Schlagwort-Archiv: DDR (in 170 Beiträgen)

20. Jahrgang | Nummer 24 | 20. November 2017

Verlässliche Chronisten

von F.-B. Habel Keine Theatergattung steht so eng zwischen Kunst und Politik wie das Kabarett. Leicht kann man zerquetscht werden. Ein Blick zurück kann da manche Geschichtsstunde ersetzen, zumal wenn es sich um das Kabarett in der DDR handelt. Hier … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 24 | 20. November 2017

Berggipfel und Lebenstiefen

von Heinz Jakubowski Jahrelang haben Martin und seine Kletterfreunde, die ihn Jodl nennen, weil er mit einschlägigem Jodel-Jubel den Erfolg seine Gipfelstürme in der Sächsischen Schweiz zu feiern pflegt, von noch größeren, ihnen aber verwehrten Herausforderungen am Felsen geträumt; die … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 24 | 20. November 2017

Die Wege der Dinge

von Erhard Weinholz Letztes Jahr zu Ostern sind meine Freundin B. und ich von Berlin in die Prignitz gefahren, die Nordwestecke der Mark, und zwar nach Perleberg, wo wir uns die hochberühmte Wunderblutkirche anschauen wollten. Unterwegs fiel mir ein, dass … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 22 | 23. Oktober 2017

Reclam Leipzig – eine Verlagsgeschichte

von Leo Piotracha „An den Grenzen des Möglichen“ ist der Titel des Buches, das – herausgegeben von Ingrid Sonntag – nahezu 50 Autoren auf über 500 Seiten Auskunft über „Reclam Leipzig 1945–1991“ geben lässt. Wolfgang Thierse sieht in seinem Vorwort … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 20 | 25. September 2017

Eine späte Entdeckung

von Jens Langer „Warum sie sich nun 1954 den Stil von 1945 nicht abgewöhnen wollen?“ So fragt der Protagonist in Rolf Gerlachs Tagebuchroman „Eselsbrücke“ angesichts von DDR-Führungskadern, um sie anschließend als „Kampflieder singende Trainingsanzüge“ zu persiflieren. Das Buch ist 1984 … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 20 | 25. September 2017

Eine andere DDR

von Erhard Weinholz Wir schließen jetzt die Augen, sind ganz ruhig und entspannt und sagen leise: DDR. Ruhig weiteratmen. DDR … Was kommt uns dabei in den Sinn? Stasi natürlich. Mauer. Stacheldraht. Auch mal seufzen, wem so ist, mal richtig seufzen. … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 20 | 25. September 2017

Mein Dörfchen

von Peter Hacks Mein Dörfchen, das heißt DDR, Hier kennt jeder jeden. Wenn Sie in Rostock flüstern, Herr, Hört Leipzig, was Sie reden. Das Mädchen, das zu lieben lohnt, Kennt auch Ihr Freund genauer. Es gibt nichts Neues unterm Mond, … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 16 | 31. Juli 2017

Antworten

Angela Merkel, (wahrscheinlich auch schon wieder die nächste) Bundeskanzlerin – Es gibt ja Kritikaster, die Ihnen nachsagen, dass Ihnen bestimmte Dinge zu bestimmten Zeiten schlicht am Allerwertesten vorbeigingen. Etwa die Menschenrechte, wenn gerade wieder ein Spitzengespräch mit dem Oberchinesen anstehe. … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 16 | 31. Juli 2017

Bitterfelder Bilderrätsel

von Erhard Weinholz Chemie, man weiß es, bringt Brot, Wohlstand und Schönheit. Also wurde vor beinahe sechzig Jahren im mitteldeutschen Leuna als Perspektivplan für die DDR-Wirtschaft das Chemieprogramm verkündet. Erheblich ausbauen wollte man unter anderem das Elektrochemische Kombinat Bitterfeld (EKB), … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 16 | 31. Juli 2017

Querbeet 100

von Reinhard Wengierek Meine Fundstücke im Kunstgestrüpp: Diesmal ein Zwergstaat, der Großkrach macht, und ein genialer Sprechsteller mit seiner Lebensweisheit „zwischen A und O“… *** Eine uraltlinke Utopie: Die schlaue Köchin macht den Staat; ab sofort wird „von unten“ regiert. … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 11 | 22. Mai 2017

Comrade, where are you today?

von Werner Krumbein Genosse, wo bist du heute? Diese Frage stellte sich nach über 20 Jahren eine noch junge finnische Frau, die inzwischen als Filmemacherin in Berlin lebt. Sie fragte sich, was aus denen geworden ist, wo und wie sie … Weiterlesen


Verunglückte Fallbeschreibungen

von Frank-Rainer Schurich Wer das Buch gelesen aus der Hand legt, fragt sich, ob das die neue Art ist, authentische Kriminalfälle aus der DDR aufzuschreiben. Es ist ein bisschen wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde, von Robert Louis Stevenson in … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

„Kein leichtes Land…“ Ein Äthiopien-Tagebuch

von Wolfgang Brauer Seit Ende 1976 entwickelte sich die Zusammenarbeit zwischen der DDR und Äthiopien intensiv. Man versuchte alles, um dessen afrikanischen Sozialismus-Versuch zum Erfolg zu verhelfen. Das Land wurde wichtig auch für den Einsatz von FDJ-Freundschaftsbrigaden. Im September 1987 … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 6 | 13. März 2017

Verordnete Gleichberechtigung?

von Rosi Blaschke Bei einer Debatte kürzlich im Freundeskreis sagte Jaqueline, 51, sehr energisch: „Ich lass’ mir mein Selbstbewusstsein, das ich mir zu DDR-Zeiten erarbeitet habe, nicht nehmen, von niemandem.“ Sie hat selbstbestimmt einen Beruf erlernt, eine Familie gegründet, stets … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017

Nachdenken unterwegs

von Erhard Weinholz Zu Weihnachten wollte ich einmal etwas Besonderes auf dem Teller haben. Die Restaurants waren mir jedoch zu teuer, selber zu kochen hatte ich wenig Lust. Am Imbiss im Kaufpark draußen in Eiche aber gab es gebratene Enten … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 4 | 13. Februar 2017

Die Kraft des Erinnerns

von Erik Baron Der entscheidende Satz in Kathrin Schmidts neuem Roman „Kapoks Schwestern“ steht gleich auf den ersten Seiten: „Die Zeit ist eine Dampframme, der nichts widersteht.“ Da ist sie wieder, die alte Fettvettel Zeit aus „Seebachs schwarze Katzen“, nunmehr … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 3 | 30. Januar 2017

Eisernes Band, 1982 – 1985

von Heino Bosselmann Ich verdanke den Grenztruppen der DDR zunächst die wichtige Grunderfahrung immens eingeschränkter Freiheit – weit hinaus über die sonstigen Erfahrungen damit, die ich als Hineingeborener ja eher unbewusst erlebte. Das eiserne Band der totalen Herrschaft, von dem … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2017

Vom Saulus zum Paulus

von Johnny Norden Am 26. Oktober 1953 betrat Friedrich Paulus nach zehnjähriger Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion wieder deutschen Boden. Als er den aus Moskau kommenden Zug verließ, wurde er auf dem Bahnsteig von seinem ehemaligen Adjutanten Wilhelm Adam mit den … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2017

Bemerkungen

Die Namenspatronin der Sibylle Sie gab einem der interessantesten Print-Erzeugnisse der DDR ihren Namen, der sechsmal im Jahr erschienenen Modezeitschrift Sibylle. Trotz beträchtlicher Auflagenhöhe (200.000 Exemplare wurden regelmäßig gedruckt) war die Zeitschrift ebenso wie Das Magazin „Bückware“. Die Rede ist … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 2 | 16. Januar 2017

Rekonstruktion

von Erhard Weinholz Vor vielen Jahren, als ich noch in Berlins Schwedter Straße wohnte, kam einmal Erich Honecker in unsere Gegend. Hätte er, so dachte ich hinterher, nicht auch bei uns reinschauen können? „Erich Honecker bei den Armen und Entrechteten“, … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017

„Ausharren im Paradies“

von Thaddäus Faber Nachdem Uwe Tellkamps „Der Turm“ 2008 bei Suhrkamp erschienen war, avancierte dieser Trumm bei der Kritik und in den Medien rasch zu dem Wenderoman. Zum, wie Christoph Dieckmann zeitnah ironisierte, „künftigen National-Klassiker“ – das Buch ein „Schrein … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017

Globalisierung neu denken

von Jens Langer Ausgerechnet 1989 reichte Christoph Körner, Autor des vorzustellenden Buches, seine Dissertation bei der Universität Leipzig ein. „Not und Notwendigkeit der politischen Predigt. Erwägungen zu einem homiletischen Problem“ lautete das Thema. Diesem ist er treu geblieben und weitet … Weiterlesen


20. Jahrgang | Nummer 1 | 2. Januar 2017

Widersprüchliche Erfahrungen oder Vom Drang Zeugnis ablegen zu müssen

von Karin Schmidt-Feister „Wirklich, wir finden uns nicht wieder so, wie wir dachten und fühlten und heute denken und fühlen, da wir viel dazugelernt und das Urteil der Geschichte gründlich bedacht haben. ,in fünfzig jahren werden die archäologen nach uns … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 25 | 5. Dezember 2016

Der Cembalist als Intendant – Gedenken an Hans Pischner

von Friedrich Dieckmann Hans Pischners Leben umspannte die ganze deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts und reichte noch weit hinein in das einundzwanzigste. Er stammte aus Breslau, geboren 1914 an der Schwelle des Ersten Weltkriegs in einer Familie, in der er … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 24 | 21. November 2016

„Urteil braucht Sachkunde“

von Ingemarie Frost Ein mit mir immer noch verbundener ehemaliger Schüler schickte mir das Buch „Abitur im Sozialismus – Schülernotizen 1963 – 1967“ von Werner Müller, 2016 erschienen. Was für eine freudige Überraschung war der Inhalt. Da bemühte ein Zeitzeuge … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 22 | 24. Oktober 2016

Bemerkungen

Blutige Schuhe Der Markenname „Salamander“ ist in Deutschland ein Mythos. „Salamander“-Schuhe – obwohl schon lange nicht mehr hierzulande produziert – gelten noch immer als besonders hinsichtlich ihrer Qualität. Die Berliner Germanistin Vera Friedländer hat eine besondere Beziehung zu dieser Firma. … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 21 | 10. Oktober 2016

Ardenne kein Akademik – war das gerecht?

von Dieter B. Herrmann Wer in der Sowjetunion als Wissenschaftler zur Elite zählte, war „Akademik“ – Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Und jeder wusste, das war der höchste nationale Ritterschlag für Wissenschaftler. Akademiks gehörten einem traditionsreichen Kreis von gelehrten Personen … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2016

Die Wut und die Angst: Vor sechzig Jahren starb Bertolt Brecht

von Reinhard Wengierek Zum Todestag von Bertolt Brecht am 16. August 1956 – dazu ist eigentlich längst schon alles geschrieben. Aber es gibt da diesen mir unvergesslichen Film „Abschied“ von Jan Schütte und Klaus Pohl (Kamera: Edward Klosinski). Ich sah … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 17 | 15. August 2016

Da sind wir wieder…

von Jörn Schütrumpf Während auf britische Städte deutsche Bomben fielen, stritten am Boden Emigranten aus dem Land der Bomber über den Charakter der Naziherrschaft. Sahen die einen im deutschen Volk das erste Opfer der Nazis und halluzinierten einen Widerstand, den … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 15 | 18. Juli 2016

Das Waisenkind der Roten Kapelle

von Hannes Herbst Persönlich kennengelernt habe ich Hans Voelkner in den 1980er Jahren am damaligen Institut für Internationale Politik und Wirtschaft der DDR (IPW) in Berlin, wenn auch nur flüchtig. Er war ein bescheiden und sehr zurückgenommen in Erscheinung tretender … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 15 | 18. Juli 2016

1983

von Heino Bosselmann Manches an jenem Jahr mutete utopisch an. Es gab die erste probeweise eingeführte Tempo-30-Zone, den ersten Personal-Computer von IBM, sogar das erste, noch 800 Gramm schwere Handy Motorola DynaTAC 8000X. Alles im Westen, klar. Die Tempolimitierung reizte … Weiterlesen


19. Jahrgang | Sonderausgabe | 11. Juli 2016

Aus dem Nähkästchen

von Hans-Peter Götz Ich habe kein Problem damit, wenn jemand seine in der Familie ansonsten praktisch nicht gepflegten oder auch mehr oder weniger versteckten jüdischen Wurzeln entdeckt, sich schließlich so völlig mit diesen identifiziert, dass er seinen amtlichen Vornamen Hans … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 10 | 9. Mai 2016

Interzonentransit: Fernverkehrsstraße 5

von Heino Bosselmann Hamburg-Berlin: Die Fernverkehrsstraße 5 verband bis zum Bau der A 24 Hamburg mit Westberlin. Hier fuhr der Bundesbürger durchs künftige Beitrittsgebiet und an den Eingeborenen vorbei. Durch meine Kindheit und Jugend verlief eine Straße, die mehr als andere … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 8 | 11. April 2016

Ostdeutsche Eliten im Wandel

von Wolfgang Kubiczek Wie steht es um die ostdeutschen Eliten mehr als 25 Jahre nach der Wiedervereinigung? Zunächst: Im Selbstverständnis der DDR gab es keine Unterteilung der Gesellschaft in Kategorien wie Elite, Masse oder Unterschicht. Hier galt die Elitetheorie als … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 7 | 28. März 2016

Bemerkungen

Diesem und jenem ins Stammbuch Es kann die Ehre dieser Welt, Dir keine Ehre geben; Was dich in Wahrheit hebt und hält, Muß in dir selber leben. Wennʼs deinem Innersten gebricht an echten Stolzes Stütze, Ob dann die Welt Dir … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 3 | 1. Februar 2016

Manches war doch anders:
Spätfolgen auf dem „Weg nach Westen“

von Herbert Bertsch Klugen Leuten ziemt es, zunächst das Ende eines Unternehmens ins Auge zu fassen und es erst dann also ins Werk zu setzen. Aesop „Nächstes Jahr spricht sie arabisch, und die Untertitel sind deutsch“ weissagte Vera Lengsfeld auf … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2016

Bemerkungen

Rascher Abschied 2016 – verdammt noch mal, wieso denn das? Eben hatten wir doch noch das gute alte 2015, bekannt aus Funk und Fernsehen und beliebt bei jedermann! Ich bin durchaus kein Freund des Immergleichen, aber es wäre doch gut … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 2 | 18. Januar 2016

Erinnern an die Schauspielerin Erika Pelikowsky

von Peter Liebers Mit ihrem leichten Wiener Sing-Sang in der Stimme brachte die österreichische Schauspielerin Erika Pelikowsky in den Anfang der 1950er Jahre auf Ost-Berliner Bühnen eher proletarisch-revolutionär geprägten Ton etwas ein, was dem Deutschen Theater (DT) so kurz nach … Weiterlesen


19. Jahrgang | Nummer 1 | 4. Januar 2016

Die dritte Dimension oder Das Geheimnis des Würfels

von Erik Baron Wieder wird ein Vater zu Grabe getragen. Otto Ulitz, Mathematikprofessor und Wirtschaftskoryphäe unter Ulbricht, in den 1980er Jahren ins Abseits gestellt und nun in Einsamkeit gestorben. Die Reihen lichten sich, allmählich stirbt sie aus, jene Vätergeneration, die … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2015

Bemerkungen

Das Schweigen der Indonesier Das hunderttausendfache Morden in Indonesien 1965/1966 (es gibt keine genauen Zahlen, zwischen 500.000 und drei Millionen liegen die Annahmen) fand in den letzten Jahrzehnten wenig Aufmerksamkeit; die vielen Opfer fanden nicht wie die Pol Pots in … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 25 | 7. Dezember 2015

Film ab

von Clemens Fischer William Genrikowitsch Fischer, seit 1919 britischer Staatsbürger, der als Funker des sowjetischen Geheimdienstes schon in den 1930er Jahren Informationen der legendären Cambridge Five um Kim Philby nach Moskau übermittelt hatte, wurde unter seinem Alias Rudolf Abel einer … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 24 | 23. November 2015

Geschichte und Geschichten vom Berliner Fernsehturm

von Renate Drommer Sechs Meter pro Sekunde die Geschwindigkeit, 40 Sekunden lang schwebt der Fahrstuhl hinauf in 203 Meter Höhe zur Aussichtsplattform mit dem grandiosen Blick über Berlin. Die Schlange der Schaulustigen reißt nicht ab, 1,2 Millionen Besucher aus 86 … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 23 | 9. November 2015

Zeit, mal wieder aufzustehen?

von Ina Raki Ob hoffnungs- oder angstvoll – viele Menschen in Deutschland vermuten, dass wir vor einem gesellschaftlichen Umbruch stehen. So viel Unzufriedenheit und Unsicherheit. So viel Kontrast zwischen Meinungen. So viel Ängste, deren Gründe man nicht benennen kann. Doch … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 21 | 12. Oktober 2015

Alles mal anstellen!

von Heino Bosselmann Montags gab es Eintopf, also Kohl-, Bohnen-, Linsen-, Gemüseeintopf, oder einfach Brühreis, dafür aber Schokopudding mit Vanille-Soße oder umgekehrt, dienstags Nudeln mit Tomatensoße und Jägerschnitzel, einer panierten und gebratenen Scheibe Jagdwurst, als Nachtisch Gurkensalat. Mittwochs Fisch mit … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 20 | 28. September 2015

Manches war doch anders:
Lebenslüge „Bruderbund“

von Hannes Herbst We have no permanent allies, we have no permanent enemies, we only have permanent interests. Henry John Temple, Viscount Lord Palmerston Die häufige, nachgerade rituelle Beschwörung der unverbrüchlichen Freundschaft zur Sowjetunion und des Bruderbundes zwischen SED und … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 16 | 3. August 2015

Bemerkungen

Die Troika … … steht in der russischen Sprache und anderswo für Vieles. Sie ist ein Gespann mit drei Pferden, stand in ihrer Verkleinerungsform „trjoschka“ für ein „3-Rubel-Scheinchen“ der Sowjetzeit, benennt aber auch eine Schweizer Wodka-Marke und war in der … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 15 | 20. Juli 2015

Film ab

von Clemens Fischer Noch während des mörderischen Korea-Krieges (1950 – 1953), in dem vier Millionen Menschen, ganz überwiegend Koreaner und Chinesen, den Tod fanden, kamen die ersten nordkoreanischen Studenten in die DDR. Weitere folgten, über 90 Prozent davon Männer. Sie … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 14 | 6. Juli 2015

Lebe wohl, Genosse Bredel!

von Annette Riemer Nicht nur Willi Bredel, eine ganze Generation linker Schriftsteller verschwindet aus dem öffentlichen Bewusstsein. Eine Spurensuche aus aktuellem Anlass. * Das Ende der Willi-Bredel-Straße in Halle (Saale) kam mit dem Hochwasser im Sommer 2013. Nachdem das Nachwuchszentrum … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 13 | 22. Juni 2015

Völkerrecht konkret

von Hubert Thielicke Am 31. August 1990 schlossen die BRD und die DDR den Vertrag über die Herstellung der Einheit Deutschlands (Einigungsvertrag); kurz darauf folgte der Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland (Zwei-plus-Vier-Vertrag). Einige Tage später war … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015

Klub der toten Dichter

von Heino Bosselmann Nach einem Jahr EOS-Internat hatte ich am Ende der neunten Klasse kein Heimweh mehr. Sommer! Das Wehrkunde-Ausbildungslager war gerade vorbei, und ich fuhr mit dem Rad zu einer Klassenféte über Land. Vorher hatte ich in der „Volksbuchhandlung“ … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 12 | 8. Juni 2015

Erinnern: Tänzeln über ein Minenfeld

von Margit van Ham So allmählich öffnen sich jetzt wieder die medialen Schleusentore der Erinnerung an die untergegangene DDR. Anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Einheit wird den Ostdeutschen nun wieder – in bevorzugt schwarz-weißen Konturen – ihr Leben erklärt. … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 9 | 27. April 2015

Die Trompete als Tauchsieder – oder: Satchmo in der DDR

von Martin Grobe „Willkommen in der DDR, lieber Louis Armstrong, willkommen nicht nur im Namen der glücklichen 18.000 Berliner, die eine Karte für eines der sechs Konzerte im Friedrichstadtpalast besitzen, sondern auch im Namen aller, die Satchmo als den ‚König … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 9 | 27. April 2015

„Wie verzaubert ich bin …“

von Manfred Orlick In meinem Bücherschrank gibt es ein gesondertes Fach für Lyrik. Unter den meist schmalen Buchrücken fällt sofort ein doppeltes Exemplar auf. Ein Versehen? Nein, keine Vergesslichkeit. Die beiden Reclam-Bändchen „Musik auf dem Wasser“ mit Gedichten von Sarah … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 9 | 27. April 2015

Jahrgang 1964

von Heino Bosselmann Der Jahrgang 1964 ist im Westen wie Osten Deutschlands der stärkste. Quantitativ, versteht sich. 1.357.304 Lebendgeborene. 2002 waren es nur halb so viel! Wir saßen in vollen Klassen und legten Anfang der Achtziger unser Abitur ab. Dreißig … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 9 | 27. April 2015

Ein weißer Fleck, der nicht verschwinden will

von Siegfried Suckut Kaum ein Kapitel jüngerer deutscher Vergangenheit ist mittlerweile so gut erforscht und dokumentiert wie die Geschichte der DDR. Dennoch sind weiße Flecken geblieben, die sich auch durch hartnäckige Recherche nicht beseitigen lassen. Aufklärung erhofften sich historisch Interessierte … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 20. April 2015

Vorm Glockengeläut

von Erhard Crome Gerade hatte ich, im Zusammenhang mit Diskussionen um die neu-deutsche Vereinigung, deren Vollzug sich bald zum 25. Male jährt, den schmalen Band von Günter Grass mit seinen Reden aus jener fernen Zeit zur Hand genommen, als die … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 8 | 13. April 2015

Zivilcourage und Eigensinn. Der Dichter Stephan Hermlin

von Peter Liebers „Junge Dichter, die gelesen werden wollen, senden ihre bisher unbekannten und unveröffentlichten Arbeiten an die Deutsche Akademie der Künste zu Berlin.“ Diese für eine Akademie merkwürdig anmutende Einladung im Herbst 1962 hatte der anspruchsvollste Dichter des Landes … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 7 | 30. März 2015

Kirchenschiff, Kirchenwrack

von Heino Bosselmann Zu den besonders tragischen Wendeverlierern gehören die ostdeutschen evangelischen Pfarrer, die der 89er Bürgerbewegung einst Raum und Stimme liehen. Durchaus als politische Helden! Einerseits mag es eine Art Auszeichnung sein, wenn einer von ihnen, der Rostocker Pastor … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 6 | 16. März 2015

Manches war doch anders. Oder auch nicht:
Zum Spiegel-Manifest von 1978

von Gabriele Muthesius Das Jahr 1978 begann im deutsch-deutschen Verhältnis mit einem Paukenschlag: In seinen Ausgaben 1 und 2 veröffentlichte der Spiegel das Manifest eines Bundes Demokratischer Kommunisten Deutschlands (BDKD), der angeblich illegal in der DDR existierte. Man hatte zur … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2015

Mutprobe. Die Vereinigte Linke und der 18. März 1990

von Erhard Weinholz Einige Tage vor der Volkskammerwahl vom 18. März 1990 erreichte uns im Berliner Büro der Initiative für eine vereinigte Linke (VL) eine Ansichtskarte aus Dresden. Absender war ein vom Kurs seiner neuen Führung enttäuschter Funktionär der vormaligen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 5 | 2. März 2015

Untergänge

von Heino Bosselmann Zu den einprägsamsten Erlebnissen einer Biographie mag es gehören, erlebt zu haben, wie ein Staat untergeht, der eben noch als fester Bau alles Gesellschaftlichen galt. Deutschland bot dafür im 20. Jahrhundert viermal das Terrain: Jeweils abrupt endeten im … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 4 | 16. Februar 2015

Geschichte mit Geschichten

von Herbert Bertsch Mit veränderten Gegebenheiten ändern sich auch „historische Wahrheiten“; womit nicht an Sinn und Nutzen historischer Wissenschaft(en) überhaupt gezweifelt wird, wohl aber am Gehalt der wesentlichen Basis, dem „Dokument“. Dabei ist Dokument nicht als technisches Produkt von „Schwarz … Weiterlesen


18. Jahrgang | Nummer 2 | 19. Januar 2015

Leben nach dem „Prinzip Links“

von Mario Keßler, New York Der Historiker Hermann Weber prägte zwei Generationen lang die westdeutsche, schließlich auch die gesamtdeutsche Forschung zur Geschichte des deutschen Kommunismus und der DDR. Das Interesse an der Arbeiterbewegung war sozusagen erblich: Der 1928 in Mannheim … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 9. Januar 2015

Sozialismus ohne Vierfruchtmarmelade

von Uwe Steimle Die Anfrage vom Blättchen, ob ich Lust hätte, „mit einem Beitrag unsere Sonderausgabe zum 125. Geburtstag von Kurt Tucholsky zu bereichern“, schmeichelte mir, ich gestehe es: Kurt Tucholsky – unübertroffener Meister des treffsicheren Angriffs mit dem dialektischen … Weiterlesen


18. Jahrgang | Sonderausgabe | 9. Januar 2015

„Hier bin ich Mensch, hier greif ich ein.
Was Schriftsteller bewirken können.“

von Daniela Dahn Geist und Macht – ein oft und immer wieder kontrovers diskutiertes Thema. Lässt sich schreibend auf Politik und Gesellschaft Einfluss nehmen? Wenn es dabei um die Wirkung von Büchern geht, dann sollten eigentlich Leser darüber befinden. Denn … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 26 | 22. Dezember 2014

„Hungrig im Herzen bleiben“

Im Gespräch mit – Uwe Steimle Wenn jemand dumm geboren wird, da kann er nichts dafür. Aber wenn er auch noch dumm stirbt, dann muss er ganz schön blöde sein. Uwe Steimle Lieber Herr Steimle, wir halten es am besten … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 15. Dezember 2014

„So haben wir gelebt“

von Manfred Orlick Seit Jahren ist die Fotografie der DDR fester Bestandteil des Verlagsprogrammes des Leipziger Lehmstedt Verlages. Einige Bildbände mit wichtigen Vertretern der DDR-Fotografie sind hier bereits erschienen, nun zwei repräsentative Bände, die die ungeschminkte Realität im Arbeiter- und … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 15. Dezember 2014

Bischofferode war überall

von Erik Baron In seiner Erzählung „Die hellen Haufen“ fiktionalisiert Volker Braun den Hungerstreik der Bischofferöder Kalikumpel von 1992 zu einem die Massen mitreißenden Aufstand. Doch diesen Aufstand hat es in der Realität nicht gegeben, wenngleich es die hungerstreikenden Kumpel … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 25 | 8. Dezember 2014

Die DDR, von Westen aus betrachtet

von Bernhard Mankwald Die einfachen Leute sprachen von der „Ostzone“, und die Politiker des Staates, der in den westlichen Besatzungszonen nicht zuletzt zu dem Zweck gegründet worden war, recht bald ein Dutzend Divisionen für das westliche Militärbündnis zu stellen, gaben … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 23 | 10. November 2014

Die Politik der „Filzlatschen“ und Egon Bahr

von Hans-Dieter Schütt Egon Bahr. Der Freund. Gaus’ wirklich tiefempfundener Freund. Der am prägnantesten den ostpolitischen Strang verkörperte. Wandel durch Annäherung? In den propagandistischen Küchen der DDR nannte man das eine sozialdemokratische „Aggression auf Filzlatschen“. Das war das Frostvokabular, das … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 23 | 10. November 2014

Von Jena in die Welt

von Peter Liebers Er verstehe sich als „Kind der späten DDR“, sagt Thomas Oberender am Konferenztisch in seinem Intendantenbüro des Hauses der Berliner Festspiele in Wilmersdorf. Der 1966 geborene Sohn einer Psychologin und eines Tierarztes hat im thüringischen Jena „eine … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 23 | 10. November 2014

Waffen. Nachrichten aus der Debattiermaschine (XXIX)

von Eckhard Mieder Es gibt nicht einen Grund zu glauben, Waffengeschäfte seien andere Geschäfte als alle anderen Geschäfte. Sie mögen einen Geruch haben. Den nach Stahl, Öl, Lappen, Transportkisten und nach einer gewissen moralischen Fragwürdigkeit. Aber Schokolade riecht auch und … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 23 | 10. November 2014

Anmut sparet nicht noch Mühe …

von Heino Bosselmann So begann die Kinderhymne von Brecht und Eisler, die mancher Illusionist der kurzlebigen und vermeintlich bürgerbewegten Nachwende-DDR gern als richtige, eigentliche Staats-Hymne zugewiesen hätte. Aber das Land war da schon nicht mehr als ein Beitrittsgebiet, eine Konkursmasse, … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 21 | 13. Oktober 2014

The Day After oder: Wie Bodo Ramelow die Mauer baute

von Ulrich Gellermann Mehr als 100 Millionen Zuschauer haben ihn in den 80er Jahren gesehen: Den Film „The Day After“ über den entsetzlichen Tag nach dem Einsatz von Atomwaffen als Folge der Block-Konfrontation, als Folge des Kalten Krieges, der fast … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 20 | 29. September 2014

Waldlauf – Bewegung mit Bäumen

von Heino Bosselmann Es geht nichts über gut eingelaufene Sportschuhe, und ich trage sie so lange wie möglich, bis sie dann völlig zerfleddert sind. Werfe ich sie endlich in die Tonne, denke ich: Wieder zwei hin. Was wäre das für … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 20 | 29. September 2014

Siegerblick. Eine Ausstellungskritik

von Erhard Weinholz „Sag mal, Opa, wie wars’n eigentlich inner Dee… Dee… Ärr?“ Ja, wie war’s? Der promovierte Philosoph, Mitte Sechzig inzwischen, kommt wieder mal ins Grübeln. Er hat viel mitgemacht bis zum Herbst ’89, mitgemacht in diesem wie in … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 16 | 4. August 2014

Blick zurück – nach vorn

von Andreas Dahms Eigentlich bin ich todmüde. Es ist Montag, der 14.Juli 2014, ein Tag nach dem erfolgreichen Finale der Fußball WM. Die Nacht war kurz, drei Stunden Schlaf, Kopfschmerzen und Aspirin sind an der Tagesordnung. Ich nehme das Fahrrad, … Weiterlesen


17. Jahrgang | Sonderausgabe | 28. Juli 2014

Mord und Totschlag in der DDR

von Frank-Rainer Schurich Ingo Wirth und Remo Kroll haben in ihrer „Schriftenreihe Polizei. Studien zur Geschichte der Verbrechensbekämpfung“ nicht nur einen dritten Band herausgebracht, sie haben ihn auch gleich selbst geschrieben. Entstanden ist eine erstklassige, informative und mit Akribie erarbeitete … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 13 | 23. Juni 2014

Die Entschädigung von „asozialen“ Opfern des Nationalsozialismus nach 1945

von Robert Sommer Der Nationalsozialismus wird immer wieder als zivilisatorischer Bruch beschrieben. Der Umgang mit Menschen, die als „asozial“ definiert werden, zeigt interessante Kontinuitäten, die eine solche These widerlegen. Ein wichtiges staatliches Instrument der Disziplinierung von Menschen in europäischen Industrienationen, … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 9 | 28. April 2014

Jetzt reden sie

von Heerke Hummel „… na endlich“, möchte man hinzufügen, „nach einem Vierteljahrhundert!“ Sie, das sind Generaldirektoren von Industriekombinaten und andere hochrangige Wirtschaftsfunktionäre der DDR. Auf einer Tagung mit dem Titel „Krise und Utopie. Was heute aus der DDR-Planwirtschaft gelernt werden … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 6 | 17. März 2014

Helga M. Novak „Im Schwanenhals“

von Erik Baron Vogel federlos hockt in der Ecke seines Käfigs und sinnt wehmütig über seine gescheiterten Flugversuche als Ikarus nach. Doch die Flügel wurden ihm, wie so vielen, gestutzt. Zurück bleibt die Erkenntnis: frei sein heißt ab jetzt alleine … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 3 | 3. Februar 2014

Paradigmenwechsel?

von Korff Die Berliner Morgenpost und andere Medien auch machten sich schon im Dezember Gedanken und unterbreiteten Vorschläge, wie Monika Grütters, die neu bestallte Kulturstaatsministerin, ihre rund eine Milliarde Euro per anno verwenden sollte. Die Mopo verwies dabei auf Festlegungen … Weiterlesen


17. Jahrgang | Nummer 1 | 6. Januar 2014

Bemerkungen

Fliegende Balkanier Kaum war „Wir werden die Willkommens- und Anerkennungskultur in unserem Land stärken“ auf Seite 106 des Regierungsprogramms der GroKo zu lesen, da schallte es aus München ebenso willkommenskulturell wie einladend: „Wer betrügt, der fliegt!“ Dass sich die Bayern … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2013

Umgehen mit der Vergangenheit

von Peter Liebers Wie ein Wunder muss es 1996 auf Christa und Gerhard Wolf gewirkt haben, als sie eine Aufführung der Erzählung „Medea“ in Lissabon auf der Bühne eines Kinos auf Portugiesisch erlebt haben. „Zwar konnten Christa und ich nur … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 25 | 9. Dezember 2013

Kalaschnikow und Blümchenmuster

von Wolfgang Brauer In der Kulturbrauerei an der Berliner Knaackstraße, das ist im ehemaligen „Szenebezirk“ Prenzlauer Berg – genau da, wo im Sommer um 22.00 Uhr die Außentische der Lokale nicht mehr bedient werden, wegen der Lärmschutzordnung – kann man … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 24 | 25. November 2013

Antworten

Eric Hobsbawm, Unverbesserlicher, leider schon Verschiedener – Im Vorwort Ihrer 2002 erschienenen Autobiographie „Gefährliche Zeiten. Ein Leben im 20. Jahrhundert“ – by the way: eines der faszinierendsten, das Literatur geworden ist, – sprechen Sie von sich als dem „Fall eines … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 23 | 11. November 2013

Geschichten zum Heulen und Wege ins Leben

von Burga Kalinowski Marina sieht wie immer schick aus. Bei dem Lied „Wahre Freundschaft“ weint und lächelt sie zugleich. So ist sie nun mal. „Ich bin ein Stehaufmännchen“, sagt sie, und hofft, dass ihr Sohn seinen Weg findet. Claudia wippt … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 22 | 28. Oktober 2013

Merkel im Zenit? – Geschichten aus der Merkelei (III)

von Erhard Crome Journalisten schreiben oft schneller, als sie denken. Deshalb lautet ja auch ein alter Satz aus der Welt der Printmedien: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Gilt das auch für Bücher? In diesem Jahr 2013 … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2013

Wir verabscheuen uns mit Respekt

von Erik Baron Wir verabscheuen uns mit Respekt. Mit großem Respekt, keine Frage – auf diesen Nenner brachte Heiner Müller 1990 das ambivalente Verhältnis der beiden Antipoden der DDR-Dramatik, Hacks und Müller. Was der eine geschichts-pessimistisch in Tragödien fasste, formulierte … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 19 | 16. September 2013

Beschreibung eines Untergangs

von Brigitte Zimmermann Für die Beschreibung eines Untergangs ist Christel Bergers zweibändiges Buch über die Akademie der Künste der DDR und darin speziell die Sektion Dichtung und Sprachpflege eine recht unterhaltsame Sache. Das überrascht doppelt, denn es geht zudem um … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 16 | 5. August 2013

„Erst mit den Niederlagen stimmt die Biografie“

von Ulrich Kaufmann Unter dem Titel „Nicht ohne Utopie“ ist aus Anlass des 87.Geburtstages von Herrmann Kant, am 14. Juni 2013, im Bonner Bouvier-Verlag eine analytische Biografie erschienen. Geschrieben hat sie die ehemalige Dozentin Linde Salber, die durch Lebensdarstellungen über … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 16 | 5. August 2013

Feindbild-Produktion unter wissenschaftlichem Deckmantel

von Waldemar Landsberger Im Jahr 2009 hat Matthias Krauß ein Buch veröffentlicht, das den Titel trägt: „Die Partei hatte manchmal Recht“. Darin polemisiert er unter anderem gegen die in der offiziellen Geschichtspolitik geübte Praxis der Gleichsetzung von NS-Diktatur und DDR. … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 14 | 8. Juli 2013

Hau rein! Erinnerungen ans Essen im Osten

von Erhard Weinholz Schlecht lebten die meisten ja nicht in der DDR. Aber es gab doch genug, das einem den Tag vermieste. Zum Beispiel die Mahlzeiten, die man uns an der Humboldt-Uni, in der Mensa der Sektion Wirtschaftswissenschaften, mittags auf … Weiterlesen


16. Jahrgang | Sonderausgabe | 1. Juli 2013

Neues sicherheitspolitisches Denken in der der DDR (1979-1990).
Teil-Studie: IPW*

von Wolfgang Schwarz Vorbemerkung 1 – das IPW Das 1971 aus dem Deutschen Wirtschaftsinstitut (DWI), dem Deutschen Institut für Zeitgeschichte (DIZ) und dem Staatssekretariat für westdeutsche Fragen gebildete Institut für Internationale Politik und Wirtschaft der DDR (IPW) war ein führendes … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 13 | 24. Juni 2013

Der Fisch und die geheimen Dienste

von Eckhard Mieder Ich verstehe die Aufregung um die geheimen und allergeheimsten Geheimdienste der USA nicht. Steckt nicht in jedem Geheimdienst, der überwacht, ein nächster Geheimdienst, der den Überwacher überwacht? Hebe den Rumpf der Daten-Matrjoschka ab, und die nächste schaut … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 11 | 27. Mai 2013

Letzte Gefechte

von Erhard Weinholz Mitten auf dem Berliner Alexanderplatz stand ein Mann um die Vierzig… Aber was heißt „ein Mann“?… ein gut gekleideter Herr, Akademiker wahrscheinlich, und bot irgendwelche Hefte feil. Etwas Religiöses oder Esoterisches vielleicht? Nein – doch das hörte … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 9 | 29. April 2013

Fünf Spielplätze

von Erhard Weinholz Ein Sandkasten und eine Tischtennisplatte, zwei Mülltulpen und drei Bänke, drum herum ein Drahtzaun vielleicht, fertig war der DDR-Spielplatz der siebziger, achtziger Jahre. Saßen junge Frauen damals auf den Bänken, die Kinder im Blick, die sich im … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 8 | 15. April 2013

Vom kalten Krieg der Dokumente zur „lauteren Wahrheit“?

von Herbert Bertsch Das Adenauer-Zitat von den drei Stufen der Wahrheit wird zwar häufig benutzt, ebenso häufig aber unvollständig bis falsch. Deshalb hier der Wortlaut: „Wissen Sie, meine lieben Parteifreunde, mein Freund Pferdmenges hat drei verschiedene Bezeichnungen der Wahrheit. Er … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 4 | 18. Februar 2013

Adolf Dresens Kritik der Marxschen Ökonomie

von Erik Baron Brecht gebrauchen, ohne ihn zu kritisieren, sei Verrat, heißt es bei Müller. Gleiches lässt sich auf Marx beziehen: nur so kann lebendige Wissenschaft vor dem Verfall ins Dogma geschützt werden. Doch sich mit Marx auseinanderzusetzen, ihn gar … Weiterlesen


16. Jahrgang | Nummer 3 | 4. Februar 2013

Wie beim Häuten der Zwiebel. Nur umgekehrt

von Herbert Bertsch Der ganze Strudel strebt nach oben; Du glaubst zu schieben, und Du wirst geschoben. Goethe Faust I, Walpurgisnacht Auf zwei Werke historischer Provenienz – „Michail Gorbatschow und die deutsche Frage – Sowjetische Dokumente 1986 – 1991“1 sowie … Weiterlesen