als … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 17 | 22. August 2011

Politikverdrossenheit

von Franz Schandl, Wien Politik? Gar Tagespolitik? Tja. Selbstverständlich ist es nie ganz egal, wer da wo, wann und warum gewählt wird, wer die Ämter besetzt und die Gelder vergibt. Sich aber deswegen einzureden, hier gehe es um essenzielle Unterschiede, … Weiterlesen


Verträglichkeiten oder: Repression und Fürsorge

von Franz Schandl, Wien Man darf den Staat wohl zu Recht als den zentralen Garanten der bürgerlichen Gesellschaft interpretieren. Alle seine Werkzeuge und Instrumente, Institutionen und Apparate werden dafür eingesetzt, den Kapital- und Herrschaftsverhältnissen Bestand zu gewähren. Das Arsenal ist … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 7 | 4. April 2011

Entwertet die Werte!

von Franz Schandl, Wien Allenthalben ist von Werten zu reden. Von Werten, die wir haben, oder welchen, die wir brauchen, von Wertewandel und Werteverfall und vor allem und unablässig von der Wertegemeinschaft. Denn die benötigen wir, unbedingt. Auch allen Ausländern … Weiterlesen


14. Jahrgang | Nummer 3 | 7. Februar 2011

Bemerkungen

Gelöbnis Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Ich werde meinen Lehrern die schuldige Achtung und Dankbarkeit erweisen. Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. Die … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 15 | 2. August 2010

Aufgepumpte Staatsblasen

von Franz Schandl, Wien Ein Grundproblem des Staates ist freilich, daß er aus der Wirtschaft alimentiert wird. Auch der Staat verkehrt mit dem Zahlungsmittel des Marktes. Obwohl er sie druckt und prägt, schafft er seine Mittel nicht selbst, sondern muß … Weiterlesen


13. Jahrgang | Nummer 2 | 1. Februar 2010

Positives Denken

von Franz Schandl, Wien Eine der gängigsten Varianten der Affirmation ist das positive Denken. Kaum eine Vokabel ist – lassen wir die Medizin mal beiseite – so positiv besetzt wie „das Positive“. Wer will nicht positiv sein? Der Schluß vom … Weiterlesen


Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 17. August 2009, Heft 17

Black Box and Dark Age

von Franz Schandl, Wien Dadurch, daß Wirtschaften der Verwertung dient und primär Privatangelegenheit ist, wird jeder Betrieb zu einer Black Box. Die Zurschaustellung gilt dem Produkt, nicht der Produktion. Die Öffentlichkeit weiß eigentlich nicht, was wirklich vorgeht. Betriebs- und Geschäftsgeheimnis … Weiterlesen


Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 30. März 2009, Heft 7

Blasenschwäche

von Franz Schandl, Wien Kredite, das lehrt diese Krise, sind organischer Bestandteil des Kapitals und können daher zu faulen beginnen. Die Frage ist nur, fault der Kern, oder ist er wie alle Apologeten behaupten, noch kerngesund. Es ist wohl so, … Weiterlesen


Des Blättchens 12. Jahrgang (XII), Berlin, 5. Januar 2009, Heft 1

Kritik als Affirmation

von Franz Schandl, Wien Affirmation ist das Gegenteil von Kritik, zweifellos. Doch ist Kritik deswegen das Gegenteil von Affirmation? Ist dieser Umkehrschluß nicht zu banal, vor allem dazu da, im kritischen Betrieb sich im Widerspruch zu sonnen, ohne zu ahnen, … Weiterlesen


Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 27. Oktober 2008, Heft 22

Spekulation als Kalkulation

von Franz Schandl, Wien Spekulation ist. Sie gehört zu den tagtäglichen Erledigungen aller Mitglieder der bürgerlichen Gesellschaft. Jedes Geschäft kennt ein spekulatives Moment. Jeder Preisvergleich, jede Werteinschätzung eines Produkts oder einer Leistung ist Spekulation. Jeder Kauf und jeder Verkauf muß … Weiterlesen


Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 29. September 2008, Heft 20

Schönreden durch Schlechtreden

von Franz Schandl, Wien Politik versteht sich gemeinhin als das kritische Geschäft schlechthin. Permanent wird etwas kritisiert. Alle gefallen sich als Kritiker der anderen. Fast könnte man meinen, dort sei wirklich der Ort kritischer Reflexion und Debatte. Weit gefehlt. Das … Weiterlesen


Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 4. August 2008, Heft 16

Sprechen als Entsprechen

von Franz Schandl, Wien Wir sprechen nicht, wir entsprechen. Wobei dieses »ent« einiges aussagt. Ent-sprechen heißt, sich einer eigenen Sprache zu ent-ledigen. Wer sich entsprechend verhält, verhält sich nicht sprechend. Man sagt nichts zu dem, was passiert, man sagt einfach … Weiterlesen


Des Blättchens 11. Jahrgang (XI), Berlin, 23. Juni 2008, Heft 13

Bergdeutsche an Deutsche

von Franz Schandl, Wien Wenn die Zeitung erscheint, wird das Match zwischen Österreich und Deutschland schon gelaufen sein. Derlei Spiele haben es schon in sich. Das 3:2 gegen Deutschland bei der WM 1978 war für Österreich nicht nur die Rache … Weiterlesen


Des Blättchens 9. Jahrgang (IX), Berlin, 23. Januar 2006, Heft 2

Die Partner

von Franz Schandl, Wien Konnte man bisher George Bush »getrost« auf Platz eins der gefährlichsten Männer der Welt setzen, so möchte ihm nun einer seiner Kontrahenten den Rang ablaufen: der iranische Staatspräsident Ahmadi-Nejad. Der Präsidentenmullah will aufräumen, vor allem mit … Weiterlesen


Des Blättchens 7. Jahrgang (VII), Berlin, 6. Dezember 2004, Heft 25

Denunziation!

von Franz Schandl, Wien Eine der übelsten Seuchen, die die radikale Linke nicht nur bisweilen, sondern regelmäßig heimsucht, ist die Denunziation. Sie gleicht einem natürlichen Drang, ist ein stets vorprogrammierter Systemfehler gesellschaftlicher Opposition, eine Schranke, an der sie einige Male … Weiterlesen