Schlagwort-Archiv: Deutschland (in 137 Beiträgen)

20. Jahrgang | Nummer 8 | 10. April 2017

Das Märchen von der Bildungsrepublik Deutschland

von Christoph Sieber Bildung ist der Schlüssel zu allem, zu Glück und Reichtum, ist das Mantra, das alle immer wiederholen. Ich sage dazu nur: Ich kenne Menschen, die auch ohne Abitur glücklich geworden sind. Damals wie heute gilt aber: Es … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

Bemerkungen

Franz Kafka und Deniz Yücel Die türkische Innenpolitik drängt mit Macht auch nach Deutschland. Der Fall Deniz Yücel, Auftritte beziehungsweise verhinderte Auftritte türkischer Politiker in Deutschland zur Unterstützung der Erdogan-Pläne für eine Präsidialverfassung bringen die deutsche Politik in Verlegenheit. Nicht … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

Lenin auf Rügen

von Dieter Naumann Das zweifaches Jubiläum, zum einen Lenins Bahnreise vor 100 Jahren aus dem Schweizer Exil zurück nach Russland, zum anderen die Aufstellung eines typgleichen Waggons vor dem Bahnhof von Sassnitz 60 Jahre später, soll Anlass sein, auf die … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

Der Westen & Russland – zum Diskurs

von Wolfgang Schwarz Im vorangegangenen Beitrag dieser Reihe hatte es unter anderem geheißen: „Es gehört offenbar zu der der Geschichte eigenen Ironie, historische Lektionen mit dem Abtreten maßgeblicher Beteiligter binnen einer Generation weitgehend in Vergessenheit geraten zu lassen. Was derzeit … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

Roman Dmowskis Fußstapfen

von Holger Politt, Warschau Polens heimlicher Staatsführer heißt Jarosław Kaczyński. Seit November 2015 führt er die Geschicke des Landes, auch wenn er es im bescheidenen Hauptsitz seiner Partei tut. Fast jeden Tag erscheint er dort gegen 10 Uhr und nimmt … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017

Die universitäre Rechte

von Jochen Mattern Nur wenige Tage nach der Wahl des Wortes „Volksverräter“ zum Unwort des Jahres 2016 konnten die Leser der Sächsischen Zeitung entnehmen, weshalb das Unwort, ungeachtet seiner nationalsozialistischen Herkunft, in den öffentlichen Sprachgebrauch zurückgekehrt ist. In einer als … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2017

Endlich Weltmacht?

von Erhard Crome Nach dem Interview von Donald Trump für die deutsche Bild-Zeitung und die britische Times sowie seiner Antrittsrede als Präsident schwanken hierzulande die Interpretationen in den Großmedien zwischen Verunsicherung, Trump-Beschimpfung und Größenwahn. Besonders aufmerken lässt Letzteres. Der Außenpolitik-Chef … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2017

Dank Trump: Deutschland doch noch Atommacht?

von Wolfgang Schwarz … zumindest wenn es nach einem Möchtegern-Strategen namens Berthold Kohler ginge, seines Zeichens einer der Herausgeber der FAZ. Der hat sein Gebot der Stunde vor kurzem der Öffentlichkeit kundgetan: Donald Trump wolle „den Rückzug Amerikas aus der … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017

Von politischen Befunden und alternativen Therapien

von Herbert Bertsch Der sinnig schwarz eingefärbte Umschlag von „Der schwarze Juni“ und der in Signalrot von „Deutschland gehört auf die Couch!“ umfassen inhaltlich Materialien gegenwärtiger Gesellschafts- und Staatskonzeptionen in und für Deutschland, bei beiden verbunden mit alternativen Vorstellungen zur … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 26 | 19. Dezember 2016

Versuch über deutschen Judenhass

von Lutz Unterseher Es geht um Erklärungen für die Besonderheiten des deutschen Antisemitismus. Dies vor dem Hintergrund der Annahme, dass der Judenhass in Deutschland in der Tat Unterschiede zu jenem etwa in Russland oder Polen aufweist. Dort konnte sich der … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 25 | 5. Dezember 2016

Ungeheuerliches

von Erhard Crome Die deutsche „politische Klasse“ oder Kaste laboriert noch immer an ihren Traumata im Gefolge der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA. Narrative Selbsttherapie soll helfen. So hat der Noch-Bundespräsident und gelernte Pfarrer Joachim Gauck gemeinsam … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 24 | 21. November 2016

Die neokonservative Zuspitzung

von Lutz Kleinwächter Trump – Präsident der USA! Republikanische Mehrheiten dominieren den Kongress, den Senat und den Kreis der Gouverneure. Rechtskonservative Bundesrichter herrschen im Obersten Gerichtshof. Brachialer Rechtsrutsch! Die „Gewaltenteilung“ sowie „checks and balances“ sind deutlich geschwächt. Nach dem Brexit … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 23 | 7. November 2016

Nachdenken über Freund und Feind

von Wolfgang Kubiczek „Heute … ist die Pluralität aus der deutschen Presse völlig verschwunden … Was RT und Sputnik News inzwischen leisten, ist deutlich weltoffener und hat mehr Profil als die Einheitsbrühe der sogenannten Leitmedien … Von ausgewogenem und investigativem … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2016

Healing of Memories?

von Hermann-Peter Eberlein In wenigen Tagen beginnt die Evangelische Kirche in Deutschland mit ihren Veranstaltungen zum fünfhundertsten Jubiläum der Reformation, die ihren Höhepunkt am 31. Oktober 2017 in Wittenberg finden sollen. Bewusst will man sich absetzen vom konfessionellen Heldenpathos und … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 21 | 10. Oktober 2016

Deutschland gegen Ende 2016

von Stephan Wohanka „Die Frau is unmöglich als Regierungsmensch. Die hat nichts gemacht. Ja, Physikerin, von der Politik hat se keine Ahnung. Sie könn Käse kaufen, der soll zwei Monate halten. Der is im Kühlschrank schon nach einer Woche vergammelt, … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2016

Kontinuitäten des Elends

von Wolfgang Brauer Dieser Tage veröffentlichte die Bertelsmann-Stiftung unter dem Titel „Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche“ eine Studie zur Kinderarmut in Deutschland. Die Befunde sind erschreckend. 14,7 Prozent aller noch nicht 18-Jährigen in Deutschland lebten 2015 in Familien, die von … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 20 | 26. September 2016

Schwarz über die Zonengrenze

von Jürgen Brauerhoch Frühsommer 1948. Deutschland ist seit drei Jahren geteilt, mitten durch das Land – was sich heute viele nicht mehr vorstellen können – trennt ein „Eiserner Vorhang“ Ost von West, also die so genannte freie Welt vom „kommunistischen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 18 | 29. August 2016

Bemerkungen

Frau Petrys Insel-Plan Sie gibt gern die schnippische Naive. Auf ihren Fotos scheint sie gerade aus dem jüngsten Neckermann-Katalog mit der Freizeitmode für die deutsche Hausfrau entlaufen. Ähnlich der Interviewstil: Gern antwortet sie auf Fragen, die ihr nicht gestellt wurden. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2016

Des Kaisers neue Kleider:
Kritische Notizen zur „Europäischen Friedensordnung“

von Hans J. Gießmann Das gerade veröffentlichte „Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“ wiederholt die seit dem Ende des Kalten Krieges gebräuchlichen Formeln zu einer durch gemeinsame Anstrengung erreichten „europäischen Friedensordnung“: „Die Staaten Europas haben – gemeinsam mit … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 16 | 1. August 2016

50 Jahre „Wembley-Tor“

von Manfred Orlick Die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich ist Geschichte. Mit einiger Überraschung holte sich Portugal den Titel, während die Mannen um Jogi Löw als Favoriten im Halbfinale gegen Gastgeber Frankreich ausschieden. Nicht nur deshalb sprechen Experten und Fans jetzt … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 15 | 18. Juli 2016

Anmerkungen zum Brexit

von Erhard Crome Fehleinschätzungen in der Außenpolitik schaden zuerst dem, der sie trifft. Das betrifft den gesamten Komplex Brexit. Es waren die deutschen und andere europäische Großmedien, die kurz vor dem Brexit-Entscheid der britischen Wählerschaft meinten, eigentlich sei es klar, … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 15 | 18. Juli 2016

18. Juli 1936 – Madrid, Moskau…

von Jörn Schütrumpf Der Putsch gegen die Volksfrontregierung begann mit einem doppelten Rückschlag: José Sanjuro, der Anführer des spanischen Faschistenmobs, starb am dritten Tag beim Rückflug aus seinem portugiesischen Exil. Seine leichte Maschine streifte einige Baumkronen – angeblich hatte der … Weiterlesen


19. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. Juli 2016

Hans Paasches Forschungsreise in das Innerste Deutschlands

von Wolfgang Schlott Mehr als hundert Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Briefe Hans Paasches über die Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara in das Land der Wasungu ist das Interesse an diesem schmalen Bändchen augenscheinlich ungebrochen. Zahlreiche Auflagen in unterschiedlichen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. Juli 2016

Europa zerbricht

von Erhard Crome Im Titel ist zwar von Europa die Rede, im Kern jedoch geht es um die Europäische Union, ihre Krise und den voraussichtlich unglücklichen Ausgang, den „Zusammenbruch eines historischen Projekts“. Der Band enthält profunde Analysen zu den wirtschaftlichen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 13 | 20. Juni 2016

Bemerkungen

Beschämende Ignoranz Am 22. Juni jährt sich der Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion zum 75. Male. Es ist nichts an großen Feierlichkeiten seitens der deutschen Verfassungsorgane angekündigt oder zu erwarten. Gauck oder Merkel werden wohl weder in Moskau noch in … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 10 | 9. Mai 2016

Für eine Europäische Friedensordnung*

von Horst Teltschik Sehr verehrte Frau Professor Bahr, Exzellenzen, sehr geehrte Damen und Herren! Zu dem heutigen Egon-Bahr-Symposium als Redner eingeladen zu sein, empfinde ich als eine besondere Ehre. Noch wenige Wochen vor seinem Tod rief mich Egon Bahr an. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 10 | 9. Mai 2016

Wie im Märchenwald

von Holger Politt, Warschau Das Ziel, am 10. April wenigstens eine Million Menschen auf die Beine zu bringen, erreichte Jarosław Kaczyński nicht. Dennoch ließ er die Gelegenheit, in breitester Öffentlichkeit an den Absturz der Präsidentenmaschine am 10. April 2010 zu … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 9 | 25. April 2016

Deutsche Fehlperzeptionen

von Erhard Crome Außenpolitische Perzeptionen zu untersuchen heißt zu fragen, wer auf Grund welcher Voraussetzungen welche Entscheidungen getroffen hat und warum. Dabei spielt die Sicht auf die eigenen Interessen, aber auch auf Bedrohungsanalysen, Vorannahmen und auf die eigenen Möglichkeiten eine … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2016

EU zwischen Markt und Plan?

von Heerke Hummel Mario Draghi versetzte die Finanzwelt Deutschlands in helle Aufregung, als die von ihm geleitete Europäische Zentralbank drei Tage vor dem deutschen Superwahltag den Leitzins erstmals auf null Prozent senkte, um das Wirtschaftswachstum in Europa mit zinslosen Krediten … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2016

Unwägbarkeiten von Brexit

von Erhard Crome Bleiben sie? Gehen sie? Am 23. Juni 2016 soll die Wahlbevölkerung Großbritanniens über den Verbleib des Landes in der Europäischen Union abstimmen. „Brexit“ wurde zum Synonym für den Austritt (Britannien und Exit für Ausgang, Abtreten). Dieses Kunstwort … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 6 | 14. März 2016

Von Wandervölkern und Versatzstücken

von Dmitri Dragilew Die Zahl der Autoren, die nach Deutschland aus den Republiken der ehemaligen UdSSR eingewandert sind und die sich nun auf Deutsch literarisch äußern, steigt kontinuierlich. Für mich gleicht diese Tatsache immer noch einem wundersamen Rätsel oder rätselhaftem Wunder, … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 6 | 14. März 2016

Der Untote im See

von Erik Baron Auf dem Grund des Sees ruht seit letztem Sommer ein Ertrunkener und treibt sein magisches Unwesen mit den Anwohnern. Keiner traut sich mehr ins Wasser hinein. Still und glatt liegt der See. – Nein, es ist kein … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 6 | 14. März 2016

Zur Lage oder worum geht es?

von Stephan Wohanka Das Knäul ist die Wirklichkeit Juli Zeh Die gegenwärtige Lage ließe sich mit vielen Adjektiven beschreiben; es wäre jedoch müßig, jeder kennt sie und macht sich seinen Vers darauf… Wenn es an einer gutbürgerlichen Kaffeetafel aus einer … Weiterlesen


Hegemoniale Perspektiven

von Erhard Crome Aus der Politik und dem konzeptionellen Denken in Deutschland ist die hegemoniale Perspektive nicht verschwunden, trotz der Turbulenzen in der Flüchtlingsfrage. Im Grunde ist auch der Versuch der Bundeskanzlerin, zunächst einseitig – das heißt jenseits der in … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2016

Retourkutsche

von Holger Politt, Warschau Die öffentlich-rechtlichen Medien in Polen unterliegen nun der unmittelbaren Regierungskontrolle. Allgemein rächt sich, dass jede bisherige Regierung versucht hatte, möglichst viel Einfluss im Mediengeschäft dort zu bekommen, wo dem freien Markt staatsregulierte Grenzen gesetzt sind. Die … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 1 | 4. Januar 2016

Armut – Stachel im Fleisch unseres Wohlstands

von Ulrich Busch Armut passt nicht in eine Wohlstandsgesellschaft wie die Bundesrepublik Deutschland. Sie ist ein Skandal. Dementsprechend ist der Umgang mit ihr auch durch Wegsehen, Beiseiteschieben, Schönreden, Ignorieren, Relativieren, Bagatellisieren und Leugnen gekennzeichnet. Dies gilt keineswegs nur für die … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 24 | 23. November 2015

Bemerkungen

Aus anderen Quellen „Ja, die Terroranschläge von Paris waren ein Angriff auf alles, was Menschlichkeit ausmacht“, schreibt Petra Erler. „Aber das gilt für alle Terroranschläge, überall auf der Welt. In keiner der Stellungnahmen vom Samstag zu den Terroranschlägen auf Frankreich … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2015

Deutschland ist kriegsuntauglich

von Wilfried Schreiber Deutschland ist kriegsuntauglich. Diese Tatsache ist keineswegs neu. Sie wurde bereits in den 1970er Jahren erkannt und hat sich seitdem in drei Stufen entwickelt. Die erste Stufe bezog sich vor allem auf die Unfähigkeit der gesamten europäischen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2015

Immer feste druff!

von Karl Kraus Sie sahen nur das, was nicht geschehn, und hörten nur das, was ihnen frommt. Ich hab’ schon am Anfang das Ende gesehn und wußte, was nach dem Ende kommt. Dies Volk, genährt mit Weltenhasse, des Wahnes entbunden, … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2015

Deutschlaaaand, Deutschlaaaand!

von Mely Kiyak Erst wollte ich es nicht tun. Mir die Günter-Jauch-Sendung vom Wochenende anschauen. In der Zeitung hieß es nämlich, dass Björn Höcke, der thüringische Fraktionschef der AfD, während der Fernsehdiskussion eine Deutschlandfahne ausgepackt habe, um ein Bekenntnis zu … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2015

Flüchtlinge retten! Nicht nur den Euro!

von Heerke Hummel Ein unabsehbarer Flüchtlingsstrom drängt nach Europa, vor allem in sein Zentrum Deutschland. Angesichts des Streits, wie man dem Problem beikommen, den Flüchtlingen helfen und ihre Aufnahme in geordnete Bahnen lenken kann, sprach der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2015

Ein Streifzug durch die Goethezeit

von Alfons Markuske „Nach allem, was wir wissen“, so schließt Bruno Preisendörfer, der Autor des hier zu besprechenden Buches, eine Bildungslücke – zumindest beim Rezensenten –, „trug Goethe keine Unterhosen.“ Doch noch bevor der Ruf des Dichterfürsten deswegen womöglich leiden … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 22 | 26. Oktober 2015

Gefährliche Überlegenheit

von Ulrich Busch Dass Deutschland – volkswirtschaftlich betrachtet – unter seinen Verhältnissen lebt, ebenso wie die USA, Italien und Griechenland darüber, ist allgemein bekannt und deshalb keine Erörterung wert. Weniger bekannt jedoch sind das Ausmaß der jährlichen Verzichtsleistung der deutschen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2015

Merkel, die Flüchtlinge und die Folgen

von Stephan Wohanka Kanzlerin Merkels „Yes we can“ lautet „Ja, wir schaffen es“. Es ist zu früh, um darüber zu urteilen, ob Merkel scheitert – jedenfalls in beträchtlichem Umfang, wie Obama gescheitert ist – … oder aber reüssiert. Gelingt der … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 20 | 28. September 2015

Edvard Munch – ein Künstlerleben

von Wolfgang Brauer 1886 erregte ein Bild eines jungen Malers auf dem 5. Osloer Herbstsalon einen fürchterlichen Skandal. Es handelte sich um „Das kranke Kind“ (entstanden 1885/86; heute Nationalgalerie Oslo) des 23-jährigen Edvard Munch. Dargestellt ist ein junges, offenbar todkrankes … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 20 | 28. September 2015

Paschtunen in des Kaisers Dschihad

von Thomas Ruttig Vor fast genau 100 Jahren, im Juli 1915, starben die sepoys – die Bezeichnung für einfache Soldaten bei der britisch-indischen Armee – Lalak, Sohn des Baba, und Muhammad Amin, Sohn des Kalim Shah, in deutscher Kriegsgefangenschaft. Sie … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 20 | 28. September 2015

Brot dringend, Wasser sehr dringend!

von Mely Kiyak Früher klickte ich zum Zwecke der Zerstreuung Nachrichtenportale an. Heute klicke ich mich durch Bedarfslisten verschiedener Berliner Flüchtlingseinrichtungen. Einen Tag später schaue ich die Listen an, um festzustellen, ob der Bedarf weiter besteht. Kinderärzte und Internisten werden … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 19 | 14. September 2015

Weltmeister der Herzen

von Julius Berrien Sie steht uns gut, die neue Fremdenfreundlichkeit. Die Kanzlerin und der Bundespräsident schwören ihr Volk auf Willkommenskultur ein. Deutschland ist in puncto Flüchtlingssolidarität jetzt schon gefühlter Europameister. Dabei wünschte man zuweilen, die Debatten würden weniger ideologisch und … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 19 | 14. September 2015

Hegemon Deutschland?

von Stephan Wohanka „… dass Deutschland heute in einer hegemonialen Position in Europa ist, die mächtiger ist als vor 1914, und mittels ökonomischer Mittel heute mehr erreicht als in zwei Weltkriegen mit militärischen. […] Die machtpolitische Kontinuität ist offensichtlich…“. Oder: … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 19 | 14. September 2015

Deutschlands Flüchtlingspolitik

von Erhard Crome „Wollen wir zum Europa von Merkel gehören oder zu dem von Orbán? Ein Europa, das eine Wertegemeinschaft sein will? Oder ein Europa der nationalen Interessen?“ Das fragte dieser Tage die belgische Zeitung De Standaard. Nun wissen wir, … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 18 | 31. August 2015

Die EU und die Flüchtlinge

von Bernhard Romeike In diesem Jahr werden etwa 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Das Dublin-Verfahren – Bearbeitung von Asylanträgen in dem EU-Land, das der Asylsuchende zuerst betreten hat – wurde deutscherseits für Flüchtlinge aus Syrien außer Kraft gesetzt. Die spanische … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 17 | 17. August 2015

Auf der Quarantänestation

von Jörn Schütrumpf Politisch kann man sich schlagen lassen müssen, aber besiegt werden kann man politisch nur, wenn man sich selbst aufgibt, meinte einst Paul Levi (1883–1930), der erste KPD-Chef. Er wurde mehrmals geschlagen, aufgegeben hat er sich nie, zu … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 16 | 3. August 2015

Müllers Liste

von Annette Riemer Ein Deutscher rettet 14 Palästinenser aus Syrien – den Staat schert das recht wenig. Ein Lehrstück aus der Provinz. Der kleine Rabie sitzt teilnahmslos in der Ecke. Er spricht kaum, verfolgt kaum das Geschehen in dem Wohnzimmer, … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015

Rote Fahne am Golden Gate

von Arndt Peltner, Oakland 1911 – Dienstag, der 14. November: Genosse Schlender lud zu einer Gründungsveranstaltung des „Allgemeinen Arbeiterbildungvereins” in die Tiv Halle ein. Das ist der erste Eintrag in die Protokollbücher des Arbeiterbildungsvereins San Francisco, dem einzigen überhaupt in … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 11 | 25. Mai 2015

Wie demokratisch ist die Republik?

von Bernhard Mankwald Wenn kluge Diplomaten ihren Verbündeten Komplimente machen, artet das manchmal in Schmeichelei aus. So erging es Egon Bahr, als er neulich in einer Rede Großbritannien als „Mutterland der Demokratie“ bezeichnete. Die Ehre gebührt wohl eher dem antiken … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 11 | 25. Mai 2015

Das Fremde und die Fremden

von Stephan Wohanka O Deutschland, wie bist du zerrissen und nicht mit dir allein! In Kält‘ und Finsternissen Läßt eins das andre sein. Und hättst so schöne Auen Und reger Städte viel; Tätst du dir selbst vertrauen Wär alles Kinderspiel. … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 20. April 2015

Modell Europa?

von Heerke Hummel Im Streit darüber, wie die griechische Schuldenkrise zu überwinden ist, spielt Deutschland als stärkste Wirtschaftsmacht der Europäischen Union eine tonangebende Rolle. Im Streben, für den Schuldenabbau ihren Sparkurs nicht nur den Griechen, sondern allen EU-Ländern aufzuzwingen, können … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 20. April 2015

Reisen in Deutschland – mit Montesquieu

von Herbert Bertsch 260 Jahre nach dem Tod (Montesquieu starb am 10. Februar 1755 in Paris) sind eigentlich kein Anlass, um „Aufhebens“ davon zu machen – wäre da nicht ein feines Buch von ihm, „Meine Reisen in Deutschland 1728-1729“, von … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2015

Verantwortungsgemeinschaft mit Moskau und Washington

von Egon Bahr Erwarten Sie nicht, dass ich mich an den täglichen neuen und durchaus beunruhigenden Meldungen zum Thema Ukraine beteilige. Ich gehe davon aus, dass ein unberechenbarer Gewaltausbruch vermieden werden kann, also Minsk II bis zum Ende des Jahres … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2015

Die Mühen der Ebenen

von Edgar Benkwitz In diesen Tagen ist der Premierminister Indiens, Narendra Modi, zu Besuch in Deutschland. Noch vor einem Jahr war das undenkbar, denn der damalige Provinzpolitiker wurde für antimuslimische Ausschreitungen in seinem Heimatstaat 2002 mitverantwortlich gemacht und durch westliche … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2015

Ruanda. Dass es knallte, bekam man mit

von Arndt Peltner, Oakland – Kigali „Ohne jeden Zweifel, das Böse existiert“. Romeo Dallaire blickt zurück auf die Wochen im Frühjahr 1994, als er der Kommandeur der UN-Truppen im ostafrikanischen Ruanda war. Dallaires Einsatz begann im September 1993, nach der … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2015

Sätze über Bildung

von Heino Bosselmann Obwohl fortlaufend darüber geredet wird, ist über Bildung kein klares Gespräch mehr möglich, denn der Begriff erscheint mittlerweile pauschal so positiv konnotiert wie semantisch unklar. Sein politischer Dauergebrauch griff ihn ab. Diese grundsätzliche Schwierigkeit wird noch vergrößert … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2015

Faschisten nicht nur in Kiew

von Stephan Wohanka Dass „Faschisten“ in Kiew an der Macht beteiligt sind, ist bekannt und auf den Seiten des Blättchens häufig kommentiert worden. Das deutet auf einen klaren Standpunkt der Autoren hin und zeugt von hoher, ja seismografischer Sensibilität für … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 6 | 16. März 2015

Was tun? Kriegsende, Russen und Deutsche

von Götz Aly Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes sollten wir Deutsche vor allem auch die Leistungen der sowjetischen Soldaten bei der Befreiung vom Nationalsozialismus ehren. Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht in Berlin? In gut zwei … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2015

Schluss mit der kollektiven Verständnislosigkeit!

von Björn Hacker Deutschland hadert mit Griechenland. Zunächst Erstaunen allenthalben über den so klaren Wahlausgang und den Einzug der linkpopulistischen Syriza in die Regierung. Nun zunehmend Unverständnis und Verärgerung in Politik und Medien, dass Tsipras, Varoufakis & Co. ihre Wahlversprechen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2015

Feliks Tych, eine Erinnerung

von Holger Politt, Warschau Niemals sollte Feliks Tych erfahren, was der Vater kurz vor dem Tod über die Deutschen gedacht hatte. Beim Abschied hatte der gemeint, er kenne die Deutschen, die seien anders als es in den Hitlerreden scheine. Der … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2015

Armes reiches Deutschland

von Günter Hayn Am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin ermittelt regelmäßig das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) Daten zur Einkommensungleichheit und Armutsforschung. Im Herbst 2014 veröffentlichte das Institut in einem Wochenbericht eine Analyse der Vermögensverhältnisse in Deutschland. 2012 belief sich … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 1 | 5. Januar 2015

Gibt es ein Abonnement auf „Glück haben“?

von Herbert Bertsch „Hallo erst mal! Ich weiß gar nicht, ob Sie’s schon wussten“ – die Einleitung zum Auftritt des Kabarettisten Rüdiger Hoffmann sei hier entlehnt, um auf einen Beitrag abzuheben, der vor rund zwei Jahren (Nr. 22/2012) an dieser … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 1 | 5. Januar 2015

Gerard Braunthal, eine Erinnerung

von Mario Keßler, New York Die „Generation Exodus“, wie sie Walter Laqueur in seiner Kollektivbiographie dieser Gruppe bezeichnete, verlässt uns nun: Nur noch wenige der zwischen dem Ersten Weltkrieg und dem Machtantritt Hitlers Geborenen und durch sein Regime aus Deutschland … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 1 | 5. Januar 2015

Psychosoziale Wurzeln „rechter“ Bewegungen

von Andreas Peglau Schon der Ausgang der Europawahl vom Mai 2014 und die Entwicklung in der Ukraine haben die Frage nach den Wurzeln von Bewegungen, die auf Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Autoritarismus abzielen, mit neuer Schärfe aufgeworfen. Das Phänomen Pegida erzwingt umso mehr, … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 26 | 22. Dezember 2014

„Hungrig im Herzen bleiben“

Im Gespräch mit – Uwe Steimle Wenn jemand dumm geboren wird, da kann er nichts dafür. Aber wenn er auch noch dumm stirbt, dann muss er ganz schön blöde sein. Uwe Steimle Lieber Herr Steimle, wir halten es am besten … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 15. Dezember 2014

Spiegelungen

von Erhard Crome Zu den Eigenheiten der Wissenschaftslandschaft in Deutschland gehört, dass originelle wissenschaftliche Ergebnisse geschaffen werden, ohne dass große wissenschaftliche Institutionen im Hintergrund stehen. Das hat der Historiker Manfred Neuhaus bei der Vorstellung des neuen, von Wolfgang Geier herausgegeben … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 23 | 10. November 2014

Schmerzendes und Erhellendes

von Heinz W. Konrad Zwei Bücher sollen hier empfohlen werden, obwohl – oder besser: weil sie schmerzen durch das, was sie uns als Zeitgeschichte vorhalten oder das, was in ihnen möglicherweise auch ungerecht beurteilt wird. Wer um das verbindliche Geschichtsbild … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 23 | 10. November 2014

Ein deutscher Kolonialpolitiker

von Wolfgang Brauer Am 18. April 1884 wies Reichskanzler Otto von Bismarck den deutschen Konsul in Kapstadt telegrafisch an, den britischen Kolonial-Behörden mitzuteilen, dass die „Erwerbungen“ des Bremer Kaufmannes Adolf Lüderitz fortan „unter dem Schutz des Reiches stünden“. Dieselbe Mitteilung … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 23 | 10. November 2014

Angela, hab Erbarmen!

von Mely Kiyak Die Türkei hat seit letztem Jahr über eine Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Die in Deutschland bekannteste Gruppe unter ihnen sind jesidische Kurden aus dem Irak, die allerdings einen geringen Anteil an dieser Zahl haben. Sie fanden Zuflucht in … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 21 | 13. Oktober 2014

Bring den Boten um!

von Mascha Werthmann Offen diskutieren, überzeugen, abstimmen – so das Motto des „Disput\Berlin!“ am 1. Oktober im FAZ-Forum. Jutta Falke-Ischinger, Gattin des deutschen Spitzendiplomaten und Leiters der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat das Konzept in Deutschland importiert. Dreimal können die … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 20 | 29. September 2014

Was tun? – EU-Strategie für Russlandpolitik gesucht

von Peter W. Schulze Am Umstand, dass Russland ein sperriger Akteur für die europäische Politik bleibt, gibt es wohl wenig zu deuteln. Die russische Außenorientierung ist ihrem Wesen nach eine trilateral basierte, reaktiv ausgerichtete Status Quo Politik, die nur inkrementelle, … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 20 | 29. September 2014

Nahöstliche Wucherungen

von Peter Petras Es war am 20. August 2014, dass der für Entwicklungspolitik zuständige Minister – er heißt Gerd Müller und führt sein Amt eher unauffällig – in einem Interview im deutschen Fernsehen, zum sogenannten Islamischen Staat (IS) befragt, sagte: … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 19 | 15. September 2014

Symboliken

von Erhard Crome Wäre es nach Ukraine-Präsident Poroschenko gegangen, hätte die Kanzlerin am 24. August Kiew mit ihrem Besuch beglückt, dem Tag der ukrainischen Unabhängigkeit von Russland. Aber schon im alten Rom bestimmte nicht der Prokurator einer Provinz, wann der … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 19 | 15. September 2014

Bemerkungen

Desinformazija Der Begriff „Desinformazija“ muss keinem politisch und historisch einigermaßen beschlagenen deutschen Leser übersetzt werden: Irreführung des Gegners und gezielte Beeinflussung von dessen, gegebenenfalls aber auch der einheimischen Öffentlichkeit zur Kaschierung und Unterstützung der eigenen Ziele. Moskau war insbesondere in … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 17 | 18. August 2014

„Lemmingshaft“
– oder: die Stunde der Schlafwandler

von Gabriele Muthesius Zu DDR-Zeiten gehörte zu den politischen Witzen, die gern, wenn auch vorsichtshalber hinter vorgehaltener Hand erzählt wurden, dieser: Frage: Sind die Sowjets eigentlich unsere Brüder oder unsere Freunde? Antwort: Unsere Brüder natürlich. Freunde kann man sich doch … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. August 2014

Deutungsschlachten zur Geschichte des Ersten Weltkrieges

von Stefan Bollinger Kriege sind keine Naturereignisse Nicht überraschend hat Deutschland einen neuen Platz in der Geschichte zugewiesen bekommen. Sönke Neitzel und seine Kollegen triumphieren in der Welt (04. Januar 2014): Sie verstehen nicht, warum sich Deutschland mit der Erinnerung … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. August 2014

Erstaunliche Tränen

von Fritz Klein Weinend, die Hände ringend, nicht mehr fähig, die kühle Beherrschung zu wahren, die als ein Merkmal seines Berufes angesehen wurde, trat am Abend des 1. August 1914 ein 60jähriger Diplomat an das Fenster eines Arbeitszimmers in der … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 16 | 4. August 2014

Der Westen & Russland – zum Diskurs*

von Wolfgang Schwarz „Russland ist derzeit kein Partner“, ließ Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen via Interview mit einem Hamburger Nachrichtenmagazin wissen. Implizit teilte sie also zugleich mit, zuvor sei es einer gewesen. Zu bezweifeln, dass sie tatsächlich meinte, was sie … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 15 | 21. Juli 2014

Der Westen & Russland – zum Diskurs*

von Wolfgang Schwarz Bei der Betrachtung der aktuellen Krise in der und um die Ukraine und der Zuspitzung im Verhältnis zwischen dem Westen und Russland sollten folgende geopolitische, wirtschaftliche und historische Sachverhalte (zum Teil handelt es sich um irreversible strategische … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 15 | 21. Juli 2014

Die Verteidigung einer Lüge

von Christian Schlüter „Jetzt reicht’s auch einmal.“ Bundespräsident Joachim Gauck hat endlich das Wort ergriffen. Ihm ist durchaus zuzustimmen. Aber warum reicht es erst jetzt? Es hätte doch nicht erst des Angriffs US-amerikanischer Geheimdienste auf den NSA-Untersuchungssauschuss bedurft, also auf … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 14 | 7. Juli 2014

Armut und ihre verschiedenen Gesichter

von Lutz Hausstein Dass sich Armut auch in Deutschland immer mehr breit macht, können auch konservative Kreise inzwischen nicht mehr länger leugnen. Dennoch wird dieser Fakt immer wieder relativiert und kleingeredet. So wird dann argumentiert, dass in Deutschland ja kein … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 13 | 23. Juni 2014

Sicherheitspartnerschaft statt Placebos

von Wolfgang Schwarz Aus Anlass der jüngsten Europa-Visite von US-Präsident Barack Obama schlug der Außenpolitik-Chef der FAZ, Klaus-Dieter Frankenberger, einen großen strategischen Bogen, die vergangenen 25 Jahre umfassend: Beginnend mit George H. W. Bush im Jahre 1989 habe die amerikanische … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 11 | 26. Mai 2014

Mehr Mut zur Verantwortung

von Wilfried Schreiber Mehr außenpolitische Verantwortung muss ja von vornherein nichts Schlechtes sein. Die Frage ist nur, wofür und womit Deutschland mehr Verantwortung wahrnehmen soll. Jedenfalls hat die Große Koalition von CDU/CSU und SPD die Frage von der Verantwortung zur … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 10 | 12. Mai 2014

Wie sicher ist Europa?*

von Frank Elbe Der Welt droht die schwerste sicherheitspolitische Fehlentwicklung seit der Kubakrise 1962, in der ein nuklearer Schlagabtausch gerade noch verhindert werden konnte. Kuba machte erstmals einer breiten internationalen Öffentlichkeit die ungeheuren Gefahren eines möglichen Atomkrieges bewusst. Die Krise … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 10 | 12. Mai 2014

Bemerkungen

Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Richard von Weizsäcker, 1985 Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 9 | 28. April 2014

Spionage unter Freunden – die menschliche Seite

von Erich Schmidt-Eenboom Durch den so genannten NSA-Skandal wurde der Focus auf die technische Aufklärung (SIGINT) der USA in aller Welt und in der dabei besonders hohe Priorität genießenden Bundesrepublik Deutschland gelenkt. Außer Acht blieb weitestgehend die Frage, in welchem … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2014

Stolz und Vorurteil – deutsch-russische Variante

von Kirsten Staudt In der Ausgabe 1/2014 hatte Das Blättchen einen „Nachschlag vom Petersburger Dialog“ publiziert. Jetzt erreichten uns die Impressionen und Überlegungen einer jungen Teilnehmerin des jüngsten Treffens in Kassel, die diesen „Nachschlag“ um weitere Facetten ergänzen und zum … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 1 | 6. Januar 2014

US-Drohnenkrieg und deutsche Verstrickungen

von Thomas Mickan Die Trägerin des diesjährigen Sacharow-Preis für geistige Freiheit des Europäischen Parlaments, Malala Yousafzai, traf Mitte Oktober den US-Präsidenten und Träger des Friedensnobelpreises Barack Obama. Die 16-jährige Pakistanerin sprach dabei die US-Drohnenangriffe an: „Ich habe auch meine Bedenken … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 1 | 6. Januar 2014

Nachschlag vom Petersburger Dialog

von Alexander Rahr Nach der Ernennung von Frank-Walter Steinmeier zum neuen Bundesaußenminister keimt in realpolitischen Kreisen die Hoffnung auf, dass nach den zahlreichen Konflikten der vergangenen Monate ein positiver Neuanfang in den Beziehungen zwischen Deutschland und Russland entstehen könnte. Der … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 26 | 23. Dezember 2013

Als Monika Maron sang und DJ Westfront dachte

von Marian Krüger Prostitutionsverbot, Tierschutz, Snowden-Asyl – kaum ein Lebewesen auf dieser Erde ist vor Prominentenappellen sicher. Oberflächlich ähneln unsere Promis damit den Teppichwebern aus Kujan-Bulak, die einen ehren, der Großes geleistet hat, indem sie sich selbst nützen. Das sind … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 22 | 28. Oktober 2013

Deutschland und Syrien

von Peter Petras Früher sagten die Regierenden offen, was sie wollten: in der internationalen Politik ging es um Hegemonie und Imperialismus, Kohle, Stahl und Öl, Einfluss und Macht. Heute geht es angeblich um das Gute, wie Menschenrechte, Demokratie und Frieden. … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 21 | 14. Oktober 2013

Was ist des Deutschen Vaterland?
Zum 200. Gedenkjahr: 1813

von Helmut Bock Es ist kaum vorstellbar, Briten oder Franzosen fragen zu müssen, was denn ihr Vaterland sei: Ob „the native country“ oder „la patrie“, im einen wie im ändern Fall sind die Nachbarn Deutschlands ihrer territorialen und staatspolitischen Realität … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2013

Griechenlands finsteres Jahrzehnt

von Horst Möller Wer zur Uniform Hölderlin im Tornister trug, um das inselgesegnete Griechenland heimzusuchen, dem waren hinterher als Heimkehrer wohl am ehesten diese Verse im Gedächtnis haften geblieben: „Attika, die Heldin, ist gefallen; / Wo die alten Göttersöhne ruhn, … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 18 | 2. September 2013

Der 25. August 1933

Wer unter Deutschlands Intellektuellen bis 1933 noch nicht geglaubt haben mag, es bei den Nazis mit Verbrechern an der deutschen Kultur zu tun zu haben, den hätten zwei ihrer Sofort-Aktionen nach der (demokratischen!) Machtübernahme vom 30. Januar 1933 eins Besseren … Weiterlesen