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	<title>Kommentare zu: Debatte</title>
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	<description>Zeitschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 13:17:48 +0200</lastBuildDate>
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		<item>
		<title>Von: Heidi Jülich</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-599</link>
		<dc:creator>Heidi Jülich</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 13:17:48 +0000</pubDate>
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		<description>Sp&#228;testens seit Edmund Stoibers grandioser &#246;ffentlicher Feststellung wissen wir, da&#223; „wir leider nicht &#252;berall so kluge Bev&#246;lkerungsteile wie in Bayern“ haben. Das oberbayerische &#214;rtchens Olching hat soeben einen weiteren Beleg daf&#252;r abgeliefert; hat sein Gemeinderat doch beschlossen, da&#223; auf einem Grundst&#252;ck neben einer Hauptschule und einer Turnhalle ein Sch&#252;tzenheim samt Schie&#223;stand f&#252;r die heimischen Ballerm&#228;nner vom Sch&#252;tzenverein „Gem&#252;tlichkeit Olching“ (Achtung: keine Satire!) gebaut werden soll. Laut SPD-B&#252;rgermeister Magg ist das &#252;berhaupt kein Problem, ginge es doch um einen harmlosen Sport, schlie&#223;lich werde nur mit Luftgewehren geschossen.

Wenn man sich an die &#246;ffentliche Betroffenheitskulisse nach Winnenden erinnert, kann man bayerisch-intellektueller Gem&#252;tlichkeit von Ortsschulzen und deren wackren Mannen nur das landes&#252;bliche „Prosit“ zurufen. Aber da selbst b&#246;seste Praxiserfahrungen nicht bewirken, was dieses „Prosit“ ja eigentlich meint, gibt man sich besser ohne diesen Gru&#223; die Kante… 
Heidi J&#252;lich</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sp&#228;testens seit Edmund Stoibers grandioser &#246;ffentlicher Feststellung wissen wir, da&#223; „wir leider nicht &#252;berall so kluge Bev&#246;lkerungsteile wie in Bayern“ haben. Das oberbayerische &#214;rtchens Olching hat soeben einen weiteren Beleg daf&#252;r abgeliefert; hat sein Gemeinderat doch beschlossen, da&#223; auf einem Grundst&#252;ck neben einer Hauptschule und einer Turnhalle ein Sch&#252;tzenheim samt Schie&#223;stand f&#252;r die heimischen Ballerm&#228;nner vom Sch&#252;tzenverein „Gem&#252;tlichkeit Olching“ (Achtung: keine Satire!) gebaut werden soll. Laut SPD-B&#252;rgermeister Magg ist das &#252;berhaupt kein Problem, ginge es doch um einen harmlosen Sport, schlie&#223;lich werde nur mit Luftgewehren geschossen.</p>
<p>Wenn man sich an die &#246;ffentliche Betroffenheitskulisse nach Winnenden erinnert, kann man bayerisch-intellektueller Gem&#252;tlichkeit von Ortsschulzen und deren wackren Mannen nur das landes&#252;bliche „Prosit“ zurufen. Aber da selbst b&#246;seste Praxiserfahrungen nicht bewirken, was dieses „Prosit“ ja eigentlich meint, gibt man sich besser ohne diesen Gru&#223; die Kante…<br />
Heidi J&#252;lich</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ulrich Scharfenorth</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-598</link>
		<dc:creator>Ulrich Scharfenorth</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 12:04:30 +0000</pubDate>
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		<description>Kein Ausstieg aus dem Ausstieg !
Jetzt, da immer heftiger um l&#228;ngere Laufzeiten f&#252;r deutsche Atomkraftwerke gestritten wird, ist es h&#246;chste Zeit, zu rekapitulieren. Was hat zur Laufzeitbeschr&#228;nkung gef&#252;hrt (der  Atomkonsens –  2000 unter Rot-Gr&#252;n beschlossen und seit 2002 in Kraft. Hiernach sollten alle Kernkraftwerke der Bundesrepublik Deutschland bis ins Jahr 2020 abgeschaltet werden), und was erlaubt irgendwelchen Politikern pl&#246;tzlich, von ihr Abstand zu nehmen. Die Argumente f&#252;r und wider die Kernenergie haben sich in den letzten 10 Jahren kaum ver&#228;ndert. Nur dass heute die Widersacher von rot-gr&#252;n am Ruder sind, und die standen mit ihren Bagatellisierungs- und Beschwichtigungsformeln seit eh und je auf Seiten der Atom-Lobby.
Man muss die Details nicht neuerlich ausgraben –  die Grausamkeiten liegen auf der Hand:
1) die Mineros, die Uranerze in vielen Teilen der Erde abbauen, sind zumeist abh&#228;ngige Geringverdiener, die die Verstrahlung vor Ort bewusst oder unbewusst hinnehmen. Uns interessiert in der Regel nur, was in den Atomkraftwerken und um sie herum geschieht. Mit Blick auf die EINE WELT aber sind globale Betrachtungen zwingend.
2) S&#228;mtliche in Deutschland laufenden Atommeiler w&#228;ren nach heute geltenden Sicherheitsbestimmungen nicht genehmigungsf&#228;hig. Bis heute ist beispielsweise unklar, wo und in welchem Umfang unzertifizierte Rohre im Einsatz sind, wie man Trafobr&#228;nden dauerhaft beikommt, ob der prophylaktische Austausch von belasteten Konstruktionselemente in den vorgegeben Zyklen tats&#228;chlich praktiziert wird etc. In &#228;lteren Anlagen kommt es erfahrungsgem&#228;&#223; &#246;fter zu bedenklichen Vorkommnissen
als in neuen.
3)  Die Endlagerfrage ist bis heute nicht gekl&#228;rt. Alles konzentriert sich auf Gorleben, obwohl Expertengutachten gerade diesen Standort nicht pr&#228;feriert hatten. Gegenw&#228;rtig spricht alles daf&#252;r, dass der Schacht wegen der fehlenden Ton/Lehmschicht &#252;ber dem Salzstock durch evtl. Wassereinbr&#252;che extrem gef&#228;hrdet ist. Allein die Tatsache, dass am falschen Standort viel Geld investiert wurde, ist heute Grund genug, ebenso falsch weiter zu machen. Auch wenn Gorleben weiter verfolgt w&#252;rde, dauerte es 15 Jahre, bis ein Langzeittest die Tauglichkeit des Standortes belegen oder ausschlie&#223;en
w&#252;rde.
4)  Die Zwischenlagerung von mittel- und hoch radioaktivem M&#252;ll – in unmittelbarer N&#228;he der KKWs – stellt eine immense Gefahr dar. Terroristen w&#228;ren problemlos in der Lage, diese Depots mit panzerbrechenden Waffen in die Luft zu jagen. Ein solcher Angriff war als Option zu den Aktionen des 11. September 2001 in konkreter Planung.
5)  Die Laufzeitverl&#228;ngerung der alten Kraftwerke um 8 Jahre br&#228;chte den
Energiekonzernen zus&#228;tzliche (!) Gewinne von 50 Milliarden Euro, bei den mehrfach geforderten 28 Jahren  w&#228;ren es 225 Milliarden Euro. Nur Narren k&#246;nnten davon ausgehen, dass Teile dieser Renditen zur  Reduzierung des Strompreises benutzt w&#252;rden.
6) Die Laufzeitverl&#228;ngerung der Meiler tr&#252;ge ma&#223;geblich zur Ausbremsung der
alternativen Energien bei, da ein zus&#228;tzliches Aufkommen an gr&#252;nem Strom nur
bedingt zur Aufrechterhaltung des Netzgleichgewichtes ben&#246;tigt w&#252;rde. 
7) Die schwarz-gelbe Regierung wird die Laufzeitverl&#228;ngerung auch damit begr&#252;nden, dass  fossile Kraftstoffe durch &#214;kostrom abgel&#246;st werden m&#252;ssen. Sie werden diese, seit Jahrzehnten von den Gr&#252;nen vertretene These missbrauchen, indem sie neuerlich behaupten, dass Atomstrom CO2-arm und damit &#246;kologisch erzeugt werde. Wirklich haarstr&#228;ubend wird dieser Ansatz aber erst im Verbund mit dem Elektro-Auto. Letzteres soll ja – das hat Frau Merkel erst k&#252;rzlich bekr&#228;ftigt – bereits 2020 ganz kr&#228;ftig unsere Stra&#223;en bev&#246;lkern (1 Million St&#252;ck). Beide Ansagen sind mehr als abenteuerlich, k&#246;nnten aber bei denen, die schlecht informiert sind, durchaus auf
Zustimmung sto&#223;en. Ich erinnere: Nur die ganzheitliche Betrachtung f&#252;hrt zu realistischen CO2-Bilanzen f&#252;r die Stromerzeugung. Das trifft auch auf die KKW-
Schiene zu. Folglich sind s&#228;mtliche CO2-Emissionen relevant, die, bezogen auf die Gesamtlebensdauer einer Erzeugungsanlage, auftreten. Dabei inbegriffen sind Aufbau und Entsorgung der Anlage, aber auch die Reststoffdeponierung. Hier liegen die offenen Schecks der Kernenergie, die immens zu Buche schlagen – auch wenn man sie derzeit nur schwer quantifizieren kann.
Die Legende vom fl&#228;chendeckend verbreiteten Elektro-Autos ist ebenfalls schnell von Tisch gefegt. Vor allem deshalb, weil der erforderliche Strom in den n&#228;chsten 30 Jahren auch nicht ann&#228;hernd zur Verf&#252;gung steht. 70 Milliarden Liter Kraftstoff sind nicht von heute auf morgen zu ersetzen. Schon gar nicht, wenn man an die bis 2030 anstehende Steigerung des Energiebedarfes von 30 - 50 % in Rechnung stellt.
Einige dieser Thesen griff auch das Fernsehen auf (&quot;Frontal 21&quot;- &quot;Der gro&#223;e Bluff&quot;, 13. Juli 2010):

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633_idDispatch:9770811,00.html  </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kein Ausstieg aus dem Ausstieg !<br />
Jetzt, da immer heftiger um l&#228;ngere Laufzeiten f&#252;r deutsche Atomkraftwerke gestritten wird, ist es h&#246;chste Zeit, zu rekapitulieren. Was hat zur Laufzeitbeschr&#228;nkung gef&#252;hrt (der  Atomkonsens –  2000 unter Rot-Gr&#252;n beschlossen und seit 2002 in Kraft. Hiernach sollten alle Kernkraftwerke der Bundesrepublik Deutschland bis ins Jahr 2020 abgeschaltet werden), und was erlaubt irgendwelchen Politikern pl&#246;tzlich, von ihr Abstand zu nehmen. Die Argumente f&#252;r und wider die Kernenergie haben sich in den letzten 10 Jahren kaum ver&#228;ndert. Nur dass heute die Widersacher von rot-gr&#252;n am Ruder sind, und die standen mit ihren Bagatellisierungs- und Beschwichtigungsformeln seit eh und je auf Seiten der Atom-Lobby.<br />
Man muss die Details nicht neuerlich ausgraben –  die Grausamkeiten liegen auf der Hand:<br />
1) die Mineros, die Uranerze in vielen Teilen der Erde abbauen, sind zumeist abh&#228;ngige Geringverdiener, die die Verstrahlung vor Ort bewusst oder unbewusst hinnehmen. Uns interessiert in der Regel nur, was in den Atomkraftwerken und um sie herum geschieht. Mit Blick auf die EINE WELT aber sind globale Betrachtungen zwingend.<br />
2) S&#228;mtliche in Deutschland laufenden Atommeiler w&#228;ren nach heute geltenden Sicherheitsbestimmungen nicht genehmigungsf&#228;hig. Bis heute ist beispielsweise unklar, wo und in welchem Umfang unzertifizierte Rohre im Einsatz sind, wie man Trafobr&#228;nden dauerhaft beikommt, ob der prophylaktische Austausch von belasteten Konstruktionselemente in den vorgegeben Zyklen tats&#228;chlich praktiziert wird etc. In &#228;lteren Anlagen kommt es erfahrungsgem&#228;&#223; &#246;fter zu bedenklichen Vorkommnissen<br />
als in neuen.<br />
3)  Die Endlagerfrage ist bis heute nicht gekl&#228;rt. Alles konzentriert sich auf Gorleben, obwohl Expertengutachten gerade diesen Standort nicht pr&#228;feriert hatten. Gegenw&#228;rtig spricht alles daf&#252;r, dass der Schacht wegen der fehlenden Ton/Lehmschicht &#252;ber dem Salzstock durch evtl. Wassereinbr&#252;che extrem gef&#228;hrdet ist. Allein die Tatsache, dass am falschen Standort viel Geld investiert wurde, ist heute Grund genug, ebenso falsch weiter zu machen. Auch wenn Gorleben weiter verfolgt w&#252;rde, dauerte es 15 Jahre, bis ein Langzeittest die Tauglichkeit des Standortes belegen oder ausschlie&#223;en<br />
w&#252;rde.<br />
4)  Die Zwischenlagerung von mittel- und hoch radioaktivem M&#252;ll – in unmittelbarer N&#228;he der KKWs – stellt eine immense Gefahr dar. Terroristen w&#228;ren problemlos in der Lage, diese Depots mit panzerbrechenden Waffen in die Luft zu jagen. Ein solcher Angriff war als Option zu den Aktionen des 11. September 2001 in konkreter Planung.<br />
5)  Die Laufzeitverl&#228;ngerung der alten Kraftwerke um 8 Jahre br&#228;chte den<br />
Energiekonzernen zus&#228;tzliche (!) Gewinne von 50 Milliarden Euro, bei den mehrfach geforderten 28 Jahren  w&#228;ren es 225 Milliarden Euro. Nur Narren k&#246;nnten davon ausgehen, dass Teile dieser Renditen zur  Reduzierung des Strompreises benutzt w&#252;rden.<br />
6) Die Laufzeitverl&#228;ngerung der Meiler tr&#252;ge ma&#223;geblich zur Ausbremsung der<br />
alternativen Energien bei, da ein zus&#228;tzliches Aufkommen an gr&#252;nem Strom nur<br />
bedingt zur Aufrechterhaltung des Netzgleichgewichtes ben&#246;tigt w&#252;rde.<br />
7) Die schwarz-gelbe Regierung wird die Laufzeitverl&#228;ngerung auch damit begr&#252;nden, dass  fossile Kraftstoffe durch &#214;kostrom abgel&#246;st werden m&#252;ssen. Sie werden diese, seit Jahrzehnten von den Gr&#252;nen vertretene These missbrauchen, indem sie neuerlich behaupten, dass Atomstrom CO2-arm und damit &#246;kologisch erzeugt werde. Wirklich haarstr&#228;ubend wird dieser Ansatz aber erst im Verbund mit dem Elektro-Auto. Letzteres soll ja – das hat Frau Merkel erst k&#252;rzlich bekr&#228;ftigt – bereits 2020 ganz kr&#228;ftig unsere Stra&#223;en bev&#246;lkern (1 Million St&#252;ck). Beide Ansagen sind mehr als abenteuerlich, k&#246;nnten aber bei denen, die schlecht informiert sind, durchaus auf<br />
Zustimmung sto&#223;en. Ich erinnere: Nur die ganzheitliche Betrachtung f&#252;hrt zu realistischen CO2-Bilanzen f&#252;r die Stromerzeugung. Das trifft auch auf die KKW-<br />
Schiene zu. Folglich sind s&#228;mtliche CO2-Emissionen relevant, die, bezogen auf die Gesamtlebensdauer einer Erzeugungsanlage, auftreten. Dabei inbegriffen sind Aufbau und Entsorgung der Anlage, aber auch die Reststoffdeponierung. Hier liegen die offenen Schecks der Kernenergie, die immens zu Buche schlagen – auch wenn man sie derzeit nur schwer quantifizieren kann.<br />
Die Legende vom fl&#228;chendeckend verbreiteten Elektro-Autos ist ebenfalls schnell von Tisch gefegt. Vor allem deshalb, weil der erforderliche Strom in den n&#228;chsten 30 Jahren auch nicht ann&#228;hernd zur Verf&#252;gung steht. 70 Milliarden Liter Kraftstoff sind nicht von heute auf morgen zu ersetzen. Schon gar nicht, wenn man an die bis 2030 anstehende Steigerung des Energiebedarfes von 30 &#8211; 50 % in Rechnung stellt.<br />
Einige dieser Thesen griff auch das Fernsehen auf (&#8221;Frontal 21&#8243;- &#8220;Der gro&#223;e Bluff&#8221;, 13. Juli 2010):</p>
<p><a href="http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633_idDispatch:9770811,00.html" rel="nofollow">http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633_idDispatch:9770811,00.html</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Kay</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-597</link>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 07:38:32 +0000</pubDate>
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		<description>Wen wundert dieses Urteil? Das Bl&#228;ttchen hat Tucholsky oft genug zitiert:

&quot;Justitia, ich wein´f&#252;rchterlich, 
Du gehst auf einen langen --------------------------
Kay</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wen wundert dieses Urteil? Das Bl&#228;ttchen hat Tucholsky oft genug zitiert:</p>
<p>&#8220;Justitia, ich wein´f&#252;rchterlich,<br />
Du gehst auf einen langen &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Kay</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rolf Pastor</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-596</link>
		<dc:creator>Rolf Pastor</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 14:27:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klagefall.de/blaettchen/?page_id=2#comment-596</guid>
		<description>Am 22.7. in der Berliner Zeitung



&lt;blockquote&gt;Politisches Urteil gegen Ramelow und die Linke
Christian Bommarius

Eine der zynischsten Bemerkungen &#252;ber die Opfer der Finanz- und Wirtschaftskrise stammt von einem prominenten Vertreter der Linken: &quot;Weil die Deutschen im Wohlergehen nicht Sozialisten werden wollten, werden sie jetzt aus Armut Sozialisten werden m&#252;ssen.&quot; Ein anderer Parteivertreter rief eine &quot;Zeitenwende vom b&#252;rgerlichen Zeitalter zum Zeitalter des werkt&#228;tigen Volkes&quot; aus, und schickte die Beteuerung nach, &quot;wenn wir von Sozialismus sprechen, so sehen wir f&#252;r uns darin eine ganz bestimmte geistige Grundhaltung&quot;.

Es ist nun eben diese Grundhaltung, die das Bundesamt f&#252;r Verfassungsschutz bis heute ermuntert, die Linke scharf zu observieren, es sind &#196;u&#223;erungen wie diese, die bei den Beamten des Bundesamtes Zweifel n&#228;hren, ob sich die Linke jederzeit auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung bewegt. Was, wenn sie erf&#252;hren, dass die S&#228;tze keineswegs von Funktion&#228;ren der Linkspartei gesprochen wurden, sondern der erste von Kurt Schumacher, erster SPD-Vorsitzender nach dem Krieg und als Kommunistenfresser bekannt, der zweite von Jakob Kaiser, zweiter Berliner CDU-Vorsitzender nach dem Krieg und einer der V&#228;ter des Grundgesetzes?

Ob einer sein Weltbild auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung errichtet hat, definiert das Bundesverfassungsschutzgesetz in § 4. Danach z&#228;hlen zur dieser Grundordnung unter anderem die Gewaltenteilung, die Volkssouver&#228;nit&#228;t, die Verantwortlichkeit der Regierung, die Unabh&#228;ngigkeit der Gerichte, die Achtung vor den Menschenrechten etc. Die Wirtschaftsordnung geh&#246;rt nicht dazu. Das wei&#223; das Bundesverfassungsschutzgesetz, das wusste das Bundesverfassungsgericht schon in einem seiner fr&#252;hesten Urteile, nur das Bundesverwaltungsgericht wei&#223; es nicht und will es auch nicht wissen.

Seine Entscheidung, mit der es - anders als die Vorinstanzen - die Observierung des Th&#252;ringer Linksfraktionschefs Bodo Ramelow erlaubt, ist nicht nur falsch, sie ist miserabel. Sie besch&#228;digt nicht nur Ramelow als Person, sie verwechselt auch den Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung mit der politischen B&#252;hne. Es ist nicht eine einzige &#196;u&#223;erung Ramelows aus den vergangenen Jahren bekannt, die seine Beobachtung durch den Verfassungsschutz rechtfertigen w&#252;rde. Er gilt, nicht nur in den eigenen Reihen, als integrer Politiker, der ganz erfolgreich auf die Ver&#228;nderung von Mehrheitsverh&#228;ltnissen hinarbeitet, ganz gewiss nicht auf den Umsturz der Machtverh&#228;ltnisse. Und was f&#252;r Ramelow gilt, das gilt - zumindest auf diesen Punkt bezogen - auch f&#252;r die Partei. Mag es in ihren Reihen - durchaus mehr als in anderen Parteien - auch etliche Spinner geben, Revolutionstr&#228;umer und Steinzeitmarxisten, aufs Ganze gesehen kann niemand bestreiten, dass die Linke l&#228;ngst im Parlamentarismus, in der Parteiendemokratie, im Rechtsstaat angekommen ist. Das nicht zur Kenntnis zu nehmen, ist ein denkw&#252;rdiges Versagen des Bundesverwaltungsgerichts. Offenbar hat es nicht verstanden, dass auf dem Boden der deutschen Grundordnung schon immer selbst dann Platz war, wenn von Kapitalismuskritik die Rede war.&lt;/blockquote&gt;

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Am 22.7. in der Berliner Zeitung</p>
<blockquote><p>Politisches Urteil gegen Ramelow und die Linke<br />
Christian Bommarius</p>
<p>Eine der zynischsten Bemerkungen &#252;ber die Opfer der Finanz- und Wirtschaftskrise stammt von einem prominenten Vertreter der Linken: &#8220;Weil die Deutschen im Wohlergehen nicht Sozialisten werden wollten, werden sie jetzt aus Armut Sozialisten werden m&#252;ssen.&#8221; Ein anderer Parteivertreter rief eine &#8220;Zeitenwende vom b&#252;rgerlichen Zeitalter zum Zeitalter des werkt&#228;tigen Volkes&#8221; aus, und schickte die Beteuerung nach, &#8220;wenn wir von Sozialismus sprechen, so sehen wir f&#252;r uns darin eine ganz bestimmte geistige Grundhaltung&#8221;.</p>
<p>Es ist nun eben diese Grundhaltung, die das Bundesamt f&#252;r Verfassungsschutz bis heute ermuntert, die Linke scharf zu observieren, es sind &#196;u&#223;erungen wie diese, die bei den Beamten des Bundesamtes Zweifel n&#228;hren, ob sich die Linke jederzeit auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung bewegt. Was, wenn sie erf&#252;hren, dass die S&#228;tze keineswegs von Funktion&#228;ren der Linkspartei gesprochen wurden, sondern der erste von Kurt Schumacher, erster SPD-Vorsitzender nach dem Krieg und als Kommunistenfresser bekannt, der zweite von Jakob Kaiser, zweiter Berliner CDU-Vorsitzender nach dem Krieg und einer der V&#228;ter des Grundgesetzes?</p>
<p>Ob einer sein Weltbild auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung errichtet hat, definiert das Bundesverfassungsschutzgesetz in § 4. Danach z&#228;hlen zur dieser Grundordnung unter anderem die Gewaltenteilung, die Volkssouver&#228;nit&#228;t, die Verantwortlichkeit der Regierung, die Unabh&#228;ngigkeit der Gerichte, die Achtung vor den Menschenrechten etc. Die Wirtschaftsordnung geh&#246;rt nicht dazu. Das wei&#223; das Bundesverfassungsschutzgesetz, das wusste das Bundesverfassungsgericht schon in einem seiner fr&#252;hesten Urteile, nur das Bundesverwaltungsgericht wei&#223; es nicht und will es auch nicht wissen.</p>
<p>Seine Entscheidung, mit der es &#8211; anders als die Vorinstanzen &#8211; die Observierung des Th&#252;ringer Linksfraktionschefs Bodo Ramelow erlaubt, ist nicht nur falsch, sie ist miserabel. Sie besch&#228;digt nicht nur Ramelow als Person, sie verwechselt auch den Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung mit der politischen B&#252;hne. Es ist nicht eine einzige &#196;u&#223;erung Ramelows aus den vergangenen Jahren bekannt, die seine Beobachtung durch den Verfassungsschutz rechtfertigen w&#252;rde. Er gilt, nicht nur in den eigenen Reihen, als integrer Politiker, der ganz erfolgreich auf die Ver&#228;nderung von Mehrheitsverh&#228;ltnissen hinarbeitet, ganz gewiss nicht auf den Umsturz der Machtverh&#228;ltnisse. Und was f&#252;r Ramelow gilt, das gilt &#8211; zumindest auf diesen Punkt bezogen &#8211; auch f&#252;r die Partei. Mag es in ihren Reihen &#8211; durchaus mehr als in anderen Parteien &#8211; auch etliche Spinner geben, Revolutionstr&#228;umer und Steinzeitmarxisten, aufs Ganze gesehen kann niemand bestreiten, dass die Linke l&#228;ngst im Parlamentarismus, in der Parteiendemokratie, im Rechtsstaat angekommen ist. Das nicht zur Kenntnis zu nehmen, ist ein denkw&#252;rdiges Versagen des Bundesverwaltungsgerichts. Offenbar hat es nicht verstanden, dass auf dem Boden der deutschen Grundordnung schon immer selbst dann Platz war, wenn von Kapitalismuskritik die Rede war.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Vill Fred</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-595</link>
		<dc:creator>Vill Fred</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 22:17:59 +0000</pubDate>
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		<description>Fortsetzung: Debatte vom 27.05.2010

Helge J&#252;rgs endete in seinem Beitrag mit den Worten:



&lt;blockquote&gt;„Besten Dank, Horst K&#246;hler, f&#252;r soviel Klartext. Nun verbindet sich mit Ihrer Amtszeit denn doch noch das Hautgout des Exklusiven…“. &lt;/blockquote&gt;



Kaum einer spricht heute noch dar&#252;ber, warum H.K. in Verlegenheit kam und sein Amt verlie&#223;. Es wird in der Zwischenzeit sogar viel umfassender interpretiert. Und alles wird zum „Hautgout des Exklusiven…“. Das Erschreckende f&#252;r mich daran ist, es gelingt den M&#228;chtigen alles offen Liegende dennoch zu verschleiern. Die Wahl des Nachfolgers von H.K. ist selbst ein solches „Hautgout des Exklusiven“.

Die Emotionen zum Ausgang der Bundesversammlung schlagen sehr hoch. Es sind ganz pers&#246;nliche Empfindungen, die sachliche, unsachliche und alle m&#246;glichen Halbwahrheiten zum Hintergrund haben, die jedem Menschen zu Grunde liegen, wenn er eine Meinung &#228;u&#223;ert - egal zu welchem Thema oder zu welchem „Lager“ er sich z&#228;hlt. Es gibt keine absolute Wahrheit. Das wird jeder gebildete Mensch wissen. Wahrheit beruht immer auf einem Erkenntnisstand und dieser ist nicht absolut erreichbar. Deshalb erweitert sich stets das Wissen der Menschheit und seine F&#228;higkeit Wissen anzuwenden. 
Es ist deshalb schade, wenn teils unsachliche Argumente immer wieder wie Axiome wiederholt werden, ohne den verf&#252;gbaren aktuellen Erkenntnis- und Wissensstand zu  verwenden. Wenn sich jemand auf ein solches Axiom festgelegt hat, ist es wahrlich schwer, sachlich darauf zu begegnen. Die Diskussion verl&#228;uft ins Nichts! Das ist typisches „Lagerdenken“.
Aber es geht ja nicht um die Diskussion schlechthin, sondern um die Inhalte und was sie f&#252;r praktische Folgen haben. 
Wenn ich so herangehe, muss ich erst einmal f&#252;r mich klar machen, um Was es bei der Bundesversammlung ging. Der Bundespr&#228;sident/-in war zu w&#228;hlen, weil der Vorg&#228;nger das Handtuch warf. Diese Wahl erfolgt in einer Folge von Rechtsakten, die gleichzeitig auf dem heutigen Erkenntnisstand des Demokratieverst&#228;ndnisses beruhen und im Grundgesetz und §§ff. formuliert sind. Hier, meine ich, gibt es schon die ersten gravierenden, unterschiedliche Ans&#228;tze in den Beitr&#228;gen. Jeder Beteiligte an der Diskussion, aber auch bei der Wahl selbst, stellt seine Axiome voran als unumst&#246;&#223;lich.
Als erstes sind in dieser Angelegenheit Kandidaten erforderlich, die den Job des/der Bundespr&#228;sidenten/-in machen wollen. 
Da die Bundesversammlung von den Zusammensetzungen der Bundes- und Lan-desparlamente abh&#228;ngig ist, und diese durch die von Parteienkonstellationen gepr&#228;gt sind, kann also die Bundesversammlung nur dessen Spiegelbild sein. Jeder von uns wei&#223;, dass die Inhalte der Koalitionen z.B. in den L&#228;ndern v&#246;llig differieren. Was z.B. in einem CDU-gef&#252;hrten Land an Inhalten m&#246;glich ist, kann in einem anderen CDU-gef&#252;hrten Land als Nonsens gelten (vergl. dazu Hamburg, Saarland und Th&#252;ringen – alle CDU-gef&#252;hrt). Es gibt und kann also keine v&#246;llige Interessen&#252;bereinstimmung geben – „…und das ist gut so!“. Hinzu kommen die Differenzen zwischen den oppositionellen Parteien, die weitaus gegenl&#228;ufiger sind, als bei den koalierenden Parteien. Auch das ist gut so? 
Nun gibt es noch eine weitere &#220;berlagerung der Interessen im Bundesparlament, das die andere H&#228;lfte der Wahlm&#228;nner und -frauen stellt.  Die Inhalte der Differenzen der Wahlm&#228;nner/-frauen sind parteilich, pers&#246;nlich, regional und was wei&#223; ich noch alles. Und so mancher hat noch sein ganz pers&#246;nliches Messerchen gesch&#228;rft. In einem sind sich jedoch alle einig: Ein Kandidat ist nur erfolgreich, wenn er dem Parteikodex entspricht, von dem er nominiert wurde. Das Regierungslager um Frau Merkel entschied sich sehr schnell, Herrn Wulff ins Rennen zu schicken. Eine richtige Begr&#252;ndung, diesen Politiker ausgew&#228;hlt zu haben, gibt es bis heute nicht; und warum diese Riege sich nicht breiter bei ihren Parteig&#228;ngern absicherte bleibt ein R&#228;tsel, denn es war weder Tag noch Stunde der Kandidatenbenennung festgelegt. Darin liegt m. E.  eine F&#252;hrungsschw&#228;che unter Merkel. Gerade weil viele Unstimmigkeiten in der Koalition und der CDU/FDP-Parteigremien vorhanden sind, w&#228;re hier mehr &#220;bereinstimmung oder gar Sorgfalt n&#246;tig gewesen. 
Die bundesweite, unorganisierte Opposition von SPD, Gr&#252;nen und Linke hatte in der Bundesversammlung zwar von vornherein keine absolute Mehrheit, aber unter den Umst&#228;nden der Zerw&#252;rfnisse im CDU/FDP-Lager durchaus Chancen, einen Favoriten durchzubringen. Das stand zum Zeitpunkt der Einberufung der Bundesversammlung zweifelsfrei fest. H&#228;tten SPD und Gr&#252;ne ein ehrliches Interesse gehabt, einen Kandidaten „durchzubringen“, waren sie unzweifelhaft auf die Linken angewiesen. Es w&#228;re also genug Zeit gewesen, einen solchen gemeinsamen Kandidaten zu k&#252;ren. Aber das Feindbild zur Linken ist st&#228;rker und die F&#252;hrungsriege um Steinmeier verh&#228;lt sich synchron der CDU-Riege um Merkel, nur keine breitere Kandidatensuche und schon gar nicht mit den Linken. So ihre Devise. Um aus dem Merkel-Lager „Abtr&#252;nnige“ zu gewinnen, um die absolute Mehrheit von CDU/FDP zu unterlaufen, kam also nur ein b&#252;rgerlicher Kandidat in Frage. Es gab und gibt viele Personen in Deutschland, die CDU/FDP/SPD/Gr&#252;ne/Linke-&#252;bergreifend als b&#252;rgerlicher Bundespr&#228;sident repr&#228;sentieren k&#246;nnten. Herr Gauck war und ist einer, der diese Eigenschaften nicht verk&#246;rpert, zumindest nicht f&#252;r die Linken. Nicht nur weil er alle au&#223;en- und innenpolitischen Wendungen der Bundesrepublik seit 1990 mit tr&#228;gt und guthei&#223;t, sondern auch weil er „auf einem Auge blind geworden ist“. Es war gar nicht von denen, die ihn zum Kandidaten benannten, realistisch vorgesehen, ihn auch ernsthaft zum Bundespr&#228;sidenten zu k&#252;ren, denn dazu h&#228;tte man von vornherein eben auch die Stimmen der Linken-Wahlm&#228;nner und -frauen ben&#246;tigt. Denn diese mehr als einhundertzwanzig &quot;Ersatz-&quot;Stimmen allein aus den Abtr&#252;nnigen des Regierungslagers zu rekrutieren, w&#228;re doch eine Vermessenheit. Das man den Kandidaten Gauck gar nicht erst den Linken vorschlug und ihn genauso schnell pr&#228;sentierte, wie dies das Regierungslager mit Herrn Wulff tat, belegt eigentlich schon die ganze Infamie. Das die Linke nun selbst eine/n Kandidaten/-in k&#252;ren muss war nur eine logische Folge, wenn Die Linke auch in Zukunft &#252;berhaupt ernst und wahrgenommen werden will. 
Einen (in Zahlen:1) Kandidaten dem Regierungslager entgegenzustellen der Erfolg haben kann bedeutet also auch, den unvers&#246;hnlichen Spagat vom CDU/FDP- bis zum Linken-Lager zu schaffen. Wie gesagt, Menschen, die dieses Charisma verk&#246;rpern, gibt es nat&#252;rlich, aber Herr Gauck geh&#246;rt aus linker Sicht nicht dazu. Es lief also auf eine Schau von SPD und Gr&#252;nen hinaus, dessen Ergebnis die Nominierungen von Wulff, Gauck und Jochimsen darstellte. 
Das es Herr Wulff im ersten Wahlgang nicht schafft war Kalk&#252;l. Auch konnte das Regierungslager nicht verlieren, da die Linke-Kandidatin eine satte Stimmen-Differenz zum SPD/Gr&#252;nen-Kandidat ausmachte. Eine bessere Gelegenheit gibt es nicht, der eigenen  Merkel-F&#252;hrung durch die Blume zu sagen, dass sie Frau Merkels Stil nicht m&#246;gen. Es konnte nicht schief gehen, die Kritik so zu bewerkstelligen. Das sich ab dem zweiten Wahlgang die Parteidisziplin durchsetzt war auch klar, denn letztendlich w&#252;rde niemand des CDU/FDP-Lagers auf seine Macht verzichten wollen und das ganze Regierungskonstrukt ins Wanken bringen wollen. Die eigene Abh&#228;ngigkeit ist viel zu verwoben. Das dies so ist, bewies das Endergebnis, als im dritten Wahlgang sogar die absolute Mehrheit des Regierungslagers erreicht wurde, obwohl es hier gar nicht mehr n&#246;tig war – aber sicher ist sicher! W&#228;re die Linke-Kandidatin  bereits im zweiten Wahlgang ausgestiegen, w&#228;re bereits hier das Wulff-Ergebnis erreicht worden. Es war ein Spielchen der Unzufriedenen im Regierungslager, die gern den von der SPD/Gr&#252;nen zugespielten Ball annahmen, um ihn im entscheidenden Wahlgang zur&#252;ckzugeben. Mit der personellen Bundespr&#228;sidentenwahl hatte das alles nichts zu tun. Warnen – nicht St&#252;rzen war das Ziel. Und das haben die Unzufriedenen des Regierungslagers erreicht.
Bleibt also die Frage, warum das Steinmeier-Lager mit ihrer Nominierung - ohne die Linken - so verfuhr? Der Konstellation folgend, war es ein gut durchdachter, taktischer Schachzug, um gegen die Linken strategisch Stimmung zu machen. Die Linken werden scheinbar zu Gegnern einer gemeinsamen Opposition dargestellt – besser gesagt: „vorgef&#252;hrt“ als „Verweigerer“, obwohl es gar keine Verweigerung war, da sie vom Angebot ausgeschlossen waren. Es war kein Kandidat da, den sie w&#228;hlen konnten. Und, es war gut so, dass sie sich nicht zum Hampelmann gemacht haben, denn h&#228;tten sie im letzten Wahlgang Herrn Gauck gew&#228;hlt, h&#228;tte Wulff auch gewonnen und sie st&#228;nden prinzipienlos da. Wie sagte doch ein Vertreter des Regierungslagers sinngem&#228;&#223; vor den Mikrophonen, wenn Herr Gauck auch von den Linken mit gew&#228;hlt wird, d&#252;rfte dieser Herr Gauck eine gewonnene Wahl nicht annehmen. Soweit geht das „Abweichen der Abweichler“ im Regierungslager nun doch nicht. Und damit bin ich wieder am Ausgang meiner Betrachtung. 
Dieser logische Erkenntnisprozess war seit der Einberufung der Bundesversammlung logisch ableitbar. Das Wissen war vorhanden und ein heutiges mediales Draufschlagen auf das Wahlverhalten der Linken ist Erkenntnis- und Wissensverweigerung derjenigen, die sich zu den betreffenden Lagern dazugeh&#246;rig f&#252;hlen. Es tut mir leid, es so deutlich zusagen, die meisten Lagervertreter merken gar nicht, dass sie der Manipulation aufgesessen sind. Wer nicht Willens ist, Erkennen in Lernen und Lernen in Wissen umzuwandeln, wird auf seinem Axiom der Unkenntnis stecken bleiben. 
Meine Anerkennung den Linken Wahlm&#228;nner und -frauen, die sich nicht beirren lie&#223;en, in der Flut von Anfeindungen, Schm&#228;hungen und Dem&#252;tigungen, denen sie in der medialen &#214;ffentlichkeit am Wahltag, jetzt und auch k&#252;nftig  ausgesetzt sind/werden, das Beste aus der Situation gemacht zu haben.
 
Der neue Bundespr&#228;sident Wulff wird nun seinen Job machen und die Gesetze unterschreiben, die die jetzige und k&#252;nftige  b&#252;rgerliche Regierungen zum Systemerhalt vorlegen werden. Er wird Reden zur Demokratie halten, wird die Freiheit loben und das Zusammenleben zwischen Ost und West sch&#246;n reden. Die sozialen Ungerechtigkeiten und die Interessen Deutschlands im Ausland wird er Im Interesse der aktuellen b&#252;rgerlichen Macht weiter unterst&#252;tzen.  &#220;ber linke Gesellschaftskonzepte und -ideen wird auch er warnend schweigen. Es ist offensichtlich noch nicht die Zeit linker Politik auf Regierungsb&#228;nken. Der Erkenntnisprozess l&#228;sst das in der Bev&#246;lkerung noch nicht zu, da das Wissen dar&#252;ber verhindert wird. Die Manipulationen durch das konservative Lager von CDU/FDP bis SPD und Gr&#252;ne sind klug gemacht und effizient wirksam, denen die Linke noch nichts entgegensetzen kann. Noch nicht?

PS. Nat&#252;rlich wei&#223; ich, dass es eine CSU in Bayern gibt, die auch zum regierenden Lager geh&#246;rt. Aber ich erlaube mir, diese Regionalpartei hier textlich der CDU einzuverleiben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Fortsetzung: Debatte vom 27.05.2010</p>
<p>Helge J&#252;rgs endete in seinem Beitrag mit den Worten:</p>
<blockquote><p>„Besten Dank, Horst K&#246;hler, f&#252;r soviel Klartext. Nun verbindet sich mit Ihrer Amtszeit denn doch noch das Hautgout des Exklusiven…“. </p></blockquote>
<p>Kaum einer spricht heute noch dar&#252;ber, warum H.K. in Verlegenheit kam und sein Amt verlie&#223;. Es wird in der Zwischenzeit sogar viel umfassender interpretiert. Und alles wird zum „Hautgout des Exklusiven…“. Das Erschreckende f&#252;r mich daran ist, es gelingt den M&#228;chtigen alles offen Liegende dennoch zu verschleiern. Die Wahl des Nachfolgers von H.K. ist selbst ein solches „Hautgout des Exklusiven“.</p>
<p>Die Emotionen zum Ausgang der Bundesversammlung schlagen sehr hoch. Es sind ganz pers&#246;nliche Empfindungen, die sachliche, unsachliche und alle m&#246;glichen Halbwahrheiten zum Hintergrund haben, die jedem Menschen zu Grunde liegen, wenn er eine Meinung &#228;u&#223;ert &#8211; egal zu welchem Thema oder zu welchem „Lager“ er sich z&#228;hlt. Es gibt keine absolute Wahrheit. Das wird jeder gebildete Mensch wissen. Wahrheit beruht immer auf einem Erkenntnisstand und dieser ist nicht absolut erreichbar. Deshalb erweitert sich stets das Wissen der Menschheit und seine F&#228;higkeit Wissen anzuwenden.<br />
Es ist deshalb schade, wenn teils unsachliche Argumente immer wieder wie Axiome wiederholt werden, ohne den verf&#252;gbaren aktuellen Erkenntnis- und Wissensstand zu  verwenden. Wenn sich jemand auf ein solches Axiom festgelegt hat, ist es wahrlich schwer, sachlich darauf zu begegnen. Die Diskussion verl&#228;uft ins Nichts! Das ist typisches „Lagerdenken“.<br />
Aber es geht ja nicht um die Diskussion schlechthin, sondern um die Inhalte und was sie f&#252;r praktische Folgen haben.<br />
Wenn ich so herangehe, muss ich erst einmal f&#252;r mich klar machen, um Was es bei der Bundesversammlung ging. Der Bundespr&#228;sident/-in war zu w&#228;hlen, weil der Vorg&#228;nger das Handtuch warf. Diese Wahl erfolgt in einer Folge von Rechtsakten, die gleichzeitig auf dem heutigen Erkenntnisstand des Demokratieverst&#228;ndnisses beruhen und im Grundgesetz und §§ff. formuliert sind. Hier, meine ich, gibt es schon die ersten gravierenden, unterschiedliche Ans&#228;tze in den Beitr&#228;gen. Jeder Beteiligte an der Diskussion, aber auch bei der Wahl selbst, stellt seine Axiome voran als unumst&#246;&#223;lich.<br />
Als erstes sind in dieser Angelegenheit Kandidaten erforderlich, die den Job des/der Bundespr&#228;sidenten/-in machen wollen.<br />
Da die Bundesversammlung von den Zusammensetzungen der Bundes- und Lan-desparlamente abh&#228;ngig ist, und diese durch die von Parteienkonstellationen gepr&#228;gt sind, kann also die Bundesversammlung nur dessen Spiegelbild sein. Jeder von uns wei&#223;, dass die Inhalte der Koalitionen z.B. in den L&#228;ndern v&#246;llig differieren. Was z.B. in einem CDU-gef&#252;hrten Land an Inhalten m&#246;glich ist, kann in einem anderen CDU-gef&#252;hrten Land als Nonsens gelten (vergl. dazu Hamburg, Saarland und Th&#252;ringen – alle CDU-gef&#252;hrt). Es gibt und kann also keine v&#246;llige Interessen&#252;bereinstimmung geben – „…und das ist gut so!“. Hinzu kommen die Differenzen zwischen den oppositionellen Parteien, die weitaus gegenl&#228;ufiger sind, als bei den koalierenden Parteien. Auch das ist gut so?<br />
Nun gibt es noch eine weitere &#220;berlagerung der Interessen im Bundesparlament, das die andere H&#228;lfte der Wahlm&#228;nner und -frauen stellt.  Die Inhalte der Differenzen der Wahlm&#228;nner/-frauen sind parteilich, pers&#246;nlich, regional und was wei&#223; ich noch alles. Und so mancher hat noch sein ganz pers&#246;nliches Messerchen gesch&#228;rft. In einem sind sich jedoch alle einig: Ein Kandidat ist nur erfolgreich, wenn er dem Parteikodex entspricht, von dem er nominiert wurde. Das Regierungslager um Frau Merkel entschied sich sehr schnell, Herrn Wulff ins Rennen zu schicken. Eine richtige Begr&#252;ndung, diesen Politiker ausgew&#228;hlt zu haben, gibt es bis heute nicht; und warum diese Riege sich nicht breiter bei ihren Parteig&#228;ngern absicherte bleibt ein R&#228;tsel, denn es war weder Tag noch Stunde der Kandidatenbenennung festgelegt. Darin liegt m. E.  eine F&#252;hrungsschw&#228;che unter Merkel. Gerade weil viele Unstimmigkeiten in der Koalition und der CDU/FDP-Parteigremien vorhanden sind, w&#228;re hier mehr &#220;bereinstimmung oder gar Sorgfalt n&#246;tig gewesen.<br />
Die bundesweite, unorganisierte Opposition von SPD, Gr&#252;nen und Linke hatte in der Bundesversammlung zwar von vornherein keine absolute Mehrheit, aber unter den Umst&#228;nden der Zerw&#252;rfnisse im CDU/FDP-Lager durchaus Chancen, einen Favoriten durchzubringen. Das stand zum Zeitpunkt der Einberufung der Bundesversammlung zweifelsfrei fest. H&#228;tten SPD und Gr&#252;ne ein ehrliches Interesse gehabt, einen Kandidaten „durchzubringen“, waren sie unzweifelhaft auf die Linken angewiesen. Es w&#228;re also genug Zeit gewesen, einen solchen gemeinsamen Kandidaten zu k&#252;ren. Aber das Feindbild zur Linken ist st&#228;rker und die F&#252;hrungsriege um Steinmeier verh&#228;lt sich synchron der CDU-Riege um Merkel, nur keine breitere Kandidatensuche und schon gar nicht mit den Linken. So ihre Devise. Um aus dem Merkel-Lager „Abtr&#252;nnige“ zu gewinnen, um die absolute Mehrheit von CDU/FDP zu unterlaufen, kam also nur ein b&#252;rgerlicher Kandidat in Frage. Es gab und gibt viele Personen in Deutschland, die CDU/FDP/SPD/Gr&#252;ne/Linke-&#252;bergreifend als b&#252;rgerlicher Bundespr&#228;sident repr&#228;sentieren k&#246;nnten. Herr Gauck war und ist einer, der diese Eigenschaften nicht verk&#246;rpert, zumindest nicht f&#252;r die Linken. Nicht nur weil er alle au&#223;en- und innenpolitischen Wendungen der Bundesrepublik seit 1990 mit tr&#228;gt und guthei&#223;t, sondern auch weil er „auf einem Auge blind geworden ist“. Es war gar nicht von denen, die ihn zum Kandidaten benannten, realistisch vorgesehen, ihn auch ernsthaft zum Bundespr&#228;sidenten zu k&#252;ren, denn dazu h&#228;tte man von vornherein eben auch die Stimmen der Linken-Wahlm&#228;nner und -frauen ben&#246;tigt. Denn diese mehr als einhundertzwanzig &#8220;Ersatz-&#8221;Stimmen allein aus den Abtr&#252;nnigen des Regierungslagers zu rekrutieren, w&#228;re doch eine Vermessenheit. Das man den Kandidaten Gauck gar nicht erst den Linken vorschlug und ihn genauso schnell pr&#228;sentierte, wie dies das Regierungslager mit Herrn Wulff tat, belegt eigentlich schon die ganze Infamie. Das die Linke nun selbst eine/n Kandidaten/-in k&#252;ren muss war nur eine logische Folge, wenn Die Linke auch in Zukunft &#252;berhaupt ernst und wahrgenommen werden will.<br />
Einen (in Zahlen:1) Kandidaten dem Regierungslager entgegenzustellen der Erfolg haben kann bedeutet also auch, den unvers&#246;hnlichen Spagat vom CDU/FDP- bis zum Linken-Lager zu schaffen. Wie gesagt, Menschen, die dieses Charisma verk&#246;rpern, gibt es nat&#252;rlich, aber Herr Gauck geh&#246;rt aus linker Sicht nicht dazu. Es lief also auf eine Schau von SPD und Gr&#252;nen hinaus, dessen Ergebnis die Nominierungen von Wulff, Gauck und Jochimsen darstellte.<br />
Das es Herr Wulff im ersten Wahlgang nicht schafft war Kalk&#252;l. Auch konnte das Regierungslager nicht verlieren, da die Linke-Kandidatin eine satte Stimmen-Differenz zum SPD/Gr&#252;nen-Kandidat ausmachte. Eine bessere Gelegenheit gibt es nicht, der eigenen  Merkel-F&#252;hrung durch die Blume zu sagen, dass sie Frau Merkels Stil nicht m&#246;gen. Es konnte nicht schief gehen, die Kritik so zu bewerkstelligen. Das sich ab dem zweiten Wahlgang die Parteidisziplin durchsetzt war auch klar, denn letztendlich w&#252;rde niemand des CDU/FDP-Lagers auf seine Macht verzichten wollen und das ganze Regierungskonstrukt ins Wanken bringen wollen. Die eigene Abh&#228;ngigkeit ist viel zu verwoben. Das dies so ist, bewies das Endergebnis, als im dritten Wahlgang sogar die absolute Mehrheit des Regierungslagers erreicht wurde, obwohl es hier gar nicht mehr n&#246;tig war – aber sicher ist sicher! W&#228;re die Linke-Kandidatin  bereits im zweiten Wahlgang ausgestiegen, w&#228;re bereits hier das Wulff-Ergebnis erreicht worden. Es war ein Spielchen der Unzufriedenen im Regierungslager, die gern den von der SPD/Gr&#252;nen zugespielten Ball annahmen, um ihn im entscheidenden Wahlgang zur&#252;ckzugeben. Mit der personellen Bundespr&#228;sidentenwahl hatte das alles nichts zu tun. Warnen – nicht St&#252;rzen war das Ziel. Und das haben die Unzufriedenen des Regierungslagers erreicht.<br />
Bleibt also die Frage, warum das Steinmeier-Lager mit ihrer Nominierung &#8211; ohne die Linken &#8211; so verfuhr? Der Konstellation folgend, war es ein gut durchdachter, taktischer Schachzug, um gegen die Linken strategisch Stimmung zu machen. Die Linken werden scheinbar zu Gegnern einer gemeinsamen Opposition dargestellt – besser gesagt: „vorgef&#252;hrt“ als „Verweigerer“, obwohl es gar keine Verweigerung war, da sie vom Angebot ausgeschlossen waren. Es war kein Kandidat da, den sie w&#228;hlen konnten. Und, es war gut so, dass sie sich nicht zum Hampelmann gemacht haben, denn h&#228;tten sie im letzten Wahlgang Herrn Gauck gew&#228;hlt, h&#228;tte Wulff auch gewonnen und sie st&#228;nden prinzipienlos da. Wie sagte doch ein Vertreter des Regierungslagers sinngem&#228;&#223; vor den Mikrophonen, wenn Herr Gauck auch von den Linken mit gew&#228;hlt wird, d&#252;rfte dieser Herr Gauck eine gewonnene Wahl nicht annehmen. Soweit geht das „Abweichen der Abweichler“ im Regierungslager nun doch nicht. Und damit bin ich wieder am Ausgang meiner Betrachtung.<br />
Dieser logische Erkenntnisprozess war seit der Einberufung der Bundesversammlung logisch ableitbar. Das Wissen war vorhanden und ein heutiges mediales Draufschlagen auf das Wahlverhalten der Linken ist Erkenntnis- und Wissensverweigerung derjenigen, die sich zu den betreffenden Lagern dazugeh&#246;rig f&#252;hlen. Es tut mir leid, es so deutlich zusagen, die meisten Lagervertreter merken gar nicht, dass sie der Manipulation aufgesessen sind. Wer nicht Willens ist, Erkennen in Lernen und Lernen in Wissen umzuwandeln, wird auf seinem Axiom der Unkenntnis stecken bleiben.<br />
Meine Anerkennung den Linken Wahlm&#228;nner und -frauen, die sich nicht beirren lie&#223;en, in der Flut von Anfeindungen, Schm&#228;hungen und Dem&#252;tigungen, denen sie in der medialen &#214;ffentlichkeit am Wahltag, jetzt und auch k&#252;nftig  ausgesetzt sind/werden, das Beste aus der Situation gemacht zu haben.</p>
<p>Der neue Bundespr&#228;sident Wulff wird nun seinen Job machen und die Gesetze unterschreiben, die die jetzige und k&#252;nftige  b&#252;rgerliche Regierungen zum Systemerhalt vorlegen werden. Er wird Reden zur Demokratie halten, wird die Freiheit loben und das Zusammenleben zwischen Ost und West sch&#246;n reden. Die sozialen Ungerechtigkeiten und die Interessen Deutschlands im Ausland wird er Im Interesse der aktuellen b&#252;rgerlichen Macht weiter unterst&#252;tzen.  &#220;ber linke Gesellschaftskonzepte und -ideen wird auch er warnend schweigen. Es ist offensichtlich noch nicht die Zeit linker Politik auf Regierungsb&#228;nken. Der Erkenntnisprozess l&#228;sst das in der Bev&#246;lkerung noch nicht zu, da das Wissen dar&#252;ber verhindert wird. Die Manipulationen durch das konservative Lager von CDU/FDP bis SPD und Gr&#252;ne sind klug gemacht und effizient wirksam, denen die Linke noch nichts entgegensetzen kann. Noch nicht?</p>
<p>PS. Nat&#252;rlich wei&#223; ich, dass es eine CSU in Bayern gibt, die auch zum regierenden Lager geh&#246;rt. Aber ich erlaube mir, diese Regionalpartei hier textlich der CDU einzuverleiben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Dr.-Ing. Ulrich Scharfenorth</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-594</link>
		<dc:creator>Dr.-Ing. Ulrich Scharfenorth</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 08:57:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klagefall.de/blaettchen/?page_id=2#comment-594</guid>
		<description>„80 Mrd.-Euro-Sparpaket“, das die Regierung gerade auf den Tisch gepackt hat, macht mich nicht nur sprachlos – es macht mich w&#252;tend. Denn das, was Deutschland zwischen 2011 und 2014 bef&#228;higen soll, seine Schulden einzud&#228;mmen (und die EU-Defizit-Kriterien zu erf&#252;llen) – ist nicht nur intransparent, sondern zutiefst ungerecht. Doch noch absto&#223;ender als die Paket-Inhalte selbst wirkte die Bemerkung der Kanzlerin, dass das, was man „in aufreibender Arbeit“ zustande gebracht habe, nicht durch interne Misst&#246;ne in Frage gestellt werden d&#252;rfe. Statt zu begreifen, dass Kritik aus den eigenen Reihen ein guter Sensor f&#252;r Unbrauchbarkeit ist,  versucht es Merkel  mit Druck. Parallel dazu pr&#252;ft man, ob sich Zustimmungserfordernisse durch „Bilanzierungstricks“ ausd&#252;nnen lassen. Offenbar ist es m&#246;glich, dass Gesamtpaket so zu splitten, dass Teile davon lediglich den Bundestag passieren m&#252;ssen, nicht aber der Zustimmung des Bundesrates bed&#252;rfen. Schon der Gedanke mutet – zumindest f&#252;r den Au&#223;enstehenden – grotesk an. Dass es an der Substanz vorbei m&#246;glich ist, allein durch Findigkeit und Cleverness die Zustimmung zu Gesetzesvorlagen „zu erschleichen“,  begreift niemand. Sollte der Kurs der Bundesregierung, auf die wachsende Verschuldung und die spekulativen Attacken der Wall Street mit einschneidenden Sparprogrammen zu reagieren, richtig sein, dann m&#252;sste diese Strategie auf einem m&#246;glichst umfassenden, partei&#252;bergreifenden  Konsens beruhen. Immerhin k&#246;nnte nicht nur die Stabilit&#228;t des Euro, sondern auch die der gesamten Volkswirtschaft gef&#228;hrdet sein. Die schwarz-gelbe Regierung aber glaubt dieser Gefahrenlage allein  begegnen zu k&#246;nnen. Ja mehr noch: Sie versucht, Abwehr und Sicherheitsma&#223;nahmen so zu stricken, dass die eigene Klientel m&#246;glichst wenig zur Kasse gebeten wird. Da mit Bildung einer rot-gr&#252;nen Minderheitsregierung in NRW die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundesrat verloren geht, sieht Merkel diese Strategie gef&#228;hrdet. 
Soweit die Gesamtwetterlage. Doch nun zu den Inhalten: 
Nimmt man die Kabinettsvorlage, so will die Regierung ihre Ausgaben 2011 um 13,2 Mrd. Euro, 2012 um 19,1 Mrd. Euro, 2013  um 24,7 Mrd. Euro und 2014  um 26,6 Milliarden Euro k&#252;rzen. Dabei werden f&#252;r 2011 zun&#228;chst Titel genannt, die Unternehmen betreffen, inhaltlich aber v&#246;llig unklar sind. Man spricht im Rahmen eines 5,3-Mrd.-Sparpaketes von zu kappenden &#214;kosteuerrabatten (bleibt unerl&#228;utert), einer Luftverkehrsabgabe (ohne Kerosinsteuier?), der Brennelementesteuer (die ist mit Blick auf die Versteuerung bei konkurrierenden Energietr&#228;gern l&#228;ngst f&#228;llig) und der Bahndividende  (Verzicht auf Aussch&#252;ttung oder was?) – schwenkt dann schnell auf die Arbeitslosen, denen man befristete Zuschl&#228;ge und Rentenzusch&#252;sse, den Heizkostenzuschuss und Weiterbildungskurse streichen und damit 4,4 Mrd. Euro sparen will. 0,6 Mrd. Euro  sollen Zugriffe auf das Eltergeld bringen. Hier sind K&#252;rzungen geplant, bei Hartz-IV-Familien sogar die komplette Streichung der Bez&#252;ge. V&#246;llig nebul&#246;s nehmen sich Einsparungen aus, die der Staat sich selbst verordnet: Stellen- und Gehaltsk&#252;rzungen bei Bundesbeamten, die K&#252;rzung des Wehretats und die Senkung allgemeiner Verwaltungsausgaben (2,3 Mrd. Euro). Mit 0,6 Mrd. Euro bringt man dann die Verschiebung des Schloss-Wiederaufbaus in Berlin und geringere Zinslasten (da geringere Schulden) ins Spiel („Rheinische Post“, 8. Juni 2010). 
Der B&#252;rger kann mit diesem Konglomerat – ohne dass er &#252;ber Grunddaten und Berechnungsverfahren informiert ist – kaum etwas anfangen. Zwei Dinge allerdings d&#252;rften ihm sofort auffallen: Dass man den Reichen im Lande offenbar nichts, den Armen daf&#252;r umso mehr Geld abkn&#246;pfen m&#246;chte. Und dass man Nebelkerzen dazwischen knallt: scheinbare Selbstverpflichtungen des Staates (schon immer undifferenziert angesagt und kaum irgendwo abgerechnet), die Brennelemente-Steuer und das Stadtschloss. 
Besonders verheerend ist die Idee, das Elterngeld zu k&#252;rzen bzw. total abzuschaffen. Sie konterkariert nicht nur bisherige Bem&#252;hungen, der bedrohlichen Alterspyramide entgegenzuwirken. Sie macht auch deutlich, dass man „den Vermehrungsbem&#252;hungen der Verlierer unserer Gesellschaft“ ein f&#252;r alle Mal den Riegel vorschieben m&#246;chte. Wir brauchen Kinder von Leistungstr&#228;gern und nicht von Hartz-IV-ern scheint der geheime Leitspruch zu lauten, f&#252;r den man nicht einmal Thilo Sarrazin bem&#252;hen muss. Dass ALG-II-Bezieher heute undifferenziert in eine Kiste verabscheut werden, geh&#246;rt zu den gr&#246;&#223;ten W&#252;rdeverletzungen unserer Zeit. Wer diesen Menschen, die zu mehr als 80% Opfer einer verfehlten Wirtschafts- und Finanzpolitik sind, die Gr&#252;ndung von Familien erschwert, nur weil Hartz-IV an einigen Stellen vererbt wird, verst&#246;&#223;t gegen fundamentale Menschenrechte. Au&#223;erdem lehrt die Geschichte, dass Notsituationen eher mit vielen Kindern einhergingen als mit wenigen.
Wir leben heute in der grotesken Situation, dass der Staat Hartz-IV-Empf&#228;nger massiv unter Druck setzt, jegliche Arbeit anzunehmen, obwohl er die Arbeitsangebote nur im eigenen, n&#228;mlich dem &#246;ffentlichen Bereich direkt beeinflussen kann. Allerdings soll der staatliche Sektor im Schnitt personell ausged&#252;nnt und nicht aufgestockt werden. Die Privatwirtschaft gehorcht ausschlie&#223;lich effizienzgesteuerten Mustern. Sie wird Arbeitspl&#228;tze nur in dem Ma&#223;e anbieten, wie das Konjunktur und (privat)wirtschaftliche Interessenlagen vorgeben. Dennoch werden Hartz-IV-er auch dann stigmatisiert, wenn es Jobs partout nicht gibt. Etwas Besseres, als dass der Staat permanent – also unabh&#228;ngig von Konjunktur und Arbeitskr&#228;ftebedarf – Druck macht und ein Heer von Praktikanten, 1-€-Jobbern und Hartz-IV-Empf&#228;ngern vor sich hertreibt, kann den privaten Arbeitgebern nicht passieren. Sie saugen ab, wenn Bedarf da ist und pressen zur&#252;ck, wenn die Nachfrage ins Stocken ger&#228;t. Nimmt man die staatlich unterst&#252;tzte Leiharbeit hinzu, dann l&#228;sst sich durchaus schlussfolgern, dass Arbeitnehmer in Deutschland noch nie so angstvoll und brutal auf die W&#252;nsche und Begierden der Arbeitgeber getrimmt wurden wie heute. Dass man Hartz-IV-ern nun auch noch die Qualifizierungsm&#246;glichkeiten kappt, besiegelt deren Schicksal. Sie verkommen zur billigen Man&#246;vrier- und Polemisiermasse. Schon jetzt gelingt nur 7% der Betroffenen der Aufstieg in den 1. Arbeitsmarkt. 
Doch kommen wir auf den Gegenstand zur&#252;ck: Das vorliegende Sparpaket ist eine brutale Kampfansage. Kein Wunder, dass sich Gewerkschaften, Die Linke, Attac und ein Teil der Medien etc. spontan dagegen auflehnten und selbst konservative Politiker, Wirtschaftswissenschaftler und betuchte B&#252;rger die K&#246;pfe sch&#252;tteln. Gerade hat Boston Consulting mitgeteilt, dass die Zahl der deutschen Million&#228;rshaushalte im Krisenjahr 2009 gegen&#252;ber dem Vorjahr um 23 %  auf nunmehr 430.000 gestiegen sei („Rheinische Post“, 12.Juni 2010). Wo – frage ich – bleibt angesichts dieser Tatsache die gerechte Lastenverteilung? Warum versucht schwarz-gelb wieder bei denen zu sparen, denn es echt wehtut und verschont die, die zus&#228;tzliche Lasten kaum sp&#252;ren oder gar nicht erst wahrnehmen? Warum kann auf den drohenden Schuldenberg nicht mit weniger Sparen und mehr Versteuern – bei Reichen und Superreichen –  reagiert werden? Warum ist die Verm&#246;genssteuer kein Thema? Rot-gr&#252;n hat sie im Jahre 1997 ausgesetzt - eine bis heute unverst&#228;ndliche Bevorzugung der Besserverdienenden. Es ist h&#246;chste Zeit, sie erneut einzuf&#252;hren. Auch deshalb, weil es andernorts v&#246;llig normal ist, solche Abgaben zu leisten. In den OECD-Staaten m&#252;ssen auf Verm&#246;gen im Mittel 5,6 % Steuern entrichtet werden, in Frankreich sind es 7,8%, in Gro&#223;britannien 11,6 % und in den USA sogar 11,7 % („Die  ZEIT“, 17. Juni 2010).
&#196;hnliche Einnahmepotentiale f&#252;r den Staat g&#228;be es bei Erbschaftssteuer, K&#246;rperschaftssteuer und Kapitalertragssteuer (auch sie wurden von rot-gr&#252;n abgesenkt). Alle drei m&#252;ssten differenziert angehoben werden, was angesichts wachsender Einnahmen bei den Verm&#246;genden, aber auch mit Blick auf die z&#252;gigere wirtschaftlichen Erholung jederzeit vertretbar w&#228;re.  
Eine weitere M&#246;glichkeit, kommende Lasten besser zu verteilen, w&#228;re die Erh&#246;hung des Spitzensteuersatzes f&#252;r Besserverdienende – von heute 47,5 % auf 50-55%. Diese Gr&#246;&#223;e galt &#252;ber viele Jahrzehnte hinweg als angemessen –  in den 70er Jahren lag sie sogar bei 56 %. Ausgerechnet rot-gr&#252;n betrieb auch hier  „Reichen-Entlastung“ und veranlasste 2003 die Absenkung von 48%  auf 42 % (http://www.wsws.org, 21.Oktober 2003).
Zwingens ist &#252;berdies die Einf&#252;hrung der Finanztransaktionssteuer. Angela Merkel will sie derzeit in Toronto auf die Tagesordnung bringen. Mit welcher Ernsthaftigkeit, ist nicht auszumachen. Immerhin  k&#246;nnten bereits bei einem Steuersatz von nur 0,01 % auf laufende Finanztransaktionen EU-weit ca. 50 Mrd. €, in Deutschland bis zu 20 Mrd. € generiert werden („ARD/Monitor“, 20. Mai 2010). Die USA und Gro&#223;britannien sind erkl&#228;rte Gegner einer solchen Steuer, f&#252;r die es auch in der EU  keine geschlossene Zustimmung gibt. Selbst der Ansatz von Frau Merkel wird von vielen als politisch motiviertes Feigenblatt betrachtet. Bleibt abzuwarten, ob in Deutschland und Europa Mut und Willen wachsen, ggf. auch Alleing&#228;nge gegen die ausufernde Spekulation zu starten. Hier w&#252;nschte ich mir noch massivere Unterst&#252;tzung durch unsere B&#252;rgerrechtsbewegungen und Gewerkschaften. 
Dar&#252;ber hinaus m&#252;sste unzeitgem&#228;&#223;e „Ehegattensplitting“ (es belohnt Hausfrauen, die nicht oder nur in sehr geringem Ma&#223;e berufst&#228;tig sein wollen) beseitigt werden. Allein durch diese Ma&#223;nahme k&#246;nnte der Staat Mehreinnahmen von 22 Mrd. Euro generieren („ZDF/Frontal, 13. April 2010). Auch die Kohlesubventionen geh&#246;ren auf den Pr&#252;fstand. Nach einer Studie von Greenpeace belief sich die staatliche Unterst&#252;tzung allein im Jahre 2008 auf 12,8 Milliarden Euro (1950-2008: 432 Mrd. Euro!), w&#228;hrend die Bundesregierung in ihrem Subventionsbericht nur 1,9 Mrd. Euro angibt („taz“, 4. Juni 2010). Auch die immensen staatlichen Unterst&#252;tzungsleistungen f&#252;r so genannte „Aufstocker“  k&#246;nnten reduziert werden – dann n&#228;mlich, wenn Mindestlohn und neue 400-€-Job-Angebote (f&#252;r Hartz-IV-Bezieher) in Deutschland vorank&#228;men. Auf diesen Feldern aber sieht es bis heute mau aus, weil das Zetern um deutsche Wettbewerbsf&#228;higkeit das Bem&#252;hen um faire Reglungen auf dem Arbeitsmarkt bei weitem &#252;bert&#246;nen konnte. In der Folge gewannen Leiharbeit und Lohndumping weiter an Fahrt. Vor allem dann, wenn Staat bereit war, prek&#228;re L&#246;hne durch Zuzahlungen auf Hartz-IV-Niveau aufzustocken, dr&#252;ckte ein Teil der Arbeitgeber die schon niedrigen L&#246;hne weiter. Die staatlichen Zusch&#252;sse f&#252;r die nunmehr 1,3 Millionen Aufstocker wuchsen so auf unvorstellbare 10,9 Mrd. Euro (2009) an (Sozialleistungen.info, 4. Mai 2010)
Last but not least: Wir brauchen endlich eine konkrete Exitstrategie f&#252;r das sinnlose Afghanistanabenteuer. Auch sie muss zur Haushaltskonsolidierung beitragen. Zwar d&#252;rfte das Obama, der deutsche Sparanstrengungen a priori f&#252;r falsch h&#228;lt und derzeit Leuten wie dem Hedgefond-Guru und Spekulant George Soros das Wort redet, noch mehr auf die Palme bringen. Doch wer zwingt uns, hier einzuknicken? 

Mit dieser Analyse ist die Frage, ob Sparen oder mehr Verschulden und Investieren die jeweils richtigen Tools zur Konsolidierung der Weltwirtschaft darstellen, nicht beantwortet. Vor allem deshalb nicht, weil zu beiden L&#246;sungsans&#228;tzen nicht nur unterschiedliche Positionen von „Wirtschaftsweisen“ und unterschiedliche Auffassungen innerhalb betroffener L&#228;nder, sondern auch Kontroversen zwischen einzelnen L&#228;ndern Staaten und Regierungen bestehen. Obama, aber auch die Wall Street stehen f&#252;r weiteres Schuldenmachen und Investieren. Die deutsche Regierung hingegen m&#246;chte sparen, nicht zuletzt deshalb, weil sie andere, in Schieflage geratene Staaten zu genau diesem Verhalten angespornt hat. Die EU-Schuldnerl&#228;nder m&#252;ssten ihre  Anpassungslasten allein tragen, so die verk&#252;rzte Strategieformel, gegen die sich zunehmend Widerstand aufbaut („Rheinische Post“, 22. Juni 2010).  W&#228;hrend die Amerikaner meinen, dass Gl&#228;ubigerstaaten mit starkem &#246;ffentlichen Engagement zur &#220;berwindung der Krise beitragen m&#252;ssten, bohren vor allem EU-Staaten (Frankreich, Griechenland etc.) an anderer Stelle. Die Deutschen, so hei&#223;t es, d&#252;rften jetzt nicht sparen, sondern m&#252;ssten im Ausland kaufen. Es sei h&#246;chste Zeit, die unm&#228;&#223;igen &#220;bersch&#252;sse beim Export abzubauen. Vor allem aber sollten sie darauf verzichten, die Sozialstandards weiter abzusenken (Stichworte: Dumpingl&#246;hne, Rente mit 70, Ausd&#252;nnung des sozialen Netzwerkes), um damit die Wettbewerbsf&#228;higkeit innerhalb der EU und auf den Weltm&#228;rkten zu steigern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>„80 Mrd.-Euro-Sparpaket“, das die Regierung gerade auf den Tisch gepackt hat, macht mich nicht nur sprachlos – es macht mich w&#252;tend. Denn das, was Deutschland zwischen 2011 und 2014 bef&#228;higen soll, seine Schulden einzud&#228;mmen (und die EU-Defizit-Kriterien zu erf&#252;llen) – ist nicht nur intransparent, sondern zutiefst ungerecht. Doch noch absto&#223;ender als die Paket-Inhalte selbst wirkte die Bemerkung der Kanzlerin, dass das, was man „in aufreibender Arbeit“ zustande gebracht habe, nicht durch interne Misst&#246;ne in Frage gestellt werden d&#252;rfe. Statt zu begreifen, dass Kritik aus den eigenen Reihen ein guter Sensor f&#252;r Unbrauchbarkeit ist,  versucht es Merkel  mit Druck. Parallel dazu pr&#252;ft man, ob sich Zustimmungserfordernisse durch „Bilanzierungstricks“ ausd&#252;nnen lassen. Offenbar ist es m&#246;glich, dass Gesamtpaket so zu splitten, dass Teile davon lediglich den Bundestag passieren m&#252;ssen, nicht aber der Zustimmung des Bundesrates bed&#252;rfen. Schon der Gedanke mutet – zumindest f&#252;r den Au&#223;enstehenden – grotesk an. Dass es an der Substanz vorbei m&#246;glich ist, allein durch Findigkeit und Cleverness die Zustimmung zu Gesetzesvorlagen „zu erschleichen“,  begreift niemand. Sollte der Kurs der Bundesregierung, auf die wachsende Verschuldung und die spekulativen Attacken der Wall Street mit einschneidenden Sparprogrammen zu reagieren, richtig sein, dann m&#252;sste diese Strategie auf einem m&#246;glichst umfassenden, partei&#252;bergreifenden  Konsens beruhen. Immerhin k&#246;nnte nicht nur die Stabilit&#228;t des Euro, sondern auch die der gesamten Volkswirtschaft gef&#228;hrdet sein. Die schwarz-gelbe Regierung aber glaubt dieser Gefahrenlage allein  begegnen zu k&#246;nnen. Ja mehr noch: Sie versucht, Abwehr und Sicherheitsma&#223;nahmen so zu stricken, dass die eigene Klientel m&#246;glichst wenig zur Kasse gebeten wird. Da mit Bildung einer rot-gr&#252;nen Minderheitsregierung in NRW die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundesrat verloren geht, sieht Merkel diese Strategie gef&#228;hrdet.<br />
Soweit die Gesamtwetterlage. Doch nun zu den Inhalten:<br />
Nimmt man die Kabinettsvorlage, so will die Regierung ihre Ausgaben 2011 um 13,2 Mrd. Euro, 2012 um 19,1 Mrd. Euro, 2013  um 24,7 Mrd. Euro und 2014  um 26,6 Milliarden Euro k&#252;rzen. Dabei werden f&#252;r 2011 zun&#228;chst Titel genannt, die Unternehmen betreffen, inhaltlich aber v&#246;llig unklar sind. Man spricht im Rahmen eines 5,3-Mrd.-Sparpaketes von zu kappenden &#214;kosteuerrabatten (bleibt unerl&#228;utert), einer Luftverkehrsabgabe (ohne Kerosinsteuier?), der Brennelementesteuer (die ist mit Blick auf die Versteuerung bei konkurrierenden Energietr&#228;gern l&#228;ngst f&#228;llig) und der Bahndividende  (Verzicht auf Aussch&#252;ttung oder was?) – schwenkt dann schnell auf die Arbeitslosen, denen man befristete Zuschl&#228;ge und Rentenzusch&#252;sse, den Heizkostenzuschuss und Weiterbildungskurse streichen und damit 4,4 Mrd. Euro sparen will. 0,6 Mrd. Euro  sollen Zugriffe auf das Eltergeld bringen. Hier sind K&#252;rzungen geplant, bei Hartz-IV-Familien sogar die komplette Streichung der Bez&#252;ge. V&#246;llig nebul&#246;s nehmen sich Einsparungen aus, die der Staat sich selbst verordnet: Stellen- und Gehaltsk&#252;rzungen bei Bundesbeamten, die K&#252;rzung des Wehretats und die Senkung allgemeiner Verwaltungsausgaben (2,3 Mrd. Euro). Mit 0,6 Mrd. Euro bringt man dann die Verschiebung des Schloss-Wiederaufbaus in Berlin und geringere Zinslasten (da geringere Schulden) ins Spiel („Rheinische Post“, 8. Juni 2010).<br />
Der B&#252;rger kann mit diesem Konglomerat – ohne dass er &#252;ber Grunddaten und Berechnungsverfahren informiert ist – kaum etwas anfangen. Zwei Dinge allerdings d&#252;rften ihm sofort auffallen: Dass man den Reichen im Lande offenbar nichts, den Armen daf&#252;r umso mehr Geld abkn&#246;pfen m&#246;chte. Und dass man Nebelkerzen dazwischen knallt: scheinbare Selbstverpflichtungen des Staates (schon immer undifferenziert angesagt und kaum irgendwo abgerechnet), die Brennelemente-Steuer und das Stadtschloss.<br />
Besonders verheerend ist die Idee, das Elterngeld zu k&#252;rzen bzw. total abzuschaffen. Sie konterkariert nicht nur bisherige Bem&#252;hungen, der bedrohlichen Alterspyramide entgegenzuwirken. Sie macht auch deutlich, dass man „den Vermehrungsbem&#252;hungen der Verlierer unserer Gesellschaft“ ein f&#252;r alle Mal den Riegel vorschieben m&#246;chte. Wir brauchen Kinder von Leistungstr&#228;gern und nicht von Hartz-IV-ern scheint der geheime Leitspruch zu lauten, f&#252;r den man nicht einmal Thilo Sarrazin bem&#252;hen muss. Dass ALG-II-Bezieher heute undifferenziert in eine Kiste verabscheut werden, geh&#246;rt zu den gr&#246;&#223;ten W&#252;rdeverletzungen unserer Zeit. Wer diesen Menschen, die zu mehr als 80% Opfer einer verfehlten Wirtschafts- und Finanzpolitik sind, die Gr&#252;ndung von Familien erschwert, nur weil Hartz-IV an einigen Stellen vererbt wird, verst&#246;&#223;t gegen fundamentale Menschenrechte. Au&#223;erdem lehrt die Geschichte, dass Notsituationen eher mit vielen Kindern einhergingen als mit wenigen.<br />
Wir leben heute in der grotesken Situation, dass der Staat Hartz-IV-Empf&#228;nger massiv unter Druck setzt, jegliche Arbeit anzunehmen, obwohl er die Arbeitsangebote nur im eigenen, n&#228;mlich dem &#246;ffentlichen Bereich direkt beeinflussen kann. Allerdings soll der staatliche Sektor im Schnitt personell ausged&#252;nnt und nicht aufgestockt werden. Die Privatwirtschaft gehorcht ausschlie&#223;lich effizienzgesteuerten Mustern. Sie wird Arbeitspl&#228;tze nur in dem Ma&#223;e anbieten, wie das Konjunktur und (privat)wirtschaftliche Interessenlagen vorgeben. Dennoch werden Hartz-IV-er auch dann stigmatisiert, wenn es Jobs partout nicht gibt. Etwas Besseres, als dass der Staat permanent – also unabh&#228;ngig von Konjunktur und Arbeitskr&#228;ftebedarf – Druck macht und ein Heer von Praktikanten, 1-€-Jobbern und Hartz-IV-Empf&#228;ngern vor sich hertreibt, kann den privaten Arbeitgebern nicht passieren. Sie saugen ab, wenn Bedarf da ist und pressen zur&#252;ck, wenn die Nachfrage ins Stocken ger&#228;t. Nimmt man die staatlich unterst&#252;tzte Leiharbeit hinzu, dann l&#228;sst sich durchaus schlussfolgern, dass Arbeitnehmer in Deutschland noch nie so angstvoll und brutal auf die W&#252;nsche und Begierden der Arbeitgeber getrimmt wurden wie heute. Dass man Hartz-IV-ern nun auch noch die Qualifizierungsm&#246;glichkeiten kappt, besiegelt deren Schicksal. Sie verkommen zur billigen Man&#246;vrier- und Polemisiermasse. Schon jetzt gelingt nur 7% der Betroffenen der Aufstieg in den 1. Arbeitsmarkt.<br />
Doch kommen wir auf den Gegenstand zur&#252;ck: Das vorliegende Sparpaket ist eine brutale Kampfansage. Kein Wunder, dass sich Gewerkschaften, Die Linke, Attac und ein Teil der Medien etc. spontan dagegen auflehnten und selbst konservative Politiker, Wirtschaftswissenschaftler und betuchte B&#252;rger die K&#246;pfe sch&#252;tteln. Gerade hat Boston Consulting mitgeteilt, dass die Zahl der deutschen Million&#228;rshaushalte im Krisenjahr 2009 gegen&#252;ber dem Vorjahr um 23 %  auf nunmehr 430.000 gestiegen sei („Rheinische Post“, 12.Juni 2010). Wo – frage ich – bleibt angesichts dieser Tatsache die gerechte Lastenverteilung? Warum versucht schwarz-gelb wieder bei denen zu sparen, denn es echt wehtut und verschont die, die zus&#228;tzliche Lasten kaum sp&#252;ren oder gar nicht erst wahrnehmen? Warum kann auf den drohenden Schuldenberg nicht mit weniger Sparen und mehr Versteuern – bei Reichen und Superreichen –  reagiert werden? Warum ist die Verm&#246;genssteuer kein Thema? Rot-gr&#252;n hat sie im Jahre 1997 ausgesetzt &#8211; eine bis heute unverst&#228;ndliche Bevorzugung der Besserverdienenden. Es ist h&#246;chste Zeit, sie erneut einzuf&#252;hren. Auch deshalb, weil es andernorts v&#246;llig normal ist, solche Abgaben zu leisten. In den OECD-Staaten m&#252;ssen auf Verm&#246;gen im Mittel 5,6 % Steuern entrichtet werden, in Frankreich sind es 7,8%, in Gro&#223;britannien 11,6 % und in den USA sogar 11,7 % („Die  ZEIT“, 17. Juni 2010).<br />
&#196;hnliche Einnahmepotentiale f&#252;r den Staat g&#228;be es bei Erbschaftssteuer, K&#246;rperschaftssteuer und Kapitalertragssteuer (auch sie wurden von rot-gr&#252;n abgesenkt). Alle drei m&#252;ssten differenziert angehoben werden, was angesichts wachsender Einnahmen bei den Verm&#246;genden, aber auch mit Blick auf die z&#252;gigere wirtschaftlichen Erholung jederzeit vertretbar w&#228;re.<br />
Eine weitere M&#246;glichkeit, kommende Lasten besser zu verteilen, w&#228;re die Erh&#246;hung des Spitzensteuersatzes f&#252;r Besserverdienende – von heute 47,5 % auf 50-55%. Diese Gr&#246;&#223;e galt &#252;ber viele Jahrzehnte hinweg als angemessen –  in den 70er Jahren lag sie sogar bei 56 %. Ausgerechnet rot-gr&#252;n betrieb auch hier  „Reichen-Entlastung“ und veranlasste 2003 die Absenkung von 48%  auf 42 % (<a href="http://www.wsws.org" rel="nofollow">http://www.wsws.org</a>, 21.Oktober 2003).<br />
Zwingens ist &#252;berdies die Einf&#252;hrung der Finanztransaktionssteuer. Angela Merkel will sie derzeit in Toronto auf die Tagesordnung bringen. Mit welcher Ernsthaftigkeit, ist nicht auszumachen. Immerhin  k&#246;nnten bereits bei einem Steuersatz von nur 0,01 % auf laufende Finanztransaktionen EU-weit ca. 50 Mrd. €, in Deutschland bis zu 20 Mrd. € generiert werden („ARD/Monitor“, 20. Mai 2010). Die USA und Gro&#223;britannien sind erkl&#228;rte Gegner einer solchen Steuer, f&#252;r die es auch in der EU  keine geschlossene Zustimmung gibt. Selbst der Ansatz von Frau Merkel wird von vielen als politisch motiviertes Feigenblatt betrachtet. Bleibt abzuwarten, ob in Deutschland und Europa Mut und Willen wachsen, ggf. auch Alleing&#228;nge gegen die ausufernde Spekulation zu starten. Hier w&#252;nschte ich mir noch massivere Unterst&#252;tzung durch unsere B&#252;rgerrechtsbewegungen und Gewerkschaften.<br />
Dar&#252;ber hinaus m&#252;sste unzeitgem&#228;&#223;e „Ehegattensplitting“ (es belohnt Hausfrauen, die nicht oder nur in sehr geringem Ma&#223;e berufst&#228;tig sein wollen) beseitigt werden. Allein durch diese Ma&#223;nahme k&#246;nnte der Staat Mehreinnahmen von 22 Mrd. Euro generieren („ZDF/Frontal, 13. April 2010). Auch die Kohlesubventionen geh&#246;ren auf den Pr&#252;fstand. Nach einer Studie von Greenpeace belief sich die staatliche Unterst&#252;tzung allein im Jahre 2008 auf 12,8 Milliarden Euro (1950-2008: 432 Mrd. Euro!), w&#228;hrend die Bundesregierung in ihrem Subventionsbericht nur 1,9 Mrd. Euro angibt („taz“, 4. Juni 2010). Auch die immensen staatlichen Unterst&#252;tzungsleistungen f&#252;r so genannte „Aufstocker“  k&#246;nnten reduziert werden – dann n&#228;mlich, wenn Mindestlohn und neue 400-€-Job-Angebote (f&#252;r Hartz-IV-Bezieher) in Deutschland vorank&#228;men. Auf diesen Feldern aber sieht es bis heute mau aus, weil das Zetern um deutsche Wettbewerbsf&#228;higkeit das Bem&#252;hen um faire Reglungen auf dem Arbeitsmarkt bei weitem &#252;bert&#246;nen konnte. In der Folge gewannen Leiharbeit und Lohndumping weiter an Fahrt. Vor allem dann, wenn Staat bereit war, prek&#228;re L&#246;hne durch Zuzahlungen auf Hartz-IV-Niveau aufzustocken, dr&#252;ckte ein Teil der Arbeitgeber die schon niedrigen L&#246;hne weiter. Die staatlichen Zusch&#252;sse f&#252;r die nunmehr 1,3 Millionen Aufstocker wuchsen so auf unvorstellbare 10,9 Mrd. Euro (2009) an (Sozialleistungen.info, 4. Mai 2010)<br />
Last but not least: Wir brauchen endlich eine konkrete Exitstrategie f&#252;r das sinnlose Afghanistanabenteuer. Auch sie muss zur Haushaltskonsolidierung beitragen. Zwar d&#252;rfte das Obama, der deutsche Sparanstrengungen a priori f&#252;r falsch h&#228;lt und derzeit Leuten wie dem Hedgefond-Guru und Spekulant George Soros das Wort redet, noch mehr auf die Palme bringen. Doch wer zwingt uns, hier einzuknicken? </p>
<p>Mit dieser Analyse ist die Frage, ob Sparen oder mehr Verschulden und Investieren die jeweils richtigen Tools zur Konsolidierung der Weltwirtschaft darstellen, nicht beantwortet. Vor allem deshalb nicht, weil zu beiden L&#246;sungsans&#228;tzen nicht nur unterschiedliche Positionen von „Wirtschaftsweisen“ und unterschiedliche Auffassungen innerhalb betroffener L&#228;nder, sondern auch Kontroversen zwischen einzelnen L&#228;ndern Staaten und Regierungen bestehen. Obama, aber auch die Wall Street stehen f&#252;r weiteres Schuldenmachen und Investieren. Die deutsche Regierung hingegen m&#246;chte sparen, nicht zuletzt deshalb, weil sie andere, in Schieflage geratene Staaten zu genau diesem Verhalten angespornt hat. Die EU-Schuldnerl&#228;nder m&#252;ssten ihre  Anpassungslasten allein tragen, so die verk&#252;rzte Strategieformel, gegen die sich zunehmend Widerstand aufbaut („Rheinische Post“, 22. Juni 2010).  W&#228;hrend die Amerikaner meinen, dass Gl&#228;ubigerstaaten mit starkem &#246;ffentlichen Engagement zur &#220;berwindung der Krise beitragen m&#252;ssten, bohren vor allem EU-Staaten (Frankreich, Griechenland etc.) an anderer Stelle. Die Deutschen, so hei&#223;t es, d&#252;rften jetzt nicht sparen, sondern m&#252;ssten im Ausland kaufen. Es sei h&#246;chste Zeit, die unm&#228;&#223;igen &#220;bersch&#252;sse beim Export abzubauen. Vor allem aber sollten sie darauf verzichten, die Sozialstandards weiter abzusenken (Stichworte: Dumpingl&#246;hne, Rente mit 70, Ausd&#252;nnung des sozialen Netzwerkes), um damit die Wettbewerbsf&#228;higkeit innerhalb der EU und auf den Weltm&#228;rkten zu steigern.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Werner Richter</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-592</link>
		<dc:creator>Werner Richter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 08:29:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klagefall.de/blaettchen/?page_id=2#comment-592</guid>
		<description>Mein Credo 1
Immer wieder z&#246;gere ich es hinaus, wer bist du eigentlich, was ma&#223;t du dir an, auf dich hat die Menschheit gerade noch gewartet ihr zu sagen, was sie tun soll. Stimmt. Aber w&#228;re es nicht feige, erst zu beanstanden, was dich st&#246;rt, u. dann zu kneifen? Stimmt auch. Es hilft nichts, wer A sagt, mu&#223; auch den Rest austrinken. Jeder blamiert sich eben, so gut er kann, ich mu&#223; es zu Ende bringen. Gute Gelegenheit, auszudrucken u. nachzulesen, was ich selbst so zusammengesponnen habe. 
L&#228;ngere Zeit vor u. nach der Bl&#228;ttchen-Wende habe ich ungefragt meine Sicht zur gesellschaftlichen Entwicklung  manchmal ins „Bl&#228;ttchen“, aber meist in dessen „Debatte“ gestellt, wobei klar ist, ich habe keine Urheberanspr&#252;che, andere hatten diese Gedanken weit vor mir u. meist begr&#252;ndeter. Man sehe es einem Laien nach, doch es ist ehrlich gedacht. 
Ich las aus vielen Schriften, die zu verarbeiten waren, im Wesentlichen das Fazit: 
Unsere so feine Gesellschaft weist scheinbar Z&#252;ge des Endstadiums einer Warenproduktionsweise auf, aber Vorsicht ist hier geboten. Mit einer grandiosen Implosion a la „Sozialistisches Weltsystem“ sollte man nicht rechnen, ist eher unwahrscheinlich, dagegen durchaus mit einem stillen Wandel der Produktions- u. Gesellschaftsverh&#228;ltnisse, der wachsenden Vergesellschaftung der Produktion u. des Kapitals folgend u. von diesen alternativlos, wie jetzt sehr sch&#246;n im Krisenverlauf anzuschauen, u. zwingend erfordert. Auch wenn der jetzige, immer rasantere Krisenzyklus einer Eruption entgegensteuert, ob im Zusammenbruch des Weltfinanzsystems gipfelnd oder im offenen Wirtschaftskrieg mit China oder in politisch-milit&#228;rischen Interventionen in der ganzen Welt, nach der damit verbundenen Vernichtung von Kapitalen werden neue Aufschwungsm&#246;glichkeiten unter ver&#228;nderten Bedingungen entstanden sein, auch die Exportsteigerung in direkter Linie mit R&#252;stungsaufschwung ist Teil dieses Prozesses, ein Anfang. Und die etablierten politischen Kr&#228;fte, hier bei uns die politischen Parteien, werden nicht die sich bietenden M&#246;glichkeiten der demokratischen Verteilung u. Umverteilung nutzen, sondern die Sicherung u. weiteren Konzentrierung des gesellschaftlichen Reichtums in den H&#228;nden der bisher schon besitzenden Klassen betreiben. Wie es dann dem Volk gehen wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber ein neuer Zyklus wird wieder anlaufen. Bis dahin wird auch die etwas primitive Art des eigentlich l&#228;cherlichen neoliberalen Unfugs der Neue-soziale-Marktwirtschaft-Sekte, die recht konspirativ in allen Parteien u. Verwaltungen wirken, durch die Realit&#228;t &#252;berholt sein, vermutlich in anderen Formen pr&#228;sent bleiben. Die Produktionsverh&#228;ltnisse, speziell die Eigentumsstrukturen, werden, tendenziell heute schon zu beobachten, durch einen gr&#246;&#223;eren Einflu&#223; des Staates, aber auch einer neuen Qualit&#228;t der Verschmelzung von Finanz- u. Staatskapital gekennzeichnet sein. Eine neue Schicht der staatsb&#252;rokratischen Oligarchie, in Wirtschaftsstrukturen fest eingebunden, wird die Macht haben, Innehalten u. Neubesinnung angesichts der Wahnsinnsspirale u. damit demokratische Entwicklungspolitik  sind freiwillig von denen nicht zu erwarten, egal, welche Partei welches Gewicht erlangt hat, von denen ist nichts zu erwarten. Ihr Credo ist: unbedingt mithalten u. drin bleiben. Sie werden die Entscheidungen zu ihrem Standpunkt immer zuerst von der Machtfrage her treffen. Auch so heute noch nach au&#223;en sich revolution&#228;r geb&#228;rdende Parteien werden als Bettvorleger enden, sie &#252;ben ja schon mal, zun&#228;chst noch auf L&#228;nderebene, ihre Integration  in „Sachzw&#228;nge“. In Perspektive k&#246;nnen sie jedoch ein interessantes Absicherungspotential der Machtverh&#228;ltnisse auch f&#252;r die gro&#223;e Politik sein. Sarah Wagenknecht k&#246;nnte jederzeit mit einem Parteiverfahren ausgeschaltet, sollte sie l&#228;stig werden. Eine avantgardistische Kraft, die, u. sei es wie gehabt tats&#228;chlich nur scheinbar, dem Volke den Weg zur Mitherrschaft, zu demokratischen Entwicklungen weisen u. f&#252;hren k&#246;nnte, ist nicht verf&#252;gbar, vielleicht ist das die historische Chance. Das Volk, zun&#228;chst wohl wieder mal nur der Zoon Politikon, einer mu&#223; anfangen, artikuliert seine Interessen selbst au&#223;erhalb der politischen Institutionen, ja nicht in diesen! 
Alle bisherigen B&#252;rgerbewegungen oder –initiativen in der alten Bundesrepublik, ob gegen mehr Kernkraftwerke, Umweltverschmutzung, Arbeitsplatzabbau,  Hartz-Gesetze oder Globalisierungsauswirkungen gerichtet, waren immer auf einzelne Bereiche der Gesellschaft beschr&#228;nkt, damit auch einziehbar ins stinknormale Leben u. eigentlich ungef&#228;hrlich f&#252;r die Machstrukturen. Sie konnten sogar ideal von interessierten Personen zur Profilierung zum Aufstieg in h&#246;here Kreise genutzt werden. Da konnte man schon mal, war man gerissen u. skrupellos genug, vom Taxikutscher zum Au&#223;enminister/Dozenten aufsteigen, die Bewegung allerdings mu&#223;te so pervertieren. Als Ratio bleibt alsdann, eine neue APO ist gefragt, die immun gegen die Streckbank der Politikf&#228;higmachung bleibt, sonst geht auch sie dann den Weg des schleichenden Suizids, wie B&#252;ndnis-Gr&#252;ne u. wohl demn&#228;chst auch Die Linke. Diese APO haben schon ganz andere als unausweichlich prophezeit, z.B. Thomas Klein, hierin bin ich also auch nicht Urheber. Sie hat die Chance des Eingriffs in grundlegende gesellschaftliche Strukturen. Als thematischer Ansatzpunkt der APO bietet sich das meines Erachtens einzig intakte verbliebene Grundrecht, das Wahlrecht, noch ideale Eingriffsm&#246;glichkeiten, die Chance der Verteidigung des Grundgesetzes vor weiterer Farcierung. Und hier ist ein „Wurzelthema“ gegeben. Wie gesagt, stelle ich mir ein abgestimmtes Zusammenwirken einer Vielzahl bereits vorhandener Initiativen u. Gruppen vor, zu den Wahlen in diese indirekt eingreifend, eine Opposition zu Wahlgesetzen, Wahlgeschehen u. Annexion der Wahlergebnisse durch die herrschende politische Klasse un&#252;bersehbar zu machen. Meine nachzulesende Idee ist, quer &#252;ber den Wahlschein ein dickes oranges Kreuz mit entsprechendem Marker zu ziehen u. den Schein damit ung&#252;ltig zu machen. Die Gleichartigkeit dieser Methode ist wichtig. Zugegeben, in Punkto Farbe habe ich abgekupfert, aber andere Farben w&#228;ren zu bla&#223; oder k&#246;nnten zu leicht bewu&#223;t mi&#223;verstanden u. mit den &#252;blichen Todschlagargumenten diskriminiert werden. Sch&#246;n w&#228;re noch ein einfaches Symbol, von jedermann darauf zu malen, aber wer hat da eine Idee? Moment: wie w&#228;re es mit einer stilisierten Blume, die wir als Kinder gemalt haben? Damit w&#228;re der erste Schritt getan u. niemand w&#252;rde es merken. Ich vertraue aber der Weisheit Gandhis: Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie &#252;ber dich, dann bek&#228;mpfen sie dich u. dann gewinnst du. Ganz einfach: Die Stimmen dieser Farbe m&#252;ssen gez&#228;hlt werden. Die parteinahen Wahlbeobachter werden sich weigern, in den Wahlr&#228;umen u. –objekten keine als Propaganda auslegbare parallele Sammlung u. Ausz&#228;hlung zulassen u. die Staatsmacht vorschicken. Aber auf der Stra&#223;e vor den Wahllokalen w&#228;re schon was zu machen, Form u. Entfernung w&#228;ren noch zu pr&#252;fen, an Juristen wird es dann bestimmt nicht mangeln. Diese Idee holte ich mir von Naomi Klein („No Logo!“), die sehr anschaulich anhand der in den anglikanischen L&#228;ndern etablierten B&#252;rgerrechtsbewegung „Reclaim the street“ die sehr wirksame, legale u. kostenlose Methode der spontanen Volksfeste zur symbolischen zeitweisen R&#252;ckeroberung &#246;ffentlicher R&#228;ume beschrieb. Durchaus modifiziert auch hier anwendbar: &#246;rtliche alternative Gruppen veranstalten eine Sit-Inn-Picknick-Grill-Trampolinspring-Gaukler-undwerwei&#223;nochwas-Fete 50 oder 200 m vom Wahllokal entfernt auf einem nicht infragestellbaren Platz. Ach so, wir sind in Deutschland, dann eben mit vorheriger Genehmigung, auch nicht kriegsentscheidend. Und mittendrin steht ein orangen markierter Tisch, auf dem liegen Wahldokumentationslisten. Da tragen sich die orangenen Wahlverweigerer ein. Die Listen werden gesammelt, zentral, beglaubigt, Ordnung mu&#223; sein,  u. ausgewertet. Die Ergebnisse pro Wahllokal u. Kommune werden der Presse u. den &#214;ffentlich-Rechtlichen zugestellt. Geduld wird schon notwendig sein, erst ab einer bestimmten Gr&#246;&#223;enordnung werden diese, analog Marxens Kapitalbeispiel, erst lebhaft usw. Diese Bewegung, da bin ich mir sicher, h&#228;tte das Zeug zum Wachsen u. Nicht&#252;bersehenwerden, mit dem obligatorischen Spa&#223;faktor. Dieses kommt jedoch nicht im Selbstlauf, da m&#252;ssen alle vakanten Gruppe, Gr&#252;ppchen u. Personen angeregt werden, durchaus eine Heidenarbeit. Was bin ich wieder mal so sch&#246;n subversiv, gelle Schlapph&#252;te? Aber immer im Rahmen der Gesetze, &#228;tsch! Ist der Punkt der gesellschaftlichen Relevanz &#252;berschritten, geht es eigentlich erst richtig los. Wor&#252;ber man sich im Vorfeld u. parallel schon einig werden mu&#223;: welche Forderungen in die &#252;brige Gesellschaft getragen werden m&#252;ssen. Ist es dabei noch von Bedeutung, ob eine Gruppe mit meinen Ansichten unvereinbare Wunschziele oder feige Haltung &#252;ber die eigene vergangene Rolle hat oder nicht? Wohl mu&#223; ich &#252;ber meinen Schatten springen, nicht die anderen. Es werden Konflikte aufkommen, das ist klar, aber die liegen genau genommen in der Vergangenheit, nicht in der Zielsetzung f&#252;r die Gegenwart: Ein Forderungspotential an die Politikerklasse aufbauen, das diese nicht mehr ignorieren kann, die Wahlgesetze zu demokratisieren, tats&#228;chliche Mitbestimmung des Volkes zuzulassen, jenseits des heutigen Zustandes der simulierten. Nat&#252;rlich werden dann auch Menschen mitmachen oder dies vorgeben, die in Parteien sind, die &#252;ber diese Institutionen den Weg zur Macht zu beschreiten gedenken. Sollen sie, die kommen nur ein St&#252;ck mit unseres Weges, dann geraten sie in Selbstkonflikte u. m&#252;ssen sich entscheiden, so oder so. Bis dahin w&#228;ren auch sie willkommen. Ist vor diesem Geschehen dann noch die Forderung, die Linke u. speziell Die Linke solle zun&#228;chst ihre historische Verantwortung &#252;bernehmen noch zielf&#252;hrend? Schreckliches Wort, in j&#252;ngster Zeit oft geh&#246;rt, mu&#223; ich mir merken.  Damit kein Mi&#223;verst&#228;ndnis aufkommt, ich halte diese Auseinandersetzung, die noch ewig dauern wird, aktuell l&#228;hmt u. die Defensive zementiert, f&#252;r grunds&#228;tzlich u. notwendig, aber offensiv l&#246;sbar, siehe oben. Sie l&#246;st sich von selbst, denn wer glaubt ernsthaft, eine Partei, egal, wie sie hei&#223;en mag, w&#252;rde mit daran wirken, die Parteienrolle in der Gesellschaft auf ein unsch&#228;dliches, grundgesetzliches Ma&#223; zur&#252;ckzudr&#228;ngen, gegen die vom Verfassungszerst&#246;rerschutz abgesicherten Grundgesetzeleminierer? Und es w&#252;rde sich auch die uns von der Reaktion aufoktroyierte Diskussion, ob wir noch von einer Linken sprechen sollten, er&#252;brigen. Mit diesen objektiv r&#252;ckw&#228;rts gerichteten Themen w&#252;rden Zeit u. Kr&#228;fte, gebunden, die in der Offensive fehlen w&#252;rden. Denn die Aufgaben w&#228;ren immens, denke man sich die Vorbereitung u. Durchf&#252;hrung auch nur eines „Pilotprojektes“:  Auffinden, Ausw&#228;hlen, Ansprechen u. Gewinnung einer m&#246;glichst gro&#223;en Zahl von relevanten Gruppen, Einrichtung von Informationsplattformen, auch in den Wahlkreisen, Planung, Vorbereitung u. Durchf&#252;hrung von Wahlfeten in ausgew&#228;hlten Wahllokalen, Auswertung u. Medienarbeit, Koordinierung u. das alles freiwillig, mit Ausf&#228;llen u. Improvisieren.  Allein schon diese Vorstellung l&#228;&#223;t zweifeln. Also, warum packen wir es nicht an? Oder, wir erz&#228;hlen uns weitere 10 Jahre, was uns so alles nicht gef&#228;llt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Credo 1<br />
Immer wieder z&#246;gere ich es hinaus, wer bist du eigentlich, was ma&#223;t du dir an, auf dich hat die Menschheit gerade noch gewartet ihr zu sagen, was sie tun soll. Stimmt. Aber w&#228;re es nicht feige, erst zu beanstanden, was dich st&#246;rt, u. dann zu kneifen? Stimmt auch. Es hilft nichts, wer A sagt, mu&#223; auch den Rest austrinken. Jeder blamiert sich eben, so gut er kann, ich mu&#223; es zu Ende bringen. Gute Gelegenheit, auszudrucken u. nachzulesen, was ich selbst so zusammengesponnen habe.<br />
L&#228;ngere Zeit vor u. nach der Bl&#228;ttchen-Wende habe ich ungefragt meine Sicht zur gesellschaftlichen Entwicklung  manchmal ins „Bl&#228;ttchen“, aber meist in dessen „Debatte“ gestellt, wobei klar ist, ich habe keine Urheberanspr&#252;che, andere hatten diese Gedanken weit vor mir u. meist begr&#252;ndeter. Man sehe es einem Laien nach, doch es ist ehrlich gedacht.<br />
Ich las aus vielen Schriften, die zu verarbeiten waren, im Wesentlichen das Fazit:<br />
Unsere so feine Gesellschaft weist scheinbar Z&#252;ge des Endstadiums einer Warenproduktionsweise auf, aber Vorsicht ist hier geboten. Mit einer grandiosen Implosion a la „Sozialistisches Weltsystem“ sollte man nicht rechnen, ist eher unwahrscheinlich, dagegen durchaus mit einem stillen Wandel der Produktions- u. Gesellschaftsverh&#228;ltnisse, der wachsenden Vergesellschaftung der Produktion u. des Kapitals folgend u. von diesen alternativlos, wie jetzt sehr sch&#246;n im Krisenverlauf anzuschauen, u. zwingend erfordert. Auch wenn der jetzige, immer rasantere Krisenzyklus einer Eruption entgegensteuert, ob im Zusammenbruch des Weltfinanzsystems gipfelnd oder im offenen Wirtschaftskrieg mit China oder in politisch-milit&#228;rischen Interventionen in der ganzen Welt, nach der damit verbundenen Vernichtung von Kapitalen werden neue Aufschwungsm&#246;glichkeiten unter ver&#228;nderten Bedingungen entstanden sein, auch die Exportsteigerung in direkter Linie mit R&#252;stungsaufschwung ist Teil dieses Prozesses, ein Anfang. Und die etablierten politischen Kr&#228;fte, hier bei uns die politischen Parteien, werden nicht die sich bietenden M&#246;glichkeiten der demokratischen Verteilung u. Umverteilung nutzen, sondern die Sicherung u. weiteren Konzentrierung des gesellschaftlichen Reichtums in den H&#228;nden der bisher schon besitzenden Klassen betreiben. Wie es dann dem Volk gehen wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber ein neuer Zyklus wird wieder anlaufen. Bis dahin wird auch die etwas primitive Art des eigentlich l&#228;cherlichen neoliberalen Unfugs der Neue-soziale-Marktwirtschaft-Sekte, die recht konspirativ in allen Parteien u. Verwaltungen wirken, durch die Realit&#228;t &#252;berholt sein, vermutlich in anderen Formen pr&#228;sent bleiben. Die Produktionsverh&#228;ltnisse, speziell die Eigentumsstrukturen, werden, tendenziell heute schon zu beobachten, durch einen gr&#246;&#223;eren Einflu&#223; des Staates, aber auch einer neuen Qualit&#228;t der Verschmelzung von Finanz- u. Staatskapital gekennzeichnet sein. Eine neue Schicht der staatsb&#252;rokratischen Oligarchie, in Wirtschaftsstrukturen fest eingebunden, wird die Macht haben, Innehalten u. Neubesinnung angesichts der Wahnsinnsspirale u. damit demokratische Entwicklungspolitik  sind freiwillig von denen nicht zu erwarten, egal, welche Partei welches Gewicht erlangt hat, von denen ist nichts zu erwarten. Ihr Credo ist: unbedingt mithalten u. drin bleiben. Sie werden die Entscheidungen zu ihrem Standpunkt immer zuerst von der Machtfrage her treffen. Auch so heute noch nach au&#223;en sich revolution&#228;r geb&#228;rdende Parteien werden als Bettvorleger enden, sie &#252;ben ja schon mal, zun&#228;chst noch auf L&#228;nderebene, ihre Integration  in „Sachzw&#228;nge“. In Perspektive k&#246;nnen sie jedoch ein interessantes Absicherungspotential der Machtverh&#228;ltnisse auch f&#252;r die gro&#223;e Politik sein. Sarah Wagenknecht k&#246;nnte jederzeit mit einem Parteiverfahren ausgeschaltet, sollte sie l&#228;stig werden. Eine avantgardistische Kraft, die, u. sei es wie gehabt tats&#228;chlich nur scheinbar, dem Volke den Weg zur Mitherrschaft, zu demokratischen Entwicklungen weisen u. f&#252;hren k&#246;nnte, ist nicht verf&#252;gbar, vielleicht ist das die historische Chance. Das Volk, zun&#228;chst wohl wieder mal nur der Zoon Politikon, einer mu&#223; anfangen, artikuliert seine Interessen selbst au&#223;erhalb der politischen Institutionen, ja nicht in diesen!<br />
Alle bisherigen B&#252;rgerbewegungen oder –initiativen in der alten Bundesrepublik, ob gegen mehr Kernkraftwerke, Umweltverschmutzung, Arbeitsplatzabbau,  Hartz-Gesetze oder Globalisierungsauswirkungen gerichtet, waren immer auf einzelne Bereiche der Gesellschaft beschr&#228;nkt, damit auch einziehbar ins stinknormale Leben u. eigentlich ungef&#228;hrlich f&#252;r die Machstrukturen. Sie konnten sogar ideal von interessierten Personen zur Profilierung zum Aufstieg in h&#246;here Kreise genutzt werden. Da konnte man schon mal, war man gerissen u. skrupellos genug, vom Taxikutscher zum Au&#223;enminister/Dozenten aufsteigen, die Bewegung allerdings mu&#223;te so pervertieren. Als Ratio bleibt alsdann, eine neue APO ist gefragt, die immun gegen die Streckbank der Politikf&#228;higmachung bleibt, sonst geht auch sie dann den Weg des schleichenden Suizids, wie B&#252;ndnis-Gr&#252;ne u. wohl demn&#228;chst auch Die Linke. Diese APO haben schon ganz andere als unausweichlich prophezeit, z.B. Thomas Klein, hierin bin ich also auch nicht Urheber. Sie hat die Chance des Eingriffs in grundlegende gesellschaftliche Strukturen. Als thematischer Ansatzpunkt der APO bietet sich das meines Erachtens einzig intakte verbliebene Grundrecht, das Wahlrecht, noch ideale Eingriffsm&#246;glichkeiten, die Chance der Verteidigung des Grundgesetzes vor weiterer Farcierung. Und hier ist ein „Wurzelthema“ gegeben. Wie gesagt, stelle ich mir ein abgestimmtes Zusammenwirken einer Vielzahl bereits vorhandener Initiativen u. Gruppen vor, zu den Wahlen in diese indirekt eingreifend, eine Opposition zu Wahlgesetzen, Wahlgeschehen u. Annexion der Wahlergebnisse durch die herrschende politische Klasse un&#252;bersehbar zu machen. Meine nachzulesende Idee ist, quer &#252;ber den Wahlschein ein dickes oranges Kreuz mit entsprechendem Marker zu ziehen u. den Schein damit ung&#252;ltig zu machen. Die Gleichartigkeit dieser Methode ist wichtig. Zugegeben, in Punkto Farbe habe ich abgekupfert, aber andere Farben w&#228;ren zu bla&#223; oder k&#246;nnten zu leicht bewu&#223;t mi&#223;verstanden u. mit den &#252;blichen Todschlagargumenten diskriminiert werden. Sch&#246;n w&#228;re noch ein einfaches Symbol, von jedermann darauf zu malen, aber wer hat da eine Idee? Moment: wie w&#228;re es mit einer stilisierten Blume, die wir als Kinder gemalt haben? Damit w&#228;re der erste Schritt getan u. niemand w&#252;rde es merken. Ich vertraue aber der Weisheit Gandhis: Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie &#252;ber dich, dann bek&#228;mpfen sie dich u. dann gewinnst du. Ganz einfach: Die Stimmen dieser Farbe m&#252;ssen gez&#228;hlt werden. Die parteinahen Wahlbeobachter werden sich weigern, in den Wahlr&#228;umen u. –objekten keine als Propaganda auslegbare parallele Sammlung u. Ausz&#228;hlung zulassen u. die Staatsmacht vorschicken. Aber auf der Stra&#223;e vor den Wahllokalen w&#228;re schon was zu machen, Form u. Entfernung w&#228;ren noch zu pr&#252;fen, an Juristen wird es dann bestimmt nicht mangeln. Diese Idee holte ich mir von Naomi Klein („No Logo!“), die sehr anschaulich anhand der in den anglikanischen L&#228;ndern etablierten B&#252;rgerrechtsbewegung „Reclaim the street“ die sehr wirksame, legale u. kostenlose Methode der spontanen Volksfeste zur symbolischen zeitweisen R&#252;ckeroberung &#246;ffentlicher R&#228;ume beschrieb. Durchaus modifiziert auch hier anwendbar: &#246;rtliche alternative Gruppen veranstalten eine Sit-Inn-Picknick-Grill-Trampolinspring-Gaukler-undwerwei&#223;nochwas-Fete 50 oder 200 m vom Wahllokal entfernt auf einem nicht infragestellbaren Platz. Ach so, wir sind in Deutschland, dann eben mit vorheriger Genehmigung, auch nicht kriegsentscheidend. Und mittendrin steht ein orangen markierter Tisch, auf dem liegen Wahldokumentationslisten. Da tragen sich die orangenen Wahlverweigerer ein. Die Listen werden gesammelt, zentral, beglaubigt, Ordnung mu&#223; sein,  u. ausgewertet. Die Ergebnisse pro Wahllokal u. Kommune werden der Presse u. den &#214;ffentlich-Rechtlichen zugestellt. Geduld wird schon notwendig sein, erst ab einer bestimmten Gr&#246;&#223;enordnung werden diese, analog Marxens Kapitalbeispiel, erst lebhaft usw. Diese Bewegung, da bin ich mir sicher, h&#228;tte das Zeug zum Wachsen u. Nicht&#252;bersehenwerden, mit dem obligatorischen Spa&#223;faktor. Dieses kommt jedoch nicht im Selbstlauf, da m&#252;ssen alle vakanten Gruppe, Gr&#252;ppchen u. Personen angeregt werden, durchaus eine Heidenarbeit. Was bin ich wieder mal so sch&#246;n subversiv, gelle Schlapph&#252;te? Aber immer im Rahmen der Gesetze, &#228;tsch! Ist der Punkt der gesellschaftlichen Relevanz &#252;berschritten, geht es eigentlich erst richtig los. Wor&#252;ber man sich im Vorfeld u. parallel schon einig werden mu&#223;: welche Forderungen in die &#252;brige Gesellschaft getragen werden m&#252;ssen. Ist es dabei noch von Bedeutung, ob eine Gruppe mit meinen Ansichten unvereinbare Wunschziele oder feige Haltung &#252;ber die eigene vergangene Rolle hat oder nicht? Wohl mu&#223; ich &#252;ber meinen Schatten springen, nicht die anderen. Es werden Konflikte aufkommen, das ist klar, aber die liegen genau genommen in der Vergangenheit, nicht in der Zielsetzung f&#252;r die Gegenwart: Ein Forderungspotential an die Politikerklasse aufbauen, das diese nicht mehr ignorieren kann, die Wahlgesetze zu demokratisieren, tats&#228;chliche Mitbestimmung des Volkes zuzulassen, jenseits des heutigen Zustandes der simulierten. Nat&#252;rlich werden dann auch Menschen mitmachen oder dies vorgeben, die in Parteien sind, die &#252;ber diese Institutionen den Weg zur Macht zu beschreiten gedenken. Sollen sie, die kommen nur ein St&#252;ck mit unseres Weges, dann geraten sie in Selbstkonflikte u. m&#252;ssen sich entscheiden, so oder so. Bis dahin w&#228;ren auch sie willkommen. Ist vor diesem Geschehen dann noch die Forderung, die Linke u. speziell Die Linke solle zun&#228;chst ihre historische Verantwortung &#252;bernehmen noch zielf&#252;hrend? Schreckliches Wort, in j&#252;ngster Zeit oft geh&#246;rt, mu&#223; ich mir merken.  Damit kein Mi&#223;verst&#228;ndnis aufkommt, ich halte diese Auseinandersetzung, die noch ewig dauern wird, aktuell l&#228;hmt u. die Defensive zementiert, f&#252;r grunds&#228;tzlich u. notwendig, aber offensiv l&#246;sbar, siehe oben. Sie l&#246;st sich von selbst, denn wer glaubt ernsthaft, eine Partei, egal, wie sie hei&#223;en mag, w&#252;rde mit daran wirken, die Parteienrolle in der Gesellschaft auf ein unsch&#228;dliches, grundgesetzliches Ma&#223; zur&#252;ckzudr&#228;ngen, gegen die vom Verfassungszerst&#246;rerschutz abgesicherten Grundgesetzeleminierer? Und es w&#252;rde sich auch die uns von der Reaktion aufoktroyierte Diskussion, ob wir noch von einer Linken sprechen sollten, er&#252;brigen. Mit diesen objektiv r&#252;ckw&#228;rts gerichteten Themen w&#252;rden Zeit u. Kr&#228;fte, gebunden, die in der Offensive fehlen w&#252;rden. Denn die Aufgaben w&#228;ren immens, denke man sich die Vorbereitung u. Durchf&#252;hrung auch nur eines „Pilotprojektes“:  Auffinden, Ausw&#228;hlen, Ansprechen u. Gewinnung einer m&#246;glichst gro&#223;en Zahl von relevanten Gruppen, Einrichtung von Informationsplattformen, auch in den Wahlkreisen, Planung, Vorbereitung u. Durchf&#252;hrung von Wahlfeten in ausgew&#228;hlten Wahllokalen, Auswertung u. Medienarbeit, Koordinierung u. das alles freiwillig, mit Ausf&#228;llen u. Improvisieren.  Allein schon diese Vorstellung l&#228;&#223;t zweifeln. Also, warum packen wir es nicht an? Oder, wir erz&#228;hlen uns weitere 10 Jahre, was uns so alles nicht gef&#228;llt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Webmaster</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-591</link>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 17:36:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klagefall.de/blaettchen/?page_id=2#comment-591</guid>
		<description>Wer es nachlesen m&#246;chte: BGHZ 13, S. 265</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer es nachlesen m&#246;chte: BGHZ 13, S. 265</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin Franke</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-590</link>
		<dc:creator>Martin Franke</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 11:26:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klagefall.de/blaettchen/?page_id=2#comment-590</guid>
		<description>Ein Nachtrag zu den Sondierungsgespr&#228;chen der NRW-SPD  mit der dortigen Linkspartei

Liebe Frau Kraft!
Ich bin ja nur ehemaliger NRWler und ehemaliger PDSler, aber ich mu&#223; sagen: Die DDR war ein Unrechtsstaat. Jawoll! 
Am klarsten hat der Gro&#223;e Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (...) 1956 (...) formuliert: Der nationalsozialistische Staat war „im Kern ein Rechtsstaat“.
Und mit denen will ich die DDR, bei all ihren Fehlern, M&#228;ngeln und, ja, auch Verbrechen, nicht in einem Atemzug genannt wissen.

Gru&#223; aus Boxhagen,
Martin Franke</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Nachtrag zu den Sondierungsgespr&#228;chen der NRW-SPD  mit der dortigen Linkspartei</p>
<p>Liebe Frau Kraft!<br />
Ich bin ja nur ehemaliger NRWler und ehemaliger PDSler, aber ich mu&#223; sagen: Die DDR war ein Unrechtsstaat. Jawoll!<br />
Am klarsten hat der Gro&#223;e Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (&#8230;) 1956 (&#8230;) formuliert: Der nationalsozialistische Staat war „im Kern ein Rechtsstaat“.<br />
Und mit denen will ich die DDR, bei all ihren Fehlern, M&#228;ngeln und, ja, auch Verbrechen, nicht in einem Atemzug genannt wissen.</p>
<p>Gru&#223; aus Boxhagen,<br />
Martin Franke</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wolfram Adolphi</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-589</link>
		<dc:creator>Wolfram Adolphi</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 10:16:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klagefall.de/blaettchen/?page_id=2#comment-589</guid>
		<description>NeXXor lernt

Dies ist in eigener Sache, und es muss sein. Am 12. April habe ich in Nr. 7/2010 des Bl&#228;ttchens &#252;ber meinen selbsternannten Wikipedia-Biographen NeXXor geschrieben

http://das-blaettchen.de/nexxor

und nun - siehe - hat NeXXor reagiert. Nicht von sich aus zwar, aber immerhin. Auf der Diskussionsseite zum mich betreffenden Wikipedia-Eintrag lese ich am 9. Juni, dass sich am 7. Juni ein Autor (eine Autorin?) namens Babel fish zu Wort gemeldet und mit Hinweis auf meinen Text vom 12. April gefragt hat: &quot;Hilft das?&quot;, worauf NeXXor schon wenige Minuten sp&#228;ter antwortete: &quot;Ich bin ehrlich beeindruckt. Ich werde die sachlichen Fehler im Laufe des Tages beheben. Danke f&#252;r den Link.&quot; Und wiederum 20 Minuten sp&#228;ter war die Seite tats&#228;chlich so bearbeitet, dass nun die Anmerkungen zum beruflichen Lebenslauf korrigiert sind. Au&#223;erdem findet sich jetzt auf der Seite ein Verweis auf den Artikel im Bl&#228;ttchen und einer zu meiner Homepage Asiaticus.

Wenn NeXXor nun noch so freundlich w&#228;re, die Information &quot;Als Oberassistent nahm er 1988 ehrenamtlich den Posten des SED-Parteisekret&#228;rs an der Humboldt-Universit&#228;t ein&quot; durch den Satz &quot;... wurde er zum ehrenamtlichen SED-Parteisekret&#228;r der Sektion Asienwissenschaften der Humboldt-Universit&#228;t gew&#228;hlt&quot; zu ersetzen, w&#228;re der Exaktheit ein weiterer guter Dienst getan.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>NeXXor lernt</p>
<p>Dies ist in eigener Sache, und es muss sein. Am 12. April habe ich in Nr. 7/2010 des Bl&#228;ttchens &#252;ber meinen selbsternannten Wikipedia-Biographen NeXXor geschrieben</p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/nexxor" rel="nofollow">http://das-blaettchen.de/nexxor</a></p>
<p>und nun &#8211; siehe &#8211; hat NeXXor reagiert. Nicht von sich aus zwar, aber immerhin. Auf der Diskussionsseite zum mich betreffenden Wikipedia-Eintrag lese ich am 9. Juni, dass sich am 7. Juni ein Autor (eine Autorin?) namens Babel fish zu Wort gemeldet und mit Hinweis auf meinen Text vom 12. April gefragt hat: &#8220;Hilft das?&#8221;, worauf NeXXor schon wenige Minuten sp&#228;ter antwortete: &#8220;Ich bin ehrlich beeindruckt. Ich werde die sachlichen Fehler im Laufe des Tages beheben. Danke f&#252;r den Link.&#8221; Und wiederum 20 Minuten sp&#228;ter war die Seite tats&#228;chlich so bearbeitet, dass nun die Anmerkungen zum beruflichen Lebenslauf korrigiert sind. Au&#223;erdem findet sich jetzt auf der Seite ein Verweis auf den Artikel im Bl&#228;ttchen und einer zu meiner Homepage Asiaticus.</p>
<p>Wenn NeXXor nun noch so freundlich w&#228;re, die Information &#8220;Als Oberassistent nahm er 1988 ehrenamtlich den Posten des SED-Parteisekret&#228;rs an der Humboldt-Universit&#228;t ein&#8221; durch den Satz &#8220;&#8230; wurde er zum ehrenamtlichen SED-Parteisekret&#228;r der Sektion Asienwissenschaften der Humboldt-Universit&#228;t gew&#228;hlt&#8221; zu ersetzen, w&#228;re der Exaktheit ein weiterer guter Dienst getan.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Vill Freed</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-588</link>
		<dc:creator>Vill Freed</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 13:17:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klagefall.de/blaettchen/?page_id=2#comment-588</guid>
		<description>Wer h&#228;tte das gedacht, dass Sie vor Tagen so pr&#228;zise und kurz alles bereits erfassten, was jetzt - nach dem H.K.-R&#252;cktritt! - in allen Medien ausgeschlachtet wird. Meine Bewunderung f&#252;r Ihre Sicht!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer h&#228;tte das gedacht, dass Sie vor Tagen so pr&#228;zise und kurz alles bereits erfassten, was jetzt &#8211; nach dem H.K.-R&#252;cktritt! &#8211; in allen Medien ausgeschlachtet wird. Meine Bewunderung f&#252;r Ihre Sicht!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Beate Hambacher</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-587</link>
		<dc:creator>Beate Hambacher</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 May 2010 14:24:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klagefall.de/blaettchen/?page_id=2#comment-587</guid>
		<description>Ebenfalls zur „Gipfel-Nachlese“ in der aktuellen Ausgabe:

http://das-blaettchen.de/gipfel-nachlese/

Das Anliegen Barack Obamas, das eigentlich jeder verantwortungsbewusste Staatsmann auf dieser Welt teilen m&#252;&#223;te, durch internationale Anstrengungen zu verhindern, da&#223; spaltbares Material je in die H&#228;nde von Terroristen fallen und f&#252;r Anschl&#228;ge mit katastrophalen Konsequenzen mi&#223;braucht werden k&#246;nnte, ist aller Ehren wert und lange &#252;berf&#228;llig. Und da&#223; Washington mit dem k&#252;rzlichen Gipfel zu dieser Frage die Initiative ergriffen hat, ist angesichts der existentiellen Bedeutung des Problems mehr als gerechtfertigt, obwohl – oder gerade weil? – die USA die erste und einzige Macht waren, die bisher Kernwaffen im Krieg eingesetzt haben.

Allerdings ist ein Konzept der USA zur Erreichung des erkl&#228;rten Ziels bisher nicht erkennbar. Der Gipfel ist ja zun&#228;chst lediglich &#252;bereingekommen, da&#223; alle Staaten, die spaltbares Material besitzen, durch entsprechende Sicherungsma&#223;nahmen unautorisierte Zugriffe verhindern m&#252;&#223;ten. Dabei waren es die USA, wo zu Beginn des Nuklearzeitalters bereits dar&#252;ber nachgedacht worden ist, wie die nukleare B&#252;chse der Pandora geschlossen gehalten werden k&#246;nnte: durch vollst&#228;ndige &#220;bertragung s&#228;mtlicher zivilen Aspekte des Umgangs mit dem Atom in die Hand einer internationalen Organisation – ausgestattet mit entsprechen Vollmachten, Instrumentarien und Sanktionsmechanismen – sowie durch Abschaffung aller Kernwaffen. Einen solchen Ansatz hatte eine von Pr&#228;sident Truman beauftragte Expertenkommission unter Leitung des damaligen US-Vize-Au&#223;enministers Dean Acheson und des Rechtswissenschaftlers David Lilienthal bis Anfang 1946 entwickelt.

Leider wurde daraus dann der Baruch-Plan – benannt nach dem ersten Vertreter der USA bei der Atomenergiekommission der Vereinten Nationen, Bernard Mannes Baruch. Als dieser Plan am 14. Juni 1946 der &#214;ffentlichkeit pr&#228;sentiert wurde, enthielt er diskriminierende Elemente in einer Weise, die eine Ablehnung durch die Sowjetunion im heraufziehenden Kalten Krieg geradezu provozierte. Bertrand Russell res&#252;mierte in seinem 1961 erschienenen Buch „Has Man a Future?”: „The Baruch Plan proposed an International Atomic Development Authority which was to have a monopoly of mining uranium and thorium, refining the ores, owning materials, and constructing and operating plants necessary for the use of nuclear power. It was suggested that this Authority should be established by the United Nations and that the United States should give it the information of which, so far, America was the sole possessor. Unfortunately, there were features of the Baruch Proposal which Russia found unacceptable, as, indeed, was to be expected.” Einflu&#223;reiche Kreise in Washington wollten diesen Weg nicht einschlagen, und es ist kein Geheimnis, da&#223; Kr&#228;fte dieser Provenienz dort auch heute noch eine m&#228;chtige Fraktion bilden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ebenfalls zur „Gipfel-Nachlese“ in der aktuellen Ausgabe:</p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/gipfel-nachlese/" rel="nofollow">http://das-blaettchen.de/gipfel-nachlese/</a></p>
<p>Das Anliegen Barack Obamas, das eigentlich jeder verantwortungsbewusste Staatsmann auf dieser Welt teilen m&#252;&#223;te, durch internationale Anstrengungen zu verhindern, da&#223; spaltbares Material je in die H&#228;nde von Terroristen fallen und f&#252;r Anschl&#228;ge mit katastrophalen Konsequenzen mi&#223;braucht werden k&#246;nnte, ist aller Ehren wert und lange &#252;berf&#228;llig. Und da&#223; Washington mit dem k&#252;rzlichen Gipfel zu dieser Frage die Initiative ergriffen hat, ist angesichts der existentiellen Bedeutung des Problems mehr als gerechtfertigt, obwohl – oder gerade weil? – die USA die erste und einzige Macht waren, die bisher Kernwaffen im Krieg eingesetzt haben.</p>
<p>Allerdings ist ein Konzept der USA zur Erreichung des erkl&#228;rten Ziels bisher nicht erkennbar. Der Gipfel ist ja zun&#228;chst lediglich &#252;bereingekommen, da&#223; alle Staaten, die spaltbares Material besitzen, durch entsprechende Sicherungsma&#223;nahmen unautorisierte Zugriffe verhindern m&#252;&#223;ten. Dabei waren es die USA, wo zu Beginn des Nuklearzeitalters bereits dar&#252;ber nachgedacht worden ist, wie die nukleare B&#252;chse der Pandora geschlossen gehalten werden k&#246;nnte: durch vollst&#228;ndige &#220;bertragung s&#228;mtlicher zivilen Aspekte des Umgangs mit dem Atom in die Hand einer internationalen Organisation – ausgestattet mit entsprechen Vollmachten, Instrumentarien und Sanktionsmechanismen – sowie durch Abschaffung aller Kernwaffen. Einen solchen Ansatz hatte eine von Pr&#228;sident Truman beauftragte Expertenkommission unter Leitung des damaligen US-Vize-Au&#223;enministers Dean Acheson und des Rechtswissenschaftlers David Lilienthal bis Anfang 1946 entwickelt.</p>
<p>Leider wurde daraus dann der Baruch-Plan – benannt nach dem ersten Vertreter der USA bei der Atomenergiekommission der Vereinten Nationen, Bernard Mannes Baruch. Als dieser Plan am 14. Juni 1946 der &#214;ffentlichkeit pr&#228;sentiert wurde, enthielt er diskriminierende Elemente in einer Weise, die eine Ablehnung durch die Sowjetunion im heraufziehenden Kalten Krieg geradezu provozierte. Bertrand Russell res&#252;mierte in seinem 1961 erschienenen Buch „Has Man a Future?”: „The Baruch Plan proposed an International Atomic Development Authority which was to have a monopoly of mining uranium and thorium, refining the ores, owning materials, and constructing and operating plants necessary for the use of nuclear power. It was suggested that this Authority should be established by the United Nations and that the United States should give it the information of which, so far, America was the sole possessor. Unfortunately, there were features of the Baruch Proposal which Russia found unacceptable, as, indeed, was to be expected.” Einflu&#223;reiche Kreise in Washington wollten diesen Weg nicht einschlagen, und es ist kein Geheimnis, da&#223; Kr&#228;fte dieser Provenienz dort auch heute noch eine m&#228;chtige Fraktion bilden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Helge Jürgs</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-586</link>
		<dc:creator>Helge Jürgs</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 May 2010 09:19:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klagefall.de/blaettchen/?page_id=2#comment-586</guid>
		<description>Pr&#228;sidialer Klartext

Am Rande seines Truppenbesuches in Afghanistan hat Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler dem Deutschlandradio ein Interview gegeben. Darin sind Aussagen enthalten, die man sich ob ihrer Offenheit bez&#252;glich der Motivation milit&#228;rischer Operationen der Bundeswehr im Ausland (besser gesagt: Kriegf&#252;hrung) auf der Zunge zergehen lassen sollte:

&quot;Meine Einsch&#228;tzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Gr&#246;&#223;e mit dieser Au&#223;enhandelsorientierung und damit auch Au&#223;enhandelsabh&#228;ngigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch milit&#228;rischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilit&#228;ten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zur&#252;ckschlagen negativ durch Handel, Arbeitspl&#228;tze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.&quot;

Besten Dank, Horst K&#246;hler, f&#252;r soviel Klartext. Nun verbindet sich mit Ihrer Amtszeit denn doch noch das Hautgout des Exklusiven...

Helge J&#252;rgs</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Pr&#228;sidialer Klartext</p>
<p>Am Rande seines Truppenbesuches in Afghanistan hat Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler dem Deutschlandradio ein Interview gegeben. Darin sind Aussagen enthalten, die man sich ob ihrer Offenheit bez&#252;glich der Motivation milit&#228;rischer Operationen der Bundeswehr im Ausland (besser gesagt: Kriegf&#252;hrung) auf der Zunge zergehen lassen sollte:</p>
<p>&#8220;Meine Einsch&#228;tzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Gr&#246;&#223;e mit dieser Au&#223;enhandelsorientierung und damit auch Au&#223;enhandelsabh&#228;ngigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch milit&#228;rischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilit&#228;ten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zur&#252;ckschlagen negativ durch Handel, Arbeitspl&#228;tze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.&#8221;</p>
<p>Besten Dank, Horst K&#246;hler, f&#252;r soviel Klartext. Nun verbindet sich mit Ihrer Amtszeit denn doch noch das Hautgout des Exklusiven&#8230;</p>
<p>Helge J&#252;rgs</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Marie-Luise Grohl</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-585</link>
		<dc:creator>Marie-Luise Grohl</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 May 2010 06:10:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klagefall.de/blaettchen/?page_id=2#comment-585</guid>
		<description>Zur „Gipfel-Nachlese“ im BL&#196;TTCHEN Nr. 10:

http://das-blaettchen.de/gipfel-nachlese/

Da haben Russland und die USA beim j&#252;ngsten Nukleargipfel also vereinbart, ab 2018 je 34 t bisher offensichtlich milit&#228;risch genutztes Plutonium einer zivilen Verwendung zuzuf&#252;hren, womit eine Nutzung als Reaktorbrennstoff gemeint ist, oder das Plutonium endzulagern. Zur Vervollst&#228;ndigung des Bildes geh&#246;ren aber einige weitere Sachverhalte. Nicht jedes Plutoniumisotop ist spaltbar, also waffenf&#228;hig. Geeignet ist vor allem Pu 239, und das ist ein teuflischer Stoff, wie der Autor der „Gipfel-Nachlese“ knapp, aber treffend skizziert hat. Davon verf&#252;gt Ru&#223;land nach amerikanischen Quellen &#252;ber fast 200 t, und in US-Depots lagern immerhin auch mehr als 90 t. Bereits Ende der 90er Jahre hatten beide Staaten Teilmengen ihrer milit&#228;rischen Vorr&#228;te offiziell als „&#252;bersch&#252;ssig“ deklariert – die USA 52,5 t, Ru&#223;land „bis zu“ 50 t. Passiert ist damit rein physisch gar nichts, die Mengen sind nach wie vor vorhanden.

Das f&#252;hrt zu einem grunds&#228;tzlichen Problem. Plutonium kommt in der Natur auf der Erde praktisch nicht mehr vor. Es ist durch radioaktiven Zerfall, bei dem es in andere Elemente umgewandelt wird, verschwunden; seine l&#228;ngste Halbwertzeit liegt bei 80 Mio. Jahren (Pu 244). S&#228;mtliches heute vorhandenes Plutonium ist in Reaktoren entstanden – entweder durch gezielte Herstellung zur Verwendung f&#252;r Kernsprengk&#246;pfe (dazu werden bestimmter Uran-Isotope mit Neutronen beschossen) oder als Abfall-Produkt in mit hoch angereichertem Uran betriebenen Kernkraftwerken. Die stehen – au&#223;er in Ru&#223;land und Amerika – an vielen Stellen der Welt. Daher fallen j&#228;hrlich immer neue Mengen an Plutonium an.

Wenn dieses Plutonium dauerhaft aus dem Verkehr gezogen bzw. entsorgt werden soll, dann ist der Begriff endlagern einerseits richtig, denn der Stoff kann physisch nicht vernichtet werden. Fr&#252;here Ideen, das Zeug ins All – etwa in Richtung Sonne – zu schie&#223;en, wurden sinnvollerweise nie ernsthaft verfolgt; Raketenabsch&#252;sse sind bis heute keine hundertprozentig sichere Angelegenheit. Man kann Pu 239 nach heutigem Stande der Technik nur „wegschlie&#223;en“ und abwarten, bis der nat&#252;rliche Zerfall das Problem beseitigt hat. Daf&#252;r ist endlagern jedoch zugleich der v&#246;llig falsche Begriff, weil er etwas suggeriert, wof&#252;r es in der Praxis keine gesicherten Verfahren gibt. Plutonium 239 hat eine Halbwertzeit von &#252;ber 24.000 Jahren. Das bedeutet, von den 68 t, &#252;ber die sich Ru&#223;land und die USA jetzt verst&#228;ndigt haben, w&#228;re, lagerte man sie komplett end, nach der nach menschlichen Ma&#223;st&#228;ben unvorstellbaren Spanne von 144.000 Jahren immer noch mehr als eine Tonne vorhanden.

F&#252;r ein sicheres Handling &#252;ber eine derartige Zeitspanne fehlen jegliche Erfahrungswerte und hinreichend erprobte Technologien. Das Problem wird auf unabsehbare Zeit nur von Generation zu Generation weitergereicht werden k&#246;nnen. Dar&#252;ber schweigen sich die politisch Verantwortlichen allerdings geflissentlich aus, wenn sie denn die Tragweite der Angelegenheit &#252;berhaupt begriffen haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur „Gipfel-Nachlese“ im BL&#196;TTCHEN Nr. 10:</p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/gipfel-nachlese/" rel="nofollow">http://das-blaettchen.de/gipfel-nachlese/</a></p>
<p>Da haben Russland und die USA beim j&#252;ngsten Nukleargipfel also vereinbart, ab 2018 je 34 t bisher offensichtlich milit&#228;risch genutztes Plutonium einer zivilen Verwendung zuzuf&#252;hren, womit eine Nutzung als Reaktorbrennstoff gemeint ist, oder das Plutonium endzulagern. Zur Vervollst&#228;ndigung des Bildes geh&#246;ren aber einige weitere Sachverhalte. Nicht jedes Plutoniumisotop ist spaltbar, also waffenf&#228;hig. Geeignet ist vor allem Pu 239, und das ist ein teuflischer Stoff, wie der Autor der „Gipfel-Nachlese“ knapp, aber treffend skizziert hat. Davon verf&#252;gt Ru&#223;land nach amerikanischen Quellen &#252;ber fast 200 t, und in US-Depots lagern immerhin auch mehr als 90 t. Bereits Ende der 90er Jahre hatten beide Staaten Teilmengen ihrer milit&#228;rischen Vorr&#228;te offiziell als „&#252;bersch&#252;ssig“ deklariert – die USA 52,5 t, Ru&#223;land „bis zu“ 50 t. Passiert ist damit rein physisch gar nichts, die Mengen sind nach wie vor vorhanden.</p>
<p>Das f&#252;hrt zu einem grunds&#228;tzlichen Problem. Plutonium kommt in der Natur auf der Erde praktisch nicht mehr vor. Es ist durch radioaktiven Zerfall, bei dem es in andere Elemente umgewandelt wird, verschwunden; seine l&#228;ngste Halbwertzeit liegt bei 80 Mio. Jahren (Pu 244). S&#228;mtliches heute vorhandenes Plutonium ist in Reaktoren entstanden – entweder durch gezielte Herstellung zur Verwendung f&#252;r Kernsprengk&#246;pfe (dazu werden bestimmter Uran-Isotope mit Neutronen beschossen) oder als Abfall-Produkt in mit hoch angereichertem Uran betriebenen Kernkraftwerken. Die stehen – au&#223;er in Ru&#223;land und Amerika – an vielen Stellen der Welt. Daher fallen j&#228;hrlich immer neue Mengen an Plutonium an.</p>
<p>Wenn dieses Plutonium dauerhaft aus dem Verkehr gezogen bzw. entsorgt werden soll, dann ist der Begriff endlagern einerseits richtig, denn der Stoff kann physisch nicht vernichtet werden. Fr&#252;here Ideen, das Zeug ins All – etwa in Richtung Sonne – zu schie&#223;en, wurden sinnvollerweise nie ernsthaft verfolgt; Raketenabsch&#252;sse sind bis heute keine hundertprozentig sichere Angelegenheit. Man kann Pu 239 nach heutigem Stande der Technik nur „wegschlie&#223;en“ und abwarten, bis der nat&#252;rliche Zerfall das Problem beseitigt hat. Daf&#252;r ist endlagern jedoch zugleich der v&#246;llig falsche Begriff, weil er etwas suggeriert, wof&#252;r es in der Praxis keine gesicherten Verfahren gibt. Plutonium 239 hat eine Halbwertzeit von &#252;ber 24.000 Jahren. Das bedeutet, von den 68 t, &#252;ber die sich Ru&#223;land und die USA jetzt verst&#228;ndigt haben, w&#228;re, lagerte man sie komplett end, nach der nach menschlichen Ma&#223;st&#228;ben unvorstellbaren Spanne von 144.000 Jahren immer noch mehr als eine Tonne vorhanden.</p>
<p>F&#252;r ein sicheres Handling &#252;ber eine derartige Zeitspanne fehlen jegliche Erfahrungswerte und hinreichend erprobte Technologien. Das Problem wird auf unabsehbare Zeit nur von Generation zu Generation weitergereicht werden k&#246;nnen. Dar&#252;ber schweigen sich die politisch Verantwortlichen allerdings geflissentlich aus, wenn sie denn die Tragweite der Angelegenheit &#252;berhaupt begriffen haben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin Nicklaus</title>
		<link>http://das-blaettchen.de/debatte/comment-page-2/#comment-584</link>
		<dc:creator>Martin Nicklaus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 05:55:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klagefall.de/blaettchen/?page_id=2#comment-584</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Brauer,

da haben Sie ja einen sch&#246;nen Text &#252;ber Sozialschmarotzer geschrieben.

http://das-blaettchen.de/peachum-faehrt-maserati/

Dieses Schmarotzertum verdeutlicht noch eine Angabe des Statistischen Bundesamtes, wonach Gesch&#228;ftsf&#252;hrer ein durchschnittliches Jahresgehalt von rund 91.000 Euro haben.

Herzliche Gr&#252;&#223;e 
Martin Nicklaus</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Brauer,</p>
<p>da haben Sie ja einen sch&#246;nen Text &#252;ber Sozialschmarotzer geschrieben.</p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/peachum-faehrt-maserati/" rel="nofollow">http://das-blaettchen.de/peachum-faehrt-maserati/</a></p>
<p>Dieses Schmarotzertum verdeutlicht noch eine Angabe des Statistischen Bundesamtes, wonach Gesch&#228;ftsf&#252;hrer ein durchschnittliches Jahresgehalt von rund 91.000 Euro haben.</p>
<p>Herzliche Gr&#252;&#223;e<br />
Martin Nicklaus</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
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