Schlagwort-Archiv: Frank-Rainer Schurich (in 59 Beiträgen)

20. Jahrgang | Nummer 25 | 4. Dezember 2017

Mystische Prozeduren

von Frank-Rainer Schurich Erst seit dem 15. Jahrhundert war unseren Vorfahren der Begriff Aberglaube geläufig. Im Spätmittelhochdeutschen nannte man das Phänomen schon vereinzelt abergloube. Im Norddeutschen hieß es Hühnerglaube – ein als irrig angesehener Glaube an die Wirksamkeit übernatürlicher Kräfte. … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 24 | 20. November 2017

Bemerkungen

Berliner Notizen – Poesie, Porno und die SPD Berlin wird derzeit erschüttert. Nicht durch Erdbeben, dagegen ist die Stadt einigermaßen gefeit. Der Kampf gegen den Sexismus wühlt Berlin auf. Nachdem es nicht gelungen ist, die Damen „von’s Jewerbe“ aus der … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 23 | 6. November 2017

Wo ist mein großer Löffel?

von Frank-Rainer Schurich Die im Osten Sozialisierten kennen fast alle den sowjetischen Märchenfilm „Die drei Holzfäller“. Die Blase, schläfrig und faul, möchte zwar süßen Brei essen, aber seine Gefährten Strohhalm und Bastschuh nicht bei der fürs Kochen notwendigen Holzsuche unterstützen. … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2017

Neue Rechte, alte Kriminalfälle und Goethe in Wörlitz

von Wolfgang Brauer Thomas Wagners Buch erscheint wie ein vorweggenommener Kommentar der handgreiflichen Auseinandersetzungen rund um den Stand des Antaios-Verlages aus Schnellroda auf der Frankfurter Buchmesse. Antaios wird von Götz Kubitschek betrieben. Der gilt als einer der wichtigsten intellektuellen Strippenzieher … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 11 | 22. Mai 2017

Jüdische Schicksale – Die „Comedian Harmonists“

von Frank-Rainer Schurich „Wir müssen dort im Haus anfangen“, sagt Kommissar Kurt Wallander im Kriminalroman „Mord im Herbst“ von Henning Mankell. „Es muss Grundbucheintragungen geben. Alle Menschen haben eine Geschichte. Und Häuser genauso.“ Das Haus Stubenrauchstraße 47 in Berlin-Friedenau ist … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 9 | 24. April 2017

Erlesenes: Vom Geldzählen, Theodor Storm und Leichen im Transit

von Wolfgang Brauer Der Titel führt in die Irre. Die „Geschichte des Geldes“ von Alan Pauls ist mitnichten ein historischer Roman, es ist auch keine in eine erzählende Form gekleidete finanztheoretische Abhandlung. Mit ein wenig Phantasie könnte man dem Autoren … Weiterlesen


Verunglückte Fallbeschreibungen

von Frank-Rainer Schurich Wer das Buch gelesen aus der Hand legt, fragt sich, ob das die neue Art ist, authentische Kriminalfälle aus der DDR aufzuschreiben. Es ist ein bisschen wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde, von Robert Louis Stevenson in … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 8 | 10. April 2017

Osterpotpourri – mit mörderischen Einlagen

von Frank-Rainer Schurich Ihren Namen erhielt die alte germanische Osterfeier nach der im Osten wiedergeborenen Sonne des Frühjahrs, worauf auch der Name der Frühlingsgöttin Ostara zurückzuführen ist. Später fiel die Feier mit dem Fest der Auferstehung Jesu zusammen. Da es … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

Der Fall Richard Hauptmann

von Frank-Rainer Schurich Ein Geiseldrama, das die Welt bewegte, ereignete sich vor 85 Jahren in den USA. Denn Charles A. Lindbergh (1902–1974), der Vater der Opfers, war eine außerordentliche Berühmtheit: 1927 hatte er als erster im Alleinflug den Atlantik von … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017

Miszellen

„Das Neue kann manchmal ganz schön nerven“ „Das gabs früher nicht“ – wie oft geht uns dieser Spruch über die Lippen. Entweder wenn wir uns über heutige Begleiterscheinungen aufregen – oder wenn wir wehmütig feststellen, dass es früher manche Dinge … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 25 | 5. Dezember 2016

Explodierende Ampel

von Frank-Rainer Schurich „Die Straßen von Berlin sind dermaßen lang und gerade, dass man meinen könnte, ein römischer Imperator hätte sie eigens für Wagenrennen bauen lassen. Es schien mir unmöglich, dass ein einzelner Mensch sich durch all diese Straßen schleppen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 21 | 10. Oktober 2016

In der Langen Straße

von Frank-Rainer Schurich Mordhäusern ist oft ein trauriges Schicksal zuteil geworden. Entweder wollte dort niemand mehr wohnen, oder sie wurden einfach abgetragen, weil Touristen massenhaft Steine als Souvenirs mitnahmen, Nachbewohner Stimmen hörten und hologrammartige Körper an der Wand sahen. In … Weiterlesen


19. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. Juli 2016

Miszellen – Todesflüge, Wortschatzfunde, J. K. Rowling

Das Buch über die „Todesflüge“ 1994 wurde der argentinische Journalist Horacio Verbitzky in der U-Bahn von Buenos Aires von einem Mittvierziger angesprochen. Es handelte sich um den Korvettenkapitän Adolfo Scilingo, dessen Gerechtigkeitsempfinden schwer gestört war. Es stellte sich heraus, dass … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 12 | 6. Juni 2016

Wie haben Sie sich erkannt?

von Frank-Rainer Schurich „Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger…“, heißt es lakonisch im 1. Buch Mose. Die DDR-Rockgruppe „Pankow“ nahm diesen Gedanken auf und setzte Inge Pawelczik ein schönes Denkmal, die sich mit einer flüchtigen männlichen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Die Todesschüsse von Uckro

von Frank-Rainer Schurich „Will man keine Spuren hinterlassen, muss man mit einem Papiertaschentuch ‚sorgfältig‘ die Mordwaffe abwischen und das Papiertaschentuch anschließend verbrennen.“ Dieser Satz, quasi als Lebenshilfe für Mörder, kam 2016 im ARD-Tatort „Die Geschichte vom bösen Friederich“ aus dem … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 6 | 14. März 2016

Mörderisches

von Wolfgang Brauer „Das Böse ist immer und überall“, philosophierte die Austropopband Erste Allgemeine Verunsicherung 1986 in ihrem Hit vom Banküberfall. Was da so witzig aus dem Lautsprecher rieselt, kann Kriminalisten allerdings nur zu einem schiefen Grinsen auf dem Gesicht … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 5 | 29. Februar 2016

Der Fall Jünemann

von Frank-Rainer Schurich Dass Otto Jünemann bei seiner Schwägerin Charlotte Jünemann in der Weinstraße 27 am Berliner Friedrichshain nach dem Rechten sehen wollte, hatte verschiedene Gründe. Einmal waren sie zerstritten, weil er ihr vor Weihnachten 1934 wegen ihres Lebenswandels heftige … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 1 | 4. Januar 2016

Kriminalistik – abgewickelt

von Günter Hayn Nimmt man allein die Programme der öffentlich-rechtlichen Fernsehstationen, so ist die Kriminalistik im landläufigen Sinne in Deutschland inzwischen Volkssport. Am Sonntagabend kann kein Fall zu blödsinnig und kein „Ermittler-Team“ handwerklich unfähig genug sein, um nicht ein Millionenpublikum … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2015

Selfies für die Ewigkeit

von Frank-Rainer Schurich Das Wort Abstand in den Bedeutungen Entfernung oder Verzicht ist seit dem 15. Jahrhundert bezeugt. In den früheren Jahren der Fotografie brauchte man einen gehörigen Abstand, um selbst (mit) auf das Bild zu kommen. Dazu wurde der Selbstauslöser … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 20 | 28. September 2015

Behördliche Hilfe bei Mord

von Frank-Rainer Schurich In der Nacht vom 21. zum 22. August 1921 hatte sich der Arbeiter Mannheim Itzig auf der Polizeiwache in der Andreasstraße 62 gemeldet und ausgesagt, dass in der Langen Straße 88 in Berlin aus der Wohnung des … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 11 | 25. Mai 2015

Gong, Wüstenwind und Blähungen

von Frank-Rainer Schurich Wirkungen können erfreulich, eindrucksvoll, rührend, erheiternd, trügerisch, berechenbar, erstaunlich, revolutionär, nebensächlich und billig sein. Von den Wirkungen haben wir im Laufe der Jahrhunderte gelernt, dass sie eine Ursache haben. Oder auch mehrere. Bei der Einnahme eines Giftes … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 10 | 11. Mai 2015

Bemerkungen

Nachricht aus Kathmandu Vor Jahren besuchte ich mehrfach Nepal, um dortige Antikorruptionsinitiativen zu unterstützen und von ihnen zu lernen. Ich war fasziniert von den Leuten, ihrer lebendigen Kultur und dieser Landschaft mit den im Smog der Städte oft unsichtbaren weißen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2015

Bemerkungen

„Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 6 | 16. März 2015

Grüße vom Posthornbesitzer

von Frank-Rainer Schurich Peter Høeg hat in seinem Roman „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ eine Situation beschrieben, in der sich ein Mechaniker und ein Gerichtsmediziner zufällig begegnen: „Der Mechaniker steht auf dem Bürgersteig. Die beiden Männer drücken einander die Hand. … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 1 | 5. Januar 2015

Vom Hausdach in die Ewigkeit

von Frank-Rainer Schurich Enno Hansing aus Nordenham ist ein relativ unbekannter Autor, obwohl er Friedhofsgeschichte geschrieben hat. Als Familienforscher oft auf Friedhöfen unterwegs, machte er 1972 auf einem österreichischen Museumsfriedhof eine unglaubliche Entdeckung. Ein Kunstschlossermeister hatte in den 60er Jahren … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 26 | 22. Dezember 2014

Der geteilte Haarmann

von Frank-Rainer Schurich „Weihnachten: Festtag, der Völlerei, der Trunksucht, klebrigen Gefühlen, der Entgegennahme von Geschenken, öffentlicher Langeweile und häuslichem Frieden geweiht.“ Diese etwas zynische Definition stammt vom amerikanischen Schriftsteller Ambrose Bierce, aber die kriminelle Wirklichkeit ist noch viel schlimmer. Schon … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 22 | 27. Oktober 2014

Pastor und Garagentor

von Frank-Rainer Schurich „Ich will dir einen Liebeszauber zeigen ohne Gift, ohne Zauberkraut, ohne irgendeiner Hexe Zauberspruch: wenn du geliebt werden willst, liebe!“ Das war vom römischen Philosophen und Tragödiendichter Seneca gut gesagt, aber wir wissen heute, dass in dieser … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 19 | 15. September 2014

Die Leiche als corpus delicti

von Frank-Rainer Schurich Als der Altmeister der Kriminalistik Hans Gross noch Erhebungsrichter in einem kleinen oststeierischen Städtchen war, meldete man ihm eines Tages einen grausigen Fund. Im Brauhausgarten sollte ein großer verendeter Bernhardiner eingescharrt werden, und als die Grube ausgehoben … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 28. Juli 2014

Mord und Totschlag in der DDR

von Frank-Rainer Schurich Ingo Wirth und Remo Kroll haben in ihrer „Schriftenreihe Polizei. Studien zur Geschichte der Verbrechensbekämpfung“ nicht nur einen dritten Band herausgebracht, sie haben ihn auch gleich selbst geschrieben. Entstanden ist eine erstklassige, informative und mit Akribie erarbeitete … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 11 | 26. Mai 2014

Duftsteine – Der Fall Honka

von Frank-Rainer Schurich „Wer ins Feuer sieht, dem ist das andre dunkel“, schrieb Bettina von Arnim einmal. Wenn das Feuer dann erloschen ist, wird das andre wieder hell – was einem Serienmörder zum Verhängnis wurde. Es begann in der Nacht … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 7 | 31. März 2014

Das Böse ist immer und überall

von Frank-Rainer Schurich So sang die österreichische Pop-Rock-Band „Erste Allgemeine Verunsicherung“ in ihrem Lied vom Banküberfall, der aber ein Happyend findet – wenn’s schon nichts zu holen gibt, dann wird eben eingezahlt! Das Böse also in einer heiteren Miniaturausgabe. Das … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 5 | 3. März 2014

Die bulgarische Buchela

von Frank-Rainer Schurich In einem Runderlass des Preußischen Innenministeriums vom 3. April 1929 war das Verbot der Beschäftigung sogenannter Kriminaltelepathen mit dem ausdrücklichen Hinweis ausgesprochen worden, dass bei der polizeilichen Aufklärungsarbeit nur Hilfsmittel benutzt werden dürfen, die sich einer Nachprüfung … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 2 | 20. Januar 2014

In memoriam Otto Prokop

von Frank-Rainer Schurich Otto Prokop, der weltberühmte DDR-Wissenschaftler mit österreichischem Pass, wurde Ende 1956 auf den Lehrstuhl und in das Direktorat des Instituts für Gerichtliche Medizin der Charité berufen. Ein halbes Leben bis zur planmäßigen Emeritierung 1988 stand er der … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 26 | 23. Dezember 2013

Der Stern von Bethlehem

von Frank-Rainer Schurich Als wir am 24. Dezember 2011 zu den Kindern nach Prohn bei Stralsund fuhren, ahnten wir nicht, dass wir unser Wunder erleben werden. Irgendwann, als die Zeit der Bescherung herangereift war, ermunterte Anja die Männer, noch ein … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 24 | 25. November 2013

Der Fall Seefeld

von Frank-Rainer Schurich Während Serienmörder wie Fritz Haarmann („Der Schlächter von Hannover“), Karl Denke in Münsterberg/Schlesien („Der Kannibale“) und Peter Kürten („Der Vampir von Düsseldorf“), die in der Kriminalgeschichte einen schauderhaften Reigen tanzen, immer noch in der Volksseele tief verwurzelt … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 23 | 11. November 2013

Rindfleisch aus Pferdefleisch

von Frank-Rainer Schurich Erst im 16. Jahrhundert fand hierzulande das Wort „Qualität“, vom Lateinischen qualitas kommend, eine sprachliche Würdigung. Die Worte „Güte“, „besondere Eigenschaft“ oder „gute Beschaffenheit“ reichten offenbar nicht mehr zur Kennzeichnung der Produkte aus. Später kamen dann „Qualifikation“ … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 23 | 11. November 2013

Darauf können Sie Gift nehmen!

von Margit van Ham Das behauptet Frank-Rainer Schurich in einem jetzt veröffentlichten Bändchen voller skurriler Geschichten – und er meint das durchaus nicht im übertragenen Sinne. Über Gifte und andere Mordmethoden wird informiert und räsoniert, und zumindest beim Lesen kann … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 22 | 28. Oktober 2013

Der durchgescheuerte Hosenboden

von Frank-Rainer Schurich Der Berliner ist ein Einwohner der Stadt Berlin, der Hauptstadt von ganz Deutschland, an der Spree gelegen. Aber auch wenn man nicht mehr dort wohnt, kann man ein Berliner sein, nämlich dann, wenn man in diesem Flecken … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2013

Der Fall Hetzel

von Frank-Rainer Schurich Die erste große Sachverständigenkrise der Bundesrepublik betraf in den 60er Jahren das Strafverfahren und hier vor allen Dingen gerichtsmedizinische Gutachter. Da das Vertrauen in die Justiz verloren zu gehen schien, versuchte man im Rahmen einer Gegenstrategie, die … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 18 | 2. September 2013

Der Fall Mollath – ein bayerischer Justizalbtraum

von Frank-Rainer Schurich „Experten kennen 99 Stellungen, aber kein einziges Mädchen“, hatte Dieter Hallervorden vor Jahren einmal im Radio von sich gegeben. Das klingt lustig, ist es aber nicht, wenn derartige Gutachter im Strafprozess auftauchen und rein zufällig und mit … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 17 | 19. August 2013

Der verschubte Kommissar

von Frank-Rainer Schurich Polizei-Oberkommissar Wolfgang Seeger von der Landespolizei-Abteilung Waiblingen hatte 1963, also vor 50 Jahren, das große Glück, im Heft 2 der Fachzeitschrift Kriminalistik einen Leitartikel mit dem programmatischen Titel „Kriminalität und Demokratie“ zu landen. Seine Hauptthese: Gute Wohlfahrtseinrichtungen … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 15 | 22. Juli 2013

Heidelberg, vom Bergfriedhof gesehen

von Frank-Rainer Schurich Ein Student aus Heidelberg und das Herz, das ebendort verloren wurde, die Manessische Handschrift mit mittelhochdeutscher Lyrik aus dem 12. und 13. Jahrhundert (daselbst in der Universitätsbibliothek aufbewahrt) – so viele Lieder kennt der Heidelberger Talwind, diese … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 14 | 8. Juli 2013

In der ersten Reihe

von Frank-Rainer Schurich Will man der Werbung glauben, sitzt man beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen immer in der ersten Reihe. Und weil man so privilegiert herumsitzt, muss das, was über den Bildschirm flimmert, natürlich markenrechtlich geschützt werden. Solche Markenschutzpossen spielen sich regelmäßig … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 13 | 24. Juni 2013

Zwischen Altona und Blankenese

von Frank-Rainer Schurich Als der Vorortzug 1360 Hamburg-Altona-Blankenese am 10. November 1906 gegen 16 Uhr in den Bahnhof Blankenese eingelaufen war, fand ein Schaffner im Abteil der II. Klasse den bewusstlosen Zahnarzt Dr. Claußen mit zertrümmertem Schädel. Das Opfer, dessen … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 12 | 10. Juni 2013

Zahn und Zimmermann

von Frank-Rainer Schurich Der jiddische Schriftsteller Scholem Alejchem (1859-1916), weltbekannt durch seinen „Tewje, der Milchmann“ (als Musical-Held der „Fiedler auf dem Dach“), hat vor langer Zeit das Problem auf den Punkt gebracht: „Zähne – man leidet, wenn man sie kriegt, … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 11 | 27. Mai 2013

Doppelgänger zum Verlieben

von Frank-Rainer Schurich Ein Doppelgänger ist ein Mensch, der entweder schizophren ist oder jemandem zum Verwechseln ähnlich sieht. Dieser Jemand kann als eineiiger Zwilling bekannt oder, im anderen Fall, unbekannt sein. Im letzteren Fall ist man irgendwann überrascht, eine ähnlich … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 9 | 29. April 2013

Lappel wurde überfahren

von Frank-Rainer Schurich Bertolt Brecht schrieb 1948 in sein „Arbeitsjournal“: „berlin, eine radierung churchills nach einer idee hitlers. berlin, der schutthaufen bei potsdam …“ Nach dem Krieg erwachte in diesem riesigen Schutthaufen das Leben neu, wurde angefangen aufzuräumen, zu ordnen … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 8 | 15. April 2013

Fluch der Zivilisation

von Frank-Rainer Schurich Das Wort Bombe gehört zu den ganz zwielichtigen. Heute wird es erstens nach seiner wirklichen Etymologie im Sinne eines gewaltigen Sprengkörpers gebraucht, für den man erst einen Begriff brauchte, als er in Abhängigkeit vom technischen „Fortschritt“ erfunden … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 1 | 7. Januar 2013

Ohne Lattenrost

von Frank-Rainer Schurich Das Bett ist eine Location (neudeutsch), die wir, je nach Befindlichkeit, lieben oder meiden. „Mein Vater arbeitete hart und sagte immer: Im Bett sterben die Menschen, also steh auf, tu was!“ berichtete der britische Starkoch Jamie Oliver … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 26 | 24. Dezember 2012

Christbaumfrevel

von Frank-Rainer Schurich Untersuchungen in Frankreich, Deutschland, England und anderswo ergaben übereinstimmend, schrieb 1951 Ernst Seelig im „Lehrbuch der Kriminologie“, dass die Delikte gegen das Vermögen, besonders Diebstahl und Betrug, ihre Höchstzahl in der kalten Jahreszeit erreichen. Was auch heißt: … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 25 | 10. Dezember 2012

Globig aus Sachsen

von Frank-Rainer Schurich Hans Ernst von Globig gehört neben Huster, Sonnenfels und Hommel zur vordersten Front der deutschen Aufklärer, die sich im Kampf gegen den Inquisitionsprozess verdient gemacht haben. Der studierte Jurist war am Oberhofgericht zu Leipzig tätig, ab 1806 … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 23 | 12. November 2012

Jenseits von Afrika

von Frank-Rainer Schurich In Zeiten von Kriegen bleibt von der Xenophilie (Fremdenfreundlichkeit) kaum etwas übrig, zumindest bei denen, die sich der jeweiligen herrschenden Kriegsideologie unterwerfen. Der Fremdenhass und die Angst vor Fremden (Xenophobie) steigen in das Unermessliche. Ist der Krieg … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 20 | 1. Oktober 2012

Kommissar Zufall

von Frank-Rainer Schurich Das einzig Beständige im Leben ist der Zufall. Fritz Reuter hat das in seinem Roman „Seine Majestät Dörchläuchting“ etwas derb so umschrieben: „Jeder hat nun einmal einen Klotz am Bein, und der heißt ‚Zufall‘.“ Über Zufälle könnte … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 17 | 20. August 2012

Die Schülertragödie von Steglitz

von Frank-Rainer Schurich Es ist eine wahnsinnig spannende Geschichte aus Liebe und Eifersucht, aus seelischer Erschütterung und jugendlichem Übermut, aus romantischer Verklärung und Weltschmerz. Es ist eine Geschichte, die erzählt von einer verheuchelten sittlichen Fassade in der Zeit nach dem … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 13 | 25. Juni 2012

Susanna im Bade

von Frank-Rainer Schurich In nicht geringes Erstaunen versetzte 1981 ein siebzehnjähriger Ganove die Rotterdamer Kriminalpolizei. Einmal festgenommen, sprudelten die Geständnisse wie ein Wasserfall. Nach Summierung der Diebstähle, Überfälle und Brandstiftungen, die dem Täter umgerechnet über fünf Millionen Mark Beute gebracht … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 8 | 16. April 2012

Giftige Geheimrätin

von Frank-Rainer Schurich Am 4. April 1836, vor über 175 Jahren, starb die Geheimrätin Sophie Charlotte Elisabeth Ursinus. Sie zählt zu den rätselhaftesten Erscheinungen der deutschen Kriminalchronik des 19. Jahrhunderts. Ihr Ehemann, der Geheime Justizrat und Regierungsdirektor Ursinus, verschied am … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 7 | 2. April 2012

Mein Name ist Hase …

von Frank-Rainer Schurich Als in der „Wende“ ein damals noch wenig bekannter CDU-Lokalpolitiker seine Rede mit den Worten „Meine Name ist Hase…“ begann, intonierte das Berliner Kundgebungsvolk fast geschlossen und wie aus der Pistole: „… und ich weiß von nichts.“ … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 5 | 5. März 2012

Bemerkungen

Linke Kandidatenwahl* Wenn unter Freunden Einigkeit nicht herrscht, Läuft ihre Sache meist verkehrt, Am Ende stehen dann die Dinge schlecht. Einmal wollten Schwan und Krebs und Hecht Mit einem Leiterwagen eine Fuhre machen Und luden auf zusammen alle ihre Sachen; … Weiterlesen


15. Jahrgang | Nummer 4 | 20. Februar 2012

Hinter den grünen Lichtern

von Frank-Rainer Schurich Die Kriminaltaktik erklärt bekanntlich, in welchen Schritten sowie mit welchen Mitteln und Methoden eine kriminalistische Untersuchung zu erfolgen hat. So gibt es bei der deutschen Polizei noch immer den ziemlich martialischen Begriff des Ersten Angriffs, obwohl es … Weiterlesen